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D9 M - Präsentieren mit Medien

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D9 M - Präsentieren mit Medien




D9 M - Präsentieren mit Medien


Einleitung

Eine gute Präsentation ist mehr als eine Reihe schöner Folien. Du verbindest dabei Inhalt, Gliederung, freie Rede, Körpersprache, Stimme, Visualisierung, Quellenangaben und adressatengerechte Gestaltung zu einem stimmigen Ganzen. Genau das trainierst Du in diesem aiMOOC auf dem Niveau der Klasse 9, M-Niveau.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Medien zu benutzen. Ein Medium ist dann sinnvoll, wenn es dem Publikum hilft, etwas schneller, genauer oder anschaulicher zu verstehen. Eine Folie mit einem gut ausgewählten Bild kann nützlich sein. Zehn Animationen, die nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen, können dagegen vom Inhalt ablenken. Auch Deine Stimme, Deine Haltung und Dein Blickkontakt wirken wie Medien: Sie transportieren Bedeutung und beeinflussen, wie verständlich und glaubwürdig Dein Vortrag erscheint.

In diesem aiMOOC lernst Du deshalb nicht nur, wie Du präsentierst, sondern auch, warum eine bestimmte Gestaltung in einer bestimmten Situation funktioniert. Du vergleichst positive und problematische Beispiele, entwickelst eigene Präsentationen und reflektierst die Wirkung auf verschiedene Zielgruppen.


Das Grundprinzip: Alles muss zusammenpassen

Eine starke Präsentation entsteht, wenn die einzelnen Bereiche aufeinander abgestimmt sind. Eine klare Gliederung hilft wenig, wenn Du sie nur von der Folie abliest. Eine gute Stimme kann einen Vortrag beleben, aber fehlende Quellen nicht ersetzen. Eine perfekte Grafik ist nutzlos, wenn niemand im Raum ihre Beschriftung lesen kann.

Bereich Leitfrage Gelungenes Beispiel Problematisches Beispiel
Gliederung Können die Zuhörenden dem roten Faden folgen? Einleitung, nachvollziehbarer Hauptteil und klarer Schluss greifen ineinander. Themen werden ohne erkennbare Verbindung aneinandergereiht.
Freie Rede Sprichst Du zum Publikum oder zu Deinem Manuskript? Du nutzt Stichwörter und formulierst überwiegend frei. Du liest ganze Absätze mit gesenktem Blick vor.
Körpersprache Unterstützen Haltung, Gestik und Blick Deinen Inhalt? Du stehst stabil, wendest Dich dem Publikum zu und gestikulierst passend. Du drehst Dich dauerhaft zur Leinwand oder spielst nervös mit Gegenständen.
Stimme Sind Tempo, Lautstärke, Betonung und Pausen verständlich? Wichtige Aussagen werden betont und durch Pausen gegliedert. Alles klingt gleich schnell, gleich laut und ohne Pausen.
Visualisierung Macht das Medium den Inhalt verständlicher? Eine einfache Grafik zeigt genau den Zusammenhang, den Du erklärst. Eine Folie ist mit Text, Cliparts, Animationen und Farben überladen.
Quellen Können andere nachvollziehen, woher Informationen und Medien stammen? Aussagen, Bilder und Daten werden mit überprüfbaren Quellen belegt. Unter einem Bild steht nur „Quelle: Google“.
Adressatenbezug Passt Sprache und Gestaltung zum Publikum? Fachbegriffe werden erklärt, wenn sie nicht vorausgesetzt werden können. Die Präsentation benutzt unerklärte Spezialbegriffe und winzige Schrift.


Präsentation planen


Auftrag, Ziel und Publikum klären

Bevor Du Folien gestaltest, klärst Du die Rahmenbedingungen. Ein Vortrag vor Deiner Klasse ist anders als eine Präsentation beim Elternabend, bei einer Ausbildungsmesse oder vor einer Gruppe jüngerer Schülerinnen und Schüler. Adressatengerechte Kommunikation bedeutet, Inhalt, Sprache, Beispiele und Medien an die Menschen anzupassen, die Dir zuhören.

Eine hilfreiche Planungsfrage lautet: Was sollen meine Zuhörenden am Ende verstanden haben, behalten oder tun können? Dieses Ziel bestimmt Deine Auswahl. Nicht jede recherchierte Information gehört automatisch in den Vortrag.

Situation Gelungene Entscheidung Problematische Entscheidung Begründung
Du erklärst Fünftklässlern den Treibhauseffekt. Du verwendest einfache Begriffe, eine verständliche Skizze und erklärst neue Fachwörter. Du übernimmst ungeklärte Fachbegriffe aus einem wissenschaftlichen Artikel. Die Vorkenntnisse der Zielgruppe müssen berücksichtigt werden.
Du präsentierst in Klasse 9 Ergebnisse einer Umfrage. Du zeigst die wichtigsten Ergebnisse in einem übersichtlichen Diagramm. Du liest 80 Einzelwerte aus einer Tabelle vor. Das Medium soll einen Zusammenhang sichtbar machen, nicht Rohdaten vervielfachen.
Du stellst einen Ausbildungsberuf vor. Du kombinierst Aufgaben, Anforderungen und ein konkretes Fallbeispiel. Du zeigst nur Werbeslogans eines Unternehmens. Eine schulische Präsentation soll informieren und Quellen kritisch nutzen.
Du präsentierst vor einer großen Gruppe. Du prüfst Schriftgröße, Kontrast und Lautstärke aus der letzten Reihe. Du gestaltest alles nur am Laptop aus 50 Zentimetern Entfernung. Präsentationen müssen unter realen Bedingungen funktionieren.


