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Buch - Der Rosenkavalier - Hofmannsthal, Hugo von

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Originalwerk · Lesefassung

Der Rosenkavalier

Hofmannsthal, Hugo von · 1909–1910

Der Rosenkavalier von Hofmannsthal, Hugo von. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

LibrettoKlasse 11–135 Abschnitte
Porträt von Hofmannsthal, Hugo von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Hofmannsthal, Hugo von · Urheber auf der Commons-Dateiseite nicht angegeben · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 5

1. Akt

1
Erster Akt
Vorlage S. 10
2
Das Schlafzimmer der Feldmarschallin. Links im Alkoven das große zeltförmige Himmelbett. Neben dem Bett ein dreiteiliger chinesischer Wandschirm, hinter dem Kleider liegen. Ferner ein kleines Tischchen und ein paar Sitzmöbel. Auf einem kleinen Sofa links liegt ein Degen in der Scheide. Rechts große Flügeltüren in das Vorzimmer. In der Mitte kaum sichtbare kleine Türe in die Wand eingelassen. Sonst keine Türen. Zwischen dem Alkoven und der kleinen Türe stehen ein Frisiertisch und ein paar Armsessel an der Wand. Die Vorhänge des Bettes sind zurückgeschlagen. Octavian kniet auf einem Schemel vor dem Bett und hält die Feldmarschallin, die im Bett liegt, halb umschlungen. Man sieht ihr Gesicht nicht, sondern nur ihre sehr schöne Hand und den Arm, von dem das Spitzenhemd abfällt.
Vorlage S. 10
3
OCTAVIAN.
Vorlage S. 10
4
Wie du warst! Wie du bist!
Vorlage S. 10
5
Das weiß niemand, das ahnt keiner!
Vorlage S. 10
6
MARSCHALLIN
Vorlage S. 10
7
richtet sich in den Kissen auf.
Vorlage S. 10
8
Beklagt Er sich über das, Quin-quin?
Vorlage S. 10
9
Möcht Er, dass viele das wüssten?
Vorlage S. 10
10
OCTAVIAN.
Vorlage S. 10
11
Engel! Nein! Selig bin ich,
Vorlage S. 10
12
dass ich der einzige bin, der weiß, wie du bist.
Vorlage S. 10
13
Keiner ahnt es! Niemand weiß es.
Vorlage S. 10
14
Du, du – was heißt das »du«? Was »du und ich«?
Vorlage S. 10
15
Hat denn das einen Sinn?
Vorlage S. 10
16
Das sind Wörter, bloße Wörter, nicht? Du sag!
Vorlage S. 10
17
Aber dennoch: Es ist etwas in ihnen:
Vorlage S. 10
18
ein Schwindeln, ein Ziehen, ein Sehnen, ein Drängen!
Vorlage S. 10
19
Wie jetzt meine Hand zu deiner Hand kommt,
Vorlage S. 10
20
das Zudirwollen, das Dichumklammern,
Vorlage S. 10
21
das bin ich, das will zu dir,
Vorlage S. 10
22
aber das Ich vergeht in dem Du,
Vorlage S. 10
23
ich bin dein Bub – aber wenn mir dann Hören und Sehen vergeht –
Vorlage S. 10
24
wo ist dann dein Bub?
Vorlage S. 11
25
MARSCHALLIN
Vorlage S. 11
26
leise.
Vorlage S. 11
27
Du bist mein Bub, du bist mein Schatz!
Vorlage S. 11
28
OCTAVIAN.
Vorlage S. 11
29
Warum ist Tag? Ich will nicht den Tag!
Vorlage S. 11
30
Für was ist der Tag! Da haben dich alle!
Vorlage S. 11
31
MARSCHALLIN
Vorlage S. 11
32
lacht leise.
Vorlage S. 11
33
OCTAVIAN.
Vorlage S. 11
34
Lachst du mich aus?
Vorlage S. 11
35
MARSCHALLIN
Vorlage S. 11
36
zärtlich.
Vorlage S. 11
37
Lach ich dich aus?
Vorlage S. 11
38
OCTAVIAN.
Vorlage S. 11
39
Engel!
Vorlage S. 11
40
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 11
41
Schatz du, mein junger Schatz!
Vorlage S. 11
42
Ein feines Klingeln.
Vorlage S. 11
43
Horch!
Vorlage S. 11
44
OCTAVIAN.
Vorlage S. 11
45
Ich will nicht.
Vorlage S. 11
46
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 11
47
Still, pass auf.
Vorlage S. 11
48
OCTAVIAN.
Vorlage S. 11
49
Ich will nichts hören! Was wirds denn sein?
Vorlage S. 11
50
Das Klingeln näher.
Vorlage S. 11
51
Sinds leicht Lauffer mit Briefen und Komplimenten?
Vorlage S. 11
52
Vom Saurau, vom Hartig, vom portugiesischen Envoyé?
Vorlage S. 11
53
Hier kommt mir keiner herein! Hier bin ich der Herr!
Vorlage S. 11
54
Die kleine Tür in der Mitte geht auf und ein kleiner Neger in Gelb, behängt mit silbernen Schellen, ein Präsentierbrett mit der Schokolade tragend, trippelt über die Schwelle.
Vorlage S. 11
55
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 11
56
Schnell, da versteck Er sich, das Frühstück ists.
Vorlage S. 11
57
OCTAVIAN
Vorlage S. 11
58
gleitet hinter den Schirm.
Vorlage S. 11
59
Die Tür hinter dem Neger wird von unsichtbaren Händen geschlossen.
Vorlage S. 11
60
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 12
61
Schmeiß Er doch Seinen Degen hinters Bett.
Vorlage S. 12
62
Octavian fährt nach dem Degen und versteckt ihn.
Vorlage S. 12
63
Marschallin legt sich zurück, nachdem sie die Vorhänge zugezogen hat.
Vorlage S. 12
64
Der kleine Neger stellt das Servierbrett auf das kleine Tischchen, schiebt dieses nach vorne, rückt das Sofa hinzu, verneigt sich dann tief gegen das Bett, die kleinen Arme über die Brust gekreuzt. Dann tanzt er zierlich nach rückwärts, immer das Gesicht dem Bette zugewandt. An der Tür verneigt er sich nochmals und verschwindet.
Vorlage S. 12
65
Marschallin tritt zwischen den Bettvorhängen hervor. Sie hat einen leichten mit Pelz verbrämten Mantel umgeschlagen.
Vorlage S. 12
66
Octavian kommt zwischen der Mauer und dem Wandschirm hervor.
Vorlage S. 12
67
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 12
68
Er Katzenkopf, Er unvorsichtiger!
Vorlage S. 12
69
Lässt man in einer Dame Schlafzimmer den Degen herumliegen?
Vorlage S. 12
70
Hat Er keine besseren Gepflogenheiten?
Vorlage S. 12
71
OCTAVIAN.
Vorlage S. 12
72
Wenn Ihr zu dumm ist, wie ich mich benehm,
Vorlage S. 12
73
und wenn Ihr abgeht, dass ich kein Geübter nicht in solchen Sachen bin,
Vorlage S. 12
74
dann weiß ich nicht, was Sie überhaupt an mir hat!
Vorlage S. 12
75
MARSCHALLIN
Vorlage S. 12
76
zärtlich, auf dem Sofa.
Vorlage S. 12
77
Philosophier Er nicht, Herr Schatz, und komm Er her.
Vorlage S. 12
78
Jetzt wird gefrühstückt. Jedes Ding hat seine Zeit.
Vorlage S. 12
79
OCTAVIAN
Vorlage S. 12
80
setzt sich dicht neben sie.
Vorlage S. 12
81
Sie frühstücken sehr zärtlich. Octavian legt sein Gesicht auf ihr Knie. Sie streichelt sein Haar. Er blickt zu ihr auf. Leise.
Vorlage S. 12
82
Marie Theres!
Vorlage S. 12
83
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 12
84
Octavian!
Vorlage S. 12
85
OCTAVIAN.
Vorlage S. 12
86
Bichette!
Vorlage S. 12
87
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 12
88
Quin-quin!
Vorlage S. 12
89
OCTAVIAN.
Vorlage S. 13
90
Mein Schatz!
Vorlage S. 13
91
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 13
92
Mein Bub!
Vorlage S. 13
93
Sie frühstücken.
Vorlage S. 13
94
OCTAVIAN
Vorlage S. 13
95
lustig.
Vorlage S. 13
96
Der Feldmarschall sitzt im crowatischen Wald, und jagt auf Bären und Luchsen,
Vorlage S. 13
97
und ich sitz hier, ich junges Blut, und jag auf was?
Vorlage S. 13
98
Ich hab ein Glück, ich hab ein Glück!
Vorlage S. 13
99
MARSCHALLIN
Vorlage S. 13
100
indem ein Schatten über ihr Gesicht fliegt.
Vorlage S. 13
101
Lass Er den Feldmarschall mit Ruh!
Vorlage S. 13
102
Mir hat von ihm geträumt.
Vorlage S. 13
103
OCTAVIAN.
Vorlage S. 13
104
Heut nacht hat dir von ihm geträumt? Heut nacht?
Vorlage S. 13
105
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 13
106
Ich schaff mir meine Träum nicht an.
Vorlage S. 13
107
OCTAVIAN.
Vorlage S. 13
108
Heute nacht hat dir von deinem Mann geträumt?
Vorlage S. 13
109
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 13
110
Mach Er nicht solche Augen. Ich kann nichts dafür.
Vorlage S. 13
111
Er war auf einmal wiederum zu Haus.
Vorlage S. 13
112
OCTAVIAN.
Vorlage S. 13
113
Der Feldmarschall?
Vorlage S. 13
114
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 13
115
Es war ein Lärm im Hof von Pferd' und Leut' und er war da.
Vorlage S. 13
116
Vor Schreck war ich auf einmal wach, nein schau nur,
Vorlage S. 13
117
schau nur, wie kindisch ich bin: ich hör noch immer den Rumor im Hof.
Vorlage S. 13
118
Ich brings nicht aus dem Ohr. Hörst du leicht auch was?
Vorlage S. 13
119
OCTAVIAN.
Vorlage S. 13
120
Ja, freilich hör ich was, aber muss es denn dein Mann sein!
Vorlage S. 13
121
Denk dir doch, wo der ist: im Raitzenland,
Vorlage S. 13
122
noch hinterwärts von Esseg.
Vorlage S. 13
123
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 13
124
Ist das sicher sehr weit?
Vorlage S. 13
125
Na dann wirds halt was anders sein. Dann is ja gut.
Vorlage S. 13
126
OCTAVIAN.
Vorlage S. 14
127
Du schaust so ängstlich drein, Theres!
Vorlage S. 14
128
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 14
129
Weiß Er, Quin-quin – wenn es auch weit ist –
Vorlage S. 14
130
der Herr Feldmarschall is halt sehr geschwind. Einmal –
Vorlage S. 14
131
OCTAVIAN
Vorlage S. 14
132
eifersüchtig.
Vorlage S. 14
133
Was war einmal?
Vorlage S. 14
134
MARSCHALLIN
Vorlage S. 14
135
zerstreut, horcht.
Vorlage S. 14
136
OCTAVIAN.
Vorlage S. 14
137
Was war einmal? Bichette!
Vorlage S. 14
138
Bichette, was war einmal?
Vorlage S. 14
139
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 14
140
Ach sei Er gut, Er muss nicht alles wissen!
