Das Ulmer Münster und die Entwicklung der Stadt Ulm 1


Das Ulmer Münster und die Entwicklung der Stadt Ulm 1
Einleitung
Das Ulmer Münster und die Entwicklung der Stadt Ulm gehören eng zusammen. Das Münster ist nicht nur ein berühmtes gotisches Bauwerk, sondern auch ein sichtbares Zeichen für bürgerlichen Mut, städtische Selbstverwaltung, wirtschaftliche Stärke, religiösen Wandel und den Wiederaufbau nach Krieg und Zerstörung. In diesem aiMOOC lernst Du, wie aus einer mittelalterlichen Königspfalz eine mächtige freie Reichsstadt, später eine Festungs-, Industrie- und Wissenschaftsstadt wurde. Dabei steht das Münster immer wieder im Mittelpunkt: als Pfarrkirche, als Bauprojekt der Stadtgesellschaft, als evangelische Hauptkirche, als Wahrzeichen und als Erinnerungsort.

Das Ulmer Münster ist keine Kathedrale im engeren Sinn, weil Ulm nie Sitz eines Bischofs war. Es ist eine große Stadtkirche und wurde von der Bürgerschaft getragen. Genau das macht es für die Stadtgeschichte besonders interessant: Die Menschen in Ulm wollten im späten Mittelalter eine Kirche innerhalb der schützenden Stadtmauern bauen. Sie wollten damit religiöse Versorgung, politische Eigenständigkeit und städtisches Selbstbewusstsein verbinden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum das Ulmer Münster als Bürgerkirche gilt. Du kannst wichtige Phasen der Stadtentwicklung Ulms benennen und in größere Zusammenhänge einordnen. Du verstehst, warum Handel, reichsstädtische Freiheit, Zünfte, Reformation, Industrialisierung, Krieg, Wiederaufbau und Universität die Stadt geprägt haben. Außerdem lernst Du, Bilder, Bauformen und städtische Räume als historische Quellen zu deuten.
Das Ulmer Münster als Bürgerkirche
Das Ulmer Münster wurde ab 1377 errichtet. Die Grundsteinlegung wird mit dem 30. Juni 1377 verbunden. Entscheidend ist: Das Bauwerk entstand als Projekt der Ulmer Bürgerschaft. Die Stadt hatte im 14. Jahrhundert eine ältere Pfarrkirche außerhalb der Stadtmauern. In Zeiten von Belagerungen und Konflikten war das problematisch, weil die Menschen bei Gefahr nicht sicher zum Gottesdienst gelangen konnten. Die neue Kirche sollte deshalb im Herzen der Stadt entstehen.
Der Bau war ein enormes Unternehmen. Ulm hatte damals deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner als heute. Dennoch begann die Stadt mit einem Kirchenbau von außergewöhnlicher Größe. Das zeigt, wie eng Religion, Politik, Wirtschaft und Stadtidentität im Mittelalter miteinander verbunden waren. Wer eine solche Kirche errichtete, zeigte nicht nur Glauben, sondern auch Organisationskraft, Reichtum und den Anspruch, eine bedeutende Stadt zu sein.
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Gotik, Bauhütte und Baukunst
Das Münster ist ein Hauptwerk der Spätgotik. Typisch sind hohe Gewölbe, spitze Bögen, große Fenster, reiches Maßwerk, ein stark vertikaler Raumeindruck und eine Architektur, die den Blick nach oben lenkt. Die Bauarbeiten wurden von einer Bauhütte organisiert. In einer Bauhütte arbeiteten Baumeister, Steinmetze, Zimmerleute, Schmiede, Glasmaler und viele weitere Handwerker zusammen. Das Münster zeigt also nicht nur künstlerische Gestaltung, sondern auch hochentwickelte mittelalterliche Technik.

Mehrere Baumeister prägten den Bau. In der frühen Phase spielten Meister aus dem Umfeld der Parler-Familie eine Rolle. Später war Ulrich von Ensingen wichtig, der auch mit anderen großen gotischen Bauprojekten verbunden war. Im Verlauf der Bauzeit änderten sich Pläne, Proportionen und technische Lösungen. Das Münster ist deshalb auch ein Lernbeispiel dafür, dass große Bauwerke nicht in einem einzigen Schritt entstehen. Sie wachsen über Generationen, reagieren auf neue Ideen, Geldmangel, politische Konflikte und technische Schwierigkeiten.
