Zum Inhalt springen

Buch - Iphigenie auf Tauris - Goethe, Johann Wolfgang

Aus MOOCsWiki Staging

← Bücher-Welt

Originalwerk · Lesefassung

Iphigenie auf Tauris

Goethe, Johann Wolfgang · 1749–1832

Iphigenie lebt fern ihrer Heimat und muss zwischen einer Flucht durch Täuschung und offenem Vertrauen wählen. Das Drama erprobt Humanität unter schwierigen Bedingungen.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Historische Buchausgabe als Quellenvergleich. Die verwendete Textfassung ist separat angegeben.
Historische Ausgabe · Iphigenie auf Tauris · H.-P.Haack, Leipzig 11:42, 8. Jul. 2007 (CEST) · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Kriegsfolgen und drohende Menschenopfer.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 7

1. Akt

1
Erster Auftritt
Vorlage S. 7
2
IPHIGENIE.
Vorlage S. 7
3
Heraus in eure Schatten, rege Wipfel
Vorlage S. 7
4
Des alten, heil'gen, dichtbelaubten Haines,
Vorlage S. 7
5
Wie in der Göttin stilles Heiligtum
Vorlage S. 7
6
Tret' ich noch jetzt mit schauderndem Gefühl,
Vorlage S. 7
7
Als wenn ich sie zum erstenmal beträte,
Vorlage S. 7
8
Und es gewöhnt sich nicht mein Geist hierher.
Vorlage S. 7
9
So manches Jahr bewahrt mich hier verborgen
Vorlage S. 7
10
Ein hoher Wille, dem ich mich ergebe;
Vorlage S. 7
11
Doch immer bin ich, wie im ersten, fremd.
Vorlage S. 7
12
Denn ach! mich trennt das Meer von den Geliebten,
Vorlage S. 7
13
Und an dem Ufer steh' ich lange Tage,
Vorlage S. 7
14
Das Land der Griechen mit der Seele suchend;
Vorlage S. 7
15
Und gegen meine Seufzer bringt die Welle
Vorlage S. 7
16
Nur dumpfe Töne brausend mir herüber.
Vorlage S. 7
17
Weh dem, der fern von Eltern und Geschwistern
Vorlage S. 7
18
Ein einsam Leben führt! Ihm zehrt der Gram
Vorlage S. 7
19
Das nächste Glück vor seinen Lippen weg,
Vorlage S. 7
20
Ihm schwärmen abwärts immer die Gedanken
Vorlage S. 7
21
Nach seines Vaters Hallen, wo die Sonne
Vorlage S. 7
22
Zuerst den Himmel vor ihm aufschloß, wo
Vorlage S. 7
23
Sich Mitgeborne spielend fest und fester
Vorlage S. 7
24
Mit sanften Banden aneinander knüpften.
Vorlage S. 7
25
Ich rechte mit den Göttern nicht, allein
Vorlage S. 7
26
Der Frauen Zustand ist beklagenswert.
Vorlage S. 7
27
Zu Haus und in dem Kriege herrscht der Mann,
Vorlage S. 7
28
Und in der Fremde weiß er sich zu helfen.
Vorlage S. 7
29
Ihn freuet der Besitz; ihn krönt der Sieg!
Vorlage S. 7
30
Ein ehrenvoller Tod ist ihm bereitet.
Vorlage S. 7
31
Wie enggebunden ist des Weibes Glück!
Vorlage S. 7
32
Schon einem rauhen Gatten zu gehorchen,
Vorlage S. 7
33
Ist Pflicht und Trost; wie elend, wenn sie gar
Vorlage S. 7
34
Ein feindlich Schicksal in die Ferne treibt!
Vorlage S. 7
35
So hält mich Thoas hier, ein edler Mann,
Vorlage S. 7
36
In ernsten, heil'gen Sklavenbanden fest.
Vorlage S. 7
37
O wie beschämt gesteh' ich, dass ich dir
Vorlage S. 7
38
Mit stillem Widerwillen diene, Göttin,
Vorlage S. 7
39
Dir, meiner Retterin! Mein Leben sollte
Vorlage S. 7
40
Zu freiem Dienste dir gewidmet sein.
Vorlage S. 7
41
Auch hab' ich stets auf dich gehofft und hoffe
Vorlage S. 7
42
Noch jetzt auf dich, Diana, die du mich,
Vorlage S. 7
43
Des größten Königes verstoßne Tochter,
Vorlage S. 7
44
In deinen heil'gen, sanften Arm genommen.
Vorlage S. 7
45
Ja, Tochter Zeus', wenn du den hohen Mann,
Vorlage S. 7
46
Den du, die Tochter fordernd, ängstigtest,
Vorlage S. 7
47
Wenn du den göttergleichen Agamemnon,
Vorlage S. 7
48
Der dir sein Liebstes zum Altare brachte,
Vorlage S. 7
49
Von Trojas umgewandten Mauern rühmlich
Vorlage S. 7
50
Nach seinem Vaterland zurückbegleitet,
Vorlage S. 7
51
Die Gattin ihm, Elektren und den Sohn,
Vorlage S. 7
52
Die schönen Schätze, wohl erhalten hast;
Vorlage S. 7
53
So gib auch mich den Meinen endlich wieder
Vorlage S. 7
54
Und rette mich, die du vom Tod errettet,
Vorlage S. 7
55
Auch von dem Leben hier, dem zweiten Tode!
Vorlage S. 7
56
Zweiter Auftritt
Vorlage S. 8
57
Iphigenie. Arkas.
Vorlage S. 8
58
ARKAS.
Vorlage S. 8
59
Der König sendet mich hieher und heut
Vorlage S. 8
60
Der Priesterin Dianens Gruß und Heil.
Vorlage S. 8
61
Dies ist der Tag, da Tauris seiner Göttin
Vorlage S. 8
62
Für wunderbare neue Siege dankt.
Vorlage S. 8
63
Ich eile vor dem König und dem Heer,
Vorlage S. 8
64
Zu melden, dass er kommt und dass es naht.
Vorlage S. 8
65
IPHIGENIE.
Vorlage S. 8
66
Wir sind bereit, sie würdig zu empfangen,
Vorlage S. 8
67
Und unsre Göttin sieht willkommnem Opfer
Vorlage S. 8
68
Von Thoas' Hand mit Gnadenblick entgegen.
Vorlage S. 8
69
ARKAS.
Vorlage S. 8
70
O fänd' ich auch den Blick der Priesterin,
Vorlage S. 8
71
Der werten, vielgeehrten, deinen Blick,
Vorlage S. 8
72
O heil'ge Jungfrau, heller, leuchtender,
Vorlage S. 8
73
Uns allen gutes Zeichen! Noch bedeckt
Vorlage S. 8
74
Der Gram geheimnisvoll dein Innerstes;
Vorlage S. 8
75
Vergebens harren wir schon Jahre lang
Vorlage S. 8
76
Auf ein vertraulich Wort aus deiner Brust.
Vorlage S. 8
77
Solang' ich dich an dieser Stätte kenne,
Vorlage S. 8
78
Ist dies der Blick, vor dem ich immer schaudre;
Vorlage S. 8
79
Und wie mit Eisenbanden bleibt die Seele
Vorlage S. 8
80
Ins Innerste des Busens dir geschmiedet.
Vorlage S. 8
81
IPHIGENIE.
Vorlage S. 8
82
Wie's der Vertriebnen, der Verwaisten ziemt.
Vorlage S. 8
83
ARKAS.
Vorlage S. 8
84
Scheinst du dir hier vertrieben und verwaist?
Vorlage S. 8
85
IPHIGENIE.
Vorlage S. 8
86
Kann uns zum Vaterland die Fremde werden?
Vorlage S. 8
87
ARKAS.
Vorlage S. 8
88
Und dir ist fremd das Vaterland geworden.
Vorlage S. 8
89
IPHIGENIE.
Vorlage S. 8
90
Das ist's, warum mein blutend Herz nicht heilt.
Vorlage S. 8
91
In erster Jugend, da sich kaum die Seele
Vorlage S. 8
92
An Vater, Mutter und Geschwister band,
Vorlage S. 8
93
Die neuen Schößlinge, gesellt und lieblich,
Vorlage S. 8
94
Vom Fuß der alten Stämme himmelwärts
Vorlage S. 8
95
Zu dringen strebten, leider fasste da
Vorlage S. 8
96
Ein fremder Fluch mich an und trennte mich
Vorlage S. 8
97
Von den Geliebten, riss das schöne Band
Vorlage S. 8
98
Mit ehrner Faust entzwei. Sie war dahin,
Vorlage S. 8
99
Der Jugend beste Freude, das Gedeihn
Vorlage S. 8
100
Der ersten Jahre. Selbst gerettet, war
Vorlage S. 8
101
Ich nur ein Schatten mir, und frische Lust
Vorlage S. 8
102
Des Lebens blüht in mir nicht wieder auf.
Vorlage S. 9
103
ARKAS.
Vorlage S. 9
104
Wenn du dich so unglücklich nennen willst,
Vorlage S. 9
105
So darf ich dich auch wohl undankbar nennen.
Vorlage S. 9
106
IPHIGENIE.
Vorlage S. 9
107
Dank habt ihr stets.
Vorlage S. 9
108
ARKAS.
Vorlage S. 9
109
Doch nicht den reinen Dank,
Vorlage S. 9
110
Um dessentwillen man die Wohltat tut;
Vorlage S. 9
111
Den frohen Blick, der ein zufriednes Leben
Vorlage S. 9
112
Und ein geneigtes Herz dem Wirte zeigt.
Vorlage S. 9
113
Als dich ein tief geheimnisvolles Schicksal
Vorlage S. 9
114
Vor so viel Jahren diesem Tempel brachte,
Vorlage S. 9
115
Kam Thoas dir als einer Gottgegebnen
Vorlage S. 9
116
Mit Ehrfurcht und mit Neigung zu begegnen,
Vorlage S. 9
117
Und dieses Ufer ward dir hold und freundlich
Vorlage S. 9
118
Das jedem Fremden sonst voll Grausens war,
Vorlage S. 9
119
Weil niemand unser Reich vor dir betrat,
Vorlage S. 9
120
Der an Dianens heil'gen Stufen nicht
Vorlage S. 9
121
Nach altem Brauch ein blutges Opfer fiel.
Vorlage S. 9
122
IPHIGENIE.
Vorlage S. 9
123
Frei atmen macht das Leben nicht allein.
Vorlage S. 9
124
Welch Leben ist's, das an der heil'gen Stätte,
Vorlage S. 9
125
Gleich einem Schatten um sein eigen Grab,
Vorlage S. 9
126
Ich nur vertrauern muss? Und nenn' ich das
Vorlage S. 9
127
Ein fröhlich selbstbewusstes Leben, wenn
Vorlage S. 9
128
Uns jeder Tag, vergebens hingeträumt,
Vorlage S. 9
129
Zu jenen grauen Tagen vorbereitet,
Vorlage S. 9
130
Die an dem Ufer Lethes, selbstvergessend,
Vorlage S. 9
131
Die Trauerschar der Abgeschiednen feiert?
Vorlage S. 9
132
Ein unnütz Leben ist ein früher Tod:
Vorlage S. 9
133
Dies Frauenschicksal ist vor allen meins.
Vorlage S. 9
134
ARKAS.
Vorlage S. 9
135
Den edlen Stolz, dass du dir selbst nicht gnügest,
Vorlage S. 9
136
Verzeih' ich dir, so sehr ich dich bedaure:
Vorlage S. 9
137
Er raubet den Genuss des Lebens dir.
Vorlage S. 9
138
Du hast hier nichts getan seit deiner Ankunft?
Vorlage S. 9
139
Wer hat des Königs trüben Sinn erheitert?
Vorlage S. 9
140
Wer hat den alten grausamen Gebrauch,
Vorlage S. 9
141
Dass am Altar Dianens jeder Fremde
Vorlage S. 9
142
Sein Leben blutend lässt, von Jahr zu Jahr
Vorlage S. 9
143
Mit sanfter Überredung aufgehalten
Vorlage S. 9
144
Und die Gefangnen vom gewissen Tod
Vorlage S. 9
145
Ins Vaterland so oft zurück geschickt?
Vorlage S. 9
146
Hat nicht Diane, statt erzürnt zu sein,
Vorlage S. 10
147
Dass sie der blut'gen alten Opfer mangelt,
Vorlage S. 10
148
Dein sanft Gebet in reichem Maß erhört?
Vorlage S. 10
149
Umschwebt mit frohem Fluge nicht der Sieg
Vorlage S. 10
150
Das Heer? und eilt er nicht sogar voraus?
Vorlage S. 10
151
Und fühlt nicht jeglicher ein besser Los,
Vorlage S. 10
152
Seitdem der König, der uns weis' und tapfer
Vorlage S. 10
153
So lang' geführet, nun sich auch der Milde
Vorlage S. 10
154
In deiner Gegenwart erfreut und uns
Vorlage S. 10
155
Des schweigenden Gehorsams Pflicht erleichtert?
Vorlage S. 10
156
Das nennst du unnütz, wenn von deinem Wesen
Vorlage S. 10
157
Auf Tausende herab ein Balsam träufelt?
Vorlage S. 10
158
Wenn du dem Volke, dem ein Gott dich brachte,
Vorlage S. 10
159
Des neuen Glückes ew'ge Quelle wirst
Vorlage S. 10
160
Und an dem unwirtbaren Todesufer
Vorlage S. 10
161
Dem Fremden Heil und Rückkehr zubereitest?
Vorlage S. 10
162
IPHIGENIE.
Vorlage S. 10
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗
163
Das Wenige verschwindet leicht dem Blick,
Vorlage S. 10
164
Der vorwärts sieht, wie viel noch übrig bleibt.
Vorlage S. 10
165
ARKAS.
Vorlage S. 10
166
Doch lobst du den, der, was er tut, nicht schätzt?
Vorlage S. 10
167
IPHIGENIE.
Vorlage S. 10
168
Man tadelt den, der seine Taten wägt.
Vorlage S. 10
169
ARKAS.
Vorlage S. 10
170
Auch den, der wahren Wert zu stolz nicht achtet,
Vorlage S. 10
171
Wie den, der falschen Wert zu eitel hebt.
Vorlage S. 10
172
Glaub' mir und hör' auf eines Mannes Wort,
Vorlage S. 10
173
Der treu und redlich dir ergeben ist:
Vorlage S. 10
174
Wenn heut' der König mit dir redet, so
Vorlage S. 10
175
Erleichtr' ihm, was er dir zu sagen denkt.
Vorlage S. 10
176
IPHIGENIE.
Vorlage S. 10
177
Du ängstest mich mit jedem guten Worte:
Vorlage S. 10
178
Oft wich ich seinem Antrag mühsam aus.
Vorlage S. 10
179
ARKAS.
Vorlage S. 10
180
Bedenke, was du tust und was dir nützt.
Vorlage S. 10
181
Seitdem der König seinen Sohn verloren,
Vorlage S. 10
182
Vertraut er wenigen der Seinen mehr,
Vorlage S. 10
183
Und diesen wenigen nicht mehr wie sonst.
Vorlage S. 10
184
Missgünstig sieht er jedes Edlen Sohn
Vorlage S. 10
185
Als seines Reiches Folger an, er fürchtet
Vorlage S. 10
186
Ein einsam hülflos Alter, ja vielleicht
Vorlage S. 10
187
Verwegnen Aufstand und frühzeit'gen Tod.
Vorlage S. 10
188
Der Skythe setzt ins Reden keinen Vorzug,
Vorlage S. 10
189
Am wenigsten der König. Er, der nur
Vorlage S. 10
190
Gewohnt ist, zu befehlen und zu tun,
Vorlage S. 10
191
Kennt nicht die Kunst, von weitem ein Gespräch
Vorlage S. 11
192
Nach seiner Absicht langsam fein zu lenken.
Vorlage S. 11
193
Erschwer's ihm nicht durch ein rückhaltend Weigern,
Vorlage S. 11
194
Durch ein vorsätzlich Missverstehen. Geh
Vorlage S. 11
195
Gefällig ihm den halben Weg entgegen.
Vorlage S. 11
196
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
197
Soll ich beschleunigen, was mich bedroht?
Vorlage S. 11
198
ARKAS.
Vorlage S. 11
199
Willst du sein Werben eine Drohung nennen?
Vorlage S. 11
200
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
201
Es ist die schrecklichste von allen mir.
Vorlage S. 11
202
ARKAS.
Vorlage S. 11
203
Gib ihm für seine Neigung nur Vertraun.
Vorlage S. 11
204
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
205
Wenn er von Furcht erst meine Seele löst.
Vorlage S. 11
206
ARKAS.
Vorlage S. 11
207
Warum verschweigst du deine Herkunft ihm?
Vorlage S. 11
208
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
209
Weil einer Priesterin Geheimnis ziemt.
Vorlage S. 11
210
ARKAS.
Vorlage S. 11
211
Dem König sollte nichts Geheimnis sein;
Vorlage S. 11
212
Und ob er's gleich nicht fordert, fühlt er's doch
Vorlage S. 11
213
Und fühlt es tief in seiner großen Seele,
Vorlage S. 11
214
Dass du sorgfältig dich vor ihm verwahrst.
Vorlage S. 11
215
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
216
Nährt er Verdruss und Unmut gegen mich?
Vorlage S. 11
217
ARKAS.
Vorlage S. 11
218
So scheint es fast. Zwar schweigt er auch von dir;
Vorlage S. 11
219
Doch haben hingeworfne Worte mich
Vorlage S. 11
220
Belehrt, dass seine Seele fest den Wunsch
Vorlage S. 11
221
Ergriffen hat, dich zu besitzen. Lass,
Vorlage S. 11
222
O überlaß ihn nicht sich selbst! damit
Vorlage S. 11
223
In seinem Busen nicht der Unmut reife
Vorlage S. 11
224
Und dir Entsetzen bringe, du zu spät
Vorlage S. 11
225
An meinen treuen Rat mit Reue denkest.
Vorlage S. 11
226
IPHIGENIE.
Vorlage S. 11
227
Wie? Sinnt der König, was kein edler Mann,
Vorlage S. 11
228
Der seinen Namen liebt, und dem Verehrung
Vorlage S. 11
229
Der Himmlischen den Busen bändiget,
Vorlage S. 11
230
Je denken sollte? Sinnt er, vom Altar
Vorlage S. 11
231
Mich in sein Bette mit Gewalt zu ziehn?
Vorlage S. 11
232
So ruf' ich alle Götter und vor allen
Vorlage S. 11
233
Dianen, die entschloßne Göttin, an
Vorlage S. 11
234
Die ihren Schutz der Priesterin gewiss
Vorlage S. 11
235
Und Jungfrau einer Jungfrau gern gewährt.
Vorlage S. 11
236
ARKAS.
Vorlage S. 11
237
Sei ruhig! Ein gewaltsam neues Blut
Vorlage S. 11
238
Treibt nicht den König, solche Jünglingstat
Vorlage S. 11
239
Verwegen auszuüben. Wie er sinnt,
Vorlage S. 11
240
Befürcht' ich andern, harten Schluss von ihm,
Vorlage S. 11
241
Den unaufhaltbar er vollenden wird:
Vorlage S. 11
242
Denn seine Seel' ist fest und unbeweglich.
Vorlage S. 12
243
Drum bitt' ich dich, vertrau' ihm, sei ihm dankbar,
Vorlage S. 12
244
Wenn du ihm weiter nichts gewähren kannst.
Vorlage S. 12
245
IPHIGENIE.
Vorlage S. 12
246
O sage, was dir weiter noch bekannt ist.
Vorlage S. 12
247
ARKAS.
Vorlage S. 12
248
Erfahr's von ihm. Ich seh' den König kommen.
Vorlage S. 12
249
Du ehrst ihn, und dich heißt dein eigen Herz,
Vorlage S. 12
250
Ihm freundlich und vertraulich zu begegnen.
Vorlage S. 12
251
Ein edler Mann wird durch ein gutes Wort
Vorlage S. 12
252
Der Frauen weit geführt.
Vorlage S. 12
253
IPHIGENIE
Vorlage S. 12
254
allein.
Vorlage S. 12
255
Zwar seh' ich nicht,
Vorlage S. 12
256
Wie ich dem Rat des Treuen folgen soll;
Vorlage S. 12
257
Doch folg' ich gern der Pflicht, dem Könige
Vorlage S. 12
258
Für seine Wohltat gutes Wort zu geben,
Vorlage S. 12
259
Und wünsche mir, dass ich dem Mächtigen,
Vorlage S. 12
260
Was ihm gefällt, nur Wahrheit sagen möge.
Vorlage S. 12
261
Dritter Auftritt
Vorlage S. 12
262
Iphigenie. Thoas.
Vorlage S. 12
263
IPHIGENIE.
Vorlage S. 12
264
Mit königlichen Gütern segne dich
Vorlage S. 12
265
Die Göttin! Sie gewähre Sieg und Ruhm
Vorlage S. 12
266
Und Reichtum und das Wohl der Deinigen
Vorlage S. 12
267
Und jedes frommen Wunsches Fülle dir!
Vorlage S. 12
268
Dass, der du über viele sorgend herrschest,
Vorlage S. 12
269
Du auch vor vielen seltnes Glück genießest.
Vorlage S. 12
270
THOAS.
Vorlage S. 12
271
Zufrieden wär' ich, wenn mein Volk mich rühmte:
Vorlage S. 12
272
Was ich erwarb, genießen andre mehr
Vorlage S. 12
273
Als ich. Der ist am glücklichsten, er sei
Vorlage S. 12
274
Ein König oder ein Geringer, dem
Vorlage S. 12
275
In seinem Hause Wohl bereitet ist.
Vorlage S. 12
276
Du nahmest teil an meinen tiefen Schmerzen,
Vorlage S. 12
277
Als mir das Schwert der Feinde meinen Sohn,
Vorlage S. 12
278
Den letzten, besten, von der Seite riss.
Vorlage S. 12
279
Solang' die Rache meinen Geist besaß,
Vorlage S. 12
280
Empfand ich nicht die Öde meiner Wohnung;
Vorlage S. 12
281
Doch jetzt, da ich befriedigt wiederkehre,
Vorlage S. 12
282
Ihr Reich zerstört, mein Sohn gerochen ist,
Vorlage S. 12
283
Bleibt mir zu Hause nichts, das mich ergetze.
Vorlage S. 12
284
Der fröhliche Gehorsam den ich sonst
Vorlage S. 13
285
Aus einem jeden Auge blicken sah,
Vorlage S. 13
286
Ist nun von Sorg' und Unmut still gedämpft.
Vorlage S. 13
287
Ein jeder sinnt, was künftig werden wird,
Vorlage S. 13
288
Und folgt dem Kinderlosen, weil er muss.
Vorlage S. 13
289
Nun komm' ich heut' in diesen Tempel, den
Vorlage S. 13
290
Ich oft betrat, um Sieg zu bitten und
Vorlage S. 13
291
Für Sieg zu danken. Einen alten Wunsch
Vorlage S. 13
292
Trag' ich im Busen, der auch dir nicht fremd
Vorlage S. 13
293
Noch unerwartet ist: ich hoffe, dich,
Vorlage S. 13
294
Zum Segen meines Volks und mir zum Segen,
Vorlage S. 13
295
Als Braut in meine Wohnung einzuführen.
Vorlage S. 13
296
IPHIGENIE.
Vorlage S. 13
297
Der Unbekannten bietest du zu viel,
Vorlage S. 13
298
O König, an. Es steht die Flüchtige
Vorlage S. 13
299
Beschämt vor dir, die nichts an diesem Ufer
Vorlage S. 13
300
Als Schutz und Ruhe sucht, die du ihr gabst.
Vorlage S. 13
301
THOAS.
Vorlage S. 13
302
Dass du in das Geheimnis deiner Abkunft
Vorlage S. 13
303
Vor mir wie vor dem Letzten stets dich hüllest,
Vorlage S. 13
304
Wär' unter keinem Volke recht und gut.
Vorlage S. 13
305
Dies Ufer schreckt die Fremden: das Gesetz
Vorlage S. 13
306
Gebietet's und die Not. Allein von dir,
Vorlage S. 13
307
Die jedes frommen Rechts genießt, ein wohl
Vorlage S. 13
308
Von uns empfangner Gast, nach eignem Sinn
Vorlage S. 13
309
Und Willen ihres Tages sich erfreut,
Vorlage S. 13
310
Von dir hofft' ich Vertrauen, das der Wirt
Vorlage S. 13
311
Für seine Treue wohl erwarten darf.
Vorlage S. 13
312
IPHIGENIE.
Vorlage S. 13
313
Verbarg ich meiner Eltern Namen und
Vorlage S. 13
314
Mein Haus, o König, war's Verlegenheit,
Vorlage S. 13
315
Nicht Mißtraun. Denn vielleicht, ach! wüsstest du,
Vorlage S. 13
316
Wer vor dir steht, und welch verwünschtes Haupt
Vorlage S. 13
317
Du nährst und schützest: ein Entsetzen fasste
Vorlage S. 13
318
Dein großes Herz mit seltnem Schauer an,
Vorlage S. 13
319
Und statt die Seite deines Thrones mir
Vorlage S. 13
320
Zu bieten, triebest du mich vor der Zeit
Vorlage S. 13
321
Aus deinem Reiche; stießest mich vielleicht,
Vorlage S. 13
322
Eh' zu den Meinen frohe Rückkehr mir
Vorlage S. 13
323
Und meiner Wandrung Ende zugedacht ist,
Vorlage S. 13
William Turner – Schneesturm vor einer Hafeneinfahrt, 1842. Vergleichsbild für Stimmung und Naturdarstellung; keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Schneesturm auf See · J. M. W. Turner · Public domain Bildquelle ↗
324
Dem Elend zu, das jeden Schweifenden,
Vorlage S. 13
325
Von seinem Haus Vertriebnen überall
Vorlage S. 13
326
Mit kalter, fremder Schreckenshand erwartet.
Vorlage S. 14
327
THOAS.
Vorlage S. 14
328
Was auch der Rat der Götter mit dir sei,
Vorlage S. 14
329
Und was sie deinem Haus und dir gedenken,
Vorlage S. 14
330
So fehlt es doch, seitdem du bei uns wohnst
Vorlage S. 14
331
Und eines frommen Gastes Recht genießest,
Vorlage S. 14
332
An Segen nicht, der mir von oben kommt.
Vorlage S. 14
333
Ich möchte schwer zu überreden sein,
Vorlage S. 14
334
Dass ich an dir ein schuldvoll Haupt beschütze.
Vorlage S. 14
335
IPHIGENIE.
Vorlage S. 14
336
Dir bringt die Wohltat Segen, nicht der Gast.
Vorlage S. 14
337
THOAS.
Vorlage S. 14
338
Was man Verruchten tut, wird nicht gesegnet.
Vorlage S. 14
339
Drum endige dein Schweigen und dein Weigern!
Vorlage S. 14
340
Es fordert dies kein ungerechter Mann.
Vorlage S. 14
341
Die Göttin übergab dich meinen Händen;
Vorlage S. 14
342
Wie du ihr heilig warst, so warst du's mir.
Vorlage S. 14
343
Auch sei ihr Wink noch künftig mein Gesetz:
Vorlage S. 14
344
Wenn du nach Hause Rückkehr hoffen kannst,
Vorlage S. 14
345
So sprech' ich dich von aller Fordrung los.
Vorlage S. 14
346
Doch ist der Weg auf ewig dir versperrt,
Vorlage S. 14
347
Und ist dein Stamm vertrieben oder durch
Vorlage S. 14
348
Ein ungeheures Unheil ausgelöscht,
Vorlage S. 14
349
So bist du mein durch mehr als ein Gesetz.
Vorlage S. 14
350
Sprich offen! und du weißt, ich halte Wort.
Vorlage S. 14
351
IPHIGENIE.
Vorlage S. 14
352
Vom alten Bande löset ungern sich
Vorlage S. 14
353
Die Zunge los, ein langverschwiegenes
Vorlage S. 14
354
Geheimnis endlich zu entdecken. Denn
Vorlage S. 14
355
Einmal vertraut, verlässt es ohne Rückkehr
Vorlage S. 14
356
Des tiefen Herzens sichre Wohnung, schadet,
Vorlage S. 14
357
Wie es die Götter wollen, oder nützt.
Vorlage S. 14
358
Vernimm! Ich bin aus Tantalus' Geschlecht.
Vorlage S. 14
359
THOAS.
Vorlage S. 14
360
Du sprichst ein großes Wort gelassen aus.
Vorlage S. 14
361
Nennst du den deinen Ahnherrn, den die Welt
Vorlage S. 14
362
Als einen ehmals Hochbegnadigten
Vorlage S. 14
363
Der Götter kennt? Ist's jener Tantalus,
Vorlage S. 14
364
Den Jupiter zu Rat und Tafel zog,
Vorlage S. 14
365
An dessen alterfahrnen, vielen Sinn
Vorlage S. 14
366
Verknüpfenden Gesprächen Götter selbst,
Vorlage S. 14
367
Wie an Orakelsprüchen, sich ergetzten?
Vorlage S. 14
368
IPHIGENIE.
Vorlage S. 15
369
Er ist es; aber Götter sollten nicht
Vorlage S. 15
370
Mit Menschen wie mit ihresgleichen wandeln:
Vorlage S. 15
371
Das sterbliche Geschlecht ist viel zu schwach,
Vorlage S. 15
372
In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln.
Vorlage S. 15
373
Unedel war er nicht und kein Verräter,
Vorlage S. 15
374
Allein zum Knecht zu groß, und zum Gesellen
Vorlage S. 15
375
Des großen Donnrers nur ein Mensch. So war
Vorlage S. 15
376
Auch sein Vergehen menschlich; ihr Gericht
Vorlage S. 15
377
War streng, und Dichter singen: Übermut
Vorlage S. 15
378
Und Untreu stürzten ihn von Jovis Tisch
Vorlage S. 15
379
Zur Schmach des alten Tartarus hinab.
Vorlage S. 15
380
Ach, und sein ganz Geschlecht trug ihren Haß!
Vorlage S. 15
381
THOAS.
Vorlage S. 15
382
Trug es die Schuld des Ahnherrn oder eigne?
Vorlage S. 15
383
IPHIGENIE.
Vorlage S. 15
384
Zwar die gewalt'ge Brust und der Titanen
Vorlage S. 15
385
Kraftvolles Mark war seiner Söhn' und Enkel
Vorlage S. 15
386
Gewisses Erbteil; doch es schmiedete
Vorlage S. 15
387
Der Gott um ihre Stirn ein ehern Band.
Vorlage S. 15
388
Rat, Mäßigung und Weisheit und Geduld
Vorlage S. 15
389
Verbarg er ihrem scheuen, düstern Blick:
Vorlage S. 15
390
Zur Wut ward ihnen jegliche Begier,
Vorlage S. 15
391
Und grenzenlos drang ihre Wut umher.
Vorlage S. 15
392
Schon Pelops, der Gewaltig-Wollende,
Vorlage S. 15
393
Des Tantalus geliebter Sohn, erwarb
Vorlage S. 15
394
Sich durch Verrat und Mord das schönste Weib,
Vorlage S. 15
395
Önomaus' Erzeugte, Hippodamien.
Vorlage S. 15
396
Sie bringt den Wünschen des Gemahls zwei Söhne,
Vorlage S. 15
397
Thyest und Atreus. Neidisch sehen sie
Vorlage S. 15
398
Des Vaters Liebe zu dem ersten Sohn
Vorlage S. 15
399
Aus einem andern Bette wachsend an.
Vorlage S. 15
400
Der Haß verbindet sie, und heimlich wagt
Vorlage S. 15
401
Das Paar im Brudermord die erste Tat.
Vorlage S. 15
402
Der Vater wähnet Hippodamien
Vorlage S. 15
403
Die Mörderin, und grimmig fordert er
Vorlage S. 15
404
Von ihr den Sohn zurück, und sie entleibt
Vorlage S. 15
405
Sich selbst
Vorlage S. 15
406
THOAS.
Vorlage S. 15
407
Du schweigest? Fahre fort zu reden!
Vorlage S. 15
408
Lass dein Vertraun dich nicht gereuen! Sprich!
Vorlage S. 15
409
IPHIGENIE.
Vorlage S. 15
410
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,
Vorlage S. 15
411
Der froh von ihren Taten, ihrer Größe
Vorlage S. 15
412
Den Hörer unterhält und, still sich freuend,
Vorlage S. 15
413
Ans Ende dieser schönen Reihe sich
Vorlage S. 16
414
Geschlossen sieht! Denn es erzeugt nicht gleich
Vorlage S. 16
415
Ein Haus den Halbgott, noch das Ungeheuer;
Vorlage S. 16
416
Erst eine Reihe Böser oder Guter
Vorlage S. 16
417
Bringt endlich das Entsetzen, bringt die Freude
Vorlage S. 16
418
Der Welt hervor. – Nach ihres Vaters Tode
Vorlage S. 16
419
Gebieten Atreus und Thyest der Stadt,
Vorlage S. 16
420
Gemeinsam herrschend. Lange konnte nicht
Vorlage S. 16
421
Die Eintracht dauern. Bald entehrt Thyest
Vorlage S. 16
422
Des Bruders Bette. Rächend treibet Atreus
Vorlage S. 16
423
Ihn aus dem Reiche. Tückisch hatte schon
Vorlage S. 16
424
Thyest, auf schwere Taten sinnend, lange
Vorlage S. 16
425
Dem Bruder einen Sohn entwandt und heimlich
Vorlage S. 16
426
Ihn als den seinen schmeichelnd auferzogen.
Vorlage S. 16
427
Dem füllet er die Brust mit Wut und Rache
Vorlage S. 16
428
Und sendet ihn zur Königsstadt, dass er
Vorlage S. 16
429
Im Oheim seinen eignen Vater morde.
Vorlage S. 16
430
Des Jünglings Vorsatz wird entdeckt: der König
Vorlage S. 16
431
Straft grausam den gesandten Mörder, wähnend,
Vorlage S. 16
432
Er töte seines Bruders Sohn. Zu spät
Vorlage S. 16
433
Erfährt er, wer vor seinen trunknen Augen
Vorlage S. 16
434
Gemartert stirbt; und die Begier der Rache
Vorlage S. 16
435
Aus seiner Brust zu tilgen, sinnt er still
Vorlage S. 16
436
Auf unerhörte Tat. Er scheint gelassen,
Vorlage S. 16
437
Gleichgültig und versöhnt, und lockt den Bruder
Vorlage S. 16
438
Mit seinen beiden Söhnen in das Reich
Vorlage S. 16
439
Zurück, ergreift die Knaben, schlachtet sie
Vorlage S. 16
440
Und setzt die ekle, schaudervolle Speise
Vorlage S. 16
441
Dem Vater bei dem ersten Mahle vor.
Vorlage S. 16
442
Und da Thyest an seinem Fleische sich
Vorlage S. 16
443
Gesättigt, eine Wehmut ihn ergreift,
Vorlage S. 16
444
Er nach den Kindern fragt, den Tritt, die Stimme
Vorlage S. 16
445
Der Knaben an des Saales Türe schon
Vorlage S. 16
446
Zu hören glaubt, wirft Atreus grinsend
Vorlage S. 16
447
Ihm Haupt und Füße der Erschlagnen hin.
Vorlage S. 16
448
Du wendest schaudernd dein Gesicht, o König:
Vorlage S. 16
449
So wendete die Sonn' ihr Antlitz weg
Vorlage S. 16
450
Und ihren Wagen aus dem ew'gen Gleise.
Vorlage S. 16
451
Dies sind die Ahnherrn deiner Priesterin;
Vorlage S. 16
452
Und viel unseliges Geschick der Männer,
Vorlage S. 17
453
Viel Taten des verworrnen Sinnes deckt
Vorlage S. 17
454
Die Nacht mit schweren Fittichen und lässt
Vorlage S. 17
455
Uns nur in grauenvolle Dämmrung sehn.
Vorlage S. 17
456
THOAS.
Vorlage S. 17
457
Verbirg sie schweigend auch. Es sei genug
Vorlage S. 17
458
Der Greuel! Sage nun, durch welch ein Wunder
Vorlage S. 17
459
Von diesem wilden Stamme du entsprangst.
Vorlage S. 17
460
IPHIGENIE.
Vorlage S. 17
461
Des Atreus ältster Sohn war Agamemnon:
Vorlage S. 17
462
Er ist mein Vater. Doch, ich darf es sagen,
Vorlage S. 17
463
In ihm hab' ich seit meiner ersten Zeit
Vorlage S. 17
464
Ein Muster des vollkommnen Manns gesehn.
Vorlage S. 17
465
Ihm brachte Klytämnestra mich, den Erstling
Vorlage S. 17
466
Der Liebe, dann Elektren. Ruhig herrschte
Vorlage S. 17
467
Der König, und es war dem Hause Tantals
Vorlage S. 17
468
Die lang' entbehrte Rast gewährt. Allein
Vorlage S. 17
469
Es mangelte dem Glück der Eltern noch
Vorlage S. 17
470
Ein Sohn, und kaum war dieser Wunsch erfüllt,
Vorlage S. 17
471
Dass zwischen beiden Schwestern nun Orest,
Vorlage S. 17
472
Der Liebling, wuchs, als neues Übel schon
Vorlage S. 17
473
Dem sichern Hause zubereitet war.
Vorlage S. 17
474
Der Ruf des Krieges ist zu euch gekommen,
Vorlage S. 17
475
Der, um den Raub der schönsten Frau zu rächen,
Vorlage S. 17
476
Die ganze Macht der Fürsten Griechenlands
Vorlage S. 17
477
Um Trojens Mauern lagerte. Ob sie
Vorlage S. 17
478
Die Stadt gewonnen, ihrer Rache Ziel
Vorlage S. 17
479
Erreicht, vernahm ich nicht. Mein Vater führte
Vorlage S. 17
480
Der Griechen Heer. In Aulis harrten sie
Vorlage S. 17
481
Auf günst'gen Wind vergebens: denn Diane,
Vorlage S. 17
482
Erzürnt auf ihren großen Führer, hielt
Vorlage S. 17
483
Die Eilenden zurück und forderte
Vorlage S. 17
484
Durch Kalchas' Mund des Königs ältste Tochter.
Vorlage S. 17
Historische Buchausgabe als Quellenvergleich. Die verwendete Textfassung ist separat angegeben.
Kontextbild zum Werk. Historische Ausgabe · Iphigenie auf Tauris · H.-P.Haack, Leipzig 11:42, 8. Jul. 2007 (CEST) · Public domain Bildquelle ↗
485
Sie lockten mit der Mutter mich ins Lager;
Vorlage S. 17
486
Sie rissen mich vor den Altar und weihten
Vorlage S. 17
487
Der Göttin dieses Haupt. – Sie war versöhnt!
Vorlage S. 17
488
Sie wollte nicht mein Blut und hüllte rettend
Vorlage S. 17
489
In eine Wolke mich; in diesem Tempel
Vorlage S. 17
490
Erkannt' ich mich zuerst vom Tode wieder.
Vorlage S. 17
491
Ich bin es selbst, bin Iphigenie,
Vorlage S. 17
492
Des Atreus Enkel, Agamemnons Tochter,
Vorlage S. 17
493
Der Göttin Eigentum, die mit dir spricht.
Vorlage S. 18
494
THOAS.
Vorlage S. 18
495
Mehr Vorzug und Vertrauen geb' ich nicht
Vorlage S. 18
496
Der Königstochter als der Unbekannten.
Vorlage S. 18
497
Ich wiederhole meinen ersten Antrag:
Vorlage S. 18
498
Komm, folge mir und teile, was ich habe.
Vorlage S. 18
499
IPHIGENIE.
Vorlage S. 18
500
Wie darf ich solchen Schritt, o König, wagen?
Vorlage S. 18
501
Hat nicht die Göttin, die mich rettete,
Vorlage S. 18
502
Allein das Recht auf mein geweihtes Leben?
Vorlage S. 18
503
Sie hat für mich den Schutzort ausgesucht,
Vorlage S. 18
504
Und sie bewahrt mich einem Vater, den
Vorlage S. 18
505
Sie durch den Schein genug gestraft, vielleicht
Vorlage S. 18
506
Zur schönsten Freude seines Alters hier.
Vorlage S. 18
507
Vielleicht ist mir die frohe Rückkehr nah?
Vorlage S. 18
508
Und ich, auf ihren Weg nicht achtend, hätte
Vorlage S. 18
509
Mich wider ihren Willen hier gefesselt?
Vorlage S. 18
510
Ein Zeichen bat ich, wenn ich bleiben sollte.
Vorlage S. 18
511
THOAS.
Vorlage S. 18
512
Das Zeichen ist, dass du noch hier verweilst.
Vorlage S. 18
513
Such' Ausflucht solcher Art nicht ängstlich auf.
Vorlage S. 18
514
Man spricht vergebens viel, um zu versagen;
Vorlage S. 18
515
Der andre hört von allem nur das Nein.
Vorlage S. 18
516
IPHIGENIE.
Vorlage S. 18
517
Nicht Worte sind es, die nur blenden sollen:
Vorlage S. 18
518
Ich habe dir mein tiefstes Herz entdeckt.
Vorlage S. 18
519
Und sagst du dir nicht selbst, wie ich dem Vater,
Vorlage S. 18
520
Der Mutter, den Geschwistern mich entgegen
Vorlage S. 18
521
Mit ängstlichen Gefühlen sehnen muss?
Vorlage S. 18
522
Dass in den alten Hallen, wo die Trauer
Vorlage S. 18
523
Noch manchmal stille meinen Namen lispelt,
Vorlage S. 18
524
Die Freude, wie um eine Neugeborne,
Vorlage S. 18
525
Den schönsten Kranz von Säul' an Säulen schlinge.
Vorlage S. 18
526
O sendetest du mich auf Schiffen hin!
Vorlage S. 18
527
Du gäbest mir und allen neues Leben.
Vorlage S. 18
528
THOAS.
Vorlage S. 18
529
So kehr' zurück! Tu, was dein Herz dich heißt,
Vorlage S. 18
530
Und höre nicht die Stimme guten Rats
Vorlage S. 18
531
Und der Vernunft. Sei ganz ein Weib und gib
Vorlage S. 18
532
Dich hin dem Triebe, der dich zügellos
Vorlage S. 18
533
Ergreift und dahin oder dorthin reißt.
Vorlage S. 18
534
Wenn ihnen eine Lust im Busen brennt,
Vorlage S. 18
535
Hält vom Verräter sie kein heilig Band,
Vorlage S. 18
536
Der sie dem Vater oder dem Gemahl
Vorlage S. 18
537
Aus langbewährten, treuen Armen lockt;
Vorlage S. 19
538
Und schweigt in ihrer Brust die rasche Glut,
Vorlage S. 19
539
So dringt auf sie vergebens treu und mächtig
Vorlage S. 19
540
Der Überredung goldne Zunge los.
Vorlage S. 19
541
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
542
Gedenk', o König, deines edeln Wortes!
Vorlage S. 19
543
Willst du mein Zutraun so erwidern? Du
Vorlage S. 19
544
Schienst vorbereitet, alles zu vernehmen.
Vorlage S. 19
545
THOAS.
Vorlage S. 19
546
Aufs Ungehoffte war ich nicht bereitet;
Vorlage S. 19
547
Doch sollt' ich's auch erwarten: wußt' ich nicht,
Vorlage S. 19
548
Dass ich mit einem Weibe handeln ging?
Vorlage S. 19
549
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
550
Schilt nicht, o König, unser arm Geschlecht.
Vorlage S. 19
551
Nicht herrlich wie die euern, aber nicht
Vorlage S. 19
552
Unedel sind die Waffen eines Weibes.
Vorlage S. 19
553
Glaub' es, darin bin ich dir vorzuziehn
Vorlage S. 19
554
Dass ich dein Glück mehr als du selber kenne.
Vorlage S. 19
555
Du wähnest, unbekannt mit dir und mir
Vorlage S. 19
556
Ein näher Band werd' uns zum Glück vereinen.
Vorlage S. 19
557
Voll guten Mutes, wie voll guten Willens,
Vorlage S. 19
558
Dringst du in mich, dass ich mich fügen soll;
Vorlage S. 19
559
Und hier dank' ich den Göttern, dass sie mir
Vorlage S. 19
560
Die Festigkeit gegeben, dieses Bündnis
Vorlage S. 19
561
Nicht einzugehen, das sie nicht gebilligt.
Vorlage S. 19
562
THOAS.
Vorlage S. 19
563
Es spricht kein Gott; es spricht dein eignes Herz.
Vorlage S. 19
564
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
565
Sie reden nur durch unser Herz zu uns.
Vorlage S. 19
566
THOAS.
Vorlage S. 19
567
Und hab' Ich, sie zu hören, nicht das Recht?
Vorlage S. 19
568
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
569
Es überbraust der Sturm die zarte Stimme.
Vorlage S. 19
570
THOAS.
Vorlage S. 19
571
Die Priesterin vernimmt sie wohl allein?
Vorlage S. 19
572
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
573
Vor allen andern merke sie der Fürst.
Vorlage S. 19
574
THOAS.
Vorlage S. 19
575
Dein heilig Amt und dein geerbtes Recht
Vorlage S. 19
576
An Jovis Tisch bringt dich den Göttern näher
Vorlage S. 19
577
Als einen erdgebornen Wilden.
Vorlage S. 19
578
IPHIGENIE.
Vorlage S. 19
579
So
Vorlage S. 19
580
Büß' ich nun das Vertraun, das du erzwangst.
Vorlage S. 19
581
THOAS.
Vorlage S. 19
582
Ich bin ein Mensch; und besser ist's, wir enden.
Vorlage S. 19
583
So bleibe denn mein Wort: Sei Priesterin
Vorlage S. 19
584
Der Göttin, wie sie dich erkoren hat;
Vorlage S. 19
585
Doch mir verzeih' Diane, dass ich ihr
Vorlage S. 19
586
Bisher, mit Unrecht und mit innerm Vorwurf,
Vorlage S. 19
587
Die alten Opfer vorenthalten habe.
Vorlage S. 19
588
Kein Fremder nahet glücklich unserm Ufer:
Vorlage S. 20
589
Von alters her ist ihm der Tod gewiss.
Vorlage S. 20
590
Nur du hast mich mit einer Freundlichkeit,
Vorlage S. 20
591
In der ich bald der zarten Tochter Liebe,
Vorlage S. 20
592
Bald stille Neigung einer Braut zu sehn
Vorlage S. 20
593
Mich tief erfreute, wie mit Zauberbanden
Vorlage S. 20
594
Gefesselt, dass ich meiner Pflicht vergaß.
Vorlage S. 20
595
Du hattest mir die Sinnen eingewiegt,
Vorlage S. 20
596
Das Murren meines Volks vernahm ich nicht;
Vorlage S. 20
597
Nun rufen sie die Schuld von meines Sohnes
Vorlage S. 20
598
Frühzeit'gem Tode lauter über mich.
Vorlage S. 20
599
Um deinetwillen halt' ich länger nicht
Vorlage S. 20
600
Die Menge, die das Opfer dringend fordert.
Vorlage S. 20
601
IPHIGENIE.
Vorlage S. 20
602
Um meinetwillen hab' ich's nie begehrt.
Vorlage S. 20
603
Der missversteht die Himmlischen, der sie
Vorlage S. 20
604
Blutgierig wähnt: er dichtet ihnen nur
Vorlage S. 20
605
Die eignen grausamen Begierden an.
Vorlage S. 20
606
Entzog die Göttin mich nicht selbst dem Priestet?
Vorlage S. 20
607
Ihr war mein Dienst willkommner als mein Tod.
Vorlage S. 20
608
THOAS.
Vorlage S. 20
609
Es ziemt sich nicht für uns, den heiligen
Vorlage S. 20
610
Gebrauch mit leicht beweglicher Vernunft
Vorlage S. 20
611
Nach unserm Sinn zu deuten und zu lenken.
Vorlage S. 20
612
Tu deine Pflicht, ich werde meine tun.
Vorlage S. 20
613
Zwei Fremde, die wir in des Ufers Höhlen
Vorlage S. 20
614
Versteckt gefunden, und die meinem Lande
Vorlage S. 20
615
Nichts Gutes bringen, sind in meiner Hand.
Vorlage S. 20
616
Mit diesen nehme deine Göttin wieder
Vorlage S. 20
617
Ihr erstes, rechtes, lang' entbehrtes Opfer!
Vorlage S. 20
618
Ich sende sie hierher; du weißt den Dienst.
Vorlage S. 20
619
Vierter Auftritt
Vorlage S. 20
620
IPHIGENIE
Vorlage S. 20
621
allein.
Vorlage S. 20
622
Du hast Wolken, gnädige Retterin,
Vorlage S. 20
623
Einzuhüllen unschuldig Verfolgte,
Vorlage S. 20
624
Und auf Winden dem ehrnen Geschick sie
Vorlage S. 20
625
Aus den Armen, über das Meer,
Vorlage S. 20
626
Über der Erde weiteste Strecken,
Vorlage S. 20
627
Und wohin es dir gutdünkt, zu tragen.
Vorlage S. 20
628
Weise bist du und siehest das Künftige;
Vorlage S. 21
629
Nicht vorüber ist dir das Vergangne,
Vorlage S. 21
630
Und dein Blick ruht über den Deinen,
Vorlage S. 21
631
Wie dein Licht, das Leben der Nächte,
Vorlage S. 21
632
Über der Erde ruhet und waltet.
Vorlage S. 21
633
O, enthalte vom Blut meine Hände!
Vorlage S. 21
634
Nimmer bringt es Segen und Ruhe;
Vorlage S. 21
635
Und die Gestalt des zufällig Ermordeten
Vorlage S. 21
636
Wird auf des traurig-unwilligen Mörders
Vorlage S. 21
637
Böse Stunden lauern und schrecken.
Vorlage S. 21
638
Denn die Unsterblichen lieben der Menschen
Vorlage S. 21
639
Weit verbreitete gute Geschlechter,
Vorlage S. 21
640
Und sie fristen das flüchtige Leben
Vorlage S. 21
641
Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne
Vorlage S. 21
642
Ihres eigenen, ewigen Himmels
Vorlage S. 21
643
Mitgenießendes fröhliches Anschaun
Vorlage S. 21
644
Eine Weile gönnen und lassen.
Vorlage S. 21

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So hält mich Thoas hier, ein …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Mein Leben sollte Zu freiem Dienste dir gewidmet sein.« B: »Dass, der du über viele sorgend herrschest, Du auch vor vielen seltnes Glück genießest.« C: »Und sagst du dir nicht selbst, wie ich dem Vater,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Heraus in eure Schatten, rege Wipfel Des alten, heil'gen, dichtbelaubten Haines, Wie in der Göttin stilles Heiligtum Tret' ich noch jetzt mit schauderndem Gefühl, Als wenn ich sie zum erstenmal beträte, Und es […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Dein heilig Amt und dein geerbtes Recht An Jovis Tisch bringt dich den Göttern näher Als einen erdgebornen Wilden.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Zwar seh' ich nicht, Wie ich dem Rat des Treuen folgen soll; Doch folg' ich gern der Pflicht, dem Könige Für seine Wohltat gutes Wort zu geben, Und wünsche mir, dass ich dem Mächtigen, Was ihm gefällt, nur Wahrheit sagen möge.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Missgünstig sieht er jedes Edlen Sohn Als seines Reiches Folger an, er fürchtet Ein einsam hülflos Alter, ja vielleicht Verwegnen Aufstand und frühzeit'gen Tod. Der Skythe setzt ins Reden keinen Vorzug, Am wenigsten der König. Er, der nur […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] vollkommnen Manns gesehn. Ihm brachte Klytämnestra mich, den Erstling Der Liebe, dann Elektren. Ruhig herrschte Der König, und es war dem Hause Tantals Die lang' entbehrte Rast gewährt. Allein Es mangelte dem Glück der Eltern noch Ein […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Wie? Sinnt der König, was kein edler Mann, Der seinen Namen liebt, und dem Verehrung Der Himmlischen den Busen bändiget, Je […]« und »Er nach den Kindern fragt, den Tritt, die Stimme Der Knaben an des Saales Türe schon Zu hören glaubt, wirft Atreus grinsend Ihm […]«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗ Textstelle 20 ↗ Textstelle 21 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne Ihres eigenen, ewigen Himmels Mitgenießendes fröhliches Anschaun Eine Weile gönnen und lassen.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Heraus in eure Schatten, rege Wipfel Des alten, heil'gen, dichtbelaubten Haines, Wie in der Göttin stilles […]« / »Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne Ihres eigenen, ewigen Himmels Mitgenießendes fröhliches Anschaun Eine […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗ Textstelle 20 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Heraus in eure Schatten, rege Wipfel«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Und eines frommen Gastes Recht genießest,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Iphigenie auf Tauris von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Iphigenie auf Tauris

Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz, Hamburg: Christian Wegener, 1948 ff. [Seitenkonkordanz zu einer Mischauflage aus den Jahren 1959 und 1960.] Goethe, Johann Wolfgang 7- Hamburg

Das Werk Iphigenie auf Tauris von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.