Cybermobbing - Es trifft anders


Cybermobbing - Es trifft anders
Einleitung
Cybermobbing: Es trifft anders ist ein aiMOOC über Mobbing in digitalen Medien. Du lernst, woran Du Cybermobbing erkennst, warum es für Betroffene besonders belastend sein kann, welche Rollen in einer Mobbing-Situation entstehen und wie Du sicher, solidarisch und verantwortungsvoll handelst. Der Kurs eignet sich für Medienbildung, Ethik, Politische Bildung, Deutsch, Sozialkunde und Projekttage zur Prävention.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Cybermobbing ist und wodurch es sich von einem normalen Konflikt unterscheidet. Du kannst typische Formen wie Beleidigung, Gerücht, Bloßstellung, Ausschluss, Fake-Profil oder das unerlaubte Verbreiten von Bildern benennen. Du verstehst, warum Empathie, Zivilcourage, Netiquette, Datenschutz und Persönlichkeitsrecht beim Umgang mit digitalen Medien wichtig sind. Außerdem entwickelst Du Strategien, um Betroffene zu unterstützen, Beweise zu sichern, Inhalte zu melden und Hilfe zu holen.
Medienimpuls

Bildimpuls: Das Bild kann als Einstieg genutzt werden. Beschreibe, welche Botschaft Du erkennst, welche Gefühle angesprochen werden und welche Handlungsmöglichkeiten sichtbar oder unsichtbar bleiben.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=JMfLNWeZDEM |500|center}}
Videoimpuls: Das Video „Cybermobbing: Es trifft anders“ erklärt Mobbing und Cybermobbing klar, sachlich und forschungsbezogen. Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Merkmale von Cybermobbing genannt werden und warum digitale Angriffe anders wirken können als ein Streit im direkten Gespräch.
Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing bezeichnet gezielte verletzende Handlungen über digitale Kommunikationsmittel. Dazu gehören zum Beispiel Soziale Netzwerke, Messenger, E-Mail, Online-Spiele, Videoportale, Foren oder Klassenchats. Cybermobbing kann aus wiederholten Angriffen bestehen, aber auch ein einzelner veröffentlichter Beitrag kann sich durch Weiterleitungen, Screenshots und Kommentare immer wieder neu verbreiten. Entscheidend ist die Wirkung auf die betroffene Person: Sie erlebt Abwertung, Bloßstellung, Druck, Angst oder Kontrollverlust.
Unterschied zwischen Streit, Konflikt und Cybermobbing
Ein Konflikt entsteht, wenn Menschen unterschiedliche Interessen, Meinungen oder Bedürfnisse haben. Ein Streit kann laut, verletzend oder ungerecht sein, ist aber nicht automatisch Mobbing. Von Mobbing spricht man, wenn eine Person wiederholt und gezielt angegriffen, ausgegrenzt oder erniedrigt wird und ein Machtungleichgewicht entsteht. Bei Cybermobbing findet dieser Prozess über digitale Kanäle statt. Dadurch kommen besondere Faktoren hinzu: Inhalte können schnell verbreitet werden, sind schwer vollständig zu löschen, erreichen ein großes Publikum und können Betroffene auch zu Hause oder nachts treffen.
Warum Cybermobbing anders trifft
Cybermobbing trifft anders, weil der Angriff nicht an der Schultür endet. Ein beleidigender Kommentar, ein bloßstellendes Bild oder ein Gerücht kann jederzeit wieder auftauchen. Die betroffene Person weiß oft nicht, wer alles den Inhalt gesehen hat, wer ihn gespeichert hat oder ob er erneut geteilt wird. Dadurch entsteht ein Gefühl von Ohnmacht. Außerdem senkt die räumliche Distanz im Netz manchmal die Hemmschwelle: Menschen schreiben schneller Dinge, die sie einer Person im direkten Gespräch nicht sagen würden. Dieses Phänomen hängt mit Online-Enthemmung zusammen.
Typische Formen von Cybermobbing
- Beleidigung: Eine Person wird in Chats, Kommentaren oder Posts herabgewürdigt.
- Gerücht: Unwahre oder private Informationen werden verbreitet, um jemanden lächerlich zu machen.
- Bloßstellung: Fotos, Videos, Screenshots oder Sprachnachrichten werden ohne Zustimmung geteilt.
