Zum Inhalt springen

D9 M - Diagramme, Tabellen und Infografiken in Texte überführen

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

D9 M - Diagramme, Tabellen und Infografiken in Texte überführen




Einleitung

Diagramme, Tabellen und Infografiken begegnen Dir in Zeitungen, Schulbüchern, sozialen Medien, wissenschaftlichen Texten und Präsentationen. Sie enthalten Informationen, die nicht einfach Zeile für Zeile gelesen werden. Solche Darstellungen nennt man nichtlineare Informationen. Deine Aufgabe besteht darin, die wesentlichen Aussagen zu erkennen, sinnvoll zu ordnen und anschließend in einen verständlichen, sachlichen Text zu überführen.

In diesem aiMOOC lernst Du, Diagramme, Tabellen und Infografiken systematisch auszuwerten. Du trainierst, Zahlen sprachlich präzise wiederzugeben, Entwicklungen und Unterschiede zu beschreiben, Auffälligkeiten zu erklären und Informationen aus einer Darstellung sachgerecht in einen eigenen Text einzubauen. Das ist besonders wichtig beim materialgestützten Schreiben, bei Erörterungen, Berichten, Präsentationen und Sachtextanalysen.

Der Kurs richtet sich an die Klasse 9 auf M-Niveau. Im Mittelpunkt steht nicht das bloße Ablesen einzelner Werte, sondern die Frage: Wie wird aus einer grafischen Darstellung ein guter zusammenhängender Text?

Arbeitsimpuls: Betrachte die Darstellung zunächst ohne einen Text zu schreiben. Welche Arten von Informationen können durch Position, Größe, Farbe, Form oder Linienführung sichtbar gemacht werden?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. nichtlineare Informationen gezielt erschließen und ihre Darstellungsform bestimmen.
  2. Titel, Thema, Quelle, Zeitraum, Bezugsgröße, Einheit, Achsen und Legende einer Darstellung erfassen.
  3. wichtige Werte von weniger wichtigen Einzelheiten unterscheiden.
  4. Vergleiche, Rangfolgen, Entwicklungen, Höchst- und Tiefstwerte sprachlich präzise beschreiben.
  5. zwischen Beschreibung, Deutung und Bewertung unterscheiden.
  6. Prozentangaben und Veränderungen in Prozentpunkten korrekt formulieren.
  7. Daten aus einer Grafik als Beleg in einen eigenen Sach- oder Argumentationstext einbauen.
  8. die Aussagekraft und mögliche Verzerrungen einer Visualisierung kritisch prüfen.


Nichtlineare Informationen verstehen

Ein Fließtext führt Informationen nacheinander in Sätzen und Absätzen an. Ein Diagramm oder eine Tabelle bietet Dir dagegen mehrere Informationen gleichzeitig. Du entscheidest selbst, wo Du mit dem Lesen beginnst und welche Beziehungen zwischen den Daten wichtig sind.

Die Abbildung zeigt beispielhaft, wie dieselben oder verwandte Daten in einer Tabelle und in unterschiedlichen Diagrammformen erscheinen können. Für Deine Auswertung bedeutet das: Du darfst nicht nur auf auffällige Formen oder Farben reagieren. Entscheidend ist immer, welche Daten dargestellt werden und welche Aussage sich daraus ableiten lässt.


Tabelle

Eine Tabelle ordnet Daten in Zeilen und Spalten. Sie eignet sich besonders dann, wenn genaue Einzelwerte wichtig sind.

Beim Lesen einer Tabelle prüfst Du:

  1. Was steht in den Zeilen und was in den Spalten?
  2. Welche Einheit wird verwendet?
  3. Gibt es Gesamtwerte, Teilwerte oder Durchschnittswerte?
  4. Welche Werte sind besonders hoch, besonders niedrig oder auffällig?
  5. Welche Werte lassen sich sinnvoll miteinander vergleichen?

Eine gute Versprachlichung zählt nicht jede Tabellenzelle nacheinander auf. Sie fasst zusammen, bildet Gruppen und hebt relevante Unterschiede hervor.


