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Cybermobbing verstehen

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Cybermobbing verstehen



Einleitung

Cybermobbing verstehen bedeutet, digitale Angriffe nicht als „harmlosen Streit im Netz“ abzutun, sondern ihre Dynamik, ihre Folgen und sinnvolle Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Cybermobbing bezeichnet wiederholte oder gezielte Formen von Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung, Ausgrenzung, Belästigung oder Rufschädigung mithilfe digitaler Kommunikationsmedien. Dazu gehören Soziale Medien, Messenger, Online-Games, Chats, Videoportale, Foren, Klassenchats, Kommentarspalten und geteilte Bilder oder Videos.

Cybermobbing ist besonders belastend, weil digitale Inhalte schnell verbreitet, gespeichert, weitergeleitet und aus dem ursprünglichen Zusammenhang gerissen werden können. Betroffene erleben Angriffe dadurch oft nicht nur in der Schule oder im Freundeskreis, sondern auch zu Hause, nachts, am Wochenende und vor einem unsichtbaren Publikum. Dieser aiMOOC hilft Dir, Cybermobbing sachlich zu verstehen, Warnzeichen zu erkennen, Verantwortung in digitalen Räumen zu übernehmen und konkrete Schritte gegen verletzendes Online-Handeln zu entwickeln.

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Das Video Cybermobbing verstehen erklärt Mobbing und Cybermobbing verständlich, faktenorientiert und forschungsbasiert. Nutze es als Einstieg: Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Rollen im Mobbingprozess sichtbar werden und welche Handlungen die Situation verschärfen oder stoppen können.

Symbolbild zu Cybermobbing
Symbolbild zu Cybermobbing


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Cybermobbing von einem einmaligen Konflikt unterscheidet. Du kannst typische Formen wie Flaming, Gerüchte, Identitätsdiebstahl, Bloßstellung, Ausgrenzung und Cyberstalking beschreiben. Du lernst, wie Betroffene, Täterinnen und Täter, Mitläuferinnen und Mitläufer sowie Zuschauende zur Dynamik beitragen. Außerdem entwickelst Du Strategien, um digitale Angriffe zu dokumentieren, zu melden, Hilfe zu holen und Zivilcourage zu zeigen.


Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing ist eine Form von Mobbing, die über digitale Medien stattfindet. Es geht nicht nur um einzelne unfreundliche Nachrichten, sondern häufig um ein Muster: Eine Person oder Gruppe greift eine andere Person wiederholt, gezielt oder öffentlich an. Dabei entsteht oft ein Machtungleichgewicht, weil viele zuschauen, Inhalte geteilt werden, Angriffe anonym erscheinen oder Betroffene kaum Kontrolle darüber haben, wo Inhalte auftauchen.

Ein normaler Streit kann heftig sein, aber beide Seiten haben meist ähnliche Möglichkeiten, ihre Sicht einzubringen. Cybermobbing unterscheidet sich davon, weil die Angriffe häufig systematisch, herabwürdigend, wiederholt oder sozial ausgrenzend wirken. Auch ein einzelner veröffentlichter Beitrag kann sehr schwerwiegend sein, wenn er zum Beispiel intime Informationen, peinliche Bilder, Drohungen oder massive Beleidigungen enthält und anschließend vielfach geteilt wird.


Typische Merkmale

  1. Absicht: Cybermobbing soll häufig verletzen, bloßstellen, einschüchtern oder ausgrenzen.
  2. Wiederholung: Digitale Inhalte können immer wieder geteilt, kommentiert oder erneut hochgeladen werden.
  3. Machtungleichgewicht: Eine Person steht einer Gruppe, einem anonymen Account oder einer großen Öffentlichkeit gegenüber.
  4. Öffentlichkeit: Angriffe können vor Mitschülerinnen und Mitschülern, Freundeskreisen oder unbekannten Personen sichtbar werden.
  5. Dauerhaftigkeit: Screenshots, Kopien und Weiterleitungen können Inhalte erhalten, obwohl sie gelöscht wurden.
  6. Entgrenzung: Betroffene können sich schwer zurückziehen, weil das Smartphone und Online-Plattformen ständig erreichbar sind.