Vorlage S. 14
141
OCTAVIAN
Vorlage S. 14
142
wirft sich auf das Sofa.
Vorlage S. 14
143
So spielt sie sich mit mir! Ich bin ein unglücklicher Mensch!
Vorlage S. 14
144
MARSCHALLIN
Vorlage S. 14
145
horcht.
Vorlage S. 14
146
Jetzt trotz Er nicht. Jetzt gilts. Es is der Feldmarschall.
Vorlage S. 14
147
Wenn es ein Fremder wär, so wär der Lärm da drüben in meinem Vorzimmer!
Vorlage S. 14
148
Es muss mein Mann sein, der durch die Garderob herein will
Vorlage S. 14
149
und mit die Lakaien disputiert!
Vorlage S. 14
150
Quin-quin, es is mein Mann.
Vorlage S. 14
151
OCTAVIAN
Vorlage S. 14
152
fährt nach seinem Degen und läuft gegen rechts.
Vorlage S. 14
153
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 14
154
Nicht dort. Dort ist das Vorzimmer.
Vorlage S. 14
155
Da sitzen meine Lieferanten und ein halbes Dutzend Lakaien.
Vorlage S. 14
156
Da!
Vorlage S. 14
157
OCTAVIAN
Vorlage S. 14
158
läuft hinüber zur kleinen Türe.
Vorlage S. 14
159
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 14
160
Zu spät! Sie sind schon in der Garderob!
Vorlage S. 14
161
Jetzt bleibt nur eins!
Vorlage S. 14
162
Versteck dich! dort!
Vorlage S. 14
163
OCTAVIAN.
Vorlage S. 14
164
Ich spring ihm in den Weg! Ich bleib bei dir.
Vorlage S. 14
165
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 14
166
Dort hinters Bett! Dort in die Vorhäng. Und rühr dich nicht!
Vorlage S. 14
167
OCTAVIAN
Vorlage S. 15
168
zögernd.
Vorlage S. 15
169
Wenn er mich dort erwischt, was wird aus dir, Theres!
Vorlage S. 15
170
MARSCHALLIN
Vorlage S. 15
171
flehend.
Vorlage S. 15
172
Versteck Er sich, mein Schatz.
Vorlage S. 15
173
OCTAVIAN
Vorlage S. 15
174
beim Wandschirm.
Vorlage S. 15
175
Theres!
Vorlage S. 15
176
MARSCHALLIN
Vorlage S. 15
177
ungeduldig aufstampfend.
Vorlage S. 15
178
Sei Er ganz still.
Vorlage S. 15
179
Mit blitzenden Augen.
Vorlage S. 15
180
Das möcht ich sehn,
Vorlage S. 15
181
ob einer sich dort hinüber traut, wenn ich hier steh.
Vorlage S. 15
182
Ich bin kein napolitanischer General: Wo ich steh, steh ich.
Vorlage S. 15
183
Geht energisch gegen die kleine Tür los. Horcht.
Vorlage S. 15
184
Sind brave Kerln, meine Lakaien. Wollen ihn nicht hereinlassen,
Vorlage S. 15
185
sagen, dass ich schlaf. Sehr brave Kerln!
Vorlage S. 15
186
Die Stimm?
Vorlage S. 15
187
Das is ja gar nicht die Stimm vom Feldmarschall!
Vorlage S. 15
188
Sie sagen »Herr Baron« zu ihm! Das ist ein Fremder.
Vorlage S. 15
189
Quin-quin, es ist ein Besuch!
Vorlage S. 15
190
Sie lacht.
Vorlage S. 15
191
Fahr Er schnell in seine Kleider,
Vorlage S. 15
192
aber bleib Er versteckt,
Vorlage S. 15
193
dass die Lakaien Ihn nicht sehen.
Vorlage S. 15
194
Die blöde, große Stimm müsst ich doch kennen.
Vorlage S. 15
195
Wer ist denn das? Herrgott, das ist der Ochs.
Vorlage S. 15
196
Das ist mein Vetter, der Lerchenau, der Ochs auf Lerchenau.
Vorlage S. 15
197
Was will denn der? Jesus Maria!
Vorlage S. 15
198
Sie muß lachen.
Vorlage S. 15
199
Quin-quin, hört Er, Quin-quin, erinnert Er sich nicht?
Vorlage S. 15
200
Sie geht ein paar Schritte nach links hinüber.
Vorlage S. 15
201
Vor fünf, sechs Tagen den Brief –
Vorlage S. 15
202
Wir sind im Wagen gesessen,
Vorlage S. 15
203
und einen Brief haben sie mir an den Wagenschlag gebracht.
Vorlage S. 15
204
Das war der Brief vom Ochs.
Vorlage S. 15
205
Und ich hab keine Ahnung, was drin gestanden ist.
Vorlage S. 15
206
Lacht.
Vorlage S. 16
207
Daran ist Er alleinig schuld, Quin-quin.
Vorlage S. 16
208
STIMME DES HAUSHOFMEISTERS
Vorlage S. 16
209
draußen.
Vorlage S. 16
210
Belieben Euer Gnaden in der Galerie zu warten!
Vorlage S. 16
211
STIMME DES BARONS
Vorlage S. 16
212
draußen.
Vorlage S. 16
213
Wo hat Er Seine Manieren gelernt?
Vorlage S. 16
214
Der Baron Lerchenau antichambrieret nicht.
Vorlage S. 16
215
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 16
216
Quin-quin, was treibt Er denn? Wo steckt Er denn?
Vorlage S. 16
217
OCTAVIAN
Vorlage S. 16
218
in einem Frauenrock und Jäckchen, das Haar mit einem Schnupftuch und einem Bande, wie in einem Häubchen, tritt hervor, knixt.
Vorlage S. 16
219
Befehln fürstli' Gnadn, i bin halt noch nit recht lang in fürstli'n Dienst.
Vorlage S. 16
220
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 16
221
Du, Schatz!
Vorlage S. 16
222
Und nicht einmal mehr als ein Bussl kann ich dir geben.
Vorlage S. 16
223
Küßt ihn schnell.
Vorlage S. 16
224
Er bricht mir ja die Tür ein, der Herr Vetter.
Vorlage S. 16
225
Mach Er, dass Er hinauskomm.
Vorlage S. 16
226
Schlief' Er frech durch die Lakaien durch.
Vorlage S. 16
227
Er ist ein blitzgescheiter Lump! Und komm Er wieder, Schatz.
Vorlage S. 16
228
Aber in Mannskleidern und durch die vordre Tür, wenns
Vorlage S. 16
229
Ihm beliebt.
Vorlage S. 16
230
Setzt sich, den Rücken gegen die Türe, und beginnt ihre Schokolade zu trinken. Octavian geht schnell gegen die kleine Türe und will hinaus. Im gleichen Augenblicke wird die Tür aufgerissen und Baron Ochs, den die Lakaien vergeblich abzuhalten suchen, tritt ein. Octavian, der mit gesenktem Kopf rasch entwischen wollte, stößt mit ihm zusammen.
Vorlage S. 16
231
Octavian drückt sich verlegen an die Wand links von der Türe. Drei Lakaien sind gleichzeitig mit dem Baron eingetreten, stehen ratlos.
Vorlage S. 16
232
DER BARON
Vorlage S. 16
233
mit Grandezza zu den Lakaien.
Vorlage S. 16
234
Selbstverständlich empfängt mich Ihre Gnaden.
Vorlage S. 16
235
Er geht nach vorne, die Lakaien zu seiner Linken suchen ihm den Weg zu vertreten.
Vorlage S. 16
236
DER BARON
Vorlage S. 17
237
zu Octavian mit Interesse.
Vorlage S. 17
238
Pardon, mein hübsches Kind!
Vorlage S. 17
239
OCTAVIAN
Vorlage S. 17
240
dreht sich verlegen gegen die Wand.
Vorlage S. 17
241
DER BARON
Vorlage S. 17
242
mit Grazie und Herablassung.
Vorlage S. 17
243
Ich sag: Pardon, mein hübsches Kind.
Vorlage S. 17
244
MARSCHALLIN
Vorlage S. 17
245
sieht über die Schulter, steht dann auf, kommt dem Baron entgegen.
Vorlage S. 17
246
DER BARON
Vorlage S. 17
247
galant zu Octavian.
Vorlage S. 17
248
Ich hab Ihr doch nicht ernstlich weh getan?
Vorlage S. 17
249
DIE LAKAIEN
Vorlage S. 17
250
zupfen den Baron.
Vorlage S. 17
251
Ihre fürstliche Gnaden!
Vorlage S. 17
252
DER BARON
Vorlage S. 17
253
macht die französische Reverenz mit zwei Wiederholungen.
Vorlage S. 17
254
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 17
255
Euer Liebden sehen vortrefflich aus.
Vorlage S. 17
256
DER BARON
Vorlage S. 17
257
verneigt sich nochmals, dann zu den Lakaien.
Vorlage S. 17
258
Sieht Er jetzt wohl, dass Ihre Gnaden entzückt ist, mich zu sehen?
Vorlage S. 17
259
Auf die Marschallin zu, mit weltmännischer Leichtigkeit, indem er ihr die Hand reicht und sie vorführt.
Vorlage S. 17
260
Und wie sollte Euer Gnaden nicht.
Vorlage S. 17
261
Was tut die frühe Stunde unter Personen von Stand?
Vorlage S. 17
262
Hab ich nicht seinerzeit wahrhaftig Tag für Tag
Vorlage S. 17
263
unserer Fürstin Brioche meine Aufwartung gemacht,
Vorlage S. 17
264
da sie im Bad gesessen ist,
Vorlage S. 17
265
mit nichts als einem kleinen Wandschirm zwischen ihr und mir.
Vorlage S. 17
266
Ich muss mich wundern,
Vorlage S. 17
267
Zornig umschauend.
Vorlage S. 17
268
wenn Euer Gnaden Livree –
Vorlage S. 17
269
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 17
270
Verzeihen Sie,
Vorlage S. 17
271
man hat sich betragen, wie es befohlen,
Vorlage S. 17
272
ich hatte diesen Morgen die Migräne.
Vorlage S. 17
273
Auf einen Wink der Marschallin haben die Lakaien ein kleines Sofa und einen Armstuhl nach vorne gebracht und sind dann abgegangen.
Vorlage S. 17
274
Der Baron sieht öfters nach rückwärts.
Vorlage S. 17
275
Octavian ist an der Wand gegen den Alkoven hin geschlichen, macht sich möglichst unsichtbar beim Bett zu schaffen.
Vorlage S. 18
276
Marschallin setzt sich auf das Sofa, nachdem sie dem Baron den Platz auf dem Armstuhl angeboten hat.
Vorlage S. 18
277
DER BARON
Vorlage S. 18
278
versucht sich zu setzen, äußerst okkupiert von der Anwesenheit der hübschen Kammerzofe.
Vorlage S. 18
279
Für sich.
Vorlage S. 18
280
Ein hübsches Kind! Ein gutes, sauberes Kinderl!
Vorlage S. 18
281
MARSCHALLIN
Vorlage S. 18
282
aufstehend, ihm zeremoniös aufs neue seinen Platz anbietend.
Vorlage S. 18
283
Ich bitte, Euer Liebden.
Vorlage S. 18
284
DER BARON
Vorlage S. 18
285
setzt sich zögernd und bemüht sich, der hübschen Zofe nicht völlig den Rücken zu kehren.
Vorlage S. 18
286
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 18
287
Ich bin auch jetzt noch nicht ganz wohl.
