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Buch - Das goldene Vlies - Grillparzer, Franz

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Originalwerk · Lesefassung

Das goldene Vlies

Grillparzer, Franz · 1818–1820

Das goldene Vlies von Grillparzer, Franz. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–134 Abschnitte
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 2 von 4

Der Gastfreund

1
Personen.
Vorlage S. 796
2
Aietes, König von Kolchis
Vorlage S. 796
3
Medea, seine Tochter
Vorlage S. 796
4
Gora, Medeens Amme
Vorlage S. 796
5
Peritta, eine ihrer Jungfrauen
Vorlage S. 796
6
Phryxus
Vorlage S. 796
7
Jungfrauen Medeens
Vorlage S. 796
8
Griechen in Phryxus Gefolge
Vorlage S. 796
9
Kolcher
Vorlage S. 796
10
[Stücktext]
Vorlage S. 796
11
Kolchis. Wilde Gegend mit Felsen und Bäumen, im Hintergrunde das Meer.
Vorlage S. 796
12
Am Gestade desselben ein Altar, von unbehauenen Steinen zusammengefügt, auf dem die kolossale Bildsäule eines nackten, bärtigen Mannes steht, der in seiner Rechten eine Keule, um die Schultern ein Widderfell trägt. Links an den Szenen des Mittelgrundes der Eingang eines Hauses mit Stufen und rohen Säulen. Tagesanbruch Medea, Gora, Peritta, Gefolge von Jungfrauen.
Vorlage S. 796
13
Beim Aufziehen des Vorhanges steht Medea im Vorgrunde mit dem Bogen in der Hand in der Stellung einer, die eben den Pfeil abgeschossen. An den Stufen des Altars liegt ein von einem Pfeile durchbohrtes Reh.
Vorlage S. 796
14
JUNGFRAUEN
Vorlage S. 796
15
die entfernt gestanden, zum Altare hineilend.
Vorlage S. 796
16
Das Opfer blutet!
Vorlage S. 796
17
MEDEA
Vorlage S. 796
18
in ihrer vorigen Stellung.
Vorlage S. 796
19
Trafs?
Vorlage S. 796
20
EINE DER JUNGFRAUEN.
Vorlage S. 796
21
Gerad ins Herz!
Vorlage S. 796
22
MEDEA
Vorlage S. 796
23
indem sie den Bogen abgibt.
Vorlage S. 796
24
Das deutet Gutes. Lass uns eilen denn!
Vorlage S. 796
25
Geh eine hin und spreche das Gebet.
Vorlage S. 796
26
GORA
Vorlage S. 796
27
zum Altare tretend.
Vorlage S. 796
28
Darimba, mächtige Göttin,
Vorlage S. 796
29
Menschenerhalterin, Menschentöterin,
Vorlage S. 796
30
Die den Wein du gibst und des Halmes Frucht,
Vorlage S. 796
31
Gibst des Weidwerks herzerfreuende Spende
Vorlage S. 796
32
Und des Todfeinds Blut:
Vorlage S. 796
33
Darimba, reine, magdliche
Vorlage S. 796
34
Tochter des Himmels,
Vorlage S. 796
35
Höre mich!
Vorlage S. 796
36
CHOR.
Vorlage S. 796
37
Darimba, mächtige Göttin,
Vorlage S. 796
38
Darimba! Darimba!
Vorlage S. 796
39
GORA.
Vorlage S. 796
40
Sieh, ein Reh hab ich dir getötet,
Vorlage S. 796
41
Den Pfeil schnellend vom starken Bogen,
Vorlage S. 796
42
Dein ists! Lass dir gefallen sein Blut!
Vorlage S. 796
43
Segne das Feld und den beutereichen Wald,
Vorlage S. 796
44
Gib, dass wir recht tun und siegen in der Schlacht,
Vorlage S. 796
45
Gib, dass wir lieben den Wohlwollenden
Vorlage S. 796
46
Und hassen den, der uns haßt.
Vorlage S. 796
47
Mach uns stark und reich, Darimba,
Vorlage S. 796
48
Mächtige Göttin!
Vorlage S. 796
49
CHOR.
Vorlage S. 796
50
Darimba, Darimba!
Vorlage S. 796
51
GORA.
Vorlage S. 797
52
Das Opfer am Altar zuckt und endet,
Vorlage S. 797
53
So mögen deine Feinde enden, Darimba!
Vorlage S. 797
54
Deine Feinde und die unsern!
Vorlage S. 797
55
Es ist Medea, Aietes Tochter,
Vorlage S. 797
56
Des Herrschers von Kolchis fürstliches Kind,
Vorlage S. 797
57
Die empor in deine Wohnungen ruft,
Vorlage S. 797
58
Höre mich, höre mich,
Vorlage S. 797
59
Und erfülle, was ich bat!
Vorlage S. 797
60
CHOR
Vorlage S. 797
61
mit Zimbeln und Handpauken zusammenschlagend.
Vorlage S. 797
62
Darimba, Darimba!
Vorlage S. 797
63
Mächtige Göttin!
Vorlage S. 797
64
Eriho! Jehu!
Vorlage S. 797
65
MEDEA.
Vorlage S. 797
66
Und somit genug! Das Opfer ist gebracht,
Vorlage S. 797
67
Vollendet das zögernde Geschäft.
Vorlage S. 797
68
Nun Pfeil und Bogen her, die Hunde vor,
Vorlage S. 797
69
Dass von des Jagdlärms hallendem Getos
Vorlage S. 797
70
Der grüne Wald ertöne nah und fern!
Vorlage S. 797
71
Die Sonne steigt. Hinaus! hinaus!
Vorlage S. 797
72
Und die am schnellsten rennt und die am leichtsten springt,
Vorlage S. 797
73
Sei Königin des Tages. –
Vorlage S. 797
74
Du hier, Peritta? Sagt ich dir nicht,
Vorlage S. 797
75
Dass du mich meiden sollst und gehn? So geh!
Vorlage S. 797
76
PERITTA
Vorlage S. 797
77
knieend.
Vorlage S. 797
78
Medea!
Vorlage S. 797
79
MEDEA.
Vorlage S. 797
80
Kniee nicht! Du sollst nicht knien!
Vorlage S. 797
81
Hörst du? In deine Seele schäm ich mich.
Vorlage S. 797
82
So feig, so zahm! Mich schmerzt nicht dein Verlust,
Vorlage S. 797
83
Mich schmerzt, dass ich dich jetzt verachten muss
Vorlage S. 797
84
Und hab dich einst geliebt!
Vorlage S. 797
85
PERITTA.
Vorlage S. 797
86
O wüsstest du! –
Vorlage S. 797
87
MEDEA.
Vorlage S. 797
88
Was denn? – Stahlst du dich neulich von der Jagd
Vorlage S. 797
89
Und gingst zum Hirten ins Tergener Tal?
Vorlage S. 797
90
Tatst dus? Sprich nein! Du Falsche, Undankbare!
Vorlage S. 797
91
Versprachst du nicht, du wolltest mein sein, mein
Vorlage S. 797
92
Und keines Manns? Sag an, versprachst dus?
Vorlage S. 797
93
PERITTA.
Vorlage S. 797
94
Als ichs gelobte, wußt ich damals –
Vorlage S. 797
95
MEDEA.
Vorlage S. 797
96
Schweig!
Vorlage S. 797
97
Was brauchts zu wissen, als dass dus versprachst.
Vorlage S. 797
98
Ich bin Aietes königliches Kind
Vorlage S. 797
99
Und was ich tu ist recht, weil ichs getan.
Vorlage S. 798
100
Und doch, du Falsche, hätt ich dir versprochen
Vorlage S. 798
101
Die Hand hier abzuhaun von meinem Arm,
Vorlage S. 798
102
Ich täts; fürwahr ich täts, weil ichs versprach.
Vorlage S. 798
103
PERITTA.
Vorlage S. 798
104
Es riss mich hin, ich war besinnungslos,
Vorlage S. 798
105
Und nicht mit meinem Willen, nein –
Vorlage S. 798
106
MEDEA.
Vorlage S. 798
107
Ei hört!
Vorlage S. 798
108
Sie wollte nicht und tats! Geh, du sprichst Unsinn.