- Ausschluss: Eine Person wird absichtlich aus Gruppen, Chats oder digitalen Spielen ausgegrenzt.
- Fake-Profil: Jemand erstellt ein falsches Profil, um im Namen einer anderen Person zu handeln.
- Doxing: Persönliche Daten wie Adresse, Telefonnummer oder private Bilder werden veröffentlicht.
- Bedrohung: Jemand wird eingeschüchtert, erpresst oder zu etwas gedrängt.
- Hassrede: Eine Person oder Gruppe wird wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Aussehen, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderer Merkmale angegriffen.
Rollen im Cybermobbing
In einer Cybermobbing-Situation gibt es selten nur Täterinnen, Täter und Betroffene. Häufig entsteht eine Gruppendynamik. Wer verletzt, beleidigt oder bloßstellt, trägt Verantwortung. Wer lacht, liked, weiterleitet oder schweigt, kann den Druck verstärken. Wer unterstützt, Hilfe organisiert, Inhalte meldet oder widerspricht, kann den Verlauf verändern. Deshalb ist Zivilcourage im digitalen Raum so wichtig. Auch ein kurzer Satz wie „Das ist verletzend, hör bitte auf“ oder „Ich leite das nicht weiter“ kann eine Situation beeinflussen.
Betroffene sind nicht schuld
Ein wichtiger Grundsatz lautet: Die betroffene Person ist nicht schuld am Cybermobbing. Niemand verdient es, beleidigt, bloßgestellt oder bedroht zu werden. Auch wenn jemand ein Bild selbst verschickt hat, darf es nicht ohne Zustimmung weiterverbreitet werden. Auch wenn jemand anders aussieht, anders spricht, andere Interessen hat oder Fehler gemacht hat, rechtfertigt das keine digitale Gewalt. Verantwortung tragen diejenigen, die verletzen, weiterleiten, anfeuern oder nicht eingreifen, obwohl sie helfen könnten.
Ursachen und Dynamiken
Gruppendruck und Status
Cybermobbing entsteht oft in Gruppen, in denen Anerkennung, Aufmerksamkeit oder Macht eine Rolle spielen. Manche beteiligen sich, weil sie dazugehören wollen. Andere handeln aus Wut, Rache, Langeweile oder Unsicherheit. Wieder andere unterschätzen die Folgen, weil sie die Reaktion der betroffenen Person nicht direkt sehen. In digitalen Räumen kann das Publikum unsichtbar sein. Ein Beitrag wirkt dann wie eine Bühne: Wer etwas Verletzendes postet, erhält vielleicht Likes, Kommentare oder Aufmerksamkeit. Genau dadurch kann der Angriff verstärkt werden.
Online-Enthemmung
Online-Enthemmung bedeutet, dass Menschen im Netz manchmal weniger vorsichtig handeln als im direkten Kontakt. Gründe können Anonymität, räumliche Distanz, schnelle Reaktionen, Gruppendruck oder fehlende Mimik und Gestik sein. Wenn Du eine Nachricht schreibst, siehst Du nicht immer sofort, wie sie ankommt. Deshalb ist eine bewusste Netiquette wichtig: Vor dem Senden solltest Du prüfen, ob Deine Nachricht wahr, notwendig, respektvoll und fair ist.
Diskriminierung und Vorurteile
Cybermobbing kann mit Diskriminierung verbunden sein. Dann richtet sich der Angriff gegen Merkmale wie Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Körperform oder soziale Lage. Solche Angriffe treffen nicht nur eine einzelne Person, sondern senden auch eine Botschaft an alle, die ähnliche Merkmale teilen. Deshalb ist es wichtig, Hate Speech, Rassismus, Sexismus, Ableismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertung klar zu benennen und ihnen zu widersprechen.
Folgen für Betroffene
Cybermobbing kann starke emotionale, soziale und körperliche Folgen haben. Betroffene können sich schämen, ängstigen, wütend oder hilflos fühlen. Manche ziehen sich zurück, schlafen schlechter, haben Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme. In der Schule kann die Angst vor Blicken, Kommentaren oder neuen Nachrichten den Alltag schwer machen. Besonders belastend ist der Kontrollverlust: Betroffene wissen oft nicht, ob Inhalte gelöscht wurden, wer sie gesehen hat oder ob weitere Angriffe folgen.