Säulen- und Balkendiagramm

Säulen- und Balkendiagramme vergleichen Größen miteinander. Die Länge beziehungsweise Höhe eines Balkens oder einer Säule entspricht einem Wert.

Beim Versprachlichen helfen Formulierungen wie:

  1. Den höchsten Wert weist ... auf.
  2. Deutlich geringer ist dagegen ...
  3. Zwischen ... und ... besteht nur ein geringer Unterschied.
  4. ... liegt ungefähr doppelt so hoch wie ...


Liniendiagramm

Ein Liniendiagramm eignet sich besonders dazu, Entwicklungen über einen Zeitraum sichtbar zu machen. Deshalb solltest Du beim Schreiben nicht jeden einzelnen Punkt isoliert nennen, sondern Phasen erkennen.

Typische Verlaufsformen sind:

  1. Anstieg
  2. Rückgang
  3. Schwankung
  4. Stagnation
  5. Höchststand
  6. Tiefpunkt
  7. Trendwende

Sprachlich kannst Du unterscheiden zwischen einem leichten, deutlichen, starken, gleichmäßigen oder sprunghaften Anstieg beziehungsweise Rückgang.


Kreisdiagramm

Ein Kreisdiagramm zeigt Anteile an einem Ganzen. Alle dargestellten Anteile ergeben zusammen das Ganze.

Diese Commons-Grafik stellt dieselben Daten als Kreis- und Balkendiagramm gegenüber. Sie zeigt damit eine wichtige Erkenntnis: Die Wahl der Darstellungsform beeinflusst, wie leicht Daten verglichen werden können. Ein Kreisdiagramm ist besonders geeignet, wenn Anteile eines Ganzen im Mittelpunkt stehen. Für genaue Größenvergleiche können Balken häufig leichter ablesbar sein.


Infografik

Eine Infografik verbindet häufig mehrere Elemente, zum Beispiel Diagramme, Symbole, Karten, kurze Texte, Zahlen und Bildzeichen. Deshalb musst Du zunächst herausfinden, welche Bestandteile zusammengehören.

Ein berühmtes historisches Beispiel ist Charles Joseph Minards Darstellung von Napoleons Russlandfeldzug. Sie verbindet räumlichen Verlauf, Truppenstärke und weitere Informationen in einer einzigen komplexen Visualisierung.

Arbeitsimpuls: Formuliere zunächst nur, welche Informationsarten Du in der Grafik erkennst. Versuche danach, zwei Informationen miteinander zu verknüpfen. Genau dieses Verknüpfen ist der Kern einer guten Versprachlichung.


Das Fünf-Schritte-Verfahren

Für die Arbeit mit Diagrammen, Tabellen und Infografiken kannst Du Dir fünf Schritte merken:


Schritt 1: Orientieren

Bevor Du einzelne Werte abliest, verschaffst Du Dir einen Überblick.

Kläre:

  1. Thema: Worum geht es?
  2. Darstellungsform: Tabelle, Balken-, Säulen-, Linien-, Kreisdiagramm oder Infografik?
  3. Quelle: Wer hat die Daten veröffentlicht?
  4. Zeitraum: Auf welches Jahr oder welche Zeitspanne beziehen sich die Angaben?
  5. Einheit: Prozent, Personen, Euro, Kilometer, Tonnen oder eine andere Größe?
  6. Bezugsgröße: Worauf beziehen sich die Werte?

Ein möglicher Einleitungssatz lautet:

Das vorliegende Säulendiagramm informiert über ... . Die Daten stammen von ... und beziehen sich auf ... . Die Angaben erfolgen in ... .


Schritt 2: Daten erfassen

Nun liest Du die Werte genau. Achte auf Achsenbeschriftungen, Skalierung, Legende, Farben und Fußnoten.

Ein authentisches Beispiel für eine komplexere demografische Darstellung ist die Bevölkerungspyramide Deutschlands für 2026:

Arbeitsimpuls: Bestimme zuerst, welche Größe auf der senkrechten und welche auf der waagerechten Achse dargestellt wird. Beschreibe danach nicht jede Altersgruppe einzeln, sondern suche größere Muster.