Vorlage S. 798
109
Wie konnt es denn geschehn,
Vorlage S. 798
110
Wenn du nicht wolltest. Was ich tu, das will ich,
Vorlage S. 798
111
Und was ich will – je nu, das tu ich manchmal nicht.
Vorlage S. 798
112
Geh hin in deines Hirten dumpfe Hütte,
Vorlage S. 798
113
Dort kaure dich in Rauch und schmutzgen Qualm
Vorlage S. 798
114
Und baue Kohl auf einer Spanne Grund.
Vorlage S. 798
115
Mein Garten ist die ungemeßne Erde,
Vorlage S. 798
116
Des Himmels blaue Säulen sind mein Haus,
Vorlage S. 798
117
Da will ich stehn, des Berges freien Lüften
Vorlage S. 798
118
Entgegentragend eine freie Brust
Vorlage S. 798
119
Und auf dich niedersehn und dich verachten.
Vorlage S. 798
120
Hallo! in Wald! Ihr Mädchen in den Wald!
Vorlage S. 798
121
Indem sie abgehen will, kömmt von der andern Seite ein Kolcher.
Vorlage S. 798
122
KOLCHER.
Vorlage S. 798
123
Du Königstochter, höre!
Vorlage S. 798
124
MEDEA.
Vorlage S. 798
125
Was? Wer ruft,
Vorlage S. 798
126
KOLCHER.
Vorlage S. 798
127
Ein Schiff mit Fremden angelangt zur Stund!
Vorlage S. 798
128
MEDEA.
Vorlage S. 798
129
Dem Vater sag es an. Was kümmerts mich!
Vorlage S. 798
130
KOLCHER.
Vorlage S. 798
131
Wo weilt er?
Vorlage S. 798
132
MEDEA.
Vorlage S. 798
133
Drin im Haus!
Vorlage S. 798
134
KOLCHER.
Vorlage S. 798
135
Ich eile!
Vorlage S. 798
136
MEDEA.
Vorlage S. 798
137
Tus!
Vorlage S. 798
138
Der Bote ab ins Haus.
Vorlage S. 798
139
MEDEA.
Vorlage S. 798
140
Dass diese Fremden uns die Jagdlust stören!
Vorlage S. 798
141
Ihr Schiff, es ankert wohl in jener Bucht,
Vorlage S. 798
142
Die sonst zum Sammelplatz uns dient der Jagd.
Vorlage S. 798
143
Allein, was tuts! Bringt lange Speere her,
Vorlage S. 798
144
Und naht ein Kühner, zahl er es mit Blut!
Vorlage S. 798
145
Nur Speere her, doch leise, leise, hört!
Vorlage S. 798
146
Denn sähs der Vater, wehren möcht er es.
Vorlage S. 798
147
Kommt! – Dort das Mal, von Steinen aufgehäuft,
Vorlage S. 798
148
Seht ihrs dort oben? Wer erreichts zuerst?
Vorlage S. 799
149
Stellt euch! – Nichts da! Nicht vorgetreten! Weg!
Vorlage S. 799
150
Wer siegt, hat auf der Jagd den ersten Schuss:
Vorlage S. 799
151
So, stellt euch und wenn ich das Zeichen gebe,
Vorlage S. 799
152
Dann wie der Pfeil vom Bogen fort! Gebt acht!
Vorlage S. 799
153
Acht! – Jetzt! –
Vorlage S. 799
154
Aietes ist unterdessen aus dem Hause getreten, mit ihm der Bote, der gleich abgeht.
Vorlage S. 799
155
AIETES.
Vorlage S. 799
156
Medea!
Vorlage S. 799
157
MEDEA
Vorlage S. 799
158
sich umwendend, aber ohne ihren Platz zu verändern.
Vorlage S. 799
159
Vater!
Vorlage S. 799
160
AIETES.
Vorlage S. 799
161
Du wohin?
Vorlage S. 799
162
MEDEA.
Vorlage S. 799
163
In Wald!
Vorlage S. 799
164
AIETES.
Vorlage S. 799
165
Bleib jetzt!
Vorlage S. 799
166
MEDEA.
Vorlage S. 799
167
Warum?
Vorlage S. 799
168
AIETES.
Vorlage S. 799
169
Ich wills, du sollst!
Vorlage S. 799
170
MEDEA.
Vorlage S. 799
171
So fürchtest du, dass jene Fremden –
Vorlage S. 799
172
AIETES.
Vorlage S. 799
173
Weißt du also? –
Vorlage S. 799
174
Näher tretend, mit gedämpfter Stimme.
Vorlage S. 799
175
Angekommen Männer
Vorlage S. 799
176
Aus fernem Land,
Vorlage S. 799
177
Bringen Gold, bringen Schätze,
Vorlage S. 799
178
Reiche Beute.
Vorlage S. 799
179
MEDEA.
Vorlage S. 799
180
Wem?
Vorlage S. 799
181
AIETES.
Vorlage S. 799
182
Uns, wenn wir wollen.
Vorlage S. 799
183
MEDEA.
Vorlage S. 799
184
Uns?
Vorlage S. 799
185
AIETES.
Vorlage S. 799
186
's sind Fremde, sind Feinde,
Vorlage S. 799
187
Kommen zu verwüsten unser Land.
Vorlage S. 799
188
MEDEA.
Vorlage S. 799
189
So geh hin und töte sie!
Vorlage S. 799
190
AIETES.
Vorlage S. 799
191
Zahlreich sind sie und stark bewehrt,
Vorlage S. 799
192
Reich an List die fremden Männer,
Vorlage S. 799
193
Leicht töten sie uns.
Vorlage S. 799
194
MEDEA.
Vorlage S. 799
195
So lass sie ziehn!
Vorlage S. 799
196
AIETES.
Vorlage S. 799
197
Nimmermehr.
Vorlage S. 799
198
Sie sollen mir –
Vorlage S. 799
199
MEDEA.
Vorlage S. 799
200
Tu was du willst,
Vorlage S. 799
201
Mich aber lass zur Jagd!
Vorlage S. 799
202
AIETES.
Vorlage S. 799
203
Bleib, sag ich, bleib!
Vorlage S. 799
204
MEDEA.
Vorlage S. 800
205
Was soll ich?
Vorlage S. 800
206
AIETES.
Vorlage S. 800
207
Helfen! Raten!
Vorlage S. 800
208
MEDEA.
Vorlage S. 800
209
Ich?
Vorlage S. 800
210
AIETES.
Vorlage S. 800
211
Du bist klug, du bist stark.
Vorlage S. 800
212
Dich hat die Mutter gelehrt
Vorlage S. 800
213
Aus Kräutern, aus Steinen
Vorlage S. 800
214
Tränke bereiten,
Vorlage S. 800
215
Die den Willen binden
Vorlage S. 800
216
Und fesseln die Kraft.
Vorlage S. 800
217
Du rufst Geister
Vorlage S. 800
218
Und besprichst den Mond,
Vorlage S. 800
219
Hilf mir, mein gutes Kind!
Vorlage S. 800
220
MEDEA.
Vorlage S. 800
221
Bin ich dein gutes Kind!
Vorlage S. 800
222
Sonst achtest du meiner wenig.
Vorlage S. 800
223
Wenn ich will, willst du nicht
Vorlage S. 800
224
Und schiltst mich und schlägst nach mir;
Vorlage S. 800
225
Aber wenn du mein bedarfst,
Vorlage S. 800
226
Lockst du mich mit Schmeichelworten
Vorlage S. 800
227
Und nennst mich Medea, dein liebes Kind.
Vorlage S. 800
228
AIETES.
Vorlage S. 800
229
Vergiss, Medea, was sonst geschehn.
Vorlage S. 800
230
Bist doch auch nicht immer wie du solltest.
Vorlage S. 800
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
231
Jetzt steh mir bei und hilf mir.
Vorlage S. 800
232
MEDEA.
Vorlage S. 800
233
Wozu?
Vorlage S. 800
234
AIETES.
Vorlage S. 800
235
So höre denn, mein gutes Mädchen!
Vorlage S. 800
236
Das Gold der Fremden all und ihre Schätze –
Vorlage S. 800
237
Gelt lächelst?
Vorlage S. 800
238
MEDEA.
Vorlage S. 800
239
Ich?
Vorlage S. 800
240
AIETES.
Vorlage S. 800
241
Ei ja, das viele Gold,
Vorlage S. 800
242
Die bunten Steine und die reichen Kleider,
Vorlage S. 800
243
Wie sollen die mein Mädchen zieren!
