D9 G - Generalprobe Hauptschulabschluss Deutsch

D9 G - Generalprobe Hauptschulabschluss Deutsch
D9 G - Generalprobe Hauptschulabschluss Deutsch

Einleitung
Diese Generalprobe simuliert eine vollständige schriftliche Prüfungssituation im Fach Deutsch für Klasse 9 auf G-Niveau. Sie orientiert sich an der aktuellen Struktur der Hauptschulabschlussprüfung Deutsch in Baden-Württemberg: Teil A umfasst Sach- und Gebrauchstexte, Teil B literarische Texte. In dieser Trainingsprüfung bearbeitest Du die Bereiche A1, A2, B3 und B4 innerhalb einer empfohlenen Gesamtarbeitszeit von 180 Minuten.
Wichtig: Alle Prüfungstexte, Figuren, Daten und Aufgaben in dieser Generalprobe wurden neu für diesen aiMOOC erstellt. Sie sind keine übernommenen Originalprüfungsaufgaben. Wo eine echte Prüfung mit einer vorab gelesenen Ganzschrift arbeitet, nutzt diese Generalprobe eine eigens verfasste kurze Trainings-Ganzschrift, damit die komplette Prüfungssituation offen und selbstständig trainiert werden kann.
Die Lösungen stehen bewusst erst nach der vollständigen Prüfungsphase. Arbeite bis zur Markierung „STOPP – Prüfung beendet“ ohne in die Selbstkontrolle zu schauen.
Prüfungsbezug und Arbeitsweise
Die Generalprobe orientiert sich an den veröffentlichten Ausführungsbestimmungen des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Für die Hauptschulabschlussprüfung Deutsch werden 180 Minuten Arbeitszeit angegeben. Aufgabe A1 verbindet Textverständnis und Rechtschreibung, A2 verlangt eine begründete Stellungnahme in einem formalen Text, B3 arbeitet mit Lyrik oder Prosa und B4 mit einer Ganzschrift einschließlich produktiver Schreibaufgabe. Als Hilfsmittel sind nach den Ausführungsbestimmungen ein Rechtschreibwörterbuch sowie ein einsprachiges deutsches Bedeutungswörterbuch vorgesehen.
Kultusministerium Baden-Württemberg: Informationen zu Abschlussprüfungen
Für diese Generalprobe gilt: Lege Lösungen, Suchmaschinen und KI-Hilfen während der 180 Minuten weg. Nutze nur Papier beziehungsweise ein Schreibdokument und – wenn Du die echte Situation möglichst genau nachstellen möchtest – ein Rechtschreibwörterbuch und ein einsprachiges Bedeutungswörterbuch.
Trainingspunkte und Zeitplan
| Bereich | Schwerpunkt | Trainingspunkte | Empfohlene Zeit |
|---|---|---|---|
| A1 | Sachtext verstehen und Rechtschreibung | 18 | 35 Minuten |
| A2 | Begründete Stellungnahme als formale E-Mail | 22 | 45 Minuten |
| B3 | Prosa verstehen und Sprachgebrauch untersuchen | 20 | 40 Minuten |
| B4 | Trainings-Ganzschrift verstehen und produktiv schreiben | 20 | 50 Minuten |
| Überarbeitung | Alle Antworten prüfen | — | 10 Minuten |
| Gesamt | 80 | 180 Minuten |
Die Zeitaufteilung ist eine Empfehlung für das Training und keine zusätzliche amtliche Vorgabe.
Vor dem Start: Deine Trainings-Ganzschrift für B4
Lies die folgende Trainings-Ganzschrift vor dem Start der 180 Minuten einmal vollständig. In der Prüfungsphase darfst Du zu ihr zurückblättern.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 1: Das Schild
Mira blieb jeden Morgen an derselben Kreuzung stehen, obwohl die Ampel längst grün war. Links führte der Weg zur Schule, rechts zur kleinen Fahrradwerkstatt „Radraum“. Im Schaufenster hing seit drei Wochen ein weißes Blatt: „Praktikumsplatz frei – Lust auf Technik?“
Mira hatte den Satz so oft gelesen, dass sie ihn auswendig konnte. Sie mochte Fahrräder. Nicht, weil sie besonders schnell fuhr, sondern weil sie verstand, was an ihnen ehrlich war: Wenn eine Kette absprang, konnte man sehen, wo das Problem lag. Wenn eine Bremse schleifte, gab es einen Grund. In der Schule war das anders. Dort bekam sie manchmal ein Blatt zurück, auf dem „Du kannst mehr“ stand. Was genau „mehr“ bedeutete, wusste sie nie.
„Du starrst schon wieder das Schild an“, sagte Sami, der neben ihr sein Fahrrad schob.
„Ich starre nicht.“
„Seit einer Minute.“
Mira zog die Kapuze tiefer. „Die nehmen bestimmt Leute, die schon alles können.“
Sami lachte. „Dann wäre es kein Praktikum.“
Am Nachmittag fotografierte Mira das Schild. Sie tippte eine Nachricht an die Werkstatt: „Hallo, ich interessiere mich …“ Dann löschte sie alles. Zweimal. Beim dritten Versuch legte sie das Handy auf den Tisch und holte einen Zettel. Sie schrieb drei Sätze mit der Hand. Der erste war schief, der zweite zu lang, der dritte klang endlich nach ihr.
Am nächsten Morgen steckte sie den Zettel in den Briefkasten der Werkstatt. Danach rannte sie zur Schule, als könnte sie ihre eigene Entscheidung noch einholen.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 2: Das Video
Zwei Tage später hatte Mira noch keine Antwort. In der großen Pause stand sie mit Sami und Jule vor dem Musikraum. Jule zeigte ein kurzes Video auf ihrem Handy. Darauf war Mira zu sehen, wie sie im Technikunterricht versuchte, eine festsitzende Schraube zu lösen. Der Schraubenschlüssel rutschte ab. Im Video hörte man jemanden lachen. Darüber stand: „Werkstattprofi des Jahres“.
„Wer hat das gepostet?“, fragte Mira.
Jule wurde ernst. „Leon. In die Klassengruppe. Er sagt, es war nur Spaß.“
Mira spürte Hitze im Gesicht. „Lösch es.“
„Ich kann seinen Beitrag nicht löschen.“
In diesem Moment kam Leon um die Ecke. „War doch nicht böse gemeint“, sagte er. „Du machst immer so ein Drama.“
Mira wollte antworten, aber die passenden Sätze kamen erst, als Leon schon weitergegangen war. Im Unterricht legte sie ihr Handy ausgeschaltet in den Rucksack. Trotzdem hörte sie das Lachen aus dem Video in Gedanken immer wieder.
Nach Schulschluss wartete eine Nachricht auf ihrem Display. Absender: Radraum.
„Hallo Mira, danke für Deine kurze Bewerbung. Wenn Du möchtest, komm am Donnerstag um 15 Uhr vorbei. Wir lernen uns kennen und schauen gemeinsam, was Du schon kannst und was Du lernen willst. Viele Grüße, Aylin Yilmaz.“
Mira las die Nachricht dreimal. Für einen Moment war das Video aus der Klassengruppe still.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 3: Die erste Reparatur
Frau Yilmaz trug eine dunkelblaue Schürze mit kleinen Ölflecken. Sie begrüßte Mira nicht mit einem langen Gespräch, sondern schob ein rotes Jugendrad auf den Montageständer.
