Das Mobbing-Publikum


Das Mobbing-Publikum
Einleitung
Das Mobbing-Publikum beschreibt alle Personen, die eine Mobbingsituation beobachten, kommentieren, weiterverbreiten, ignorieren oder unterbrechen. Das Publikum ist dabei nicht bloß eine neutrale Kulisse. Es beeinflusst, ob Mobbing stärker wird, ob Betroffene allein bleiben oder ob eine Gruppe beginnt, Verantwortung zu übernehmen. Genau darum geht es in diesem aiMOOC: Du lernst, wie Zuschauerinnen und Zuschauer wirken, warum Wegsehen Mobbing stabilisieren kann und wie aus einem Publikum eine unterstützende Gemeinschaft werden kann.
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Das Video behandelt Das Mobbing-Publikum im Zusammenhang mit Bullying, Cybermobbing und Zivilcourage. Der Schwerpunkt liegt darauf, Mobbing und Cybermobbing klar, sachlich und forschungsbasiert zu verstehen. Dieser aiMOOC vertieft das Video für Schule, Ausbildung, Jugendarbeit und Medienbildung.

Merksatz: Mobbing ist nicht einfach ein Streit. Bei einem Streit stehen sich Personen eher gleich stark gegenüber und können den Konflikt grundsätzlich gemeinsam lösen. Bei Mobbing gibt es ein Machtungleichgewicht, wiederholte Verletzungen und meist eine Person oder Gruppe, die sich der Situation hilflos ausgesetzt fühlt.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was das Mobbing-Publikum ist und warum es für den Verlauf von Mobbing entscheidend sein kann. Du erkennst typische Rollen wie Mitläufer, Verstärker, Außenstehende und Verteidiger. Du kannst unterscheiden, wann ein Konflikt zu Mobbing wird, welche Besonderheiten Cybermobbing hat und welche sicheren Handlungsmöglichkeiten es für Zuschauerinnen und Zuschauer gibt. Außerdem entwickelst Du Ideen, wie eine Klasse, Lerngruppe oder Online-Community eine Kultur der Zivilcourage, Empathie und Verantwortung fördern kann.
Was ist Mobbing?
Mobbing ist eine besondere Form von Gewalt, bei der eine Person wiederholt, systematisch und über einen längeren Zeitraum verletzt, ausgegrenzt, erniedrigt oder bedroht wird. In der Schule wird im internationalen Raum häufig auch der Begriff Bullying verwendet. Wichtig sind vier Merkmale:
- Schädigungsabsicht: Eine Person oder Gruppe handelt so, dass jemand verletzt, beschämt, eingeschüchtert oder sozial ausgeschlossen wird.
- Wiederholung: Die Handlungen geschehen nicht nur einmal, sondern wiederholt oder so, dass die betroffene Person eine Fortsetzung erwarten muss.
- Machtungleichgewicht: Die betroffene Person kann sich schwer wehren, weil die andere Seite körperlich, sozial, digital, sprachlich oder gruppendynamisch überlegen ist.
- Hilflosigkeit: Die betroffene Person erlebt die Situation als belastend, ausweglos oder schwer kontrollierbar.
Mobbing kann offen sichtbar sein, zum Beispiel durch Beschimpfungen, Drohungen oder körperliche Übergriffe. Es kann aber auch indirekt geschehen, etwa durch Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen, Ignorieren, heimliches Lachen, Bildmanipulationen, anonyme Nachrichten oder das gezielte Verbreiten peinlicher Inhalte.
Konflikt oder Mobbing?
Ein Konflikt entsteht, wenn Interessen, Meinungen oder Bedürfnisse aufeinanderprallen. Konflikte können unangenehm sein, sind aber normal und können fair gelöst werden. Mobbing ist anders: Es ist ein wiederholtes Muster von Schädigung. Wer Mobbing als normalen Streit verharmlost, übersieht das Machtgefälle und die Verletzung der betroffenen Person.
Prüffrage: Kann die betroffene Person auf Augenhöhe mitreden, Grenzen setzen und sich schützen? Wenn nicht, handelt es sich nicht mehr um einen gewöhnlichen Streit, sondern möglicherweise um Mobbing oder eine andere Form von Gewalt.
Was ist das Mobbing-Publikum?