Vorlage S. 800
244
MEDEA.
Vorlage S. 800
245
Ei, immerhin!
Vorlage S. 800
246
AIETES.
Vorlage S. 800
247
Du schlaue Bübin, sieh,
Vorlage S. 800
248
Ich weiß, dir lacht das Herz nach all der Zier!
Vorlage S. 800
249
MEDEA.
Vorlage S. 800
250
Kommt nur zur Sache, Vater!
Vorlage S. 800
251
AIETES.
Vorlage S. 800
252
Ich –
Vorlage S. 800
253
Heiß dort die Mädchen gehn!
Vorlage S. 800
254
MEDEA.
Vorlage S. 800
255
Warum?
Vorlage S. 800
256
AIETES.
Vorlage S. 800
257
Ich wills!
Vorlage S. 800
258
MEDEA.
Vorlage S. 801
259
Sie sollen ja mit mir zur Jagd.
Vorlage S. 801
260
AIETES.
Vorlage S. 801
261
Heut keine Jagd!
Vorlage S. 801
262
MEDEA.
Vorlage S. 801
263
Nicht?
Vorlage S. 801
264
AIETES.
Vorlage S. 801
265
Nein sag ich und nein! und nein!
Vorlage S. 801
266
MEDEA.
Vorlage S. 801
267
Erst lobst du mich und –
Vorlage S. 801
268
AIETES.
Vorlage S. 801
269
Nun, sei gut, mein Kind!
Vorlage S. 801
270
Komm hierher! Weiter! hierher, so!
Vorlage S. 801
271
Du bist ein kluges Mädchen, dir kann ich trauen.
Vorlage S. 801
272
Ich – –
Vorlage S. 801
273
MEDEA.
Vorlage S. 801
274
Nun!
Vorlage S. 801
275
AIETES.
Vorlage S. 801
276
Was siehst du mir so starr ins Antlitz?
Vorlage S. 801
277
MEDEA.
Vorlage S. 801
278
Ich höre, Vater!
Vorlage S. 801
279
AIETES.
Vorlage S. 801
280
O, ich kenne dich!
Vorlage S. 801
281
Willst du den Vater meistern, Ungeratne?
Vorlage S. 801
282
Ich entscheide was gut, was nicht.
Vorlage S. 801
283
Du gehorchst. Aus meinen Augen, Verhaßte!
Vorlage S. 801
284
Medea geht.
Vorlage S. 801
285
AIETES.
Vorlage S. 801
286
Bleib! – Wenn du wolltest, begreifen wolltest –
Vorlage S. 801
287
Ich weiß, du kannst, allein du willst es nicht.
Vorlage S. 801
288
So seis denn, bleib aus deines Vaters Rat
Vorlage S. 801
289
Und diene, weil du dienen willst.
Vorlage S. 801
290
Man hört in der Ferne kriegerische Musik.
Vorlage S. 801
291
AIETES.
Vorlage S. 801
292
Was ist das? Weh, sie kommen uns zuvor!
Vorlage S. 801
293
Siehst du, Törin? Die du schonen wolltest, sie töten uns!
Vorlage S. 801
294
In vollem Zug hierher die fremden Männer!
Vorlage S. 801
295
Weh uns! Waffen! Waffen!
Vorlage S. 801
296
Der Bote kommt wieder.
Vorlage S. 801
297
BOTE.
Vorlage S. 801
298
Der Führer, Herr, der fremden Männer! –!
Vorlage S. 801
299
AIETES.
Vorlage S. 801
300
Was will er? Meine Krone, mein Leben?
Vorlage S. 801
301
Noch hab ich Mut, noch hab ich Kraft,
Vorlage S. 801
302
Noch wallt Blut in meinen Adern,
Vorlage S. 801
303
Zu tauschen Tod um Tod!
Vorlage S. 801
304
BOTE.
Vorlage S. 801
305
Er bittet um Gehör.
Vorlage S. 801
306
AIETES.
Vorlage S. 801
307
Bittet?
Vorlage S. 801
308
BOTE.
Vorlage S. 801
309
Freundlich sich mit dir zu besprechen,
Vorlage S. 801
310
Zu stiften friedlichen Vergleich.
Vorlage S. 801
311
AIETES.
Vorlage S. 801
312
Bittet? und hat die Macht in Händen,
Vorlage S. 801
313
Findet uns unbewehrt, er in Waffen,
Vorlage S. 801
314
Und bittet, der Tor!
Vorlage S. 802
315
BOTE.
Vorlage S. 802
316
In dein Haus will er treten,
Vorlage S. 802
317
Sitzen an deinem Tische,
Vorlage S. 802
318
Essen von deinem Brot
Vorlage S. 802
319
Und dir vertrauen,
Vorlage S. 802
320
Was ihn hierher geführt.
Vorlage S. 802
321
AIETES.
Vorlage S. 802
322
Er komme, er komme.
Vorlage S. 802
323
Hält er Friede nur zwei Stunden,
Vorlage S. 802
324
Später fürcht ich ihn nicht mehr.
Vorlage S. 802
325
Sag ihm, dass er nahe,
Vorlage S. 802
326
Aber ohne Schild, ohne Speer,
Vorlage S. 802
327
Nur das Schwert an der Seite,
Vorlage S. 802
328
Er und seine Gesellen.
Vorlage S. 802
329
Dann aber geh und biet auf die Getreuen
Vorlage S. 802
330
Rings herum im ganzen Lande,
Vorlage S. 802
331
Heiß sie sich stellen, gewappnet, bewehrt
Vorlage S. 802
332
Mit Schild und Panzer, mit Lanz und Schwert
Vorlage S. 802
333
Und sich verbergen im nahen Gehölz,
Vorlage S. 802
334
Bis ich winke, bis ich rufe. – Geh!
Vorlage S. 802
335
Bote ab.
Vorlage S. 802
336
Ich will dein lachen, du schwacher Tor!
Vorlage S. 802
337
Du aber, Medea, sei mir gewärtig!
Vorlage S. 802
338
Einen Trank, ich weiß es, bereitest du,
Vorlage S. 802
339
Der mit sanfter, schmeichelnder Betäubung
Vorlage S. 802
340
Die Sinn entbindet ihres Dieneramts
Vorlage S. 802
341
Und ihren Herrn zum Sklaven macht des Schlafs.
Vorlage S. 802
342
Geh hin und hole mir von jenem Trank!
Vorlage S. 802
343
MEDEA.
Vorlage S. 802
344
Wozu?
Vorlage S. 802
345
AIETES.
Vorlage S. 802
346
Geh, sag ich, hin und hol ihn mir!
Vorlage S. 802
347
Dann komm zurück. Ich will sie zähmen, diese Stolzen!
Vorlage S. 802
348
Medea ab.
Vorlage S. 802
349
AIETES
Vorlage S. 802
350
gegen den Altar im Hintergrunde gewendet.
Vorlage S. 802
351
Peronto, meiner Väter Gott!
Vorlage S. 802
352
Lass gelingen, was ich sinne,
Vorlage S. 802
353
Und teilen will ich, treu und redlich,
Vorlage S. 802
354
Was wir gewinnen von unsern Feinden.
Vorlage S. 802
355
Kriegerische Musik. Bewaffnete Griechen ziehen auf, mit grünen Zweigen in der Hand. Der letzte geht Phryxus, in der linken Hand gleichfalls einen grünen Zweig, in der Rechten ein goldenes Widderfell, in Gestalt eines Panieres auf der Lanze tragend. Bewaffnete Kolcher treten von der andern Seite ein. Die Musik schweigt.
Vorlage S. 802
356
Indem Phryxus an dem im Hintergrunde
Vorlage S. 803
357
befindlichen Altar und der darauf stehenden Bildsäule vorbeigeht, bleibt er, wie von Erstaunen gefesselt, stehn, dann spricht er.
Vorlage S. 803
358
Kann ich den Augen traun? – Er ists, er ists!
Vorlage S. 803
359
Sei mir gegrüßt, du freundliche Gestalt,
Vorlage S. 803
360
Die mich durch Wogensturm und Unglücksnacht
Vorlage S. 803
361
Hierher geführt an diese ferne Küste,
Vorlage S. 803
362
Wo Sicherheit und einfach stille Ruh
Vorlage S. 803
363
Mit Kindesblicken mir entgegenlächeln.
