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Buch - Der Traum ein Leben - Grillparzer, Franz

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Originalwerk · Lesefassung

Der Traum ein Leben

Grillparzer, Franz · 1817–1830

Der Traum ein Leben von Grillparzer, Franz. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 6

1. Akt

1
Erster Aufzug
Vorlage S. 90
2
Ländliche Gegend mit Felsen und Bäumen. Links im Vorgrunde eine Hütte. Neben der Tür eine Bank. Sommerabend.
Vorlage S. 90
3
Hörnertöne erschallen aus der Ferne.
Vorlage S. 90
4
MIRZA
Vorlage S. 90
5
kommt aus der Hütte.
Vorlage S. 90
6
Horch! War das nicht Hörnerschall?
Vorlage S. 90
7
Ja, er ists! er kommt, er naht!
Vorlage S. 90
8
Doch so spät erst! – Warte, Wilder,
Vorlage S. 90
9
Du sollst mirs fürwahr entgelten!
Vorlage S. 90
10
Unerbittlich will ich sein,
Vorlage S. 90
11
Schmollen will ich, zürnen, schelten,
Vorlage S. 90
12
Und nur spät – erst spät verzeihn.
Vorlage S. 90
13
Ja, verzeihn! Das ist es eben,
Vorlage S. 90
14
Darin liegt das Maß des Unglücks.
Vorlage S. 90
15
O, man sollte grollen können,
Vorlage S. 90
16
Grollen, so wie andre fehlen,
Vorlage S. 90
17
Lang und unabänderlich,
Vorlage S. 90
18
Dass Verzeihung Preis der Beßrung
Vorlage S. 90
19
Und nicht Lohn des Fehlers schiene.
Vorlage S. 90
20
Denn es ist fürwahr nicht billig,
Vorlage S. 90
21
Dass die Strafe der Beleidgung
Vorlage S. 90
22
Nicht einmal so lange währe,
Vorlage S. 90
23
Ach, als der Beleidgung Schmerz.
Vorlage S. 90
24
Könnt ich trotzig sein wie er,
Vorlage S. 90
25
O, ich weiß, er wäre milder!
Vorlage S. 90
26
Doch, wo bleibt er? Dort herüber
Vorlage S. 90
27
Schien des Hornes Ton zu kommen.
Vorlage S. 90
28
Zurücktretend und nach allen Seiten blickend.
Vorlage S. 90
29
Dort vom Hügel steigt ein Mann
Vorlage S. 90
30
Mit des Weidwerks Raub beladen.
Vorlage S. 90
31
Ob ers ist? – Die Sonne blendet.
Vorlage S. 90
32
Scheidend an der Berge Saum
Vorlage S. 90
33
Schüttet sie, in Glut versunken,
Vorlage S. 90
34
Ihres Brandes letzte Funken
Vorlage S. 90
35
Durch die abendliche Flur
Vorlage S. 90
36
Auf des späten Wandrers Spur.
Vorlage S. 90
37
Jetzo wendet er das Antlitz.
Vorlage S. 90
38
Rustan!? – – Armes, oft getäuschtes Herz!
Vorlage S. 91
39
Wohl ein Jäger schreitet her,
Vorlage S. 91
40
Rasch beflügelnd seine Schritte,
Vorlage S. 91
41
In der lauten Doggen Mitte,
Vorlage S. 91
42
Wohl ein Jäger, doch nicht er.
Vorlage S. 91
43
Trage, wunder Busen, trage,
Vorlage S. 91
44
Bist des Tragens ja gewohnt!
Vorlage S. 91
45
Setzt sich.
Vorlage S. 91
46
Abend ists, die Schöpfung feiert,
Vorlage S. 91
47
Und die Vögel aus den Zweigen,
Vorlage S. 91
48
Wie beschwingte Silberglöckchen,
Vorlage S. 91
49
Läuten aus den Feierabend,
Vorlage S. 91
50
Schon bereit, ihr süß Gebot,
Vorlage S. 91
51
Ruhend, selber zu erfüllen.
Vorlage S. 91
52
Alles folgt dem leisen Rufe,
Vorlage S. 91
53
Alle Augen fallen zu;
Vorlage S. 91
54
Zu den Hürden zieht die Herde,
Vorlage S. 91
55
Und die Blume senkt in Ruh
Vorlage S. 91
56
Schlummerschwer das Haupt zur Erde.
Vorlage S. 91
57
Ferne her vom düstern Osten
Vorlage S. 91
58
Steigt empor die stille Nacht;
Vorlage S. 91
59
Ausgelöscht des Tages Kerzen,
Vorlage S. 91
60
Breitet sie den dunkeln Vorhang
Vorlage S. 91
61
Um die Häupter ihrer Lieben
Vorlage S. 91
62
Und summt säuselnd sie in Schlaf.
Vorlage S. 91
63
Alles ruht, nur er allein
Vorlage S. 91
64
Streift noch durch den stillen Hain,
Vorlage S. 91
65
Um in Berges dunkeln Schlünden,
Vorlage S. 91
66
Was er hier vermisst, zu finden;
Vorlage S. 91
67
Und mich martert hier die Sorge
Vorlage S. 91
68
Und mich tötet hier die Angst.
Vorlage S. 91
69
Jener Jäger, Kaleb ists,
Vorlage S. 91
70
Sieh, sein Weib eilt ihm entgegen
Vorlage S. 91
71
Mit dem Kleinen an der Brust.
Vorlage S. 91
72
Wie er eilt, sie zu erreichen!
Vorlage S. 91
73
Und der Knabe streckt die Hände
Vorlage S. 92
74
Jauchzend nach dem Vater aus. –
Vorlage S. 92
75
Ihr seid glücklich – ja, ihr seids!
Vorlage S. 92
76
Sie versinkt in Nachdenken.
Vorlage S. 92
77
Massud kommt aus der Hütte.
Vorlage S. 92
78
MASSUD.
Vorlage S. 92
79
Mirza!
Vorlage S. 92
80
MIRZA.
Vorlage S. 92
81
Rustan!
Vorlage S. 92
82
MASSUD.
Vorlage S. 92
83
Ich bins, Mirza.
Vorlage S. 92
84
Mädchen, lässest du den Vater
Vorlage S. 92
85
In der Dämmrung so allein?
Vorlage S. 92
86
MIRZA.
Vorlage S. 92
87
Ach, verzeiht, ich wollte sehen –
Vorlage S. 92
88
MASSUD.
Vorlage S. 92
89
Ob er komme?
Vorlage S. 92
90
MIRZA.
Vorlage S. 92
91
Ach, ja wohl.
Vorlage S. 92
92
MASSUD.
Vorlage S. 92
93
Nun, und –?
Vorlage S. 92
94
MIRZA.
Vorlage S. 92
95
Keine Spur.
Vorlage S. 92
96
MASSUD.
Vorlage S. 92
97
's ist spät.
Vorlage S. 92
98
MIRZA.
Vorlage S. 92
99
Nacht beinahe. Alle Jäger
Vorlage S. 92
100
Ringsum aus der ganzen Gegend
Vorlage S. 92
101
Sind zurück schon von den Bergen.
Vorlage S. 92
102
Glaubt mir, denn ich kenne alle,
Vorlage S. 92
103
Die in jenen Bergen jagen,
Vorlage S. 92
104
Muss ich sie nicht täglich zählen,
Vorlage S. 92
105
Wenn den letzten ich erwarte?
Vorlage S. 92
106
Alle Jäger sind zurück,
Vorlage S. 92
107
Er allein streift noch im Dunkeln.
Vorlage S. 92
108
MASSUD.
