Zum Inhalt springen

Das Schachter-Singer-Experiment - Psychologie

Aus MOOCsWiki Staging

Das Schachter-Singer-Experiment - Psychologie




Das Schachter-Singer-Experiment - Psychologie

Fach: Psychologie | Niveau: Klasse 11–13 und Studium | Schwerpunkt: Emotionspsychologie, Sozialpsychologie und Forschungsmethode


Einleitung

Warum kann Herzklopfen einmal als Angst, ein anderes Mal als Freude erlebt werden? Das Schachter-Singer-Experiment von 1962 untersuchte, wie physiologische Erregung und die kognitive Deutung einer Situation zusammenwirken. Der Versuch wurde zu einem Klassiker der Emotionspsychologie, seine Ergebnisse gelten heute jedoch nur als teilweise bestätigt.

Du lernst den Versuchsaufbau, die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion, wichtige Befunde, methodische Grenzen, ethische Fragen und gescheiterte Replikationsversuche kennen.


Die Zwei-Faktoren-Theorie

Nach Stanley Schachter und Jerome E. Singer entsteht ein bewusst erlebtes Gefühl aus dem Zusammenspiel zweier Faktoren:

Emotion = wahrgenommene körperliche Erregung + situationsbezogene Deutung

Ein schneller Puls legt demnach noch nicht eindeutig fest, ob Du Angst, Ärger oder Freude erlebst. Erst die Zuschreibung einer Ursache und die Bewertung des Kontextes geben der Erregung eine emotionale Bedeutung.


Zentrale Begriffe

Begriff Bedeutung im Experiment
Arousal Wahrgenommene körperliche Aktivierung, etwa Herzklopfen oder Zittern
Kognitive Bewertung Deutung der Situation und der eigenen Körperreaktion
Attribution Zuschreibung einer Ursache zur wahrgenommenen Erregung
Konföderierter Eingeweihter Mitarbeiter, der sich als Versuchsperson ausgibt
Placebo Unwirksame Kontrollbehandlung, hier eine Kochsalzlösung
Abhängige Variable Gemessene emotionale Selbstberichte und beobachtetes Verhalten


Forschungsfrage und Hypothesen

Die Leitfrage lautete: Wie beeinflussen körperliche Erregung, Wissen über ihre Ursache und soziale Situationsreize das emotionale Erleben?

  1. Unerklärte Erregung: Wer körperlich erregt ist und keine passende Erklärung besitzt, sucht im Kontext nach Hinweisen.
  2. Erklärte Erregung: Wer die körperlichen Symptome auf eine bekannte Ursache zurückführen kann, orientiert sich weniger an alternativen Situationsreizen.
  3. Emotionale Intensität: Ein emotionaler Kontext sollte bei vorhandener Erregung stärker wirken als ohne zusätzliche Erregung.


Versuchsaufbau

An der Studie nahmen 184 männliche College-Studierende teil. Unter der Tarnbehauptung, eine Vitaminverbindung namens Suproxin werde auf ihre Sehfähigkeit geprüft, erhielten sie durch einen Arzt entweder Epinephrin oder eine Kochsalzlösung.

Die Epinephrin-Gruppen bekamen unterschiedliche Informationen über mögliche Wirkungen. Danach begegneten die Teilnehmer einem eingeweihten Mitarbeiter, der entweder ausgelassen-euphorisch oder verärgert auftrat.

Bedingung Information zur Injektion Sozialer Kontext
Epinephrin informiert Tatsächliche körperliche Wirkungen wurden erklärt Euphorie oder Ärger
Epinephrin unwissend Keine Erklärung der körperlichen Wirkungen Euphorie oder Ärger
Epinephrin falsch informiert Unpassende Nebenwirkungen wurden genannt Nur Euphorie
Placebo Kochsalzlösung statt Epinephrin Euphorie oder Ärger


Ablauf in fünf Schritten

  1. Tarninformation: Angeblich ging es um die Wirkung von Suproxin auf das Sehen.
  2. Manipulation: Injektion von Epinephrin oder Kochsalzlösung.
  3. Informationsbedingung: Richtige, fehlende oder falsche Erklärung möglicher Symptome.
  4. Sozialer Hinweisreiz: Ein Konföderierter zeigte Euphorie oder Ärger.
  5. Messung: Fragebogen, Verhaltensbeobachtung und physiologische Kontrollmessungen.


