Demokratie - aiMOOC


Demokratie - aiMOOC
Einleitung
Demokratie bedeutet wörtlich „Herrschaft des Volkes“. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen: demos bedeutet Volk, kratein bedeutet herrschen. In einer Demokratie sollen politische Entscheidungen nicht nur von einer einzelnen Person, einer kleinen Gruppe oder einer erblichen Elite getroffen werden, sondern auf der Grundlage der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger entstehen. Demokratie ist deshalb nicht nur eine Staatsform, sondern auch eine Lebensform: Sie braucht Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Wahlen, Gewaltenteilung, Pluralismus, Toleranz und die Bereitschaft, Konflikte friedlich auszutragen.
In diesem aiMOOC lernst Du, was Demokratie ausmacht, wie sie historisch entstanden ist, welche Formen sie annehmen kann und warum sie geschützt werden muss. Du untersuchst demokratische Grundprinzipien, vergleichst direkte und repräsentative Demokratie, arbeitest mit Beispielen aus Deutschland und reflektierst, wie Du selbst demokratisch handeln kannst.
Grundidee der Demokratie
Volkssouveränität
Ein zentrales Prinzip der Demokratie ist die Volkssouveränität. Damit ist gemeint: Die politische Macht geht vom Volk aus. In modernen Staaten üben Bürgerinnen und Bürger diese Macht meist nicht jeden Tag direkt aus, sondern wählen Vertreterinnen und Vertreter, die in Parlamenten Entscheidungen treffen. Diese Vertreterinnen und Vertreter bleiben jedoch an die Verfassung, an Gesetze und an demokratische Kontrolle gebunden.
In Deutschland steht die Volkssouveränität im Grundgesetz: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Das bedeutet nicht, dass immer alle Menschen einer Meinung sind. Demokratie lebt gerade davon, dass unterschiedliche Interessen, Werte und Meinungen sichtbar werden und in geregelten Verfahren ausgehandelt werden.
Freiheit und Gleichheit
Demokratie beruht auf der Verbindung von Freiheit und Gleichheit. Freiheit bedeutet, dass Menschen ihre Meinung äußern, sich informieren, sich versammeln, Parteien gründen und am politischen Leben teilnehmen dürfen. Gleichheit bedeutet, dass jede Stimme grundsätzlich denselben Wert hat. Bei demokratischen Wahlen zählt nicht Reichtum, Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialer Status, sondern die gleiche politische Stimme.
Diese Gleichheit ist anspruchsvoll. Eine Demokratie muss dafür sorgen, dass nicht nur formal alle wählen dürfen, sondern dass Menschen auch Zugang zu Bildung, Informationen und fairen Beteiligungsmöglichkeiten haben. Deshalb gehören politische Bildung, freie Medien und soziale Teilhabe zu den Grundlagen einer lebendigen Demokratie.
Mehrheitsprinzip und Minderheitenschutz
In Demokratien werden viele Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip getroffen. Die Mehrheit entscheidet jedoch nicht schrankenlos. Eine Demokratie ist mehr als die bloße Herrschaft der Mehrheit. Sie schützt auch Minderheiten, Grundrechte und die Würde jedes Menschen. Ohne Minderheitenschutz könnte eine Mehrheit die Rechte anderer abschaffen. Dann wäre Demokratie gefährdet.
Ein demokratischer Staat braucht deshalb Regeln, die auch dann gelten, wenn sie einer Mehrheit gerade unbequem erscheinen. Dazu gehören Menschenwürde, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Gleichberechtigung und Schutz vor willkürlicher staatlicher Gewalt.
Historische Entwicklung
Antike Demokratie in Athen
Eine wichtige historische Wurzel der Demokratie liegt in der attischen Demokratie im antiken Athen. Dort versammelten sich Bürger auf der Pnyx, um über politische Fragen abzustimmen. Diese Form war eine frühe direkte Demokratie, aber sie war aus heutiger Sicht stark begrenzt: Frauen, Sklaven, Zugewanderte und viele andere Menschen waren ausgeschlossen. Trotzdem war Athen ein wichtiger Ausgangspunkt für die Idee, dass Bürger an politischen Entscheidungen mitwirken können.

