D9 G - Ganzschrift in Buch, Hörbuch und Film

D9 G - Ganzschrift in Buch, Hörbuch und Film
D9 G - Ganzschrift in Buch, Hörbuch und Film
Einleitung
Eine Ganzschrift ist ein vollständiges literarisches Werk, das Du über einen längeren Zeitraum liest. In diesem aiMOOC vergleichst Du eine Ganzschrift nicht nur als Buch, sondern auch als Hörbuch und als Film. Dabei geht es nicht darum, schnell zu entscheiden, welches Medium „besser“ ist. Du untersuchst vielmehr, wie dieselbe Geschichte in verschiedenen Medien erzählt und gestaltet wird.

Du lernst, ausgewählte Szenen einfach und verständlich zu vergleichen. Besonders wichtig sind dabei sechs Fragen:
- Inhalt: Was passiert in der Szene?
- Figurenwirkung: Wie wirken die Figuren auf Dich?
- Stimme: Wie wird gesprochen oder vorgelesen?
- Musik und Geräusche: Welche Stimmung entsteht durch den Ton?
- Bild: Was zeigt die Kamera?
- Inszenierung: Wie wird die Szene insgesamt umgesetzt?
Dieser Kurs ist für Klasse 9 auf G-Niveau gedacht. Deshalb arbeitest Du mit klaren Beobachtungen, kurzen Fachbegriffen und Satzanfängen, die Dir beim Beschreiben helfen.
Lernziele
Am Ende des aiMOOCs kannst Du
- eine wichtige Szene aus einer Ganzschrift kurz zusammenfassen,
- Unterschiede zwischen Buch, Hörbuch und Film erkennen,
- beschreiben, wie eine Figur in den drei Medien wirkt,
- Stimme, Sprechtempo und Pausen im Hörbuch untersuchen,
- Musik, Geräusche und Stille im Film wahrnehmen,
- einfache Kameraeinstellungen wie Totale und Nahaufnahme unterscheiden,
- erklären, wie Bild und Ton die Wirkung einer Szene verändern,
- einen Medienvergleich mit passenden Satzanfängen schreiben.
Drei Medien – eine Geschichte

Das Buch erzählt mit geschriebener Sprache. Beim Lesen entstehen Bilder in Deinem Kopf. Du stellst Dir selbst vor, wie Figuren aussehen, wie sie sprechen und wie Orte wirken. Gedanken und Gefühle können ausführlich beschrieben werden. Auch eine Erzählperspektive beeinflusst, was Du über eine Figur erfährst.

Das Hörbuch macht den Text hörbar. Eine Sprecherin oder ein Sprecher gestaltet den Text mit Stimme. Wichtig sind zum Beispiel Betonung, Lautstärke, Tempo und Pausen. Je nach Hörbuchausgabe können Textstellen gekürzt sein. Manche Produktionen enthalten zusätzlich Musik oder Geräusche. Ein Hörbuch ist nicht automatisch ein Hörspiel: In einem Hörspiel sprechen meist mehrere Personen Rollen, und Geräusche sowie Musik haben häufig eine besonders große Bedeutung.

Der Film erzählt gleichzeitig mit bewegten Bildern und Ton. Schauspiel, Kamera, Licht, Ausstattung, Geräusche, Sprache, Musik und Schnitt wirken zusammen. Deshalb ist eine Literaturverfilmung keine einfache Kopie des Buches. Sie ist eine eigene Gestaltung des Stoffes.
Warum unterscheiden sich Buch und Film?
Ein Roman kann Gedanken einer Figur direkt wiedergeben. Im Film müssen Gedanken oft sichtbar oder hörbar gemacht werden. Das kann zum Beispiel durch Mimik, Gestik, einen Blick, eine Rückblende, einen Gegenstand, einen gesprochenen inneren Monolog oder Musik geschehen.