Ein roter Faden statt Materialsammlung

Die klassische Grundstruktur Einleitung – Hauptteil – Schluss ist für viele Präsentationen sinnvoll. Sie ist kein starres Gesetz, aber sie hilft Dir, Informationen sinnvoll anzuordnen. In der Rhetorik gehört die Gliederung einer Rede zu den grundlegenden Arbeitsschritten.

Eine gute Einleitung beantwortet schnell drei Fragen: Worum geht es? Warum ist das Thema wichtig? Was erwartet das Publikum? Der Hauptteil ordnet die wichtigsten Gedanken. Der Schluss bündelt die Kernaussage und führt zu einer Folgerung, einem Ausblick oder einer Frage.

Beispielthema: „Soll unser Schulhof stärker begrünt werden?“

Abschnitt Positives Beispiel Problematisches Beispiel
Einstieg Du zeigst zwei kontrastierende Fotos eines stark versiegelten und eines begrünten Schulhofs und fragst: „Wo würdet Ihr Euch in der Pause lieber aufhalten?“ Du beginnst mit: „Heute halte ich meine Präsentation über Schulhöfe.“
Gliederung Du kündigst drei Punkte an: heutige Situation, mögliche Veränderungen, begründeter Vorschlag. Du zeigst sieben Unterpunkte, springst später aber mehrfach zwischen ihnen.
Hauptteil Jeder Abschnitt beantwortet eine klare Teilfrage und führt zur nächsten. Du präsentierst alles, was Du bei der Recherche gefunden hast.
Schluss Du fasst zwei entscheidende Argumente zusammen und formulierst einen konkreten Vorschlag. Du sagst nur: „Ja, das war es eigentlich.“


Übergänge machen den Aufbau hörbar

Eine Gliederung ist erst dann wirklich hilfreich, wenn Dein Publikum sie auch hören kann. Übergänge verbinden einzelne Abschnitte miteinander. Formulierungen wie „Nachdem wir die Ausgangslage betrachtet haben, geht es jetzt um mögliche Lösungen“ machen den roten Faden deutlich.

Problematisch ist ein Vortrag, bei dem Folie 4, Folie 5 und Folie 6 zwar logisch sortiert sind, der Sprecher aber kommentarlos weiterklickt. Dann muss das Publikum die Struktur selbst erraten.


Frei sprechen


Stichwörter statt ausformulierter Seiten

Freies Sprechen bedeutet nicht, unvorbereitet zu reden. Im Gegenteil: Gute freie Rede entsteht durch gründliche Vorbereitung. Du kennst Deine Gliederung, verstehst Deine Inhalte und verwendest nur so viele Notizen, wie Du wirklich brauchst.

Ein vollständiges Manuskript kann Sicherheit geben, führt aber leicht dazu, dass Du vorliest. Stichwortkarten oder eine übersichtliche Moderationsansicht können besser funktionieren. Auf einer Karte können beispielsweise nur stehen: Problem – Beispiel – Ursache – Übergang.

Notiz Wirkung
„Versiegelter Hof – Hitze – Foto erklären – Frage an Klasse“ Hilft beim freien Formulieren und erinnert an die Reihenfolge.
„Auf dieser Folie sehen wir die klimatischen Auswirkungen versiegelter Schulhofflächen, und wie man erkennen kann …“ Verführt zum Vorlesen und bindet den Blick an den Text.


Folien sind keine Teleprompter

Wenn auf der Leinwand exakt derselbe Text steht, den Du laut vorliest, konkurrieren Lesen und Zuhören miteinander. Besser ist eine Arbeitsteilung: Die Folie zeigt, Du erklärst.

Ein Foto kann beispielsweise eine Situation zeigen, während Du deren Bedeutung erklärst. Ein Diagramm kann eine Entwicklung sichtbar machen, während Du die wichtigste Aussage formulierst. Ein Schlüsselbegriff kann Orientierung geben, während Du ein Beispiel erzählst.


Sprechproben sind Teil der Vorbereitung

Eine Präsentation sollte mindestens einmal laut geprobt werden. Beim stillen Durchlesen merkst Du oft nicht, dass Sätze zu lang sind, Übergänge fehlen oder eine Erklärung mehr Zeit braucht als erwartet. Eine Probe hilft außerdem, die Dauer realistisch einzuschätzen.

Positiv: Du probst mit Timer, sprichst laut, klickst Deine Medien durch und markierst schwierige Stellen.