Das Mobbing-Publikum besteht aus allen, die Mobbing beobachten oder davon erfahren. In einer Klasse, auf dem Schulhof, im Chat, in einem Gaming-Kanal oder auf Social Media kann dieses Publikum sehr groß sein. Manche lachen. Manche filmen. Manche teilen Inhalte. Manche schweigen. Manche trösten. Manche melden den Vorfall. All diese Reaktionen senden Signale.
Das Publikum ist wichtig, weil Mobbing häufig von Aufmerksamkeit lebt. Wenn viele zuschauen, kann das die Täterseite bestärken. Wenn aber sichtbar wird, dass die Gruppe Mobbing nicht duldet, verliert Mobbing oft an sozialem Gewinn. Deshalb ist die Frage nicht nur: Wer mobbt? Sondern auch: Wie reagiert die Umgebung?
Warum Publikum so wirksam ist
Mobbing geschieht selten völlig isoliert. Meist gibt es ein soziales Umfeld, das direkt oder indirekt beteiligt ist. Dieses Umfeld bestimmt mit, welche Normen gelten. Wenn Lachen, Schweigen oder Weiterleiten als Zustimmung verstanden werden, entsteht ein gefährlicher Kreislauf. Die Täterseite fühlt sich bestätigt, Betroffene fühlen sich allein und andere Zuschauerinnen und Zuschauer trauen sich noch weniger, einzugreifen.
Das bedeutet nicht, dass jede Person im Publikum automatisch dieselbe Verantwortung trägt wie die Täterseite. Es bedeutet aber, dass jedes Verhalten Wirkung hat. Auch Nicht-Handeln ist ein Signal, besonders wenn die betroffene Person merkt, dass andere die Situation sehen und trotzdem nichts tun.
Rollen im Mobbing-Publikum
In der Forschung und Prävention werden verschiedene Rollen beschrieben. Sie helfen, Situationen genauer zu analysieren. In Wirklichkeit können Menschen die Rollen wechseln. Eine Person kann heute schweigen, morgen trösten und später aktiv helfen. Genau darin liegt eine Chance.
Haupttäterinnen und Haupttäter
Haupttäterinnen und Haupttäter beginnen, steuern oder planen die Angriffe. Sie nutzen ein Machtungleichgewicht aus. Manchmal handeln sie offen, manchmal versteckt, manchmal digital anonym. Wichtig ist: Mobbing ist keine Eigenschaft einer Person, sondern ein Verhalten, das gestoppt werden muss.
Mitläuferinnen und Mitläufer
Mitläufer machen aktiv mit, ohne unbedingt die treibende Kraft zu sein. Sie wiederholen Beleidigungen, grenzen mit aus, blockieren Wege, teilen verletzende Inhalte oder unterstützen die Täterseite, weil sie dazugehören wollen oder selbst Angst haben. Mitläuferinnen und Mitläufer verstärken Mobbing erheblich, weil sie zeigen: Die Täterseite ist nicht allein.
Verstärkerinnen und Verstärker
Verstärker greifen nicht immer direkt an, geben aber Aufmerksamkeit: Sie lachen, klatschen, kommentieren, liken, filmen oder verbreiten Inhalte weiter. Gerade im Cybermobbing kann ein Like, ein Emoji oder das Weiterleiten eines Screenshots verletzend wirken, weil es die Reichweite erhöht und die Demütigung öffentlich macht.
Außenstehende und Wegschauende
Außenstehende oder Bystander beobachten die Situation, halten sich aber heraus. Manche tun das aus Angst, selbst Ziel zu werden. Andere hoffen, dass es von selbst aufhört. Wieder andere wissen nicht, was sie tun sollen. Wegsehen ist menschlich erklärbar, kann Mobbing aber stabilisieren. Wenn niemand widerspricht, wirkt es für Betroffene oft so, als sei die Gruppe einverstanden.
Verteidigerinnen, Verteidiger und Upstander
Verteidiger oder Upstander übernehmen Verantwortung. Sie helfen direkt oder indirekt, ohne sich selbst unnötig in Gefahr zu bringen. Sie können die betroffene Person begleiten, eine Lehrkraft informieren, eine klare Grenze setzen, andere Unterstützende suchen, verletzende Inhalte melden oder privat signalisieren: Ich sehe, was passiert. Du bist nicht allein.