Vorlage S. 92
109
Ja, fürwahr, ein wilder Geist
Vorlage S. 92
110
Wohnt in seinem düstern Busen,
Vorlage S. 92
111
Herrscht in seinem ganzen Tun
Vorlage S. 92
112
Und lässt nimmerdar ihn ruhn.
Vorlage S. 92
113
Nur von Kämpfen und von Schlachten,
Vorlage S. 92
114
Nur von Kronen und Triumphen,
Vorlage S. 92
115
Von des Kriegs, der Herrschaft Zeichen
Vorlage S. 92
116
Hört man sein Gespräch ertönen,
Vorlage S. 92
117
Ja, des Nachts, entschlummert kaum,
Vorlage S. 92
118
Spricht von Kämpfen selbst sein Traum.
Vorlage S. 92
119
Während wir des Feldes Mühn
Vorlage S. 92
120
Und des Hauses Sorge teilen,
Vorlage S. 92
121
Sieht man ihn bei Morgens Glühn
Vorlage S. 93
122
Schon nach jenen Bergen eilen.
Vorlage S. 93
123
Dort, nur dort im düstern Wald
Vorlage S. 93
124
Ist des Rauhen Aufenthalt,
Vorlage S. 93
125
Du bist, alles ist vergessen,
Vorlage S. 93
126
Und es scheint ihm hohe Lust,
Vorlage S. 93
127
Mal die Wildheit seiner Brust
Vorlage S. 93
128
An des Waldes Wild zu messen.
Vorlage S. 93
129
Das ist ein unselig Treiben!
Vorlage S. 93
130
Ich beklage dich, mein Kind.
Vorlage S. 93
131
MIRZA.
Vorlage S. 93
132
Scheltet drum ihn nicht, mein Vater,
Vorlage S. 93
133
War er doch nicht immer so.
Vorlage S. 93
134
O, ich weiß wohl eine Zeit,
Vorlage S. 93
135
Wo er sanft war, fromm und mild,
Vorlage S. 93
136
Wo er stundenlange saß
Vorlage S. 93
137
Auf dem Grund zu meinen Füßen,
Vorlage S. 93
138
Bald des Hauses Arbeit teilend,
Vorlage S. 93
139
Bald ein Märchen mir erzählend,
Vorlage S. 93
140
Bald – o glaubt mir, lieber Vater,
Vorlage S. 93
141
Er war damals sanft und gut.
Vorlage S. 93
142
Hat er seither sich verändert,
Vorlage S. 93
143
Ei, er kann sich wieder ändern,
Vorlage S. 93
144
Und er wirds, gewiss, er wirds!
Vorlage S. 93
145
MASSUD.
Vorlage S. 93
146
Wähnst du, mich zu überzeugen
Vorlage S. 93
147
Und kannst es dich selber nicht.
Vorlage S. 93
148
MIRZA.
Vorlage S. 93
149
Glaubt, mein Vater, dieser Sklave,
Vorlage S. 93
150
Zanga, er trägt alle Schuld.
Vorlage S. 93
151
Seit er trat in unsre Hütte,
Vorlage S. 93
152
Seit erklang sein Schmeichelwort,
Vorlage S. 93
153
Floh die Ruh aus unsrer Mitte
Vorlage S. 93
154
Und aus Rustans Busen fort.
Vorlage S. 93
155
Rustan, wahr ists, schon als Knabe
Vorlage S. 93
156
Horcht' er gerne großen Taten,
Vorlage S. 93
157
Übt' er gerne Ungewohntes,
Vorlage S. 93
158
Wollt er gerne, was er kann,
Vorlage S. 93
159
Wär das schlimm? Er ist ein Mann.
Vorlage S. 93
160
Stets doch hielt er die Gedanken
Vorlage S. 93
161
In des Hauses frommen Schranken
Vorlage S. 93
162
Und gebot dem raschen Mut.
Vorlage S. 94
163
Zanga kam. Sein Hauch, verstohlen,
Vorlage S. 94
164
Blies die Asche von den Kohlen
Vorlage S. 94
165
Und entflammte hoch die Glut.
Vorlage S. 94
166
O, ich habe sie belauscht!
Vorlage S. 94
167
Oft, wenn Rustan mir versprochen,
Vorlage S. 94
168
Nicht zu gehen nach den Bergen
Vorlage S. 94
169
Und er still und ruhig saß;
Vorlage S. 94
170
Da trat Zanga vor ihn hin,
Vorlage S. 94
171
Und von Schlachten hört ichs tönen
Vorlage S. 94
172
Und von Kämpfen und von Siegen.
Vorlage S. 94
173
Hoch empor und immer höher
Vorlage S. 94
174
Stieg die Glut in Rustans Wangen,
Vorlage S. 94
175
Jede seiner Fibern zuckte
Vorlage S. 94
176
Und die Hände ballten sich,
Vorlage S. 94
177
Aus den tiefgezognen Brauen
Vorlage S. 94
178
Schossen Blitze wilden Feuers
Vorlage S. 94
179
Und zuletzt – da sprang er auf,
Vorlage S. 94
180
Langte von der Wand den Bogen,
Vorlage S. 94
181
Warf den Köcher um den Nacken,
Vorlage S. 94
182
Und hinaus – hinaus zum Walde! –
Vorlage S. 94
183
MASSUD.
Vorlage S. 94
184
Armes Kind! und achtet nicht,
Vorlage S. 94
185
Hart und sorglos, der Verkehrte,
Vorlage S. 94
186
Deines Kummers, deiner Angst.
Vorlage S. 94
187
MIRZA.
Vorlage S. 94
188
Angst? Warum denn Angst, mein Vater?
Vorlage S. 94
189
O, ich weiß, der starke Rustan
Vorlage S. 94
190
Kennt nicht Furcht und nicht Gefahr.
Vorlage S. 94
191
Dann ist Zanga ja mit ihm.
Vorlage S. 94
192
MASSUD.
Vorlage S. 94
193
Doch nur zwei.
Vorlage S. 94
194
MIRZA.
Vorlage S. 94
195
Er zählt für viele.
Vorlage S. 94
196
MASSUD.
Vorlage S. 94
197
In der Nacht –
Vorlage S. 94
198
MIRZA.
Vorlage S. 94
199
Er kennt den Pfad.
Vorlage S. 94
200
MASSUD.
Vorlage S. 94
201
Wie so leicht ein wildes Tier –
Vorlage S. 94
202
MIRZA.
Vorlage S. 94
203
O, es flieht das Wild den Jäger!
Vorlage S. 94
204
MASSUD.
Vorlage S. 94
205
Oder gar –
Vorlage S. 94
206
MIRZA.
Vorlage S. 94
207
Was, Vater, was?
Vorlage S. 94
208
Sprecht es aus und tötet mich!
Vorlage S. 94
209
MASSUD.
Vorlage S. 95
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
210
Armes Kind, das ist dein Los,
Vorlage S. 95
211
Wenn dich, wie ich sonst wohl dachte,
Vorlage S. 95
212
Einst an ihn ein festres Band –
Vorlage S. 95
213
MIRZA.
Vorlage S. 95
214
Vater, es wird kühl, wir wollen
Vorlage S. 95
215
In die Hütte doch zurück.
Vorlage S. 95
216
Eh wirs denken, kommt auch er.
Vorlage S. 95
217
MASSUD.
Vorlage S. 95
218
Nun, so seis denn, wie es ist.
Vorlage S. 95
219
Die dort oben mögen walten!
Vorlage S. 95
220
Was ihn heut zurückehält,
Vorlage S. 95
221
Denk ich wohl beinah zu wissen.
Vorlage S. 95
222
MIRZA.
Vorlage S. 95
223
Wie, ihr wisst? O sprecht!
Vorlage S. 95
224
MASSUD.