Problematisch: Du gestaltest bis spät am Vorabend Folien, hast Deinen Vortrag aber noch nie vollständig gesprochen.


Körpersprache


Haltung, Gestik, Mimik und Blickkontakt

Körpersprache umfasst unter anderem Gestik, Mimik, Körperhaltung, Bewegung und Blickkontakt. Beim Präsentieren kann sie Deine gesprochenen Aussagen unterstützen. Entscheidend ist nicht eine angeblich „perfekte Pose“, sondern eine stimmige, verständliche und dem Publikum zugewandte Präsenz.

Bereich Positives Beispiel Problematisches Beispiel
Stand Du stehst stabil und so, dass weder Leinwand noch Publikum verdeckt werden. Du wippst ständig von einem Fuß auf den anderen.
Blickkontakt Du lässt Deinen Blick ruhig durch verschiedene Bereiche des Raumes wandern. Du schaust nur zur Lehrkraft oder nur auf den Laptop.
Gestik Deine Hände verdeutlichen Größen, Richtungen oder Gegensätze passend zum Inhalt. Du wiederholst dieselbe Geste pausenlos oder fummelst an einem Stift.
Mimik Deine Mimik passt zur Aussage und wirkt natürlich. Du versuchst künstlich ein Dauerlächeln zu halten.
Position Du wechselst Deinen Standort bewusst, etwa bei einem neuen Abschnitt. Du läufst ohne erkennbaren Grund ständig vor der Leinwand hin und her.


Körpersprache nicht überinterpretieren

Ein einzelnes Signal verrät nicht sicher, was ein Mensch denkt. Verschränkte Arme können viele Gründe haben; fehlender Blickkontakt kann Nervosität, Konzentration, kulturelle Gewohnheiten oder etwas ganz anderes bedeuten. Seriös ist deshalb: Beobachte die Gesamtwirkung, aber behaupte nicht, aus einer einzelnen Geste Wahrheit, Lüge oder Charakter ablesen zu können.


Der Blick gehört zum Publikum

Ein typischer Fehler entsteht beim Umgang mit Folien: Du willst auf etwas zeigen und drehst Dich dabei vollständig zur Leinwand. Kurz etwas zu markieren ist kein Problem. Wenn Du aber lange mit dem Rücken zur Gruppe sprichst, gehen Blickkontakt und Verständlichkeit verloren.

Eine gute Lösung ist, erst kurz zur Darstellung zu schauen oder auf sie zu zeigen und dann wieder zum Publikum zu sprechen.


Stimme und Sprechweise


Lautstärke, Tempo, Artikulation und Pausen

Deine Stimme strukturiert den Vortrag. Eine verständliche Präsentation braucht nicht ständig maximale Lautstärke. Wichtiger sind passende Lautstärke, deutliches Sprechen, angemessenes Tempo, Betonung und Pausen.

Stimmlicher Bereich Gelungen Problematisch
Lautstärke Auch die letzte Reihe kann Dich ohne Anstrengung verstehen. Du sprichst nur in Richtung Laptop und wirst nach hinten kaum gehört.
Tempo Schwierige Gedanken erklärst Du etwas langsamer, einfache Übergänge flüssiger. Du sprichst wegen Nervosität immer schneller.
Pausen Nach einer wichtigen Aussage lässt Du kurz Zeit zum Verarbeiten. Du füllst jede Pause sofort mit „äh“, „also“ oder „irgendwie“.
Betonung Schlüsselwörter werden hörbar hervorgehoben. Jeder Satz klingt gleich.
Artikulation Wortenden und Fachbegriffe sind deutlich verständlich. Silben werden verschluckt, weil das Tempo zu hoch ist.


Eine einfache Stimmübung

Sprich denselben Satz dreimal: „Diese Grafik zeigt den wichtigsten Unterschied.“ Beim ersten Mal betonst Du „Grafik“, beim zweiten „wichtigsten“, beim dritten „Unterschied“. Beobachte, wie sich die Bedeutung verändert. So merkst Du, dass Betonung nicht nur „schöner Klang“ ist, sondern Inhalte lenkt.

Eine weitere Übung: Markiere in Deinen Stichworten Stellen für kurze Pausen mit einem Schrägstrich. Beim Proben achtest Du darauf, diese Pausen wirklich auszuhalten.


Visualisierung und Medieneinsatz


Medien sollen Denken erleichtern

Visualisierung bedeutet, Informationen so darzustellen, dass Zusammenhänge sichtbar werden. Geeignete Medien können Fotos, Grafiken, Diagramme, Karten, Gegenstände, kurze Audioausschnitte, Videos, Tafelbilder oder Präsentationsfolien sein.

Ein Medium ist nicht automatisch gut, nur weil es digital ist. Ein echter Gegenstand kann manchmal besser funktionieren als eine Folie. Eine selbst gezeichnete Skizze kann verständlicher sein als eine komplizierte Animation.