Vorlage S. 18
288
Der Vetter wird darum vielleicht die Gnade haben –
Vorlage S. 18
289
DER BARON.
Vorlage S. 18
290
Natürlich.
Vorlage S. 18
291
Er dreht sich um, um Octavian zu sehen.
Vorlage S. 18
292
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 18
293
Meine Kammerzofe, ein junges Kind vom Lande.
Vorlage S. 18
294
Ich muss fürchten, sie inkommodiert Euer Liebden.
Vorlage S. 18
295
DER BARON.
Vorlage S. 18
296
Ganz allerliebst! Wie? Nicht im geringsten! Mich? Im Gegenteil!
Vorlage S. 18
297
Er winkt Octavian mit der Hand, dreht sich dann zur Marschallin.
Vorlage S. 18
298
Euer Gnaden werden vielleicht verwundert sein,
Vorlage S. 18
299
dass ich als Bräutigam
Vorlage S. 18
300
Sieht sich um.
Vorlage S. 18
301
indes – inzwischen –
Vorlage S. 18
302
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 18
303
Als Bräutigam?
Vorlage S. 18
304
DER BARON.
Vorlage S. 18
305
Ja, wie Euer Gnaden denn doch wohl aus meinem Brief genugsam –
Vorlage S. 18
306
ein Grasaff, appetitlich, keine fünfzehn Jahr!
Vorlage S. 18
307
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 18
308
Der Brief, natürlich, ja, der Brief, wer ist denn nur die Glückliche,
Vorlage S. 18
309
ich habe den Namen auf der Zunge.
Vorlage S. 18
310
DER BARON.
Vorlage S. 19
311
Wie?
Vorlage S. 19
312
Nach rückwärts.
Vorlage S. 19
313
Pudeljung! Gesund! Gewaschen! Allerliebst!
Vorlage S. 19
314
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 19
315
Wer ist nur schnell die Braut?
Vorlage S. 19
316
DER BARON.
Vorlage S. 19
317
Das Fräulein Faninal. Ich hab Euer Gnaden den Namen nicht verheimlicht.
Vorlage S. 19
318
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 19
319
Natürlich! Wo habe ich meinen Kopf. Bloß die Familie. Sinds keine Hiesigen?
Vorlage S. 19
320
OCTAVIAN
Vorlage S. 19
321
macht sich mit dem Servierbrett zu tun, wodurch er noch mehr hinter den Rücken des Barons kommt.
Vorlage S. 19
322
DER BARON.
Vorlage S. 19
323
Jawohl, Euer Gnaden, es sind Hiesige.
Vorlage S. 19
324
Ein durch die Gnade Ihrer Majestät Geadelter.
Vorlage S. 19
325
Er hat die Lieferung für die Armee, die in den Niederlanden steht.
Vorlage S. 19
326
MARSCHALLIN
Vorlage S. 19
327
bedeutet Octavian ungeduldig mit den Augen, er soll sich fortmachen.
Vorlage S. 19
328
DER BARON
Vorlage S. 19
329
mißversteht ihre Miene völlig.
Vorlage S. 19
330
Ich seh, Euer Gnaden runzeln Dero schöne Stirn ob der Mesalliance.
Vorlage S. 19
331
Allein, dass ich es sag, das Mädchen ist für einen Engel hübsch genug.
Vorlage S. 19
332
Kommt frischwegs aus dem Kloster. Ist das einzige Kind.
Vorlage S. 19
333
Dem Mann gehören zwölf Häuser auf der Wied'n, nebst dem Palais am Hof,
Vorlage S. 19
334
und seine Gesundheit soll nicht die beste sein.
Vorlage S. 19
335
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 19
336
Mein lieber Vetter, ich kapier schon, wieviels geschlagen hat.
Vorlage S. 19
337
Winkt Octavian, den Rückzug zu nehmen.
Vorlage S. 19
338
DER BARON.
Vorlage S. 19
339
Und mit Verlaub von Euer fürstlichen Gnaden,
Vorlage S. 19
340
ich dünke mir guts adeliges Blut genug im Leib zu haben für ihrer Zwei.
Vorlage S. 19
341
Man bleibt doch schließlich, was man ist, corpo di Bacco!
Vorlage S. 19
342
Den Vortritt, wo er ihr gebührt, wird man der Frau Gemahlin
Vorlage S. 20
343
noch zu verschaffen wissen, und was die Kinder anlangt, wenn sie denen
Vorlage S. 20
344
den goldnen Schlüssel nicht konzedieren werden – va bene!
Vorlage S. 20
345
Werden sich mit den zwölf eisernen Schlüsseln
Vorlage S. 20
346
zu den zwölf Häusern auf der Wied'n zu getrösten wissen.
Vorlage S. 20
347
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 20
348
Gewiss! O sicherlich, dem Vetter seine Kinder,
Vorlage S. 20
349
die werden keine Don Quixotten sein!
Vorlage S. 20
350
OCTAVIAN
Vorlage S. 20
351
will mit dem Servierbrett rückwärts vorbei zur Türe hin.
Vorlage S. 20
352
DER BARON.
Vorlage S. 20
353
Warum hinaus die Schokolad! Geruhen nur!
Vorlage S. 20
354
Da! Pst, wieso denn!
Vorlage S. 20
355
OCTAVIAN
Vorlage S. 20
356
steht unschlüssig, das Gesicht abgewendet.
Vorlage S. 20
357
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 20
358
Fort, geh Sie nur!
Vorlage S. 20
359
DER BARON.
Vorlage S. 20
360
Wenn ich Euer Gnaden gesteh,
Vorlage S. 20
361
dass ich noch so gut wie nüchtern bin.
Vorlage S. 20
362
MARSCHALLIN
Vorlage S. 20
363
resigniert.
Vorlage S. 20
364
Mariandl, komm Sie her. Servier Sie Seiner Liebden.
Vorlage S. 20
365
OCTAVIAN
Vorlage S. 20
366
kommt, serviert.
Vorlage S. 20
367
DER BARON
Vorlage S. 20
368
nimmt eine Tasse, bedient sich.
Vorlage S. 20
369
So gut wie nüchtern, Euer Gnaden. Sitz im Reisewagen seit fünf Uhr früh.
Vorlage S. 20
370
Leise.
Vorlage S. 20
371
Recht ein gestelltes Ding! Bleib Sie dahier, mein Herz. Ich hab Ihr was zu sagen.
Vorlage S. 20
372
Meine ganze Livree, Stallpagen, Jäger, alles –
Vorlage S. 20
373
Er frißt.
Vorlage S. 20
374
alles unten im Hof zusamt meinem Almosenier –
Vorlage S. 20
375
MARSCHALLIN
Vorlage S. 20
376
zu Octavian.
Vorlage S. 20
377
Geh Sie nur.
Vorlage S. 20
378
DER BARON.
Vorlage S. 21
379
Hat Sie doch ein Biskoterl? Bleib Sie doch!
Vorlage S. 21
380
Leise.
Vorlage S. 21
381
Sie ist ein süßer Engelsschatz, ein sauberer.
Vorlage S. 21
382
Zur Marschallin.
Vorlage S. 21
383
Sind auf dem Wege zum »Weißen Roß«,
Vorlage S. 21
384
wo wir logieren, heißt bis übermorgen –
Vorlage S. 21
385
Halblaut.
Vorlage S. 21
386
Ich gäb was Schönes drum, mit Ihr –
Vorlage S. 21
387
Zur Marschallin sehr laut.
Vorlage S. 21
388
bis übermorgen –
Vorlage S. 21
389
Schnell zu Octavian.
Vorlage S. 21
390
– unter vier Augen zu scharmutzieren, wie?
Vorlage S. 21
391
MARSCHALLIN
Vorlage S. 21
392
muß lachen über Octavians freches Komödienspiel.
Vorlage S. 21
393
DER BARON.
Vorlage S. 21
394
Dann ziehen wir ins Palais von Faninal.
Vorlage S. 21
395
Natürlich muss ich vorher den Bräutigamsaufführer –
Vorlage S. 21
396
Nach rückwärts, wütend.
Vorlage S. 21
397
will Sie denn nicht warten? –
Vorlage S. 21
398
an die wohlgeborne Jungfer Braut deputieren,
Vorlage S. 21
Porträt von Hofmannsthal, Hugo von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Hofmannsthal, Hugo von · Urheber auf der Commons-Dateiseite nicht angegeben · Public domain Bildquelle ↗
399
der die silberne Rose überbringt
Vorlage S. 21
400
nach der hochadeligen Gepflogenheit.
Vorlage S. 21
401
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 21
402
Und wen von der Verwandtschaft haben Euer Liebden
Vorlage S. 21
403
für dieses Ehrenamt sich ausersehen?
Vorlage S. 21
404
DER BARON.
Vorlage S. 21
405
Die Begierde, darüber Euer Gnaden Ratschlag einzuholen,
Vorlage S. 21
406
hat mich so kühn gemacht, in Reisekleidern bei Dero heutigem Lever –
Vorlage S. 21
407
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 21
408
Von mir?
Vorlage S. 21
409
DER BARON.
Vorlage S. 21
410
Gemäß brieflich in aller Devotion getaner Bitte.
Vorlage S. 21
411
Ich bin doch nicht so unglücklich mit dieser devotesten Supplik Dero Missfallen –
Vorlage S. 21
412
Lehnt sich zurück.
Vorlage S. 21
413
Sie könnte aus mir machen, was Sie wollte.
Vorlage S. 21
414
Sie hat das Zeug dazu!
Vorlage S. 21
415
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 22
416
Wie denn, natürlich! Einen Aufführer
Vorlage S. 22
417
für Euer Liebden ersten Bräutigamsbesuch,
Vorlage S. 22
418
aus der Verwandtschaft – wen denn nur? Ich werde –
Vorlage S. 22
419
den Vetter Jörger? Wie? Den Vetter Lamberg?
Vorlage S. 22
420
DER BARON.
Vorlage S. 22
421
Dies liegt in Euer Gnaden allerschönsten Händen.
Vorlage S. 22
422
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 22
423
Ganz gut. Will Er mit mir zu Abend essen, Vetter?
Vorlage S. 22
424
Sagen wir morgen, will Er? Dann proponier ich Ihm einen.
Vorlage S. 22
425
DER BARON.
Vorlage S. 22
426
Euer Gnaden sind die Herablassung selber.
Vorlage S. 22
427
MARSCHALLIN
Vorlage S. 22
428
will aufstehen.
Vorlage S. 22
429
Indes –
Vorlage S. 22
430
DER BARON
Vorlage S. 22
431
halblaut.
Vorlage S. 22
432
Dass Sie mir wiederkommt! Ich geh nicht eher fort!
Vorlage S. 22
433
MARSCHALLIN
Vorlage S. 22
434
für sich.
Vorlage S. 22
435
Oho!
Vorlage S. 22
436
Laut.
Vorlage S. 22
437
Bleib Sie nur da! Kann ich dem Vetter
Vorlage S. 22
438
für jetzt noch dienlich sein?
Vorlage S. 22
439
DER BARON.
Vorlage S. 22
440
Ich schäme mich bereits.
Vorlage S. 22
441
An Euer Gnaden Notari eine Rekommandation
Vorlage S. 22
442
wär mir lieb.
Vorlage S. 22
443
Es handelt sich um den Ehevertrag.
Vorlage S. 22
444
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 22
445
Mein Notari kommt öfters des Morgens. Schau Sie doch, Mariandel,
Vorlage S. 22
446
ob er nicht in der Antichambre ist und wartet.