„Die Besitzerin sagt, die Kette springt ständig ab. Was würdest Du zuerst tun?“
Mira sah das Rad an. „Ausprobieren?“
„Gute Idee. Beobachten kommt vor Raten.“
Sie drehten gemeinsam an den Pedalen. Mira bemerkte, dass das hintere Schaltwerk schief stand. Sie kannte den Namen des Bauteils nicht, zeigte aber darauf.
„Da bewegt sich etwas komisch.“
Frau Yilmaz nickte. „Genau da fangen wir an.“
Die nächsten vierzig Minuten waren anstrengend. Mira ließ eine Unterlegscheibe fallen, setzte ein Werkzeug falsch an und fragte zweimal nach demselben Arbeitsschritt. Nichts davon wurde lustig gefunden. Frau Yilmaz sagte nur: „Noch einmal. Langsamer.“
Als die Kette schließlich sauber über die Ritzel lief, drehte Mira das Hinterrad und hörte fast nichts. Dieses leise Surren gefiel ihr besser als jedes Lob.
„Du hast genau hingeschaut“, sagte Frau Yilmaz.
Mira dachte an das Video. „In der Schule sieht es manchmal eher so aus, als könnte ich gar nichts.“
„Ein zehnsekündiger Ausschnitt ist kein Lebenslauf“, antwortete Frau Yilmaz.
Am Ende des Nachmittags bot sie Mira ein zweiwöchiges Schnupperpraktikum an. Mira sagte sofort ja. Erst draußen bemerkte sie, dass ihre Hände nach Metall rochen.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 4: Nicht weiterleiten
Am Montag tauchte das Video erneut auf. Diesmal hatte jemand Musik daruntergelegt. Sami schrieb Mira privat: „Soll ich in der Gruppe zurückschießen? Ich habe ein peinliches Video von Leon vom Sportfest.“
Mira sah lange auf die Nachricht. Ein Teil von ihr wollte „Ja“ tippen. Dann stellte sie sich vor, wie Leon am nächsten Morgen durch den Flur ging und wusste, dass alle dieselbe Szene gesehen hatten.
Sie schrieb: „Nein. Nicht weiterleiten. Hilf mir lieber, dass mein Video rauskommt.“
Gemeinsam gingen Mira und Sami zur Klassenlehrerin. Mira erklärte, was passiert war und was sie wollte: keine große öffentliche Strafaktion, aber das Video sollte gelöscht werden und Leon sollte verstehen, warum es nicht in Ordnung war. Die Lehrerin führte später ein Gespräch mit den Beteiligten. Leon löschte seinen Beitrag und entschuldigte sich zunächst knapp.
„Ich dachte wirklich, das wäre nur lustig“, sagte er.
„Für Dich vielleicht“, antwortete Mira. „Du hast nicht gefragt.“
Am Abend schrieb Leon noch einmal: „Ich hab’s verstanden. Tut mir leid.“
Mira antwortete nicht sofort. Eine Entschuldigung machte die letzten Tage nicht ungeschehen. Aber sie bemerkte, dass sie nicht mehr darüber nachdachte, welches peinliche Material sie gegen Leon verwenden könnte.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 5: Verantwortung
In der Werkstatt durfte Mira inzwischen einfache Arbeiten selbst vorbereiten. Sie pumpte Reifen auf, sortierte Werkzeug und prüfte mit Frau Yilmaz Bremsbeläge. An einem Freitag musste Frau Yilmaz kurz zu einem Ersatzteillager fahren.
Sie legte einen kleinen Schlüssel auf die Werkbank.
„Der vordere ist für die Eingangstür. Das hier ist der zweite Schlüssel. Er gehört zur Seitentür und zum Materialraum. Ich bin in zwanzig Minuten zurück. Du bleibst vorne, nimmst keine Reparatur allein an und rufst mich an, wenn etwas ist.“
Mira starrte den Schlüssel an. „Sie lassen mich hier?“
„Ich lasse Dich nicht allein mit allem. Ich gebe Dir eine Aufgabe, die Du schaffen kannst.“
Als die Tür hinter Frau Yilmaz zufiel, wurde die Werkstatt ungewohnt still. Mira legte den Schlüssel neben die Kasse. Ein Kunde kam herein und wollte sein Rad sofort repariert haben. Mira erklärte ruhig, dass Frau Yilmaz gleich zurück sei und sie selbst keine Reparatur freigeben dürfe.
„Dann komme ich später“, sagte der Mann.
Mira atmete aus. Sie hatte nichts repariert, und trotzdem fühlte es sich an, als hätte sie etwas richtig gemacht.
Als Frau Yilmaz zurückkam, schob Mira ihr den Schlüssel hin.
„Behalte ihn bis zum Ende des Praktikums“, sagte sie.
Mira steckte ihn in die kleine Innentasche ihres Rucksacks. Dort lag sonst ihr Haustürschlüssel. Zwei Schlüssel, dachte sie. Zwei Türen. Und plötzlich klang Zukunft nicht mehr wie ein Raum, in den andere sie hineinlassen mussten.
Der zweite Schlüssel – Kapitel 6: Die Tür
In der letzten Praktikumswoche sollten alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler ihrer Klasse kurz von einem Berufsfeld berichten. Mira hatte früher gehofft, möglichst spät dranzukommen. Diesmal meldete sie sich als Dritte.
Sie zeigte kein Video und keine Folien. Auf den Tisch legte sie einen alten Bremsbelag und den zweiten Schlüssel.
„Ich dachte zuerst, in einer Werkstatt müsste man schon alles können“, begann sie. „Jetzt glaube ich, dass man vor allem genau hinschauen, nachfragen und Verantwortung übernehmen muss.“
Jemand hinten flüsterte. Mira sah kurz hinüber und sprach weiter. Sie erzählte von der abgesprungenen Kette, vom Kunden und von der Regel, nichts freizugeben, was sie nicht selbst verantworten konnte.
Nach der Stunde kam Leon zu ihr. „War gut“, sagte er.
Mira nickte. „Danke.“
Mehr brauchte es gerade nicht.
Am folgenden Montag begann ihr letzter Praktikumstag. Frau Yilmaz war noch im Lager, als Mira ankam. Sie nahm den zweiten Schlüssel aus dem Rucksack, öffnete die Seitentür und schaltete das Licht an. Auf der Werkbank lag das rote Jugendrad aus ihrem ersten Nachmittag. Es war zur Kontrolle zurückgebracht worden.
Mira drehte am Hinterrad. Die Kette lief ruhig.
Dann öffnete sie das Fenster. Von draußen kamen Verkehrslärm, Stimmen und das Klingeln eines Fahrrads herein. Mira lächelte. Nicht, weil nun alles entschieden war. Sondern weil sie wusste, dass sie selbst eine Tür öffnen konnte.
Prüfungsphase – ab jetzt 180 Minuten
Starte jetzt Deine Zeit. Bearbeite A1, A2, B3 und B4 in dieser Reihenfolge oder in einer Reihenfolge, die zu Dir passt. Notiere die Aufgabennummern deutlich. Kontrolliere am Ende, ob Du alle Teilaufgaben beantwortet hast.