Gute und schlechte Folien

Gestaltung Positives Beispiel Problematisches Beispiel
Textmenge Eine Folie enthält eine klare Überschrift und nur die Informationen, die für diesen Schritt nötig sind. Eine ganze Buchseite wurde in 14-Punkt-Schrift auf die Folie kopiert.
Bild Ein Bild hat eine erkennbare Funktion und wird im Vortrag aufgegriffen. Ein beliebiges Symbolbild füllt Platz, ohne etwas zu erklären.
Kontrast Schrift und Hintergrund sind klar unterscheidbar. Hellgraue Schrift steht auf einem unruhigen Foto.
Schriftgröße Die Schrift ist auch aus größerer Entfernung gut lesbar. Quellen und Achsenbeschriftungen sind so klein, dass nur die erste Reihe sie entziffern kann.
Animation Eine Einblendung wird genutzt, wenn sie einen Ablauf schrittweise erklärt. Jeder Stichpunkt fliegt mit einem anderen Effekt ein.
Diagramm Die Darstellung hebt genau den Vergleich hervor, über den Du sprichst. Ein 3D-Diagramm verzerrt Größenverhältnisse und enthält unnötige Effekte.
Einheitlichkeit Überschriften, Schriftarten und Anordnung folgen einem wiedererkennbaren System. Jede Folie besitzt andere Farben, Schriften und Layouts.


Es gibt keine magische Folienregel

Regeln wie „maximal sechs Wörter pro Zeile“ oder „immer genau eine Minute pro Folie“ können als grobe Orientierung dienen, sind aber keine Naturgesetze. Entscheidend ist die Funktion. Eine Landkarte braucht andere Gestaltung als ein Zitat, ein Diagramm oder eine Bildanalyse.

Frage bei jeder Folie: Was soll das Publikum hier erkennen? Wenn Du darauf keine klare Antwort hast, brauchst Du die Folie vielleicht nicht.


Diagramme richtig erklären

Ein Diagramm sollte nicht einfach eingeblendet und dem Publikum überlassen werden. Du führst hinein:

Positiv: „Auf der waagerechten Achse seht Ihr die Monate. Entscheidend ist der starke Anstieg zwischen Mai und Juli. Genau dieser Abschnitt erklärt unsere nächste Frage.“

Problematisch: „Hier ist noch eine Grafik. Ihr könnt Euch die ja kurz anschauen.“

Zu einer guten Erklärung gehören bei Bedarf Titel, Achsen, Einheit, Vergleich, auffälliger Wert und Bedeutung. Bei fremden Daten gehört außerdem eine Quellenangabe dazu.


Medienmix mit Absicht

Verschiedene Medien können Abwechslung schaffen, aber ein Wechsel sollte begründet sein. Du kannst zum Beispiel mit einem Foto einsteigen, im Hauptteil ein Diagramm erklären und am Ende eine kurze Abstimmung durchführen. Das ist sinnvoll, wenn jedes Element eine andere Aufgabe übernimmt.

Problematisch wäre: Präsentationsfolie, Video, GIF, Musik, Online-Umfrage, Meme und Animation innerhalb von zwei Minuten, nur weil die Programme diese Möglichkeiten anbieten.


Quellenangaben und Glaubwürdigkeit


Woher stammt Deine Information?

Eine Quellenangabe macht die Herkunft einer Information nachvollziehbar. Sie ist kein Beweis dafür, dass eine Aussage automatisch richtig ist. Deshalb gehören Quellen nennen und Quellen prüfen zusammen.

Für eine schulische Präsentation solltest Du mindestens erkennen können, wer etwas veröffentlicht hat, was veröffentlicht wurde, wann es veröffentlicht wurde und wo es auffindbar ist. Je nach Quelle kommen Verlag, Ausgabe, Seitenzahl, URL, Abrufdatum oder DOI hinzu.


„Google“ ist keine Quelle

Eine Suchmaschine hilft Dir, Quellen zu finden. Sie ist aber normalerweise nicht die Quelle des Inhalts.

Problematisch Besser
„Quelle: Google“ Die konkrete Webseite, das Buch, die Statistik oder das Bild nennen.
„Quelle: Internet“ Autor oder Institution, Titel, Datum und Fundort angeben.
Ein Bild ohne Nachweis übernehmen. Urheber, Plattform beziehungsweise Sammlung, Lizenz und Fundstelle dokumentieren.
Eine Zahl aus einem Social-Media-Post übernehmen, ohne Herkunft zu prüfen. Wenn möglich zur ursprünglichen Statistik oder Veröffentlichung zurückgehen.
Quellen erst nach der Präsentation irgendwie zusammensuchen. Schon bei der Recherche Quellen sofort festhalten.


Quellen direkt an der passenden Stelle

Bei Diagrammen, Bildern und Zitaten ist eine kurze Quellenangabe direkt auf der Folie oft hilfreich. Ein vollständiges Quellenverzeichnis kann zusätzlich am Ende stehen. Entscheidend ist, dass die Zuordnung eindeutig bleibt.

Beispiel für ein frei lizenziertes Bild:

ChrisEngelsma: Microphone.jpg, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0, Fundstelle: Wikimedia Commons, Abrufdatum: TT.MM.JJJJ.