Vorlage S. 22
447
DER BARON.
Vorlage S. 22
448
Wozu das Kammerzofel?
Vorlage S. 22
449
Euer Gnaden beraubt sich der Bedienung
Vorlage S. 22
450
um meinetwillen!
Vorlage S. 22
451
Hält sie auf.
Vorlage S. 22
452
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 22
453
Lass Er doch, Vetter, sie mag ruhig gehen.
Vorlage S. 22
454
DER BARON.
Vorlage S. 23
455
Das geb ich nicht zu. Bleib Sie dahier zu Ihrer Gnaden Wink.
Vorlage S. 23
456
Es kommt gleich wer von der Livree herein,
Vorlage S. 23
457
ich ließ ein solches Goldkind, meiner Seel,
Vorlage S. 23
458
nicht unter das infame Lakaienvolk.
Vorlage S. 23
459
Streichelt sie.
Vorlage S. 23
460
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 23
461
Euer Liebden sind allzu besorgt.
Vorlage S. 23
462
Der Haushofmeister tritt ein.
Vorlage S. 23
463
DER BARON.
Vorlage S. 23
464
Da, hab ichs nicht gesagt?
Vorlage S. 23
465
Er wird Euer Liebden zu melden haben.
Vorlage S. 23
466
MARSCHALLIN
Vorlage S. 23
467
zum Haushofmeister.
Vorlage S. 23
468
Struhan, hab ich meinen Notari in der Vorkammer warten?
Vorlage S. 23
469
HAUSHOFMEISTER.
Vorlage S. 23
470
Fürstliche Gnaden haben den Notari,
Vorlage S. 23
471
dann den Verwalter, dann den Kuchelchef,
Vorlage S. 23
472
dann, von Exzellenz Silva hergeschickt,
Vorlage S. 23
473
ein Sänger mit einem Flötisten.
Vorlage S. 23
474
Ansonsten das gewöhnliche Bagagi.
Vorlage S. 23
475
DER BARON
Vorlage S. 23
476
hat seinen Stuhl hinter den breiten Rücken des Haushofmeisters geschoben, ergreift zärtlich die Hand der vermeintlichen Zofe.
Vorlage S. 23
477
Hat Sie schon einmal
Vorlage S. 23
478
mit einem Kavalier im Tête-à-tête
Vorlage S. 23
479
zu Abend 'gessen?
Vorlage S. 23
480
OCTAVIAN
Vorlage S. 23
481
tut sehr verlegen.
Vorlage S. 23
482
DER BARON.
Vorlage S. 23
483
Nein? Da wird Sie Augen machen.
Vorlage S. 23
484
OCTAVIAN
Vorlage S. 23
485
leise, verschämt.
Vorlage S. 23
486
I weiß halt nit; ob i dös derf.
Vorlage S. 23
487
Marschallin, dem Haushofmeister unaufmerksam zuhörend, beobachtet die beiden, muß leise lachen.
Vorlage S. 23
488
Haushofmeister verneigt sich, tritt zurück, wodurch die Gruppe für den Blick der Marschallin frei wird.
Vorlage S. 23
489
MARSCHALLIN
Vorlage S. 24
490
zum Haushofmeister.
Vorlage S. 24
491
Warten lassen.
Vorlage S. 24
492
HAUSHOFMEISTER
Vorlage S. 24
493
ab.
Vorlage S. 24
494
DER BARON
Vorlage S. 24
495
setzt sich möglichst unbefangen zurecht und nimmt eine gravitätische Miene an.
Vorlage S. 24
496
MARSCHALLIN
Vorlage S. 24
497
lachend.
Vorlage S. 24
498
Der Vetter ist, ich seh, kein Kostverächter.
Vorlage S. 24
499
DER BARON
Vorlage S. 24
500
erleichtert.
Vorlage S. 24
501
Mit Euer Gnaden ist man frei daran. Da gibts keine Flausen, keine Etikette!
Vorlage S. 24
502
keine spanische Tuerei!
Vorlage S. 24
503
Er küßt der Marschallin die Hand.
Vorlage S. 24
504
MARSCHALLIN
Vorlage S. 24
505
amüsiert.
Vorlage S. 24
506
Aber wo Er doch ein Bräutigam ist?
Vorlage S. 24
507
DER BARON
Vorlage S. 24
508
halb aufstehend, ihr genähert.
Vorlage S. 24
509
Macht das einen lahmen Esel aus mir?
Vorlage S. 24
510
Bin ich da nicht wie ein guter Hund auf einer guten Fährte?
Vorlage S. 24
511
Und doppelt scharf auf jedes Wild nach links, nach rechts!
Vorlage S. 24
512
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 24
513
Ich seh, Euer Liebden betreiben es als Profession.
Vorlage S. 24
514
DER BARON
Vorlage S. 24
515
stehend.
Vorlage S. 24
516
Das will ich meinen,
Vorlage S. 24
517
Wüsste nicht, welche mir besser behagen könnte.
Vorlage S. 24
518
Ich muss Euer Gnaden sehr bedauern,
Vorlage S. 24
519
dass Euer Gnaden nur – wie drück ich mich aus –
Vorlage S. 24
520
nur die verteidigenden Erfahrungen besitzen!
Vorlage S. 24
521
Parole d'honneur! Es geht nichts über die von der anderen Seite!
Vorlage S. 24
522
MARSCHALLIN
Vorlage S. 24
523
lacht.
Vorlage S. 24
524
Ich glaub ihm schon, dass die sehr mannigfaltig sind.
Vorlage S. 24
525
DER BARON.
Vorlage S. 24
526
Soviel Zeiten das Jahr, soviel Stunden der Tag, da ist keine –
Vorlage S. 24
527
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 24
528
Keine?
Vorlage S. 24
529
DER BARON.
Vorlage S. 24
530
Wo nicht –
Vorlage S. 24
531
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 24
532
Wo nicht?
Vorlage S. 24
533
DER BARON.
Vorlage S. 25
534
Wo nicht dem Knaben Kupido
Vorlage S. 25
535
ein Geschenkerl abzulisten wäre.
Vorlage S. 25
536
Dafür ist man kein Auerhahn und kein Hirsch,
Vorlage S. 25
537
sondern ist man der Herr der Schöpfung,
Vorlage S. 25
538
dass man nicht nach dem Kalender forciert ist, halten zu Gnaden!
Vorlage S. 25
539
Zum Exempel der Mai ist recht lieb für verliebte Geschäft',
Vorlage S. 25
540
das weiß jedes Kind,
Vorlage S. 25
541
aber ich sage:
Vorlage S. 25
542
Schöner ist Juni, Juli, August.
Vorlage S. 25
543
Da hats Nächte!
Vorlage S. 25
544
Da ist bei uns da droben so ein Zuzug
Vorlage S. 25
545
von jungen Mägden aus dem Böhmischen herüber:
Vorlage S. 25
546
Zur Ernte kommen sie und sind ansonsten anstellig und gut –
Vorlage S. 25
547
Ihrer zwei, dreie halt ich oft
Vorlage S. 25
548
bis im November mir im Haus,
Vorlage S. 25
549
dann erst schick ich sie heim.
Vorlage S. 25
550
Und wie sich das mischt,
Vorlage S. 25
551
das junge runde böhmische Völkel,
Vorlage S. 25
552
süß und schwer,
Vorlage S. 25
553
mit denen von uns, dem deutschen Schlag,
Vorlage S. 25
554
der scharf ist und herb wie ein Retzer Wein.
Vorlage S. 25
555
Wie sich das miteinander mischen tut!
Vorlage S. 25
556
Und überall steht was und lauert und rutscht durch den
Vorlage S. 25
557
Gattern
Vorlage S. 25
558
und schlieft zueinander und liegt beieinander
Vorlage S. 25
559
und überall singt was
Vorlage S. 25
560
und schupft was die Hüften
Vorlage S. 25
561
und melkt was
Vorlage S. 25
562
und mäht was
Vorlage S. 25
563
und planscht und plätschert was im Bach und in der Pferdeschwemm.
Vorlage S. 25
564
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 25
565
Und Er ist überall dahinter her?
Vorlage S. 25
566
DER BARON.
Vorlage S. 25
567
Wollt ich könnt sein wie Jupiter selig
Vorlage S. 25
568
in tausend Gestalten,
Vorlage S. 25
569
wär Verwendung für jede.
Vorlage S. 26
570
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 26
571
Wie, auch für den Stier? So grob will Er sein?
Vorlage S. 26
572
DER BARON.
Vorlage S. 26
573
Je nachdem! alls je nachdem!
Vorlage S. 26
574
Das Frauenzimmer hat gar vielerlei Arten,
Vorlage S. 26
575
wie es will genommen sein.
Vorlage S. 26
576
Da kenn ich mich aus, halten zu Gnaden!
Vorlage S. 26
577
Da ist das arme Waserl,
Vorlage S. 26
578
steht da, als könnt sie nicht bis fünfe zählen,
Vorlage S. 26
579
und ist, halten zu Gnaden, schon die Rechte, wenns drauf ankommt.
Vorlage S. 26
580
Und da ist, die kichernd und schluchzend den Kopf verliert,
Vorlage S. 26
581
die hab ich gern!
Vorlage S. 26
582
Und die herentgegen,
Vorlage S. 26
583
der sitzt im Aug ein kalter, harter Satan,
Vorlage S. 26
584
aber trifft sich schon ein Stündl, wo so ein Aug ins Schwimmen kommt.
Vorlage S. 26
585
Und wenn derselbige innerliche Satan lässt erkennen,
Vorlage S. 26
586
dass jetzt bei ihm Matthäi am letzten ist,
Vorlage S. 26
587
gleich einem abgeschlagenen Karpfen,
Vorlage S. 26
588
das ist schon, mit Verlaub, ein feines Stück.
Vorlage S. 26
589
Kann nicht genug dran kriegen!
Vorlage S. 26
590
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 26
591
Er selber ist ein Satan, meiner Seel!
Vorlage S. 26
592
DER BARON.
Vorlage S. 26
593
Und wäre eine, haben die Gnad,
Vorlage S. 26
594
die keiner anschaut
Vorlage S. 26
595
im schmutzigen Kittel, haben die Gnad, schlumpt sie daher,
Vorlage S. 26
596
hockt in der Aschen hinterm Herd,
Vorlage S. 26
597
die wo einer zur richtigen Stund sie angeht,
Vorlage S. 26
598
die hats in sich! Die hats in sich!
Vorlage S. 26
599
Ein solches Staunen! gar nicht Begreifenkönnen!
Vorlage S. 26
600
und Angst! und auf die letzt so eine rasende Seligkeit,
Vorlage S. 26
601
dass sich der Herr, der gnädige Herr!
Vorlage S. 26
602
herabgelassen gar zu ihrer Niedrigkeit.
Vorlage S. 26
603
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 27
604
Er weiß mehr als das ABC.
Vorlage S. 27
605
DER BARON.
Vorlage S. 27
606
Da gibt es, die wollen beschlichen sein,
Vorlage S. 27
607
sanft wie der Wind das frisch gemähte Heu beschleicht.
Vorlage S. 27
608
Und welche – da gilts,
Vorlage S. 27
609
wie ein Luchs hinterm Rücken heran
Vorlage S. 27
610
und den Melkstuhl gepackt,
Vorlage S. 27
611
dass sie taumelt und hinschlägt!