Ein Film hat außerdem nur eine begrenzte Laufzeit. Deshalb werden Nebenhandlungen manchmal gekürzt, Szenen zusammengelegt oder Figuren verändert. Solche Änderungen sind nicht automatisch Fehler. Frage immer: Welche Wirkung hat die Veränderung?
Ein gutes Vergleichsurteil lautet deshalb nicht nur: „Im Buch ist es anders.“ Besser ist: „Im Buch erfahre ich die Angst der Figur durch ihre Gedanken. Im Film erkenne ich die Angst vor allem an ihrem Gesicht und an der Musik.“
Das Buch untersuchen
Beim Lesen konzentrierst Du Dich zuerst auf den Inhalt. Kläre: Wer ist beteiligt? Wo spielt die Szene? Was passiert zuerst, was danach? Gibt es einen Streit, eine Entscheidung, eine Überraschung oder einen Wendepunkt?
Danach schaust Du auf die Figurenwirkung. Eine Figur kann zum Beispiel ängstlich, mutig, unsicher, wütend, freundlich, abweisend, nervös, traurig oder überlegen wirken. Wichtig ist, dass Du Deine Aussage am Text belegst.
Hilfreiche Satzanfänge:
- In der Szene passiert ...
- Die Figur wirkt auf mich ..., weil ...
- Im Text wird deutlich, dass ...
- Ich erfahre die Gedanken der Figur durch ...
- Beim Lesen stelle ich mir die Figur ... vor.
Das Hörbuch untersuchen

Beim Hörbuch hörst Du nicht nur auf den Inhalt. Achte genau auf die Stimme.
Eine Stimme kann ruhig, hektisch, leise, laut, tief, hoch, freundlich, kalt, unsicher, streng oder traurig wirken. Auch das Sprechtempo ist wichtig. Schnelles Sprechen kann zum Beispiel Aufregung verstärken. Langsames Sprechen kann Ruhe, Trauer oder Spannung erzeugen. Pausen können wichtige Wörter hervorheben oder einen Moment besonders wirken lassen.
Achte außerdem auf die Frage: Werden verschiedene Figuren unterschiedlich gesprochen? Verändert die Sprecherin oder der Sprecher Tonhöhe, Lautstärke oder Tempo?
Hilfreiche Satzanfänge:
- Die Stimme klingt ...
- Die Sprecherin oder der Sprecher betont besonders ...
- Das Sprechtempo ist ..., dadurch wirkt die Szene ...
- Eine Pause fällt nach ... auf.
- Die Figur wirkt im Hörbuch ..., weil die Stimme ...
Hörbuch oder Hörspiel?
Die Begriffe werden manchmal verwechselt. Für Deinen Vergleich reicht eine einfache Unterscheidung:
| Medium | Typische Gestaltung | Darauf kannst Du achten |
|---|---|---|
| Hörbuch | Ein literarischer Text wird vorgelesen oder als Lesung gestaltet. | Stimme, Betonung, Tempo, Pausen, mögliche Kürzungen |
| Hörspiel | Rollen, Geräusche, Musik und räumlicher Klang gestalten die Handlung stärker szenisch. | verschiedene Stimmen, Geräusche, Musik, Klangraum |
Wenn Eure Ausgabe Musik oder Geräusche enthält, beschreibst Du diese natürlich mit. Wenn keine Musik vorkommt, ist auch das eine wichtige Beobachtung.
Den Film untersuchen

Im Film wirken viele Gestaltungsmittel gleichzeitig. Für das G-Niveau konzentrierst Du Dich zuerst auf wenige, gut erkennbare Mittel.
Bild: Was ist zu sehen? Ist die Kamera nah an einer Figur oder zeigt sie viel von der Umgebung?
Schauspiel: Wie wirken Mimik, Gestik, Körperhaltung und Blick?
Ton: Was hörst Du außer der Sprache? Gibt es Musik, Schritte, Türen, Verkehr, Wind, Stille oder andere Geräusche?