Für Deine Präsentation musst Du die tatsächlich geltenden Lizenzbedingungen der jeweiligen Datei prüfen. Bei Creative Commons können beispielsweise Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen oder andere Vorgaben eine Rolle spielen.


Gute Quellen auswählen

Beurteile Quellen nicht nur nach ihrem Aussehen. Frage: Wer ist verantwortlich? Ist der Inhalt nachvollziehbar belegt? Wie aktuell muss die Information sein? Gibt es ein wirtschaftliches oder politisches Interesse? Lässt sich eine zentrale Aussage durch eine zweite zuverlässige Quelle überprüfen?

Bei zeitabhängigen Themen ist Aktualität besonders wichtig. Bei historischen Grundinformationen kann eine ältere wissenschaftliche Quelle weiterhin geeignet sein.


Adressatengerecht gestalten


Für wen sprichst Du?

Eine Präsentation wird nicht „für die Folien“ erstellt, sondern für Menschen. Adressatengerechte Gestaltung verbindet deshalb Sprache, Beispiele, Tempo, Medien und Erklärungen.

Zielgruppe Passende Gestaltung Mögliche Fehlentscheidung
Klasse 9 Klare Fachsprache mit Erklärungen, lebensnahe Beispiele, übersichtliche Visualisierungen. Entweder kindliche Vereinfachung oder ungeklärte Hochschulbegriffe.
Fünftklässler Kürzere Erklärschritte, konkrete Beispiele, größere visuelle Orientierung. Voraussetzen, dass alle Fachbegriffe bekannt sind.
Fachpublikum Präzisere Fachbegriffe und stärker verdichtete Informationen sind möglich. Grundlagen zehn Minuten lang erklären, die allen längst bekannt sind.
Öffentliche Veranstaltung Unterschiedliche Vorkenntnisse einplanen und zentrale Begriffe verständlich erklären. Insiderwissen und Abkürzungen voraussetzen.


Zugänglichkeit ist Teil guter Gestaltung

Adressatengerecht bedeutet auch, mögliche Einschränkungen mitzudenken. Wichtige Informationen sollten nicht ausschließlich durch Farbe unterschieden werden. Schrift und Hintergrund brauchen ausreichenden Kontrast. Videos sollten, wenn möglich, verständliche Untertitel besitzen. Diagramme brauchen lesbare Beschriftungen. Wer ausschließlich sagt „Wie Ihr am roten Teil seht“, kann Menschen ausschließen, die Farben anders wahrnehmen.


Präsentieren als Zusammenspiel


Ein durchgehendes positives Beispiel

Stell Dir vor, Du präsentierst fünf Minuten zum Thema „Wie kann unsere Schule Lebensmittelverschwendung verringern?“

Du startest mit einem Foto eines übrig gebliebenen Pausenbrots und einer kurzen Frage. Danach nennst Du Dein Ziel: Ursachen verstehen und zwei realistische Maßnahmen vergleichen. Deine Gliederung besteht aus drei Schritten. Du sprichst überwiegend frei und nutzt pro Abschnitt nur wenige Stichwörter. Eine einfache Grafik zeigt Ergebnisse einer selbst durchgeführten Klassenumfrage; Du erklärst zuerst, wie die Daten erhoben wurden, dann die wichtigste Aussage. Die Quelle der Hintergrundinformation steht klein, aber lesbar auf der Folie und vollständig im Quellenverzeichnis. Während Du sprichst, schaust Du in die Klasse, stehst ruhig und setzt Gesten sparsam ein. Vor der Schlussfolgerung machst Du eine kurze Pause. Am Ende greifst Du die Einstiegsfrage erneut auf und formulierst einen begründeten Vorschlag.

Hier greifen Gliederung, Rede, Stimme, Körper, Visualisierung, Quelle und Adressatenbezug ineinander.


Ein durchgehendes problematisches Beispiel

Du startest mit einer automatisch abgespielten Musik. Die erste Folie enthält fünf Logos, drei GIFs und den Titel in einer schwer lesbaren Schrift. Du sagst: „Ich habe eigentlich nicht so viel vorbereitet.“ Anschließend liest Du komplette Textblöcke ab. Die Schrift ist klein, und während des Lesens schaust Du zur Wand. Eine Statistik wird ohne Titel und Quelle gezeigt. Auf Nachfrage sagst Du, sie sei „irgendwo von Google“. Du sprichst sehr schnell, weil Du die Zeit überschreitest. Zwei Folien werden übersprungen, eine Videoverbindung funktioniert nicht, und Du hast keine Ersatzlösung. Der Schluss lautet: „Mehr weiß ich jetzt auch nicht.“

Dieses Beispiel zeigt, dass Fehler selten nur einen Bereich betreffen. Eine schlechte Planung erzeugt Zeitdruck; Zeitdruck verändert die Stimme; zu viel Folientext fördert das Ablesen; Ablesen schwächt Blickkontakt; fehlende Quellen verringern die Nachprüfbarkeit.