Schritt 3: Ordnen und gewichten

Ein guter Text ist keine vorgelesene Datentabelle. Du musst auswählen.

Frage Dich:

  1. Was ist die Hauptaussage?
  2. Welche zwei bis vier Beobachtungen sind besonders wichtig?
  3. Gibt es einen Höchst- oder Tiefstwert?
  4. Gibt es einen erkennbaren Trend?
  5. Welche Gruppen unterscheiden sich besonders deutlich?
  6. Gibt es Ausnahmen von einem allgemeinen Muster?

Ordne Deine Beobachtungen danach logisch, zum Beispiel vom Allgemeinen zum Besonderen, chronologisch oder vom größten zum kleinsten Wert.


Schritt 4: Versprachlichen

Jetzt formulierst Du aus Zahlen und visuellen Beziehungen vollständige Sätze. Achte auf abwechslungsreiche Verben und passende Verknüpfungen.

Beobachtung Geeignete Formulierungen
Anstieg steigt, nimmt zu, erhöht sich, wächst
Rückgang sinkt, nimmt ab, geht zurück, verringert sich
Konstanz bleibt stabil, verändert sich kaum, stagniert
Vergleich liegt über, liegt unter, ist höher als, ist niedriger als
Annäherung nähert sich an, der Abstand verringert sich
Abstand unterscheidet sich deutlich, weist einen Vorsprung auf
Höchstwert erreicht den höchsten Wert, bildet den Spitzenwert
Tiefstwert weist den niedrigsten Wert auf, erreicht den Tiefpunkt


Schritt 5: In den eigenen Text einbauen

Daten werden besonders überzeugend, wenn sie nicht isoliert stehen, sondern eine eigene Aussage stützen.

Ein sinnvoller Aufbau lautet:

Aussage → Datenbeleg → Erklärung → Folgerung

Beispiel für die Struktur:

Aussage: Ein bestimmtes Merkmal unterscheidet zwei Gruppen deutlich. Datenbeleg: Das Schaubild zeigt, dass der Wert der ersten Gruppe deutlich über dem der zweiten liegt. Erklärung: Dieser Unterschied ist für die Fragestellung bedeutsam, weil ... Folgerung: Daraus lässt sich für die weitere Argumentation ableiten, dass ...

So wird eine Grafik nicht nur beschrieben, sondern funktional in Deinen eigenen Text eingebunden.


Ein Erklärvideo als Lernhilfe

Das folgende Video von Planet Schule / ARD zeigt Schritt für Schritt, wie Schaubilder und Diagramme im Deutschunterricht analysiert, beurteilt und für materialgestütztes Schreiben genutzt werden können.

Beobachtungsauftrag: Notiere beim Ansehen jeweils einen Hinweis zu visueller Analyse, inhaltlicher Analyse, Beurteilung und argumentativer Verwendung.

Ein weiteres Erklärvideo zeigt die grundlegende Auswertung eines Diagramms:


Zahlen präzise ausdrücken


Ungefähre Werte

Nicht immer lässt sich ein Wert pixelgenau ablesen. Dann darfst Du vorsichtig formulieren:

  1. etwa oder ungefähr bei einem Näherungswert
  2. knapp unter bei einem Wert kurz unter einer Marke
  3. gut oder etwas mehr als bei einem Wert kurz über einer Marke
  4. nahezu bei einer starken Annäherung an einen Wert
  5. rund bei einer sinnvollen Rundung

Du darfst jedoch keine Genauigkeit vortäuschen, die die Darstellung gar nicht ermöglicht.


Prozent und Prozentpunkte unterscheiden

Die Begriffe Prozent und Prozentpunkt bedeuten nicht dasselbe.

Steigt ein Anteil von 40 Prozent auf 55 Prozent, so beträgt der Unterschied 15 Prozentpunkte. Relativ zum Ausgangswert von 40 Prozent entspricht dies einer Zunahme um 37,5 Prozent.

Merksatz:

Wenn Du zwei Prozentwerte direkt voneinander abziehst, nennst Du das Ergebnis Prozentpunkte.


