Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm 2


Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm 2
Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm

Einleitung
Cybermobbing verletzt Menschen über digitale Medien. Es kann in Chats, Spielen, sozialen Netzwerken oder Klassen-Gruppen passieren. Du lernst, Warnzeichen zu erkennen, richtig zu reagieren und Hilfe zu holen.
Wichtig: Du bist nicht schuld, wenn Du betroffen bist. Du musst das nicht allein lösen.
Bildungsfilm: Cybermobbing einfach erklärt
Beobachtungsauftrag: Achte im Film auf Formen von Cybermobbing, Rollen der Beteiligten und Wege zur Hilfe.
Woran erkennst Du Cybermobbing?

| Warnzeichen | Beispiel |
|---|---|
| Beleidigung | Verletzende Nachrichten oder Kommentare |
| Bloßstellung | Peinliche Bilder werden ohne Zustimmung geteilt |
| Ausgrenzung | Jemand wird absichtlich aus Gruppen ausgeschlossen |
| Bedrohung | Nachrichten machen Angst oder setzen unter Druck |
| Identitätsdiebstahl | Ein Fakeprofil handelt im Namen einer anderen Person |
Ein Streit ist nicht automatisch Mobbing. Cybermobbing ist gezieltes Schädigen über digitale Medien und geschieht oft wiederholt oder wirkt durch Teilen lange weiter.
Erste Hilfe: Stoppen, sichern, melden, reden

- Nicht antworten oder zurückbeleidigen: Unterbrich den Konflikt.
- Beweise sichern: Mache Screenshots mit Datum, Name und Verlauf.
- Nicht weiterleiten: Vergrößere die Verletzung nicht.
- Blockieren und melden: Nutze die Funktionen der Plattform.
- Hilfe holen: Sprich mit einer Vertrauensperson, der Schule oder einer Beratungsstelle.
Bei Drohungen oder unmittelbarer Gefahr hole sofort Erwachsene und die Polizei hinzu.
Hilfe holen ist mutig

- JUUUPORT: Kostenlose Online-Beratung für junge Menschen: https://www.juuuport.de/
- Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon 116 111: https://www.nummergegenkummer.de/
- klicksafe: Tipps, Meldewege und Hilfsangebote: https://www.klicksafe.de/cybermobbing
- Polizeiliche Kriminalprävention: Informationen für Betroffene: https://www.polizei-beratung.de/infos-fuer-betroffene/cybercrime/
Was können Zuschauende tun?