A1 – Sachtext, Textverständnis und Rechtschreibung

Material A1: Handyparkplatz statt Handyverbot?
Hinweis: Der folgende Sachtext beschreibt ein vollständig erfundenes Fallbeispiel für diese Generalprobe.
An der fiktiven Gemeinschaftsschule Nordring wurde in den neunten Klassen sechs Wochen lang eine neue Regel getestet. In der ersten Hälfte des täglichen Lernbands legten die Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones in nummerierte Fächer an der Wand. Nach 25 Minuten durften sie die Geräte wieder an sich nehmen, sofern sie für die weitere Arbeit nicht ausdrücklich gebraucht wurden.
Die Schule wollte kein vollständiges Handyverbot einführen. Das Ziel des Versuchs war enger: Die Jugendlichen sollten beobachten, ob ihnen ein klar begrenzter Abschnitt ohne Benachrichtigungen den Start in selbstständige Aufgaben erleichtert. Für medizinisch notwendige Geräte und fest vereinbarte Unterstützungsfunktionen gab es Ausnahmen.
Nach sechs Wochen füllten 72 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler einen anonymen Rückmeldebogen aus. 46 Personen gaben an, dass ihnen der Einstieg in die Lernzeit ohne Smartphone leichter gefallen sei. 15 bemerkten nach eigener Einschätzung keinen Unterschied. 11 empfanden die Regel als störend oder unnötig. Mehrere Jugendliche schrieben zusätzlich, dass sie eine zeitlich begrenzte Regel eher akzeptieren könnten als ein Verbot für den ganzen Schultag.
Auch die Lehrkräfte beobachteten Veränderungen, wollten daraus aber keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Einige berichteten von weniger Unterbrechungen zu Beginn des Lernbands. Andere wiesen darauf hin, dass konzentriertes Arbeiten nicht allein vom Smartphone abhängt: Wer die Aufgabe nicht versteht oder müde ist, arbeitet auch ohne Handy nicht automatisch besser.
Die Schülervertretung schlug deshalb einen Kompromiss vor. Die 25-minütige handyfreie Startphase soll in den Klassen 8 und 9 weiter erprobt werden. Danach soll erneut abgestimmt werden. Wichtig sei, so die Schülervertretung, dass Ausnahmen klar geregelt bleiben und die Lernenden regelmäßig Rückmeldung geben können.
Aufgaben A1 – 18 Punkte
A1.1 – Ziel erfassen – 2 Punkte Erkläre in ein bis zwei vollständigen Sätzen, welches Ziel die Schule mit der 25-minütigen Startphase verfolgt.
A1.2 – Aussagen prüfen – 4 Punkte Notiere zu jeder Aussage richtig oder falsch.
- Alle Smartphones bleiben während des gesamten Schultags eingeschlossen.
- 46 von 72 Befragten fanden den Einstieg in die Lernzeit leichter.
- Die Lehrkräfte behaupten, Smartphones seien die einzige Ursache für Konzentrationsprobleme.
- Die Schülervertretung möchte die Regel zunächst weiter erproben.
A1.3 – Daten auswerten – 2 Punkte Fasse das Ergebnis des Rückmeldebogens in zwei Sätzen zusammen. Nenne dabei mindestens zwei der drei Gruppen aus der Befragung.
A1.4 – Unterscheiden – 2 Punkte Erkläre den Unterschied zwischen der erprobten Regel und einem vollständigen Handyverbot.
A1.5 – Wortbedeutung im Zusammenhang – 2 Punkte Erkläre mit eigenen Worten, was im Text mit einem „Kompromiss“ gemeint ist.
A1.6 – Rechtschreibung – 6 Punkte Im folgenden Text sind genau sechs Rechtschreibfehler enthalten. Schreibe die sechs falsch geschriebenen Wörter korrekt auf:
Viele Jugendliche merken, dass ständige Benachrichtigungen die aufmerksamkeit stören. In der Lernzeit fällt es manchen schwer, das Handy bewust wegzulegen. Eine feste Regel kann helfen, weil sie entscheidungen abnimmt. Wichtig ist aber, dass die Klasse gemeinsam über ausnahmen spricht und die vereinbarung regelmässig überprüft.
A2 – Begründete Stellungnahme als formale E-Mail
Material A2: Vorschlag der Schülervertretung
Die Schülervertretung der fiktiven Gemeinschaftsschule Nordring möchte nach dem sechswöchigen Versuch über folgende Regel abstimmen lassen:
Vorschlag: In den Klassen 8 und 9 beginnt das tägliche Lernband mit 25 handyfreien Minuten. Die Smartphones liegen in dieser Zeit in nummerierten Fächern. Medizinische und vorher vereinbarte schulische Ausnahmen bleiben möglich. Nach weiteren sechs Wochen werden Lernende und Lehrkräfte erneut befragt. Danach entscheidet die Schulkonferenz, ob die Regel fortgeführt, verändert oder beendet wird.
Die Schülervertretung bittet alle neunten Klassen um Rückmeldungen.
Aufgaben A2 – 22 Punkte
A2.1 – Hinleitende Aufgabe – 4 Punkte Notiere auf Grundlage von A1 und A2 zwei Argumente, die für den Vorschlag sprechen, und zwei mögliche Einwände dagegen. Formuliere jedes Argument beziehungsweise jeden Einwand als vollständigen Satz.
A2.2 – Schreibaufgabe: formale E-Mail – 18 Punkte Schreibe eine formale E-Mail an die Schülervertretung der Schule. Nimm begründet Stellung zu dem Vorschlag.
Dein Text soll:
- Deine Position klar erkennen lassen.
- mindestens drei nachvollziehbare Gründe enthalten.
- mindestens einmal eine Information aus Material A1 sinnvoll aufgreifen.
- mindestens einen möglichen Einwand berücksichtigen.
- einen konkreten Vorschlag für die praktische Umsetzung oder Verbesserung enthalten.
- zu einer formalen E-Mail passen, also Betreff, Anrede, sinnvoll gegliederte Absätze und einen passenden Abschluss enthalten.
Richtwert: 200 bis 260 Wörter.
B3 – Prosa, literarisches Verstehen und Sprachgebrauch
Material B3: Der Flugmodus
Als Nuri die Bibliothek betrat, vibrierte sein Handy zum vierten Mal. Er zog es aus der Jackentasche, las die ersten drei Wörter einer Nachricht und steckte es wieder weg. Vorne am Fenster saß Ava bereits über zwei Arbeitsblättern. Zwischen ihnen stand ein freier Stuhl.
„Du bist neun Minuten zu spät“, sagte sie, ohne aufzusehen.
„Der Bus.“
Ava hob eine Augenbraue. „Und die anderen acht Minuten?“
Nuri setzte sich. Morgen sollten sie gemeinsam ein Kurzreferat halten. Eigentlich war sein Teil fertig. Eigentlich bedeutete in diesem Fall: drei Seiten Notizen lagen irgendwo in einer Cloud, und Nuri wusste ungefähr, was darauf stand.
„Zeig mal Deine Gliederung“, sagte Ava.