Formen von Cybermobbing

Cybermobbing kann sehr unterschiedlich aussehen. Häufige Formen sind beleidigende Nachrichten, verletzende Kommentare, Spottbilder, manipulierte Fotos, peinliche Videos, heimlich aufgenommene Szenen, Fake-Profile, Ausschluss aus Gruppen, Verbreitung von Gerüchten, Veröffentlichung privater Informationen oder wiederholte Kontaktaufnahme gegen den Willen einer Person. Auch das gezielte Liken, Weiterleiten oder Kommentieren verletzender Inhalte kann Cybermobbing verstärken.

Besonders problematisch ist, dass digitale Plattformen die Verbreitung beschleunigen. Eine Nachricht im Klassenchat kann in Sekunden viele Personen erreichen. Ein Screenshot kann aus einem privaten Gespräch herausgelöst werden. Ein Video kann auf mehreren Plattformen auftauchen. Dadurch verlieren Betroffene oft das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit.


Rollen im Cybermobbing

Cybermobbing entsteht selten nur zwischen zwei Personen. Häufig gibt es mehrere Rollen. Betroffene erleben die Angriffe direkt. Täterinnen und Täter beginnen, organisieren oder verstärken die Attacken. Mitläuferinnen und Mitläufer liken, teilen, lachen mit oder schweigen aus Angst. Zuschauerinnen und Zuschauer beobachten die Situation, ohne sofort einzugreifen. Unterstützerinnen und Unterstützer helfen Betroffenen, sichern Beweise, melden Inhalte, holen Erwachsene dazu oder widersprechen respektvoll.

Wichtig ist: Rollen können wechseln. Eine Person, die heute zuschaut, kann morgen unterstützen. Eine Person, die einmal mitgelacht hat, kann Verantwortung übernehmen und den Schaden begrenzen. Digitale Zivilcourage bedeutet, nicht Teil der Eskalation zu werden, sondern aktiv zu einer sicheren Online-Umgebung beizutragen.

Zeichen gegen Cybermobbing
Zeichen gegen Cybermobbing


Folgen für Betroffene

Cybermobbing kann starke psychische Belastungen auslösen. Betroffene berichten häufig von Scham, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten oder dem Wunsch, soziale Situationen zu vermeiden. Manche ziehen sich aus Gruppen zurück, wechseln Accounts, vermeiden die Schule oder verlieren Vertrauen in Freundschaften. Besonders belastend ist, dass Angriffe im Netz oft dauerhaft sichtbar erscheinen und Betroffene nicht immer wissen, wer beteiligt ist.

Auch Täterinnen und Täter tragen Verantwortung und riskieren Folgen. Verletzendes Online-Handeln kann zu schulischen Konsequenzen, Ausschluss aus Gruppen, Vertrauensverlust, zivilrechtlichen Ansprüchen oder strafrechtlichen Folgen führen. In Deutschland ist Cybermobbing als Gesamtbegriff kein eigener einzelner Straftatbestand, aber einzelne Handlungen können strafbar sein, zum Beispiel Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung, Nachstellung oder die Verletzung des Rechts am eigenen Bild.


Warum Cybermobbing entsteht

Cybermobbing hat viele Ursachen. Manche wollen Macht zeigen, Anerkennung bekommen oder andere aus einer Gruppe ausschließen. Andere handeln aus Wut, Rache, Langeweile, Gruppendruck oder Unsicherheit. Digitale Räume können Hemmschwellen senken, weil man die Reaktion der betroffenen Person nicht direkt sieht. Anonyme Accounts oder Gruppenstimmungen können zusätzlich dazu führen, dass Menschen härter schreiben, als sie es im direkten Gespräch tun würden.

Trotzdem ist Cybermobbing nie „einfach passiert“. Jede Person trifft Entscheidungen: eine Nachricht schreiben oder nicht schreiben, einen Screenshot weiterleiten oder löschen, über jemanden lachen oder Hilfe holen. Deshalb ist Medienkompetenz immer auch Sozialkompetenz und Ethik.


Prävention: Was schützt?

