Der Kommentar - Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC


Der Kommentar - Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC
Einleitung
Der Kommentar ist eine meinungsbetonte Textsorte, die im Deutschunterricht häufig als Aufsatz geübt wird. Wenn Du einen Kommentar schreibst, nimmst Du zu einem strittigen Thema begründet Stellung. Du informierst nicht nur, sondern bewertest, ordnest ein und versuchst, Deine Leserinnen und Leser mit nachvollziehbaren Argumenten zu überzeugen. Ein guter Kommentar ist deshalb weder eine bloße Meinungsäußerung noch ein ungeordneter Gefühlsausbruch. Er verbindet eine klare These, sachliche Begründungen, passende Beispiele, sprachliche Präzision und eine erkennbare Haltung.
Im Journalismus gehört der Kommentar zu den meinungsäußernden Darstellungsformen. Er unterscheidet sich von informierenden Textsorten wie Nachricht oder Bericht, weil die persönliche Bewertung der Autorin oder des Autors ausdrücklich erkennbar wird. Für den Schulaufsatz bedeutet das: Du darfst und sollst Deine eigene Position vertreten, musst sie aber fair, sachlich und überzeugend begründen. Genau diese Verbindung aus Meinung, Argument, Struktur und Sprache macht den Kommentar zu einer wichtigen Aufsatzform.
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Ziel des aiMOOCs
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du einen überzeugenden Kommentar planst, formulierst und überarbeitest. Du erfährst, woran man einen gelungenen Kommentar erkennt, wie Du Deine Argumente ordnest, wie Du typische Fehler vermeidest und wie Du in einer Klassenarbeit oder einem Lernnachweis systematisch vorgehst. Am Ende kannst Du einen eigenen Kommentar zu einem aktuellen oder schulnahen Thema schreiben und nach klaren Kriterien verbessern.

Was ist ein Kommentar?
Ein Kommentar ist ein Text, in dem eine Autorin oder ein Autor einen Sachverhalt bewertet. Meist geht es um ein aktuelles, gesellschaftliches, politisches, schulisches, kulturelles oder mediales Thema. Der Kommentar reagiert auf eine Frage, ein Problem oder eine Entwicklung und entwickelt dazu einen Standpunkt. Entscheidend ist, dass dieser Standpunkt nicht nur behauptet, sondern begründet wird.
Ein Kommentar beantwortet häufig Fragen wie: Was ist von dieser Entwicklung zu halten? Welche Folgen hat eine Entscheidung? Warum ist eine Maßnahme sinnvoll oder problematisch? Welche Haltung sollte man dazu einnehmen? Im Unterricht wird der Kommentar deshalb oft mit Themen verbunden, die mehrere Perspektiven zulassen: Handyverbot, Social Media, Künstliche Intelligenz, Umweltschutz, Schuluniform, Noten, Hausaufgaben, Ganztagsschule oder Medienkonsum.
Merkmale eines Kommentars
Ein Kommentar besitzt mehrere typische Merkmale, die Du beim Schreiben beachten solltest.
- Standpunkt: Der Kommentar vertritt eine klare Meinung zu einem strittigen Thema.
- Argument: Die Meinung wird durch nachvollziehbare Gründe gestützt.
- Beispiel: Allgemeine Behauptungen werden durch konkrete Fälle, Erfahrungen, Daten oder Beobachtungen veranschaulicht.
- Adressatenbezug: Der Text richtet sich an Leserinnen und Leser und möchte sie zum Nachdenken oder Umdenken bewegen.
- Bewertung: Der Kommentar ordnet einen Sachverhalt ein und zeigt, warum er bedeutsam ist.
- Stil: Die Sprache ist sachlich, lebendig, zugespitzt und verständlich.
- Aufbau: Der Text hat eine erkennbare Einleitung, einen argumentierenden Hauptteil und einen wirkungsvollen Schluss.
Kommentar, Bericht und Erörterung im Vergleich
Der Kommentar wird im Unterricht leicht mit anderen Aufsatzarten verwechselt. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Bericht, Erörterung und Kommentar.
Ein Bericht informiert möglichst sachlich über ein Geschehen. Er beantwortet häufig die W-Fragen und vermeidet persönliche Bewertungen. Eine Erörterung untersucht eine Fragestellung ausführlich, wägt Argumente ab und kann am Ende zu einem begründeten Urteil kommen. Der Kommentar ist stärker meinungsbetont: Er setzt früh eine klare Position, ordnet das Thema wertend ein und will Leserinnen und Leser überzeugen.