Vorlage S. 27
612
Muss halt ein Heu in der Nähe dabei sein.
Vorlage S. 27
613
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 27
614
Nein! Er agiert mir gar zu gut!
Vorlage S. 27
615
Lass Er mir doch das Kind!
Vorlage S. 27
616
DER BARON
Vorlage S. 27
617
nimmt wieder würdevolle Haltung an.
Vorlage S. 27
618
Geben mir Euer Gnaden den Grasaff da
Vorlage S. 27
619
zu meiner künftgen Frau Gemahlin Bedienung.
Vorlage S. 27
620
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 27
621
Wie, meine Kleine da? Was sollte die?
Vorlage S. 27
622
Die Fräulein Braut wird schon versehen sein
Vorlage S. 27
623
und nicht anstehn auf Euer Liebden Auswahl.
Vorlage S. 27
624
DER BARON.
Vorlage S. 27
625
Das ist ein feines Ding! Kreuzsakerlott!
Vorlage S. 27
626
Da ist ein Tropf gutes Blut dabei!
Vorlage S. 27
627
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 27
628
Euer Liebden haben ein scharfes Auge!
Vorlage S. 27
629
DER BARON.
Vorlage S. 27
630
Geziemt sich.
Vorlage S. 27
631
Vertraulich.
Vorlage S. 27
632
Find in der Ordnung, dass Personen von Stand in solcher Weise von adeligem Blut bedienet werden,
Vorlage S. 27
633
führe selbst ein Kind meiner Laune mit mir.
Vorlage S. 27
634
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 27
635
Wie? Gar ein Mädel? Das will ich nicht hoffen!
Vorlage S. 27
636
DER BARON.
Vorlage S. 27
637
Nein, einen Sohn: trägt lerchenauisches Gepräge im Gesicht.
Vorlage S. 27
638
Halt ihn als Leiblakai.
Vorlage S. 27
639
Wenn Euer Gnaden dann werden befehlen,
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640
dass ich die silberne Rosen darf Dero Händen übergeben,
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641
wird er es sein, der sie heraufbringt.
Vorlage S. 28
642
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 28
643
Soll mich recht freuen. Aber wart Er einmal. Mariandel!
Vorlage S. 28
644
DER BARON.
Vorlage S. 28
645
Geben mir Euer Gnaden das Zofel! Ich lass nicht locker.
Vorlage S. 28
646
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 28
647
Ei! Geh Sie und bring Sie doch das Medaillon her.
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648
OCTAVIAN
Vorlage S. 28
649
leise.
Vorlage S. 28
650
Theres! Theres, gib acht!
Vorlage S. 28
651
MARSCHALLIN
Vorlage S. 28
652
ebenso.
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653
Brings nur schnell! Ich weiß schon, was ich tu.
Vorlage S. 28
654
DER BARON
Vorlage S. 28
655
Octavian nachsehend.
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656
Könnt eine junge Fürstin sein.
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657
Hab vor, meiner Braut eine getreue Kopie
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658
meines Stammbaumes zu spendieren
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659
nebst einer Locke vom Ahnherrn Lerchenau, der ein großer Klosterstifter war
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660
und Obersterblandhofmeister in Kärnten
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661
und in der Windischen Mark.
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662
OCTAVIAN
Vorlage S. 28
663
bringt das Medaillon.
Vorlage S. 28
664
MARSCHALLIN.
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665
Wollen Euer Gnaden leicht den jungen Herrn da
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666
als Bräutigamsaufführer haben?
Vorlage S. 28
667
DER BARON.
Vorlage S. 28
668
Bin ungeschauter einverstanden.
Vorlage S. 28
669
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 28
670
Mein junger Vetter, der Graf Octavian.
Vorlage S. 28
671
DER BARON.
Vorlage S. 28
672
Octavian –
Vorlage S. 28
673
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 28
674
Rofrano, des Herrn Marchese zweiter Bruder.
Vorlage S. 28
675
DER BARON.
Vorlage S. 28
676
Wüsste keinen vornehmeren zu wünschen!
Vorlage S. 28
677
Wär in Devotion dem jungen Herrn sehr verbunden!
Vorlage S. 28
678
MARSCHALLIN.
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679
Seh Er ihn an!
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680
Hält ihm das Medaillon hin.
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681
DER BARON
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682
sieht bald auf das Medaillon, bald auf die Zofe.
Vorlage S. 29
683
Die Ähnlichkeit!
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684
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 29
685
Ja, ja.
Vorlage S. 29
686
DER BARON.
Vorlage S. 29
687
Aus dem Gesicht geschnitten!
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688
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 29
689
Hab mir auch schon Gedanken gemacht.
Vorlage S. 29
690
DER BARON.
Vorlage S. 29
691
Rofrano! Da ist man wer, wenn man aus solchem Haus!
Vorlage S. 29
692
und wärs auch bei der Domestikentür.
Vorlage S. 29
693
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 29
694
Darum halt ich sie auch wie was Besonderes.
Vorlage S. 29
695
DER BARON.
Vorlage S. 29
696
Geziemt sich.
Vorlage S. 29
697
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 29
698
Immer um meine Person.
Vorlage S. 29
699
DER BARON.
Vorlage S. 29
700
Sehr wohl.
Vorlage S. 29
701
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 29
702
Jetzt aber geh Sie, Mariandel, mach Sie fort.
Vorlage S. 29
703
DER BARON.
Vorlage S. 29
704
Wie denn? Sie kommt doch wieder?
Vorlage S. 29
705
MARSCHALLIN
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706
überhört ihn absichtlich.
Vorlage S. 29
707
Und lass Sie die Antichambre herein.
Vorlage S. 29
708
OCTAVIAN
Vorlage S. 29
709
geht gegen die Flügeltür rechts.
Vorlage S. 29
710
DER BARON
Vorlage S. 29
711
ihm nach.
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712
Mein schönstes Kind!
Vorlage S. 29
713
OCTAVIAN
Vorlage S. 29
714
an der Türe rechts.
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715
Derfts eina gehn!
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716
Läuft nach der anderen Türe.
Vorlage S. 29
717
DER BARON
Vorlage S. 29
718
ihm nach.
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719
Ich bin Ihr Serviteur! Geb Sie doch einen Augenblick Audienz.
Vorlage S. 29
720
OCTAVIAN
Vorlage S. 29
721
schlägt ihm die kleine Tür vor der Nase zu.
Vorlage S. 29
722
I komm glei.
Vorlage S. 29
723
Im gleichen Augenblick tritt eine alte Kammerfrau durch die gleiche Türe ein. Baron zieht sich enttäuscht zurück. Zwei Lakaien kommen von rechts
Vorlage S. 29
724
herein, bringen einen Wandschirm aus dem Alkoven. Die Marschallin tritt hinter den Wandschirm, die alte Kammerfrau mit ihr. Der Frisiertisch wird vorgeschoben in die Mitte. Lakaien öffnen die Flügeltüren rechts. Es treten ein: der Notar, der Küchenchef, hinter diesen ein Küchenjunge, der das Menübuch trägt. Dann die Marchande de Modes, ein Gelehrter mit einem Folianten und der Tierhändler mit winzig kleinen Hunden und einem Äffchen. Valzacchi und Annina hinter diesen rasch gleitend, nehmen den vordersten Platz links ein. Die adelige Mutter mit ihren drei Töchtern, alle in Trauer, stellen sich an den rechten Flügel. Der Haushofmeister führt den Tenor und den Flötisten nach vorne. Baron, rückwärts, winkt einen Lakaien zu sich, gibt ihm einen Auftrag, zeigt: »Hier durch die Hintertür.«
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725
DIE DREI ADELIGEN TÖCHTER
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726
indem sie niederknien.
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Drei arme adelige Waisen
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728
erflehen Dero hohen Schutz!
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729
MARCHANDE DE MODES.
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730
Le Chapeau Paméla! La poudre à la reine de Golconde!
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731
DER TIERHÄNDLER.
Vorlage S. 30
732
Schöne Affen, wenn Durchlaucht schaffen,
Vorlage S. 30
733
auch Vögel hab ich da, aus Afrika.
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734
DIE DREI WAISEN.
Vorlage S. 30
735
Der Vater ist jung auf dem Felde der Ehre gefallen,
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736
ihm dieses nachzutun, ist unser Herzensziel.
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737
MARCHANDE DE MODES.
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738
Le chapeau Paméla! C'est la merveille du monde!
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TIERHÄNDLER.
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740
Papageien hätt ich da
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741
Aus Indien und Afrika.
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742
Hunderln so klein
Vorlage S. 30
743
und schon zimmerrein.
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744
Marschallin tritt hervor, alles verneigt sich tief.
Vorlage S. 30
745
Baron ist links vorgekommen.
Vorlage S. 30
746
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 30
747
Ich präsentier Euer Liebden hier den Notar.
Vorlage S. 30
748
Notar tritt mit Verneigung gegen den Frisiertisch, wo sich die Marschallin niedergelassen, zum Baron links. Marschallin winkt die jüngste der drei Waisen zu sich, läßt sich vom Haushofmeister einen Geldbeutel reichen, gibt ihn dem Mädchen, indem sie es auf die Stirne küßt. Gelehrter will vortreten, seinen Folianten überreichen. Valzacchi springt vor, drängt ihn zur Seite.
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749
VALZACCHI
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750
ein schwarzgerändertes Zeitungsblatt hervorziehend.
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751
Die swarze Seitung! Fürstlike Gnade!
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752
alles 'ier ge'eim gesrieben!
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753
nur für 'ohe Persönlikeite!
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754
eine Leikname in 'interkammer
Vorlage S. 31
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von eine gräflike Palais!
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756
ein Bürgersfrau mit der amante
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vergiften der Hehemann!
Vorlage S. 31
758
diese Nackt um dreie Huhr!
Vorlage S. 31
759
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 31
760
Lass Er mich mit dem Tratsch in Ruh!
Vorlage S. 31
761
VALZACCHI.
Vorlage S. 31
762
In Gnaden!
Vorlage S. 31
763
tutte quante Vertraulikeite
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764
aus die große Welt!
Vorlage S. 31
765
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 31
766
Ich will nix wissen!
Vorlage S. 31
767
Valzacchi mit bedauernder Verbeugung springt zurück. Die drei Waisen, zuletzt auch die Mutter, haben der Marschallin die Hand geküßt.
Vorlage S. 31
768
DIE DREI WAISEN
Vorlage S. 31
769
zum Abgehen rangiert.
Vorlage S. 31
770
Glück und Segen allerwegen
Vorlage S. 31
771
Euer Gnaden hohem Sinn!
Vorlage S. 31
772
Eingegraben steht erhaben
Vorlage S. 31
773
er in unsern Herzen drin!
Vorlage S. 31
774
Gehen ab samt der Mutter.
Vorlage S. 31
775
Der Friseur tritt hastig auf, der Gehilfe stürzt ihm mit fliegenden Rockschößen nach. Der Friseur faßt
Vorlage S. 31
776
die Marschallin ins Auge; verdüstert sich, tritt zurück; er studiert ihr heutiges Aussehen. Der Gehilfe indessen packt aus, am Frisiertisch. Der Friseur schiebt einige Personen zurück, sich Spielraum zu schaffen. Nach einer kurzen Überlegung ist sein Plan gefaßt, er eilt mit Entschlossenheit auf die Marschallin zu, beginnt zu frisieren. Ein Lauffer in Rosa, Schwarz und Silber tritt auf, überbringt ein Billett. Haushofmeister mit Silbertablett ist schnell zur Hand, präsentiert es der Marschallin. Friseur hält inne, sie lesen zu lassen. Gehilfe reicht ihm ein neues Eisen. Friseur schwenkt es: es ist zu heiß. Gehilfe reicht ihm, nach fragendem Blick auf die Marschallin, die nickt, das Billett, das er lächelnd verwendet, um das Eisen zu kühlen. Gleichzeitig hat sich der Sänger in Position gestellt, hält das Notenblatt. Flötist sieht ihm, begleitend, über die Schultern.