Vorlage S. 95
225
Dein Derwisch,
Vorlage S. 95
226
Der besorgte, fromme Mann,
Vorlage S. 95
227
Der dort haust in jenem Walde,
Vorlage S. 95
228
Sandte kaum nur schnelle Botschaft,
Vorlage S. 95
229
Mir zu melden, dass man sage,
Vorlage S. 95
230
Rustan habe Streit erhoben
Vorlage S. 95
231
Auf der Jagd mit einem Weidmann.
Vorlage S. 95
232
MIRZA.
Vorlage S. 95
233
Streit? Mit wem?
Vorlage S. 95
234
MASSUD.
Vorlage S. 95
235
Mit Osmin, heißt es,
Vorlage S. 95
236
Unsers Emirs ältstem Sohn,
Vorlage S. 95
237
Der am Hof zu Samarkand
Vorlage S. 95
238
In des Königs Kammer dienet,
Vorlage S. 95
239
Und, mit Urlaub bei dem Vater,
Vorlage S. 95
240
Sich den Jägern beigesellt.
Vorlage S. 95
241
Rustan schlug nach ihm und –
Vorlage S. 95
242
MIRZA.
Vorlage S. 95
243
Mehr noch?
Vorlage S. 95
244
MASSUD.
Vorlage S. 95
245
Und sie griffen zu den Waffen.
Vorlage S. 95
246
MIRZA.
Vorlage S. 95
247
Waffen?
Vorlage S. 95
248
MASSUD.
Vorlage S. 95
249
Doch man schied sie schnell,
Vorlage S. 95
250
Und der Streit ward ausgetragen.
Vorlage S. 95
251
MIRZA.
Vorlage S. 95
252
Doch vielleicht –
Vorlage S. 95
253
MASSUD.
Vorlage S. 95
254
Sei ruhig, Kind!
Vorlage S. 95
255
Osmin ist schon heimgekehrt
Vorlage S. 95
256
Und nichts weiter zu besorgen.
Vorlage S. 95
257
Aber Rustan ahnet wohl,
Vorlage S. 95
258
Dass mir Kunde seiner Raschheit,
Vorlage S. 95
259
Und er scheut, mir zu begegnen.
Vorlage S. 95
260
Kaum wirds vollends Nacht, so schleicht er,
Vorlage S. 96
261
Seines Oheims Blick vermeidend,
Vorlage S. 96
262
Leise wohl in sein Gemach.
Vorlage S. 96
263
Darum, Mirza, lass uns gehn,
Vorlage S. 96
264
Unsre Gegenwart, bedünkt mich,
Vorlage S. 96
265
Hielt ihn wohl so lange fern.
Vorlage S. 96
266
MIRZA.
Vorlage S. 96
267
Und ihr zürnt ihm?
Vorlage S. 96
268
MASSUD.
Vorlage S. 96
269
Sollt ich nicht?
Vorlage S. 96
270
Siehst du mich schon flehend an?
Vorlage S. 96
271
O, ich weiß wohl, jedes Wort,
Vorlage S. 96
272
Tadelnd, rauh zu ihm gesprochen,
Vorlage S. 96
273
Wie ein Pfeil aus schwachen Händen,
Vorlage S. 96
274
Prallt von seinem starren Busen
Vorlage S. 96
275
Und dringt in dein weiches Herz.
Vorlage S. 96
276
Komm nur, komm! Ich will nicht schelten
Vorlage S. 96
277
Beide in die Hütte ab.
Vorlage S. 96
278
Pause. – Dann schleicht Zanga, nach allen Seiten umherspähend, herein.
Vorlage S. 96
279
ZANGA.
Vorlage S. 96
280
Kommt nur, Herr, die Luft ist rein!
Vorlage S. 96
281
Rustan tritt auf mit Bogen und Köcher.
Vorlage S. 96
282
ZANGA.
Vorlage S. 96
283
Munter, Herr, was soll das heißen!
Vorlage S. 96
284
Warum düster und beklommen?
Vorlage S. 96
285
Was ist Arges denn geschehn?
Vorlage S. 96
286
Dass ihr einem platten Jungen,
Vorlage S. 96
287
Der recht unverständig prahlte,
Vorlage S. 96
288
Euch zu höhnen sich erfrechte,
Vorlage S. 96
289
Etwas unsanft mitgespielt,
Vorlage S. 96
290
Das ist alles. Und was weiter?
Vorlage S. 96
291
Euer Oheim wird wohl schelten:
Vorlage S. 96
292
Sei es drum. Gönnt ihm die Lust!
Vorlage S. 96
293
RUSTAN.
Vorlage S. 96
294
Glaubst du, dass ich seine Worte,
Vorlage S. 96
295
Seines Tadels Ausbruch scheue?
Vorlage S. 96
296
Nimmer brauch ich zu erröten,
Vorlage S. 96
297
Was ich tat, kann ich vertreten,
Vorlage S. 96
298
Könnt ichs nicht, ich wär nicht hier.
Vorlage S. 96
299
Nicht der Schmerz, den mir sein Zürnen,
Vorlage S. 96
300
Der, den es ihm selber kostet,
Vorlage S. 96
301
Macht mich seinen Anblick fliehn.
Vorlage S. 96
302
Könnt er all doch seine Sorge,
Vorlage S. 96
303
Seine Angst um mich, mit einem,
Vorlage S. 97
304
Einem Feuergusse strömen
Vorlage S. 97
305
Auf dies unverwahrte Herz,
Vorlage S. 97
306
Und dann kalt und ruhig bleiben,
Vorlage S. 97
307
Bei des Wilden Tun und Treiben,
Vorlage S. 97
308
Hier! Er kühle seinen Schmerz!
Vorlage S. 97
309
Aber, dass ich sehen muss,
Vorlage S. 97
310
Wie der Nahverwandten Wünsche,
Vorlage S. 97
311
Gleich entzügelt wilden Pferden,
Vorlage S. 97
312
Nord- und südenwärts gespannt,
Vorlage S. 97
313
An dem Leichnam unsers Friedens,
Vorlage S. 97
314
Raschgespornt, zerfleischend reißen;
Vorlage S. 97
315
Dass ich sehe, wie wir beide,
Vorlage S. 97
316
Bürgern gleich aus fremden Zonen,
Vorlage S. 97
317
Bang uns gegenüberstehn,
Vorlage S. 97
318
Sprechen und uns nicht begreifen,
Vorlage S. 97
319
Einer mit dem andern zürnend,
Vorlage S. 97
320
Obgleich Lieb in beider Herzen,
Vorlage S. 97
321
Weil, was Brot in einer Sprache,
Vorlage S. 97
322
Gift heißt in des andern Zunge,
Vorlage S. 97
323
Und der Gruß der frommen Lippe
Vorlage S. 97
324
Fluch scheint in dem fremden Ohr,
Vorlage S. 97
325
Das ruft diesen Schmerz empor.
Vorlage S. 97
326
ZANGA.
Vorlage S. 97
327
Nun, so lernt denn seine Sprache,
Vorlage S. 97
328
Er wird eure nimmer lernen!
Vorlage S. 97
329
Und wer weiß! – An Lektionen
Vorlage S. 97
330
Läßts der alte Herr nicht fehlen.
Vorlage S. 97
331
Bleibt im Land und nährt euch redlich!
Vorlage S. 97
332
Auch die Ruhe hat ihr Schönes!
Vorlage S. 97
333
RUSTAN.
Vorlage S. 97
334
Spotte nicht! Denk an Osmin!
Vorlage S. 97
335
Gleicher Lohn harrt gleicher Frechheit.