Moderne Demokratie
Die moderne Demokratie entwickelte sich über viele Jahrhunderte. Wichtige Stationen waren die Aufklärung, die Menschenrechte, die Amerikanische Revolution, die Französische Revolution, die demokratischen Bewegungen des 19. Jahrhunderts, die Arbeiterbewegung, die Frauenbewegung und die Kämpfe gegen Kolonialismus, Rassismus und Diktatur. Das allgemeine Wahlrecht wurde in vielen Ländern erst nach langen Konflikten erkämpft.
Moderne Demokratien verbinden in der Regel demokratische Beteiligung mit rechtsstaatlichen und liberalen Elementen. Das bedeutet: Es gibt freie Wahlen, Parlamente und Regierungen, aber auch unabhängige Gerichte, Grundrechte und Verfahren, die Macht begrenzen.
Demokratie in Deutschland
Die Geschichte der Demokratie in Deutschland ist von Fortschritten, Brüchen und Neuanfängen geprägt. Das Hambacher Fest von 1832 gilt als wichtiges Symbol demokratischer und nationaler Freiheitsbewegungen. Die Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 war ein bedeutender Versuch, eine freiheitliche Verfassung für Deutschland zu schaffen. Die Weimarer Republik war die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland, scheiterte jedoch unter anderem an politischen Krisen, wirtschaftlicher Not, antidemokratischen Kräften und fehlender demokratischer Stabilität.
Nach der nationalsozialistischen Diktatur wurde 1949 in der Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz geschaffen. Es stellt die Menschenwürde an den Anfang, schützt Grundrechte, verankert die Demokratie, die Gewaltenteilung, den Föderalismus und den Rechtsstaat. Die Demokratie des Grundgesetzes versteht sich als wehrhafte Demokratie: Sie darf sich gegen Kräfte schützen, die die demokratische Ordnung abschaffen wollen.
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Formen der Demokratie
Direkte Demokratie
In einer direkten Demokratie entscheiden Bürgerinnen und Bürger unmittelbar über politische Fragen. Beispiele sind Volksentscheid, Volksbegehren, Bürgerentscheid oder Referendum. Direkte Demokratie kann politische Beteiligung stärken, weil Menschen unmittelbar über konkrete Fragen abstimmen. Sie verlangt aber gute Information, faire Debatten und klare Fragestellungen.
Direkte Demokratie kann auch problematisch sein, wenn komplexe Fragen zu stark vereinfacht werden oder wenn Minderheitenrechte durch Mehrheitsentscheidungen gefährdet werden. Deshalb muss direkte Demokratie immer mit Grundrechten und rechtsstaatlichen Verfahren verbunden sein.
Repräsentative Demokratie
In einer repräsentativen Demokratie wählen Bürgerinnen und Bürger Abgeordnete, die stellvertretend Entscheidungen treffen. Diese Form ist in großen, modernen Staaten besonders verbreitet, weil nicht alle Menschen ständig über alle politischen Fragen direkt entscheiden können. Repräsentation bedeutet jedoch nicht, dass Bürgerinnen und Bürger nach der Wahl keine Rolle mehr spielen. Sie können sich informieren, diskutieren, demonstrieren, Petitionen starten, Parteien beitreten, Verbände gründen, Medien nutzen und bei der nächsten Wahl neu entscheiden.
Parlamentarische Demokratie
Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie. Der Bundestag wird vom Volk gewählt. Der Bundestag wählt den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin, beschließt Gesetze, kontrolliert die Regierung und entscheidet über den Haushalt. Die Regierung ist auf eine Mehrheit im Parlament angewiesen. Dadurch ist sie politisch verantwortlich und kann abgewählt werden.