Warnzeichen erkennen
Warnzeichen können sein, dass jemand plötzlich sein Handy meidet oder ständig kontrolliert, trauriger wirkt, nicht mehr zur Schule möchte, sich aus Gruppen zurückzieht, gereizt reagiert oder über Schlafprobleme klagt. Einzelne Anzeichen beweisen noch kein Cybermobbing. Sie können aber Anlass sein, aufmerksam und respektvoll nachzufragen: „Ich habe bemerkt, dass es Dir nicht gut geht. Möchtest Du erzählen, was los ist?“ Wichtig ist, nicht zu drängen, sondern Hilfe anzubieten.
Psychische Gesundheit ernst nehmen
Wenn Cybermobbing starke Verzweiflung, Angst oder Gedanken an Selbstverletzung auslöst, braucht die betroffene Person sofort Unterstützung durch vertraute Erwachsene, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen oder medizinische Hilfe. In akuten Notlagen gilt: Hilfe holen ist kein Verrat, sondern Schutz. Niemand sollte mit einer solchen Belastung allein bleiben.
Rechtliche Einordnung
In Deutschland ist Cybermobbing nicht automatisch ein eigener einzelner Straftatbestand. Einzelne Handlungen können jedoch rechtlich relevant sein. Dazu können Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung, Nachstellung, das unerlaubte Verbreiten von Bildern oder die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs gehören. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung. Für Schule, Eltern und Betroffene ist wichtig: Rechtliche Fragen sollten mit zuständigen Erwachsenen, Beratungsstellen oder der Polizei geklärt werden, besonders wenn Drohungen, Erpressung, sexualisierte Inhalte oder private Daten betroffen sind.
Persönlichkeitsrecht und Recht am eigenen Bild
Das Persönlichkeitsrecht schützt die Würde und Privatsphäre eines Menschen. Das Recht am eigenen Bild bedeutet, dass Bilder oder Videos einer Person grundsätzlich nicht einfach ohne Zustimmung verbreitet werden dürfen. Für den Alltag heißt das: Frage, bevor Du Fotos oder Videos postest. Teile keine Screenshots aus privaten Chats. Veröffentliche keine peinlichen Aufnahmen. Lösche Inhalte, wenn die betroffene Person das verlangt. Respekt im Netz beginnt mit Zustimmung.
Prävention: Was schützt?
Prävention bedeutet, Cybermobbing möglichst früh zu verhindern. Das gelingt nicht durch Angst, sondern durch Regeln, Beziehung, Aufklärung und Verantwortung. Eine Klasse oder Lerngruppe sollte gemeinsame Vereinbarungen für Chats, Gruppenarbeiten, Messenger, Fotos und Kommentare entwickeln. Gute Regeln sind konkret, bekannt und überprüfbar. Sie beschreiben nicht nur Verbote, sondern auch erwünschtes Verhalten: respektvoll schreiben, nachfragen, nicht weiterleiten, Grenzen akzeptieren und Hilfe holen.
Netiquette für Klassenchats
- Respekt: Schreibe nur, was Du einer Person auch direkt und fair sagen würdest.
- Privatsphäre: Teile keine Bilder, Screenshots, Adressen oder privaten Informationen ohne Zustimmung.
- Wahrheit: Verbreite keine Gerüchte und prüfe Informationen, bevor Du sie weitergibst.
- Deeskalation: Antworte nicht im Affekt, wenn Du sehr wütend bist.
- Zivilcourage: Unterstütze Betroffene, melde verletzende Inhalte und hole Hilfe.
- Verantwortung: Auch Liken, Kommentieren und Weiterleiten kann verletzen.
Digitale Selbstverteidigung
Digitale Selbstverteidigung bedeutet nicht, zurückzumobben. Sie bedeutet, sicher zu handeln. Du kannst Privatsphäre-Einstellungen prüfen, starke Passwörter nutzen, unbekannte Kontakte begrenzen, Inhalte melden, Profile blockieren und Beweise sichern. Wichtig ist: Blockieren ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist eine Grenze. Melden ist kein Petzen. Es ist ein Schritt, um Schutz herzustellen.
Erste Hilfe bei Cybermobbing
Der SICHER-Plan
- Screenshot: Sichere Beweise mit Datum, Uhrzeit, Profilnamen und vollständigem Zusammenhang.
- Impuls stoppen: Antworte nicht sofort wütend, damit die Situation nicht eskaliert.