Inszenierung: Wie sind Ort, Kleidung, Licht, Bewegungen und Verhalten der Figuren gestaltet?

Einfache Kameraeinstellungen
Für Deinen Vergleich reichen zunächst drei Begriffe:
| Einstellung | Was sieht man? | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| Totale | Viel vom Ort und die Figuren in ihrer Umgebung. | Orientierung, Abstand, Überblick |
| Halbnahe | Vor allem Oberkörper und Gestik einer Figur. | Handlung und Gespräch werden gut sichtbar. |
| Nahaufnahme | Das Gesicht oder ein wichtiger Ausschnitt ist groß zu sehen. | Gefühle und Reaktionen wirken besonders deutlich. |
Eine Nahaufnahme kann Nähe schaffen, eine Totale eher Abstand oder Orientierung. Die Wirkung hängt aber immer von der konkreten Szene ab.
Musik, Geräusche und Stille
Musik kann die Wahrnehmung einer Filmszene stark verändern. Dieselben Bilder können mit unterschiedlicher Musik spannend, traurig, lustig oder bedrohlich wirken. Auch Geräusche lenken Deine Aufmerksamkeit. Ein plötzliches Geräusch kann erschrecken. Leise Alltagsgeräusche können eine Szene realistisch wirken lassen.
Stille ist ebenfalls ein Gestaltungsmittel. Wenn in einem wichtigen Moment plötzlich keine Musik zu hören ist, kann dies Spannung, Leere oder Unsicherheit verstärken.
Frage Dich beim Sehen:
- Welche Musik höre ich?
- Welche Stimmung entsteht?
- Welche Geräusche fallen auf?
- Gibt es einen Moment der Stille?
- Passt der Ton zu dem, was ich im Bild sehe?
Bild und Inszenierung

Zur Inszenierung gehört alles, was für die Szene sichtbar und hörbar gestaltet wird. Dazu zählen zum Beispiel Drehort, Raum, Gegenstände, Kleidung, Licht, Schauspiel, Bewegung, Kamera und Ton.
Du musst nicht jeden Fachbegriff kennen. Wichtig ist, genau zu beobachten und die Wirkung einfach zu beschreiben.
Beispiel: Beobachtung: Die Figur steht allein in einem dunklen Raum. Die Kamera zeigt ihr Gesicht nah. Im Hintergrund ist leise Musik zu hören. Wirkung: Die Figur wirkt einsam und angespannt.
Szene auswählen
Für einen sinnvollen Medienvergleich wählst Du keine zufällige Stelle. Besonders geeignet sind:
- eine Szene, in der eine wichtige Figur zum ersten Mal deutlich charakterisiert wird,
- eine Konfliktszene,
- ein Wendepunkt,
- eine Entscheidung,
- eine besonders spannende oder emotionale Szene,
- eine Schlussszene.
Achte darauf, dass Du wirklich dieselbe Handlungssituation in Buch, Hörbuch und Film vergleichst. Die Stelle muss nicht exakt gleich lang sein.
Vergleichsraster für eine ausgewählte Szene
Nutze dieses Raster für Eure Ganzschrift:
| Beobachtung | Buch | Hörbuch | Film |
|---|---|---|---|
| Inhalt | Was passiert? Welche Gedanken oder Beschreibungen sind wichtig? | Was wird vorgelesen? Gibt es Kürzungen oder besondere Betonungen? | Was wird gezeigt? Fehlt etwas oder kommt etwas hinzu? |
| Figurenwirkung | Wie wirkt die Figur durch Beschreibung, Verhalten und Gedanken? | Wie verändert die Stimme die Wirkung? | Wie wirken Schauspiel, Mimik, Gestik, Kleidung und Blick? |
| Stimme | Wie stellst Du Dir die Stimme beim Lesen vor? | Wie klingen Stimme, Tempo, Lautstärke und Pausen? | Wie sprechen die Schauspielenden? |
| Musik und Geräusche | Werden Klänge beschrieben oder stellst Du sie Dir vor? | Gibt es Musik oder Geräusche in dieser Ausgabe? | Welche Musik, Geräusche oder Stille hörst Du? |
| Bild | Welche Bilder entstehen in Deinem Kopf? | Welche Bilder stellst Du Dir beim Hören vor? | Was zeigt die Kamera? Nah, halbnah oder total? |
| Inszenierung | Wie stellst Du Dir Ort, Licht, Kleidung und Bewegungen vor? | Welche Vorstellungen entstehen durch die Stimme? | Wie sind Ort, Licht, Ausstattung, Schauspiel und Bewegung gestaltet? |
Satzstarter für den Medienvergleich
Diese Satzanfänge helfen Dir beim Schreiben:
- Im Buch passiert ...