Nuri entsperrte das Handy. Eine Nachricht öffnete sich, dann noch eine. Jemand hatte in der Klassengruppe ein Foto vom Nachmittag gepostet. Nuri tippte eine Antwort, löschte sie wieder und suchte schließlich nach seinen Notizen.
„Kannst Du einmal fünf Minuten nicht schreiben?“, fragte Ava.
„Ich suche doch schon.“
Das Display wurde schwarz.
Nuri drückte die Seitentaste. Nichts. Noch einmal. Nichts.
„Akku?“, fragte Ava.
„Der war bei zwölf Prozent.“
„Das war vor einer Stunde.“
Nuri starrte auf das dunkle Glas. Darin spiegelte sich sein Gesicht, blasser als sonst. „Meine Notizen.“
Ava schob ihm ein leeres Blatt hin. „Dann schreib auf, was Du noch weißt.“
„Sehr witzig.“
„Ich meine es ernst.“
Nuri wollte erklären, dass so etwas nicht funktionierte. Man konnte nicht einfach aus dem Kopf holen, was ordentlich in Dateien gehörte. Trotzdem nahm er den Stift. Oben schrieb er das Thema. Darunter setzte er drei Striche. Beim ersten fiel ihm sofort ein Beispiel ein. Beim zweiten musste er länger nachdenken. Beim dritten sagte Ava: „Du hast mir gestern genau dazu zehn Minuten lang etwas erklärt.“
Nuri sah sie an. „Stimmt.“
Nach einer Viertelstunde war das Blatt fast voll. Die Reihenfolge war nicht perfekt. Zwei Jahreszahlen fehlten, die sie später nachschlagen mussten. Aber der Gedankengang stand da.
Neben Nuri lag das Handy wie ein kleiner schwarzer Stein.
„Komisch“, sagte er.
„Was?“
„Dass ich dachte, ohne das Ding wäre alles weg.“
Ava grinste. „Es war nicht alles im Handy. Nur sehr viel Akku.“
Nuri lachte. Dann drehte er das Gerät mit dem Display nach unten. Es war ohnehin aus, aber die Bewegung fühlte sich an wie eine Entscheidung.
Eine halbe Stunde später lieh ihnen die Bibliothekarin ein Ladekabel. Als das Logo auf dem Bildschirm erschien, griff Nuri sofort nach dem Handy. Er hielt mitten in der Bewegung inne.
„Erst die Gliederung?“, fragte Ava.
Nuri zog seine Hand zurück. „Erst die Gliederung.“
Draußen fuhr ein Bus vorbei. Diesmal hörte Nuri sogar, wie er an der Haltestelle bremste.
Aufgaben B3 – 20 Punkte
B3.1 – Zentralen Konflikt erfassen – 2 Punkte Beschreibe in zwei bis drei Sätzen Nuris zentrales Problem in der Geschichte.
B3.2 – Entwicklung der Figur – 4 Punkte Zeige an zwei Stationen des Textes, wie sich Nuris Haltung zu seinem Smartphone beziehungsweise zu seinen eigenen Fähigkeiten verändert. Belege jede Station mit einer passenden Beobachtung aus dem Text.
B3.3 – Titel deuten – 3 Punkte Erkläre, warum der Titel „Der Flugmodus“ zur Geschichte passt, obwohl im Text kein Flug stattfindet.
B3.4 – Erzählweise – 2 Punkte Aus wessen Wahrnehmung erlebst Du die Situation hauptsächlich? Erkläre kurz, woran Du das erkennst.
B3.5 – Sprachliches Bild – 3 Punkte Im Text liegt das Handy „wie ein kleiner schwarzer Stein“ neben Nuri. Erkläre die Wirkung dieses Vergleichs im Zusammenhang der Geschichte.
B3.6 – Sprachgebrauch – 2 Punkte Bestimme im Satz „Ava schob ihm ein leeres Blatt hin.“ die Wortart von leeres und erkläre, auf welches Nomen sich das Wort bezieht.
B3.7 – Satz umformen – 2 Punkte Verbinde die beiden Sätze mit obwohl, ohne die Aussage zu verändern: „Das Handy war ausgeschaltet. Nuri dachte weiterhin an seine Nachrichten.“
B3.8 – Wortbedeutung – 2 Punkte Erkläre die Bedeutung von „innehalten“ in der Situation kurz vor dem Ende des Textes mit eigenen Worten.
B4 – Trainings-Ganzschrift und produktives Schreiben
Nutze für B4 die vor der Prüfungsphase gelesene Trainings-Ganzschrift „Der zweite Schlüssel“.
Aufgaben B4 – 20 Punkte
B4.1 – Handlung verknüpfen – 3 Punkte Beschreibe drei wichtige Ereignisse, die dazu beitragen, dass Mira am Ende selbstbewusster handelt. Zeige dabei eine sinnvolle Entwicklung vom Anfang bis zum Ende.
B4.2 – Figurenentwicklung – 3 Punkte Erkläre, wie sich Miras Vorstellung davon verändert, was es bedeutet, „etwas zu können“. Beziehe mindestens zwei Kapitel ein.
B4.3 – Titel und Symbol – 3 Punkte Deute den Titel „Der zweite Schlüssel“. Erkläre sowohl die konkrete als auch die übertragene Bedeutung des Schlüssels.
B4.4 – Konflikt und Entscheidung – 3 Punkte Erkläre, warum Miras Entscheidung, Samis peinliches Video von Leon nicht weiterleiten zu lassen, für ihre Entwicklung wichtig ist.
B4.5 – Produktives Schreiben – 8 Punkte Wähle eine der beiden Schreibaufgaben. Schreibe ungefähr 180 bis 230 Wörter.
Wahl A – Innerer Monolog: Verfasse Miras inneren Monolog unmittelbar nachdem Frau Yilmaz gesagt hat: „Behalte ihn bis zum Ende des Praktikums.“ Zeige Miras Gedanken über Vertrauen, Verantwortung, das Video aus der Klassengruppe und ihre Zukunft.
Wahl B – Tagebucheintrag: Verfasse Miras Tagebucheintrag am Abend nach ihrem Kurzvortrag in der Schule. Gehe auf ihre anfängliche Unsicherheit, das Praktikum, Leon und die Bedeutung des zweiten Schlüssels ein.
Schlusskontrolle der Prüfungsphase
Nutze ungefähr zehn Minuten für diese Kontrolle:
- Habe ich alle Aufgabennummern bearbeitet?
- Habe ich bei Textaufgaben wirklich auf das Material Bezug genommen?
- Sind meine Antworten vollständige und verständliche Sätze, wo dies verlangt wird?
- Ist meine E-Mail formal aufgebaut und klar begründet?
- Habe ich in B3 und B4 nicht nur nacherzählt, sondern auch erklärt und gedeutet?
- Habe ich meine Schreibtexte auf Rechtschreibung, Satzzeichen und Wortwiederholungen geprüft?
STOPP – Prüfung beendet
Beende jetzt Deine 180 Minuten. Lege Deine Antworten fest, bevor Du weiterliest. Erst danach beginnt die Selbstkontrolle. Ändere bei der Korrektur nichts heimlich, sondern markiere Verbesserungen in einer anderen Farbe. So erkennst Du, was Du bereits konntest und was Du noch trainieren solltest.