Vorlage S. 31
777
Drei Lakaien haben rechts ganz vorne Stellung genommen, andere stehen im Hintergrund.
Vorlage S. 32
778
DER SÄNGER.
Vorlage S. 32
779
Di rigori armato il seno
Vorlage S. 32
780
Contro amor mi ribellai
Vorlage S. 32
781
Ma fui vinto in un baleno
Vorlage S. 32
782
In mirar due vaghi rai.
Vorlage S. 32
783
Ahi! che resiste puoco
Vorlage S. 32
784
Cor di gelo a stral di fuoco.
Vorlage S. 32
785
Der Friseur übergibt dem Gehilfen das Eisen und applaudiert dem Sänger. Dann fährt er im Arrangement des Lockenbaues fort.
Vorlage S. 32
786
Ein Bedienter hat indessen bei der kleinen Tür den Kammerdiener des Barons, den Almosenier und den Jäger eingelassen.
Vorlage S. 32
787
Es sind drei bedenkliche Gestalten. Der Kammerdiener ist ein junger, großer Lümmel, der dumm und frech aussieht. Er trägt unter dem Arm ein Futteral aus rotem Saffian. Der Almosenier ist ein verwilderter Dorfkooperator, ein vier Schuh hoher, aber stark und verwegen aussehender Gnom. Der Leibjäger mag, bevor er in die schlecht sitzende Livree gesteckt wurde, Mist geführt haben. Der Almosenier und der Kammerdiener scheinen sich um den Vortritt zu streiten und steigen einander auf die Füße. Sie steuern längs der linken Seite auf ihren Herrn zu, in dessen Nähe sie haltmachen.
Vorlage S. 32
788
DER BARON
Vorlage S. 32
789
sitzend zum Notar, der vor ihm steht, seine Weisungen entgegennimmt.
Vorlage S. 32
790
Als Morgengabe – ganz separatim jedoch
Vorlage S. 32
791
und vor der Mitgift – bin ich verstanden, Herr Notar? –
Vorlage S. 32
792
kehrt Schloß und Herrschaft Gaunersdorf an mich zurück!
Vorlage S. 32
793
Von Lasten frei und ungemindert an Privilegien,
Vorlage S. 32
794
so wie mein Vater selig sie besessen hat.
Vorlage S. 32
795
NOTAR
Vorlage S. 33
Johannes Vermeer – Briefleserin in Blau, um 1663. Vergleichsbild zum Motiv des Lesens und Briefeschreibens, keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Briefleserin in Blau · Johannes Vermeer · Public domain Bildquelle ↗
796
kurzatmig.
Vorlage S. 33
797
Gestatten Hochfreiherrliche Gnaden die submisseste Belehrung,
Vorlage S. 33
798
dass eine Morgengabe wohl vom Gatten an die Gattin,
Vorlage S. 33
799
nicht aber von der Gattin an den Gatten
Vorlage S. 33
800
bestellet oder stipuliert zu werden fähig ist.
Vorlage S. 33
801
DER BARON.
Vorlage S. 33
802
Das mag wohl sein.
Vorlage S. 33
803
NOTAR.
Vorlage S. 33
804
Dem ist so –
Vorlage S. 33
805
DER BARON.
Vorlage S. 33
806
Aber im besondren Fall –
Vorlage S. 33
807
NOTAR.
Vorlage S. 33
808
Die Formen und die Präskriptionen kennen keinen Unterschied.
Vorlage S. 33
809
DER BARON
Vorlage S. 33
810
schreit.
Vorlage S. 33
811
Haben ihn aber zu kennen!
Vorlage S. 33
812
NOTAR
Vorlage S. 33
813
erschrocken.
Vorlage S. 33
814
In Gnaden!
Vorlage S. 33
815
DER BARON
Vorlage S. 33
816
wieder leise, aber eindringlich und voll hohen Selbstgefühls.
Vorlage S. 33
817
Wo eines hochadeligen Hauses blühender Sproß sich herabläßt,
Vorlage S. 33
818
im Ehebette einer so gut als bürgerlichen Mamsell Faninal
Vorlage S. 33
819
– bin ich verstanden? – acte de présence zu machen
Vorlage S. 33
820
vor Gott und der Welt und sozusagen
Vorlage S. 33
821
angesichts Kaiserlicher Majestät –
Vorlage S. 33
822
da wird, corpo di Bacco! von Morgengabe
Vorlage S. 33
823
als geziemendem Geschenk dankbarer Devotion
Vorlage S. 33
824
für die Hingab so hohen Blutes
Vorlage S. 33
825
sehr wohl die Rede sein.
Vorlage S. 33
826
Sänger macht Miene, wieder anzufangen, wartet noch, bis der Baron still wird.
Vorlage S. 33
827
NOTAR
Vorlage S. 33
828
zum Baron leise.
Vorlage S. 33
829
Vielleicht, dass man die Sache separatim –
Vorlage S. 33
830
DER BARON
Vorlage S. 33
831
leise.
Vorlage S. 33
832
Er ist ein schmählicher Pedant: als Morgengabe will ich das Gütel!
Vorlage S. 33
833
NOTAR
Vorlage S. 34
834
ebenso.
Vorlage S. 34
835
Als einen wohl verklausulierten Teil der Mitgift –
Vorlage S. 34
836
DER BARON
Vorlage S. 34
837
halblaut.
Vorlage S. 34
838
Als Morgengabe! geht das nicht in Seinen Schädel!
Vorlage S. 34
839
NOTAR
Vorlage S. 34
840
ebenso.
Vorlage S. 34
841
Als eine Schenkung inter vivos oder –
Vorlage S. 34
842
DER BARON
Vorlage S. 34
843
schreiend.
Vorlage S. 34
844
Als Morgengabe!
Vorlage S. 34
845
DER SÄNGER
Vorlage S. 34
846
während des Gesprächs der beiden.
Vorlage S. 34
847
Ma si caro è'l mio tormento
Vorlage S. 34
848
Dolce è si la piaga mia
Vorlage S. 34
849
Ch'il penare è mio contento
Vorlage S. 34
850
E 'l sanarmi è tirannia.
Vorlage S. 34
851
Ahi! che resiste puoco –
Vorlage S. 34
852
Hier erhebt der Baron seine Stimme so, daß der Sänger jäh abbricht, desgleichen die Flöte.
Vorlage S. 34
853
Notar zieht sich erschrocken in die Ecke zurück.
Vorlage S. 34
854
Marschallin winkt den Sänger zu sich, reicht ihm die Hand zum Kuß. Sänger nebst Flöte ziehen sich unter tiefen Verbeugungen zurück.
Vorlage S. 34
855
Der Baron tut, als ob nichts geschehen wäre, winkt dem Sänger leutselig zu, tritt dann zu seiner Dienerschaft; streicht dem Leiblakai die bäurisch in die Stirn gekämmten Haare hinaus; geht dann, als suchte er jemand, zur kleinen Tür, öffnet sie, spioniert hinaus, ärgert sich, daß die Zofe nicht zurückkommt; ärgert sich, schnüffelt gegens Bett, schüttelt den Kopf, kommt wieder vor.
Vorlage S. 34
856
MARSCHALLIN
Vorlage S. 34
857
sieht sich in dem Handspiegel, halblaut.
Vorlage S. 34
858
Mein lieber Hippolyte,
Vorlage S. 34
859
heut haben Sie ein altes Weib aus mir gemacht!
Vorlage S. 34
860
Der Friseur, mit Bestürzung, wirft sich fieberhaft auf den Lockenbau der Marschallin und verändert ihn aufs neue. Das Gesicht der Marschallin bleibt traurig.
Vorlage S. 34
861
MARSCHALLIN
Vorlage S. 34
862
über die Schulter zum Haushofmeister.
Vorlage S. 34
863
Abtreten die Leut!
Vorlage S. 34
864
Vier Lakaien, eine Kette bildend, schieben die aufwartenden Personen zur Tür hinaus, die sie dann verschließen.
Vorlage S. 34
865
Valzacchi, hinter ihm Annina, haben sich im Rücken aller rings um die Bühne zum Baron hinübergeschlichen und präsentieren sich ihm mit übertriebener Devotion. Baron tritt zurück.
Vorlage S. 34
866
VALZACCHI.
Vorlage S. 35
867
Ihre Gnade sukt etwas. Ik seh.
Vorlage S. 35
868
Ihre Gnade 'at ein Bedürfnis.
Vorlage S. 35
869
Ik kann dienen. Ik kann besorgen.
Vorlage S. 35
870
DER BARON.
Vorlage S. 35
871
Wer ist Er, was weiß Er?
Vorlage S. 35
872
VALZACCHI.
Vorlage S. 35
873
Ihre Gnade Gesikt sprikt ohne Sunge.
Vorlage S. 35
874
Wie ein Hantike: come statua die Giove.
Vorlage S. 35
875
DER BARON.
Vorlage S. 35
876
Das ist ein besserer Mensch.
Vorlage S. 35
877
VALZACCHI.
Vorlage S. 35
878
Erlaukte Gnade, attachieren uns an sein Gefolge!
Vorlage S. 35
879
Fällt auf die Knie, desgleichen Annina.
Vorlage S. 35
880
DER BARON.
Vorlage S. 35
881
Euch?
Vorlage S. 35
882
VALZACCHI.
Vorlage S. 35
883
Onkel und Nickte.
Vorlage S. 35
884
Su sweien maken alles besser.
Vorlage S. 35
885
Per esempio: Ihre Gnade 'at eine junge Frau –
Vorlage S. 35
886
DER BARON.
Vorlage S. 35
887
Woher weiß Er denn das, Er Teufel Er?
Vorlage S. 35
888
VALZACCHI
Vorlage S. 35
889
eifrig.
Vorlage S. 35
890
Ihr' Gnad' ist in Eifersukt: dico per dire!
Vorlage S. 35
891
'eut oder morgen könnte sein. Affare nostro!
Vorlage S. 35
892
Jede Sritt die Dame sie tut,
Vorlage S. 35
893
jede Wagen die Dame sie steigt,
Vorlage S. 35
894
jede Brief die Dame bekommt –
Vorlage S. 35
895
wir sind da!
Vorlage S. 35
896
an die Ecke, in die Kamin, unter die Bette –
Vorlage S. 35
897
wir sind da!
Vorlage S. 35
898
ANNINA.
Vorlage S. 35
899
Ihre Gnaden wird nicht bedauern!
Vorlage S. 35
900
Halten ihm die Hände hin, Geld erheischend; er tut, als bemerke er es nicht.
Vorlage S. 35
901
DER BARON
Vorlage S. 35
902
halblaut.
Vorlage S. 35
903
Hm! Was es alles gibt in diesem Wien!
Vorlage S. 35
904
Zur Probe nur. Kennt Sie die Jungfer Mariandel?
Vorlage S. 35
905
ANNINA
Vorlage S. 36
906
ebenso.
Vorlage S. 36
907
Mariandel?