- Im Hörbuch wird dieselbe Stelle ... gesprochen.
- Im Film sieht man ...
- Die Figur wirkt im Buch ..., im Film dagegen ...
- Durch die Stimme wirkt die Figur ...
- Die Musik macht die Szene ...
- Die Nahaufnahme zeigt ... und dadurch ...
- Im Film fehlt ...
- Im Film kommt zusätzlich ... vor.
- Am stärksten wirkt die Szene für mich im ..., weil ...
Drei Vergleichsszenen bearbeiten
Wählt aus Eurer Ganzschrift drei passende Stellen. Die folgenden Aufträge können direkt als Arbeitsblatt genutzt werden.
Szene 1: Eine Figur kennenlernen
- Fasse die Szene in zwei bis drei Sätzen zusammen.
- Nenne zwei Eigenschaften, die Du der Figur in dieser Szene zuschreibst.
- Lies die Buchstelle und notiere eine wichtige Textstelle.
- Höre die entsprechende Hörbuchstelle. Beschreibe Stimme und Tempo mit mindestens zwei Adjektiven.
- Sieh die Filmszene. Beschreibe Mimik, Gestik und eine Kameraeinstellung.
- Entscheide: In welchem Medium verstehst Du die Figur am besten? Begründe mit einem Beispiel.
Szene 2: Konflikt oder Wendepunkt
- Erkläre kurz, worum die Figuren streiten oder was sich verändert.
- Vergleiche, ob Buch, Hörbuch und Film dieselben Informationen enthalten.
- Beschreibe, wie die Stimme im Hörbuch die Spannung beeinflusst.
- Beschreibe Musik, Geräusche oder Stille im Film.
- Suche eine Nahaufnahme oder eine Totale und erkläre ihre Wirkung.
- Formuliere einen Vergleichssatz mit „während“ oder „dagegen“.
Szene 3: Schlüsselszene oder Schluss
- Erkläre, warum die Szene für die ganze Geschichte wichtig ist.
- Beschreibe die Wirkung einer Hauptfigur im Buch.
- Beschreibe dieselbe Figur im Hörbuch.
- Beschreibe dieselbe Figur im Film.
- Nenne eine Veränderung zwischen Buch und Film.
- Beurteile, ob die Veränderung die Szene verständlicher, spannender, trauriger oder weniger deutlich macht.
Ein vollständiges Beispiel für eine einfache Beschreibung
Buch: In der Szene muss die Hauptfigur eine schwierige Entscheidung treffen. Ihre Gedanken werden ausführlich beschrieben. Dadurch wirkt sie unsicher.
Hörbuch: Die Sprecherin liest anfangs langsam und leise. Vor der Entscheidung macht sie eine Pause. Dadurch wirkt der Moment besonders wichtig.
Film: Die Kamera zeigt das Gesicht der Figur in einer Nahaufnahme. Im Hintergrund ist leise Musik zu hören. Die Figur schaut lange nach unten und sagt zunächst nichts. Dadurch wirkt sie traurig und angespannt.