Selbstkontrolle: Lösungen und Erwartungshorizont
Die folgenden Angaben sind Trainingslösungen und Bewertungsorientierungen. Bei offenen Aufgaben sind andere Formulierungen richtig, wenn sie sachlich zum Text passen und die verlangten Bezüge enthalten.
Selbstkontrolle A1
Erst nach der Prüfungsphase öffnen.
A1.1 – 2 Punkte Kernaussage: Die Schule will prüfen, ob eine klar begrenzte smartphonefreie Startphase den Jugendlichen hilft, konzentrierter beziehungsweise leichter mit selbstständiger Arbeit zu beginnen. 2 Punkte für Ziel und Bezug zur begrenzten Startphase; 1 Punkt bei nur teilweiser Erklärung.
A1.2 – 4 Punkte
- falsch
- richtig
- falsch
- richtig
Je 1 Punkt.
A1.3 – 2 Punkte Mögliche Lösung: 46 von 72 Befragten fanden den Einstieg leichter. 15 bemerkten keinen Unterschied und 11 empfanden die Regel als störend oder unnötig. 2 Punkte für zwei korrekt wiedergegebene Gruppen beziehungsweise einen insgesamt zutreffenden Vergleich; 1 Punkt bei einer korrekten Gruppe.
A1.4 – 2 Punkte Die erprobte Regel betrifft nur die ersten 25 Minuten des Lernbands; danach sind Smartphones grundsätzlich wieder verfügbar, sofern keine andere Regel gilt. Ein vollständiges Handyverbot würde die Nutzung deutlich umfassender, zum Beispiel über den ganzen Schultag, untersagen.
A1.5 – 2 Punkte Mit „Kompromiss“ ist hier eine Lösung gemeint, die unterschiedliche Interessen verbindet: Es gibt eine begrenzte handyfreie Phase, aber kein Verbot für den ganzen Schultag; außerdem bleiben Ausnahmen und spätere Rückmeldungen möglich.
A1.6 – 6 Punkte
- Aufmerksamkeit
- bewusst
- Entscheidungen
- Ausnahmen
- Vereinbarung
- regelmäßig
Je 1 Punkt.
Selbstkontrolle A2
Erst nach der Prüfungsphase öffnen.
A2.1 – 4 Punkte Je 1 Punkt für zwei textnahe Pro- und zwei plausible Contra-Gedanken. Mögliche Inhalte:
Pro: Die begrenzte smartphonefreie Zeit kann den Einstieg erleichtern; 46 von 72 Befragten berichteten genau davon. Die Regel ist zeitlich begrenzt und enthält Ausnahmen. Eine weitere Erprobung liefert zusätzliche Rückmeldungen.
Contra: Nicht alle empfinden die Regel als hilfreich; 11 Personen fanden sie störend oder unnötig. Konzentrationsprobleme können andere Ursachen haben. Das Einlegen der Geräte kann organisatorischen Aufwand verursachen.
A2.2 – 18 Punkte Nutze diese Trainingsrubrik:
| Kriterium | Punkte |
|---|---|
| klare Position und schlüssige Argumentation mit mindestens drei Gründen | 8 |
| sinnvoller Materialbezug und Berücksichtigung eines Einwands | 3 |
| formale E-Mail: Betreff, Anrede, Absätze, adressatengerechter Abschluss | 3 |
| verständliche, passende Sprache | 2 |
| Rechtschreibung und Zeichensetzung | 2 |
| Gesamt | 18 |
Mustertext:
Betreff: Rückmeldung zur handyfreien Startphase
Liebes Team der Schülervertretung,
ich bin dafür, die 25 handyfreien Minuten weitere sechs Wochen zu testen. Eine begrenzte Regel finde ich sinnvoller als ein vollständiges Handyverbot.
Erstens kann ein fester Start ohne Nachrichten helfen, schneller mit einer Aufgabe zu beginnen. Im Rückmeldebogen aus Material A1 sagten 46 von 72 Jugendlichen, dass ihnen der Einstieg leichter gefallen sei. Zweitens bleibt das Smartphone nicht den ganzen Tag weg. Dadurch können wir nach der Startphase wieder darauf zugreifen, wenn es für den Unterricht gebraucht wird. Drittens finde ich wichtig, dass medizinische und schulisch vereinbarte Ausnahmen möglich bleiben.
Ein Einwand ist, dass nicht alle durch das Handy abgelenkt sind. Außerdem kann man auch aus anderen Gründen unkonzentriert sein. Deshalb sollte die Regel nicht automatisch dauerhaft gelten.
Ich schlage vor, dass jede Klasse nach den sechs Wochen anonym bewertet, ob die Regel geholfen hat. Zusätzlich könnte es ein Feld für Verbesserungsvorschläge geben. So entscheidet die Schulkonferenz nicht nur nach Vermutungen, sondern nach den Erfahrungen der Beteiligten.
Freundliche Grüße Mira Beispiel
Der Mustertext ist nur eine Möglichkeit. Eine begründete Gegenposition kann ebenfalls die volle Punktzahl erreichen.
Selbstkontrolle B3
Erst nach der Prüfungsphase öffnen.
B3.1 – 2 Punkte Nuri verlässt sich stark auf sein Smartphone, auf dem seine Notizen liegen, und lässt sich zugleich durch Nachrichten ablenken. Als der Akku leer ist, muss er feststellen, ob er den Stoff auch ohne Gerät ordnen und erklären kann.
B3.2 – 4 Punkte Mögliche Stationen: Zu Beginn reagiert Nuri ständig auf Nachrichten und hält seine Dateien auf dem Handy für unverzichtbar. Nach dem Akkuausfall schreibt er aus dem Gedächtnis eine fast vollständige Gliederung. Am Ende greift er zwar reflexartig zum wieder eingeschalteten Handy, hält aber inne und entscheidet sich bewusst dafür, zuerst weiterzuarbeiten. Für zwei nachvollziehbar erklärte Stationen mit je einem Textbezug jeweils bis zu 2 Punkte.
B3.3 – 3 Punkte Der Titel bezeichnet übertragen einen Zustand, in dem die digitale Verbindung unterbrochen ist. Der leere Akku zwingt Nuri in eine Art unbeabsichtigten „Flugmodus“. Dadurch wird sichtbar, dass er auch ohne ständige Verbindung denken und arbeiten kann. Eine andere schlüssige Deutung mit Textbezug ist möglich.
B3.4 – 2 Punkte Die Situation wird hauptsächlich aus Nuris Wahrnehmung erlebt. Lesende erfahren seine Reaktionen, Gedanken und Beobachtungen besonders nah, während Avas Innenleben nicht direkt dargestellt wird.
B3.5 – 3 Punkte Der Vergleich lässt das Handy schwer, stumm und unbeweglich wirken. Vorher lenkt es Nuri durch Nachrichten und Zugriff auf Dateien stark; nach dem Akkuausfall liegt es plötzlich funktionslos da. Der „Stein“ verdeutlicht diesen Bedeutungswechsel.
B3.6 – 2 Punkte „leeres“ ist ein Adjektiv. Es beschreibt das Nomen „Blatt“.
