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Creative Commons kennenlernen

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Creative Commons kennenlernen




Creative Commons kennenlernen


Einleitung

Im Internet findest Du viele Bilder, Musik, Videos und Texte. Aber nicht alles darfst Du einfach kopieren oder verändern. Creative Commons – kurz CC – hilft Dir dabei: Die Lizenzzeichen zeigen, was erlaubt ist und welche Regeln gelten.

Dieser aiMOOC gehört zum Fach Medienbildung. Du lernst, freie Inhalte zu finden, Lizenzen zu lesen, Quellen korrekt anzugeben und eigene Werke bewusst zu teilen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Urheberrecht und Nutzungsrecht unterscheiden.
  2. die vier CC-Bausteine Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, Nicht kommerziell und Keine Bearbeitung erklären.
  3. eine passende Creative-Commons-Lizenz erkennen.
  4. freie Medien suchen und ihre Lizenz prüfen.
  5. eine Quellenangabe nach der TULLU-Regel erstellen.
  6. ein eigenes Werk mit einer passenden Lizenz veröffentlichen.


Was ist Creative Commons?

Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation. Sie stellt leicht verständliche Lizenzverträge bereit. Urheberinnen und Urheber können damit festlegen, wie andere ihre Werke nutzen dürfen.

Wichtig: Eine CC-Lizenz ersetzt das Urheberrecht nicht. Sie gibt bestimmte Nutzungen im Voraus frei.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Die vier Lizenzbausteine

Kürzel Bedeutung Regel
BY Namensnennung Nenne die Urheberin oder den Urheber.
SA Share Alike Veröffentliche Bearbeitungen unter derselben oder einer passenden Lizenz.
NC Nicht kommerziell Nutze das Werk nicht für kommerzielle Zwecke.
ND Keine Bearbeitung Veröffentliche nur unveränderte Kopien.
Datei:Cc-by new.svg
Datei:Cc-sa.svg
Datei:Cc-nc.svg
Datei:Cc-nd.svg


Die sechs CC-Lizenzen

Lizenz Was ist erlaubt? Was musst Du beachten?
CC BY Teilen und Bearbeiten, auch kommerziell Urheber nennen
CC BY-SA Teilen und Bearbeiten, auch kommerziell Urheber nennen und gleich weiterlizenzieren
CC BY-ND Unverändert teilen, auch kommerziell Urheber nennen und nicht bearbeiten
CC BY-NC Teilen und Bearbeiten Urheber nennen und nicht kommerziell nutzen
CC BY-NC-SA Teilen und Bearbeiten Urheber nennen, nicht kommerziell nutzen und gleich weiterlizenzieren
CC BY-NC-ND Unverändert und nicht kommerziell teilen Urheber nennen, nicht bearbeiten und nicht kommerziell nutzen
Datei:CC BY icon.svg
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Datei:Cc by-nd icon.svg
Datei:Cc by-nc icon.svg
Datei:Cc-by-nc-sa icon.svg
Datei:Cc by-nc-nd icon.svg


Welche Lizenzen sind besonders offen?

CC BY und CC BY-SA erlauben Teilen, Bearbeiten und kommerzielle Nutzung. Deshalb gelten sie als besonders offen. Sie werden häufig für Open Educational Resources verwendet.

CC0 ist keine der sechs CC-Lizenzen. Mit diesem Werkzeug verzichtet eine Urheberin oder ein Urheber soweit wie rechtlich möglich auf Rechte. Das Werk kann dann sehr frei genutzt werden.

Datei:CC0 button.svg


Freie Medien finden

Gute Startpunkte sind Wikimedia Commons, Wikipedia, offene Bildungsportale und Mediensammlungen mit Lizenzfilter.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Gehe bei jedem Fund in vier Schritten vor:

  1. Lizenz prüfen: Lies die Lizenz auf der Originalseite.
  2. Urheber prüfen: Suche den Namen der Person oder Organisation.
  3. Nutzung prüfen: Kläre, ob Bearbeitung oder kommerzielle Nutzung erlaubt ist.
  4. Quelle sichern: Speichere den Link und die Lizenzangabe.

Achtung: Ein Bild in einer Suchmaschine ist nicht automatisch frei. Entscheidend ist die Angabe auf der Originalseite.