Psychologie des Wegsehens
Viele Menschen glauben, sie würden in einer Mobbingsituation sofort helfen. In der Realität ist das schwerer. Gruppendruck, Angst vor Ausgrenzung, Unsicherheit und der sogenannte Zuschauereffekt können dazu führen, dass Menschen passiv bleiben. Je mehr Personen zuschauen, desto eher denkt die einzelne Person: Jemand anderes wird schon etwas tun.
Dazu kommt die pluralistische Ignoranz: Viele finden Mobbing eigentlich falsch, sagen aber nichts. Weil alle schweigen, glaubt jede Person, die anderen seien einverstanden. So entsteht ein falscher Eindruck von Zustimmung. Ein einziger sichtbarer Widerspruch kann diesen Eindruck verändern.
Mut ist nicht Leichtsinn
Zivilcourage bedeutet nicht, sich allein in Gefahr zu bringen. Mutiges Handeln kann sehr unterschiedlich aussehen. Du kannst Hilfe holen, dokumentieren, eine erwachsene Vertrauensperson informieren, Dich mit anderen zusammentun oder Betroffene nach der Situation unterstützen. Sicheres Handeln ist oft wirksamer als ein spontaner Alleingang.
Cybermobbing und digitales Publikum
Cybermobbing ist Mobbing mit digitalen Mitteln. Es kann über Messenger, Social Media, Foren, Gaming-Chats, E-Mails, Videos, Bilder, Kommentare oder geteilte Screenshots geschehen. Das digitale Publikum kann besonders groß sein. Inhalte können schnell verbreitet werden, lange sichtbar bleiben und auch außerhalb der Schule wirken.

Besonderheiten von Cybermobbing
- Reichweite: Ein verletzender Inhalt kann sehr viele Menschen erreichen.
- Dauerhaftigkeit: Inhalte können gespeichert, kopiert und erneut hochgeladen werden.
- Anonymität: Täterinnen und Täter glauben manchmal, sie würden unerkannt bleiben.
- Entgrenzung: Cybermobbing endet nicht automatisch nach Schulschluss.
- Unsichtbarkeit: Erwachsene bemerken digitale Angriffe oft später als sichtbare Konflikte auf dem Schulhof.
- Publikumsdruck: Likes, Kommentare und Weiterleitungen können den Druck auf Betroffene verstärken.
Digitale Verantwortung
Im digitalen Raum ist das Publikum besonders aktiv, auch wenn es sich passiv anfühlt. Wer einen verletzenden Inhalt anschaut, kommentiert, speichert, liked oder teilt, kann zur Verbreitung beitragen. Wer ihn meldet, nicht weiterleitet, Betroffene unterstützt und Hilfe organisiert, kann die Dynamik unterbrechen.
Digitale Grundregel: Teile nichts, was eine andere Person erniedrigt, bedroht, bloßstellt oder ausgrenzt. Auch nicht, wenn es als Witz gemeint ist.
Sicher handeln: Vom Publikum zur Unterstützung
Wenn Du Mobbing beobachtest, musst Du nicht perfekt reagieren. Wichtig ist, überhaupt einen sicheren ersten Schritt zu tun. Besonders wirksam sind Handlungen, die Betroffene stärken und der Gruppe zeigen, dass Mobbing nicht akzeptiert wird.

Fünf sichere Handlungsmöglichkeiten
- Hilfe holen: Informiere eine Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Eltern, Ausbilderinnen oder andere zuständige Erwachsene. Bei akuter Gefahr zählt schnelle Hilfe.
- Betroffene stärken: Sprich die betroffene Person ruhig an, begleite sie, höre zu und frage, was sie braucht.
- Nicht mitmachen: Lache nicht, teile nichts, like nichts und gib verletzendem Verhalten keine Bühne.
- Gemeinsam handeln: Suche andere, die ebenfalls helfen wollen. In einer Gruppe ist Unterstützung oft sicherer.
- Dokumentieren und melden: Bei Cybermobbing können Screenshots, Links, Datum und Uhrzeit wichtig sein. Melde Inhalte auf der Plattform und an zuständige Personen.
Was Du vermeiden solltest
Du solltest nicht zurückmobben, keine Racheaktionen starten und keine verletzenden Inhalte weiterverbreiten, um sie zu zeigen. Auch gut gemeinte öffentliche Bloßstellung der Täterseite kann eskalieren. Besser ist ein klarer, sicherer und dokumentierter Weg über Unterstützung, Meldung und pädagogische Klärung.