Im Kommentar darfst Du also pointierter schreiben als im Bericht. Trotzdem brauchst Du eine sachliche Grundlage. Ein Kommentar ohne Fakten wirkt beliebig. Ein Kommentar ohne Meinung wirkt wie ein Bericht. Ein Kommentar ohne Struktur wirkt ungeordnet.
Der Schreibprozess
Gute Kommentare entstehen selten in einem einzigen Schritt. Sie werden geplant, geschrieben und überarbeitet. Im Deutschunterricht ist es besonders hilfreich, den Schreibprozess bewusst zu steuern.

Schritt 1: Aufgabenstellung verstehen
Lies die Aufgabenstellung genau. Markiere das Thema, die geforderte Textsorte, mögliche Materialien und den Adressatenkreis. Achte auf Operatoren wie kommentiere, nimm Stellung, beurteile, setze Dich auseinander oder verfasse einen Kommentar. Sie zeigen Dir, dass nicht nur Wissen abgefragt wird, sondern eine eigene begründete Position erwartet wird.
Wichtige Leitfragen sind: Wozu soll ich Stellung nehmen? Welche Position vertrete ich? Welche Leserinnen und Leser spreche ich an? Welche Informationen aus dem Material muss ich nutzen? Welche Gegenpositionen sollte ich berücksichtigen?
Schritt 2: Thema erschließen
Bevor Du schreibst, sammelst Du Gedanken. Notiere zentrale Begriffe, mögliche Ursachen, Folgen, Betroffene und Konflikte. Bei einem Thema wie Sollte die Handynutzung in der Schule stärker eingeschränkt werden? könntest Du zum Beispiel Aspekte wie Konzentration, Ablenkung, Medienkompetenz, Cybermobbing, Kommunikation, Unterricht und Eigenverantwortung sammeln.
Eine hilfreiche Methode ist die Mindmap. In die Mitte schreibst Du das Thema. Darum herum sammelst Du Pro-Argumente, Contra-Argumente, Beispiele, mögliche Einwände und Begriffe, die später im Text wichtig werden.
Schritt 3: Position festlegen
Ein Kommentar braucht eine klare Position. Du musst nicht immer vollständig dafür oder dagegen sein, aber Deine Haltung muss erkennbar bleiben. Ein Kommentar kann auch eine differenzierte Position vertreten, etwa: Handys sollten im Unterricht grundsätzlich ausgeschaltet sein, in klar geregelten Lernphasen aber gezielt eingesetzt werden.
Eine gute Position ist präzise. Sie vermeidet Formulierungen wie irgendwie, vielleicht oder alle wissen doch. Stattdessen formulierst Du eine These, die diskutierbar ist: Ein vollständiges Handyverbot löst schulische Probleme nicht, wenn gleichzeitig keine Medienbildung stattfindet.
Schritt 4: Argumente ordnen
Nicht jedes Argument ist gleich stark. Ordne Deine Argumente nach Wirkung. Häufig ist es sinnvoll, mit einem verständlichen Argument zu beginnen, im Hauptteil stärkere Argumente aufzubauen und am Ende das wichtigste Argument besonders deutlich herauszustellen. Gegenargumente solltest Du nicht verschweigen, sondern fair aufnehmen und entkräften.
Ein bewährtes Muster lautet: These – Begründung – Beispiel – Schlussfolgerung. Dieses Muster hilft Dir, Absätze klar zu strukturieren.
Beispiel: These: Handys sollten nicht pauschal aus der Schule verbannt werden. Begründung: Schülerinnen und Schüler müssen lernen, digitale Geräte verantwortungsvoll zu nutzen. Beispiel: Wer im Unterricht Quellen vergleicht oder Lernapps reflektiert einsetzt, übt genau diese Kompetenz. Schlussfolgerung: Entscheidend ist deshalb nicht das Gerät selbst, sondern die pädagogische Regelung.
Schritt 5: Rohfassung schreiben
In der Rohfassung geht es darum, den Text vollständig zu formulieren. Achte auf Absätze, passende Überleitungen und eine klare Leserführung. Jeder Absatz sollte eine erkennbare Funktion haben. Schreibe nicht nur einzelne Argumente nebeneinander, sondern verbinde sie logisch miteinander.