B3.7 – 2 Punkte Mögliche Lösung: Obwohl das Handy ausgeschaltet war, dachte Nuri weiterhin an seine Nachrichten.
B3.8 – 2 Punkte „innehalten“ bedeutet hier, eine begonnene Bewegung bewusst zu unterbrechen beziehungsweise kurz zu stoppen, bevor Nuri entscheidet, was er als Nächstes tut.
Selbstkontrolle B4
Erst nach der Prüfungsphase öffnen.
B4.1 – 3 Punkte Je 1 Punkt für drei sinnvoll ausgewählte, in Entwicklung gebrachte Ereignisse. Möglich sind zum Beispiel: Mira bewirbt sich trotz Unsicherheit; sie erlebt in der Werkstatt, dass Fehler zum Lernen gehören; sie entscheidet sich gegen Vergeltung gegenüber Leon; Frau Yilmaz überträgt ihr mit dem zweiten Schlüssel Verantwortung; Mira berichtet vor der Klasse selbstbewusst über das Praktikum; am Ende öffnet sie die Werkstatt selbst.
B4.2 – 3 Punkte Am Anfang verbindet Mira Können mit der Vorstellung, schon vorher alles beherrschen zu müssen. In Kapitel 3 lernt sie, dass genaues Beobachten, Nachfragen und wiederholtes Probieren wichtige Fähigkeiten sind. In Kapitel 5 erkennt sie zusätzlich, dass Können auch bedeutet, Grenzen zu kennen und Verantwortung zu übernehmen. Am Ende traut sie sich zu, ihren eigenen nächsten Schritt zu gehen.
B4.3 – 3 Punkte Konkret ist der zweite Schlüssel ein Schlüssel zur Seitentür und zum Materialraum der Werkstatt. Übertragen steht er für Vertrauen, Verantwortung und Miras wachsende Fähigkeit, selbst Türen beziehungsweise Möglichkeiten zu öffnen. Der Titel verbindet damit äußere Handlung und innere Entwicklung.
B4.4 – 3 Punkte Mira entscheidet sich gegen eine Gegenverletzung und für eine Lösung, bei der das unerlaubte Video entfernt und der Konflikt angesprochen wird. Damit handelt sie nicht nur aus Wut, sondern nach eigenen Maßstäben. Diese Entscheidung zeigt Selbstkontrolle und Verantwortung und bereitet die spätere Übernahme von Verantwortung in der Werkstatt vor.
B4.5 – 8 Punkte Bewerte Deinen gewählten Text mit dieser Trainingsrubrik:
| Kriterium | Punkte |
|---|---|
| Perspektive und Situation der gewählten Figur werden glaubwürdig getroffen | 2 |
| mindestens drei verlangte inhaltliche Bezüge zur Ganzschrift sind sinnvoll verarbeitet | 3 |
| Gedanken beziehungsweise Gefühle werden nachvollziehbar entwickelt | 1 |
| Textsorte und sprachlicher Zusammenhang passen | 1 |
| Rechtschreibung und Zeichensetzung sind überwiegend sicher | 1 |
| Gesamt | 8 |
Muster für Wahl A – Innerer Monolog:
Ich soll den Schlüssel wirklich behalten. Frau Yilmaz sagt das so ruhig, als wäre es nichts Besonderes. Für mich ist es aber besonders. Vor ein paar Wochen habe ich mich nicht einmal getraut, eine Bewerbung abzuschicken. Dann dieses Video. Für zehn Sekunden sah ich aus, als könnte ich kein Werkzeug halten, und plötzlich dachte ich selbst, dass alle anderen damit recht hätten.
Heute war ich zwanzig Minuten vorne in der Werkstatt. Ich habe keinen komplizierten Schaden repariert. Ich habe nur einem Kunden gesagt, was ich darf und was nicht. Vielleicht ist genau das Verantwortung: nicht so zu tun, als könnte man alles, sondern zu wissen, was man übernehmen kann.
Der Schlüssel fühlt sich schwer in meiner Tasche an. Nicht unangenehm. Eher wie eine Erinnerung. Frau Yilmaz vertraut mir etwas an, weil ich aufgepasst habe. Sami wollte mir helfen, Leon mit einem peinlichen Video zurückzutreffen. Gut, dass wir es nicht gemacht haben. Ich will nicht stärker werden, indem ich jemand anderen kleiner mache.
Vielleicht weiß ich noch nicht, welchen Beruf ich später wähle. Aber ich weiß inzwischen, dass ich lernen kann. Und morgen werde ich die Tür wieder selbst aufschließen.
Muster für Wahl B – Tagebucheintrag:
Heute habe ich vor der Klasse über die Werkstatt gesprochen. Freiwillig. Wenn mir das jemand vor drei Wochen gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich gelacht.
Am Anfang dachte ich, ein Praktikum in einer Werkstatt sei nur etwas für Leute, die schon alles können. Dann kam auch noch Leons Video. Ich habe mich so geschämt, dass ich am liebsten gar nichts mehr ausprobiert hätte. Inzwischen weiß ich, dass ein Fehler in zehn Sekunden nicht zeigt, was ein Mensch kann.
Bei Frau Yilmaz musste ich langsam arbeiten, nachfragen und Dinge wiederholen. Als sie mir den zweiten Schlüssel gegeben hat, war das wichtiger als ein großes Lob. Sie hat mir vertraut, aber sie hat mir auch klare Grenzen genannt. Genau das hat sich gut angefühlt.
Heute lag der Schlüssel vor mir auf dem Tisch, während ich gesprochen habe. Leon hat danach gesagt, mein Vortrag sei gut gewesen. Ich bin noch nicht so weit, als wäre alles vergessen. Aber ich brauche auch keinen Gegenangriff mehr.
Der Schlüssel öffnet eine Tür in der Werkstatt. Für mich bedeutet er inzwischen noch etwas anderes: Ich kann selbst entscheiden, welche Tür ich als Nächstes ausprobieren will.
Andere Lösungen können die volle Punktzahl erreichen, wenn sie die gewählte Situation, Miras Perspektive und die geforderten Inhalte stimmig umsetzen.
Punkteauswertung
Übertrage Deine erreichten Punkte. Zähle nur Punkte, die Du nach dem Erwartungshorizont wirklich begründen kannst.
| Bereich | Maximum | Meine Punkte | Mein häufigster Fehlercode |
|---|---|---|---|
| A1 | 18 | ||
| A2 | 22 | ||
| B3 | 20 | ||
| B4 | 20 | ||
| Gesamt | 80 |
Trainingsampel – keine amtliche Notenskala:
- 64–80 Punkte: viele Anforderungen bereits sicher; konzentriere Dich auf Deine häufigsten Fehlercodes.
- 48–63 Punkte: solide Grundlage; zwei bis drei Schwächen gezielt nachtrainieren.
- 32–47 Punkte: mehrere Basiskompetenzen benötigen Wiederholung; arbeite zuerst am schwächsten Bereich.
- 0–31 Punkte: baue die Prüfung schrittweise neu auf und trainiere pro Einheit nur einen Schwerpunkt.