Richtig kennzeichnen: die TULLU-Regel

Mit der TULLU-Regel erstellst Du eine vollständige Quellenangabe:

Buchstabe Bedeutung Beispiel
T Titel Sonnenuntergang am Meer
U Urheberin oder Urheber Mira Beispiel
L Lizenz CC BY-SA 4.0
L Link zur Lizenz Lizenzseite
U Ursprungsort Link zur Originaldatei

Muster: „Sonnenuntergang am Meer“ von Mira Beispiel, CC BY-SA 4.0, Original und Lizenz verlinkt.


Bearbeiten, Remixen und Teilen

Vor einer Bearbeitung prüfst Du besonders ND. Bei einer Veröffentlichung unter SA muss Deine Bearbeitung wieder unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz stehen.

Ein Remix verbindet oder verändert vorhandene Medien. Dokumentiere dabei:

  1. welches Material Du verwendet hast.
  2. welche Änderungen Du vorgenommen hast.
  3. welche Lizenz für Dein neues Werk gilt.


Eigene Werke lizenzieren

Du kannst nur Inhalte lizenzieren, an denen Du die nötigen Rechte besitzt. Fremde Musik, Logos, Fotos oder Personenaufnahmen können zusätzliche Rechte berühren.

Frage Dich vor der Veröffentlichung:

  1. Soll mein Werk verändert werden dürfen?
  2. Darf es kommerziell genutzt werden?
  3. Müssen Bearbeitungen dieselbe Lizenz behalten?
  4. Habe ich alle nötigen Rechte und Einwilligungen?

Eine CC-Lizenz ist grundsätzlich nicht einfach widerrufbar, wenn jemand das Werk bereits nach ihren Bedingungen nutzt. Wähle deshalb bewusst.


Typische Fehler

  1. Lizenzangabe vergessen: Auch freie Inhalte brauchen meist eine korrekte Namensnennung.
  2. Suchtreffer mit Quelle verwechseln: Prüfe immer die Originalseite.
  3. ND übersehen: Eine Bearbeitung darf dann nicht veröffentlicht werden.
  4. SA übersehen: Bearbeitungen brauchen wieder eine passende Lizenz.
  5. NC falsch einschätzen: Bei Unsicherheit ist eine genaue Prüfung nötig.
  6. Persönlichkeitsrecht: Eine freie Bildlizenz ersetzt nicht automatisch die Einwilligung abgebildeter Personen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür steht die Abkürzung CC? (Creative Commons) (!Copyright Control) (!Common Computer) (!Creative Copy)




Was bedeutet BY bei einer CC-Lizenz? (Namensnennung) (!Keine Bearbeitung) (!Nicht kommerziell) (!Gleiche Dateigröße)




Was verlangt der Baustein SA? (Bearbeitungen passend weiterlizenzieren) (!Das Werk unverändert lassen) (!Die Datei löschen) (!Nur privat speichern)




Was bedeutet ND? (Keine Bearbeitung) (!Keine Namensnennung) (!Keine Veröffentlichung) (!Keine Internetnutzung)




Welche Lizenz erlaubt Bearbeitung und kommerzielle Nutzung bei Namensnennung? (CC BY) (!CC BY-ND) (!CC BY-NC-ND) (!Alle Rechte vorbehalten)




Welche Lizenz verlangt Namensnennung und gleiche Weitergabe? (CC BY-SA) (!CC BY-ND) (!CC BY-NC) (!CC0)




Was solltest Du bei einem Bild aus einer Suchmaschine zuerst prüfen? (Die Lizenz auf der Originalseite) (!Die Farbe des Bildes) (!Die Zahl der Suchtreffer) (!Die Größe des Vorschaubildes)




Wozu dient die TULLU-Regel? (Zur vollständigen Quellenangabe) (!Zur Bildbearbeitung) (!Zur Passwortwahl) (!Zur Dateikomprimierung)




Welche Aussage zu CC0 trifft zu? (Es ermöglicht eine besonders freie Nutzung) (!Es verbietet jede Kopie) (!Es verlangt immer Share Alike) (!Es gilt nur für Musik)




Was musst Du vor dem Lizenzieren eines eigenen Werks klären? (Ob Du die nötigen Rechte besitzt) (!Ob die Datei groß genug ist) (!Ob das Werk schon oft geteilt wurde) (!Ob der Titel besonders kurz ist)