Nützliche Verknüpfungen sind zum Beispiel: zunächst, darüber hinaus, entscheidend ist, dagegen spricht, trotzdem, gerade deshalb, folglich, insgesamt und aus diesem Grund.
Schritt 6: Überarbeiten
Ein guter Kommentar wird durch Überarbeitung deutlich besser. Prüfe zuerst den Inhalt: Ist die Position klar? Sind die Argumente überzeugend? Gibt es Beispiele? Wird ein Gegenargument berücksichtigt? Danach prüfst Du den Aufbau: Gibt es eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss? Schließlich prüfst Du Sprache und Rechtschreibung.
Eine hilfreiche Überarbeitungsfrage lautet: Würde eine Leserin oder ein Leser nach diesem Text genau wissen, welche Position ich vertrete und warum sie überzeugend sein soll?
Aufbau eines perfekten Kommentars
Ein Kommentar besteht in der Regel aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Grundstruktur gibt Deinem Text Klarheit. Innerhalb dieser Struktur kannst Du kreativ formulieren, aber die Funktion der Teile sollte erkennbar bleiben.

Die Einleitung
Die Einleitung soll Interesse wecken und zum Thema hinführen. Sie kann mit einer aktuellen Beobachtung, einer zugespitzten Frage, einem kurzen Beispiel, einem überraschenden Gegensatz oder einem Bezug zur Lebenswelt beginnen. Wichtig ist, dass die Einleitung nicht zu lang wird und schnell zur zentralen Problemfrage führt.
Schwache Einleitung: In diesem Kommentar geht es um Handys. Handys sind heute sehr wichtig.
Stärkere Einleitung: Noch bevor die erste Stunde beginnt, leuchten auf vielen Schulhöfen die Displays. Was für die einen normaler Alltag ist, gilt für andere als Störfaktor. Doch ein pauschales Handyverbot greift zu kurz.
Die stärkere Einleitung ist konkreter, anschaulicher und führt direkt zur Position.
Der Hauptteil
Der Hauptteil enthält Deine Argumentation. Jeder Abschnitt sollte einen klaren Gedanken entfalten. Vermeide reine Behauptungen. Formuliere stattdessen begründete Aussagen. Ein guter Hauptteil kombiniert Sachargument, Wertargument, Folgenargument und passende Beispiele.
Ein Sachargument stützt sich auf überprüfbare Zusammenhänge. Ein Wertargument bezieht sich auf Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung oder Bildung. Ein Folgenargument zeigt mögliche Auswirkungen einer Entscheidung. Besonders überzeugend wird Dein Kommentar, wenn Du unterschiedliche Argumenttypen sinnvoll verbindest.
Das Gegenargument
Ein überzeugender Kommentar kennt die Gegenposition. Wenn Du ein Gegenargument fair darstellst, wirkt Dein Text reflektierter. Danach zeigst Du, warum Deine Position trotzdem stärker ist.
Beispiel: Natürlich ist es richtig, dass Smartphones im Unterricht ablenken können. Doch daraus folgt nicht automatisch, dass ein vollständiges Verbot die beste Lösung ist. Wer Ablenkung verhindern will, braucht klare Regeln, konsequente Umsetzung und Unterricht, der digitale Verantwortung einübt.
Diese Formulierung nimmt den Einwand ernst, führt ihn aber zurück zur eigenen Position.
Der Schluss
Der Schluss bündelt die Aussage des Kommentars. Er sollte nicht einfach alle Argumente wiederholen, sondern die Position zuspitzen. Möglich sind ein Appell, ein Ausblick, eine pointierte Schlussformulierung oder eine Rückkehr zum Einstieg.
Schwacher Schluss: Das war mein Kommentar zum Thema Handys.
Stärkerer Schluss: Eine Schule, die Handys nur verbietet, verschiebt das Problem. Eine Schule, die Regeln mit Medienbildung verbindet, bereitet Jugendliche dagegen auf die digitale Wirklichkeit vor.
Sprache und Stil
Die Sprache eines Kommentars soll klar, lebendig und überzeugend sein. Du darfst wertende Wörter verwenden, aber Du solltest nicht beleidigend oder unsachlich werden. Ein Kommentar gewinnt durch treffende Formulierungen, klare Satzstrukturen und bewusste rhetorische Mittel.