Klassenkultur und Prävention
Mobbingprävention ist nicht nur Aufgabe einzelner mutiger Personen. Eine Klasse, Schule oder Lerngruppe braucht klare Regeln, vertrauensvolle Ansprechpersonen und eine Kultur, in der Respekt, Empathie, Vielfalt und Menschenwürde ernst genommen werden.
Bausteine einer starken Gruppe
- Klassenvertrag: Vereinbart klare Regeln gegen Ausgrenzung, Beleidigung, Drohung und digitale Bloßstellung.
- Meldewege: Klärt, an wen man sich wenden kann, auch anonym oder vertraulich.
- Klassenrat: Sprecht regelmäßig über Zusammenleben, Konflikte und Gruppenklima.
- Medienkompetenz: Übt den Umgang mit Screenshots, Privatsphäre, Plattformmeldungen und digitaler Verantwortung.
- Peer-Unterstützung: Bildet Teams, die auf neue Mitschülerinnen und Mitschüler achten und niemanden allein lassen.
- Lehrkräfte-Team: Erwachsene sollten Hinweise ernst nehmen, abgestimmt handeln und Betroffene schützen.
Analyse des Videos
Das Video Das Mobbing-Publikum eignet sich besonders für eine Unterrichtsstunde, weil es den Blick von einzelnen Täterinnen und Tätern auf die gesamte Gruppe erweitert. Achte beim Anschauen auf drei Fragen:
- Beobachtung: Welche Rollen im Publikum werden sichtbar oder angesprochen?
- Wirkung: Welche Reaktionen verstärken Mobbing, welche schwächen es?
- Transfer: Welche Handlung wäre in Deiner Klasse, Deinem Ausbildungsbetrieb oder Deiner Online-Gruppe realistisch und sicher?
Nach dem Anschauen kannst Du eine Szene aus dem Video auswählen und sie mit dem Rollenmodell untersuchen: Wer handelt aktiv? Wer verstärkt? Wer schweigt? Wer könnte unterstützen? Welche sichere Intervention wäre möglich?
Fallbeispiel
In einer Klassengruppe wird ein Bild von Lina geteilt, auf dem sie unvorteilhaft aussieht. Zwei Schüler schreiben spöttische Kommentare. Einige reagieren mit lachenden Emojis. Andere lesen mit, sagen aber nichts. Lina verlässt die Gruppe und kommt am nächsten Tag nicht zur Schule.
In diesem Fall besteht das Mobbing-Publikum nicht nur aus den beiden Personen, die kommentieren. Auch die Lach-Emojis, das Weiterleiten und das Schweigen beeinflussen die Situation. Eine hilfreiche Reaktion wäre: nicht weiterleiten, den Beitrag melden, Lina privat unterstützen, Screenshots sichern und eine Vertrauensperson informieren. Noch besser wäre eine Klassennorm, nach der Bloßstellung in Chats sofort gestoppt wird.
Fachbegriffe
- Mobbing: Wiederholte, systematische Schädigung bei einem Machtungleichgewicht.
- Cybermobbing: Mobbing mit digitalen Medien, zum Beispiel über Messenger, Social Media oder Gaming-Chats.
- Bystander: Person, die eine problematische Situation beobachtet oder davon erfährt.
- Upstander: Person, die sicher und unterstützend handelt, statt nur zuzusehen.
- Mitläufer: Person, die sich der Täterseite anschließt oder aktiv mitmacht.
- Verstärker: Person, die durch Lachen, Liken, Kommentieren oder Aufmerksamkeit Mobbing unterstützt.
- Außenstehende: Personen, die wegschauen oder nicht eingreifen.
- Zivilcourage: Bereitschaft, für andere einzustehen und Unrecht nicht hinzunehmen.
- Gruppendruck: Einfluss einer Gruppe auf das Verhalten einzelner Personen.