Vorlage S. 803
364
Dies Zeichen, das du mir als Pfand der Rettung
Vorlage S. 803
365
In jener unheilvollen Stunde gabst
Vorlage S. 803
366
Und das, wie der Polarstern vor mir leuchtend,
Vorlage S. 803
367
Mich in den Hafen eingeführt des Glücks,
Vorlage S. 803
368
Ich pflanz es dankbar auf vor deinem Altar
Vorlage S. 803
369
Und beuge betend dir ein frommes Knie,
Vorlage S. 803
370
Der du ein Gott mir warest in der Tat,
Vorlage S. 803
371
Wenn gleich dem Namen nach, mir Fremden, nicht!
Vorlage S. 803
372
Er kniet.
Vorlage S. 803
373
AIETES
Vorlage S. 803
374
im Vorgrunde.
Vorlage S. 803
375
Was ist das?
Vorlage S. 803
376
Er beugt sein Knie dem Gott meiner Väter!
Vorlage S. 803
377
Denk der Opfer, die ich dir gebracht,
Vorlage S. 803
378
Hör ihn nicht, Peronto,
Vorlage S. 803
379
Höre den Fremden nicht!
Vorlage S. 803
380
PHRYXUS
Vorlage S. 803
381
aufstehend.
Vorlage S. 803
382
Erfüllet ist des Dankens süße Pflicht.
Vorlage S. 803
383
Nun führt zu eurem König mich! Wo weilt er?
Vorlage S. 803
384
Die Kolcher weichen schweigend und scheu zu beiden Seiten aus dem Wege.
Vorlage S. 803
385
PHRYXUS
Vorlage S. 803
386
erblickt den König, auf ihn zugehend.
Vorlage S. 803
387
In dir grüß ich den Herrn wohl dieses Landes?
Vorlage S. 803
388
AIETES.
Vorlage S. 803
389
Ich bin der Kolcher Fürst!
Vorlage S. 803
390
PHRYXUS.
Vorlage S. 803
391
Sei mir gegrüßt!
Vorlage S. 803
392
Es führte Göttermacht mich in dein Reich,
Vorlage S. 803
393
So ehr in mir den Gott, der mich beschützt.
Vorlage S. 803
394
Der Mann, der dort auf jenem Altar thront,
Vorlage S. 804
395
Ist er das Bildnis eines, der da lebte?
Vorlage S. 804
396
Wie, oder ehrt ihr ihn als einen Himmlischen?
Vorlage S. 804
397
AIETES.
Vorlage S. 804
398
Es ist Peronto, der Kolcher Gott.
Vorlage S. 804
399
PHRYXUS.
Vorlage S. 804
400
Peronto! Rauher Laut dem Ohr des Fremden.
Vorlage S. 804
401
Wohltönend aber dem Geretteten.
Vorlage S. 804
402
Verehrst du jenen dort als deinen Schützer,
Vorlage S. 804
403
So liegt ein Bruder jetzt in deinem Arm,
Vorlage S. 804
404
Denn Brüder sind ja eines Vaters Söhne.
Vorlage S. 804
405
AIETES
Vorlage S. 804
406
der Umarmung ausweichend.
Vorlage S. 804
407
Schützer er dir?
Vorlage S. 804
408
PHRYXUS.
Vorlage S. 804
409
Ja, du sollst noch hören.
Vorlage S. 804
410
Doch lass mich bringen erst mein Weihgeschenk.
Vorlage S. 804
411
Er geht zum Altar und stößt vor demselben sein Panier in den Boden Medea kommt mit einem Becher.
Vorlage S. 804
412
MEDEA
Vorlage S. 804
413
laut.
Vorlage S. 804
414
Hier, Vater, ist der Trank!
Vorlage S. 804
415
AIETES
Vorlage S. 804
416
sie gewaltsam auf die Seite ziehend, leise.
Vorlage S. 804
417
Schweig, Törichte!
Vorlage S. 804
418
Siehst du denn nicht?
Vorlage S. 804
419
MEDEA.
Vorlage S. 804
420
Was?
Vorlage S. 804
421
AIETES.
Vorlage S. 804
422
Den Becher gib der Sklavin
Vorlage S. 804
423
Und schweig!
Vorlage S. 804
424
MEDEA.
Vorlage S. 804
425
Wer ist der Mann?
Vorlage S. 804
426
AIETES.
Vorlage S. 804
427
Der Fremden Führer, schweig!
Vorlage S. 804
428
PHRYXUS
Vorlage S. 804
429
vom Altare zurückkommend.
Vorlage S. 804
430
Jetzt tret ich leicht erst in dein gastlich Haus!
Vorlage S. 804
431
Doch wer ist dieses blühend holde Wesen,
Vorlage S. 804
432
Das wie der goldne Saum der Wetterwolke
Vorlage S. 804
433
Sich schmiegt an deine kriegrische Gestalt?
Vorlage S. 804
434
Die roten Lippen und der Wange Licht,
Vorlage S. 804
435
Sie scheinen Huld und Liebe zu verheißen,
Vorlage S. 804
436
Streng widersprochen von dem finstern Aug
Vorlage S. 804
437
Das blitzend wie ein drohender Komet
Vorlage S. 804
438
Hervorstrahlt aus der Locken schwarzem Dunkel.
Vorlage S. 804
439
Halb Charis steht sie da und halb Mänade,
Vorlage S. 804
440
Entflammt von ihres Gottes heilger Glut.
Vorlage S. 804
441
Wer bist du, holdes Mädchen?
Vorlage S. 804
442
AIETES.
Vorlage S. 805
443
Sprich, Medea!
Vorlage S. 805
444
MEDEA
Vorlage S. 805
445
trocken.
Vorlage S. 805
446
Medea bin ich, dieses Königs Kind!
Vorlage S. 805
447
PHRYXUS.
Vorlage S. 805
448
Fürwahr ein Kind und eine Königin!
Vorlage S. 805
449
Ich nehm dich an als gute Vorbedeutung
Vorlage S. 805
450
Für eine Zukunft, die uns noch verhüllt.
Vorlage S. 805
451
O lächle, Mädchenbild, auf meinen Eintritt!
Vorlage S. 805
452
Vielleicht, wer weiß, ob nicht dein Vater,
Vorlage S. 805
453
Von dem ich Zuflucht nur und Schutz verlangt,
Vorlage S. 805
454
Mir einst noch mehr gibt, mehr noch, o Medea!
Vorlage S. 805
455
AIETES.
Vorlage S. 805
456
Was also, Fremdling, ist dein Begehr?
Vorlage S. 805
457
PHRYXUS.
Vorlage S. 805
458
So höre denn, was mich hierher geführt,
Vorlage S. 805
459
Was ich verloren, Herr, und was ich suche.
Vorlage S. 805
William Turner – Schneesturm vor einer Hafeneinfahrt, 1842. Vergleichsbild für Stimmung und Naturdarstellung; keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Schneesturm auf See · J. M. W. Turner · Public domain Bildquelle ↗
460
Geboren bin ich in dem schönen Hellas,
Vorlage S. 805
461
Von Griechen, ich ein Grieche, reinen Bluts.
Vorlage S. 805
462
Es lebet niemand, der sich höhrer Abkunft,
Vorlage S. 805
463
Sich edlern Stammes rühmen kann als ich,
Vorlage S. 805
464
Denn Hellas Götter nenn ich meine Väter,
Vorlage S. 805
465
Und meines Hauses Ahn regiert die Welt.
Vorlage S. 805
466
MEDEA
Vorlage S. 805
467
sich abwendend.
Vorlage S. 805
468
Ich gehe, Vater, um –
Vorlage S. 805
469
AIETES.
Vorlage S. 805
470
Bleib hier und schweig!
Vorlage S. 805
471
PHRYXUS.
Vorlage S. 805
472
Von Göttern also zieh ich mein Geschlecht!
Vorlage S. 805
473
Allein mein Vater, alten Ruhms vergessend
Vorlage S. 805
474
Und jung-erzeugter Kinder Recht und Glück,
Vorlage S. 805
475
Erkor zur zweiten Eh ein niedrig Weib,
Vorlage S. 805
476
Das, neidisch auf des ersten Bettes Sprossen
Vorlage S. 805
477
Und übrall Vorwurf sehend, weil sie selbst
Vorlage S. 805
478
Sich Vorwurf zu verdienen war bewusst,
Vorlage S. 805
479
Den Zorn des Vaters reizte gegen mich.