Der Turm und seine Bedeutung
Der Hauptturm des Ulmer Münsters misst 161,53 Meter. Er wurde 1890 vollendet und galt von da an mehr als 130 Jahre lang als höchster Kirchturm der Welt. Seit der Höhenentwicklung der Sagrada Família in Barcelona wird diese Rekordformulierung historisch genauer gefasst: Das Ulmer Münster war sehr lange der höchste Kirchturm der Welt und bleibt eines der bedeutendsten Höhenzeichen europäischer Kirchenbaukunst.
Die Höhe ist nicht nur eine Zahl. Der Turm ordnet die Stadt. Von vielen Punkten Ulms aus sieht man die Spitze. Umgekehrt eröffnet der Turm einen Blick auf Stadt, Donau, Schwäbische Alb, Neu-Ulm und die Veränderung der Stadtlandschaft. Deshalb eignet sich das Münster besonders gut, um über Orientierung, Stadtraum, Wahrzeichen und historische Identität zu sprechen.
Ulm im Mittelalter: Lage, Handel und Macht
Ulm liegt an der Donau und an wichtigen Verkehrswegen zwischen Schwaben, Bayern, Bodensee, Alpenraum und nördlicheren Handelsräumen. Die Stadt entwickelte sich aus einer königlichen Pfalz und wurde im Mittelalter zu einer bedeutenden Reichsstadt. Als Reichsstadt war Ulm dem Kaiser unmittelbar verbunden und hatte besondere Freiheitsrechte. Diese Stellung war wertvoll, musste aber immer wieder politisch behauptet werden.
Im 15. Jahrhundert erreichte Ulm einen Höhepunkt von Reichtum und Einfluss. Wichtige Handelsgüter waren Barchent, Leinen, Eisen, Wein und Holz. Besonders der Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, machte Ulm weit über die Region hinaus bekannt. Handel brachte Geld, Geld ermöglichte große Bauprojekte, und große Bauprojekte stärkten das Ansehen der Stadt.
Reichsstadt, Zünfte und Schwörbrief
Die Entwicklung Ulms war nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch bedeutsam. In einer Stadt lebten unterschiedliche Gruppen mit verschiedenen Interessen: Patrizier, Kaufleute, Handwerker, Zünfte, Geistliche und einfache Bewohnerinnen und Bewohner. Konflikte um Macht und Beteiligung führten zu städtischen Ordnungen. Besonders wichtig ist der Große Schwörbrief von 1397. Er regelte Machtverhältnisse in der Stadt und wurde zu einem Symbol städtischer Mitbestimmung.
Das Schwörhaus und der Schwörmontag erinnern bis heute an diese Tradition. Beim Schwörmontag legt der Ulmer Oberbürgermeister öffentlich Rechenschaft ab. Auch wenn mittelalterliche Mitbestimmung nicht mit moderner Demokratie gleichgesetzt werden darf, zeigt Ulm frühe Formen öffentlicher Verantwortung, städtischer Ordnung und politischer Kommunikation.

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Münsterbau und Stadtgesellschaft
Der Bau des Münsters war ein Gemeinschaftsprojekt. Spenden, Stiftungen, handwerkliche Arbeit und städtische Organisation wirkten zusammen. In einer Zeit ohne moderne Baumaschinen bedeutete jeder Stein Planung, Transport, Bearbeitung und Einbau. Das Münster machte sichtbar, was eine Stadt leisten konnte, wenn wirtschaftliche Kraft, religiöse Motivation und gemeinsamer Wille zusammenkamen.
Gleichzeitig war das Münster nicht von der Stadtentwicklung zu trennen. Rund um das Münster entstanden Wege, Plätze und Gebäude. Der Münsterplatz wurde zu einem zentralen Raum. Das Bauwerk bestimmte die Wahrnehmung des Stadtkerns und wurde zum Maßstab der Umgebung. Bis heute stellt sich in Ulm die Frage, wie moderne Architektur, Denkmalschutz, Tourismus, Verkehr und öffentlicher Raum rund um das Münster zusammenpassen.