- Chat: Verlasse verletzende Gruppen, wenn es sicher ist, oder stelle Benachrichtigungen ab.
- Hilfe: Sprich mit vertrauten Personen, Lehrkräften, Schulsozialarbeit oder Beratung.
- Einstellungen: Melde Inhalte auf der Plattform, blockiere Profile und prüfe Privatsphäre.
- Recht: Bei Drohungen, Erpressung, sexualisierten Inhalten oder Datenveröffentlichung sollten Erwachsene rechtliche Schritte prüfen.
Was Du als Zuschauerin oder Zuschauer tun kannst
Wer Cybermobbing beobachtet, ist nicht machtlos. Du kannst der betroffenen Person privat schreiben: „Ich habe gesehen, was passiert ist. Du bist nicht allein.“ Du kannst verletzende Inhalte nicht liken, nicht teilen und nicht kommentieren. Du kannst andere bitten, aufzuhören. Du kannst Screenshots sichern und Erwachsene informieren. Wenn Du Angst hast, selbst Ziel zu werden, hole Unterstützung im Team. Zivilcourage bedeutet nicht, sich allein in Gefahr zu bringen, sondern verantwortungsvoll Hilfe zu organisieren.
Was Du nicht tun solltest
Du solltest nicht zurückbeleidigen, keine Racheposts veröffentlichen, keine peinlichen Inhalte weiterleiten und keine privaten Daten der Tatperson verbreiten. Auch gut gemeinte Gegenangriffe können die Situation verschlimmern oder selbst problematisch sein. Besser ist ein klarer, sicherer und dokumentierter Weg: sichern, melden, Unterstützung holen, Grenzen setzen.
Unterrichtsidee: Cybermobbing verstehen und handeln
Ablaufvorschlag für eine Doppelstunde
- Einstieg: Bildimpuls betrachten und erste Gedanken sammeln.
- Videoanalyse: Das Video „Cybermobbing: Es trifft anders“ ansehen und Merkmale notieren.
- Begriffsarbeit: Streit, Konflikt, Mobbing und Cybermobbing unterscheiden.
- Fallarbeit: Ein fiktives Chatbeispiel untersuchen und Rollen benennen.
- Handlungsplan: Den SICHER-Plan auf den Fall anwenden.
- Transfer: Eine Klassenchat-Netiquette formulieren und vereinbaren.
Fiktives Fallbeispiel
In einer Klassengruppe wird ein Foto von Sam geteilt. Sam sieht darauf unvorteilhaft aus und hatte dem Foto nicht zugestimmt. Mehrere Personen reagieren mit Lach-Emojis. Eine Person schreibt: „So sieht Sam immer aus.“ Jemand speichert das Foto und postet es in einer anderen Gruppe. Sam kommt am nächsten Tag nicht zur Schule.
Analysefragen: Was ist hier passiert? Welche Rollen gibt es? Welche Handlungen verstärken den Schaden? Welche drei Schritte sollten sofort folgen? Welche Regel hätte die Situation verhindern können?
Vertiefung: Medienkompetenz und Verantwortung
Medienkompetenz bedeutet mehr als technische Bedienung. Sie umfasst Wissen, Urteilsfähigkeit, Empathie und Handlungskompetenz. Wer Medienkompetenz besitzt, kann digitale Inhalte kritisch prüfen, eigene Grenzen schützen, die Rechte anderer achten und fair kommunizieren. Bei Cybermobbing zeigt sich, ob eine Gruppe digitale Verantwortung gelernt hat. Eine starke Lerngruppe schützt nicht Täterinnen oder Täter, sondern schützt die Würde aller Beteiligten.
Künstliche Intelligenz und neue Risiken
Mit künstlicher Intelligenz können Bilder, Stimmen oder Texte heute leichter manipuliert werden. Dadurch können neue Formen der Bloßstellung entstehen, etwa gefälschte Bilder, nachgemachte Stimmen oder erfundene Screenshots. Auch hier gelten dieselben Grundsätze: Prüfe Quellen, teile keine ungeprüften Inhalte, respektiere Persönlichkeitsrechte und hole Hilfe, wenn manipulierte Inhalte verbreitet werden.