Vorlage S. 97
336
Ha, bei Gott! es soll kein Prahler
Vorlage S. 97
337
Trotzig vor mich hin sich stellen
Vorlage S. 97
338
Und mich mit den Augen messen,
Vorlage S. 97
339
Den verschämten, keuschen Degen
Vorlage S. 97
340
Wiegend auf den glatten Schenkeln.
Vorlage S. 97
341
Er solls nicht, wenn nicht sein Kopf
Vorlage S. 97
342
Härter ist als Osmins Schädel,
Vorlage S. 97
343
Tüchtger ist als diese Faust.
Vorlage S. 98
344
Bin ich nichts, ich kann noch werden,
Vorlage S. 98
345
Rasch und hoch ist Heldenbrauch;
Vorlage S. 98
346
Was ein andrer kann auf Erden,
Vorlage S. 98
347
Ei, bei Gott, das kann ich auch!
Vorlage S. 98
348
ZANGA.
Vorlage S. 98
349
Herr, ihr sprecht nach meinem Herzen!
Vorlage S. 98
350
RUSTAN.
Vorlage S. 98
351
Wie so schal dünkt mich dies Leben,
Vorlage S. 98
352
Wie so schal und jämmerlich.
Vorlage S. 98
353
Stets das Heute nur des Gestern
Vorlage S. 98
354
Und des Morgen flaches Bild.
Vorlage S. 98
355
Freude, die mich nicht erfreuet,
Vorlage S. 98
356
Leiden, das mich nicht betrübt,
Vorlage S. 98
357
Und der Tag, der stets erneuet,
Vorlage S. 98
358
Nichts doch als sich selber gibt.
Vorlage S. 98
359
O, wie anders dacht ichs mir,
Vorlage S. 98
360
In entschwundnen, schönern Tagen!
Vorlage S. 98
361
ZANGA.
Vorlage S. 98
362
's ist auch anders, muss ich sagen.
Vorlage S. 98
363
Nur Geduld, es wird schon kommen!
Vorlage S. 98
364
Zeit tut alles, Zeit und Mut.
Vorlage S. 98
365
Jener Fürst von Samarkand,
Vorlage S. 98
366
Den Osmin als Herrn genannt,
Vorlage S. 98
367
War, wie ihr, des Dorfes Sohn,
Vorlage S. 98
368
Jetzt von Macht und Glanz umgüldet;
Vorlage S. 98
369
Ihr seid aus demselben Ton,
Vorlage S. 98
370
Aus dem Glück die Männer bildet
Vorlage S. 98
371
Für den Purpur, für den Thron.
Vorlage S. 98
372
RUSTAN.
Vorlage S. 98
373
O, es mag wohl herrlich sein,
Vorlage S. 98
374
So zu stehen in der Welt
Vorlage S. 98
375
Voll erhellter, lichter Hügel,
Vorlage S. 98
376
Voll umgrünter Lorbeerhaine,
Vorlage S. 98
377
Schaurig schön, aus deren Zweigen,
Vorlage S. 98
378
Wie Gesang von Wundervögeln,
Vorlage S. 98
379
Alte Heldenlieder tönen,
Vorlage S. 98
380
Und vor sich die weite Ebne,
Vorlage S. 98
381
Lichtbestrahlt und reich geschmückt,
Vorlage S. 98
382
Die zu winken scheint, zu rufen:
Vorlage S. 98
383
Starker, nimm dich an der Schwachen!
Vorlage S. 98
384
Kühner, wage! Wagen siegt,
Vorlage S. 98
385
Was du nimmst, ist dir gegeben!
Vorlage S. 99
386
Sich hinabzustürzen dann
Vorlage S. 99
387
In das rege, wirre Leben,
Vorlage S. 99
388
An die volle Brust es drücken,
Vorlage S. 99
389
An sich und doch unter sich.
Vorlage S. 99
390
Wie ein Gott an leisen Fäden
Vorlage S. 99
391
Trotzende Gewalten lenken;
Vorlage S. 99
392
Rings zu sammeln alle Quellen,
Vorlage S. 99
393
Die, vergessen, einsam murmeln,
Vorlage S. 99
394
Und in stolzer Einigung,
Vorlage S. 99
395
Bald beglückend, bald zerstörend,
Vorlage S. 99
396
Brausend durch die Fluren wälzen. –
Vorlage S. 99
397
Neidenswertes Glück der Größe!
Vorlage S. 99
398
Welle kommt und Welle geht,
Vorlage S. 99
399
Doch der Strom allein besteht!
Vorlage S. 99
400
ZANGA.
Vorlage S. 99
401
Recht! Der Strom allein besteht!
Vorlage S. 99
402
RUSTAN.
Vorlage S. 99
403
Schon mein Vater war ein Krieger,
Vorlage S. 99
404
Meines Vaters Vater auch,
Vorlage S. 99
405
Und so fort durch alle Grade.
Vorlage S. 99
406
Ihr Blut pocht in diesen Adern,
Vorlage S. 99
407
Ihre Kraft stählt diese Faust,
Vorlage S. 99
408
Und ich soll hier müßig träumen?
Vorlage S. 99
409
Schauen, wie sich jedermann
Vorlage S. 99
410
Lorbeern pflückt vom Feld der Ehre,
Vorlage S. 99
411
Früchte bricht vom Lebensbaum,
Vorlage S. 99
412
Und mich selbst zur Ruh verdammen?
Vorlage S. 99
413
ZANGA.
Vorlage S. 99
414
Ihr sollt nicht, beim Himmel, nicht!
Vorlage S. 99
415
Wenn ihr wollt, ei, Herr, so handelt.
Vorlage S. 99
416
Ja, wenn die da drin nicht wären!
Vorlage S. 99
417
Dieser Oheim, diese Muhme
Vorlage S. 99
Caspar David Friedrich – Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818. Künstlerische Landschaft als Vergleichsmotiv, keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Der Wanderer über dem Nebelmeer · Caspar David Friedrich · Public domain Bildquelle ↗
418
Hängen euch wie schwere Fesseln –
Vorlage S. 99
419
RUSTAN.
Vorlage S. 99
420
Lass uns von was anderm sprechen,
Vorlage S. 99
421
Von was anderm, Zanga.
Vorlage S. 99
422
ZANGA.
Vorlage S. 99
423
Seht ihr!
Vorlage S. 99
424
Da kommt euer weiches Herz
Vorlage S. 99
425
Und der Vorsatz ist zum Henker.
Vorlage S. 99
426
O, dass ich euch draußen hätte,
Vorlage S. 99
427
Draußen aus dem dumpfen Tale,
Vorlage S. 99
428
Auf den Höhen, auf den Gipfeln,
Vorlage S. 100
429
In der unermeßnen Welt!
Vorlage S. 100
430
Herr, ihr solltet anders sprechen!
Vorlage S. 100
431
Seht nur erst ein Schlachtgefild,
Vorlage S. 100
432
Hört nur erst Trompeten klingen,
Vorlage S. 100
433
Und es soll euch Kraft durchdringen,
Vorlage S. 100
434
Wie sie diese Adern füllt.
Vorlage S. 100
435
Herr, ich war mal auch so wählig,
Vorlage S. 100
436
Als ich, freilich jung genug,
Vorlage S. 100
437
Meine ersten Waffen trug.
Vorlage S. 100
438
Ging im Kopf mir hin und her,
Vorlage S. 100
439
War das Herz mir zentnerschwer,
Vorlage S. 100
440
Als es hieß: dem Feind entgegen!
Vorlage S. 100
441
Schlugs da drin mit harten Schlägen,
Vorlage S. 100
442
Und die Nacht
Vorlage S. 100
443
Vor der Schlacht
Vorlage S. 100
444
Ward gar bange zugebracht.