Memory

BY Namensnennung
SA Weitergabe unter gleichen Bedingungen
NC Nicht kommerziell
ND Keine Bearbeitung
TULLU Quellenangabe
CC0 Rechteverzicht
Remix Neues Werk aus vorhandenem Material





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Urheber nennen BY
Gleich weiterlizenzieren SA
Nicht kommerziell nutzen NC
Nicht bearbeiten ND
Originalseite prüfen Lizenzkontrolle
Titel und Quelle dokumentieren TULLU-Regel






Kreuzworträtsel

Lizenz Welche rechtliche Erlaubnis regelt die Nutzung eines Werks?
Urheber Wie heißt die Person, die ein Werk geschaffen hat?
Commons Wie heißt das freie Medienarchiv der Wikimedia-Projekte?
Remix Wie nennt man ein neu gestaltetes Werk aus vorhandenem Material?
Quelle Was musst Du neben Titel und Lizenz dokumentieren?
Freigabe Was erteilt eine offene Lizenz für bestimmte Nutzungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Creative Commons wird mit

abgekürzt.
Der Baustein BY verlangt die

.
SA bedeutet die Weitergabe unter

Bedingungen.
NC schränkt die

Nutzung ein.
ND erlaubt keine veröffentlichte

.
Die TULLU-Regel hilft bei der

.
Bei einem Suchtreffer prüfst Du die Lizenz auf der

.
CC0 ermöglicht eine besonders

Nutzung.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lizenzzeichen-Sammlung: Suche vier verschiedene CC-Symbole und beschrifte sie mit ihrer Bedeutung.
  2. Medien-Detektiv: Prüfe bei drei Bildern die Originalseite, den Urheber und die Lizenz.
  3. TULLU-Karte: Gestalte eine kleine Merkkarte mit den fünf Bestandteilen der TULLU-Regel.
  4. Lizenz-Pantomime: Stelle BY, SA, NC oder ND ohne Worte dar und lasse die Gruppe raten.


Standard

  1. Quellenangabe: Erstelle für ein frei lizenziertes Bild eine vollständige TULLU-Angabe.
  2. Lizenzvergleich: Vergleiche CC BY, CC BY-SA und CC BY-ND in einer selbst gestalteten Tabelle.
  3. Bildgeschichte: Erstelle aus drei frei nutzbaren Bildern eine kurze Geschichte und dokumentiere alle Quellen.
  4. Erklärplakat: Gestalte ein Plakat mit dem Titel „Darf ich das verwenden?“ und zeige einen Prüfweg.


Schwer

  1. Remix-Projekt: Produziere einen eigenen Remix aus frei lizenzierten Medien und begründe Deine Lizenzwahl.
  2. Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Social-Media-Post mit fremdem Bild und finde alle Lizenzfehler.
  3. Lizenzberatung: Entwickle für drei unterschiedliche Medienprojekte jeweils eine passende CC-Lizenz und begründe sie.
  4. Schulmedien-Guide: Erstelle einen kurzen Leitfaden für Deine Schule zum Suchen, Prüfen und Kennzeichnen freier Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidung begründen: Eine Schülerin möchte ein CC BY-ND-Foto zuschneiden und veröffentlichen. Erkläre, warum das problematisch ist, und nenne eine passende Alternative.
  2. Lizenz auswählen: Du möchtest, dass Dein Erklärvideo verändert werden darf, Bearbeitungen aber offen bleiben. Wähle eine Lizenz und begründe Deine Entscheidung.
  3. Quellen prüfen: Vergleiche zwei Fundstellen desselben Bildes. Entwickle Kriterien, mit denen Du die verlässlichere Quelle erkennst.
  4. Konflikt lösen: Ein Gruppenprojekt verwendet Musik mit NC-Lizenz und soll später Werbung enthalten. Beschreibe mögliche Lösungen.
  5. Transfer leisten: Entwickle einen kurzen Prüfplan, den Du vor jeder Veröffentlichung mit fremden Medien anwenden kannst.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die vier CC-Bausteine verständlich erklären kannst.
  2. mindestens drei Lizenzen sicher unterscheiden kannst.
  3. ein freies Medium auf der Originalseite geprüft hast.
  4. eine vollständige TULLU-Angabe erstellt hast.
  5. eine Lizenzentscheidung begründen kannst.
  6. bei einem eigenen Medienprodukt Quellen, Bearbeitungen und Lizenz transparent dokumentierst.




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