Vorlage S. 805
480
Die Zwietracht wuchs und Häscher sandt er aus,
Vorlage S. 805
481
Den Sohn zu fahn, vielleicht zu töten ihn.
Vorlage S. 805
482
Da ging ich aus der Väter Haus und floh,
Vorlage S. 805
483
In fremdem Land zu suchen heimisch Glück.
Vorlage S. 805
484
Umirrend kam ich in die Delpherstadt
Vorlage S. 805
485
Und trat, beim Gotte Rat und Hilfe suchend,
Vorlage S. 805
486
In Phöbos reiches, weitberühmtes Haus.
Vorlage S. 805
487
Da stand ich in des Tempels weiten Hallen,
Vorlage S. 805
488
Mit Bildern rings umstellt und Opfergaben,
Vorlage S. 805
489
Erglühend in der Abendsonne Strahl.
Vorlage S. 805
490
Vom Schauen matt und von des Weges Last
Vorlage S. 806
491
Schloß sich mein Aug und meine Glieder sanken;
Vorlage S. 806
492
Dem Zug erliegend schlummerte ich ein.
Vorlage S. 806
493
Da fand ich mich im Traum im selben Tempel,
Vorlage S. 806
494
In dem ich schlief, doch wachend und allein
Vorlage S. 806
495
Und betend zu dem Gott um Rat. Urplötzlich
Vorlage S. 806
496
Umflammt mich heller Glanz, und einen Mann
Vorlage S. 806
497
In nackter Kraft, die Keule in der Rechten,
Vorlage S. 806
498
Mit langem Bart und Haar, ein Widderfell
Vorlage S. 806
499
Um seine mächtgen Schultern, stand vor mir
Vorlage S. 806
500
Und lächelte mit milder Huld mich an.
Vorlage S. 806
501
»Nimm Sieg und Rache hin!« sprach er und löste
Vorlage S. 806
502
Das reiche Vließ von seinen Schultern ab
Vorlage S. 806
503
Und reichte mirs; da, schütternd, wacht ich auf.
Vorlage S. 806
504
Und siehe! von dem Morgenstrahl beleuchtet
Vorlage S. 806
505
Stand eine Blende schimmernd vor mir da
Vorlage S. 806
506
Und drin, aus Marmor künstlich ausgehaun,
Vorlage S. 806
507
Derselbe Mann, der eben mir erschienen,
Vorlage S. 806
508
Mit Haar und Bart und Fell, wie ichs gesehn.
Vorlage S. 806
509
AIETES
Vorlage S. 806
510
auf die Bildsäule im Hintergrunde zeigend.
Vorlage S. 806
511
Der dort?
Vorlage S. 806
512
PHRYXUS.
Vorlage S. 806
513
Ihm glich er wie ich mir.
Vorlage S. 806
514
So stand er da in Götterkraft und Würde,
Vorlage S. 806
515
Vergleichbar dem Herakles, doch nicht er.
Vorlage S. 806
516
Und an dem Fußgestell des Bildes war
Vorlage S. 806
517
Der Name Kolchis golden eingegraben.
Vorlage S. 806
518
Ich aber deutete des Gottes Rat;
Vorlage S. 806
519
Und nehmend, was er rätselhaft mir bot,
Vorlage S. 806
520
Löst ich, ich war allein, den goldnen Schmuck
Vorlage S. 806
521
Vom Hals des Bildes, und in Eile fort.
Vorlage S. 806
522
Des Vaters Häscher fand ich vor den Toren,
Vorlage S. 806
523
Sie wichen scheu des Gottes Goldpanier,
Vorlage S. 806
524
Die Priester neigten sich, das Volk lag auf den Knieen
Vorlage S. 806
525
Und vor mir her es auf der Lanze tragend,
Vorlage S. 806
526
Kam ich durch tausend Feinde bis ans Meer.
Vorlage S. 806
527
Ein schifft ich mich, und hoch als goldne Wimpel
Vorlage S. 806
528
Flog mir das Vließ am sturmumtobten Mast,
Vorlage S. 806
529
Und wie die Wogen schäumten, Donner brüllten
Vorlage S. 806
530
Und Meer und Wind und Hölle sich verschworen,
Vorlage S. 807
531
Mich zu versenken in das nasse Grab,
Vorlage S. 807
532
Versehrt ward mir kein Haar, und unverletzt
Vorlage S. 807
533
Kam ich hierher an diese Rettungsküste,
Vorlage S. 807
534
Die vor mir noch kein griechscher Fuß betrat.
Vorlage S. 807
535
Und jetzo geht an dich mein bittend Flehn,
Vorlage S. 807
536
Nimm auf mich und die Meinen in dein Land.
Vorlage S. 807
537
Wo nicht, so faß ich selber Sitz und Stätte,
Vorlage S. 807
538
Vertrauend auf der Götter Beistand, die
Vorlage S. 807
539
Mir Sieg und Rache durch dies Pfand verliehn!
Vorlage S. 807
540
– Du schweigst?
Vorlage S. 807
541
AIETES.
Vorlage S. 807
542
Was willst du, dass ich sage?
Vorlage S. 807
543
PHRYXUS.
Vorlage S. 807
544
Gewährst du mir ein Dach, ein gastlich Haus?
Vorlage S. 807
545
AIETES.
Vorlage S. 807
546
Tritt ein, wenn dirs gutdünkt, Vorrat ist
Vorlage S. 807
547
Von Speis und Trank genug. Dort nimm und iss!
Vorlage S. 807
548
PHRYXUS.
Vorlage S. 807
549
So rauh übst du des Wirtes gastlich Amt?
Vorlage S. 807
550
AIETES.
Vorlage S. 807
551
Wie du dich gibst, so nehm ich dich.
Vorlage S. 807
552
Wer in des Krieges Kleidung Gabe heischt,
Vorlage S. 807
553
Erwarte nicht sie aus des Friedens Hand.
Vorlage S. 807
554
PHRYXUS.
Vorlage S. 807
555
Den Schild hab ich, die Lanze abgelegt.
Vorlage S. 807
556
AIETES.
Vorlage S. 807
557
Das Schwert ist, denkst du, gegen uns genug?
Vorlage S. 807
558
Doch halt es, wie du willst.
Vorlage S. 807
559
Leise zu Medea.
Vorlage S. 807
560
Begehr sein Schwert!
Vorlage S. 807
561
PHRYXUS.
Vorlage S. 807
562
Noch eins! An reichem Schmuck und köstlichen Gefäßen
Vorlage S. 807
563
Bring ich so manches, was ich sichern möchte.
Vorlage S. 807
564
Du nimmst es doch in deines Hauses Hut?
Vorlage S. 807
565
AIETES.
Vorlage S. 807
566
Tu, wie du willst!
Vorlage S. 807
567
Zu Medea.
Vorlage S. 807
568
Sein Schwert, sag ich, begehr!
Vorlage S. 807
569
PHRYXUS.
Vorlage S. 807
570
Nun denn, Gefährten, was wir hergebracht,
Vorlage S. 807
571
Gerettet aus des Glückes grausem Schiffbruch,
Vorlage S. 807
572
Bringt es hierher in dieser Mauern Umfang
Vorlage S. 807
573
Als Grundstein eines neuen, festern Glücks.
Vorlage S. 807
574
AIETES
Vorlage S. 807
575
zu Medea.
Vorlage S. 807
576
Des Fremden Schwert!
Vorlage S. 807
577
MEDEA.
Vorlage S. 807
578
Wozu?
Vorlage S. 807
579
AIETES.
Vorlage S. 808
580
Sein Schwert, sag ich!
Vorlage S. 808
581
MEDEA
Vorlage S. 808
582
zu Phryxus.
Vorlage S. 808
583
Gib mir dein Schwert!
Vorlage S. 808
584
PHRYXUS.
Vorlage S. 808
585
Was sagst du, holdes Kind?
Vorlage S. 808
586
AIETES.
Vorlage S. 808
587
Fremd ist dem Mädchen eurer Waffen Anblick
Vorlage S. 808
588
Bei uns geht nicht der Friedliche bewehrt.