Vergleich: Im Buch erfahre ich die Unsicherheit direkt durch die Gedanken. Im Hörbuch entsteht sie vor allem durch Stimme und Pausen. Im Film erkenne ich sie an Gesicht, Blick und Musik.
Einfache Bewertungsregel: Beobachtung vor Meinung
Eine gute Medienanalyse besteht aus zwei Schritten:
- Beobachtung: Was sehe, höre oder lese ich genau?
- Wirkung: Wie wirkt das auf mich und warum?
Schreibe also nicht nur: „Der Film ist spannender.“ Schreibe besser: „Der Film wirkt spannender, weil die Musik schneller wird und die Kamera das Gesicht der Figur nah zeigt.“
Typische Fehler vermeiden
- Schreibe nicht nur, dass etwas „anders“ ist. Benenne die Veränderung.
- Verwechsle Inhalt und Wirkung nicht. Zuerst sagst Du, was passiert, danach, wie es wirkt.
- Beschreibe Musik nicht nur mit „gut“ oder „schlecht“, sondern zum Beispiel mit ruhig, schnell, düster, fröhlich oder bedrohlich.
- Beschreibe Figuren nicht nur mit „cool“ oder „komisch“, sondern nenne passende Eigenschaften.
- Verwende beim Film mindestens einen Begriff wie Nahaufnahme, Totale, Mimik, Gestik, Musik, Geräusch oder Schnitt.
- Begründe Deine Meinung mit einer Beobachtung.
Mini-Wortschatz für das G-Niveau
| Bereich | Einfache Wörter |
|---|---|
| Figurenwirkung | ruhig, nervös, freundlich, unsicher, mutig, wütend, traurig, überlegen, ängstlich, abweisend |
| Stimme | laut, leise, schnell, langsam, hoch, tief, freundlich, streng, zittrig, ruhig |
| Musik | ruhig, schnell, langsam, düster, fröhlich, traurig, spannend, bedrohlich |
| Bild | hell, dunkel, nah, weit, eng, offen, unruhig, ruhig |
| Inszenierung | realistisch, auffällig, schlicht, modern, altmodisch, bedrohlich, freundlich |
Medienwerkstatt: Eine Szene selbst gestalten
Du kannst besonders gut verstehen, wie Medien wirken, wenn Du selbst eine kurze Szene gestaltest.
Nimm drei bis fünf Sätze aus einer geeigneten, rechtmäßig im Unterricht verwendeten Passage oder schreibe eine eigene Szene nach einem ähnlichen Konfliktmuster.
- Lies den Text einmal neutral vor.
- Lies ihn ein zweites Mal mit anderer Betonung.
- Nimm beide Versionen auf.
- Filme anschließend eine kurze Version der Szene.
- Nutze einmal eine Totale und einmal eine Nahaufnahme.
- Probiere eine Fassung mit Musik und eine ohne Musik.
- Vergleiche die Wirkung.
Achte auf Urheberrecht und Datenschutz. Veröffentliche keine geschützten Buch-, Hörbuch- oder Filmszenen ohne Erlaubnis und filme keine Personen gegen ihren Willen.
Vertiefung: Kamera bewusst einsetzen
Beim eigenen Filmen musst Du nicht viele Einstellungen beherrschen. Schon der Wechsel zwischen einer Totalen für den Ort und einer Nahaufnahme für ein Gesicht kann die Wirkung stark verändern. Überlege deshalb immer zuerst, was die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen sollen.
Weiterführende freie und schulgeeignete Materialien
- KiKA Team Timster: Wie entsteht ein Hörbuch?