Vorlage S. 100
445
Doch beim ersten Sonnenstrahl
Vorlage S. 100
446
Ward mirs klar mit einemmal.
Vorlage S. 100
447
Ha! da standen beide Heere,
Vorlage S. 100
448
Zahllos, wie der Sand am Meere,
Vorlage S. 100
449
Still und stumm
Vorlage S. 100
450
Weit hinum,
Vorlage S. 100
451
Düster, wie das Nebelgrauen,
Vorlage S. 100
452
Das noch lag auf Feld und Auen,
Vorlage S. 100
453
Durch den Duftqualm sah mans blitzen,
Vorlage S. 100
454
Von dem Strahl der Eisenspitzen,
Vorlage S. 100
455
Und als jetzt der Nebel wich,
Vorlage S. 100
456
Zeigte Roß und Reiter sich.
Vorlage S. 100
457
Da fühlt ich mein Herz sich wandeln,
Vorlage S. 100
458
Jeder Zweifel war besiegt,
Vorlage S. 100
459
Klar wards, dass in Tun und Handeln,
Vorlage S. 100
460
Nicht in Grübeln, 's Leben liegt.
Vorlage S. 100
461
Und als nun erschallt das Zeichen,
Vorlage S. 100
462
Beide Heere sich erreichen,
Vorlage S. 100
463
Brust an Brust,
Vorlage S. 100
464
Götterlust!
Vorlage S. 100
465
Herüber, hinüber,
Vorlage S. 100
466
Jetzt Feinde, jetzt Brüder
Vorlage S. 101
467
Streckt der Mordstahl nieder.
Vorlage S. 101
468
Empfangen und geben,
Vorlage S. 101
469
Der Tod und das Leben
Vorlage S. 101
470
Im wechselnden Tausch,
Vorlage S. 101
471
Wild taumelnd im Rausch.
Vorlage S. 101
472
Die Lüfte erschüttert,
Vorlage S. 101
473
Die Erde zittert
Vorlage S. 101
474
Von Pferdegestampf,
Vorlage S. 101
475
Laut toset der Kampf.
Vorlage S. 101
476
Die Gegner, sie wanken,
Vorlage S. 101
477
Die Gegner, sie weichen!
Vorlage S. 101
478
Wir mutig und jach
Vorlage S. 101
479
Den Fliehenden nach,
Vorlage S. 101
480
Über Freundes und Feindes Leichen.
Vorlage S. 101
481
Jetzt auf weitem Feld
Vorlage S. 101
482
Der Würger hält,
Vorlage S. 101
483
Überschaut die gefallenen Ähren,
Vorlage S. 101
484
Doch kann er der Freude nicht wehren.
Vorlage S. 101
485
Sieg! rufet es, Sieg!
Vorlage S. 101
486
Herr, das heißt leben! Es lebe der Krieg!
Vorlage S. 101
487
RUSTAN.
Vorlage S. 101
488
O, halt ein, du tötest mich!
Vorlage S. 101
489
ZANGA.
Vorlage S. 101
490
Wenn so ein Gefangener,
Vorlage S. 101
491
Ein Verkaufter spricht, ein Sklave,
Vorlage S. 101
492
Was muss erst – doch still! Genug!
Vorlage S. 101
493
Er zieht sich zurück.
Vorlage S. 101
494
Mirza kommt aus der Hütte.
Vorlage S. 101
495
MIRZA.
Vorlage S. 101
496
Rustan!
Vorlage S. 101
497
RUSTAN.
Vorlage S. 101
498
Ha, man kömmt!
Vorlage S. 101
499
MIRZA.
Vorlage S. 101
500
Du bist es.
Vorlage S. 101
501
Konntest du so lange weilen?
Vorlage S. 101
502
O, wir zitterten um dich.
Vorlage S. 101
503
RUSTAN.
Vorlage S. 101
504
Ist es denn so ungewöhnlich?
Vorlage S. 101
505
MIRZA.
Vorlage S. 101
506
Ungewöhnlich? Das wohl nicht,
Vorlage S. 101
507
Aber schmerzlich drum nicht minder.
Vorlage S. 101
508
Sag ich mir gleich jeden Morgen:
Vorlage S. 101
509
Spät erst wird er wiederkehren,
Vorlage S. 101
510
Hoff ich dich noch immer früh,
Vorlage S. 102
511
Und der Wunsch und die Erwartung
Vorlage S. 102
512
Sind gar reich an Möglichkeiten.
Vorlage S. 102
513
Weil du ruhig bist und sorglos,
Vorlage S. 102
514
Glaubst du denn, wir wärens auch?
Vorlage S. 102
515
Immer fließen meine Tränen,
Vorlage S. 102
516
Was auch die Erfahrung spricht,
Vorlage S. 102
517
Für den Mut gibts ein Gewöhnen,
Vorlage S. 102
518
Aber für die Sorge nicht.
Vorlage S. 102
519
Warum wendest du dich ab?
Vorlage S. 102
520
RUSTAN.
Vorlage S. 102
521
Horch! mich dünkt, dein Vater ruft!
Vorlage S. 102
522
MIRZA.
Vorlage S. 102
523
Ich soll gehn? O, komm du mit!
Vorlage S. 102
524
Du bist heiß, die Nachtluft kühl,
Vorlage S. 102
525
Und der müde Fuß will Ruhe.
Vorlage S. 102
526
RUSTAN.
Vorlage S. 102
527
Lass nur! Hier –
Vorlage S. 102
528
MIRZA.
Vorlage S. 102
529
Nicht doch! Du sollst!
Vorlage S. 102
530
In der Hütte ruht sichs besser
Vorlage S. 102
531
Und das Abendessen wartet.
Vorlage S. 102
532
Komm! Der Vater zürnt nicht mehr,
Vorlage S. 102
533
Alles ist vergessen. – Komm!
Vorlage S. 102
534
Mit Rustan in die Hütte ab.
Vorlage S. 102
535
ZANGA.
Vorlage S. 102
536
Deut mir eins der Liebe Werke,
Vorlage S. 102
537
Ob Verlust sie, ob Gewinn?
Vorlage S. 102
538
Gibt dem Weibe Männerstärke
Vorlage S. 102
539
Und dem Manne – Weibersinn!
Vorlage S. 102
540
Seis! Man muss nicht gleich verzweifeln!
Vorlage S. 102
541
Er folgt ihnen.
Vorlage S. 102
542
Das Innere der Hütte.
Vorlage S. 102
543
Im Mittelgrunde ein Tisch mit den Resten einer Abendmahlzeit und Licht, an dessen einem Ende Massud nachdenklich sitzt. Rechts im Hintergrunde ein Ruhebett.
Vorlage S. 102
544
Mirza führt Rustan herein, bald nach ihnen Zanga.
Vorlage S. 102
545
MIRZA.
Vorlage S. 102
546
Hier ist Rustan, lieber Vater,
Vorlage S. 102
547
Seht, er hatte sich verirrt.
Vorlage S. 102
548
Wo? – Ei, gleichviel! Er ist hier.
Vorlage S. 102
549
Ja, die Wege dort im Walde
Vorlage S. 102
550
Sind verworren und verschlungen;
Vorlage S. 102
551
Bricht der Abend noch herein,
Vorlage S. 102
552
Braucht es Glück, den Pfad zu finden.
Vorlage S. 103
553
Nun, er fand ihn, Dank dem Himmel!
Vorlage S. 103
554
Künftig eilt er wohl ein wenig,
Vorlage S. 103
555
Sieht er sich die Sonne neigen.
Vorlage S. 103
556
Setze dich!
Vorlage S. 103
557
Da Rustan neben dem Alten niedersitzen will, sich zwischen beide drängend.