Die Rolle des Konföderierten

In der Euphorie-Bedingung spielte der Mitarbeiter, machte Papierflieger und verhielt sich übermütig. In der Ärger-Bedingung reagierte er zunehmend empört auf einen persönlichen Fragebogen. Sein Verhalten sollte einen deutlichen sozialen Hinweis darauf geben, wie die Situation emotional gedeutet werden könnte.


Ergebnisse

Die oft vereinfachte Lehrbuchaussage lautet: Unerklärte körperliche Erregung wird anhand des sozialen Kontextes etikettiert. Die tatsächlichen Daten waren weniger eindeutig.

Beobachtung Vorsichtige Interpretation
Informierte Teilnehmer konnten Symptome auf die Injektion beziehen. Der soziale Kontext sollte für sie weniger erklärungskräftig sein.
Unwissende oder falsch informierte Teilnehmer zeigten in Teilen kontextpassenderes Verhalten. Einige Befunde stützten die Zwei-Faktoren-Annahme.
Auch die Placebo-Gruppen reagierten auf den Konföderierten. Die Trennung zwischen Erregungs- und Kontexteffekt war nicht sauber.
Selbstbericht und beobachtetes Verhalten ergaben kein durchgehend einheitliches Muster. Die Hypothesen wurden nur teilweise unterstützt.

Das Experiment zeigte deshalb keinen einfachen Beweis dafür, dass beliebige Emotionen allein durch die Etikettierung unspezifischer Erregung entstehen. Es machte jedoch die Bedeutung von Kausalattribution, Interozeption und sozialen Hinweisreizen für das emotionale Erleben sichtbar.


Methodische Bewertung

Stärke Grenze
Kontrollierte Variation von Injektion, Information und Kontext Komplexes Design mit teilweise kleinen Gruppen
Kombination von Selbstbericht und Verhaltensbeobachtung Die Messarten stimmten nicht immer überein
Placebo-Bedingungen ermöglichten Vergleiche Auch Placebo-Teilnehmer zeigten emotionale Reaktionen
Kreative Prüfung einer Kausalhypothese Ausschluss selbstinformierter Teilnehmer erschwerte die Interpretation
Hohe historische Wirkung Eingeschränkte Übertragbarkeit durch ausschließlich männliche Studierende

Weitere mögliche Störfaktoren sind Versuchsleitereffekte, Demand Characteristics, die Glaubwürdigkeit der Tarninformation und Unterschiede darin, wie deutlich Personen ihre körperliche Erregung wahrnahmen.


Replikationen und Forschungsstand

Spätere Studien von Gary D. Marshall und Philip Zimbardo sowie von Christina Maslach konnten zentrale Muster des ursprünglichen Experiments nicht zuverlässig wiederholen. Teilweise führte unerklärte Erregung eher zu negativer Stimmung, unabhängig vom vorgespielten sozialen Kontext.

Eine einflussreiche Übersicht von Rainer Reisenzein kam 1983 zu dem Ergebnis, dass die starke Fassung der Theorie nicht überzeugend belegt ist. Besser gestützt ist eine abgeschwächte Aussage: Körperliche Erregung kann Gefühle verstärken, und die vermutete Ursache dieser Erregung kann das Erleben mitprägen.

Fazit: Das Experiment bleibt theoretisch bedeutsam, ist aber kein abschließender Beweis für die Zwei-Faktoren-Theorie.


Vergleich mit anderen Emotionstheorien

Theorie Vereinfachte Abfolge
James-Lange-Theorie Reiz → Körperreaktion → Gefühl
Cannon-Bard-Theorie Reiz → Körperreaktion und Gefühl gleichzeitig
Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion Erregung + kontextbezogene Deutung → Gefühl
Bewertungstheorie der Emotion Bewertung einer Situation prägt die emotionale Reaktion


Ethik

Das Experiment nutzte Täuschung, eine pharmakologische Intervention und persönliche Fragen. Aus heutiger Sicht müssten Risiken, freiwillige Einwilligung, medizinische Überwachung, Abbruchmöglichkeiten und eine gründliche Nachbesprechung besonders streng geprüft werden.

Wichtig: Das historische Experiment darf im Unterricht nicht mit Medikamenten, Injektionen oder gezielter starker Belastung nachgestellt werden. Geeignet sind ungefährliche Gedankenexperimente, Fallanalysen oder die Auswertung bereits publizierter Daten.