- BR Medienkompetenzprojekte: Kameraeinstellungen und 5-Shot-Regel
- Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Im Unterricht über Filme sprechen
- Ö1 macht Schule: Wie entsteht ein Hörbuch?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist beim Vergleich von Buch, Hörbuch und Film besonders wichtig? (Die Wirkung der verschiedenen Gestaltungsmittel beschreiben) (!Nur entscheiden welches Medium besser ist) (!Nur die Namen der Schauspielenden lernen) (!Nur die Länge der Medien vergleichen)
Womit erzählt ein gedrucktes Buch hauptsächlich? (Mit geschriebener Sprache) (!Mit Kamerafahrten) (!Mit Filmmusik) (!Mit Schnitten)
Worauf achtest Du beim Hörbuch besonders? (Auf Stimme Betonung Tempo und Pausen) (!Auf Kostüme und Beleuchtung) (!Auf Kameraperspektiven) (!Auf den Bildschnitt)
Was zeigt eine Nahaufnahme häufig besonders deutlich? (Gesicht und Gefühle einer Figur) (!Den gesamten Handlungsort) (!Den Abspann) (!Nur die Landschaft)
Wozu kann eine Totale dienen? (Zur Orientierung am Handlungsort) (!Zum genauen Zeigen eines einzelnen Auges) (!Zum Verändern der Sprecherstimme) (!Zum Vorlesen eines Textes)
Welche Aussage zu Filmmusik ist richtig? (Sie kann die Stimmung einer Szene beeinflussen) (!Sie verändert immer den Text des Buches) (!Sie ersetzt grundsätzlich alle Dialoge) (!Sie ist in jedem Film ständig gleich laut)
Was ist eine gute Figurenbeschreibung? (Die Figur wirkt nervös weil sie schnell spricht und wegschaut) (!Die Figur ist einfach komisch) (!Die Figur ist halt so) (!Die Figur gefällt mir nicht)
Was solltest Du zuerst nennen wenn Du eine Wirkung erklärst? (Eine konkrete Beobachtung) (!Nur Deine Note für den Film) (!Den Namen des Kinos) (!Die Dauer der Unterrichtsstunde)
Warum kann sich ein Film von seiner Buchvorlage unterscheiden? (Weil Film mit eigenen Gestaltungsmitteln arbeitet) (!Weil Filme keine Figuren haben) (!Weil Bücher immer ohne Handlung sind) (!Weil Hörbücher keine Sprache verwenden)
Was gehört zur Inszenierung einer Filmszene? (Ort Licht Schauspiel Bewegung und Ausstattung) (!Nur die Seitenzahl im Buch) (!Nur die Lautstärke der Klasse) (!Nur der Titel des Kapitels)
Memory
| Buch | geschriebene Sprache |
| Hörbuch | Stimme und Betonung |
| Film | Bild und Ton |
| Nahaufnahme | Gesicht besonders groß |
| Totale | Überblick über den Ort |
| Filmmusik | Stimmung durch Klang |
| Mimik | Ausdruck des Gesichts |
| Gestik | Bewegung von Händen und Körper |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| geschriebene Sprache | Buch |
| Sprechtempo und Pausen | Hörbuch |
| bewegte Bilder und Ton | Film |
| Gesicht und Gefühle | Nahaufnahme |
| Ort und Überblick | Totale |
| Stimmung und Spannung | Filmmusik |
...
Kreuzworträtsel
| Stimme | Was gestaltet im Hörbuch Betonung Tempo und Lautstärke? |
| Kamera | Was bestimmt im Film den sichtbaren Bildausschnitt? |
| Schnitt | Wie heißt das Verbinden und Ordnen von Filmeinstellungen? |
| Roman | Wie nennt man eine längere erzählende literarische Form? |
| Musik | Was kann im Film Spannung oder Traurigkeit verstärken? |
| Mimik | Wie heißt der Ausdruck eines Gesichts? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Szenenzusammenfassung: Wähle eine wichtige Szene aus Eurer Ganzschrift und fasse sie in drei einfachen Sätzen zusammen.
- Figurenwirkung: Sammle fünf passende Adjektive für eine Hauptfigur und begründe zwei davon mit Beobachtungen aus dem Buch.
- Stimme: Höre eine kurze Hörbuchstelle und notiere drei Wörter, die die Stimme beschreiben.