Fehleranalyse und individuelle Wiederholungsempfehlungen
Ein Fehler ist für das Training besonders wertvoll, wenn Du ihn einer Ursache zuordnen kannst. Markiere neben jeder verlorenen Punktstelle einen Fehlercode.
| Code | Fehlerbereich | Typische Beobachtung | Individuelle Wiederholung |
|---|---|---|---|
| L | Leseverstehen | Information übersehen, verwechselt oder ohne Textbezug beantwortet | Markiere Schlüsselwörter in der Frage, suche eine passende Textstelle und fasse sie anschließend in eigenen Worten zusammen. |
| R | Rechtschreibung | Groß- und Kleinschreibung, s-Laute oder Wortschreibung unsicher | Lege Fehlerkarten an: vorne das falsche Wort, hinten die korrekte Form plus eigene Regel oder Merksatz. |
| A | Argumentation | Behauptung ohne Begründung oder Beispiel | Trainiere die Folge Behauptung – Begründung – Beispiel an drei Alltagsthemen. |
| F | Formale Textsorte | Betreff, Anrede, Abschluss oder Adressatenbezug fehlt | Schreibe eine Mini-E-Mail mit nur fünf Bausteinen: Betreff, Anrede, Anlass, Kernanliegen, Abschluss. |
| P | Prosaverstehen | Handlung nacherzählt, aber Figur, Wirkung oder Symbol nicht erklärt | Nutze die Formel Beobachtung – Textbeleg – Bedeutung und übe sie an B3. |
| S | Sprachgebrauch | Wortart, Satzverknüpfung oder Wortbedeutung unsicher | Wiederhole täglich fünf kurze Grammatik- oder Umformungsaufgaben und erkläre Deine Entscheidung laut. |
| G | Ganzschrift-Zusammenhang | Kapitel einzeln verstanden, Entwicklung aber nicht verbunden | Erstelle pro Kapitel einen Ein-Satz-Rückblick und verbinde anschließend Wendepunkte mit Pfeilen. |
| W | Produktives Schreiben | Figur oder Textsorte nicht getroffen; wichtige Bezüge fehlen | Plane fünf Minuten mit Perspektive, Situation und drei Textbezügen; schreibe dann und reserviere fünf Minuten zum Überarbeiten. |
So findest Du Deine persönliche Priorität
- Berechne für A1, A2, B3 und B4 jeweils ungefähr Deinen Anteil an den möglichen Punkten.
- Beginne mit dem Bereich, in dem Dein Anteil am niedrigsten ist.
- Prüfe dort, welcher Fehlercode am häufigsten vorkommt.
- Bearbeite die passende Wiederholungseinheit unten.
- Wiederhole die gleiche Teilaufgabe nach etwa zwei Tagen ohne Lösung und erstelle nach ungefähr einer Woche einen kleinen eigenen Test.
Wiederholung L und R – Lesen und Rechtschreibung

Mini-Training L: Lies Material A1 erneut. Schreibe zu jedem Absatz höchstens fünf Schlüsselwörter auf. Formuliere danach eine Zusammenfassung in genau drei Sätzen: Thema – wichtigstes Ergebnis – Schlussfolgerung.
Mini-Training R: Schreibe die sechs korrigierten Wörter aus A1.6 jeweils in einen neuen Satz. Markiere bei Nomen den Artikel und bei „regelmäßig“ die Stelle, an der Du besonders auf die Schreibung achten musst.
Wiederholung A und F – Argumentieren und formal schreiben

Nutze für jedes Argument drei Schritte: Behauptung – Begründung – Beispiel oder Beleg. Schreibe zu der Frage „Soll die handyfreie Startphase beibehalten werden?“ drei Argumentketten. Formuliere anschließend daraus eine neue E-Mail mit anderer Position als in Deiner Generalprobe.
Wiederholung P und S – Prosa und Sprachgebrauch
Lies „Der Flugmodus“ noch einmal und markiere:
- eine Stelle, die Nuris Ausgangslage zeigt,
- eine Stelle, die einen Wendepunkt zeigt,
- eine Stelle, die seine neue Entscheidung zeigt.
Schreibe zu jeder Stelle einen Satz nach dem Muster: „Daran erkennt man ..., weil ...“. Suche anschließend fünf Adjektive im Text und ordne sie jeweils dem Nomen zu, das sie näher bestimmen.
Wiederholung G und W – Ganzschrift und produktives Schreiben

Schreibe für jedes Kapitel von „Der zweite Schlüssel“ eine Überschrift, die Miras Entwicklung beschreibt. Verbinde anschließend mindestens drei Kapitel mit Ursache-Wirkungs-Sätzen: „Weil ..., kann Mira später ...“. Verfasse danach die B4-Schreibaufgabe, die Du in der Generalprobe nicht gewählt hast.
Wiederholung Sachtext – vertiefendes Erklärvideo
Das folgende Video kann Dir nach der Generalprobe helfen, das strukturierte Arbeiten mit Sachtexten weiter zu üben:
Interaktive Aufgaben
Bearbeite die folgenden Übungen nach der Selbstkontrolle. Sie dienen der Wiederholung und Methodenfestigung.
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht im Mittelpunkt von A1 dieser Generalprobe? (Textverständnis und Rechtschreibung) (!Eine Gedichtrezitation) (!Eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz) (!Ein frei erfundener Dialog ohne Textgrundlage)
Welche Schreibhandlung wird in A2 verlangt? (Eine begründete Stellungnahme in einer formalen E-Mail) (!Eine reine Inhaltsangabe ohne eigene Position) (!Ein Gedicht mit Reimen) (!Eine private Chatnachricht in Stichpunkten)
Was ist für eine überzeugende Argumentation besonders hilfreich? (Behauptung Begründung und Beispiel oder Beleg) (!Nur eine starke Behauptung ohne Erklärung) (!Möglichst viele Fremdwörter ohne Zusammenhang) (!Nur die Wiederholung der Aufgabenstellung)
Was untersuchst Du in B3 besonders? (Einen Prosatext und seinen Sprachgebrauch) (!Nur mathematische Daten) (!Nur eine Rechtschreibliste) (!Nur den Aufbau eines Lebenslaufs)
Wofür steht ein Textbeleg bei einer literarischen Deutung? (Für eine konkrete Beobachtung aus dem Text die Deine Erklärung stützt) (!Für eine Vermutung ohne Bezug zum Text) (!Für die Überschrift des Arbeitsblatts) (!Für eine persönliche Erfahrung die den Text ersetzt)
Was gehört bei B4 zur Arbeit mit der Trainings-Ganzschrift? (Zusammenhänge der Handlung und Figurenentwicklung erklären) (!Nur einzelne Wörter alphabetisch sortieren) (!Nur das erste Kapitel lesen) (!Alle Sätze auswendig abschreiben)
Wie lang ist die Gesamtarbeitszeit dieser realitätsnahen Generalprobe? (180 Minuten) (!45 Minuten) (!90 Minuten) (!300 Minuten)
Welche Hilfsmittel passen zur nachgebildeten offiziellen Prüfungssituation? (Ein Rechtschreibwörterbuch und ein einsprachiges deutsches Bedeutungswörterbuch) (!Eine fertige Lösungssammlung) (!Ein Chat mit anderen Prüflingen) (!Eine Suchmaschine mit Musterantworten)