Umgang mit Technik und Pannen


Technik vorher testen

Technik ist hilfreich, aber störanfällig. Prüfe deshalb vorher Dateiformat, Beamer, Ton, Internetzugang, eingebettete Videos und benötigte Adapter. Wenn möglich, speichere eine zusätzliche PDF-Version Deiner Folien. Bei einem unverzichtbaren Online-Inhalt brauchst Du eine Ersatzidee.

Positiv: Das Video startet nicht. Du sagst kurz: „Dann zeige ich Euch stattdessen das Standbild und erkläre den entscheidenden Punkt direkt.“

Problematisch: Du klickst drei Minuten lang durch Menüs, entschuldigst Dich ständig und verlierst den roten Faden.


Souverän mit Fehlern umgehen

Ein Versprecher ist kein Grund, neu anzufangen. Korrigiere Dich knapp und sprich weiter. Wenn Du eine Zahl nicht sicher weißt, erfinde nichts. Du kannst sagen, dass Du sie nachprüfen musst. Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Fehlerfreiheit, sondern auch durch einen sachlichen Umgang mit Unsicherheit.


Fragen aus dem Publikum

Eine Fragerunde gehört bei vielen Präsentationen zur Kommunikation. Höre die Frage vollständig an, bevor Du antwortest. Bei unklaren Fragen kannst Du nachfragen. Wenn Du die Antwort nicht weißt, ist eine ehrliche Grenze besser als eine erfundene Behauptung.

Situation Gelungene Reaktion Problematische Reaktion
Du hast die Frage akustisch nicht verstanden. „Kannst Du den letzten Teil bitte wiederholen?“ Du beantwortest irgendeine andere Frage.
Du kennst die Antwort nicht sicher. „Das habe ich nicht zuverlässig recherchiert. Ich würde es nachprüfen.“ Du nennst spontan eine erfundene Zahl.
Jemand widerspricht Deiner Bewertung. Du fragst nach der Begründung und beziehst Dich sachlich darauf. Du wertest die Person ab oder wirst persönlich.
Die Frage führt weit vom Thema weg. Du markierst die Grenze und bietest an, später darüber zu sprechen. Du lässt Deine gesamte Schlussphase entgleisen.


Checkliste vor dem Vortrag

Nutze die folgende Übersicht nicht als starres Punktesystem, sondern als letzte Qualitätsprüfung.

Prüffrage Ja Noch verbessern
Ist mein Ziel in einem Satz klar?
Erkennen die Zuhörenden Einleitung, Hauptteil und Schluss?
Kann ich überwiegend mit Stichwörtern frei sprechen?
Sind Schrift, Bilder und Diagramme aus der letzten Reihe erkennbar?
Erkläre ich Medien, statt sie nur einzublenden?
Sind wichtige Aussagen und Medien mit nachvollziehbaren Quellen belegt?
Passt meine Sprache zur Zielgruppe?
Habe ich Lautstärke, Tempo, Pausen und Betonung geprobt?
Unterstützen Haltung, Gestik und Blickkontakt meinen Vortrag?
Habe ich Technik getestet und eine Ersatzlösung?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Funktion einer Gliederung in einer Präsentation? (Sie macht den roten Faden für das Publikum nachvollziehbar) (!Sie ersetzt die inhaltliche Recherche) (!Sie bestimmt automatisch die Schriftgröße) (!Sie verhindert jede Rückfrage)




Was unterstützt freie Rede am besten? (Stichwörter und eine sicher beherrschte Gliederung) (!Ein vollständig ausformulierter Text auf jeder Folie) (!Das Ablesen vom Bildschirm) (!Möglichst viele Animationen)




Welche Aussage zu Körpersprache ist angemessen? (Körpersprache kann die gesprochene Botschaft unterstützen) (!Eine einzelne Geste beweist sicher eine Lüge) (!Verschränkte Arme bedeuten immer Ablehnung) (!Blickkontakt ist bei jeder Person gleich zu deuten)




Welche Sprechweise fördert Verständlichkeit? (Angemessenes Tempo mit Betonung und sinnvollen Pausen) (!Möglichst schnelles Sprechen ohne Pausen) (!Jeder Satz in exakt gleicher Tonhöhe) (!Leises Sprechen nur in Richtung Laptop)




Wann ist eine Visualisierung besonders sinnvoll? (Wenn sie einen für den Vortrag wichtigen Zusammenhang verständlich macht) (!Wenn auf jeder Folie möglichst viele Bilder stehen) (!Wenn sie den gesamten Sprechtext ersetzt) (!Wenn sie unabhängig vom Thema beeindruckend aussieht)




Warum ist Google normalerweise keine ausreichende Quellenangabe? (Eine Suchmaschine ist nicht automatisch die ursprüngliche Informationsquelle) (!Weil Suchmaschinen keine Webseiten anzeigen) (!Weil nur gedruckte Bücher als Quellen gelten) (!Weil Quellen in Präsentationen nie genannt werden müssen)




Was bedeutet adressatengerechtes Präsentieren? (Inhalt Sprache Beispiele und Medien an das Publikum anzupassen) (!Für jede Zielgruppe dieselben Fachbegriffe zu verwenden) (!Nur die Interessen des Vortragenden zu berücksichtigen) (!Möglichst kompliziert zu formulieren)




