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D5 E - Quellen, Urheberrecht und Medienverantwortung

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D5 E - Quellen, Urheberrecht und Medienverantwortung



Einleitung

D5 E - Quellen, Urheberrecht und Medienverantwortung

Stell Dir vor: Du sollst für die Klasse eine digitale Präsentation über ein spannendes Tier erstellen. Du findest ein Buch, mehrere Webseiten, Suchtreffer, ein tolles Foto, einen Podcast und ein Video. Eine KI liefert Dir in wenigen Sekunden eine Zusammenfassung. Außerdem möchtest Du ein Foto aus Eurer Gruppe und passende Musik einbauen. Jetzt beginnen die wichtigen Fragen: Welche Information ist verlässlich? Wer hat das Werk geschaffen? Darfst Du es verwenden? Darfst Du andere Personen zeigen? Welche Daten gehören nicht ins Netz? Und wie machst Du sichtbar, wenn Dir eine KI geholfen hat?

Genau darum geht es in diesem aiMOOC. Du lernst nicht nur Regeln auswendig, sondern triffst begründete Entscheidungen. Auf dem E-Niveau sollst Du Fachbegriffe korrekt verwenden, Quellen vergleichen, Rechte prüfen, problematische Veröffentlichungen erkennen und bessere Lösungen entwickeln.

Merksatz: Nur weil Du etwas finden, kopieren oder mit einer KI erzeugen kannst, bedeutet das noch nicht, dass es richtig, wahr oder zur Veröffentlichung erlaubt ist.

Dieser Lernkurs erklärt Grundregeln für den Schulalltag. Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei Unsicherheit über eine echte Veröffentlichung fragst Du eine Lehrkraft und beachtest die Regeln Deiner Schule.


Vorwissen aktivieren

Beantworte zuerst ohne Suchmaschine und ohne KI die folgenden Fragen. Notiere jeweils Deine Begründung.

  1. Quelle: Woran erkennst Du, woher eine Information stammt?
  2. Urheberrecht: Darfst Du jedes Bild verwenden, das eine Suchmaschine anzeigt?
  3. Persönlichkeitsrecht: Wer sollte entscheiden, ob ein erkennbares Foto von Dir öffentlich erscheint?
  4. Künstliche Intelligenz: Woran könntest Du erkennen, ob eine KI-Antwort einen Fehler enthält?
  5. Datenschutz: Welche Angaben über Dich würdest Du niemals in eine öffentliche Aufgabe schreiben?

Sofort-Feedback zum Vorwissen: Gute Antworten unterscheiden mindestens zwischen Fundort und Originalquelle, nennen bei fremden Werken eine Erlaubnis oder Lizenz, beachten die Zustimmung abgebildeter Personen, verlangen für KI-Aussagen Belege und schützen persönliche Daten. Wenn Dir diese Begriffe noch unsicher sind, ist das völlig in Ordnung: Genau dafür ist der Kurs da.


Lernziele

Nach dem aiMOOC kannst Du ...

  1. Quellen als Herkunft von Informationen und Belegen erklären und einen Suchtreffer von der eigentlichen Quelle unterscheiden.
  2. Quellen prüfen, indem Du Urheber oder Herausgeber, Inhalt, Datum, Belege, Absicht und Vergleichsquellen untersuchst.
  3. Quellenangaben für Text, Bild, Audio, Video und Internetmaterial verständlich erstellen.
  4. eigene und fremde Werke unterscheiden und erklären, warum eine Quellenangabe allein noch keine Nutzungserlaubnis ist.
  5. Lizenzen lesen und besonders BY, SA, NC und ND korrekt deuten.
  6. Persönlichkeitsrechte und Datenschutz bei Fotos, Stimmen, Namen und anderen personenbezogenen Daten beachten.
  7. Veröffentlichungen mit einer festen Prüfroutine planen und zwischen einem geschützten Klassenraum und einer öffentlichen Website unterscheiden.
  8. KI-Ausgaben mit Quellen vergleichen, mögliche Fehler erkennen, Antworten verbessern und die eigene KI-Nutzung transparent machen.


Quellen verstehen und prüfen

Eine Quelle ist die Herkunft einer Information oder eines Belegs. Quellen können sehr unterschiedlich aussehen: ein Buch, eine Webseite, ein Foto, eine Tonaufnahme, ein Podcast, ein Video, eine Statistik, ein Interview, eine Präsentation oder ein Dokument.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Fundweg und Quelle. Eine Suchmaschine hilft Dir zum Beispiel, etwas zu finden. Der Suchtreffer ist aber zunächst nur ein Hinweis auf eine Webseite. Erst wenn Du die Seite öffnest, kannst Du prüfen, wer die Information veröffentlicht hat, wann sie entstanden ist und worauf sie sich stützt.


Die Sechs-Fragen-Prüfung

Für Klasse 5 kannst Du eine Quelle mit sechs Fragen untersuchen:

Prüffrage Worauf Du achtest Fachwort
Wer? Wer hat den Inhalt erstellt oder veröffentlicht? Ist die Person oder Organisation erkennbar? Urheber / Herausgeber
Was? Was wird behauptet? Handelt es sich um Information, Meinung, Werbung oder Unterhaltung? Aussage
Wo? Wo erscheint der Inhalt? Auf einer Behörden-, Schul-, Medien-, Firmen- oder unbekannten Seite? Fundort
Wann? Gibt es ein Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum? Ist die Information für Deine Frage noch aktuell? Aktualität
Womit belegt? Werden nachvollziehbare Quellen, Daten, Dokumente oder Fachleute genannt? Beleg
Warum veröffentlicht? Soll informiert, überzeugt, verkauft, unterhalten oder provoziert werden? Absicht

E-Niveau: Eine Begründung wie „Die Seite sieht gut aus“ reicht nicht. Formuliere präziser: „Ich halte die Aussage für eher verlässlich, weil der Herausgeber genannt wird, ein aktuelles Datum vorhanden ist und die zentrale Behauptung durch eine nachvollziehbare Quelle belegt wird.“


Suchergebnisse sind noch keine Beweise

Die folgende Tabelle ist eine fiktive Suchergebnis-Seite. Sie enthält keine echten Personen oder Firmen.