Vorlage S. 103
558
Nicht hier. Nein, dorthin!
Vorlage S. 103
559
Ich muss bei dem Vater sitzen.
Vorlage S. 103
560
Seht doch! 's ist mein Ehrenplatz.
Vorlage S. 103
561
Rustan setzt sich an das andere Ende des Tisches.
Vorlage S. 103
562
MASSUD
Vorlage S. 103
563
sanft, doch ernst.
Vorlage S. 103
564
Rustan!
Vorlage S. 103
565
MIRZA
Vorlage S. 103
566
rasch einfallend.
Vorlage S. 103
567
Vater, könnt ihrs glauben?
Vorlage S. 103
568
Racha, unsre Magd will wissen –
Vorlage S. 103
569
MASSUD.
Vorlage S. 103
570
Liebe Tochter –
Vorlage S. 103
571
MIRZA.
Vorlage S. 103
572
Wollt ihr Wein?
Vorlage S. 103
573
MASSUD.
Vorlage S. 103
574
Gönne mir ein Wort mit ihm.
Vorlage S. 103
575
Nur ein Tor verhehlt den Brand,
Vorlage S. 103
576
Wir, mein Kind, wir wollen löschen.
Vorlage S. 103
577
MIRZA.
Vorlage S. 103
578
Ihr verspracht mir –
Vorlage S. 103
579
MASSUD.
Vorlage S. 103
580
Fürchte nichts,
Vorlage S. 103
581
Doch es muss einmal zur Sprache.
Vorlage S. 103
582
Sohn, seit lange schon bemerk ich,
Vorlage S. 103
583
Dass du unsern Anblick meidest.
Vorlage S. 103
584
Die Bewohner dieses Hauses
Vorlage S. 103
585
Und ihr stilles Tun und Treiben
Vorlage S. 103
586
Scheint dir nicht mehr zu gefallen.
Vorlage S. 103
587
Auf den Bergen ist dein Lager,
Vorlage S. 103
588
In den Wäldern deine Wohnung,
Vorlage S. 103
589
Und das Heulen wilder Tiere,
Vorlage S. 103
590
Sturmbewegter Bäume Dröhnen
Vorlage S. 103
591
Scheint dir lieblicher zu tönen,
Vorlage S. 103
592
Als der Nahverwandten Wort.
Vorlage S. 103
593
Rauh und düster ist dein Wesen,
Vorlage S. 103
594
Zank und Hader dein Geschäft.
Vorlage S. 103
595
Heute nur, ich habs vernommen,
Vorlage S. 103
596
Dass du mit Osmin im Walde
Vorlage S. 103
597
Streit erregt –
Vorlage S. 104
598
ZANGA
Vorlage S. 104
599
der sich um den Tisch beschäftigt hat, einfallend.
Vorlage S. 104
600
Erregt? Mit Gunst,
Vorlage S. 104
601
Das kann ich euch besser sagen.
Vorlage S. 104
602
MASSUD.
Vorlage S. 104
603
Du?
Vorlage S. 104
604
ZANGA.
Vorlage S. 104
605
Ich habs mit angesehn.
Vorlage S. 104
606
MASSUD.
Vorlage S. 104
607
Hüte dich!
Vorlage S. 104
608
ZANGA.
Vorlage S. 104
609
Ei, wahr ist wahr!
Vorlage S. 104
610
Und erlaubt ihr, so erzähl ichs.
Vorlage S. 104
611
MIRZA.
Vorlage S. 104
612
Hört ihn, Vater, mir zulieb!
Vorlage S. 104
613
ZANGA.
Vorlage S. 104
614
Mittag war es und die Jäger,
Vorlage S. 104
615
Von der Arbeit Last zu ruhn,
Vorlage S. 104
616
Kamen alle, wie sie pflegen,
Vorlage S. 104
617
Auf dem Wiesengrund zusammen,
Vorlage S. 104
618
Um am Rand der klaren Quelle
Vorlage S. 104
619
Mit des Weidsacks kargem Vorrat
Vorlage S. 104
620
Und Gespräch sich zu erlaben.
Vorlage S. 104
621
Unter ihnen war Osmin;
Vorlage S. 104
622
Ein verwöhnter, trotzger Junge,
Vorlage S. 104
623
Der von Öl und Salben duftet,
Vorlage S. 104
624
Wie 'nes Blumenhändlers Laden.
Vorlage S. 104
625
Der tat denn gar breit und vornehm,
Vorlage S. 104
Iwan Schischkin und Konstantin Sawizki – Waldlandschaft mit Bären, 1889. Motivvergleich; keine Darstellung der Figuren dieses Buches.
Kontextbild zum Werk. Morgen im Kiefernwald · Ivan Shishkin / Konstantin Savitsky · Public domain Bildquelle ↗
626
Sprach von seinen Heldentaten,
Vorlage S. 104
627
Seinem Glücke bei den Weibern,
Vorlage S. 104
628
Wie des Königs Tochter selber
Vorlage S. 104
629
Bei der Tafel nach ihm schiele,
Vorlage S. 104
630
Und was denn des Zeugs noch mehr.
Vorlage S. 104
631
Meinem Herrn dort stieg die Röte
Vorlage S. 104
632
Ungeduldig ins Gesicht,
Vorlage S. 104
633
Doch, ob kochend, dennoch schwieg er.
Vorlage S. 104
634
Aber als Osmin nun fortfuhr,
Vorlage S. 104
635
Dass der Fürst von Samarkand,
Vorlage S. 104
636
Hart bedrängt von Feindeshand,
Vorlage S. 104
637
Seine Tochter und ihr Erbe,
Vorlage S. 104
638
Seines weiten Reiches Krone
Vorlage S. 104
639
Gerne gönnte dem zum Lohne,
Vorlage S. 104
640
Der ihn rette aus der Not,
Vorlage S. 104
641
Und mein Herr, von Glut ergriffen,
Vorlage S. 105
642
Angeregt von dem Gedanken,
Vorlage S. 105
643
Solcher Tat und solchen Lohns,
Vorlage S. 105
644
Aufsprang und voll Eifer fragte:
Vorlage S. 105
645
Wo der Weg nach Samarkand?
Vorlage S. 105
646
Da schlug Osmin auf ein Lachen,
Vorlage S. 105
647
Und vor Rustan hin sich stellend,
Vorlage S. 105
648
Rief er aus: Ei, welch ein Helfer!
Vorlage S. 105
649
Heil dir, Fürst von Samarkand!
Vorlage S. 105
650
Guter Freund, bleibt fein zu Hause,
Vorlage S. 105
651
Hinterm Pfluge zeigt die Kraft!
Vorlage S. 105
652
Da –
Vorlage S. 105
653
RUSTAN
Vorlage S. 105
654
aufspringend.
Vorlage S. 105
655
Bei Gott! Ich mags nicht denken,
Vorlage S. 105
656
Dass er lebt, der das gesagt!
Vorlage S. 105
657
MASSUD.
Vorlage S. 105
658
Sohn, nur ruhig!
Vorlage S. 105
659
RUSTAN.
Vorlage S. 105
660
Ruhig, ich?
Vorlage S. 105
661
Und fürwahr, hat er nicht recht?
Vorlage S. 105
662
Was hab ich getan noch, um mich
Vorlage S. 105
663
Solchen Werks zu unterwinden?
Vorlage S. 105
664
Er hat recht, hat heute recht,
Vorlage S. 105
665
Morgen nicht mehr, leb ich noch!
Vorlage S. 105
666
Oheim, gebt mir Urlaub!
Vorlage S. 105
667
MASSUD.
Vorlage S. 105
668
Wie?
Vorlage S. 105
669
RUSTAN.