Liberale Demokratie
Eine liberale Demokratie verbindet demokratische Mehrheitsentscheidungen mit individuellen Freiheitsrechten und rechtsstaatlichen Grenzen. Sie schützt Menschen nicht nur als Wählerinnen und Wähler, sondern auch als Personen mit unveräußerlichen Rechten. Deshalb gehören Grundrechte, Unabhängigkeit der Gerichte, Pressefreiheit, Opposition und Gewaltenteilung untrennbar zur liberalen Demokratie.
Institutionen und Prinzipien
Wahlen
Wahlen sind ein Kern demokratischer Politik. Sie müssen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Allgemein bedeutet, dass alle Wahlberechtigten teilnehmen dürfen. Unmittelbar bedeutet, dass die Stimmen direkt für Parteien oder Kandidierende abgegeben werden. Frei bedeutet, dass niemand gezwungen oder eingeschüchtert wird. Gleich bedeutet, dass jede Stimme denselben Zählwert hat. Geheim bedeutet, dass niemand kontrollieren kann, wie jemand gewählt hat.
Wahlen allein machen jedoch noch keine vollwertige Demokratie. Auch Diktaturen können Scheinwahlen abhalten. Entscheidend ist, ob es echte Auswahl, freie Parteien, unabhängige Medien, faire Verfahren, Rechtsschutz und friedlichen Machtwechsel gibt.
Gewaltenteilung
Die Gewaltenteilung verhindert Machtmissbrauch. Sie teilt staatliche Macht in drei Bereiche: Legislative als gesetzgebende Gewalt, Exekutive als ausführende Gewalt und Judikative als rechtsprechende Gewalt. In Deutschland beschließt das Parlament Gesetze, Regierung und Verwaltung führen sie aus, Gerichte überprüfen die Einhaltung des Rechts.
Gewaltenteilung bedeutet nicht, dass die Gewalten völlig getrennt nebeneinanderstehen. Sie kontrollieren und begrenzen einander. Dadurch soll verhindert werden, dass eine Person oder Institution zu viel Macht erhält.
Rechtsstaatlichkeit
Rechtsstaatlichkeit bedeutet, dass staatliches Handeln an Recht und Gesetz gebunden ist. Der Staat darf nicht willkürlich handeln. Bürgerinnen und Bürger können vor unabhängigen Gerichten gegen staatliche Entscheidungen vorgehen. Auch die Regierung steht nicht über dem Recht. Gerade in Krisen zeigt sich, wie wichtig rechtsstaatliche Regeln sind.
Grundrechte
Grundrechte schützen die Freiheit und Würde des Menschen. Sie sichern zum Beispiel Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Berufsfreiheit, Gleichberechtigung, Eigentum, Versammlungsfreiheit und Schutz der Privatsphäre. Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat und zugleich Leitlinien für demokratisches Zusammenleben.
Parteien und Opposition
Parteien bündeln politische Interessen, entwickeln Programme, stellen Kandidatinnen und Kandidaten auf und wirken an der politischen Willensbildung mit. In einer Demokratie ist auch die Opposition wichtig. Sie kritisiert die Regierung, zeigt Alternativen auf und kontrolliert politische Entscheidungen. Ohne Opposition droht Machtkonzentration.
Medien und Öffentlichkeit
Eine Demokratie braucht eine freie Öffentlichkeit. Journalismus, Pressefreiheit, Rundfunk, Internet und soziale Medien ermöglichen Information, Kritik und Debatte. Freie Medien sollen Macht kontrollieren und Missstände sichtbar machen. Gleichzeitig müssen Bürgerinnen und Bürger lernen, Informationen zu prüfen, Desinformation zu erkennen und respektvoll zu diskutieren.
Demokratie als Lebensform
Demokratische Kultur
Demokratie lebt nicht nur von Gesetzen, sondern auch von einer demokratischen Kultur. Dazu gehören Respekt, Kompromissbereitschaft, Zivilcourage, Anerkennung anderer Meinungen und die Bereitschaft, Regeln einzuhalten. Wer demokratisch handelt, akzeptiert, dass Gegnerinnen und Gegner keine Feinde sein müssen. Politischer Streit ist normal und notwendig, aber er darf nicht in Gewalt, Hass oder Entmenschlichung umschlagen.