Bedeutung für den Alltag

Die Theorie hilft, Situationen zu analysieren, in denen ähnliche Körperreaktionen verschieden gedeutet werden: Lampenfieber kann als Bedrohung oder als aktivierende Spannung erlebt werden. Solche Beispiele sind jedoch keine Beweise dafür, dass jede Emotion beliebig umgedeutet werden kann. Biologische Muster, Lerngeschichte, Erwartungen und Situation wirken zusammen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche zwei Faktoren stehen im Zentrum der Schachter-Singer-Theorie? (Körperliche Erregung und kognitive Deutung) (!Gedächtnis und Intelligenz) (!Wahrnehmung und Motorik) (!Trieb und Verstärkung)




Welche Substanz erzeugte in der Experimentalgruppe körperliche Erregung? (Epinephrin) (!Insulin) (!Koffein) (!Dopamin)




Was erhielt die Placebo-Gruppe? (Eine Kochsalzlösung) (!Ein Beruhigungsmittel) (!Eine höhere Epinephrin-Dosis) (!Keine Injektion)




Wozu diente die informierte Epinephrin-Bedingung? (Sie gab eine plausible Erklärung für die Körperreaktion) (!Sie verstärkte den Ärger des Konföderierten) (!Sie verhinderte jede körperliche Reaktion) (!Sie ersetzte die Placebo-Bedingung)




Welche Funktion hatte der Konföderierte? (Er stellte einen sozialen emotionalen Hinweisreiz bereit) (!Er verabreichte die Injektion) (!Er wertete die Daten statistisch aus) (!Er kannte die Hypothese nicht)




Welche abhängigen Variablen waren besonders wichtig? (Selbstbericht und beobachtetes Verhalten) (!Körpergröße und Alter) (!Schulnoten und Einkommen) (!Reaktionszeit und Wortschatz)




Wie sollten die Originalergebnisse heute bewertet werden? (Als teilweise Unterstützung mit deutlichen Einschränkungen) (!Als endgültiger Beweis der Theorie) (!Als vollständige Widerlegung jeder Emotionstheorie) (!Als reine Beobachtungsstudie ohne Manipulation)




Welche Einschränkung betrifft die Stichprobe? (Sie bestand aus männlichen College-Studierenden) (!Sie umfasste ausschließlich Kinder) (!Sie enthielt nur klinische Patienten) (!Sie war weltweit repräsentativ)




Was zeigten spätere Replikationsversuche? (Zentrale Befundmuster ließen sich nicht zuverlässig wiederholen) (!Alle Effekte wurden exakt bestätigt) (!Placebo-Effekte verschwanden vollständig) (!Nur die Ärger-Bedingung wurde untersucht)




Welcher ethische Punkt ist besonders relevant? (Täuschung und pharmakologische Belastung) (!Fehlende Rechtschreibprüfung) (!Verwendung farbiger Fragebögen) (!Zu kurze Überschriften)





Memory

Epinephrin Körperliche Aktivierung
Kognitive Etikettierung Deutung eines Körperzustands
Konföderierter Eingeweihter Mitarbeiter
Placebo Unwirksame Kontrollbehandlung
Attribution Ursachenzuschreibung
Replikation Wiederholung einer Studie





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Experiment
Epinephrin Physiologische Erregung
Information Erklärung der Körperreaktion
Konföderierter Sozialer Kontext
Fragebogen Emotionaler Selbstbericht
Beobachtung Verhaltensmaß




...


Kreuzworträtsel

Adrenalin Welches Hormon wurde zur Erzeugung körperlicher Erregung eingesetzt?
Placebo Wie heißt eine unwirksame Kontrollbehandlung?
Kontext Woraus sollten unwissende Teilnehmer emotionale Hinweise entnehmen?
Attribution Wie heißt die Zuschreibung einer Ursache?
Vertrauter Wie nennt man hier den eingeweihten Mitarbeiter?
Replikation Wie heißt die wissenschaftliche Wiederholung einer Studie?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Zwei-Faktoren-Theorie verbindet körperliche

mit einer kognitiven Deutung. Im Experiment wurde die Erregung durch

ausgelöst. Die Kontrollgruppe erhielt eine

. Ein eingeweihter Mitarbeiter lieferte einen sozialen

. Richtig informierte Teilnehmer konnten ihre Symptome auf die

zurückführen. Unwissende Personen sollten stärker nach situativen

suchen. Die Originalbefunde unterstützten die Theorie nur

. Spätere Studien konnten zentrale Muster nicht zuverlässig

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Erstelle eine übersichtliche Grafik mit den Begriffen Erregung, Deutung, Kontext, Attribution und Emotion.
  2. Alltagsbeispiel: Beschreibe eine Situation, in der Herzklopfen unterschiedlich gedeutet werden könnte.
  3. Medienanalyse: Suche in einem Film eine Szene mit mehrdeutiger Erregung und erkläre zwei mögliche Interpretationen.
  4. Ethikkarte: Gestalte eine Karte mit drei ethischen Problemen und drei Schutzmaßnahmen psychologischer Experimente.