Vorlage S. 105
670
Seht, mich duldets hier nicht länger.
Vorlage S. 105
671
Diese Ruhe, diese Stille,
Vorlage S. 105
672
Lastend drückt sie meine Brust.
Vorlage S. 105
673
Ich muss fort, ich muss hinaus,
Vorlage S. 105
674
Muss die Flammen, die hier toben,
Vorlage S. 105
675
Strömen in den freien Äther,
Vorlage S. 105
676
Drücken diesen heißen Busen
Vorlage S. 105
677
An des Feindes heiße Brust,
Vorlage S. 105
678
Dass er in gewaltgem Anstoß
Vorlage S. 105
679
Breche oder sich entlade,
Vorlage S. 105
680
Muss der aufgeregten Kraft
Vorlage S. 105
681
Einen würdgen Gegner suchen,
Vorlage S. 105
682
Eh sie gen sich selber kehrt
Vorlage S. 105
683
Und den eignen Herrn verzehrt.
Vorlage S. 105
684
Seht ihr mich verwundert an?
Vorlage S. 106
685
Nur ein Tor verhehlt den Brand,
Vorlage S. 106
686
Spracht ihr selber, lasst mich löschen!
Vorlage S. 106
687
Gebt mir Urlaub und entlasst mich!
Vorlage S. 106
688
MASSUD.
Vorlage S. 106
689
Wie, du wolltest?
Vorlage S. 106
690
RUSTAN.
Vorlage S. 106
691
Was ich muss.
Vorlage S. 106
692
MASSUD.
Vorlage S. 106
693
Und denkst nicht –
Vorlage S. 106
694
RUSTAN.
Vorlage S. 106
695
Es ist bedacht.
Vorlage S. 106
696
MASSUD.
Vorlage S. 106
697
So vergiltst du unsre Liebe?
Vorlage S. 106
698
RUSTAN.
Vorlage S. 106
699
Nimmer sie hinfür missbrauchen,
Vorlage S. 106
700
Das ist alles, was ich kann.
Vorlage S. 106
701
MASSUD.
Vorlage S. 106
702
Rauh und dornicht ist der Pfad.
Vorlage S. 106
703
RUSTAN.
Vorlage S. 106
704
Sei es! Führt er nur zum Ziele.
Vorlage S. 106
705
MASSUD.
Vorlage S. 106
706
Und das Ziel, es ist verderblich.
Vorlage S. 106
707
RUSTAN.
Vorlage S. 106
708
Also sagt man, ich wills kennen.
Vorlage S. 106
709
Was man weiß, befriedigt nur.
Vorlage S. 106
710
MASSUD.
Vorlage S. 106
711
Diese, mich willst du verlassen?
Vorlage S. 106
712
RUSTAN.
Vorlage S. 106
713
Lange nicht, kehr ich zurück
Vorlage S. 106
714
In der Teuern liebe Mitte,
Vorlage S. 106
715
Teile wieder eure Hütte,
Vorlage S. 106
716
Oder ihr mit mir mein Glück.
Vorlage S. 106
717
MIRZA.
Vorlage S. 106
718
Rustan!
Vorlage S. 106
719
RUSTAN.
Vorlage S. 106
720
Mirza! Ich verstehe!
Vorlage S. 106
721
Doch wir sehen uns ja wieder,
Vorlage S. 106
722
Doppelt glücklich, doppelt froh!
Vorlage S. 106
723
MASSUD.
Vorlage S. 106
724
Magst du ihre Tränen schauen
Vorlage S. 106
725
Und dich kalt –?
Vorlage S. 106
726
RUSTAN.
Vorlage S. 106
727
Ich kann nicht anders!
Vorlage S. 106
728
MASSUD.
Vorlage S. 106
729
Wisse denn nun auch das Letzte,
Vorlage S. 106
730
Diese hier, sie liebt dich!
Vorlage S. 106
731
RUSTAN.
Vorlage S. 106
732
Mirza!
Vorlage S. 106
733
Hier auch – doch es ist beschlossen.
Vorlage S. 106
734
Niemals, oder deiner wert!
Vorlage S. 106
735
MIRZA.
Vorlage S. 106
736
Rustan!
Vorlage S. 106
737
MASSUD.
Vorlage S. 106
738
Halt! So meint ichs nicht!
Vorlage S. 106
739
Kann er deiner, Kind, entraten,
Vorlage S. 106
740
Massuds Tochter bettelt nicht.
Vorlage S. 106
741
Zieh denn hin, Verblendeter,
Vorlage S. 106
742
Ziehe hin, und mögest du
Vorlage S. 107
743
Nie der jetzgen Stunde fluchen!
Vorlage S. 107
744
RUSTAN.
Vorlage S. 107
745
Heute noch?
Vorlage S. 107
746
MASSUD
Vorlage S. 107
747
sich abwendend.
Vorlage S. 107
748
Sobald du willst!
Vorlage S. 107
749
RUSTAN.
Vorlage S. 107
750
Zanga, nach den Pferden!
Vorlage S. 107
751
ZANGA.
Vorlage S. 107
752
Gern!
Vorlage S. 107
753
MASSUD.
Vorlage S. 107
754
Wozu diese hastge Eile?
Vorlage S. 107
755
Halt! Es ist jetzt dunkle Nacht,
Vorlage S. 107
756
Ungebahnet sind die Pfade
Vorlage S. 107
757
Und gefahrvoll jeder Schritt,
Vorlage S. 107
758
Davor wahr ich dich zum mindsten.
Vorlage S. 107
759
Schlaf noch einmal hier im Hause,
Vorlage S. 107
760
Denk noch einmal, was du willst,
Vorlage S. 107
761
Trifft der Tag dich gleichen Sinnes,
Vorlage S. 107
762
Nun, wohlan! so ziehe hin!
Vorlage S. 107
763
Mirza, komm! wir lassen ihn.
Vorlage S. 107
764
MIRZA.
Vorlage S. 107
765
Vater! nur dies einzge Wort.
Vorlage S. 107
766
Rustan, jener alte Derwisch,
Vorlage S. 107
767
Der dort wohnt in nahen Bergen,
Vorlage S. 107
768
Und den du, ich weiß, nicht liebst,
Vorlage S. 107
769
Ja, kaum einmal wolltest sehen,
Vorlage S. 107
770
Während er besorgt um dich,
Vorlage S. 107
771
Er versprach mir, heut zu kommen,
Vorlage S. 107
772
Und nur erst glaubt ich zu hören
Vorlage S. 107
773
Seines Saitenspieles Ton,
Vorlage S. 107
774
Das er führt auf allen Wegen.
Vorlage S. 107
775
O versprich mir, eh du scheidest,
Vorlage S. 107
776
Ihn zu hören, ihn zu sprechen.
Vorlage S. 107
777
Erst wenn fruchtlos, zieh mit Gott.
Vorlage S. 107
778
RUSTAN.
Vorlage S. 107
779
Und wozu?
Vorlage S. 107
780
MIRZA.
Vorlage S. 107
781
Die letzte Bitte.
Vorlage S. 107
782
RUSTAN.
Vorlage S. 107
783
Kommt er morgen früh genug,
Vorlage S. 107
784
Mag er wie die andern sprechen.
Vorlage S. 107
785
MASSUD.
Vorlage S. 107
786
Nun zur Ruh, lass ihn sich selbst.
Vorlage S. 107
787
Jedem Sprecher fehlt die Sprache,
Vorlage S. 107
788
Fehlt dem Hörenden das Ohr.
Vorlage S. 107
789
Gute Nacht denn!
Vorlage S. 107
790
Er geht mit Mirza.
Vorlage S. 107
791
MIRZA.
Vorlage S. 108
792
Rustan!