Vorlage S. 36
908
DER BARON
Vorlage S. 36
909
ebenso.
Vorlage S. 36
910
Das Zofel hier im Haus bei ihrer Gnaden.
Vorlage S. 36
911
VALZACCHI
Vorlage S. 36
912
leise zu Annina.
Vorlage S. 36
913
Sai tu, cosa vuole?
Vorlage S. 36
914
ANNINA
Vorlage S. 36
915
ebenso.
Vorlage S. 36
916
Niente!
Vorlage S. 36
917
VALZACCHI
Vorlage S. 36
918
zum Baron.
Vorlage S. 36
919
Sicker! Sicker! Mein Nickte wird besorgen!
Vorlage S. 36
920
Seien sicker, Ihre Gnade.
Vorlage S. 36
921
Hält abermals die Hand hin, Baron tut, als sähe er es nicht.
Vorlage S. 36
922
Marschallin ist aufgestanden. Friseur nach tiefer Verneigung eilt ab, Gehilfe hinter ihm.
Vorlage S. 36
923
DER BARON
Vorlage S. 36
924
die beiden Italiener stehen lassend, auf die Marschallin zu.
Vorlage S. 36
925
Darf ich das Gegenstück zu Dero sauberem Kammerzofel präsentieren?
Vorlage S. 36
926
Die Ähnlichkeit soll, hör ich, unverkennbar sein.
Vorlage S. 36
927
MARSCHALLIN
Vorlage S. 36
928
nickt.
Vorlage S. 36
929
DER BARON.
Vorlage S. 36
930
Leupold, das Futteral.
Vorlage S. 36
931
Der junge Kammerlakai präsentiert linkisch das Futteral.
Vorlage S. 36
932
MARSCHALLIN
Vorlage S. 36
933
ein bißchen lachend.
Vorlage S. 36
934
Ich gratuliere Euer Liebden sehr.
Vorlage S. 36
935
DER BARON
Vorlage S. 36
936
nimmt dem Burschen das Futteral aus der Hand und winkt ihm zurückzutreten.
Vorlage S. 36
937
Und da ist nun die silberne Rose!
Vorlage S. 36
938
Wills aufmachen.
Vorlage S. 36
939
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 36
940
Lassen nur drinnen.
Vorlage S. 36
941
Haben die Gnad und stellens dorthin.
Vorlage S. 36
942
DER BARON.
Vorlage S. 36
943
Vielleicht das Zofel solls übernehmen?
Vorlage S. 36
944
Ruft man ihr?
Vorlage S. 36
945
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 36
946
Nein, lassen nur. Die hat jetzt keine Zeit.
Vorlage S. 36
947
Doch sei Er sicher: den Grafen Octavian bitt ich Ihm auf
Vorlage S. 36
948
und er wird mir zulieb schon tun
Vorlage S. 36
949
und als Euer Liebden Kavalier
Vorlage S. 37
950
vorfahren mit der Rosen bei der Jungfer Braut.
Vorlage S. 37
951
Stellen indes nur hin.
Vorlage S. 37
952
Und jetzt, Herr Vetter, sag ich Ihm Adieu.
Vorlage S. 37
953
Man retiriert sich jetzt von hier:
Vorlage S. 37
954
Ich werd jetzt in die Kirchen gehn.
Vorlage S. 37
955
Lakaien öffnen die Flügeltür.
Vorlage S. 37
956
DER BARON.
Vorlage S. 37
957
Euer Gnaden haben heut
Vorlage S. 37
958
durch unversiegte Huld mich tiefst beschämt.
Vorlage S. 37
959
Macht die Reverenz; entfernt sich unter Zeremoniell.
Vorlage S. 37
960
Der Notar hinter ihm, auf seinen Wink. Seine drei
Vorlage S. 37
961
Leute hinter diesem, in mangelhafter Haltung. Die beiden Italiener, lautlos und geschmeidig, schließen sich unbemerkt an. Lakaien schließen die Tür. Haushofmeister tritt ab.
Vorlage S. 37
962
MARSCHALLIN
Vorlage S. 37
963
allein.
Vorlage S. 37
964
Da geht er hin, der aufgeblasene, schlechte Kerl,
Vorlage S. 37
965
und kriegt das hübsche, junge Ding und einen Binkel Geld dazu,
Vorlage S. 37
966
als müßts so sein.
Vorlage S. 37
967
Und bildet sich noch ein, dass ers ist, der sich was vergibt.
Vorlage S. 37
968
Was erzürn ich mich denn? ist doch der Lauf der Welt.
Vorlage S. 37
969
Kann mich auch an ein Mädel erinnern,
Vorlage S. 37
970
die frisch aus dem Kloster ist in den heiligen Ehestand kommandiert wordn.
Vorlage S. 37
971
Nimmt den Handspiegel.
Vorlage S. 37
972
Wo ist die jetzt? Ja, such dir den Schnee vom vergangenen Jahr.
Vorlage S. 37
973
Das sag ich so:
Vorlage S. 37
974
Aber wie kann das wirklich sein,
Vorlage S. 37
975
dass ich die kleine Resi war
Vorlage S. 37
976
und dass ich auch einmal die alte Frau sein werd! ...
Vorlage S. 37
977
Die alte Frau, die alte Marschallin!
Vorlage S. 37
978
»Siehgst es, da gehts', die alte Fürstin Resi!«
Vorlage S. 37
979
Wie kann denn das geschehen?
Vorlage S. 37
980
Wie macht denn das der liebe Gott?
Vorlage S. 37
981
Wo ich doch immer die gleiche bin.
Vorlage S. 37
982
Und wenn ers schon so machen muss,
Vorlage S. 37
983
warum lasst er mich denn zuschaun dabei
Vorlage S. 38
984
mit gar so klarem Sinn? Warum versteckt ers nicht vor mir?
Vorlage S. 38
985
Das alles ist geheim, so viel geheim.
Vorlage S. 38
986
Und man ist dazu da, dass mans ertragt.
Vorlage S. 38
987
Und in dem »Wie« da liegt der ganze Unterschied –
Vorlage S. 38
988
OCTAVIAN
Vorlage S. 38
989
tritt von rechts ein, in einem Morgenanzug mit Reitstiefeln.
Vorlage S. 38
990
MARSCHALLIN
Vorlage S. 38
991
mit halbem Lächeln.
Vorlage S. 38
992
Ach, du bist wieder da!
Vorlage S. 38
993
OCTAVIAN.
Vorlage S. 38
994
Und du bist traurig!
Vorlage S. 38
995
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 38
996
Es ist ja schon vorbei. Du weißt ja, wie ich bin.
Vorlage S. 38
997
Ein halbes Mal lustig, ein halbes Mal traurig.
Vorlage S. 38
998
Ich kann halt meine Gedanken nicht kommandieren.
Vorlage S. 38
999
OCTAVIAN.
Vorlage S. 38
1000
Ich weiß, warum du traurig bist, du Schatz.
Vorlage S. 38
1001
Weil du erschrocken bist und Angst gehabt hast.
Vorlage S. 38
1002
Hab ich nicht recht? Gesteh mir nur:
Vorlage S. 38
1003
Du hast Angst gehabt,
Vorlage S. 38
1004
du Süße, du Liebe.
Vorlage S. 38
1005
Um mich, um mich!
Vorlage S. 38
1006
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 38
1007
Ein bißl vielleicht.
Vorlage S. 38
1008
Aber ich hab mich erfangen und hab mir vorgesagt: Es wird schon nicht dafür stehn.
Vorlage S. 38
1009
Und wärs dafür gestanden?
Vorlage S. 38
1010
OCTAVIAN.
Vorlage S. 38
1011
Und es war kein Feldmarschall.
Vorlage S. 38
1012
Nur ein spaßiger Herr Vetter und du gehörst mir.
Vorlage S. 38
1013
Du gehörst mir!
Vorlage S. 38
1014
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 38
1015
Taverl, umarm Er nicht zu viel:
Vorlage S. 38
1016
Wer allzuviel umarmt, der hält nichts fest.
Vorlage S. 38
1017
OCTAVIAN.
Vorlage S. 38
1018
Sag, dass du mir gehörst! Sag, dass du mir gehörst!
Vorlage S. 38
1019
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 39
1020
Oh, sei Er jetzt sanft, sei Er gescheit und sanft und gut.
Vorlage S. 39
1021
Nein, bitt schön, sei Er nicht wie alle Männer sind.
Vorlage S. 39
1022
OCTAVIAN.
Vorlage S. 39
1023
Wie alle Männer?
Vorlage S. 39
1024
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 39
1025
Wie der Feldmarschall und der Vetter Ochs.
Vorlage S. 39
1026
Sei Er nur nicht wie alle Männer sind.
Vorlage S. 39
1027
OCTAVIAN
Vorlage S. 39
1028
zornig.
Vorlage S. 39
1029
Ich weiß nicht, wie alle Männer sind.
Vorlage S. 39
1030
Sanft.
Vorlage S. 39
1031
Weiß nur, dass ich die liebhab,
Vorlage S. 39
1032
Bichette, sie haben mir dich ausgetauscht.
Vorlage S. 39
1033
Bichette, wo ist Sie denn?
Vorlage S. 39
1034
MARSCHALLIN
Vorlage S. 39
1035
ruhig.
Vorlage S. 39
1036
Sie ist wohl da, Herr Schatz.
Vorlage S. 39
1037
OCTAVIAN.
Vorlage S. 39
1038
Ja, ist Sie da? Dann will ich Sie halten,
Vorlage S. 39
1039
und Sie pressen, dass Sie mir nicht wieder entkommt!
Vorlage S. 39
1040
MARSCHALLIN
Vorlage S. 39
1041
sich ihm entwindend.
Vorlage S. 39
1042
O sei Er gut, Quin-quin. Mir ist zumut,
Vorlage S. 39
1043
dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss,
Vorlage S. 39
1044
bis in mein Herz hinein:
Vorlage S. 39
1045
wie man nichts halten soll,
Vorlage S. 39
1046
wie man nichts packen kann,
Vorlage S. 39
1047
wie alles zerlauft zwischen den Fingern,
Vorlage S. 39
1048
alles sich auflöst, wonach wir greifen,
Vorlage S. 39
1049
alles zergeht, wie Dunst und Traum.
Vorlage S. 39
1050
OCTAVIAN.
Vorlage S. 39
1051
Wo Sie mich da hat,
Vorlage S. 39
1052
wo ich meine Finger in Ihre Finger schlinge,
Vorlage S. 39
1053
wo ich mit meinen Augen Ihre Augen suche,
Vorlage S. 39
1054
gerade da ist Ihr so zumut?
Vorlage S. 39
1055
MARSCHALLIN
Vorlage S. 39
1056
sehr ernst.
Vorlage S. 39
1057
Quin-quin, heut oder morgen geht Er hin
Vorlage S. 39
1058
und gibt mich auf, um einer andern willen,
Vorlage S. 39
1059
Octavian will ihr den Mund zuhalten.
Vorlage S. 39
1060
die schöner oder jünger ist als ich.
Vorlage S. 39
1061
OCTAVIAN.
Vorlage S. 40
1062
Willst du mit Worten mich von dir stoßen,
Vorlage S. 40
1063
weil dir die Hände den Dienst nicht tun?
Vorlage S. 40
1064
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 40
1065
Der Tag kommt ganz von selber. Wer bist denn du?
Vorlage S. 40
1066
Ein junger Herr, ein jüngerer Sohn.