Was ist bei der Fehleranalyse der sinnvollste erste Schritt? (Verlorene Punkte einer konkreten Fehlerursache zuordnen) (!Nur die Gesamtpunktzahl ansehen und alle Fehler vergessen) (!Alle Antworten sofort vollständig abschreiben) (!Nur die leichtesten Aufgaben erneut lesen)
Was ist eine sinnvolle individuelle Wiederholung? (Zuerst den schwächsten Bereich mit passender Methode trainieren) (!Jeden Bereich unabhängig von den eigenen Fehlern gleich oft wiederholen) (!Nur neue Aufgaben lösen ohne alte Fehler anzusehen) (!Die Musterlösung auswendig lernen)
Memory
| Sachtext | informiert über einen realen oder sachlich dargestellten Gegenstand |
| Beleg | stützt eine Aussage mit einer konkreten Textbeobachtung |
| Behauptung | formuliert den Kern eines Arguments |
| Begründung | erklärt warum eine Aussage gelten soll |
| Beispiel | macht einen Gedanken anschaulich |
| Erzählperspektive | bestimmt den Blickwinkel auf das Geschehen |
| Motiv | wiederkehrendes bedeutungsvolles Element |
| Überarbeitung | gezielte Kontrolle und Verbesserung eines Textes |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Tätigkeit |
|---|---|
| Sachtextverständnis | Informationen entnehmen |
| Rechtschreibung | Fehler berichtigen |
| Stellungnahme | eine Position begründen |
| Formale E-Mail | adressatengerecht schreiben |
| Prosaverstehen | Figuren und Wirkung deuten |
| Ganzschriftarbeit | Zusammenhänge über Kapitel hinweg erklären |
| Produktives Schreiben | eine Figurenperspektive ausgestalten |
| Überarbeitung | Sprache und Auftrag prüfen |
Kreuzworträtsel
| Sachtext | Wie nennt man einen Text der vor allem informiert oder erklärt? |
| Argument | Wie heißt eine begründete Aussage mit der Du eine Position stützt? |
| Beleg | Wie heißt eine konkrete Textbeobachtung die eine Deutung absichert? |
| Perspektive | Wie heißt der Blickwinkel aus dem eine Geschichte vermittelt wird? |
| Motiv | Wie nennt man ein wiederkehrendes bedeutungsvolles Element in einem literarischen Text? |
| Überarbeitung | Wie heißt die gezielte Prüfung und Verbesserung eines eigenen Textes? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Schlüsselwörter markieren: Markiere in A1 zehn Wörter, die für das Textverständnis besonders wichtig sind, und begründe drei Deiner Markierungen.
- Fehlerkartei: Erstelle aus Deinen eigenen Rechtschreibfehlern fünf Lernkarten mit korrekter Schreibung und einem Beispielsatz.
- Argumentkette: Formuliere zu einem Schulalltagsthema eine Behauptung, eine Begründung und ein passendes Beispiel.
- Figurenprofil: Erstelle ein kurzes Profil zu Nuri oder Mira mit Ausgangslage, Problem und Veränderung.
Standard
- Formale E-Mail: Schreibe die A2-E-Mail mit der entgegengesetzten Position neu und verwende mindestens drei andere Argumente.
- Textbelege finden: Wähle vier Aussagen über Mira und suche zu jeder Aussage eine passende Stelle aus der Trainings-Ganzschrift.
- Erzählperspektive: Schreibe einen Abschnitt aus „Der Flugmodus“ aus Avas Ich-Perspektive um und erkläre anschließend, was sich für Lesende verändert.
- Prüfungsplan: Entwickle Deinen persönlichen 180-Minuten-Plan mit Zeitpuffern und begründe, welcher Bereich mehr oder weniger Zeit erhält.
Schwer
- Vergleichende Analyse: Vergleiche Nuri und Mira darin, wie sie mit digitalem Druck umgehen. Arbeite mindestens zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede heraus.
- Alternative Schlussszene: Schreibe ein alternatives Ende für „Der zweite Schlüssel“, in dem Mira den Schlüssel zunächst zurückgibt, aber dennoch Entwicklung zeigt.
- Mini-Prüfung erstellen: Verfasse zu einem eigenen kurzen Sachtext vier A1-Aufgaben und einen Erwartungshorizont, ohne Antworten in die Aufgabenstellung zu verraten.
- Lernberatung: Werte Deine Fehlercodes aus, entwickle einen siebentägigen Wiederholungsplan und erkläre nach einer Woche schriftlich, welche Methode Dir tatsächlich geholfen hat.


Lernkontrolle
- Transfer Argumentation: Eine andere Schule möchte Smartphones nicht 25 Minuten, sondern den gesamten Vormittag einsammeln. Entwickle eine begründete Position und zeige, welche Informationen aus A1 dafür noch brauchbar sind und welche neuen Informationen Du benötigen würdest.
- Transfer Textverständnis: Erkläre, warum die Aussage „Ohne Handy arbeitet jeder automatisch konzentriert“ weder durch A1 noch durch B3 sinnvoll gestützt wird. Verbinde beide Texte.
- Transfer Figurenentwicklung: Vergleiche Miras Umgang mit Unsicherheit am Anfang und am Ende. Zeige, welche äußeren Erfahrungen ihre innere Veränderung ermöglichen.
- Transfer Sprache und Wirkung: Ersetze in B3 den Vergleich „wie ein kleiner schwarzer Stein“ durch ein eigenes sprachliches Bild. Erkläre, wie sich dadurch die Wirkung verändert.
- Transfer Prüfungskompetenz: Wähle zwei eigene Fehlercodes und entwickle je eine neue Übung, mit der genau diese Fehlerursache geprüft werden kann.
- Transfer Medienkompetenz: Formuliere drei Regeln für einen fairen Umgang mit Bildern oder Videos von Mitschülerinnen und Mitschülern und begründe sie mit Miras Konflikt.
- Transfer Selbststeuerung: Erkläre, weshalb eine gute Prüfungsstrategie nicht nur aus Fachwissen besteht. Beziehe Zeitmanagement, Überarbeitung und Fehleranalyse ein.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu dieser Generalprobe solltest Du zeigen, dass Du:
- Informationen aus Sachtexten sicher entnehmen, vergleichen und in eigenen Worten wiedergeben kannst.
- typische Rechtschreibfehler erkennst und Deine eigenen Fehlerschwerpunkte benennen kannst.
- eine begründete Stellungnahme adressatengerecht als formale E-Mail verfassen kannst.
- Behauptungen mit Begründungen, Beispielen und Textbelegen stützt.
- Prosatexte hinsichtlich Konflikt, Figurenentwicklung, Erzählperspektive und sprachlicher Wirkung untersuchen kannst.
- Zusammenhänge einer längeren Erzählung über mehrere Kapitel hinweg erkennst.
- produktive Schreibformen aus einer Figurenperspektive stimmig gestalten kannst.
- Deine Ergebnisse anhand eines Erwartungshorizonts selbst bewertest.
- Fehler nicht nur zählst, sondern Ursachen zuordnest und daraus konkrete Wiederholungsziele ableitest.
- eine weitere Übungsrunde selbstständig planst und Deinen Lernfortschritt dokumentierst.
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