Wie gehst Du sinnvoll mit einer technischen Panne um? (Du nutzt möglichst ruhig eine vorbereitete Ersatzlösung) (!Du brichst die Präsentation sofort ab) (!Du klickst mehrere Minuten kommentarlos durch Menüs) (!Du gibst dem Publikum die Schuld)




Was solltest Du bei einem Diagramm im Vortrag tun? (Du erklärst gezielt was zu sehen ist und welche Aussage wichtig ist) (!Du blendest es nur kurz ein und sprichst über etwas anderes) (!Du entfernst Titel und Beschriftungen) (!Du verwendest möglichst viele dreidimensionale Effekte)




Wie reagierst Du sinnvoll auf eine Frage deren Antwort Du nicht sicher weißt? (Du sagst offen dass Du die Information nachprüfen musst) (!Du erfindest eine plausible Zahl) (!Du wechselst ohne Hinweis das Thema) (!Du behauptest die Frage sei unwichtig)





Memory

Roter Faden Nachvollziehbare Verbindung der Vortragsteile
Stichwortkarte Unterstützung für freie Rede
Blickkontakt Zuwendung zum Publikum
Sprechpause Zeit zum Verarbeiten einer wichtigen Aussage
Diagramm Visualisierung von Daten und Zusammenhängen
Quellenangabe Nachweis der Herkunft einer Information
Zielgruppe Personen für die eine Präsentation gestaltet wird
Backup Ersatzlösung bei technischen Problemen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einleitung Interesse wecken und Thema eröffnen
Hauptteil Zentrale Inhalte nachvollziehbar entwickeln
Schluss Kernaussage bündeln und abrunden
Stichwörter Freies Formulieren unterstützen
Blickkontakt Verbindung zum Publikum herstellen
Visualisierung Zusammenhänge sichtbar machen
Quellenverzeichnis Herkunft verwendeter Informationen dokumentieren




...


Kreuzworträtsel

Gliederung Wie heißt die geordnete Struktur aus zusammenhängenden Vortragsteilen?
Blickkontakt Wie heißt die visuelle Zuwendung zu den Zuhörenden?
Quellenangabe Wie heißt der nachvollziehbare Hinweis auf die Herkunft einer Information?
Visualisierung Wie heißt die anschauliche Darstellung von Informationen mit Bildern Grafiken oder Diagrammen?
Publikum Wie nennt man die Menschen die einer Präsentation zuhören?
Sprechtempo Wie heißt die Geschwindigkeit mit der jemand spricht?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine überzeugende Präsentation braucht einen erkennbaren

.
Beim freien Sprechen helfen gut vorbereitete

.
Die Folie sollte den Vortrag unterstützen und nicht als

dienen.
Durch bewusst gesetzte

kann das Publikum wichtige Aussagen besser verarbeiten.
Eine dem Publikum zugewandte Haltung unterstützt die

.
Ein Diagramm sollte im Vortrag nicht nur gezeigt sondern auch

werden.
Eine Suchmaschine wie Google ist normalerweise nicht die ursprüngliche

.
Bei fremden Bildern musst Du die geltenden

beachten.
Sprache Beispiele und Medien sollen zur jeweiligen

passen.
Eine technische Ersatzlösung nennt man häufig ein

.
Bei einer Fragerunde ist eine ehrliche Unsicherheit besser als eine

.
Eine gute Präsentation verbindet Inhalt Rede Körper Stimme Medien und Quellen zu einem

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Folienanalyse: Suche zwei Präsentationsfolien aus schulischen Materialien oder erstelle selbst zwei Beispiele. Kennzeichne bei jeder Folie, was die Verständlichkeit unterstützt und was sie erschwert.
  2. Stimmprobe: Nimm einen 30-sekündigen Vortrag zweimal auf. Sprich beim zweiten Versuch bewusster mit Pausen und Betonungen. Beschreibe anschließend drei Unterschiede in der Wirkung.
  3. Stichwortkarte: Verwandle einen ausformulierten Absatz in eine Stichwortkarte, mit der Du denselben Inhalt frei erklären kannst.
  4. Quellencheck: Wähle ein Bild von Wikimedia Commons und notiere Urheber, Dateiname, Lizenz und Fundstelle so, dass jemand anderes die Datei wiederfinden kann.


Standard

  1. Mini-Präsentation: Halte einen dreiminütigen Vortrag mit genau einem sinnvollen Medium. Begründe danach, warum dieses Medium dem Verständnis geholfen hat.
  2. Adressatenwechsel: Erkläre dasselbe Thema einmal für Fünftklässler und einmal für Deine Klasse. Verändere Sprache, Beispiele und Visualisierung und dokumentiere Deine Entscheidungen.
  3. Körpersprache analysieren: Filme eine kurze Präsentationsprobe von Dir. Beobachte Stand, Gestik, Blickkontakt und Bewegungen. Formuliere zwei konkrete Verbesserungsziele, ohne einzelne Gesten psychologisch zu überdeuten.
  4. Diagramm erklären: Erstelle aus selbst erhobenen Daten ein einfaches Diagramm. Formuliere einen 45-sekündigen Sprechtext, der die Darstellung erklärt, die wichtigste Aussage benennt und die Datengrundlage transparent macht.