Treffer Darstellung Erste Einschätzung
A Anzeige: TurboLern-App – nur heute 90 Prozent schlauer! Werbung; starke Behauptung; Belege fehlen
B Kinderlexikon: Warum Bienen wichtig sind – Autor und Aktualisierungsdatum angegeben möglicher Einstieg; Originalseite öffnen und Belege prüfen
C Unbekannter Blog: Das verschweigen Dir alle über Bienen!!! starke Emotionalisierung; Urheber und Belege prüfen
D Universität: Forschungsprojekt zu Wildbienen – Projektteam, Methode und Veröffentlichungsdatum vorhanden geeigneter Kandidat für eine genauere Prüfung

Arbeitsauftrag: Begründe für jeden Treffer in einem vollständigen Satz, warum Du ihn zuerst eher stark, mittel oder schwach einschätzt. Öffne bei einer echten Recherche anschließend die Originalquelle. Ein Rankingplatz allein sagt nichts darüber aus, ob eine Behauptung stimmt.


Werbung erkennen

Werbung ist nicht automatisch falsch. Sie verfolgt aber meist das Ziel, Aufmerksamkeit zu erzeugen und ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Idee attraktiv darzustellen. Deshalb prüfst Du Werbeaussagen besonders sorgfältig.

Frage bei Werbung: Wer will was von mir? Welche Aussage ist überprüfbar? Welcher Beleg fehlt? Eine Formulierung wie „das beste Produkt“ ist zum Beispiel etwas anderes als eine überprüfbare Angabe mit nachvollziehbarer Quelle.


Quellen richtig angeben

Eine gute Quellenangabe ermöglicht anderen, Deine Herkunft nachzuvollziehen. Je nach Medium unterscheiden sich die Details. Für Klasse 5 hilft dieses Grundschema:

Medium Sinnvolle Angaben Beispiel mit erfundenen Daten
Buch Autorin oder Autor – Titel – Verlag – Jahr – Seite Beispiel, Lina: Die Welt der Wildbienen. Lernverlag, 2026, S. 24.
Webseite Autor oder Herausgeber – Seitentitel – Internetadresse – Veröffentlichungsdatum, wenn vorhanden – Abrufdatum Naturlexikon: Wildbienen im Garten. Beispieladresse, veröffentlicht 2026, abgerufen am 12.09.2026.
Bild Titel oder Dateiname – Urheber – Fundort – Lizenz – Lizenzlink Beispielbild.svg – Musterautor – Wikimedia Commons – CC BY-SA 4.0.
Audio oder Podcast Titel – Sprecher oder Redaktion – Plattform oder Fundort – Datum – Lizenz, wenn zur Weiternutzung relevant Bienen hören – Beispielredaktion – Schularchiv – 2026 – CC BY 4.0.
Video Titel – Kanal oder Herausgeber – Plattform – Datum – Link – Lizenz, wenn zur Weiternutzung relevant Bienen erklärt – Beispielkanal – Videoplattform – 2026.

Wichtig: Eine Quellenangabe beantwortet die Frage „Woher stammt das?“. Eine Lizenz oder Erlaubnis beantwortet die andere Frage „Was darf ich damit tun?“. Beides darfst Du nicht verwechseln.


Urheberrecht: fremde und eigene Werke

Das deutsche Urheberrechtsgesetz schützt persönliche geistige Schöpfungen. Dazu können zum Beispiel Texte, Musik, Werke der bildenden Kunst, Fotografien, Filme und wissenschaftliche oder technische Darstellungen gehören. Für Deinen Schulalltag gilt eine sichere Grundregel: Behandle fremde kreative Inhalte zunächst als geschützt, bis Du eine klare Erlaubnis, passende Lizenz oder gesetzliche Ausnahme gefunden hast.


Eigene Werke

Auch Du kannst Urheberin oder Urheber eines eigenen Werkes sein, zum Beispiel bei einer selbst geschriebenen Geschichte, einer selbst entworfenen Infografik, einer eigenen Zeichnung, einem eigenen Foto oder einem selbst produzierten Podcast.

Aber: Ein Werk wird nicht automatisch vollständig „frei von fremden Rechten“, nur weil Du die Datei selbst zusammengestellt hast. Wenn Du darin fremde Bilder, Musik, Texte oder Aufnahmen anderer Personen verwendest, musst Du auch deren Rechte beachten.


Fremde Werke

Bei fremden Werken gibt es mehrere rechtssichere Wege:

  1. Eigene Gestaltung: Erstelle Text, Foto, Zeichnung, Musik oder Grafik selbst, ohne geschützte Inhalte anderer einfach zu übernehmen.
  2. Erlaubnis: Die Rechteinhaberin oder der Rechteinhaber erlaubt die Nutzung.
  3. Lizenz: Eine Lizenz erklärt vorab, was erlaubt ist und welche Bedingungen gelten.
  4. Gemeinfreiheit: Manche Inhalte sind nicht oder nicht mehr urheberrechtlich geschützt oder wurden mit Werkzeugen wie CC0 zur möglichst freien Nutzung freigegeben.
  5. Zitatrecht: Ein veröffentlichtes Werk darf unter gesetzlichen Voraussetzungen zitiert werden, wenn das Zitat einen echten Zweck in Deinem eigenen Werk erfüllt und nur so weit verwendet wird, wie dieser Zweck es rechtfertigt.

Merksatz zum Zitat: Ein Zitat ist kein Schmuckstück. Du setzt Dich in Deinem eigenen Text mit dem zitierten Inhalt auseinander, kennzeichnest die Übernahme und nennst die Quelle.


Schule intern ist nicht dasselbe wie öffentlich

Für Unterricht und Lehre gibt es besondere gesetzliche Regeln. Ein passwortgeschützter Kursraum für die eigene Lerngruppe ist rechtlich nicht dasselbe wie eine weltweit sichtbare Schulhomepage. Nach dem aktuellen Internet-ABC-Schwerpunkt zur Unterrichtsschranke darf Material innerhalb der Lehrveranstaltung unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden; ein öffentlicher Zugriff über die Schulwebsite ist davon nicht automatisch gedeckt.

Für Dich bedeutet das praktisch: Bevor Du fremdes Material öffentlich veröffentlichst, prüfe die Nutzungserlaubnis besonders sorgfältig.


Creative Commons und offene Medien

Creative Commons stellt standardisierte Lizenzen bereit. Sie helfen Urheberinnen und Urhebern, anderen bestimmte Nutzungen zu erlauben. Entscheidend ist immer die konkrete Lizenz.

Die vier häufigen Kürzel bedeuten:

Kürzel Bedeutung Was Du daraus ableitest
BY Namensnennung Du gibst die geforderten Urheber- und Rechteangaben an.
SA Weitergabe unter gleichen Bedingungen Wenn Du eine Bearbeitung veröffentlichst, musst Du dafür dieselbe oder eine kompatible Lizenz verwenden.
NC nicht kommerziell Die Nutzung ist auf nicht kommerzielle Zwecke beschränkt. Im Zweifel prüfst Du die genaue Lizenz und den geplanten Zweck.
ND keine Bearbeitungen Eine veränderte Fassung darf nicht einfach unter dieser Lizenz weitergegeben werden.