Vorlage S. 108
793
RUSTAN.
Vorlage S. 108
794
Zanga!
Vorlage S. 108
795
Morgen früh die Pferde!
Vorlage S. 108
796
ZANGA.
Vorlage S. 108
797
Wohl!
Vorlage S. 108
798
Er folgt den beiden. Alle drei ab.
Vorlage S. 108
799
RUSTAN.
Vorlage S. 108
800
Sie sind fort! – Es pocht doch ängstlich! –
Vorlage S. 108
801
Sie ist gar zu lieb und gut. –
Vorlage S. 108
802
Ob auch! – Fort! – Ich bin erhört,
Vorlage S. 108
803
Und was lang als Wunsch geschlummert,
Vorlage S. 108
804
Tritt nun wachend vor mich hin.
Vorlage S. 108
805
Seid gegrüßt, ihr holden Bilder,
Vorlage S. 108
806
Seid mit Jubel mir gegrüßt!
Vorlage S. 108
807
Ich bin müd, die Stirne drückt,
Vorlage S. 108
808
Mattigkeit beschleicht die Glieder.
Vorlage S. 108
809
Nach dem Lager blickend.
Vorlage S. 108
810
Nun wohlan! Noch einmal ruhn
Vorlage S. 108
811
In dem dumpfen Raum der Hütte,
Vorlage S. 108
812
Kräfte sammeln künftgen Taten,
Vorlage S. 108
813
Dann befreit auf immerdar.
Vorlage S. 108
814
Er sitzt auf dem Ruhebette, Harfentöne erklingen von außen.
Vorlage S. 108
815
Horch! Was ist das? Harfentöne?
Vorlage S. 108
816
Wohl der alte Klimprer nah?
Vorlage S. 108
817
In halb liegender Stellung, mit dem Oberleibe aufgerichtet. Er spricht die Worte des Gesanges nach, die sich jetzt mit den Harfentönen verbinden.
Vorlage S. 108
818
Schatten sind des Lebens Güter,
Vorlage S. 108
819
Schatten seiner Freuden Schar,
Vorlage S. 108
820
Schatten Worte, Wünsche, Taten;
Vorlage S. 108
821
Die Gedanken nur sind wahr.
Vorlage S. 108
822
Und die Liebe, die du fühlest,
Vorlage S. 108
823
Und das Gute, das du tust,
Vorlage S. 108
824
Und kein Wachen als im Schlafe,
Vorlage S. 108
825
Wenn du einst im Grabe ruhst.
Vorlage S. 108
826
Possen! Possen! Andre Bilder
Vorlage S. 108
827
Werden hier im Innern wach.
Vorlage S. 108
828
Er sinkt zurück. Die Harfentöne währen fort.
Vorlage S. 108
829
König! Zanga! Waffen! Waffen!
Vorlage S. 109
830
Mehrstimmige leise Musik greift in die Harfentöne ein. Zu des Bettes Häupten und Füßen tauchen zwei Knaben auf. Der eine, bunt gekleidet, mit verlöschter Fackel, der zweite, in braunem Gewande, mit brennender. Über Rustans Bette hin nähern sie einander die Fackeln. Die des Buntgekleideten entzündet sich, der Dunkle verlöscht die seine gegen die Erde.
Vorlage S. 109
831
Da öffnet sich die Wand des Hintergrundes. Wolken verhüllen die Aussicht. Sie heben sich. Die Gegend, in der der zweite Akt spielt, wird sichtbar, von Schleiern bedeckt. Auch diese schwinden. Ein erster, ein zweiter. Die Gegend liegt offen da. Neben dem im Vorgrunde stehenden Palmbaum hebt sich in weiten Ringen eine große, goldglänzende Schlange, bis zu seinen untersten Blättern hinanstrebend, nach und nach empor. Rustan macht eine Bewegung im Schlafe.
Vorlage S. 109
832
Der Vorhang fällt.
Vorlage S. 109

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Nur von Kämpfen und von Schlachten, Nur von Kronen und Triumphen, Von des Kriegs, der Herrschaft Zeichen Hört man sein Gespräch ertönen, Ja, des Nachts, […] kaum,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

3. Was bedeutet »Oheim« in diesem Ausschnitt? »Euer Oheim wird wohl schelten: Sei es drum.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

5. Was bedeutet »Oheim« in diesem Ausschnitt? »Dieser Oheim, diese Muhme Hängen euch wie schwere Fesseln –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Fürchte nichts, Doch es muss einmal zur Sprache.« B: »Er solls nicht, wenn nicht sein Kopf Härter ist als Osmins Schädel,« C: »Ausgelöscht des Tages Kerzen, Breitet sie den dunkeln Vorhang Um die Häupter ihrer Lieben Und summt säuselnd sie in Schlaf.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Du bist heiß, die Nachtluft kühl, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Er hat recht, hat heute recht, Morgen nicht mehr, leb ich noch!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Ländliche Gegend mit Felsen und Bäumen. Links im Vorgrunde eine Hütte. Neben der Tür eine Bank. Sommerabend.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Im Mittelgrunde ein Tisch mit den Resten einer Abendmahlzeit und Licht, an dessen einem Ende Massud nachdenklich sitzt. Rechts im Hintergrunde ein Ruhebett.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Bürgern gleich aus fremden Zonen, Bang uns gegenüberstehn, Sprechen und uns nicht begreifen, Einer mit dem andern zürnend, Obgleich Lieb in beider Herzen, Weil, was Brot in einer Sprache, Gift heißt in des andern Zunge, Und der Gruß der […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Seht ihr! Da kommt euer weiches Herz Und der Vorsatz ist zum Henker. O, dass ich euch draußen hätte, Draußen aus dem dumpfen Tale, Auf den Höhen, auf den Gipfeln, In der unermeßnen Welt! Herr, ihr solltet anders sprechen! Seht nur erst ein […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗ Textstelle 20 ↗ Textstelle 21 ↗ Textstelle 22 ↗ Textstelle 23 ↗ Textstelle 24 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Hoff ich dich noch immer früh, Und der Wunsch und die Erwartung Sind gar reich an Möglichkeiten. Weil du ruhig bist und sorglos, Glaubst du denn, wir wärens auch? Immer fließen meine Tränen, Was auch die Erfahrung spricht, Für den Mut […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Bürgern gleich aus fremden Zonen, Bang uns gegenüberstehn, Sprechen und uns nicht begreifen, Einer mit dem andern zürnend, […]« und »der sich um den Tisch beschäftigt hat, einfallend.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Da öffnet sich die Wand des Hintergrundes. Wolken verhüllen die Aussicht. Sie heben sich. Die Gegend, in der der zweite Akt spielt, wird sichtbar, von Schleiern bedeckt. Auch diese schwinden. Ein erster, ein […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Ländliche Gegend mit Felsen und Bäumen. Links im Vorgrunde eine Hütte. Neben der Tür eine Bank. Sommerabend.« / »Da öffnet sich die Wand des Hintergrundes. Wolken verhüllen die Aussicht. Sie heben sich. Die Gegend, in der […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Doch so spät erst! – Warte, Wilder, Du sollst mirs fürwahr entgelten!«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Die, vergessen, einsam murmeln, Und in stolzer Einigung, Bald beglückend, bald zerstörend, Brausend durch die Fluren wälzen. – Neidenswertes Glück der Größe!«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Andre Bilder Werden hier im Innern wach.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Der Traum ein Leben von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Der Traum ein Leben

Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Ausgewählte Briefe, Gespräche, Berichte. Herausgegeben von Peter Frank und Karl Pörnbacher, München: Hanser, [1960–1965]. Grillparzer, Franz 90- München

Das Werk Der Traum ein Leben von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.