Standard

  1. Versuchsplan: Zeichne die unabhängigen und abhängigen Variablen des Experiments als Flussdiagramm.
  2. Theorienvergleich: Vergleiche die Zwei-Faktoren-Theorie mit der James-Lange- und der Cannon-Bard-Theorie an einem selbst gewählten Beispiel.
  3. Sichere Mini-Studie: Plane eine harmlose Befragung dazu, wie Menschen alltägliche Aktivierung sprachlich deuten. Verwende keine körperliche Belastung.
  4. Quellenkritik: Stelle die vereinfachte Lehrbuchdarstellung den tatsächlichen Einschränkungen der Ergebnisse gegenüber.


Schwer

  1. Präregistrierung: Formuliere Hypothesen, Variablen, Ausschlussregeln und Auswertungsplan für eine ethisch unbedenkliche konzeptionelle Replikation.
  2. Datensimulation: Erzeuge fiktive Daten für vier Bedingungen und prüfe, welches Ergebnismuster die Theorie stützen würde.
  3. Replikationsdebatte: Analysiere, warum ein historisch einflussreiches Experiment trotz schwacher Replizierbarkeit bedeutsam bleiben kann.
  4. Forschungsantrag: Entwirf eine Studie zu Kontext und Interozeption einschließlich Risikoabwägung, Einwilligung und Debriefing.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer auf Prüfungsangst: Erkläre, wie zwei Lernende dieselbe körperliche Aktivierung vor einer Prüfung unterschiedlich deuten können, und benenne Grenzen der Theorie.
  2. Alternativerklärungen: Entwickle zwei Erklärungen dafür, warum auch Placebo-Teilnehmer auf den Konföderierten reagierten.
  3. Validität: Beurteile, ob beobachtetes Verhalten oder Selbstbericht das emotionale Erleben besser erfasst. Begründe eine kombinierte Messstrategie.
  4. Replikationsplanung: Entscheide, welche Elemente des Originals beibehalten, verändert oder weggelassen werden sollten, damit eine heutige Studie aussagekräftig und ethisch vertretbar ist.
  5. Kausalanalyse: Prüfe anhand des Versuchsplans, welche Schlussfolgerungen kausal zulässig sind und welche über die Daten hinausgehen.
  6. Theorienentscheidung: Wende drei Emotionstheorien auf dieselbe Alltagssituation an und erläutere, welche zusätzlichen Daten zwischen ihnen unterscheiden könnten.
  7. Wissenschaftskommunikation: Formuliere eine sachlich korrekte Überschrift zum Experiment, die weder übertreibt noch die historische Bedeutung unterschlägt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du:

  1. die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion korrekt erklären,
  2. unabhängige und abhängige Variablen des Experiments bestimmen,
  3. die Informations-, Epinephrin-, Placebo- und Kontextbedingungen unterscheiden,
  4. Ergebnisse vorsichtig und ohne Übertreibung interpretieren,
  5. methodische Stärken und Schwächen gegeneinander abwägen,
  6. Replikationsbefunde in die Bewertung einbeziehen,
  7. ethische Probleme erkennen und zeitgemäße Schutzmaßnahmen vorschlagen,
  8. eine Transferaufgabe mit Fachbegriffen und nachvollziehbarer Argumentation lösen.




Literatur und Quellen

  1. Stanley Schachter und Jerome E. Singer: Cognitive, Social, and Physiological Determinants of Emotional State. Psychological Review, 69, 1962, S. 379–399. DOI: 10.1037/h0046234
  2. Rainer Reisenzein: The Schachter Theory of Emotion: Two Decades Later. Psychological Bulletin, 94, 1983, S. 239–264.
  3. Gary D. Marshall und Philip G. Zimbardo: Affective Consequences of Inadequately Explained Physiological Arousal. Journal of Personality and Social Psychology, 37, 1979, S. 970–988. DOI: 10.1037/0022-3514.37.6.970
  4. Christina Maslach: Negative Emotional Biasing of Unexplained Arousal. Journal of Personality and Social Psychology, 37, 1979, S. 953–969. DOI: 10.1037/0022-3514.37.6.953


OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen