Corporate Design - Kunst


Corporate Design - Kunst
Corporate Design - Kunst
Einleitung
Corporate Design ist das einheitliche visuelle Erscheinungsbild einer Organisation, einer Schule, eines Vereins oder eines Unternehmens. Es sorgt dafür, dass verschiedene Medien zusammengehören und schnell wiedererkannt werden. Im Kunstunterricht untersuchst Du dafür vor allem Logo, Farbe, Typografie, Bildsprache, Layout und Komposition.
Lernziele
Du kannst ein Corporate Design erkennen, seine Wirkung beschreiben und ein einfaches Erscheinungsbild für eine schulische Idee gestalten. Dabei begründest Du Entscheidungen zu Farbkontrast, Schrift, Form, Raster und Wiedererkennungswert.
Grundlagen
Corporate Identity und Corporate Design
Die Corporate Identity beschreibt die gesamte Identität einer Organisation. Dazu gehören ihr Verhalten, ihre Kommunikation und ihr sichtbares Auftreten. Das Corporate Design ist der visuelle Teil davon. Ein Logo ist deshalb nicht das ganze Corporate Design, sondern nur ein Baustein.
Zentrale Gestaltungselemente
- Logo: Ein prägnantes Zeichen, das auch klein und in Schwarz-Weiß funktionieren sollte.
- Farbpalette: Wenige festgelegte Farben schaffen Stimmung und Wiedererkennung.
- Typografie: Eine passende Hausschrift ordnet Überschriften, Fließtext und Hervorhebungen.
- Bildsprache: Fotos, Illustrationen und Symbole folgen einem gemeinsamen Stil.
- Gestaltungsraster: Wiederkehrende Abstände und Positionen geben Halt.
- Styleguide: Regeln dokumentieren, wie alle Elemente verwendet werden.
Farbe und Wirkung
Farben können Aufmerksamkeit lenken, Stimmungen auslösen und Inhalte ordnen. Entscheidend sind nicht nur einzelne Farben, sondern auch Kontraste, Helligkeit und der Einsatz auf verschiedenen Hintergründen. Ein gutes Farbkonzept bleibt übersichtlich und gut lesbar.

Beobachtungsauftrag: Welche Farbbeziehungen erkennst Du? Notiere eine harmonische und eine kontrastreiche Kombination.
Typografie und Lesbarkeit
Typografie gestaltet Schrift. Für ein schulisches Corporate Design reichen oft eine gut lesbare Schriftfamilie und wenige Schriftschnitte. Größe, Zeilenabstand, Ausrichtung und Kontrast bestimmen, wie schnell ein Text erfasst wird. Dekorative Schriften eignen sich eher für kurze Titel als für längere Texte.

Logo, Schutzraum und Skalierung
Ein gutes Logo ist einfach, eigenständig und passend zur Botschaft. Ein freier Bereich um das Zeichen heißt Schutzraum. Er verhindert, dass andere Elemente das Logo bedrängen. Vor der Nutzung solltest Du außerdem prüfen, ob das Zeichen in sehr kleiner Größe erkennbar bleibt.
Layout und Gestaltungsraster
Ein Layout ordnet Text und Bild auf einer Fläche. Ein Gestaltungsraster hilft, Kanten, Abstände und Größen konsequent zu wiederholen. Dadurch entstehen Ruhe, Hierarchie und Zusammengehörigkeit. Regeln dürfen gebrochen werden, wenn der Bruch bewusst gestaltet und nachvollziehbar ist.
Anwendungen
Ein Corporate Design zeigt sich auf Plakaten, Flyern, Präsentationen, Webseiten, Kleidung, Schildern oder Social-Media-Beiträgen. Die Gestaltung wird jeweils angepasst, ohne ihre Grundelemente zu verlieren.
Der Styleguide
Ein Styleguide hält Regeln knapp fest. Für ein Schulprojekt genügen meist Logo-Varianten, Schutzraum, Farbwerte, Schriften, Bildstil und zwei Beispielanwendungen. Er dient nicht als Dekoration, sondern als Arbeitsanleitung.
Gestaltungsprozess für Dein Schulprojekt
- Briefing: Kläre Ziel, Zielgruppe, Werte und benötigte Medien.
- Recherche: Sammle Beispiele und erstelle ein Moodboard.
- Entwurf: Skizziere mehrere Zeichen-, Farb- und Schriftideen.
- Auswahl: Vergleiche Entwürfe anhand klarer Kriterien.
- Ausarbeitung: Übertrage das System auf mindestens zwei Medien.
- Präsentation: Zeige Wirkung, Regeln und begründete Entscheidungen.
Qualitätscheck
Ein überzeugendes Ergebnis ist wiedererkennbar, lesbar, zielgruppengerecht und auf mehreren Medien nutzbar. Prüfe außerdem Farbkontraste, Bildrechte und die Herkunft verwendeter Schriften. Vermeide kopierte Logos und gestalte eigenständige Lösungen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bezeichnet Corporate Design? (Das einheitliche visuelle Erscheinungsbild einer Organisation) (!Nur das Verhalten der Beschäftigten) (!Nur den Namen einer Organisation) (!Ausschließlich die Werbung im Fernsehen)
Welches Element gehört zum Corporate Design? (Eine festgelegte Farbpalette) (!Die Pausenordnung einer Schule) (!Der Stundenplan einer Klasse) (!Die Lieferzeit eines Produkts)
Welche Aufgabe hat ein Logo vor allem? (Es unterstützt Erkennung und Unterscheidung) (!Es ersetzt alle Texte) (!Es erklärt jede Regel der Organisation) (!Es muss möglichst viele Details zeigen)
Was ist eine Hausschrift? (Eine festgelegte Schrift für den einheitlichen Auftritt) (!Eine Schrift an einer Hauswand) (!Eine handschriftliche Unterschrift) (!Eine Schrift, die nur in Büchern vorkommt)
Wozu dient der Schutzraum um ein Logo? (Er hält störende Elemente auf Abstand) (!Er macht das Logo automatisch bunt) (!Er ersetzt den Hintergrund) (!Er vergrößert jede Bilddatei)
Was leistet ein Gestaltungsraster? (Es ordnet Flächen, Abstände und Ausrichtungen) (!Es wählt automatisch ein Thema) (!Es schützt ein Bild vor Kopien) (!Es übersetzt Texte in andere Sprachen)
Was dokumentiert ein Styleguide? (Regeln für die einheitliche Gestaltung) (!Die Geschichte aller Mitarbeitenden) (!Nur die Preise von Druckprodukten) (!Ausschließlich technische Passwörter)
Warum sollte ein Logo auch klein getestet werden? (Damit seine Erkennbarkeit geprüft wird) (!Damit es mehr Farben erhält) (!Damit die Datei länger lädt) (!Damit es seinen Namen ändert)
Was beschreibt Bildsprache? (Den wiederkehrenden Stil von Bildern und Motiven) (!Die Lautstärke eines Videos) (!Die Grammatik eines Textes) (!Die Größe eines Klassenraums)
Welches Vorgehen ist am Anfang eines Designprozesses sinnvoll? (Ziel, Zielgruppe und Aufgabe klären) (!Sofort den ersten Entwurf veröffentlichen) (!Möglichst viele Schriften mischen) (!Ein bekanntes Logo unverändert kopieren)
Memory
| Logo | Erkennungszeichen |
| Farbpalette | festgelegte Farbauswahl |
| Hausschrift | einheitliche Typografie |
| Schutzraum | freie Fläche um ein Zeichen |
| Raster | Ordnungsstruktur |
| Bildsprache | gemeinsamer Bildstil |
| Styleguide | Gestaltungsregeln |
| Moodboard | visuelle Ideensammlung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Corporate Design |
|---|---|
| Logo | visuelles Erkennungszeichen |
| Farbpalette | festgelegte Farben |
| Hausschrift | ausgewählte Schriftfamilie |
| Bildsprache | wiederkehrender Bildstil |
| Gestaltungsraster | Ordnung von Flächen und Abständen |
Kreuzworträtsel
| Signet | Wie heißt ein grafisches Bildzeichen? |
| Typografie | Wie nennt man die Gestaltung von Schrift? |
| Farbpalette | Wie heißt eine festgelegte Auswahl von Farben? |
| Styleguide | Welches Dokument sammelt Gestaltungsregeln? |
| Raster | Welche Struktur ordnet Flächen und Abstände? |
| Kontrast | Was macht Unterschiede deutlich und verbessert oft die Lesbarkeit? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Logo-Safari: Fotografiere oder skizziere fünf Zeichen aus Deinem Schulweg und ordne sie als Wortmarke, Bildmarke oder Wort-Bild-Marke.
- Farbwirkung: Gestalte dieselbe einfache Form in zwei unterschiedlichen Farbpaletten und beschreibe die veränderte Wirkung.
- Schriftvergleich: Setze einen Schulnamen in drei Schriften und markiere, welche Lösung freundlich, sachlich oder dynamisch wirkt.
- Moodboard: Erstelle eine kleine Bildsammlung für einen fiktiven Schulclub und benenne drei gemeinsame Merkmale.
Standard
- Briefing: Verfasse ein kurzes Briefing für eine Schülerfirma, eine AG oder ein Schulfest.
- Logoentwurf: Entwickle mindestens sechs kleine Skizzen und arbeite die überzeugendste Idee sauber aus.
- Plakatserie: Gestalte zwei zusammengehörige Veranstaltungsplakate mit gleicher Farbpalette, Typografie und Bildsprache.
- Mini-Styleguide: Dokumentiere Logo, Schutzraum, Farben, Schriften und eine Beispielanwendung auf einer Seite.
Schwer
- Redesign: Analysiere das Erscheinungsbild einer schulischen Einrichtung und entwickle eine begründete, eigenständige Verbesserung.
- Medienübertragung: Übertrage Dein Design auf Plakat, Smartphone-Ansicht und T-Shirt, ohne die Wiedererkennbarkeit zu verlieren.
- Barrierearmes Design: Teste Kontraste, Schriftgrößen und Lesbarkeit und überarbeite problematische Stellen.
- Designpräsentation: Produziere ein kurzes Video oder eine Ausstellung, in der Du Prozess, Varianten und Entscheidungen nachvollziehbar erklärst.


Lernkontrolle
- Zielgruppenwechsel: Erkläre, wie sich das Corporate Design eines Grundschulfests verändern müsste, wenn dieselbe Veranstaltung für Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler gestaltet würde.
- Medienvergleich: Übertrage ein Plakatkonzept auf eine kleine Smartphone-Anzeige. Begründe, welche Elemente Du vereinfachst und welche erhalten bleiben.
- Fehlerdiagnose: Ein Entwurf nutzt fünf Schriften, acht Farben und wechselnde Logo-Positionen. Analysiere die Folgen und entwickle drei konkrete Verbesserungen.
- Wirkungsanalyse: Vergleiche zwei Farbpaletten für eine Umwelt-AG und entscheide begründet, welche die Werte der Gruppe klarer vermittelt.
- Regel und Ausnahme: Entwickle ein Beispiel, bei dem ein bewusster Bruch des Gestaltungsrasters sinnvoll Aufmerksamkeit erzeugt.
- Designethik: Beurteile einen Entwurf, der ein bekanntes Logo stark nachahmt. Berücksichtige Eigenständigkeit, Fairness und mögliche Verwechslung.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Corporate-Design-System für ein schulisches Projekt.
- Entwurf: Zeige Ideenentwicklung, Varianten und begründete Auswahl.
- Gestaltungssystem: Lege Logo, Farbpalette, Typografie, Bildsprache und Raster fest.
- Anwendung: Gestalte mindestens zwei unterschiedliche Medien.
- Styleguide: Halte die wichtigsten Regeln übersichtlich fest.
- Reflexion: Erkläre Wirkung, Zielgruppenbezug, Lesbarkeit und Verbesserungen.
- Urheberrecht: Weise Quellen und Nutzungsrechte verwendeter Materialien nach.
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