- Filmszene: Sieh eine passende Filmszene und notiere, was Du im Bild siehst und was Du hörst.
Standard
- Medienvergleich: Vergleiche dieselbe Szene in Buch, Hörbuch und Film mithilfe des Vergleichsrasters.
- Kameraeinstellung: Suche in einer Filmszene eine Totale und eine Nahaufnahme. Erkläre jeweils in einem Satz ihre Wirkung.
- Sprechgestaltung: Lies einen kurzen selbst verfassten Text zweimal unterschiedlich ein und vergleiche, wie sich die Wirkung verändert.
- Filmmusik: Schau eine kurze selbst erstellte oder frei verfügbare Szene einmal mit und einmal ohne Musik. Beschreibe den Unterschied.
Schwer
- Storyboard: Übertrage eine kurze selbst verfasste Szene in ein Storyboard mit mindestens sechs Bildern und notiere Kameraeinstellungen.
- Regieentscheidung: Verändere eine wichtige Szene aus Eurer Ganzschrift für eine eigene kurze Inszenierung und begründe drei Entscheidungen.
- Hörszene: Produziere eine eigene kurze Hörfassung mit Stimme, Pausen und selbst erzeugten Geräuschen. Erkläre danach Deine Gestaltung.
- Medienkritik: Verfasse einen Vergleichstext, in dem Du erklärst, welches Medium eine ausgewählte Figur für Dich am deutlichsten zeigt und warum.


Lernkontrolle
- Transfer Buch zu Film: Eine Figur denkt im Buch lange über eine schwierige Entscheidung nach. Entwickle zwei Möglichkeiten, wie ein Film diese Gedanken ohne langen gesprochenen Text zeigen könnte.
- Transfer Buch zu Hörbuch: Erkläre, wie eine Sprecherin denselben Satz einmal freundlich und einmal bedrohlich wirken lassen kann. Gehe auf Tempo, Lautstärke oder Betonung ein.
- Wirkung von Musik: Eine ruhige Filmszene wird mit sehr schneller, lauter Musik unterlegt. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändern könnte, und begründe Deine Vermutung.
- Kamera und Figur: Eine Figur wird zuerst in einer Totalen und danach in einer Nahaufnahme gezeigt. Erkläre, welche unterschiedlichen Informationen die beiden Einstellungen geben können.
- Medienentscheidung: Entscheide für eine besonders emotionale Szene aus Eurer Ganzschrift, ob Du sie lieber als Buchstelle, Hörbuch oder Film präsentieren würdest. Begründe mit mindestens drei Gestaltungsmitteln.
- Vergleichsurteil: In der Verfilmung fehlt eine Nebenhandlung aus dem Buch. Erkläre, wann eine solche Kürzung sinnvoll sein kann und wann wichtige Informationen verloren gehen könnten.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fachwörter nennst, sondern sie an einer konkreten Szene anwenden kannst.
- Du kannst den Inhalt einer ausgewählten Szene knapp und verständlich wiedergeben.
- Du kannst Buch, Hörbuch und Film derselben Szene eindeutig zuordnen.
- Du kannst die Wirkung mindestens einer Figur beschreiben und begründen.
- Du kannst im Hörbuch Stimme, Sprechtempo, Betonung und Pausen untersuchen.
- Du kannst im Film Musik, Geräusche oder Stille beschreiben.
- Du kannst mindestens eine Nahaufnahme und eine Totale erkennen und ihre mögliche Wirkung erklären.
- Du kannst Unterschiede zwischen Vorlage und Verfilmung sachlich benennen.
- Du kannst Beobachtung und Wirkung voneinander unterscheiden.
- Du kannst einen kurzen Medienvergleich mit passenden Satzverknüpfungen schreiben.
- Du kannst ein eigenes begründetes Urteil formulieren, ohne nur „besser“ oder „schlechter“ zu schreiben.
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