Reformation und Wandel des Kirchenraums
Im 16. Jahrhundert erreichte die Reformation Ulm. 1530 und 1531 entschieden sich die stimmberechtigten Ulmer Bürger mehrheitlich für den evangelischen Glauben. Das veränderte die Stadt und das Münster tiefgreifend. Altäre, Bilder und liturgische Formen wurden neu bewertet. Beim sogenannten Bildersturm von 1531 wurden zahlreiche Altäre aus dem Münster entfernt. Der Kirchenraum wurde damit nicht nur äußerlich verändert, sondern erhielt auch eine neue theologische Bedeutung.
Die Reformation wirkte sich auch auf den Bau aus. Ab 1543 ruhten die Arbeiten für etwa 300 Jahre. Gründe waren unter anderem finanzielle Probleme, politische Spannungen und veränderte Prioritäten. Das Münster blieb unvollendet, aber es blieb der zentrale Kirchenraum der Stadt. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Vollendung wieder aufgenommen.
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Ulm zwischen Reichsstadt, Verlust der Selbstständigkeit und Bundesfestung
Bis 1802 war Ulm eine freie Reichsstadt. Dann verlor die Stadt im Zuge der politischen Umbrüche um Napoleon ihre Selbstständigkeit. 1802 kam Ulm zu Bayern, 1810 wurde die Stadt württembergisch, während das Gebiet rechts der Donau bayerisch blieb. Daraus entwickelte sich Neu-Ulm. Die Donau wurde damit stärker als zuvor zu einer politischen Grenze.
Im 19. Jahrhundert wurde Ulm zur wichtigen Bundesfestung. Festungsanlagen, Kasernen und militärische Infrastruktur prägten Stadtbild und Stadtentwicklung. Gleichzeitig begannen Eisenbahn, Gewerbe und Industrialisierung die Stadt zu verändern. Die Bundesfestung war also nicht nur ein militärisches Projekt, sondern hatte Folgen für Arbeit, Technik, Verkehr, Wohnräume und städtische Expansion.

Industrialisierung, Verkehr und Stadtwachstum
Im 19. Jahrhundert wandelte sich Ulm von einer alten Reichsstadt zu einer modernen Stadt mit Industrie, Eisenbahnanschluss, neuen Stadtvierteln und wachsender Bevölkerung. Unternehmen, Werkstätten und Fabriken veränderten Arbeit und Alltag. Moderne Versorgungssysteme wie Gas, Wasser und Elektrizität wurden wichtig. Die Stadt wuchs über die engen mittelalterlichen Grenzen hinaus.
Das Münster blieb in dieser Zeit ein historischer Bezugspunkt. Als der Bau 1844 wieder aufgenommen wurde, passte dies zum Zeitgeist der Neugotik und zu einem neuen Interesse an mittelalterlichen Denkmälern. Die Vollendung im Jahr 1890 machte das Münster zu einem national und international beachteten Bauwerk. Dabei verbindet sich mittelalterliche Baukunst mit einer Fertigstellung im Zeitalter von Industrie, Nationalstaat und moderner Denkmalpflege.
Fischerviertel, Rathaus und Stadtraum
Die Entwicklung Ulms lässt sich nicht nur am Münster ablesen. Das Fischerviertel zeigt mit Fachwerkhäusern, Wasserläufen der Blau, engen Gassen und Handwerkertraditionen eine andere Seite der Stadt. Das Rathaus steht für politische Repräsentation, Verwaltung und reichsstädtisches Selbstbewusstsein. Stadtmauerreste und Türme erinnern an Schutz, Handel und Kontrolle. Zusammen bilden diese Orte ein historisches Netzwerk, in dem das Münster der sichtbarste, aber nicht der einzige Schlüssel zur Stadtgeschichte ist.


Wenn Du durch Ulm gehst, kannst Du Geschichte als Raum erleben. Die Wege vom Münster zum Rathaus, zum Schwörhaus, zum Fischerviertel, zur Donau oder zur Wilhelmsburg erzählen von unterschiedlichen Zeiten. Stadtgeschichte ist deshalb nicht nur eine Abfolge von Jahreszahlen, sondern ein Geflecht aus Orten, Menschen, Gebäuden, Entscheidungen und Erinnerungen.