Vergleiche sprachlich genau formulieren

Achte darauf, ob Du absolute Zahlen, Anteile oder Veränderungen vergleichst.

Geeignete Satzmuster sind:

  1. Im Vergleich zu ... liegt ... um ... höher.
  2. Während ... zunimmt, geht ... zurück.
  3. Der Unterschied zwischen ... und ... beträgt ... .
  4. ... erreicht ungefähr das Doppelte von ... .
  5. Im betrachteten Zeitraum ist insgesamt ein ... Trend erkennbar.


Beschreibung, Deutung und Bewertung trennen

Eine häufige Fehlerquelle besteht darin, Daten und eigene Vermutungen zu vermischen.


Beschreibung

Bei der Beschreibung hältst Du Dich an das, was tatsächlich sichtbar oder angegeben ist.

Beispiel:

Der dargestellte Wert steigt im Verlauf des Zeitraums deutlich an.


Deutung

Bei der Deutung erklärst Du mögliche Zusammenhänge. Dafür brauchst Du zusätzliche Informationen oder musst deutlich machen, dass es sich um eine begründete Vermutung handelt.

Beispiel:

Eine mögliche Erklärung für den Anstieg könnte ... sein.


Bewertung

Bei der Bewertung beurteilst Du Aussagekraft, Auswahl oder Gestaltung der Darstellung.

Beispiel:

Die Grafik ermöglicht einen schnellen Überblick, erlaubt aufgrund der groben Skalierung jedoch nur eine ungefähre Bestimmung einzelner Werte.


Quellen prüfen und Darstellungen kritisch lesen

Eine professionell aussehende Grafik ist nicht automatisch zuverlässig. Prüfe deshalb:

  1. Wer ist Urheber oder Herausgeber?
  2. Ist eine Datenquelle genannt?
  3. Ist der Erhebungszeitraum erkennbar?
  4. Sind Einheit und Bezugsgröße eindeutig?
  5. Werden alle relevanten Gruppen gezeigt?
  6. Beginnt eine Achse bei null oder wurde der Ausschnitt stark verkürzt?
  7. Sind Größenverhältnisse optisch angemessen dargestellt?
  8. Fehlen Daten, die für die Interpretation wichtig wären?

Eine verkürzte Achse kann Unterschiede größer erscheinen lassen. Ein dreidimensionales Diagramm kann Flächen optisch verzerren. Ein Kreisdiagramm mit sehr vielen Segmenten kann Vergleiche erschweren. Kritisches Lesen bedeutet deshalb, Darstellung und Daten getrennt zu prüfen.


Vom Material zum Absatz

Ein guter Absatz zu einer nichtlinearen Darstellung kann aus vier Bausteinen bestehen:

Baustein Leitfrage Beispielhafte Formulierung
Einordnung Was zeigt das Material? Das Schaubild gibt Auskunft über ...
Kernaussage Was ist besonders wichtig? Auffällig ist vor allem, dass ...
Beleg Welche Daten stützen die Aussage? Dies wird daran deutlich, dass ...
Einbindung Warum ist das für meinen Text wichtig? Für die Fragestellung bedeutet dies, dass ...

Nutze Daten nicht als bloße Dekoration. Jeder Datenbeleg sollte eine Funktion erfüllen: Er kann eine Behauptung stützen, einen Gegensatz zeigen, eine Entwicklung belegen oder eine Schlussfolgerung vorbereiten.


Muster für eine strukturierte Versprachlichung

Ein vollständiger Text kann nach diesem Schema aufgebaut sein:

Einleitung: Nenne Darstellungsart, Thema, Quelle, Zeitraum und Einheit.

Überblick: Formuliere die Hauptaussage der Darstellung in ein bis zwei Sätzen.

Hauptteil: Beschreibe wichtige Unterschiede, Entwicklungen, Rangfolgen oder Auffälligkeiten. Fasse zusammen, statt jeden Wert aufzuzählen.

Deutung: Erkläre Zusammenhänge nur, wenn das Material oder zusätzliches Wissen dies erlaubt. Kennzeichne Vermutungen sprachlich.