Vorlage S. 40
1067
Dein Bruder der Chef von deinem Haus.
Vorlage S. 40
1068
Wie wird er nicht eine Braut für dich suchen?
Vorlage S. 40
1069
Als ob nicht alles auf der Welt
Vorlage S. 40
1070
sein' Zeit und sein Gesetzl hätt.
Vorlage S. 40
1071
Heut oder morgen kommt der Tag, Octavian.
Vorlage S. 40
1072
OCTAVIAN.
Vorlage S. 40
1073
Nicht heut, nicht morgen: ich hab dich lieb.
Vorlage S. 40
1074
Nicht heut, nicht morgen!
Vorlage S. 40
1075
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 40
1076
Heut oder morgen oder den übernächsten Tag.
Vorlage S. 40
1077
Nicht quälen will ich dich, mein Schatz.
Vorlage S. 40
1078
Ich sag, was wahr ist, sags zu mir so gut wie zu dir.
Vorlage S. 40
1079
Leicht will ichs machen dir und mir.
Vorlage S. 40
1080
Leicht muss man sein:
Vorlage S. 40
1081
mit leichtem Herz und leichten Händen,
Vorlage S. 40
1082
halten und nehmen, halten und lassen ...
Vorlage S. 40
1083
Die nicht so sind, die straft das Leben und Gott erbarmt sich ihrer nicht.
Vorlage S. 40
1084
OCTAVIAN.
Vorlage S. 40
1085
Mein Gott, wie Sie das sagt, Sie will mir doch nur zeigen,
Vorlage S. 40
1086
dass Sie nicht an mir hängt.
Vorlage S. 40
1087
Er weint.
Vorlage S. 40
1088
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 40
1089
Sei Er doch gut, Quin-quin.
Vorlage S. 40
1090
Er weint stärker.
Vorlage S. 40
1091
Sei Er doch gut.
Vorlage S. 40
1092
Jetzt muss ich noch den Buben dafür trösten,
Vorlage S. 40
1093
dass er mich über kurz oder lang wird sitzenlassen.
Vorlage S. 40
1094
Sie streichelt ihn.
Vorlage S. 40
1095
OCTAVIAN.
Vorlage S. 40
1096
Über kurz oder lang!
Vorlage S. 40
1097
Wer legt Ihr heut die Wörter in den Mund, Bichette?
Vorlage S. 40
1098
Er hält sich die Ohren zu.
Vorlage S. 40
1099
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 41
1100
Über kurz oder lang!
Vorlage S. 41
1101
Dass Ihn das Wort so kränkt.
Vorlage S. 41
1102
Die Zeit im Grund, Quin-quin, die Zeit,
Vorlage S. 41
1103
die ändert doch nichts an den Sachen.
Vorlage S. 41
1104
Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.
Vorlage S. 41
1105
Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.
Vorlage S. 41
1106
Aber dann auf einmal,
Vorlage S. 41
1107
da spürt man nichts als sie:
Vorlage S. 41
1108
sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen.
Vorlage S. 41
1109
In den Gesichtern rieselt sie, im Spiegel da rieselt sie,
Vorlage S. 41
1110
in meinen Schläfen fließt sie.
Vorlage S. 41
1111
Und zwischen mir und dir da fließt sie wieder.
Vorlage S. 41
1112
Lautlos, wie eine Sanduhr.
Vorlage S. 41
1113
O Quin-quin!
Vorlage S. 41
1114
Manchmal hör ich sie fließen unaufhaltsam.
Vorlage S. 41
1115
Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht,
Vorlage S. 41
1116
und lass die Uhren alle stehen.
Vorlage S. 41
1117
OCTAVIAN.
Vorlage S. 41
1118
Mein schöner Schatz, will Sie sich traurig machen mit Gewalt?
Vorlage S. 41
1119
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 41
1120
Allein man muss sich auch vor ihr nicht fürchten.
Vorlage S. 41
1121
Auch sie ist ein Geschöpf des Vaters,
Vorlage S. 41
1122
der uns alle geschaffen hat.
Vorlage S. 41
1123
OCTAVIAN.
Vorlage S. 41
1124
Sie spricht ja heute wie ein Pater.
Vorlage S. 41
1125
Eine befangene Stille.
Vorlage S. 41
1126
Soll das heißen, dass ich Sie nie mehr
Vorlage S. 41
1127
werd küssen dürfen,
Vorlage S. 41
1128
bis Ihr der Atem ausgeht?
Vorlage S. 41
1129
MARSCHALLIN
Vorlage S. 41
1130
sanft.
Vorlage S. 41
1131
Quin-quin, Er soll jetzt gehn, Er soll mich lassen.
Vorlage S. 41
1132
Ich werd jetzt in die Kirchn gehn
Vorlage S. 41
1133
und später fahr ich zum Onkel Greifenklau,
Vorlage S. 41
1134
der alt und gelähmt ist,
Vorlage S. 41
1135
und eß mit ihm; das freut den alten Mann.
Vorlage S. 41
1136
Und nachmittag werd ich Ihm einen Lauffer schicken,
Vorlage S. 41
1137
Quin-quin, und sagen lassen,
Vorlage S. 41
1138
ob ich in Prater fahr.
Vorlage S. 42
1139
Und wenn ich fahr,
Vorlage S. 42
1140
und Er hat Lust,
Vorlage S. 42
1141
so wird Er auch in Prater kommen
Vorlage S. 42
1142
und neben meinem Wagen reiten.
Vorlage S. 42
1143
Sei Er jetzt gut und folg Er mir.
Vorlage S. 42
1144
OCTAVIAN.
Vorlage S. 42
1145
Wie Sie befiehlt, Bichette.
Vorlage S. 42
1146
Er geht. Eine Pause.
Vorlage S. 42
1147
MARSCHALLIN
Vorlage S. 42
1148
allein.
Vorlage S. 42
1149
Ich hab ihn nicht einmal geküsst.
Vorlage S. 42
1150
Sie klingelt heftig. Lakaien kommen herein von rechts.
Vorlage S. 42
1151
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 42
1152
Laufts dem Herrn Grafen nach
Vorlage S. 42
1153
und bittets ihn noch auf ein Wort herauf.
Vorlage S. 42
1154
Eine Pause.
Vorlage S. 42
1155
Ich hab ihn fortgehn lassen und ihn nicht einmal geküsst!
Vorlage S. 42
1156
Die Lakaien kommen zurück außer Atem.
Vorlage S. 42
1157
ERSTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1158
Der Herr Graf sind auf und davon.
Vorlage S. 42
1159
ZWEITER LAKAI.
Vorlage S. 42
1160
Gleich beim Tor sind aufgesessen.
Vorlage S. 42
1161
DRITTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1162
Reitknecht hat gewartet.
Vorlage S. 42
1163
VIERTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1164
Gleich beim Tor sind aufgesessen wie der Wind.
Vorlage S. 42
1165
ERSTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1166
Waren um die Ecken wie der Wind.
Vorlage S. 42
1167
ZWEITER LAKAI.
Vorlage S. 42
1168
Sind wir nachgelaufen.
Vorlage S. 42
1169
DRITTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1170
Haben wir geschrien.
Vorlage S. 42
1171
VIERTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1172
War umsonst.
Vorlage S. 42
1173
ERSTER LAKAI.
Vorlage S. 42
1174
Waren um die Ecken wie der Wind.
Vorlage S. 42
1175
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 43
1176
Es ist gut, gehts nur wieder.
Vorlage S. 43
1177
Die Lakaien ziehen sich zurück.
Vorlage S. 43
1178
MARSCHALLIN
Vorlage S. 43
1179
ruft nach.
Vorlage S. 43
1180
Den Mohammed!
Vorlage S. 43
1181
Der kleine Neger herein, klingelnd, verneigt sich.
Vorlage S. 43
1182
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 43
1183
Das da trag –
Vorlage S. 43
1184
Neger nimmt eifrig das Saffianfutteral.
Vorlage S. 43
1185
MARSCHALLIN.
Vorlage S. 43
1186
Weißt ja nicht wohin. Zum Grafen Octavian.
Vorlage S. 43
1187
Gibs ab und sag:
Vorlage S. 43
1188
Da drinn ist die silberne Rosn.
Vorlage S. 43
1189
Der Herr Graf weiß ohnehin.
Vorlage S. 43
1190
Der Neger läuft ab.
Vorlage S. 43
1191
Marschallin stützt den Kopf auf die Hand.
Vorlage S. 43
1192
Vorhang.
Vorlage S. 43

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »ein Grasaff, appetitlich, keine fünfzehn Jahr!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Euer Gnaden beraubt sich der Bedienung«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und wenn ers schon so machen muss, warum lasst er mich denn zuschaun dabei mit gar so klarem Sinn?« B: »Es geht nichts über die von der anderen Seite!« C: »Es muss mein Mann sein, der durch die Garderob herein will und mit die Lakaien disputiert!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Woher weiß Er denn …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Dann will ich Sie halten, und Sie …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Das Schlafzimmer der Feldmarschallin. Links im Alkoven das große zeltförmige Himmelbett. Neben dem Bett ein dreiteiliger chinesischer Wandschirm, hinter dem Kleider liegen. Ferner ein kleines Tischchen und ein […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] könnt sie nicht bis fünfe zählen, und ist, halten zu Gnaden, schon die Rechte, wenns drauf ankommt. Und da ist, die kichernd und schluchzend den Kopf verliert, die hab ich gern! Und die herentgegen, der sitzt im Aug ein kalter, harter […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Das Fräulein Faninal. Ich hab Euer Gnaden den Namen nicht verheimlicht.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ich weiß, warum du traurig bist, du Schatz. Weil du erschrocken bist und Angst gehabt hast. Hab ich nicht recht? Gesteh mir nur: Du hast Angst gehabt, du Süße, du Liebe. Um mich, um mich!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss, bis in mein Herz hinein: wie man nichts halten soll, wie man nichts packen kann, wie alles zerlauft zwischen den Fingern, alles sich auflöst, wonach wir greifen, alles zergeht, […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Und mit Verlaub von Euer fürstlichen Gnaden, ich dünke mir guts adeliges Blut genug im Leib zu haben für ihrer Zwei. Man bleibt […]« und »Der Friseur tritt hastig auf, der Gehilfe stürzt ihm mit fliegenden Rockschößen nach. Der Friseur faßt«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Weißt ja nicht wohin. Zum Grafen Octavian. Gibs ab und sag: Da drinn ist die silberne Rosn. Der Herr Graf weiß ohnehin.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Das Schlafzimmer der Feldmarschallin. Links im Alkoven das große zeltförmige Himmelbett. Neben dem Bett ein […]« / »Weißt ja nicht wohin. Zum Grafen Octavian. Gibs ab und sag: Da drinn ist die silberne Rosn. Der Herr Graf […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Beklagt Er sich über das, Quin-quin?«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Und wenn derselbige innerliche Satan lässt erkennen,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Gibs ab und sag: Da drinn ist die silberne Rosn.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Der Rosenkavalier von Hofmannsthal, Hugo von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Der Rosenkavalier

Hugo von Hofmannsthal: Gesammelte Werke in zehn Einzelbänden. Band 1: Gedichte, Dramen, Band 2–5: Dramen, Herausgegeben von Bernd Schoeller in Beratung mit Rudolf Hirsch, Frankfurt a.M.: S. Fischer, 1979. Hofmannsthal, Hugo von 10- Frankfurt a.M.

Das Werk Der Rosenkavalier von Hofmannsthal, Hugo von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.