Rhetorische Mittel sinnvoll nutzen
Rhetorische Mittel können Deinen Kommentar wirkungsvoller machen. Eine rhetorische Frage kann Leserinnen und Leser aktivieren. Eine Antithese kann Gegensätze verdeutlichen. Eine Metapher kann einen Gedanken anschaulich machen. Eine Wiederholung kann eine zentrale Aussage betonen. Wichtig ist: Rhetorische Mittel sollen Deine Argumentation unterstützen und nicht ersetzen.
Beispiel für eine rhetorische Frage: Wollen wir wirklich eine Schule, die digitale Geräte nur wegschließt, statt den verantwortlichen Umgang mit ihnen zu lehren?
Beispiel für eine Antithese: Nicht das Smartphone ist das Problem, sondern der unreflektierte Umgang damit.
Sachlich bleiben trotz Meinung
Ein Kommentar darf klar urteilen, aber er sollte fair bleiben. Vermeide persönliche Angriffe, Übertreibungen ohne Beleg und pauschale Aussagen wie alle Jugendlichen oder kein Lehrer. Besser sind präzise Formulierungen: viele Schülerinnen und Schüler, in bestimmten Situationen, häufig zeigt sich oder ein wesentliches Problem besteht darin.
Gute Kommentare unterscheiden zwischen Fakt und Meinung. Fakten können überprüft werden. Meinungen bewerten diese Fakten. Wenn Du beides sauber trennst, wirkt Dein Text glaubwürdiger.
Einen Kommentar in der Klassenarbeit schreiben
In einer Klassenarbeit zählt nicht nur, was Du weißt, sondern wie gut Du unter Zeitdruck planst und formulierst. Eine einfache Zeiteinteilung kann helfen: Lies die Aufgabe gründlich, plane Deine Argumente, schreibe die Rohfassung und überarbeite am Ende gezielt. Selbst wenige Minuten Überarbeitung können viele Fehler vermeiden.
Arbeitsplan für den Lernnachweis
- Aufgabenstellung: Lies genau und markiere Thema, Textsorte, Materialbezug und Adressaten.
- Materialauswertung: Entnimm wichtige Informationen, aber schreibe keinen reinen Materialbericht.
- These: Formuliere Deine Position in einem klaren Satz.
- Argumentationsplan: Ordne zwei bis vier starke Argumente und ein mögliches Gegenargument.
- Einleitung: Führe anschaulich zum Problem.
- Hauptteil: Entfalte Argumente mit Beispielen und Überleitungen.
- Schluss: Formuliere eine klare Schlussfolgerung, einen Appell oder einen Ausblick.
- Überarbeitung: Prüfe Aufbau, Verständlichkeit, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck.
Typische Fehler vermeiden
Viele Kommentare scheitern nicht am Thema, sondern an wiederkehrenden Fehlern. Häufig fehlt eine klare Position. Manchmal werden Argumente nur behauptet, aber nicht begründet. Oft gibt es keine Beispiele oder die Beispiele passen nicht genau zur These. Auch ein fehlender Schluss kann die Wirkung schwächen.
Besonders problematisch sind unsachliche Formulierungen. Ein Kommentar darf pointiert sein, aber er sollte nicht verletzen. Wer andere Positionen lächerlich macht, wirkt weniger überzeugend. Besser ist eine souveräne Argumentation, die zeigt, warum die eigene Sicht begründet ist.
Beispiel: Kommentar planen
Thema: Sollten Hausaufgaben an weiterführenden Schulen abgeschafft werden?
Mögliche Position: Hausaufgaben sollten nicht vollständig abgeschafft, aber deutlich sinnvoller gestaltet werden.
Mögliche Argumente: Hausaufgaben können Übung ermöglichen, aber sie verstärken manchmal soziale Unterschiede, wenn Lernende zu Hause unterschiedlich viel Unterstützung erhalten. Sie sind sinnvoll, wenn sie klar erklärt, angemessen umfangreich und im Unterricht ausgewertet werden. Sie sind problematisch, wenn sie nur Beschäftigung sind oder Lernzeit ersetzen, die eigentlich begleitet werden müsste.