Gute Prävention beginnt, bevor etwas passiert. In einer Klasse, Gruppe oder Familie sollte klar sein, welche Regeln für digitale Kommunikation gelten. Dazu gehören Respekt, Einverständnis beim Teilen von Bildern, Schutz privater Daten, klare Meldewege, Unterstützung für Betroffene und Konsequenzen für verletzendes Verhalten. Wer früh über Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Empathie und Gruppendruck spricht, kann Eskalationen verhindern.

Hilfreich sind gemeinsame Klassenchat-Regeln. Dazu gehören klare Vereinbarungen, keine heimlichen Aufnahmen zu teilen, niemanden auszuschließen, keine Beleidigungen zu posten, Screenshots nicht gegen andere zu verwenden und Konflikte nicht vor Publikum auszutragen. Ebenso wichtig ist eine Atmosphäre, in der Betroffene ohne Schuldzuweisung Hilfe bekommen.


Erste Hilfe bei Cybermobbing

Wenn Du betroffen bist oder Cybermobbing beobachtest, handle ruhig und Schritt für Schritt. Reagiere nicht im Affekt mit Gegenangriffen. Sichere Beweise durch Screenshots, Links, Uhrzeiten, Nutzernamen und Chatverläufe. Blockiere belästigende Accounts, melde Inhalte bei der Plattform und sprich mit einer vertrauten Person. Das können Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkräfte, Beratungsstellen oder Freundinnen und Freunde sein. Bei akuter Gefahr, Drohungen oder Erpressung solltest Du sofort Erwachsene und gegebenenfalls Polizei oder Notruf einschalten.

Eine einfache Merkhilfe ist SAFE: Sichern von Beweisen, Abstand vom direkten Schlagabtausch, Freundliche Hilfe durch Vertrauenspersonen holen, Entschlossen melden und blockieren. SAFE bedeutet nicht, alles allein zu lösen. Es bedeutet, die Kontrolle Schritt für Schritt zurückzugewinnen.


Rechtliche Orientierung

Cybermobbing berührt häufig Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Jugendschutz und Strafrecht. In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Straftatbestand „Cybermobbing“, doch einzelne Handlungen können rechtlich relevant sein. Wer andere beleidigt, bedroht, erpresst, private Bilder veröffentlicht, falsche Tatsachen verbreitet, Accounts missbraucht oder Personen wiederholt verfolgt, kann gegen Gesetze verstoßen. Besonders sensibel sind intime Bilder, heimliche Aufnahmen, verletzende Fotomontagen und Veröffentlichungen ohne Zustimmung.

Dieser aiMOOC ersetzt keine Rechtsberatung. Für die Schule ist wichtig: Rechtliche Fragen sollten nicht erst dann beginnen, wenn ein Fall eskaliert. Schon im Vorfeld sollten Lernende verstehen, dass digitale Kommunikation Verantwortung erzeugt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.


Unterrichtsimpuls zum Video

Schau Dir das Video noch einmal an und notiere drei Begriffe, die Dir besonders wichtig erscheinen. Ordne danach jede Beobachtung einer Rolle zu: betroffene Person, handelnde Person, Mitläuferin oder Mitläufer, zuschauende Person, helfende Person. Diskutiere anschließend, an welchem Punkt die Situation hätte gestoppt werden können.


Aktuelle Einordnung

Studien zur Mediennutzung zeigen, dass Jugendliche regelmäßig mit problematischen Online-Inhalten konfrontiert werden. Dazu zählen beleidigende Kommentare, persönliche Anfeindungen, Hassbotschaften, Gerüchte und Ausgrenzung. Zahlen verändern sich von Jahr zu Jahr und hängen von Definitionen, Altersgruppen und Befragungsmethoden ab. Deshalb solltest Du bei eigenen Projekten immer aktuelle Studien wie die JIM-Studie, Materialien von klicksafe oder Jugendstudien von Krankenkassen und Forschungsinstituten prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Cybermobbing am besten? (Wiederholte oder gezielte digitale Angriffe auf eine Person) (!Ein freundlicher Austausch in einem Klassenchat) (!Eine technische Störung in einem sozialen Netzwerk) (!Ein normales Update einer App)