Einbindung: Verknüpfe die gewonnenen Informationen mit Deiner eigenen Fragestellung oder Argumentation.

Bewertung: Prüfe bei Bedarf Quelle, Aktualität, Auswahl, Skalierung und Aussagekraft.


Typische Fehler und bessere Lösungen

Häufiger Fehler Bessere Lösung
Alle Werte werden der Reihe nach aufgezählt. Hauptaussagen auswählen und Daten sinnvoll bündeln.
Quelle, Zeitraum oder Einheit fehlen. Grundinformationen bereits in der Einleitung nennen.
Beschreibung und Meinung werden vermischt. Erst beschreiben, anschließend begründet deuten oder bewerten.
Prozent und Prozentpunkte werden verwechselt. Direkte Differenz zweier Prozentwerte in Prozentpunkten angeben.
Es werden nur Zahlen genannt. Beziehungen zwischen Zahlen sprachlich erklären.
Die Grafik steht ohne Funktion im eigenen Text. Daten gezielt als Beleg für eine Aussage verwenden.
Ungenaue Werte werden als exakt dargestellt. Bei Bedarf mit etwa, knapp, rund oder ungefähr formulieren.


Checkliste für Deinen eigenen Text

Bevor Du Deinen Text abgibst, prüfe:

  1. Habe ich Darstellungsart und Thema genannt?
  2. Habe ich Quelle, Zeitraum und Einheit berücksichtigt?
  3. Habe ich die Hauptaussage erkannt?
  4. Habe ich wichtige Daten ausgewählt statt alles aufzuzählen?
  5. Habe ich Vergleiche und Entwicklungen sprachlich präzise formuliert?
  6. Habe ich Prozent und Prozentpunkte korrekt unterschieden?
  7. Habe ich Beschreibung und Deutung getrennt?
  8. Habe ich die Grafik sinnvoll in meinen eigenen Text eingebunden?
  9. Habe ich mögliche Grenzen der Darstellung berücksichtigt?
  10. Ist mein Text sachlich, verständlich und logisch gegliedert?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was sollte am Anfang einer Diagrammauswertung geklärt werden? (Thema Darstellungsart Quelle Zeitraum und Einheit) (!Nur die auffälligste Farbe) (!Nur der größte Zahlenwert) (!Nur die eigene Meinung)




Was ist das wichtigste Ziel beim Versprachlichen einer Tabelle? (Wesentliche Informationen auswählen ordnen und zusammenhängend formulieren) (!Jede Tabellenzelle der Reihe nach vorlesen) (!Möglichst viele Fachwörter verwenden) (!Alle Zahlen ohne Erklärung abschreiben)




Welche Darstellung eignet sich besonders für Entwicklungen über einen Zeitraum? (Liniendiagramm) (!Kreisdiagramm) (!Symbolbild) (!Fotografie)




Wie heißt die direkte Differenz zwischen 40 Prozent und 55 Prozent? (15 Prozentpunkte) (!15 Prozent) (!95 Prozentpunkte) (!37 Prozentpunkte)




Welche Formulierung gehört zur sachlichen Beschreibung? (Der Wert steigt im betrachteten Zeitraum deutlich an) (!Das ist eindeutig eine schlechte Entwicklung) (!Die Menschen handeln deshalb falsch) (!Bestimmt ist nur die Politik dafür verantwortlich)




Was ist bei einer Infografik besonders wichtig? (Mehrere Informationselemente erkennen und sinnvoll miteinander verknüpfen) (!Nur die größte Schrift lesen) (!Bilder grundsätzlich ignorieren) (!Jede Farbe als eigene Meinung deuten)




Wozu dient ein Datenbeleg im eigenen Text? (Er stützt oder konkretisiert eine eigene Aussage) (!Er ersetzt jede Erklärung) (!Er macht eine Quelle überflüssig) (!Er darf ohne Zusammenhang eingefügt werden)




Wann sollte man ungefähr oder etwa verwenden? (Wenn sich ein Wert nur näherungsweise ablesen lässt) (!Wenn man die Quelle vergessen hat) (!Wenn man eine Meinung ausdrückt) (!Wenn ein Wert exakt angegeben ist)