Schwer

  1. Präsentationsvergleich: Entwickle zwei Versionen derselben zweiminütigen Präsentation: eine bewusst problematische und eine deutlich verbesserte. Lass Mitschülerinnen und Mitschüler die Wirkung vergleichen und werte die Rückmeldungen aus.
  2. Medienkonzept: Plane eine achtminütige Präsentation mit mindestens drei unterschiedlichen Medienarten. Begründe für jedes Medium Funktion, Zeitpunkt und Alternative bei einer technischen Panne.
  3. Quellenkritik: Recherchiere eine strittige oder aktuelle Aussage bei mindestens drei Quellen. Vergleiche Autorenschaft, Aktualität, Belege und mögliche Interessen und entscheide begründet, welche Quelle Du in einer Präsentation verwenden würdest.
  4. Präsentationsprojekt: Entwickle einen vollständigen Vortrag für eine reale Zielgruppe außerhalb Deiner Klasse, zum Beispiel eine jüngere Klasse, einen Verein oder eine schulische Arbeitsgemeinschaft. Hole Feedback ein und überarbeite Gliederung, Sprache, Visualisierung und Quellenangaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Gliederung und Medien: Eine Präsentation besitzt gute Folien, wirkt aber trotzdem unverständlich. Erkläre mindestens drei mögliche Ursachen aus den Bereichen Gliederung, freie Rede, Stimme und Körpersprache und beschreibe passende Verbesserungen.
  2. Adressatenanalyse: Du sollst denselben Inhalt zuerst vor Deiner Klasse und anschließend vor Eltern präsentieren. Entwickle konkrete Veränderungen an Sprache, Beispielen, Medien und Erklärtempo und begründe jede Veränderung.
  3. Quellenproblem lösen: In einer Präsentation steht unter drei Bildern nur „Google Bilder“. Erkläre, warum das problematisch ist, und entwickle ein Verfahren, mit dem die Bildnachweise vor dem nächsten Vortrag korrekt dokumentiert werden.
  4. Visualisierung bewerten: Eine Folie zeigt ein buntes 3D-Diagramm mit vielen Kategorien und kleiner Schrift. Beschreibe nicht nur gestalterische Fehler, sondern erkläre, wie diese die Wahrnehmung und das Verständnis des Publikums beeinflussen können.
  5. Pannenszenario: Kurz vor Deinem Vortrag fällt das Internet aus und ein geplantes Online-Video funktioniert nicht. Entwickle eine fachlich gleichwertige Ersatzlösung, mit der der rote Faden erhalten bleibt.
  6. Wirkung reflektieren: Eine Schülerin spricht fachlich korrekt, aber sehr schnell, liest überwiegend ab und schaut selten ins Publikum. Entwickle einen Übungsplan für eine Woche, der freie Rede, Stimme und Körpersprache miteinander verbindet.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln aufzählst, sondern sie in einer eigenen Präsentation sichtbar anwenden und begründen kannst.

  1. Planungskompetenz: Du formulierst ein klares Präsentationsziel und berücksichtigst Zeit, Raum, Technik und Zielgruppe.
  2. Gliederungskompetenz: Deine Präsentation besitzt einen nachvollziehbaren roten Faden mit sinnvollen Übergängen.
  3. Sprechkompetenz: Du sprichst überwiegend frei, verständlich und mit angemessenem Tempo, Lautstärke, Betonung und Pausen.
  4. Körpersprache: Haltung, Gestik, Mimik und Blickkontakt unterstützen die Kommunikation, ohne künstlich zu wirken.
  5. Medienkompetenz: Du wählst Visualisierungen funktional aus und erklärst ihre Bedeutung im Vortrag.
  6. Quellenkompetenz: Informationen, Daten und Medien sind nachvollziehbar belegt und die Herkunft wurde kritisch geprüft.
  7. Adressatenorientierung: Sprache, Beispiele und Gestaltung passen zu den Vorkenntnissen und Bedürfnissen des Publikums.
  8. Reflexionskompetenz: Du kannst eigene Stärken, Schwächen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten anhand von Feedback benennen.




OERs zum Thema


Freie Medien zur Vertiefung

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien zeigen unterschiedliche Aspekte des Präsentierens und können zur Analyse von Vortragssituationen eingesetzt werden. Prüfe bei einer Weiterverwendung immer die jeweilige Lizenz auf der Dateiseite.


Quellen und weiterführende Artikel

Für die fachliche Vertiefung eignen sich insbesondere die Artikel Präsentation, Rhetorik, Körpersprache, Quellenangabe, Creative Commons, Urheberrecht, Visualisierung, Diagramm, Kommunikation und Medienkompetenz. Bei Präsentationsregeln solltest Du zwischen hilfreichen Gestaltungsprinzipien und scheinbar universellen Patentregeln unterscheiden.


Verknüpfte Lernbereiche


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