Warum kann Cybermobbing besonders belastend sein? (Inhalte können schnell verbreitet und dauerhaft gespeichert werden) (!Digitale Nachrichten verschwinden immer sofort) (!Nur Erwachsene können betroffen sein) (!Online-Angriffe haben nie Folgen im echten Leben)




Welche Handlung hilft Betroffenen als erster Schritt häufig? (Beweise sichern und eine vertraute Person informieren) (!Mit noch härteren Beleidigungen antworten) (!Alle Nachrichten ungelesen weiterleiten) (!Den Vorfall geheim halten)




Was ist ein typisches Beispiel für Bloßstellung im Netz? (Ein peinliches Bild wird ohne Zustimmung geteilt) (!Eine freiwillige Präsentation wird gehalten) (!Ein Passwort wird regelmäßig geändert) (!Eine App wird deinstalliert)




Welche Rolle können Zuschauende positiv übernehmen? (Sie können Unterstützung anbieten und Inhalte melden) (!Sie können verletzende Beiträge weiterverbreiten) (!Sie können über die betroffene Person lachen) (!Sie können Gerüchte als Unterhaltung nutzen)




Was bedeutet digitale Zivilcourage? (Verletzendem Online-Handeln verantwortungsvoll entgegenzutreten) (!Andere heimlich zu filmen) (!Beleidigungen besonders kreativ zu formulieren) (!Private Daten ohne Nachfrage zu posten)




Welche Aussage zur Rechtslage in Deutschland ist richtig? (Einzelne Cybermobbing-Handlungen können strafbar sein) (!Cybermobbing ist immer völlig legal) (!Im Internet gelten keine Gesetze) (!Nur gedruckte Beleidigungen können Folgen haben)




Was gehört zu respektvoller Kommunikation im Klassenchat? (Keine privaten Bilder ohne Zustimmung teilen) (!Andere absichtlich aus Gruppen ausschließen) (!Gerüchte mit möglichst vielen Personen teilen) (!Screenshots gegen andere verwenden)




Was ist ein Machtungleichgewicht beim Cybermobbing? (Eine Person steht einer Gruppe oder großen Öffentlichkeit gegenüber) (!Alle Beteiligten haben jederzeit gleiche Kontrolle) (!Niemand sieht die verletzenden Inhalte) (!Die betroffene Person bestimmt allein die Regeln)




Welche Aussage hilft, Cybermobbing von einem Streit zu unterscheiden? (Cybermobbing ist oft gezielt, wiederholt oder öffentlich herabwürdigend) (!Cybermobbing ist immer ein Missverständnis) (!Ein Streit findet nie zwischen bekannten Personen statt) (!Ein Streit darf niemals geklärt werden)





Memory

Screenshot Beweis sichern
Blockieren Kontakt unterbrechen
Melden Plattform informieren
Empathie Perspektive wechseln
Klassenchat-Regeln Prävention stärken
Vertrauensperson Hilfe holen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Situation
Beweise sichern Verletzende Nachrichten wurden geschrieben
Hilfe holen Du fühlst Dich überfordert
Melden Ein Beitrag verstößt gegen Plattformregeln
Blockieren Ein Account belästigt Dich wiederholt
Nicht weiterleiten Ein peinliches Bild wird herumgeschickt
Widersprechen In der Gruppe wird eine Person abgewertet






Kreuzworträtsel

Empathie Welche Fähigkeit hilft, sich in Betroffene hineinzuversetzen?
Screenshot Was kann als digitaler Beweis gesichert werden?
Blockieren Welche Funktion unterbricht den direkten Kontakt zu einem belästigenden Account?
Melden Was sollte man bei Plattformen mit verletzenden Inhalten tun?
Zivilcourage Welches Verhalten zeigt mutiges Eintreten gegen Unrecht?
Datenschutz Welcher Schutzbereich ist betroffen, wenn private Daten ohne Zustimmung veröffentlicht werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Cybermobbing geschieht über

. Ein wichtiges Merkmal ist häufig ein

. Verletzende Inhalte können durch Screenshots und Weiterleitungen lange

bleiben. Betroffene sollten Beweise

. Danach ist es wichtig, eine

einzubeziehen. Wer zuschaut, trägt ebenfalls

. Hilfreich sind klare Regeln für den

. Digitale Zivilcourage bedeutet, verletzendes Verhalten nicht zu unterstützen, sondern