CC0 ist keine der sechs CC-Lizenzen, sondern ein Werkzeug, mit dem Rechte soweit wie möglich aufgegeben werden. Trotzdem können andere Rechte bestehen, zum Beispiel Persönlichkeitsrechte an abgebildeten Menschen.


Lizenzangabe als Fünfer-Regel

Wenn Du ein offen lizenziertes Werk nutzt, notiere möglichst:

  1. Titel oder Dateiname
  2. Urheber oder Urheberin
  3. Quelle oder Ursprungsort
  4. Lizenz mit Versionsnummer
  5. Lizenzlink und bei Bearbeitungen einen Hinweis auf Deine Änderung

Eine Lizenz ist also kein Freifahrtschein. Sie ist eine Erlaubnis mit Bedingungen.

Datei:Wie dürfen unsere Creative Commons-Inhalte verwendet werden - Tagesschau.webm

Arbeitsauftrag zum Video: Notiere drei Bedingungen, die bei einer CC-BY-SA-Nutzung wichtig sind. Vergleiche anschließend Deine Notizen mit der Lizenzseite des verwendeten Werkes.


Vertiefung: CC-Lizenzkombinationen

Datei:Erklärung der CC-Lizenzkombinationen - YouTube.webm

Das Video der eScouts der Ruhr-Universität Bochum steht selbst unter CC BY-SA 4.0. Prüfe auf der Dateibeschreibungsseite, welche Urheberangabe verlangt wird. Damit übst Du nicht nur Theorie, sondern echte Lizenzprüfung.


Persönlichkeitsrechte und Recht am eigenen Bild

Beim Foto einer Person können gleichzeitig unterschiedliche Rechte wichtig sein. Das Urheberrecht am Foto betrifft das Werk beziehungsweise die Aufnahme. Das Recht am eigenen Bild betrifft die abgebildete Person. Zusätzlich kann der Datenschutz eine Rolle spielen.

Das Kunsturhebergesetz nennt als Grundregel für das Verbreiten oder öffentliche Zeigen von Bildnissen die Einwilligung der abgebildeten Person; es gibt gesetzliche Ausnahmen. Für Deinen Schulalltag ist deshalb die sichere Handlungsregel: Frage vor dem Fotografieren und erst recht vor dem Veröffentlichen nach Zustimmung. Verlass Dich nicht leichtfertig auf eine Ausnahme.

Bei Kindern und Jugendlichen gelten zusätzlich die Regeln der Schule und je nach Situation Anforderungen an die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.


Drei verschiedene Fragen bei einem Personenfoto

Prüffrage Beispiel Fachbereich
Wer hat das Foto gemacht und darf ich es verwenden? Ein Mitschüler hat fotografiert. Urheberrecht
Darf die erkennbare Person öffentlich gezeigt werden? Eine Person steht deutlich im Vordergrund. Recht am eigenen Bild
Welche personenbezogenen Angaben werden mitveröffentlicht? Name, Klasse oder Standort stehen in der Bildunterschrift. Datenschutz

Transfer: Selbst wenn Du das Foto selbst aufgenommen hast, darfst Du daraus nicht schließen, dass Du es mit jeder erkennbaren Person ohne Rückfrage öffentlich posten darfst.


Datenschutz: So wenig wie nötig

Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Im Schulalltag können das zum Beispiel Name, Foto, Stimme, Kontaktdaten, genauer Standort oder eine Kombination aus Schule und Klasse sein.

Ein wichtiges Prinzip ist die Datenminimierung: Verwende für eine Aufgabe nur die personenbezogenen Daten, die wirklich erforderlich sind. Bei Übungsaufgaben kannst Du oft ganz auf echte Namen, Adressen oder andere private Angaben verzichten.


Die Datenampel

Stufe Beispiel Handlung
Grün erfundener Name, allgemeines Sachthema, selbst gezeichnete Figur meistens unproblematisch für Übungen
Gelb eigenes Foto, eigene Stimme, Klassenangabe, genauer Aufnahmeort Zweck und Freigabe prüfen; Schulregeln beachten
Rot Passwort, private Adresse, geheime Zugangsdaten, fremde private Nachrichten nicht in Aufgaben, öffentliche Seiten oder KI-Systeme eingeben

KI-Regel: Gib einer KI für diese Aufgaben keine Passwörter, privaten Kontaktdaten, echten privaten Nachrichten oder andere unnötigen personenbezogenen Daten.


Verantwortlich veröffentlichen

Vor einer Veröffentlichung hilft Dir die PAUSE-Regel:

Buchstabe Prüfschritt Leitfrage
P Prüfen Stimmen meine Aussagen und habe ich Belege?
A Autor und Lizenz Wer hat fremde Inhalte erstellt und darf ich sie so nutzen?
U Um Zustimmung kümmern Sind Personen zu sehen oder zu hören und liegt die nötige Zustimmung vor?
S Sparsam mit Daten Veröffentliche ich wirklich nur notwendige personenbezogene Daten?
E Erst dann veröffentlichen Ist das Publikum passend: nur Lerngruppe oder öffentliches Internet?

Warum diese Reihenfolge wichtig ist: Ein inhaltlich richtiger Beitrag kann trotzdem Rechte verletzen. Ein rechtlich nutzbares Bild kann trotzdem eine Person bloßstellen. Und ein technisch gelöschter Beitrag kann bereits kopiert oder weitergeleitet worden sein.


Medienlabor: sehen, hören, recherchieren, produzieren

In diesem Medienlabor untersuchst Du verschiedene Medienformen. Arbeite immer nach derselben Grundidee: Quelle prüfen → Rechte prüfen → Personen und Daten prüfen → Veröffentlichung begründen.


Station 1: Buch und Webseite

Vergleiche ein Schulbuch oder Sachbuch mit einer aktuellen Webseite zum gleichen Thema. Notiere jeweils Autor oder Herausgeber, Titel, Datum, Belege und Fundort. Entscheide anschließend, welche Quelle für welche Aussage besser geeignet ist. Eine gedruckte Quelle ist nicht automatisch richtig und eine Webseite nicht automatisch unzuverlässig.

Hilfestufe 1: Suche zuerst nach Impressum, Autor, Datum und Quellenverweisen.