- Empathie: Fähigkeit, Gefühle und Perspektiven anderer wahrzunehmen und ernst zu nehmen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt der Begriff Mobbing-Publikum am besten? (Alle Personen, die Mobbing beobachten oder davon erfahren und durch ihr Verhalten Einfluss nehmen) (!Nur die Person, die direkt gemobbt wird) (!Nur Erwachsene, die eine Schule leiten) (!Nur Personen, die nie etwas mit Mobbing zu tun haben)
Welches Merkmal gehört typischerweise zu Mobbing? (Wiederholte Schädigung bei einem Machtungleichgewicht) (!Ein einmaliger fairer Streit zwischen gleich starken Personen) (!Eine sachliche Diskussion über verschiedene Meinungen) (!Ein Missverständnis, das sofort geklärt wird)
Welche Reaktion kann Mobbing verstärken? (Über verletzende Kommentare lachen und sie weiterverbreiten) (!Der betroffenen Person zuhören) (!Eine Vertrauensperson informieren) (!Einen beleidigenden Beitrag melden)
Was bedeutet Upstander? (Eine Person, die bei Mobbing sicher unterstützend handelt) (!Eine Person, die absichtlich wegschaut) (!Eine Person, die Mobbing startet) (!Eine Person, die verletzende Inhalte sammelt und verbreitet)
Warum ist Cybermobbing oft besonders belastend? (Weil Inhalte schnell verbreitet werden und lange sichtbar bleiben können) (!Weil es immer nur zwischen zwei Personen stattfindet) (!Weil es nie von anderen gesehen wird) (!Weil digitale Beleidigungen grundsätzlich harmlos sind)
Welche Handlung ist bei Cybermobbing sinnvoll? (Screenshots sichern, Inhalte melden und Hilfe holen) (!Den verletzenden Inhalt zur Warnung an alle weiterleiten) (!Mit einer noch härteren Beleidigung antworten) (!So tun, als könne digitales Mobbing nicht schaden)
Welche Rolle hat ein Verstärker im Mobbingprozess? (Er gibt der Täterseite Aufmerksamkeit oder Zustimmung) (!Er beendet Mobbing immer sofort allein) (!Er ist automatisch die betroffene Person) (!Er hat mit der Gruppendynamik nichts zu tun)
Was ist ein wichtiger Unterschied zwischen Konflikt und Mobbing? (Bei Mobbing gibt es meist Wiederholung und ein Machtungleichgewicht) (!Konflikte sind immer verboten) (!Mobbing ist immer nur körperlich) (!Ein Konflikt braucht immer ein digitales Publikum)
Welche Aussage ist für Zuschauerinnen und Zuschauer hilfreich? (Ich muss nicht perfekt reagieren, aber ich kann einen sicheren ersten Schritt tun) (!Ich darf nur helfen, wenn ich allein stark genug bin) (!Schweigen hat nie eine Wirkung) (!Betroffene müssen Mobbing grundsätzlich allein lösen)
Welche Klassenkultur beugt Mobbing am ehesten vor? (Eine Kultur mit Respekt, klaren Regeln, Meldewegen und Unterstützung) (!Eine Kultur, in der niemand über Probleme sprechen darf) (!Eine Kultur, in der Lachen über andere als Mutprobe gilt) (!Eine Kultur, in der digitale Räume keine Regeln haben)
Memory
| Mobbing-Publikum | Beobachtet oder beeinflusst die Situation |
| Upstander | Handelt sicher und unterstützend |
| Mitläufer | Macht aktiv bei Angriffen mit |
| Verstärker | Lacht oder gibt Aufmerksamkeit |
| Cybermobbing | Geschieht über digitale Medien |
| Empathie | Nimmt Gefühle anderer ernst |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Betroffene Person | Wird wiederholt verletzt oder ausgegrenzt |
| Mitläufer | Schließt sich der Täterseite aktiv an |
| Verstärker | Gibt durch Lachen oder Liken Zustimmung |
| Außenstehende | Beobachten und halten sich heraus |
| Upstander | Unterstützt sicher und holt Hilfe |
Ordne die Rollen so zu, dass sichtbar wird, wie aus passivem Zuschauen aktive Unterstützung werden kann.
Kreuzworträtsel
| Publikum | Wie nennt man die Gruppe der Personen, die Mobbing beobachten oder davon erfahren? |
| Empathie | Welche Fähigkeit hilft, die Gefühle der betroffenen Person wahrzunehmen? |
| Upstander | Wie heißt eine Person, die nicht nur zusieht, sondern sicher unterstützend handelt? |
| Geruecht | Welche Form indirekten Mobbings verbreitet falsche oder verletzende Behauptungen? |
| Screenshots | Was kann bei Cybermobbing als digitale Sicherung helfen? |
| Klassenklima | Welcher Begriff beschreibt die Atmosphäre des Zusammenlebens in einer Klasse? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Rollenkarte: Erstelle eine einfache Rollenkarte zum Mobbing-Publikum mit den Rollen Betroffene, Mitläufer, Verstärker, Außenstehende und Upstander. Schreibe zu jeder Rolle einen Satz.