Möglicher Schlussgedanke: Nicht die Hausaufgabe an sich ist entscheidend, sondern ihre Qualität. Gute Aufgaben fördern Selbstständigkeit; schlechte Aufgaben verlängern nur den Schultag.
Kriterien für einen gelungenen Kommentar
Ein gelungener Kommentar erfüllt mehrere Anforderungen gleichzeitig. Er zeigt eine klare Haltung, bleibt aber argumentativ. Er ist sprachlich lebendig, aber nicht unsachlich. Er nutzt Beispiele, aber verliert sich nicht in Einzelheiten. Er ist strukturiert, aber nicht schematisch. Besonders überzeugend ist ein Kommentar, wenn Form und Inhalt zusammenpassen: Eine starke These braucht starke Argumente; ein starker Schluss braucht eine erkennbare Entwicklung im Text.
Checkliste
- Thema: Ist klar, worum es geht?
- Position: Wird Deine Meinung früh erkennbar?
- Argumentation: Sind die wichtigsten Gründe nachvollziehbar entfaltet?
- Beispiel: Wird mindestens ein konkretes Beispiel genutzt?
- Gegenargument: Wird eine andere Sichtweise fair berücksichtigt?
- Aufbau: Gibt es Einleitung, Hauptteil und Schluss?
- Überleitung: Sind die Absätze logisch verbunden?
- Sprache: Ist der Stil sachlich, präzise und lebendig?
- Rechtschreibung: Wurden Rechtschreibung und Zeichensetzung geprüft?
- Wirkung: Bleibt am Ende eine klare Aussage im Kopf?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Merkmal eines Kommentars? (Er vertritt eine begründete Meinung) (!Er berichtet völlig wertfrei über ein Ereignis) (!Er erzählt eine erfundene Geschichte) (!Er fasst nur einen Text zusammen)
Welche Funktion hat die Einleitung eines Kommentars? (Sie führt anschaulich zum Thema und weckt Interesse) (!Sie enthält ausschließlich die Quellenangabe) (!Sie ersetzt den Hauptteil) (!Sie besteht immer aus einer Definition)
Was gehört in den Hauptteil eines Kommentars? (Argumente mit Begründungen und Beispielen) (!Nur eine Inhaltsangabe) (!Nur eine persönliche Anekdote ohne Bezug) (!Nur die Überschrift)
Warum ist ein Gegenargument im Kommentar sinnvoll? (Es zeigt, dass die eigene Position reflektiert ist) (!Es macht die eigene Meinung überflüssig) (!Es ersetzt alle Beispiele) (!Es beendet den Text automatisch)
Welche Aussage beschreibt einen guten Schluss? (Er spitzt die Position zu und zieht eine Folgerung) (!Er beginnt ein völlig neues Thema) (!Er wiederholt jedes Argument wortgleich) (!Er enthält nur eine Begrüßung)
Was bedeutet These im Kommentar? (Eine klare Behauptung oder Position) (!Eine zufällige Abschweifung) (!Ein Rechtschreibfehler) (!Eine Bildbeschreibung)
Welche Sprache passt am besten zu einem Kommentar? (Sachlich klar und überzeugend) (!Beleidigend und ungenau) (!Völlig emotionslos und ohne Haltung) (!Unverständlich und verschachtelt)
Was unterscheidet einen Kommentar von einem Bericht? (Der Kommentar bewertet ein Thema ausdrücklich) (!Der Kommentar darf keine Meinung enthalten) (!Der Kommentar beantwortet nur W Fragen) (!Der Kommentar ist immer eine Fantasiegeschichte)
Welche Reihenfolge passt zum Schreibprozess? (Planen Schreiben Überarbeiten) (!Überarbeiten Bewerten Vergessen) (!Abschreiben Auslassen Abgeben) (!Zitieren Malen Rechnen)
Was macht ein Argument überzeugend? (Es wird begründet und durch ein Beispiel gestützt) (!Es wird möglichst laut behauptet) (!Es steht ohne Zusammenhang im Text) (!Es widerspricht der eigenen These immer)
Memory
| These | Klare Position |
| Argument | Begründeter Gedanke |
| Beispiel | Konkrete Veranschaulichung |
| Einleitung | Einstieg ins Thema |
| Schluss | Zugespitzte Folgerung |
| Gegenargument | Andere Sichtweise |
| Überarbeitung | Text verbessern |
| Adressat | Angesprochene Leserschaft |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einleitung | Interesse wecken und Problemfrage eröffnen |
| These | Eigene Position klar formulieren |
| Argument | Position nachvollziehbar begründen |
| Gegenargument | Andere Sichtweise fair aufnehmen |
| Schluss | Aussage bündeln und zuspitzen |
Kreuzworträtsel
| These | Wie nennt man die klare Position eines Kommentars? |
| Aufbau | Was gibt einem Kommentar eine erkennbare Ordnung? |
| Beispiel | Was veranschaulicht ein Argument konkret? |
| Fazit | Wie nennt man eine abschließende Folgerung? |
| Sprache | Welcher Bereich umfasst Stil Ausdruck und Verständlichkeit? |
| Revision | Welcher Fachbegriff bezeichnet das Überarbeiten eines Textes? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kommentar-Merkmale: Sammle fünf Merkmale eines Kommentars und erkläre jedes Merkmal in einem eigenen Satz.