Welche Frage gehört zur kritischen Prüfung eines Diagramms? (Ob Skalierung Bezugsgröße und Quelle nachvollziehbar sind) (!Ob die Lieblingsfarbe verwendet wurde) (!Ob möglichst viele Bilder enthalten sind) (!Ob der Text besonders lang ist)




Welche Reihenfolge ist für die Einbindung von Daten besonders sinnvoll? (Aussage Datenbeleg Erklärung Folgerung) (!Datenbeleg Überschrift Meinung Bild) (!Folgerung Folgerung Folgerung Quelle) (!Quelle Farbe Schriftart Schluss)





Memory

Legende erklärt Zeichen Farben oder Datenreihen
Quelle nennt die Herkunft der Daten
Trend beschreibt eine übergreifende Entwicklung
Prozentpunkt bezeichnet die Differenz zweier Prozentwerte
Skalierung legt die Einteilung einer Achse fest
Infografik verbindet mehrere visuelle Informationselemente
Datenbeleg stützt eine Aussage im eigenen Text





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Orientieren Thema Quelle Zeitraum und Einheit klären
Erfassen Werte Achsen Legende und Hinweise genau lesen
Ordnen wichtige Beobachtungen auswählen und gewichten
Versprachlichen Daten in präzise zusammenhängende Sätze überführen
Einbinden Daten gezielt mit der eigenen Aussage verknüpfen





Kreuzworträtsel

Quelle Wie heißt die Herkunftsangabe von Daten?
Legende Wie heißt der Bereich der Farben Zeichen oder Datenreihen erklärt?
Trend Wie nennt man eine übergreifende Entwicklung in einer Datenreihe?
Achse Wie heißt eine beschriftete Bezugslinie in vielen Diagrammen?
Prozentpunkt Wie heißt die Einheit für die direkte Differenz zweier Prozentwerte?
Infografik Wie nennt man eine visuelle Darstellung die Texte Symbole Karten oder Diagramme verbinden kann?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bevor Du einzelne Werte beschreibst, bestimmst Du zuerst das

der Darstellung. Eine seriöse Auswertung nennt möglichst auch die

der Daten. Bei zeitlichen Entwicklungen ist der betrachtete

wichtig. Die Bedeutung von Farben oder Zeichen wird häufig durch eine

erklärt. Ein übergreifender Verlauf wird als

bezeichnet. Die direkte Differenz zwischen zwei Prozentwerten wird in

angegeben. Bei nur ungefähr ablesbaren Werten solltest Du sprachlich eine

kennzeichnen. Eine gute Auswertung trennt sachliche Beschreibung von begründeter

. Im eigenen Text kann eine Zahl als

für eine Aussage dienen. Vor einer Bewertung solltest Du auch die

eines Diagramms prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Diagramm-Steckbrief: Suche in einer Zeitung, einem Schulbuch oder auf einer seriösen Website ein Diagramm. Notiere Darstellungsart, Thema, Quelle, Zeitraum, Einheit und drei zentrale Beobachtungen.
  2. Tabellen-Sätze: Wähle eine überschaubare Datentabelle und formuliere fünf Sätze, in denen Du Werte nicht nur nennst, sondern sinnvoll miteinander vergleichst.
  3. Sprachbausteine: Erstelle eine eigene Sammlung mit mindestens zwölf Formulierungen für Anstieg, Rückgang, Vergleich, Höchstwert, Tiefstwert und Konstanz.
  4. Infografik-Lupe: Untersuche eine Infografik und kennzeichne, welche Informationen durch Text, Zahlen, Symbole, Farben und räumliche Anordnung vermittelt werden.