Zerstörung 1944 und Wiederaufbau
Am 17. Dezember 1944 wurde Ulm bei einem schweren Luftangriff im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Ein großer Teil der historischen Altstadt ging verloren. Das Münster blieb im Vergleich zur Umgebung weitgehend erhalten und ragte nach dem Angriff über den Trümmern der Stadt auf. Dadurch wurde es zu einem besonders starken Symbol: Es erinnerte an Verlust, aber auch an Überleben und Wiederaufbau.
Der Wiederaufbau nach 1945 stellte Ulm vor schwierige Fragen. Sollte die Stadt möglichst historisch rekonstruiert werden? Sollte sie modern werden? Wie geht man mit zerstörten Altstädten, Erinnerungsorten und neuen Bedürfnissen um? Auch in Ulm entstanden nach dem Krieg neue Straßen, Gebäude und Stadtstrukturen. Das Münster blieb dabei ein Orientierungspunkt im wörtlichen und übertragenen Sinn.
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Ulm als Wissenschaftsstadt
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Ulm stark als Standort für Bildung, Forschung und Innovation. Die Universität Ulm wurde 1967 gegründet. Auf dem Oberen Eselsberg entstand eine Wissenschaftslandschaft mit Universität, Kliniken, Forschungseinrichtungen und technologieorientierten Unternehmen. Damit bekam Ulm neben seiner historischen Identität eine neue Rolle als moderne Wissenschaftsstadt.
Diese Entwicklung zeigt, dass Stadtgeschichte nicht endet. Ulm ist heute zugleich historische Münsterstadt, Donau- und Grenzstadt, Wirtschaftsstandort, Wissenschaftsstadt, Kulturstadt und Erinnerungsort. Das Münster ist dabei kein isoliertes Denkmal. Es steht in einer lebendigen Stadt, die sich weiter verändert.
Denkmalpflege und Zukunftsfragen
Ein Bauwerk wie das Ulmer Münster muss ständig gepflegt, untersucht und erhalten werden. Sandstein, Glasfenster, Dächer, Gewölbe, Turm, Glocken, Elektrik, Brandschutz und Besucherführung stellen Fachleute vor dauerhafte Aufgaben. Auch Klimawandel, Luftverschmutzung und starke Nutzung wirken auf historische Gebäude. Denkmalpflege bedeutet deshalb nicht, ein Gebäude einfach unverändert stehen zu lassen. Sie bedeutet, Wissen, Technik, Verantwortung und Respekt zu verbinden.
Für die Stadt Ulm stellen sich Zukunftsfragen: Wie kann der Münsterplatz offen und lebendig bleiben? Wie kann Tourismus mit Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner zusammenpassen? Wie kann man historische Identität bewahren, ohne neue Entwicklungen zu verhindern? Wie erinnert man an Zerstörung, jüdisches Leben, Reformation, Reichsstadtzeit und demokratische Traditionen zugleich? Das Ulmer Münster hilft, solche Fragen anschaulich zu diskutieren.