Vorlage S. 808
589
Auch ists euch lästig.
Vorlage S. 808
590
PHRYXUS
Vorlage S. 808
591
zu Medeen.
Vorlage S. 808
592
Sorgest du um mich?
Vorlage S. 808
593
Medea wendet sich ab.
Vorlage S. 808
594
Sei mir nicht bös! Ich weigr es dir ja nicht!
Vorlage S. 808
595
Er gibt ihr das Schwert.
Vorlage S. 808
596
Den Himmlischen vertrau ich mich und dir!
Vorlage S. 808
597
Wo du bist, da ist Frieden. Hier mein Schwert!
Vorlage S. 808
598
Und jetzo in dein Haus, mein edler Wirt!
Vorlage S. 808
599
AIETES.
Vorlage S. 808
600
Gehe nur, ich folg euch bald!
Vorlage S. 808
601
PHRYXUS.
Vorlage S. 808
602
Und du, Medea?
Vorlage S. 808
603
Lass mich auch dich am frohen Tische sehn!
Vorlage S. 808
604
Kommt, Freunde, teilt die Lust, wie ehmals die Gefahr!
Vorlage S. 808
605
Ab mit seinen Gefährten.
Vorlage S. 808
606
Medea setzt sich auf eine Felsenbank im Vorgrunde und beschäftigt sich mit ihrem Bogen, den sie von der Erde aufgehoben hat. Aietes steht auf der andern Seite des Vorgrundes und verfolgt mit den Augen die Diener des Phryxus, die Gold und reiche Gefäße ins Haus tragen. – Lange Pause.
Vorlage S. 808
607
AIETES.
Vorlage S. 808
608
Medea!
Vorlage S. 808
609
MEDEA.
Vorlage S. 808
610
Vater!
Vorlage S. 808
611
AIETES.
Vorlage S. 808
612
Was denkst du?
Vorlage S. 808
613
MEDEA.
Vorlage S. 808
614
Ich? nichst!
Vorlage S. 808
615
AIETES.
Vorlage S. 808
616
Vom Fremden mein ich.
Vorlage S. 808
617
MEDEA.
Vorlage S. 808
618
Er spricht und spricht;
Vorlage S. 808
619
Mir widerts!
Vorlage S. 808
620
AIETES
Vorlage S. 808
621
rasch auf sie zugehend.
Vorlage S. 808
622
Nicht wahr? Spricht und gleist
Vorlage S. 808
623
Und ist ein Bösewicht,
Vorlage S. 808
624
Ein Gottverächter, ein Tempelräuber!
Vorlage S. 808
625
Ich töt ihn!
Vorlage S. 808
626
MEDEA.
Vorlage S. 808
627
Vater!
Vorlage S. 808
628
AIETES.
Vorlage S. 808
629
Ich tus!
Vorlage S. 808
630
Soll er davontragen all den Reichtum,
Vorlage S. 808
631
Den er geraubt, dem Himmel geraubt?
Vorlage S. 808
632
Erzählt' er nicht selbst, wie er im Tempel
Vorlage S. 809
633
Das Vließ gelöst von der Schulter des Gottes,
Vorlage S. 809
634
Des Donnerers, Perontos,
Vorlage S. 809
635
Der Kolchis beschützt.
Vorlage S. 809
636
Ich will dir ihn schlachten, Peronto!
Vorlage S. 809
637
Rache sei dir, Rache!
Vorlage S. 809
638
MEDEA.
Vorlage S. 809
639
Töten willst du, den Fremden, den Gast?
Vorlage S. 809
640
AIETES.
Vorlage S. 809
641
Gast?
Vorlage S. 809
642
Hab ich ihn geladen in mein Haus?
Vorlage S. 809
643
Ihm beim Eintritt Brot und Salz gereicht
Vorlage S. 809
644
Und geheißen sitzen auf meinem Stuhl?
Vorlage S. 809
645
Ich hab ihm nicht Gastrecht geboten,
Vorlage S. 809
646
Er nahm sichs, büß ers, der Tor!
Vorlage S. 809
647
MEDEA.
Vorlage S. 809
648
Vater! Peronto rächet den Mord!
Vorlage S. 809
649
AIETES.
Vorlage S. 809
650
Peronto gebeut ihn.
Vorlage S. 809
651
Hat der Freche nicht an ihm gefrevelt?
Vorlage S. 809
652
Sein Bild beraubt in der Delpherstadt?
Vorlage S. 809
653
Führt der Erzürnte ihn nicht selbst her,
Vorlage S. 809
654
Dass ich ihn strafe, dass ich räche
Vorlage S. 809
655
Des Gottes Schmach und meine?
Vorlage S. 809
656
Das Vließ dort am glänzenden Speer,
Vorlage S. 809
657
Des Gottes Kleid, der Kolcher Heiligtum,
Vorlage S. 809
658
Solls ein Fremder, ein Frevler entweihn?
Vorlage S. 809
659
Mein ists, mein! Mir sendets der Gott
Vorlage S. 809
660
Und Sieg und Rache, geknüpft an dies Pfand,
Vorlage S. 809
661
Den Unsern werd es zuteil!
Vorlage S. 809
662
Tragt nur zu des kostbaren Guts!
Vorlage S. 809
663
Ihr führet die Ernte mir ein!
Vorlage S. 809
664
Sprich nicht und komm! dass er uns nicht vermisst,
Vorlage S. 809
665
Gefahrlos sei die Rach und ganz!
Vorlage S. 809
666
Komm, sag ich, komm!
Vorlage S. 809
667
Beide ab ins Haus.
Vorlage S. 809
668
Ein kolchischer Hauptmann mit Bewaffneten tritt auf.
Vorlage S. 809
669
HAUPTMANN.
Vorlage S. 809
670
Hierher beschied man uns. Was sollen wir?
Vorlage S. 809
671
EIN KOLCHER
Vorlage S. 809
672
aus dem Hause.
Vorlage S. 809
673
Heda!
Vorlage S. 809
674
HAUPTMANN.
Vorlage S. 810
675
Hier sind wir!
Vorlage S. 810
676
KOLCHER.
Vorlage S. 810
677
Leise!
Vorlage S. 810
678
HAUPTMANN.
Vorlage S. 810
679
Sprich! Was solls?
Vorlage S. 810
680
KOLCHER.
Vorlage S. 810
681
Verteilt euch rechts und links und wenn ein Fremder –
Vorlage S. 810
682
Doch still jetzt! Einer naht! – Kommt! hört das weitre!
Vorlage S. 810
683
Alle ab.
Vorlage S. 810
684
PHRYXUS
Vorlage S. 810
685
mit ängstlichen Schritten aus dem Hause.
Vorlage S. 810
686
Ihr Götter! Was ist das? Ich ahne Schreckliches.
Vorlage S. 810
687
Es murmeln die Barbaren unter sich
Vorlage S. 810
688
Und schaun mit höhnschem Lächeln hin auf uns.
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Iwan Schischkin und Konstantin Sawizki – Waldlandschaft mit Bären, 1889. Motivvergleich; keine Darstellung der Figuren dieses Buches.
Kontextbild zum Werk. Morgen im Kiefernwald · Ivan Shishkin / Konstantin Savitsky · Public domain Bildquelle ↗
689
Man geht, man kommt, man winkt, man lauert.
Vorlage S. 810
690
Und die Gefährten, einer nach dem andern
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691
Sinkt hin in dumpfen Schlaf; ob Müdigkeit,
Vorlage S. 810
692
Ob irgend ein verruchter Schlummertrank
Vorlage S. 810
693
Sie einlullt, weiß ich nicht. Gerechte Götter!
Vorlage S. 810
694
Habt ihr mich hergeführt, mich zu verderben?
Vorlage S. 810
695
Nur eines bleibt mir noch: Flacht auf mein Schiff.
Vorlage S. 810
696
Dort samml ich die Zurückgebliebenen,
Vorlage S. 810
697
Und dann zur Rettung her, zur Hilfe- Horch!
Vorlage S. 810
698
Schwertgeklirr und dumpfe Stimmen im Hause.
Vorlage S. 810
699
Man ficht! – Man tötet! – Weh mir, weh! – Zu spät!
Vorlage S. 810
700
Nun bleibt nur Flacht. Schnell, eh die Mörder nahn!
Vorlage S. 810
701
Er will gehn. Krieger mit gefällten Spießen treten ihm entgegen.