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte Cybermobbing: Erstelle eine übersichtliche Begriffskarte mit den Wörtern Cybermobbing, Mobbing, Beleidigung, Bloßstellung, Ausgrenzung und Zivilcourage.
  2. Gefühlstagebuch: Schreibe aus Sicht einer betroffenen Person einen kurzen Tagebucheintrag, ohne echte Namen oder reale Fälle zu verwenden.
  3. Klassenchat-Regel: Formuliere fünf faire Regeln für einen Klassenchat und begründe jede Regel mit einem Satz.
  4. Hilfekarte: Gestalte eine kleine Notfallkarte mit den Schritten Sichern, Abstand nehmen, Hilfe holen, Melden und Blockieren.


Standard

  1. Fallanalyse: Entwickle einen erfundenen Cybermobbing-Fall und untersuche, welche Rollen beteiligt sind und welche Handlung die Eskalation stoppen könnte.
  2. Interview Mediennutzung: Befrage anonym drei Personen zu respektvoller Online-Kommunikation und fasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.
  3. Plakat Digitale Zivilcourage: Gestalte ein Plakat oder eine digitale Grafik, die Zuschauende motiviert, Betroffene zu unterstützen.
  4. Video-Storyboard: Erstelle ein Storyboard für ein kurzes Erklärvideo mit drei Szenen: Angriff, Hilfe, Lösung.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwickle ein Präventionskonzept für Deine Klasse mit Regeln, Meldewegen, Unterstützungsangeboten und einer Reflexionsphase.
  2. Rechtsrecherche: Recherchiere, welche rechtlichen Bereiche bei Beleidigung, Drohung und Bildveröffentlichung betroffen sein können, und erkläre sie altersgerecht.
  3. Rollenspiel Konfliktlösung: Plane ein Rollenspiel mit den Rollen betroffene Person, verursachende Person, Zuschauerin oder Zuschauer, Lehrkraft und Vertrauensperson.
  4. Schulprojekt Medienethik: Entwirf ein Projekt für eine Schulwoche, in der jüngere Lernende zu Datenschutz, Empathie und Cybermobbing lernen.



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Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es enthält eine kurze Erklärung des Begriffs Cybermobbing, eine Analyse eines erfundenen Falls, einen persönlichen Handlungsplan für den Ernstfall und ein Produkt zur Prävention, zum Beispiel Plakat, Podcastskript, Erklärvideo-Konzept oder Klassenchat-Regeln. Wichtig ist nicht, möglichst viele Fakten auswendig zu lernen, sondern Zusammenhänge zu erkennen und verantwortungsvolles Handeln zu zeigen.


Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Rollenwechsel: Erkläre, wie sich eine Cybermobbing-Situation verändert, wenn eine zuschauende Person aktiv hilft statt mitzulesen und zu schweigen.
  2. Fallentscheidung: Beurteile einen erfundenen Fall, in dem ein Screenshot weitergeleitet wurde, und entwickle drei mögliche Wege zur Schadensbegrenzung.
  3. Präventionsanalyse: Vergleiche zwei Klassenchat-Regeln und entscheide, welche Regel wirksamer ist, um Cybermobbing zu verhindern.
  4. Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Text aus Sicht einer Person, die mitgelaufen ist und nun Verantwortung übernehmen möchte.
  5. Handlungsplan: Entwickle einen Schritt-für-Schritt-Plan für eine Schule, die einen Cybermobbing-Vorfall bemerkt.
  6. Medienethik: Erkläre an einem Beispiel, warum das Recht, etwas posten zu können, nicht automatisch bedeutet, dass es verantwortungsvoll ist.




OERs zum Thema


Weitere freie und hilfreiche Materialien

  1. klicksafe: Cybermobbing - was tun?
  2. klicksafe-Unterrichtsmaterial: Was tun bei Cybermobbing?
  3. JIM-Studie: Medienumgang Jugendlicher
  4. Bundesfamilienministerium: Was ist Cybermobbing?
  5. Strafgesetzbuch auf Gesetze im Internet



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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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