Hilfestufe 2: Verwende den Satzanfang: „Für die Aussage ... ist Quelle ... geeigneter, weil ...“.

Hilfestufe 3: Prüfe zusätzlich, ob die Quelle informiert, wirbt, kommentiert oder unterhält.


Station 2: Suchtreffer und Quellenvergleich

Suche zu einer sachlichen Frage mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen. Verwende keine personenbezogene Suchanfrage. Halte fest, ob beide Quellen die Kerninformation bestätigen oder ob sie sich widersprechen.

Wiederholungsregel: Eine KI-Antwort und zehn Webseiten, die voneinander abschreiben, sind nicht automatisch zehn unabhängige Belege.


Station 3: Bild und Infografik

Wähle auf Wikimedia Commons ein Bild zu einem Unterrichtsthema. Öffne unbedingt die Dateibeschreibungsseite und notiere:

  1. Dateiname: Wie heißt die Datei genau?
  2. Urheber: Wer hat sie erstellt?
  3. Lizenz: Unter welcher Lizenz steht sie?
  4. Bearbeitung: Darfst Du sie verändern?
  5. Namensnennung: Welche Angaben musst Du machen?
  6. Persönlichkeitsrecht: Sind erkennbare Personen abgebildet und könnten zusätzliche Rechte wichtig sein?

Erstelle danach eine kleine Infografik mit eigenen Symbolen und einem kurzen Lizenzhinweis für verwendete Fremdmedien.


Station 4: Audio und Podcast

Die Audiodatei ist ein gesprochenes Wikipedia-Beispiel auf Wikimedia Commons. Öffne ihre Dateiseite und untersuche Urheberangaben und Lizenz.

Produziere anschließend einen eigenen 30- bis 45-sekündigen Mini-Podcast mit dem Thema „So prüfe ich eine Quelle“. Verwende nur Deine eigene Stimme, wenn Du sie für die vorgesehene Nutzung freigeben möchtest. Alternativ kannst Du den Text nur schriftlich als Sprecherplan abgeben. Nutzt Du Geräusche oder Musik, müssen auch deren Rechte geklärt sein.


Station 5: Video und sichere Internetnutzung

Das klicksafe-Video mit Tomatolix behandelt unter anderem Datenschutz, „erst denken, dann klicken“ und Urheberrecht. Notiere beim Sehen je einen konkreten Handlungstipp zu Daten, Klicken und Urheberrecht.

Datenschutzhinweis für den Unterricht: Ein eingebetteter externer Videoplayer kann Daten an den Plattformanbieter übertragen. Ob und wie ein externer Dienst im Unterricht eingesetzt wird, richtet sich nach den Vorgaben Deiner Schule und Lehrkraft. Wenn das Video nicht geöffnet werden soll, bearbeitest Du die textbasierten Aufgaben dieses aiMOOCs.


Station 6: Fake News und Quellenkritik

Die FINNreporter von fragFINN erklären kindgerecht, wie Falschinformationen geprüft werden können.

Vergleiche anschließend die Tipps von fragFINN und SRF Kids. Erstelle eine Tabelle mit drei Spalten: gemeinsamer Tipp, unterschiedlicher Schwerpunkt, eigene Prüfregel. Begründe, welcher Tipp Dir bei einer zukünftigen Recherche am meisten hilft.


Station 7: Werbung analysieren

Entwirf eine fiktive Werbung für ein erfundenes Schulprodukt. Markiere danach selbstkritisch drei Stellen: eine Tatsachenbehauptung, eine Meinung oder Übertreibung und einen Beleg. Wenn ein Beleg fehlt, schreibe ausdrücklich „Beleg fehlt“. So lernst Du, Werbesprache von überprüfbaren Aussagen zu unterscheiden.


Station 8: Präsentation mit Quellenfolie

Erstelle vier Folien zu einem Sachthema. Kennzeichne auf jeder Folie, welche Inhalte eigene Gedanken und welche Informationen aus Quellen sind. Die letzte Folie heißt Quellen und Mediennachweise. Dort stehen Textquellen sowie Bild-, Audio- und Videonachweise mit Lizenzangaben.


Station 9: Storyboard vor der Veröffentlichung

Ein Storyboard hilft Dir, eine Medienproduktion vorab zu planen. Zeichne sechs Bildfelder für ein kurzes Erklärvideo. Schreibe unter jedes Feld drei Mini-Hinweise: Quelle? Rechte? Daten? Wenn eine Person vorkommt, ergänzt Du Zustimmung?

Sofort-Feedback: Ein gutes Storyboard plant nicht nur Kamerabilder. Es plant auch, wo fremde Materialien eingesetzt werden, wie sie belegt werden, ob Personen erkennbar sind und ob unnötige Daten vermieden werden.


Fachsprache: Begriffe sicher verwenden

Fachbegriff Präzise Erklärung für Klasse 5
Quelle Herkunft einer Information oder eines Belegs
Urheber Person, die ein Werk schöpferisch geschaffen hat
Werk geschützte persönliche geistige Schöpfung, zum Beispiel ein Text, Bild oder Film
Lizenz festgelegte Bedingungen, unter denen ein Werk genutzt werden darf
Zitat gekennzeichnete Übernahme aus einem Werk zu einem begründeten Zitatzweck
Einwilligung Zustimmung einer betroffenen Person zu einer bestimmten Nutzung
Personenbezogene Daten Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen
Datenminimierung nur die Daten verwenden, die für den Zweck erforderlich sind
Veröffentlichung Inhalt einem bestimmten oder unbestimmten Publikum zugänglich machen
Quellenkritik Herkunft, Aussage, Belege, Aktualität und Absicht einer Quelle systematisch prüfen


KI-Kompetenz: selbst denken, prüfen und transparent verbessern

Eine KI kann beim Formulieren, Ordnen oder Erklären helfen. Sie kann aber auch falsche Aussagen erzeugen, Quellen erfinden, Zusammenhänge übertreiben oder wichtige Bedingungen weglassen. Deshalb bleibt die Verantwortung bei Dir.