Beteiligung im Alltag
Du kannst Demokratie nicht nur bei Wahlen erleben. Auch in der Schule, im Verein, in der Gemeinde, in Jugendparlamenten, in Projekten oder in digitalen Räumen kannst Du demokratische Beteiligung üben. Klassensprecherwahlen, Schülervertretungen, Diskussionen über Regeln, Beteiligung an lokalen Entscheidungen oder Engagement in Initiativen sind Beispiele für Demokratie im Alltag.
Kompromiss und Konflikt
Demokratie bedeutet nicht, dass alle immer zufrieden sind. Sie bedeutet, dass Konflikte friedlich, fair und nach gemeinsamen Regeln ausgetragen werden. Kompromisse sind kein Zeichen von Schwäche, sondern oft ein Zeichen demokratischer Stärke. Sie zeigen, dass unterschiedliche Interessen ernst genommen werden.
Gefährdungen der Demokratie
Populismus und Extremismus
Populismus kann demokratische Debatten vereinfachen, indem er behauptet, nur eine Gruppe vertrete „das wahre Volk“. Kritische Medien, Gerichte, Parlamente oder Minderheiten werden dann oft als Feinde dargestellt. Extremismus geht noch weiter, wenn er demokratische Grundwerte ablehnt und Gewalt, Unterdrückung oder die Abschaffung der freiheitlichen Ordnung rechtfertigt.
Demokratie muss Kritik aushalten. Aber sie muss sich gegen Angriffe auf Menschenwürde, Grundrechte, freie Wahlen und Gewaltenteilung schützen.
Desinformation und Manipulation
Desinformation ist absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information. Sie kann Vertrauen zerstören, Wahlen beeinflussen und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aufhetzen. Besonders in sozialen Medien verbreiten sich einfache, emotionale Behauptungen oft schneller als sorgfältige Erklärungen. Demokratische Medienkompetenz bedeutet daher: Quellen prüfen, mehrere Perspektiven vergleichen, Fakten von Meinungen unterscheiden und manipulative Sprache erkennen.
Ungleichheit und politische Teilhabe
Soziale und wirtschaftliche Ungleichheit kann demokratische Teilhabe erschweren. Wer wenig Zeit, Bildung, Sicherheit oder Zugang zu Informationen hat, beteiligt sich oft weniger. Wenn Menschen das Gefühl bekommen, dass ihre Stimme nicht zählt, sinkt Vertrauen in demokratische Institutionen. Eine stabile Demokratie muss deshalb auch soziale Gerechtigkeit, Bildungschancen und faire Beteiligung fördern.
Politikverdrossenheit
Politikverdrossenheit entsteht, wenn Menschen Politik als fern, undurchsichtig oder wirkungslos erleben. Demokratie braucht aber Beteiligung. Nicht jede Beteiligung muss spektakulär sein. Schon informiertes Wählen, Nachfragen, Mitdiskutieren, Engagement im lokalen Umfeld und respektvoller Widerspruch stärken demokratische Kultur.
Demokratie in der digitalen Gesellschaft
Digitale Medien verändern Demokratie. Einerseits erleichtern sie Information, Beteiligung, Vernetzung und öffentliche Kritik. Andererseits entstehen neue Risiken: Hassrede, Echokammern, algorithmische Verstärkung, Deepfakes, Datenmissbrauch und gezielte Manipulation. Eine demokratische digitale Gesellschaft braucht deshalb Medienkompetenz, Datenschutz, transparente Plattformregeln, unabhängigen Journalismus und eine Kultur des respektvollen Austauschs.