Wer Cybermobbing sieht, kann helfen: nicht liken, nicht teilen, Beweise sichern, Inhalte melden und die betroffene Person ansprechen. Eine kurze Nachricht wie „Ich glaube Dir und hole mit Dir Hilfe“ kann viel bewirken.
Beratung ohne Scham
Du darfst Hilfe holen, auch wenn Du unsicher bist. Beratung kann anonym sein und gemeinsam mit Dir die nächsten Schritte planen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein typisches Merkmal von Cybermobbing? (Jemand wird über digitale Medien gezielt verletzt) (!Jemand vergisst einmal eine Nachricht) (!Jemand schaltet sein Handy aus) (!Jemand schreibt eine freundliche Rückfrage)
Was solltest Du nach einer verletzenden Nachricht zuerst sichern? (Einen Screenshot mit wichtigen Angaben) (!Ein neues Profilbild) (!Eine Spiele-App) (!Eine Werbeanzeige)
Warum solltest Du verletzende Inhalte nicht weiterleiten? (Weil dadurch die Verletzung größer werden kann) (!Weil das Internet dann langsamer wird) (!Weil der Akku leer wird) (!Weil Nachrichten sonst verschwinden)
Wer kann eine geeignete Vertrauensperson sein? (Eine erwachsene Person, der Du vertraust) (!Ein unbekannter Account) (!Eine Werbefigur) (!Ein automatischer Spielgegner)
Was hilft gegen weiteren direkten Kontakt? (Die Person blockieren) (!Die Nachricht liken) (!Den Inhalt kopieren) (!Das Gerücht ergänzen)
Was bedeutet Melden auf einer Plattform? (Die Plattform über einen problematischen Inhalt informieren) (!Einen neuen Gruppenchat öffnen) (!Einen Beitrag größer anzeigen) (!Einen Klingelton auswählen)
Wie können Zuschauende helfen? (Nicht mitmachen und Unterstützung holen) (!Verletzende Beiträge teilen) (!Die betroffene Person auslachen) (!Das Geschehen geheim halten)
Welche Reaktion ist bei einer Drohung sinnvoll? (Sofort Erwachsene und bei Gefahr die Polizei einbeziehen) (!Alle Beweise löschen) (!Allein ein Treffen vereinbaren) (!Mit einer stärkeren Drohung antworten)
Wo erhalten junge Menschen Online-Beratung bei Problemen im Netz? (Bei JUUUPORT) (!In einem zufälligen Werbechat) (!Bei einem unbekannten Fakeprofil) (!In einer öffentlichen Kommentarspalte)
Welche Aussage ist richtig? (Hilfe holen ist mutig und schützt) (!Betroffene sind selbst schuld) (!Cybermobbing hört immer allein auf) (!Weiterleiten ist harmlos)
Memory
| Screenshot | Beweis |
| Blockieren | Kontaktstopp |
| Melden | Plattformhinweis |
| Vertrauensperson | Unterstützung |
| JUUUPORT | Onlineberatung |
| Zivilcourage | Eingreifen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Cybermobbing erkennen |
|---|---|
| Beleidigung | Verletzende Nachricht |
| Bloßstellung | Peinliches Bild ohne Zustimmung |
| Ausgrenzung | Ausschluss aus einem Gruppenchat |
| Fakeprofil | Missbrauch einer fremden Identität |
| Drohung | Ankündigung eines Schadens |
Kreuzworträtsel
| Screenshot | Wie heißt ein gespeichertes Bildschirmbild? |
| Blockieren | Welche Funktion stoppt direkten Kontakt? |
| Vertrauen | Was ist für ein Gespräch mit einer Hilfsperson wichtig? |
| Melden | Wie heißt das Informieren einer Plattform über einen problematischen Inhalt? |
| Respekt | Welche Haltung schützt ein gutes Miteinander? |
| Beratung | Wie heißt professionelle Hilfe durch ein Gespräch? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Warnzeichen: Gestalte vier Bildkarten zu Beleidigung, Bloßstellung, Ausgrenzung und Bedrohung.
- Hilfesatz: Formuliere drei kurze Sätze, mit denen Du eine betroffene Person unterstützen kannst.
- Screenshot: Erkläre auf einer Karte, welche Angaben ein Beweis enthalten sollte.
- Meldeweg: Zeichne den Weg vom Erkennen eines Angriffs bis zur Hilfe.
Standard
- Rollenspiel: Spielt eine Szene mit betroffener Person, zuschauender Person und Vertrauensperson.
- Klassenchat: Entwickelt fünf faire Regeln für einen respektvollen Gruppenchat.
- Bildungsplakat: Gestalte ein Plakat mit dem Merksatz „Stoppen, sichern, melden, reden“.
- Interview: Befrage eine Fachkraft der Schule zu Hilfswegen bei Cybermobbing.
Schwer
- Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Fall und begründe einen sicheren Handlungsplan.
- Erklärvideo: Produziere einen kurzen Film, der Zuschauende zum Helfen motiviert.
- Schulkonzept: Entwirf einen Ablaufplan für einen Cybermobbing-Vorfall an der Schule.
- Medienkritik: Vergleiche zwei Beratungsangebote nach Zielgruppe, Zugang und Datenschutz.


Lernkontrolle
- Fallentscheidung: In einem Gruppenchat wird ein peinliches Bild mehrfach geteilt. Begründe die Reihenfolge Deiner nächsten Schritte.
- Perspektivwechsel: Erkläre, wie sich Handlungen von Zuschauenden auf betroffene und mobbende Personen auswirken können.
- Transfer: Übertrage den Merksatz „Stoppen, sichern, melden, reden“ auf eine beleidigende Nachricht in einem Online-Spiel.
- Abwägung: Begründe, wann eine Meldung an die Plattform reicht und wann Erwachsene oder die Polizei einbezogen werden sollten.
- Prävention: Entwickle zwei Regeln, die Cybermobbing in einer neuen Klassengruppe vorbeugen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:
- Du erkennst verschiedene Formen von Cybermobbing.
- Du kannst einen sicheren Handlungsplan erklären.
- Du kennst Möglichkeiten zum Sichern, Blockieren und Melden.
- Du kannst passende Hilfsangebote auswählen.
- Du handelst als zuschauende Person respektvoll und unterstützend.
Quellen und Hilfe
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