Vorlage S. 810
702
KOLCHER.
Vorlage S. 810
703
Zurück!
Vorlage S. 810
704
PHRYXUS.
Vorlage S. 810
705
Ich bin verraten! – Hier!
Vorlage S. 810
706
Von allen Seiten treten Bewaffnete mit gesenkten Speeren ihm entgegen.
Vorlage S. 810
707
GEWAFFNETE.
Vorlage S. 810
708
Zurück!
Vorlage S. 810
709
PHRYXUS.
Vorlage S. 810
710
Umsonst. Es ist vorbei! – Ich folg euch, Freunde!
Vorlage S. 810
711
An den Altar hineilend.
Vorlage S. 810
712
Nun denn, du Hoher, der mich hergeführt,
Vorlage S. 810
713
Bist du ein Gott, so schirme deinen Schützling!
Vorlage S. 810
714
Aietes mit bloßem Schwert aus dem Hause. Medea hinter ihm. Gefolge.
Vorlage S. 810
715
AIETES.
Vorlage S. 810
716
Wo ist er?
Vorlage S. 810
717
MEDEA.
Vorlage S. 810
718
Vater, höre!
Vorlage S. 810
719
AIETES.
Vorlage S. 810
720
Wo, der Fremdling?
Vorlage S. 810
721
Dort am Altar. Was suchst du dort?
Vorlage S. 810
722
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
723
Schutz such ich!
Vorlage S. 811
724
AIETES.
Vorlage S. 811
725
Gegen wen? Komm mit ins Haus!
Vorlage S. 811
726
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
727
Hier steh ich und umklammre diesen Altar;
Vorlage S. 811
728
Den Göttern trau ich; o, dass ich es dir!
Vorlage S. 811
729
MEDEA.
Vorlage S. 811
730
O Vater, höre mich!
Vorlage S. 811
731
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
732
Du auch hier, Schlange?
Vorlage S. 811
733
Warst du so schön und locktest du so lieblich,
Vorlage S. 811
734
Mich zu verderben hier im Todesnetz?
Vorlage S. 811
735
Mein Herz schlug dir vertrauensvoll entgegen,
Vorlage S. 811
736
Mein Schwert, den letzten Schutz, gab ich in deine Hand
Vorlage S. 811
737
Und du verrätst mich?
Vorlage S. 811
738
MEDEA.
Vorlage S. 811
739
Nicht verriet ich dich!
Vorlage S. 811
740
Gabst du dein Schwert mir, nimm ein andres hier
Vorlage S. 811
741
Und wehre dich des Lebens.
Vorlage S. 811
742
Sie hat einem der Umstehenden das Schwert entrissen und reicht es ihm.
Vorlage S. 811
743
AIETES
Vorlage S. 811
744
ihr das Schwert entreißend.
Vorlage S. 811
745
Törichte!
Vorlage S. 811
746
Vom Altar fort!
Vorlage S. 811
747
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
748
Ich bleibe!
Vorlage S. 811
749
AIETES.
Vorlage S. 811
750
Reißt ihn weg!
Vorlage S. 811
751
PHRYXUS
Vorlage S. 811
752
da einige auf ihn losgehen.
Vorlage S. 811
753
Nun denn, so muss ich sterben? – Ha, es sei!
Vorlage S. 811
754
Doch ungerochen, klaglos fall ich nicht.
Vorlage S. 811
755
Er reißt das Panier mit dem goldenen Vließ aus der Erde und tritt damit in den Vorgrund.
Vorlage S. 811
756
Du unbekannte Macht, die her mich führend,
Vorlage S. 811
757
Dies Pfand der Rettung huldvoll einst mir gab
Vorlage S. 811
758
Und Sieg und Rache mir dabei verhieß;
Vorlage S. 811
759
Zu dir ruf ich empor nun! Höre mich!
Vorlage S. 811
760
Hab ich den Sieg durch eigne Schuld verwirkt,
Vorlage S. 811
761
Das Haupt darbietend dem Verräternetz
Vorlage S. 811
762
Und blind dem Schicksal trauend statt mir selber,
Vorlage S. 811
763
So lass doch Rache wenigstens ergehn
Vorlage S. 811
764
Und halte deines Wortes zweite Hälfte!
Vorlage S. 811
765
AIETES.
Vorlage S. 811
766
Was zauderst du?
Vorlage S. 811
767
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
768
Aietes!
Vorlage S. 811
769
AIETES.
Vorlage S. 811
770
Nun, was noch?
Vorlage S. 811
771
PHRYXUS.
Vorlage S. 811
772
Ich bin dein Gast, und du verrätst mich?
Vorlage S. 811
773
AIETES.
Vorlage S. 812
774
Mein Gast? Mein Feind.
Vorlage S. 812
775
Was suchtest du, Fremder, in meinem Land? Tempelräuber!
Vorlage S. 812
776
Hab ich dir Gastrecht gelobt? dich geladen in mein Haus?
Vorlage S. 812
777
Nichts versprach ich, Törichter! Verderbt durch eigne Schuld!
Vorlage S. 812
778
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
779
Damit beschönst du deine Freveltat?
Vorlage S. 812
780
O, triumphiere nicht! Tritt her zu mir!
Vorlage S. 812
781
AIETES.
Vorlage S. 812
782
Was solls?
Vorlage S. 812
783
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
784
Sieh dieses Banner hier, mein letztes Gut,
Vorlage S. 812
785
Die Schätze alle hast du mir geraubt,
Vorlage S. 812
786
Dies eine fehlt noch.
Vorlage S. 812
787
AIETES
Vorlage S. 812
788
darnach greifend.
Vorlage S. 812
789
Fehlt? Wie lange noch?
Vorlage S. 812
790
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
791
Zurück! Betrachts, es ist mein letztes Gut
Vorlage S. 812
792
Und von ihm scheidend, scheid ich von dem Leben.
Vorlage S. 812
793
Begehrst dus?
Vorlage S. 812
794
AIETES.
Vorlage S. 812
795
Ja!
Vorlage S. 812
796
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
797
Begehrst dus?
Vorlage S. 812
798
AIETES
Vorlage S. 812
799
die Hand ausstreckend.
Vorlage S. 812
800
Gib mir es!
Vorlage S. 812
801
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
802
Nimms hin, des Gastes Gut, du edler Wirt,
Vorlage S. 812
803
Sieh, ich vertrau dirs an, bewahre mirs
Vorlage S. 812
804
Mit erhöhter Stimme.
Vorlage S. 812
805
Und gibst dus nicht zurücke, unbeschädigt
Vorlage S. 812
806
Nicht mir, dem Unbeschädigten, zurück,
Vorlage S. 812
807
So treffe dich der Götter Donnerfluch,
Vorlage S. 812
808
Der über dem rollt, der die Treue bricht.
Vorlage S. 812
809
Nun ist mir leicht! Nun Rache, Rache, Rache!
Vorlage S. 812
810
Er hat mein Gut. Verwahre mirs getreu!
Vorlage S. 812
811
AIETES.
Vorlage S. 812
812
Nimm es zurück!
Vorlage S. 812
813
PHRYXUS.
Vorlage S. 812
814
Nein! Nicht um deine Krone
Vorlage S. 812
815
Du hast mein Gut, dir hab ichs anvertraut,
Vorlage S. 812
816
Bewahre treu das anvertraute Gut!
Vorlage S. 812
817
AIETES
Vorlage S. 812
818
ihm das Vließ aufdringend.
Vorlage S. 812
819
Nimm es zurück!
Vorlage S. 812
820
PHRYXUS
Vorlage S. 812
821
ihm ausweichend.
Vorlage S. 812
822
Du hast mein Gut, verwahr es treu!
Vorlage S. 812
823
Sonst Rache, Rache, Rache!
Vorlage S. 812
824
AIETES
Vorlage S. 812
825
ihn über die Bühne verfolgend und ihm das Banner aufdringend.
Vorlage S. 812
826
Nimm es, sag ich!
Vorlage S. 812
827
PHRYXUS
Vorlage S. 813
828
ausweichend.
Vorlage S. 813
829
Ich nehm es nicht. Verwahre mirs getreu!
Vorlage S. 813
830
Zur Bildsäule des Gottes empor.