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Zusammenfassung
Demokratie ist eine Herrschaftsform, in der politische Macht vom Volk ausgeht. Sie braucht freie und faire Wahlen, Grundrechte, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz, freie Medien und aktive Bürgerinnen und Bürger. Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie muss gelernt, geübt, weiterentwickelt und verteidigt werden. Ihre Stärke liegt darin, Konflikte friedlich zu regeln, Macht zu begrenzen und jedem Menschen politische Würde zu geben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Demokratie dem Ursprung nach? (Herrschaft des Volkes) (!Herrschaft einer Königin) (!Herrschaft des Militärs) (!Herrschaft einer Kirche)
Welches Prinzip besagt, dass die Staatsgewalt vom Volk ausgeht? (Volkssouveränität) (!Zentralismus) (!Absolutismus) (!Kolonialismus)
Was gehört zu freien demokratischen Wahlen? (Geheime Stimmabgabe) (!Öffentliche Kontrolle der Stimmzettel) (!Wahlpflicht nur für Reiche) (!Verbot politischer Parteien)
Welche Aufgabe hat die Gewaltenteilung? (Machtmissbrauch verhindern) (!Alle Macht bei einer Person bündeln) (!Gerichte der Regierung unterordnen) (!Wahlen überflüssig machen)
Was schützt der Minderheitenschutz in einer Demokratie? (Rechte von Gruppen, die nicht zur Mehrheit gehören) (!Allein die stärkste Partei) (!Nur wirtschaftliche Interessen) (!Nur Regierungsmitglieder)
Welche Staatsform ist Deutschland nach dem Grundgesetz? (Parlamentarische Demokratie) (!Erbmonarchie) (!Militärdiktatur) (!Einparteienstaat)
Was ist ein Kennzeichen der repräsentativen Demokratie? (Gewählte Abgeordnete treffen stellvertretend Entscheidungen) (!Alle Gesetze werden täglich per Los entschieden) (!Nur Gerichte dürfen wählen) (!Eine Person entscheidet ohne Kontrolle)
Warum sind freie Medien für Demokratie wichtig? (Sie informieren und kontrollieren Macht) (!Sie ersetzen alle Wahlen) (!Sie entscheiden Gerichtsurteile) (!Sie verbieten politische Debatten)
Was ist Desinformation? (Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information) (!Eine faire politische Debatte) (!Ein amtliches Wahlergebnis) (!Eine neutrale Gesetzessammlung)
Was stärkt demokratische Kultur besonders? (Respektvoller Streit nach gemeinsamen Regeln) (!Gewalt gegen Andersdenkende) (!Abschaffung der Opposition) (!Verbot von Kritik)
Memory
| Volkssouveränität | Staatsgewalt geht vom Volk aus |
| Gewaltenteilung | Macht wird aufgeteilt und kontrolliert |
| Rechtsstaat | Staat ist an Recht gebunden |
| Opposition | Kritisiert und kontrolliert die Regierung |
| Grundrechte | Schützen Freiheit und Würde |
| Minderheitenschutz | Begrenzt die Mehrheit durch Rechte |
| Pressefreiheit | Ermöglicht unabhängige Information |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Wahl | Politische Entscheidung durch Stimmabgabe |
| Parlament | Gewählte Vertretung des Volkes |
| Regierung | Führt politische Entscheidungen aus |
| Gericht | Prüft die Einhaltung des Rechts |
| Medien | Informieren Öffentlichkeit und kontrollieren Macht |
Kreuzworträtsel
| Demokratie | Welche Herrschaftsform beruht auf Beteiligung des Volkes? |
| Parlament | Welche Institution beschließt in Deutschland Bundesgesetze? |
| Wahl | Wie heißt die demokratische Stimmabgabe? |
| Freiheit | Welcher Wert schützt eigene Meinungen und Lebensentwürfe? |
| Gericht | Welche Institution entscheidet unabhängig über Recht? |
| Opposition | Wer kontrolliert die Regierung aus dem Parlament heraus? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Demokratie im Alltag: Beschreibe drei Situationen in Deinem Alltag, in denen demokratisch entschieden wird oder entschieden werden könnte.
- Wahlgrundsätze: Erkläre die fünf Wahlgrundsätze allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim mit eigenen Beispielen.