Klassenvereinbarung gegen Cybermobbing
Eine gute Klassenvereinbarung sollte gemeinsam entstehen. Sie kann enthalten: Wir posten keine Bilder ohne Zustimmung. Wir machen niemanden in Gruppen lächerlich. Wir leiten keine verletzenden Inhalte weiter. Wir sprechen Probleme direkt, respektvoll und mit Unterstützung an. Wir sichern Beweise, wenn jemand verletzt wird. Wir holen Erwachsene dazu, wenn eine Situation nicht allein lösbar ist. Wir schützen Betroffene und übernehmen Verantwortung für unser digitales Miteinander.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was unterscheidet Cybermobbing besonders von einem einmaligen Streit im Chat? (Es ist gezielt, verletzend und kann sich online immer weiter verbreiten) (!Es ist immer nur ein harmloses Missverständnis) (!Es passiert ausschließlich ohne Publikum) (!Es endet automatisch nach dem Ausschalten des Handys)
Welche Handlung kann Cybermobbing verstärken? (Verletzende Inhalte liken oder weiterleiten) (!Betroffene ernst nehmen) (!Beweise sichern) (!Eine Vertrauensperson informieren)
Warum kann Cybermobbing für Betroffene besonders belastend sein? (Weil Angriffe jederzeit sichtbar werden und schwer kontrollierbar sind) (!Weil digitale Nachrichten nie gespeichert werden können) (!Weil nur fremde Erwachsene beteiligt sind) (!Weil Betroffene immer sofort wissen wer alles zusieht)
Was ist ein sinnvoller erster Schritt, wenn Du selbst betroffen bist? (Beweise sichern und Hilfe bei einer Vertrauensperson holen) (!Sofort mit noch härteren Beleidigungen antworten) (!Alle Nachrichten löschen ohne etwas zu sichern) (!Das Problem geheim halten und niemandem davon erzählen)
Was bedeutet Netiquette? (Regeln für respektvolles Verhalten im digitalen Raum) (!Ein Programm zum Hacken von Accounts) (!Eine Liste geheimer Passwörter) (!Eine App zum Löschen aller Chats)
Welche Aussage zum Recht am eigenen Bild ist richtig? (Bilder anderer Personen dürfen grundsätzlich nicht ohne Zustimmung verbreitet werden) (!Alle Klassenfotos dürfen immer frei gepostet werden) (!Screenshots aus privaten Chats gehören automatisch allen) (!Peinliche Videos darf man teilen wenn sie lustig sind)
Welche Rolle beschreibt Zivilcourage im Netz am besten? (Betroffene unterstützen und verletzendes Verhalten nicht mittragen) (!Bei Cybermobbing zuschauen und schweigen) (!Gerüchte schneller verbreiten) (!Unbekannte Profile anfeuern)
Was ist ein Fake-Profil im Zusammenhang mit Cybermobbing? (Ein falsches Profil das im Namen einer anderen Person genutzt wird) (!Ein besonders sicheres Profil mit starkem Passwort) (!Ein gelöschter Account ohne Inhalte) (!Ein offizielles Profil der Schule)
Welche Aussage ist wichtig für Betroffene? (Die betroffene Person ist nicht schuld am Cybermobbing) (!Wer betroffen ist muss alles allein lösen) (!Cybermobbing ist immer nur Spaß) (!Hilfe holen verschlimmert grundsätzlich alles)
Welche Reaktion ist bei Drohungen oder Erpressung besonders wichtig? (Erwachsene einschalten und rechtliche Hilfe prüfen) (!Die Drohung ignorieren und alle Beweise löschen) (!Der Tatperson eigene private Daten schicken) (!Die Drohung als Mutprobe veröffentlichen)
Memory
| Cybermobbing | Digitale Gewalt |
| Empathie | Mitgefühl |
| Screenshot | Beweis sichern |
| Netiquette | Respekt im Netz |
| Privatsphäre | Persönliche Grenze |
| Zivilcourage | Hilfe organisieren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Beleidigung | Verletzende persönliche Herabsetzung |
| Üble Nachrede | Nicht beweisbare herabwürdigende Behauptung |
| Verleumdung | Bewusst unwahre herabwürdigende Behauptung |
| Dokumentieren | Screenshots und Informationen sichern |
| Melden | Plattform oder Vertrauensperson informieren |
Kreuzworträtsel
| Empathie | Wie nennt man die Fähigkeit, sich in Gefühle anderer hineinzuversetzen? |
| Screenshot | Was kann als digitaler Beweis einer verletzenden Nachricht dienen? |
| Beleidigung | Wie heißt eine persönliche Herabsetzung, die auch online verletzen kann? |
| Netiquette | Wie nennt man Regeln für respektvolles Verhalten im Netz? |
| Zivilcourage | Was zeigt jemand, der Betroffene unterstützt und nicht wegschaut? |
| Datenschutz | Was schützt persönliche Informationen vor unerlaubter Nutzung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffe erklären: Erstelle eine Wortkarte zu Cybermobbing, Mobbing, Netiquette und Zivilcourage mit je einer kurzen Erklärung und einem Beispiel.
