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Datei:Neue Deutsche Sprachlehre 1911 von Theodor Paul - Seite 207.jpg

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Beschreibung

Beschreibung
Deutsch: Buchscan: Deutsch, Theodor Paul, 1911, Deutsch wie es fehlerlos geschrieben und gesprochen wird. Neue deutsche Sprachlehre für den Selbst-Unterricht; von Theodor Paul. 1911. Verlag von Reinhold Wichert, Berlin
Datum
Quelle own book scan
Urheber Theodor Paul


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TEXT


III. Teil.


Das Nichtigste aus der deutschen Satzlehre.


Einleitung.


Für das deutsche Wort „Satzlehre“ wendet die wissenschaftliche Grammatik den Ausdruck Syntax an. Syntax heißt „Zusammenordnung“. Die Satzlehre ist demnach die Lehre von der sprachrichtigen Zusammenfügung der Wörter unserer Muttersprache zu „Sätzen“. Aus den einzelnen Wörtern: „Ein, Fleißiger, streben, zu, das, Ziel“ entsteht her sprachlich richtige Satz: „Der Fleißige strebt zum Ziele.“
Wir haben schon früher gesagt, daß der Mensch erst etwas denken muß, ehe er etwas aussprechen kann. Jeder Satz ist daher der sprachliche Ausdruck eines Gedankens.
Wenn ein Satz nur ein Zeitwort (und sei es auch nur die kleinste Form eines Hilfszeitworts wie „ist“ oder „hat“) enthält, so heißt der Satz ein einfacher Satz.
Ein zusammengesetzter Satz entsteht, wenn mehrere Sätze zu einem Satzgebilde vereinigt werden. Ein zusammengesetzter Satz enthält immer mehrere Zeitwortformen.
Den logischen (denkrichtigen und sprachrichtigen) Vorgang der Verbindung des „Ausgesagten“ mit dem „Satzgegenstande“ nennt man „Aussagen“ (oder wissenschaftlich „Prädizieren“ von Prädikat Aussage).
In der Prädizierung liegt die satzbildende Kraft der Sprache!
In jedem Satze ist also zunächst zweierlei zu unterscheiden:
a) der Satzgegenstand, d. h. der Gegenstand, von dem etwas ausgesagt wird, der etwas tut, etwas leidet.
b) die Satzaussage, d. h. derjenige Teil des Satzes, der von dem Satzgegenstande etwas aussagt, oder der angibt, was ausgesagt wird.


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aktuell23:07, 27. Apr. 2019Vorschaubild der Version vom 23:07, 27. Apr. 20193.744 × 5.519 (13,83 MB)wikimediacommons>Thirunavukkarasye-Raveendran

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