- Meinungsfreiheit: Schreibe einen kurzen Text darüber, warum Menschen in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen haben dürfen.
- Klassendemokratie: Entwickle drei Regeln, mit denen Diskussionen in Deiner Klasse fairer werden können.
Standard
- Direkte Demokratie: Vergleiche Volksentscheid und Parlamentsentscheidung. Nenne jeweils Chancen und Risiken.
- Gewaltenteilung: Erstelle ein Schaubild zu Legislative, Exekutive und Judikative und erkläre, wie sie sich gegenseitig kontrollieren.
- Medienkompetenz: Untersuche eine politische Nachricht und prüfe Quelle, Autorenschaft, Absicht und Belege.
- Demokratische Konflikte: Wähle einen politischen Streitpunkt und formuliere zwei faire Argumente für unterschiedliche Positionen.
Schwer
- Wehrhafte Demokratie: Recherchiere, warum eine Demokratie sich gegen antidemokratische Bewegungen schützen darf, und bewerte Chancen und Gefahren.
- Demokratievergleich: Vergleiche eine direkte, eine repräsentative und eine parlamentarische Demokratieform anhand konkreter Beispiele.
- Partizipationsprojekt: Plane ein Beteiligungsprojekt für Deine Schule oder Gemeinde, zum Beispiel eine Umfrage, ein Jugendforum oder eine digitale Ideensammlung.
- Demokratie und Digitalisierung: Analysiere, wie soziale Medien politische Meinungsbildung beeinflussen können, und entwickle Regeln für demokratische Online-Debatten.

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Lernkontrolle
- Demokratie und Freiheit: Erkläre, warum Demokratie ohne Grundrechte zur bloßen Mehrheitsherrschaft werden kann.
- Demokratie und Konflikt: Analysiere einen politischen Konflikt und zeige, welche demokratischen Verfahren zu einer friedlichen Lösung beitragen können.
- Demokratie und Medien: Bewerte, warum unabhängiger Journalismus für demokratische Kontrolle notwendig ist.
- Demokratie und Ungleichheit: Erörtere, wie soziale Ungleichheit politische Beteiligung beeinflussen kann.
- Demokratie und Verantwortung: Entwickle ein Konzept, wie Jugendliche in Deiner Schule demokratische Beteiligung stärker erleben können.
- Demokratie und Rechtsstaat: Beurteile an einem Beispiel, warum auch demokratisch gewählte Regierungen an Recht und Verfassung gebunden sein müssen.
Lernnachweis
Projektauftrag
Erstelle ein eigenes Demokratie-Portfolio. Es soll zeigen, dass Du nicht nur Fakten kennst, sondern demokratische Zusammenhänge verstehst und auf neue Situationen anwenden kannst.
- Begriffsarbeit: Erkläre Demokratie, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Grundrechte und Minderheitenschutz mit eigenen Worten.
- Analyse: Wähle ein aktuelles oder historisches Beispiel demokratischer Beteiligung und untersuche, welche demokratischen Prinzipien sichtbar werden.
- Transfer: Übertrage die Prinzipien der Demokratie auf eine Schule, einen Verein oder eine digitale Gemeinschaft.
- Reflexion: Beschreibe, wo Demokratie in Deinem Umfeld gestärkt werden könnte und welche Rolle Du selbst übernehmen kannst.
- Präsentation: Stelle Deine Ergebnisse als Text, Plakat, Audio, Video oder Vortrag vor und begründe Deine Gestaltung.
Bewertungskriterien
- Sachverständnis: Zentrale Begriffe werden korrekt und verständlich erklärt.
- Zusammenhang: Institutionen, Rechte und Beteiligungsformen werden sinnvoll miteinander verbunden.
- Urteilsfähigkeit: Chancen und Probleme demokratischer Entscheidungen werden abgewogen.
- Transferleistung: Demokratische Prinzipien werden auf neue Alltagssituationen übertragen.
- Gestaltung: Die Präsentation ist klar, nachvollziehbar und adressatengerecht.
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