- Mut-Satz: Formuliere drei kurze Sätze, mit denen Du Mobbing sicher unterbrechen kannst, ohne die Situation zu verschärfen.
- Emoji-Check: Untersuche fünf typische Chat-Reaktionen und entscheide, ob sie Mobbing verstärken, neutral wirken oder unterstützen.
- Hilfe-Netz: Zeichne Dein persönliches Hilfe-Netz mit mindestens fünf Personen oder Stellen, an die Du Dich bei Mobbing wenden könntest.
Standard
- Videoanalyse: Analysiere das Video Das Mobbing-Publikum mithilfe der Fragen: Welche Rollen kommen vor, welche Wirkung hat das Publikum und welche sichere Handlung wäre möglich?
- Klassenvertrag: Entwirf fünf Regeln für einen Klassen- oder Gruppenvertrag gegen Mobbing und Cybermobbing.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen Tagebucheintrag aus Sicht einer Person, die Mobbing beobachtet und sich zwischen Angst und Hilfe entscheiden muss.
- Chat-Szenario: Entwickle ein fiktives Chatbeispiel, in dem Cybermobbing beginnt, und schreibe anschließend eine bessere Version, in der das Publikum unterstützend handelt.
Schwer
- Präventionsprojekt: Plane eine Anti-Mobbing-Aktion für Deine Schule oder Lerngruppe. Beschreibe Ziel, Ablauf, Materialien, Rollen und Auswertung.
- Interviewprojekt: Führe ein respektvolles Interview mit einer Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin, Beratungsstelle oder Vertrauensperson über Mobbingprävention. Fasse die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
- Fallanalyse: Analysiere einen fiktiven Mobbingfall mit Rollenmodell, Ursachen, Publikumswirkung, Risiken und sicheren Interventionsschritten.
- Medienkampagne: Gestalte ein Plakat, Kurzvideo oder Audio-Statement mit der Botschaft: Nicht jedes Publikum ist neutral. Dein Handeln macht einen Unterschied.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum Mobbing nicht nur durch Täterinnen und Täter, sondern auch durch das Publikum beeinflusst wird.
- Handlungsplan: Entwickle einen sicheren Fünf-Schritte-Plan für eine Person, die Cybermobbing in einem Klassenchat beobachtet.
- Vergleich: Vergleiche einen normalen Konflikt mit Mobbing. Gehe auf Machtungleichgewicht, Wiederholung, Handlungsmöglichkeiten und Folgen ein.
- Gruppendynamik: Beschreibe, wie Gruppendruck dazu führen kann, dass Menschen wegsehen, obwohl sie Mobbing falsch finden.
- Prävention: Entwirf ein Konzept für eine Klasse, in der aus passiven Zuschauenden aktive Unterstützende werden können.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Videoanalyse, Rollenkarte, Lückentext und einer offenen Aufgabe in einem Portfolio.
- Reflexion: Schreibe eine persönliche Reflexion darüber, welche sichere Handlungsmöglichkeit für Dich realistisch ist und warum.
- Präsentation: Stelle Deiner Lerngruppe ein konkretes Präventionsprodukt vor, zum Beispiel einen Klassenvertrag, ein Plakat, ein Kurzvideo oder einen Handlungsplan.
OERs zum Thema
Quellen und Medienhinweise
- Schulpsychologie Österreich: Mobbing an Schulen: Grundlagen, Merkmale und Erscheinungsformen von Mobbing.
- Bundeszentrale für politische Bildung: Die Rolle der Mitläufer und Zuschauer beim Mobbing: Unterrichtsmaterial zur Bedeutung des Publikums.
- StopBullying.gov: Bystanders to Bullying: Informationen zu Bystanders und Upstanders.
- StopBullying.gov: What Is Cyberbullying: Grundlagen zu Cyberbullying und digitalen Besonderheiten.
- Wikimedia Commons: School bullying: Freie Medien zum Thema Schulmobbing.
- Wikimedia Commons: Cyberbullying: Freie Medien zum Thema Cybermobbing.
Links
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