Standard

  1. Diagramm-Absatz: Schreibe zu einem authentischen Diagramm einen vollständigen Absatz mit Einordnung, Kernaussage, Datenbeleg und Folgerung.
  2. Darstellungswechsel: Übertrage die Informationen eines Diagramms zunächst in eine kleine Tabelle und danach in einen zusammenhängenden Text. Vergleiche, welche Informationen in welcher Form besonders schnell erfassbar sind.
  3. Prozentpunkte erklären: Entwickle ein kurzes Erklärplakat oder Erklärvideo, das den Unterschied zwischen Prozent und Prozentpunkten mit einem selbst gewählten Rechenbeispiel verständlich zeigt.
  4. Quellencheck: Vergleiche zwei Online-Grafiken zum gleichen Thema. Prüfe Quelle, Aktualität, Bezugsgröße, Skalierung und mögliche Auslassungen und verfasse ein begründetes Urteil.


Schwer

  1. Materialgestützter Kommentar: Verfasse einen kurzen Kommentar zu einer gesellschaftlichen Frage und integriere mindestens zwei Informationen aus einem Diagramm oder einer Tabelle als begründete Belege.
  2. Manipulative Grafik: Gestalte zwei Diagramme mit denselben Daten, von denen eines durch eine problematische Skalierung einen stärkeren Unterschied suggeriert. Erkläre schriftlich, wie die Wirkung entsteht und warum die Darstellung kritisch ist.
  3. Infografik-Interview: Befrage eine Person aus Journalismus, Verwaltung, Wissenschaft oder einem Betrieb dazu, wie Daten für die Öffentlichkeit aufbereitet werden. Fasse die wichtigsten Aussagen in einem Bericht zusammen.
  4. Datenjournalismus-Projekt: Recherchiere einen seriösen offenen Datensatz, entwickle eine eigene sachliche Visualisierung und schreibe dazu einen Text, der Quelle, zentrale Aussage, wichtige Werte, Grenzen und Bedeutung der Daten erklärt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Informationsauswahl: Du erhältst eine Tabelle mit zahlreichen Einzelwerten. Begründe, welche drei Informationen in einem kurzen Nachrichtentext unbedingt vorkommen sollten und welche Du weglassen würdest.
  2. Darstellungsvergleich: Zwei Grafiken stellen dieselben Daten unterschiedlich dar. Untersuche, wie die jeweilige Form die Wahrnehmung beeinflusst, und entscheide begründet, welche Darstellung für eine bestimmte Fragestellung geeigneter ist.
  3. Argumentative Einbindung: Formuliere zu einer vorgegebenen These einen Absatz, in dem Du einen Datenwert als Beleg nutzt, erklärst und mit einer Folgerung verbindest.
  4. Kritische Diagrammanalyse: Prüfe eine Grafik mit auffälliger Skalierung. Erkläre, welche Wirkung die Gestaltung erzeugt und wie eine sachgerechtere Darstellung aussehen könnte.
  5. Beschreibung und Deutung: Ordne mehrere Aussagen zu einem Schaubild den Kategorien Beschreibung, Deutung und Bewertung zu und begründe Grenzfälle.
  6. Transferaufgabe Datenkompetenz: Erkläre, warum dieselben Daten in sozialen Medien, einem wissenschaftlichen Bericht und einer Schülerzeitung unterschiedlich aufbereitet werden können, ohne dass sich die Daten selbst ändern.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. Darstellungsform und Thema einer nichtlinearen Darstellung sicher bestimmst.
  2. Quelle, Zeitraum, Einheit, Bezugsgröße, Achsen und Legende erfasst.
  3. relevante Daten auswählst und logisch ordnest.
  4. Vergleiche und Entwicklungen sprachlich präzise formulierst.
  5. Prozent und Prozentpunkte korrekt unterscheidest.
  6. Beschreibung, Deutung und Bewertung voneinander trennst.
  7. Daten als funktionalen Beleg in einen eigenen Text einbaust.
  8. Darstellungen hinsichtlich Skalierung, Auswahl und Aussagekraft kritisch beurteilst.
  9. einen sachlich gegliederten, sprachlich angemessenen Text verfasst.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Die Versprachlichung nichtlinearer Informationen verbindet Lesen, Schreiben, Sprachbewusstsein, Medienbildung und Datenkompetenz. Du musst Informationen erfassen, auswählen, strukturieren, sprachlich präzisieren, Quellen einschätzen und für eine eigene Aussage nutzen.


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...