Spiralprinzip von Klasse 5 bis 10:

selbst denken → KI gezielt nutzen → Ausgabe prüfen → mit Text, Regel oder Quelle vergleichen → verbessern → KI-Hilfe transparent machen

Klasse Schwerpunkt der KI-Kompetenz Typische Leistung
5 einzelne Aussagen prüfen und KI-Hilfe sichtbar machen eigene Vorantwort schreiben, KI-Vorschlag prüfen, eine verlässliche Quelle gegenlesen, Fehler verbessern
6 Quellenangaben und Links genauer kontrollieren prüfen, ob genannte Quellen wirklich existieren und die behauptete Aussage tragen
7 mehrere unabhängige Quellen vergleichen Übereinstimmungen, Widersprüche und fehlenden Kontext erkennen
8 Rechte, Datenschutz und Verzerrungen mitdenken KI-Nutzung nach Zweck, Datenrisiko und möglicher Einseitigkeit beurteilen
9 Belegketten und erzeugte Quellen systematisch validieren Behauptung, Beleg und Schlussfolgerung getrennt prüfen
10 transparent und reproduzierbar mit KI arbeiten Vorgehen dokumentieren, Unsicherheiten benennen, Ergebnisse aus mehreren Quellen begründet absichern


Anspruchsvolle KI-Kompetenzaufgabe: Der KI-Audit

Ausgangsfrage: „Darf ich ein fremdes Foto, das ich über eine Suchmaschine gefunden habe, auf einer öffentlich sichtbaren Schulhomepage verwenden, wenn ich nur den Link als Quelle nenne?“

Schritt 1 – selbst denken: Schreibe zuerst Deine eigene Antwort in zwei bis vier Sätzen. Nutze noch keine KI.

Schritt 2 – zwei KI-Ausgaben vergleichen:

KI-Ausgabe A – absichtlich fehlerhaft: „Ja. Wenn Du den Link angibst, ist klar, woher das Foto stammt. Deshalb ist die Nutzung erlaubt.“

KI-Ausgabe B – sorgfältiger, aber trotzdem zu prüfen: „Eine Quellenangabe allein ist noch keine Erlaubnis. Ein Suchtreffer zeigt Dir zunächst nur einen Fundort. Prüfe die Originalseite und die Lizenz oder eine andere Nutzungserlaubnis. Wenn erkennbare Personen auf dem Foto sind, können zusätzlich Persönlichkeits- und Datenschutzrechte wichtig sein. Eine öffentliche Schulhomepage ist außerdem nicht dasselbe wie ein geschützter Kursraum.“

Schritt 3 – Behauptungen zerlegen: Markiere in beiden Ausgaben jede überprüfbare Behauptung. Schreibe daneben richtig, falsch, zu ungenau oder noch offen.

Schritt 4 – Belege prüfen: Vergleiche die Aussagen mindestens mit diesen Quellen:

  1. § 51 UrhG – Zitate
  2. Internet-ABC – Schranken des Urheberrechts für die Schule
  3. Creative Commons – Lizenzübersicht
  4. § 22 KunstUrhG – Bildnisse

Schritt 5 – verbessern: Formuliere eine neue Antwort mit höchstens sechs Sätzen. Sie muss zwischen Quellenangabe, Nutzungserlaubnis, öffentlicher Veröffentlichung und möglichen Rechten abgebildeter Personen unterscheiden.

Schritt 6 – KI-Hilfe transparent machen: Ergänze am Ende: „KI genutzt für: ... | Geprüft mit: ... | Von mir geändert: ... | Unsicherheit: ...“

Schritt 7 – Datenschutz prüfen: Verwende für die KI-Aufgabe keine echten Namen, privaten Fotos, Adressen, Passwörter, privaten Chatverläufe oder andere unnötigen personenbezogenen Daten.

Sofort-Feedback zum KI-Audit: Ausgabe A ist problematisch, weil sie Quellenangabe und Nutzungserlaubnis verwechselt. Ausgabe B trennt diese Punkte deutlich besser, muss aber ebenfalls mit Rechts- und Lizenzquellen geprüft werden. Eine gute Verbesserung erklärt außerdem, dass die schulische Unterrichtsschranke nicht automatisch eine Veröffentlichung auf einer frei zugänglichen Schulhomepage erlaubt. Bei erkennbaren Personen müssen zusätzliche Rechte geprüft werden. Volle Punktzahl gibt es nur, wenn Du Deine Belege nennst und die KI-Hilfe transparent dokumentierst.


Bewertungsraster für den KI-Audit

Bereich 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Behauptungen nicht getrennt teilweise getrennt vollständig und präzise getrennt
Belege keine Belege ein Beleg ohne klare Zuordnung passende Belege werden Aussagen zugeordnet
Fehlerprüfung KI wird ungeprüft übernommen ein Problem erkannt Fehler, Lücken und Unsicherheiten begründet erklärt
Verbesserung kaum verändert teilweise präziser fachlich klar, knapp und begründet verbessert
Transparenz KI-Hilfe verschwiegen KI erwähnt Zweck, Prüfung, Änderungen und Unsicherheiten offengelegt

Auswertung: 0–4 Punkte: Wiederhole Quellenangabe, Lizenz und öffentliche Veröffentlichung. 5–7 Punkte: Bearbeite den Audit noch einmal mit einem zweiten Beleg. 8–10 Punkte: Vertiefe mit einem komplexeren Fall, bei dem Bildlizenz, Personendarstellung und KI-Quelle gleichzeitig geprüft werden.


Hilfestufen und Wiederholung


Hilfestufe 1: Schlüsselwörter

Wenn Du festhängst, suche in Deiner Aufgabe nach diesen Wörtern: Quelle – Beleg – Urheber – Lizenz – Einwilligung – personenbezogene Daten – Publikum – KI-Hilfe.


Hilfestufe 2: Satzstarter

  1. Begründung: „Ich halte die Quelle für ..., weil ...“
  2. Lizenzprüfung: „Die Datei darf ich ... nutzen, wenn ...“
  3. Persönlichkeitsrecht: „Vor der Veröffentlichung muss ich klären, ob ...“
  4. Datenschutz: „Diese Angabe ist nicht nötig, deshalb ...“
  5. KI-Prüfung: „Die KI behauptet ..., aber Quelle ... zeigt ...“
  6. Verbesserung: „Ich ändere die Antwort, weil ...“


Hilfestufe 3: Prüfliste für schwierige Fälle

  1. Sachprüfung: Welche konkrete Aussage soll stimmen?
  2. Quellenprüfung: Wer belegt sie und wie aktuell ist der Beleg?
  3. Rechteprüfung: Ist das fremde Material zur geplanten Nutzung freigegeben?
  4. Personenprüfung: Sind Menschen erkennbar oder hörbar?
  5. Datenprüfung: Welche personenbezogenen Daten werden wirklich benötigt?
  6. Publikumsprüfung: Wer kann das Ergebnis sehen?
  7. KI-Prüfung: Welche Teile stammen von einer KI und wurden sie kontrolliert?
  8. Transparenz: Ist fremde oder KI-gestützte Hilfe nachvollziehbar angegeben?