Zusammenfassung
Das Ulmer Münster ist ein Schlüssel zur Stadtgeschichte Ulms. Es entstand aus dem Wunsch der Bürgerschaft nach einer großen Kirche innerhalb der Stadtmauern. Sein Bau zeigt die wirtschaftliche und politische Stärke der mittelalterlichen Reichsstadt. Die Reformation veränderte das Münster und die Stadt grundlegend. Der lange Baustopp und die Vollendung im 19. Jahrhundert zeigen, wie Geschichte aus mehreren Zeitschichten besteht. Nach der Zerstörung Ulms 1944 wurde das Münster zum Symbol des Überlebens und Wiederaufbaus. Heute steht es im Zentrum einer Stadt, die historische Erinnerung, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft miteinander verbindet.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wann wurde der Grundstein für das Ulmer Münster gelegt? (1377) (!1277) (!1477) (!1890)
Welche Aussage beschreibt das Ulmer Münster besonders treffend? (Es ist eine große Bürgerkirche im Zentrum Ulms) (!Es ist die Bischofskathedrale von Ulm) (!Es wurde vollständig in der Antike erbaut) (!Es war immer eine Klosterkirche außerhalb der Stadt)
Warum wollten die Ulmer im 14. Jahrhundert eine neue Kirche innerhalb der Stadtmauern? (Weil die alte Pfarrkirche außerhalb der Mauern in Krisenzeiten schwer erreichbar war) (!Weil die Donau verlegt werden sollte) (!Weil Ulm keine Einwohner hatte) (!Weil das Rathaus abgerissen wurde)
Welcher Baustil prägt das Ulmer Münster besonders? (Gotik) (!Romanik) (!Barock) (!Jugendstil)
Welche Handelsware war für den mittelalterlichen Reichtum Ulms besonders wichtig? (Barchent) (!Porzellan) (!Kakao) (!Erdöl)
Was regelte der Große Schwörbrief von 1397 vor allem? (Städtische Machtverhältnisse und Mitbestimmung) (!Die Gründung der Universität) (!Den Bau der Bundesfestung) (!Die Teilung Ulms und Neu-Ulms)
Welche religiöse Bewegung veränderte Ulm und das Münster im 16. Jahrhundert stark? (Reformation) (!Aufklärung) (!Humanismus als einzige Staatsform) (!Industrialisierung)
Warum ruhte der Münsterbau ab 1543 für lange Zeit? (Unter anderem wegen Geldmangel und politisch religiöser Spannungen) (!Weil der Turm bereits eingestürzt war) (!Weil Ulm keine Kirche mehr wollte) (!Weil die Donau das Münster überflutete)
Welche Entwicklung prägte Ulm im 19. Jahrhundert stark? (Bundesfestung, Eisenbahn und Industrialisierung) (!Weltraumfahrt und Kolonien) (!Römische Kaiserresidenz und Aquädukte) (!Vollständige Aufgabe der Stadt)
Welche Bedeutung erhielt das Münster nach dem Luftangriff von 1944 besonders? (Es wurde zum Symbol von Überleben und Wiederaufbau) (!Es wurde vollständig abgetragen) (!Es wurde in ein Schloss umgebaut) (!Es verlor jede Bedeutung für die Stadt)
Memory
| Ulmer Münster | Bürgerkirche der Gotik |
| Münsterbauhütte | Organisation des Bauens |
| Großer Schwörbrief | Städtische Mitbestimmung |
| Barchent | Textilware aus Baumwolle und Leinen |
| Schwäbischer Städtebund | Schutz reichsstädtischer Rechte |
| Bundesfestung | Militärische Prägung im 19 Jahrhundert |
| Universität Ulm | Impuls der Wissenschaftsstadt |
| Fischerviertel | Mittelalterliches Handwerkerquartier |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Königspfalz | Frühe Entwicklung Ulms im 9 Jahrhundert |
| Freie Reichsstadt | Städtische Selbstverwaltung und Fernhandel |
| Münsterbau | Bürgerliches Großprojekt seit 1377 |
| Bundesfestung | Militärischer Ausbau im 19 Jahrhundert |
| Wissenschaftsstadt | Forschung und Universität seit dem 20 Jahrhundert |
Kreuzworträtsel
| Muenster | Wie nennt man die große gotische Kirche im Zentrum Ulms? |
| Donau | An welchem Fluss liegt Ulm? |
| Barchent | Welche Textilware trug zum mittelalterlichen Reichtum Ulms bei? |
| Gotik | Welcher Baustil prägt das Ulmer Münster? |
| Schwoerbrief | Welches Dokument steht für städtische Mitbestimmung in Ulm? |
| Reichsstadt | Welcher Status verband Ulm unmittelbar mit dem Kaiser? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Münster-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zum Ulmer Münster mit Bauzeit, Höhe, Baustil, religiöser Bedeutung und heutiger Nutzung.
- Stadtplan lesen: Markiere auf einem Stadtplan Münster, Rathaus, Schwörhaus, Fischerviertel, Donau und Wilhelmsburg und beschreibe, was diese Orte über Ulm erzählen.
- Bildbeschreibung: Wähle ein Bild des Ulmer Münsters aus und beschreibe genau, welche gotischen Merkmale Du erkennst.