- Themensuche: Finde drei Themen aus Deinem Schulalltag, zu denen man einen Kommentar schreiben könnte, und formuliere jeweils eine Streitfrage.
- These formulieren: Formuliere zu einem selbst gewählten Thema drei unterschiedliche Thesen und entscheide, welche am präzisesten ist.
- Einleitung schreiben: Schreibe zwei verschiedene Einleitungen zu demselben Thema, eine mit Frage und eine mit kurzer Alltagsszene.
Standard
- Argumentationsplan: Erstelle zu einer Streitfrage einen Plan mit These, drei Argumenten, einem Gegenargument und einem möglichen Schluss.
- Kommentarabsatz: Schreibe einen Hauptteilabsatz nach dem Muster These, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung.
- Stil verbessern: Überarbeite einen unsachlichen Kommentarabschnitt so, dass er klar, fair und überzeugend klingt.
- Peer-Feedback: Tausche Deinen Kommentar mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und gib Rückmeldung zu Position, Argumenten und Sprache.
Schwer
- Vollständiger Kommentar: Verfasse einen vollständigen Kommentar zu einem aktuellen gesellschaftlichen Thema und überarbeite ihn mit der Checkliste.
- Materialgestützter Kommentar: Nutze zwei kurze Sachtexte oder Diagramme als Materialgrundlage und schreibe daraus einen eigenen Kommentar.
- Kommentarvergleich: Vergleiche einen journalistischen Kommentar mit einem Schülerkommentar und untersuche Aufbau, Sprache und Argumentationsweise.
- Video-Kommentar: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, in dem Du an einem Beispiel zeigst, wie man einen überzeugenden Kommentar plant und schreibt.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Kommentar: Du bekommst eine neue Streitfrage zum Thema Schule und Digitalisierung. Entwickle eine differenzierte Position und begründe, welche zwei Argumente für Deine Leserschaft am stärksten wären.
- Argumente gewichten: Vergleiche vier vorgegebene Argumente zu einem Thema und entscheide, welche Argumente sachlich, relevant und überzeugend sind. Begründe Deine Auswahl.
- Gegenargument entkräften: Formuliere zu einer eigenen These ein starkes Gegenargument und zeige anschließend fair, warum Deine Position dennoch tragfähig bleibt.
- Stilanalyse: Untersuche einen kurzen Kommentarabschnitt darauf, ob Sprache, Ton und rhetorische Mittel zur beabsichtigten Wirkung passen. Schlage Verbesserungen vor.
- Aufbau prüfen: Ordne ungeordnete Abschnitte eines Kommentars sinnvoll an und erkläre, woran man die Funktion von Einleitung, Hauptteil und Schluss erkennt.
- Überarbeitungskompetenz: Überarbeite eine schwache Kommentarfassung so, dass Position, Argumentation, Beispiele und Schlussfolgerung klarer werden.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Planung, Rohfassung, Feedbackbogen und überarbeitete Endfassung Deines Kommentars in einem Schreibportfolio.
- Reflexion: Erkläre schriftlich, welche Überarbeitung Deinen Kommentar am deutlichsten verbessert hat und warum.
- Bewertungskriterien: Beurteile Deinen Kommentar mithilfe der Kriterien Position, Argumentation, Aufbau, Sprache und Korrektheit.
OERs zum Thema
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