Wiederholung in drei Mini-Fällen

Fall A: Du hast ein Foto selbst aufgenommen. Eine Mitschülerin ist deutlich zu erkennen. Du möchtest das Bild öffentlich posten.

Feedback: Das eigene Fotografieren klärt das Urheberrecht an Deiner Aufnahme, aber nicht automatisch das Recht der erkennbaren Person. Vor einer Veröffentlichung musst Du Zustimmung und Schulregeln prüfen.

Fall B: Eine KI nennt eine angebliche Studie, aber der angegebene Link führt zu keiner Studie.

Feedback: Die Quellenangabe ist nicht verifiziert. Verwende die Behauptung nicht als belegt. Suche die Originalquelle oder ersetze die Aussage durch eine nachprüfbar belegte Information.

Fall C: Ein Commons-Bild steht unter CC BY-SA 4.0. Du möchtest es zuschneiden und öffentlich in einer eigenen Grafik verwenden.

Feedback: Prüfe die Dateiseite, nenne Urheber und Lizenz, kennzeichne die Bearbeitung und beachte bei einer veröffentlichten Bearbeitung die Share-Alike-Bedingung. Prüfe zusätzlich mögliche andere Rechte.


Mediennachweise der im aiMOOC verwendeten freien Commons-Medien

Die folgende Tabelle ist zugleich ein Beispiel dafür, wie Mediennachweise aussehen können. Maßgeblich bleibt jeweils die aktuelle Dateibeschreibungsseite auf Wikimedia Commons.

Datei Urheber oder Quelle Lizenzstatus laut Commons-Dateiseite Lernfunktion
Book icon.svg Xaeman Public Domain Symbol für Buchquellen
Website icon.svg Daniel Capilla CC0 1.0 Symbol für Webseiten
Magnifying-glass.svg RRZEicons CC BY-SA 3.0 Symbol für Recherche und Suche
Privacy icon.svg GDJ / Open Clip Art Library CC0 Visualisierung von Datenschutz
Podcast-icon.svg Yagraph unter anderem CC BY-SA 3.0 Symbol für Podcast und Audio
Presentation 2 icon-72a7cf.svg Tango-Projekt und Offnfopt Public Domain / CC0 laut Dateiseite Symbol für Präsentationen
Storyboard.jpg Heloise Magny Public Domain Beispiel für Produktionsplanung
AdvertisingBillboard 024 3.jpg Segnargsed CC BY-SA 4.0 Analyse von Werbung
Creative Commons Lizenzspektrum DE.svg JoeranDE nach Shaddim CC BY 4.0; CC-Symbole zusätzlich mit Hinweisen auf der Dateiseite Infografik zu Lizenzbedingungen
De-Podcasting-article.ogg Sprecher Anhezu und Wikipedia-Autorenschaft CC BY-SA 3.0 und GFDL laut Dateiseite Beispiel einer offenen Audiodatei
Erklärung der CC-Lizenzkombinationen eScouts der Ruhr-Universität Bochum, Christine Ruthenfranz und Matthias Kostrzewa CC BY-SA 4.0 Erklärvideo zu CC-Lizenzen
Wie dürfen unsere Creative-Commons-Inhalte verwendet werden Tagesschau ARD CC BY-SA 4.0 kurzes Lizenzbeispiel


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Quelle? (Herkunft einer Information oder eines Belegs) (!Der erste Treffer einer Suchmaschine) (!Jede beliebte Internetseite) (!Nur ein gedrucktes Buch)




Welche Aussage zur Quellenangabe ist richtig? (Eine Quellenangabe allein erlaubt nicht automatisch jede Nutzung) (!Eine Quellenangabe ersetzt immer eine Lizenz) (!Mit einem Link darf jedes Bild veröffentlicht werden) (!Quellen braucht man nur bei Büchern)




Wer ist Urheber oder Urheberin eines Werkes? (Die Person die das Werk schöpferisch geschaffen hat) (!Die Person die es zuerst im Internet findet) (!Die Person die es herunterlädt) (!Die Person die den größten Bildschirm besitzt)




Was ist vor der öffentlichen Veröffentlichung eines erkennbaren Fotos einer Mitschülerin besonders wichtig? (Die notwendige Zustimmung und die Schulregeln prüfen) (!Nur den Dateinamen ändern) (!Das Bild in eine Präsentation kopieren) (!Die Suchmaschine als Quelle nennen)




Was ist ein Beispiel für personenbezogene Daten? (Ein Foto auf dem eine Person erkennbar ist) (!Eine erfundene Tierart) (!Eine allgemeine Rechenaufgabe) (!Eine anonyme geometrische Form)




Was bedeutet BY bei einer Creative Commons Lizenz? (Die geforderte Namensnennung beachten) (!Das Werk muss geheim bleiben) (!Das Werk darf nie gezeigt werden) (!Die Quelle darf entfernt werden)




Was tust Du mit einer sachlichen KI Aussage vor der Übernahme? (Mit verlässlichen Quellen prüfen) (!Sofort veröffentlichen) (!Nur nach der schönsten Formulierung entscheiden) (!Den Quellenhinweis löschen)




Was bedeutet Datenminimierung? (Nur notwendige personenbezogene Daten verwenden) (!Möglichst viele Daten sammeln) (!Jede Datei verkleinern) (!Alle Namen öffentlich anzeigen)




Was ist ein Suchtreffer? (Ein Hinweis auf eine mögliche Quelle die noch geprüft werden muss) (!Immer ein wissenschaftlicher Beweis) (!Automatisch die ursprüngliche Quelle) (!Eine garantierte Nutzungserlaubnis)




Wie machst Du KI Hilfe transparent? (Du nennst wofür Du KI genutzt und wie Du das Ergebnis geprüft hast) (!Du behauptest alles allein erstellt zu haben) (!Du entfernst alle Quellen) (!Du kopierst die Ausgabe unverändert)





Memory

Quelle Herkunft einer Information
Urheber schöpferisch tätige Person
Lizenz Nutzungsbedingungen eines Werkes
Einwilligung Zustimmung einer betroffenen Person
Datenschutz Schutz personenbezogener Angaben
Zitat gekennzeichnete wörtliche Übernahme
Suchtreffer Ergebnis einer Suchanfrage
Bearbeitung Veränderung eines vorhandenen Werkes





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quellenangabe Urheber Titel und Fundort nennen
Einwilligung betroffene Person stimmt einer bestimmten Nutzung zu
Datenminimierung nur notwendige personenbezogene Angaben verwenden
CC BY geforderte Namensnennung beachten
Belegprüfung Behauptung mit einer verlässlichen Quelle vergleichen
Eigene Gestaltung neues Material selbst erstellen
Transparenz KI Hilfe und Prüfweg offenlegen