- Gefühle erkennen: Schreibe aus der Sicht einer betroffenen Person einen kurzen Tagebucheintrag nach einem verletzenden Klassenchat.
- Netiquette-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln für einen respektvollen Klassenchat.
- Hilfewege sammeln: Sammle drei Personen oder Stellen, an die sich Betroffene in Deiner Schule oder Umgebung wenden können.
Standard
- Videoanalyse: Analysiere das Video „Cybermobbing: Es trifft anders“ und notiere drei Aussagen, die Du besonders wichtig findest.
- Fallanalyse: Untersuche das fiktive Fallbeispiel aus dem aiMOOC. Benenne Rollen, problematische Handlungen und passende Hilfeschritte.
- Klassenchat-Regeln: Entwickle mit einer Gruppe eine verbindliche Klassenchat-Vereinbarung und begründe jede Regel.
- Interview: Befrage eine Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter zu Prävention und Hilfe bei Cybermobbing. Fasse die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Schwer
- Präventionskampagne: Plane eine Kampagne gegen Cybermobbing für Deine Schule mit Slogan, Zielgruppe, Medienformat und konkretem Ablauf.
- Rollenspiel: Entwickle ein Rollenspiel, in dem Zuschauende lernen, wie sie sicher und wirksam eingreifen können.
- Rechtsrecherche: Recherchiere mit offiziellen Quellen, welche rechtlichen Bereiche bei Cybermobbing berührt sein können, und erkläre sie in einfacher Sprache.
- Medienprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder einen Podcast zum Thema „Es trifft anders“ mit Handlungstipps für Betroffene und Zuschauende.

| <inputbox>
type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox> |

Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre an einem selbst erfundenen Beispiel, warum ein einzelner Post durch Weiterleitungen zu Cybermobbing werden kann.
- Perspektivwechsel: Beschreibe dieselbe Cybermobbing-Situation aus Sicht einer betroffenen Person, einer mitlaufenden Person und einer helfenden Person.
- Handlungsplan: Entwickle für einen konkreten Fall einen SICHER-Plan und begründe, warum jeder Schritt sinnvoll ist.
- Regelanalyse: Prüfe eine Klassenchat-Regel darauf, ob sie Betroffene schützt, fair ist und im Alltag wirklich umgesetzt werden kann.
- Dilemma: Diskutiere, ob man verletzende Inhalte sichern darf, obwohl man sie nicht weiterverbreiten soll. Erkläre den Unterschied zwischen Beweissicherung und Weiterleitung.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein eigenes Produkt zum Thema Cybermobbing. Wähle ein Format: Infoplakat, Audio-Beitrag, Erklärvideo-Konzept, Beratungsflyer, Präsentation oder schriftliche Fallanalyse. Dein Produkt soll zeigen, dass Du Ursachen, Folgen, Rollen und Handlungsmöglichkeiten verstanden hast.
Kriterien für den Lernnachweis
- Fachlichkeit: Du erklärst Cybermobbing korrekt und unterscheidest es von Streit und Konflikt.
- Empathie: Du machst deutlich, dass Betroffene nicht schuld sind und Unterstützung brauchen.
- Handlungskompetenz: Du nennst konkrete Schritte wie Beweise sichern, melden, blockieren und Hilfe holen.
- Rechte: Du beachtest Datenschutz, Privatsphäre und Recht am eigenen Bild.
- Gestaltung: Dein Produkt ist verständlich, respektvoll und für die Zielgruppe passend.
OERs zum Thema
Quellenhinweise für Lehrkräfte
- klicksafe: Cybermobbing - was tun?
- Wikipedia: Cyber-Mobbing
- Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: JIM-Studie
- Polizei-Beratung: Cybermobbing
- BSI: Cybermobbing und Cyberstalking
Links
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}
|
{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}
| <inputbox>
type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox> |