- Begriffskarte: Gestalte eine Begriffskarte mit den Begriffen Reichsstadt, Barchent, Schwörbrief, Reformation, Bundesfestung und Wissenschaftsstadt.
Standard
- Zeitleiste Ulm: Erstelle eine kommentierte Zeitleiste von der Königspfalz über die Reichsstadt bis zur Wissenschaftsstadt und erkläre zu jedem Eintrag seine Bedeutung.
- Interviewprojekt: Befrage eine Person aus Ulm oder eine Person, die Ulm besucht hat, zur Bedeutung des Münsters und vergleiche die Aussagen mit historischen Informationen.
- Stadtraum-Analyse: Untersuche, wie der Münsterplatz heute genutzt wird, und bewerte, welche Interessen dort zusammentreffen.
- Reformation im Raum: Erkläre an einem selbst gestalteten Schaubild, wie die Reformation den Kirchenraum des Münsters veränderte.
Schwer
- Historische Argumentation: Schreibe einen Essay zur Frage, ob das Ulmer Münster eher ein religiöses Bauwerk, ein politisches Symbol oder ein wirtschaftliches Zeichen städtischer Macht ist.
- Vergleichende Stadtgeschichte: Vergleiche Ulm mit einer anderen mittelalterlichen Stadt und untersuche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Handel, Stadtverfassung und Kirchenbau.
- Denkmalpflege-Konzept: Entwickle ein Konzept, wie das Ulmer Münster für kommende Generationen erhalten und zugleich als lebendiger öffentlicher Ort genutzt werden kann.
- Erinnerungskultur 1944: Gestalte eine Präsentation zum Luftangriff von 1944, zum Überleben des Münsters und zu den Herausforderungen des Wiederaufbaus.

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Lernkontrolle
- Stadt und Bauwerk: Erkläre an drei Beispielen, wie sich politische, wirtschaftliche und religiöse Entwicklungen Ulms im Münster widerspiegeln.
- Transfer Denkmalpflege: Übertrage die Probleme der Erhaltung des Ulmer Münsters auf ein anderes historisches Gebäude und entwickle Lösungsansätze.
- Perspektivwechsel: Schreibe aus der Sicht eines Ulmer Handwerkers um 1400, warum der Münsterbau für die Stadt wichtig ist.
- Kontinuität und Wandel: Beurteile, welche Elemente der mittelalterlichen Stadt Ulm bis heute sichtbar sind und welche durch moderne Entwicklungen überformt wurden.
- Reformation bewerten: Erkläre, warum die Reformation nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische und kulturelle Veränderung für Ulm war.
- Wiederaufbau vergleichen: Vergleiche den Wiederaufbau Ulms nach 1945 mit einer anderen zerstörten Stadt und arbeite unterschiedliche Leitideen heraus.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Jahreszahlen kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst. Dein Lernnachweis sollte zeigen, dass Du das Ulmer Münster als Bauwerk, Symbol und Quelle der Stadtgeschichte deuten kannst.
- Fachwissen: Du kennst zentrale Phasen des Münsterbaus und der Stadtentwicklung Ulms.
- Zusammenhänge: Du erklärst, wie Handel, Reichsstadtstatus, Reformation, Festungsbau, Industrialisierung, Krieg, Wiederaufbau und Wissenschaftsstadt zusammenhängen.
- Quellenarbeit: Du kannst Bilder, Stadtpläne, Gebäude und Texte als historische Quellen nutzen.
- Urteilsfähigkeit: Du entwickelst ein begründetes Urteil zur Bedeutung des Münsters für Ulm.
- Darstellungskompetenz: Du präsentierst Deine Ergebnisse klar, fachsprachlich angemessen und mit sinnvoller Mediennutzung.
- Transfer: Du kannst Erkenntnisse aus Ulm auf andere Städte, Denkmäler oder Erinnerungsorte übertragen.
OERs zum Thema
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Das Thema verbindet Architekturgeschichte, Stadtgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Religionsgeschichte, Politische Bildung, Denkmalpflege und Erinnerungskultur. Das Ulmer Münster ist dabei der zentrale Lernort, an dem viele Entwicklungen der Stadt Ulm sichtbar werden.
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