Vorlage S. 813
831
Siehst du? er hats, ihm hab ichs anvertraut,
Vorlage S. 813
832
Und gibt ers nicht zurück, treff ihn dein Zorn!
Vorlage S. 813
833
AIETES.
Vorlage S. 813
834
Nimm es zurück!
Vorlage S. 813
835
PHRYXUS
Vorlage S. 813
836
am Altar.
Vorlage S. 813
837
Nein, nein!
Vorlage S. 813
838
AIETES.
Vorlage S. 813
839
Nimms!
Vorlage S. 813
840
PHRYXUS.
Vorlage S. 813
841
Du verwahrsts!
Vorlage S. 813
842
AIETES.
Vorlage S. 813
843
Nimms!
Vorlage S. 813
844
PHRYXUS.
Vorlage S. 813
845
Nein!
Vorlage S. 813
846
AIETES.
Vorlage S. 813
847
Nun, so nimm dies!
Vorlage S. 813
848
Er stößt ihm das Schwert in die Brust.
Vorlage S. 813
849
MEDEA.
Vorlage S. 813
850
Halt, Vater, halt!
Vorlage S. 813
851
PHRYXUS
Vorlage S. 813
852
niedersinkend.
Vorlage S. 813
853
Es ist zu spät!
Vorlage S. 813
854
MEDEA.
Vorlage S. 813
855
Was tatst du,
Vorlage S. 813
856
PHRYXUS
Vorlage S. 813
857
zur Bildsäule empor.
Vorlage S. 813
858
Siehst dus, siehst dus!
Vorlage S. 813
859
Den Gastfreund tötet er und hat sein Gut!
Vorlage S. 813
860
Der du des Gastfreunds heilig Haupt beschützest,
Vorlage S. 813
861
O räche mich! Flach dem treulosen Mann!
Vorlage S. 813
862
Ihm muss kein Freund sein und kein Kind, kein Bruder,
Vorlage S. 813
863
Kein frohes Mahl- kein Labetrunk –
Vorlage S. 813
864
Was er am liebsten liebt – verderb ihn! –
Vorlage S. 813
865
Und dieses Vließ, das jetzt in seiner Hand,
Vorlage S. 813
866
Soll niederschaun auf seiner Kinder Tod! –
Vorlage S. 813
867
Er hat den Mann erschlagen, der sein Gast –
Vorlage S. 813
868
Und vorenthält- das anvertraute Gut –
Vorlage S. 813
869
Rache! – Rache! –
Vorlage S. 813
870
Stirbt. Lange Pause.
Vorlage S. 813
871
MEDEA.
Vorlage S. 813
872
Vater!
Vorlage S. 813
873
AIETES
Vorlage S. 813
874
zusammenschreckend.
Vorlage S. 813
875
Was?
Vorlage S. 813
876
MEDEA.
Vorlage S. 813
877
Was hast du getan?
Vorlage S. 813
878
AIETES
Vorlage S. 813
879
dem Toten das Vließ aufdringen wollend.
Vorlage S. 813
880
Nimm es zurück!
Vorlage S. 813
881
MEDEA.
Vorlage S. 813
882
Er nimmts nicht mehr. Er ist tot!
Vorlage S. 813
883
AIETES.
Vorlage S. 813
884
Tot! –
Vorlage S. 813
885
MEDEA.
Vorlage S. 813
886
Vater! Was hast du getan!
Vorlage S. 813
887
Den Gastfreund erschlagen,
Vorlage S. 813
888
Weh dir! Weh uns allen! – Ha! –
Vorlage S. 814
889
Aufsteigts aus den Nebeln der Unterwelt,
Vorlage S. 814
890
Drei Häupter, blutge Häupter,
Vorlage S. 814
891
Schlangen die Haare,
Vorlage S. 814
892
Flammen die Blicke,
Vorlage S. 814
893
Die hohnlachenden Blicke!
Vorlage S. 814
894
Höher! höher! – Empor steigen sie!
Vorlage S. 814
895
Entfleischte Arme, Fackeln in Händen,
Vorlage S. 814
896
Fackeln! – Dolche! Horch!
Vorlage S. 814
897
Sie öffnen die welken Lippen,
Vorlage S. 814
898
Sie murren, sie singen
Vorlage S. 814
899
Heischern Gesangs:
Vorlage S. 814
900
Wir hüten den Eid,
Vorlage S. 814
901
Wir vollstrecken den Fluch!
Vorlage S. 814
902
Fluch dem, der den Gastfreund schlug!
Vorlage S. 814
903
Fluch ihm, tausendfachen Fluch!
Vorlage S. 814
904
Sie kommen, sie nahen,
Vorlage S. 814
905
Sie umschlingen mich,
Vorlage S. 814
906
Mich, dich, uns alle!
Vorlage S. 814
907
Weh über dich!
Vorlage S. 814
908
AIETES.
Vorlage S. 814
909
Medea!
Vorlage S. 814
910
MEDEA.
Vorlage S. 814
911
Über dich, über uns! Weh, weh!
Vorlage S. 814
912
Sie entflieht.
Vorlage S. 814
913
AIETES
Vorlage S. 814
914
ihr die Arme nachstreckend.
Vorlage S. 814
915
Medea! Medea!
Vorlage S. 814
916
Ende.
Vorlage S. 814

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »So seis denn, bleib aus deines Vaters Rat Und diene, weil du dienen willst.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Allein mein Vater, alten Ruhms vergessend Und jung-erzeugter Kinder Recht und Glück, Erkor zur zweiten Eh ein niedrig Weib, Das, neidisch auf des ersten Bettes Sprossen Und übrall Vorwurf sehend, weil sie selbst Sich Vorwurf zu verdienen war bewusst,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und reichte mirs; da, schütternd, wacht ich auf.« B: »Kommt! – Dort das Mal, von Steinen aufgehäuft,« C: »Warst du so schön und locktest du so lieblich, Mich zu verderben hier im Todesnetz?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Bist du ein Gott, so schirme deinen Schützling!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und von ihm scheidend, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Kolchis. Wilde Gegend mit Felsen und Bäumen, im Hintergrunde das Meer.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] mich heller Glanz, und einen Mann In nackter Kraft, die Keule in der Rechten, Mit langem Bart und Haar, ein Widderfell Um seine mächtgen Schultern, stand vor mir Und lächelte mit milder Huld mich an. »Nimm Sieg und Rache hin!« sprach er […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Er komme, er komme. Hält er Friede nur zwei Stunden, Später fürcht ich ihn nicht mehr. Sag ihm, dass er nahe, Aber ohne Schild, ohne Speer, Nur das Schwert an der Seite, Er und seine Gesellen. Dann aber geh und biet auf die Getreuen Rings […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Gestalt? Die roten Lippen und der Wange Licht, Sie scheinen Huld und Liebe zu verheißen, Streng widersprochen von dem finstern Aug Das blitzend wie ein drohender Komet Hervorstrahlt aus der Locken schwarzem Dunkel. Halb Charis steht sie da […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ei ja, das viele Gold, Die bunten Steine und die reichen Kleider, Wie sollen die mein Mädchen zieren!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Freundlich sich mit dir zu besprechen, Zu stiften friedlichen Vergleich.« und »Und du, Medea? Lass mich auch dich am frohen Tische sehn! Kommt, Freunde, teilt die Lust, wie ehmals die Gefahr!«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Vater! Was hast du getan! Den Gastfreund erschlagen, Weh dir! Weh uns allen! – Ha! – Aufsteigts aus den Nebeln der Unterwelt, Drei Häupter, blutge Häupter, Schlangen die Haare, Flammen die Blicke, Die […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗ Textstelle 20 ↗ Textstelle 21 ↗ Textstelle 22 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Kolchis. Wilde Gegend mit Felsen und Bäumen, im Hintergrunde das Meer.« / »Vater! Was hast du getan! Den Gastfreund erschlagen, Weh dir! Weh uns allen! – Ha! – Aufsteigts aus den […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Geh eine hin und spreche das Gebet.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Da ging ich aus der Väter Haus und floh,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Fluch dem, der den Gastfreund schlug!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Das goldene Vlies von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Das goldene Vlies

Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Ausgewählte Briefe, Gespräche, Berichte. Herausgegeben von Peter Frank und Karl Pörnbacher, München: Hanser, [1960–1965]. Grillparzer, Franz 796- München

Das Werk Das goldene Vlies von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.