Kreuzworträtsel

Urheber Wie heißt die Person die ein Werk schöpferisch geschaffen hat?
Lizenz Welches Wort bezeichnet festgelegte Bedingungen für die Nutzung eines Werkes?
Quelle Wie heißt die Herkunft einer Information oder eines Belegs?
Datenschutz Welcher Begriff bezeichnet den Schutz personenbezogener Daten?
Einwilligung Wie heißt die Zustimmung einer betroffenen Person zu einer bestimmten Nutzung?
Suchtreffer Wie heißt ein Ergebnis das eine Suchmaschine zu einer Suchanfrage anzeigt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Herkunft einer Information oder eines Belegs heißt

.
Eine schöpferisch tätige Person kann

eines Werkes sein.
Regeln für die erlaubte Nutzung eines Werkes stehen in einer

.
Vor der Veröffentlichung eines erkennbaren Personenfotos ist häufig eine

wichtig.
Der Schutz personenbezogener Daten heißt

.
Eine gekennzeichnete wörtliche Übernahme zu einem begründeten Zweck ist ein

.
Ein Ergebnis einer Suchmaschine ist zunächst ein

.
Nur notwendige personenbezogene Angaben zu verwenden nennt man

.
Vor einer öffentlichen Nutzung fremder Inhalte muss das

geprüft werden.
Bei CC BY ist die

eine zentrale Bedingung.
Eine KI-Aussage muss vor der Übernahme

werden.
Die Nutzung von KI-Hilfe soll

gemacht werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Quellen-Detektiv: Wähle ein Sachthema und vergleiche dazu eine Buchseite mit einer Webseite. Notiere Autor oder Herausgeber, Datum, Fundort und einen Beleg. Begründe in drei Sätzen, wofür welche Quelle geeigneter ist.
  2. Buchangabe: Erstelle aus einem von der Lehrkraft bereitgestellten Buch eine vollständige Quellenangabe. Markiere anschließend farblich Autor, Titel, Verlag, Jahr und Seite.
  3. Bildlizenzkarte: Suche auf Wikimedia Commons ein Bild ohne erkennbare Privatpersonen. Notiere Dateiname, Urheber, Lizenz, Quelle und erlaubte Nutzung. Erkläre in einem Satz, warum ein Suchmaschinen-Vorschaubild nicht als Lizenznachweis genügt.
  4. Werbe-Spurensuche: Untersuche eine fiktive oder von der Lehrkraft bereitgestellte Werbung. Markiere Tatsachenbehauptung, Meinung oder Übertreibung, Quelle und fehlende Belege. Verwende keine personenbezogenen Daten.


Standard

  1. Suchduell: Recherchiere dieselbe Sachfrage mit einer Kindersuchmaschine und einer weiteren geeigneten Informationsquelle. Vergleiche Herausgeber, Datum, Belege, Absicht und Verständlichkeit. Entscheide begründet, welche Quelle Du für welche Aussage verwendest.
  2. Quellen-Podcast: Produziere einen 45-sekündigen Audiobeitrag zur PAUSE-Regel. Verwende eine erfundene Moderationsfigur oder nur Deine eigene Stimme mit passender Freigabe. Fremde Geräusche dürfen nur mit geklärten Rechten eingebaut werden; füge einen Mediennachweis hinzu.
  3. Storyboard zur sicheren Veröffentlichung: Zeichne sechs Einstellungen für ein Erklärvideo. Notiere unter jedem Feld Quelle, Rechte, mögliche Personen, notwendige Zustimmung und Daten. Überarbeite mindestens eine Szene, weil sie zunächst zu viele Informationen preisgibt.
  4. Präsentation mit Nachweisfolie: Erstelle vier Folien zu einem Unterrichtsthema. Trenne eigene Aussagen von übernommenen Informationen und füge eine Quellen- und Mediennachweisfolie hinzu. Erkläre mündlich, warum Quellenangabe und Nutzungserlaubnis zwei verschiedene Fragen sind.


Schwer

  1. KI-Audit: Bearbeite die anspruchsvolle KI-Kompetenzaufgabe dieses aiMOOCs vollständig. Ergänze einen zweiten selbst gefundenen Beleg, kennzeichne eine mögliche Unsicherheit und dokumentiere, welche Formulierung Du nach der Prüfung geändert hast.
  2. Rechtssicheres Medienpaket: Erstelle zu einem Sachthema ein Paket aus kurzem Text, Bild und Audio. Führe für jedes Element eine Rechte-Liste mit Urheber, Quelle, Lizenz, Bearbeitung, Personenbezug und geplantem Publikum. Begründe jede Veröffentlichung.
  3. Veröffentlichungsmatrix: Entwickle für fünf fiktive Materialien eine Tabelle mit den Spalten „nur privat“, „geschützter Kursraum“, „öffentliche Schulhomepage“ und „Begründung“. Nutze dabei die Fachbegriffe Lizenz, Unterrichtsschranke, Einwilligung, Datenschutz und Quellenangabe.
  4. Medien-Fallkonferenz: Löse einen komplexen Fall: Eine Gruppe erstellt mit KI einen Text, nutzt ein CC-BY-SA-Bild, nimmt eine erkennbare Person auf, zitiert einen kurzen Satz und veröffentlicht das Ergebnis. Prüfe nacheinander Sachrichtigkeit, Quelle, Urheberrecht, Lizenz, Zitat, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Publikum und KI-Transparenz. Formuliere zum Schluss eine verbesserte Veröffentlichungsfassung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Öffentlichkeit: Eine Lerngruppe darf ein fremdes Material in einem geschützten Kursraum verwenden und möchte es anschließend unverändert auf der öffentlichen Schulhomepage veröffentlichen. Erkläre, warum diese beiden Situationen getrennt geprüft werden müssen, und entwickle einen rechtssicheren nächsten Schritt.
  2. Quellenangabe oder Lizenz: Erkläre anhand eines selbst erfundenen Bildbeispiels den Unterschied zwischen „Ich sage, woher das Bild stammt“ und „Ich darf das Bild für meinen Zweck verwenden“. Verwende die Fachbegriffe Quellenangabe, Urheber und Lizenz.
  3. Fehlerhafte Quellenangabe verbessern: Du erhältst die Angabe „Internet, gestern“. Formuliere mindestens vier Rückfragen, mit denen Du daraus eine nachvollziehbare Quellenangabe entwickeln kannst.
  4. Personenfoto entscheiden: In einer selbst aufgenommenen Szene ist eine andere Person deutlich erkennbar. Entwickle zwei verschiedene Lösungen für eine Veröffentlichung: eine mit Zustimmung und eine ohne erkennbare Darstellung der Person. Begründe, welche Rechte Du jeweils berücksichtigst.
  5. KI-Belegprüfung: Eine KI liefert eine sehr überzeugende Antwort mit drei Quellen. Eine Quelle existiert nicht, eine erwähnt das Thema nur am Rand, eine stützt die zentrale Aussage. Beschreibe Deinen Prüfweg und formuliere eine verbesserte Antwort, in der nur tragfähige Belege verwendet werden.
  6. Werbung und Information: Vergleiche eine Werbeaussage mit einem sachlichen Informationsbeitrag zum gleichen Produkt oder Thema. Untersuche Absicht, Belege und Sprache und erkläre, warum die unterschiedliche Absicht die Quellenbewertung beeinflusst.
  7. PAUSE-Transfer: Entwickle für die Veröffentlichung eines Klassenpodcasts eine vollständige PAUSE-Prüfung. Berücksichtige Inhalte, Musik, Stimmen, Namen, Plattform, Publikum und Mediennachweise.


Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln nennst, sondern sie auf neue Fälle anwenden kannst.

  1. Fachsprache: Du verwendest Quelle, Urheber, Werk, Lizenz, Zitat, Einwilligung, personenbezogene Daten, Datenminimierung und Veröffentlichung korrekt.
  2. Quellenprüfung: Du untersuchst Autor oder Herausgeber, Inhalt, Datum, Belege, Absicht und Vergleichsquellen.
  3. Quellenangabe: Du kannst für Text und Medien nachvollziehbare Angaben erstellen.
  4. Rechteprüfung: Du unterscheidest Quellenangabe, Nutzungserlaubnis, Lizenz und Zitatrecht.
  5. Persönlichkeitsrecht: Du erkennst, wann erkennbare Personen besondere Prüfung und Zustimmung erfordern.
  6. Datenschutz: Du vermeidest unnötige personenbezogene Daten und kannst Datenminimierung begründen.
  7. Medienproduktion: Du dokumentierst Rechte, Quellen und Freigaben in einer Präsentation, einem Audio, einem Video oder einer Grafik.
  8. KI-Kompetenz: Du denkst zuerst selbst, prüfst KI-Ausgaben an Quellen, verbesserst Fehler und machst die KI-Hilfe transparent.
  9. Reflexion: Du kannst erklären, warum verantwortliches Veröffentlichen mehr bedeutet als „technisch hochladen können“.




Kompetenzcheck

Bewerte Dich für jede Aussage mit 0 = noch unsicher, 1 = teilweise sicher oder 2 = sicher und begründbar. Addiere Deine Punkte erst am Ende.

Kompetenz 0 1 2
Ich kann Suchtreffer und Originalquelle unterscheiden.
Ich kann die Glaubwürdigkeit einer Quelle mit mehreren Kriterien begründen.
Ich kann eine nachvollziehbare Quellenangabe erstellen.
Ich kann erklären, warum Quellenangabe und Nutzungserlaubnis verschieden sind.
Ich kann eine CC-Lizenz lesen und wichtige Bedingungen nennen.
Ich prüfe bei Personenfotos Zustimmung und weitere Rechte.
Ich verwende nur notwendige personenbezogene Daten.
Ich kann zwischen geschütztem Kursraum und öffentlicher Veröffentlichung unterscheiden.
Ich prüfe KI-Aussagen mit geeigneten Quellen.
Ich mache KI-Hilfe und eigene Änderungen transparent.

Maximal erreichbare Punktzahl: 20.


Kurze Selbstreflexion

Beantworte diese vier Sätze schriftlich:

  1. Das kann ich: „Beim Prüfen von Quellen kann ich inzwischen ...“
  2. Das war schwierig: „Besonders schwierig war ..., weil ...“
  3. Das ändere ich: „Vor meiner nächsten Veröffentlichung werde ich ...“
  4. KI-Verantwortung: „Wenn ich KI nutze, übernehme ich Verantwortung, indem ich ...“


Deine individuelle Empfehlung

0 bis 9 Punkte: Wiederholen. Arbeite noch einmal mit der Sechs-Fragen-Prüfung, der Datenampel, der PAUSE-Regel und den Quizaufgaben. Bearbeite danach erneut einen einfachen Bild- oder Webseitenfall.

10 bis 15 Punkte: Anwenden. Du hast wichtige Grundlagen. Wähle zwei Standard-Aufgaben und achte besonders auf präzise Begründungen mit den Fachbegriffen Quelle, Lizenz, Einwilligung und Datenschutz.

16 bis 20 Punkte: Vertiefen. Bearbeite den KI-Audit und eine schwere Produktionsaufgabe. Versuche anschließend, einer anderen Person einen schwierigen Fall zu erklären und Deine Entscheidung mit mindestens zwei geeigneten Belegen abzusichern.

Zusatzregel für jede Punktzahl: Wenn Du bei einem echten Veröffentlichungsfall unsicher bist, veröffentliche nicht einfach auf Verdacht. Prüfe die konkrete Quelle und Lizenz und hole bei schulischen Fragen Unterstützung durch die Lehrkraft ein.


OERs zum Thema

Für Wiederholung und Vertiefung eignen sich besonders:

  1. Internet-ABC – Bilder und Material für die Schule finden: kindgerechter Einstieg in die Frage, was aus dem Internet verwendet werden darf.
  2. Internet-ABC – Urheberrecht in der Schule: ausführliche und 2026 aktualisierte Informationen für den schulischen Kontext.
  3. § 2 UrhG: offizielle Gesetzesquelle zu geschützten Werken.
  4. § 51 UrhG: offizielle Gesetzesquelle zum Zitatrecht.
  5. § 22 KunstUrhG: offizielle Grundregel zu Bildnissen und Einwilligung.
  6. Creative Commons – CC-Lizenzen: Überblick über die sechs CC-Lizenzen und ihre Bedingungen.
  7. FINNreporter – Fake News: kindgerechte Quellenkritik und Nachrichtenkompetenz.
  8. klicksafe – So wirst Du zum Internet-Profi: Erklärfilm und Unterrichtsmaterial zu Datenschutz, Klicken und Urheberrecht.
  9. Wikimedia Commons: freie Mediendatenbank; bei jeder Nutzung die konkrete Dateibeschreibung und Lizenz prüfen.



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