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Buch - Critik der practischen Vernunft - Kant, Immanuel

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Originalwerk · Lesefassung

Critik der practischen Vernunft

Kant, Immanuel · 1788

Kants vollständige Schrift über moralisches Handeln, Freiheit und Pflicht. Die historische Argumentation wird mit heutigen ethischen Fragen verglichen.

PhilosophieKlasse 11–1310 Abschnitte
Historisches Autorenporträt; Kontextbild zum Werk.
Immanuel Kant - Gemaelde 2.jpg · Becker · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Wissenschafts- und Bildungsgeschichte: Aussagen, Begriffe und Wertungen spiegeln ihre Entstehungszeit. Sie sind keine ungeprüft gültige Darstellung des heutigen Forschungsstands.
  • Für kritische Quellenarbeit im Unterricht; historische Erziehungsmethoden und Versuche sind keine Handlungsanleitung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 10

Einleitung. Von der Idee einer Critik der praktiſchen Vernunft.

1
Einleitung.
Von
der Idee einer Critik
der
praktiſchen Vernunft.
Vorlage S. [29]
2
Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff-
tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er-
kenntnißvermoͤgens, und eine Critik derselben, in Ab-
sicht auf diesen Gebrauch, betraf eigentlich nur das
reine Erkenntnißvermoͤgen, weil dieses Verdacht er-
regte, der sich auch hernach beſtaͤttigte, dass es sich leicht-
lich uͤber seine Grenzen, unter unerreichbare Ge-
genstaͤnde, oder gar einander widerstreitende Be-
griffe, verloͤhre. Mit dem practischen Gebrauche der
Vernunft verhaͤlt es sich schon anders. In diesem be-
schaͤfftigt sich die Vernunft mit Bestimmungsgruͤnden
des Willens, welcher ein Vermoͤgen ist, den Vor-
stellungen entsprechende Gegenſtaͤnde entweder hervor-
zubringen, oder doch sich selbst zu Bewirkung dersel-
ben (das physische Vermoͤgen mag nun hinreichend sein,
oder
Einleitung von der Idee
oder nicht) d. i. seine Cauſalitaͤt zu bestimmen. Denn
da kann wenigstens die Vernunft zur Willensbestim-
mung zulangen, und hat so fern immer objective Rea-
litaͤt, als es nur auf das Wollen ankommt. Hier
ist also die erste Frage: ob reine Vernunft zur Be-
stimmung des Willens fuͤr sich allein zulange, oder ob
sie nur als empirisch-bedingte ein Bestimmungs-
grund derselben sein koͤnne. Nun tritt hier ein durch
die Critik der reinen Vernunft gerechtfertigter, ob-
zwar keiner empirischen Darstellung faͤhiger Begriff der
Cauſalitaͤt, nemlich der der Freyheit, ein, und wenn
wir anjetzt Gruͤnde ausfindig machen koͤnnen, zu bewei-
sen, dass diese Eigenschaft dem menschlichen Willen
(und so auch dem Willen aller vernuͤnftigen Weſen)
in der That zukomme, so wird dadurch nicht allein
dargethan, dass reine Vernunft practisch sein koͤnne,
sondern dass sie allein, und nicht die empirisch-be-
schraͤnkte, unbedingterweise practisch sei. Folglich
werden wir nicht eine Critik der reinen practischen,
sondern nur der practischen Vernunft uͤberhaupt,
zu bearbeiten haben. Denn reine Vernunft, wenn al-
lererst dargethan worden, dass es eine solche gebe, be-
darf keiner Critik. Sie ist es, welche selbst die Richt-
schnur zur Critik alles ihres Gebrauchs enthaͤlt. Die
Cri-
einer Critik d. practischen Vernunft.
Critik der practischen Vernunft uͤberhaupt hat also
die Obliegenheit, die empirisch bedingte Vernunft von
der Anmaßung abzuhalten, ausschließungsweise den
Bestimmungsgrund des Willens allein abgeben zu
wollen. Der Gebrauch der reinen Vernunft, wenn,
dass es eine solche gebe, ausgemacht ist, ist allein im-
manent; der empirisch-bedingte, der sich die Allein-
herrschaft anmaßt, ist dagegen transscendent, und
aͤußert sich in Zumuthungen und Geboten, die ganz
uͤber ihr Gebiet hinausgehen, welches gerade das um-
gekehrte Verhaͤltniß von dem ist, was von der reinen
Vernunft im speculativen Gebrauche gesagt werden
konnte.
Vorlage S. [29]
Historisches Autorenporträt; Kontextbild zum Werk.
Kontextbild zum Werk. Immanuel Kant - Gemaelde 2.jpg · Becker · Public domain Bildquelle ↗
3
Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist,
deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum
Grunde liegt, so wird doch die Eintheilung einer Cri-
tik der practischen Vernunft, dem allgemeinen Abrisse
nach, der der speculativen gemaͤß angeordnet werden
muͤssen. Wir werden also eine Elementarlehre und
Methodenlehre derselben, in jener, als dem ersten
Theile, eine Analytik, als Regel der Wahrheit, und
eine Dialectik, als Darstellung und Aufloͤsung des
Scheins in Urteilen der practischen Vernunft haben
muͤssen. Allein die Ordnung in der Unterabtheilung
der
Einleitung von der Idee einer Critik etc.
der Analytik wird wiederum das Umgewandte von der
in der Critik der reinen speculativen Vernunft sein.
Denn in der gegenwaͤrtigen werden wir von Grund-
saͤtzen anfangend zu Begriffen und von diesen aller-
erst, wo moͤglich, zu den Sinnen gehen; da wir hin-
gegen bei der speculativen Vernunft von den Sinnen
anfingen, und bey den Grundſaͤtzen endigen mussten.
Hievon liegt der Grund nun wiederum darin: dass
wir es jetzt mit einem Willen zu tun haben, und die
Vernunft nicht im Verhaͤltniß auf Gegenſtaͤnde, son-
den auf diesen Willen und dessen Cauſalitaͤt zu erwaͤ-
gen haben, da denn die Grundſaͤtze der empirisch un-
bedingten Cauſalitaͤt den Anfang machen muͤssen,
nach welchem der Versuch gemacht werden kann, un-
sere Begriffe von dem Bestimmungsgrunde eines sol-
chen Willens, ihrer Anwendung auf Gegenſtaͤnde,
zuletzt auf das Subject und dessen Sinnlichkeit, aller-
erst festzusetzen. Das Gesetz der Cauſalitaͤt aus
Freyheit, d. i. irgend ein reiner practischer Grundsatz,
macht hier unvermeidlich den Anfang, und bestimmt
die Gegenſtaͤnde, worauf er allein bezogen werden
kann.
Vorlage S. 31
Carl Spitzweg – Der Bücherwurm, um 1850. Motivvergleich zu Lesen und Wissen; keine Darstellung einer Figur dieses Buches.
Kontextbild zum Werk. Der Bücherwurm · Carl Spitzweg · Public domain Bildquelle ↗

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Grenzen, unter unerreichbare Ge- genstaͤnde, oder …«

Eine Antwort ist richtig.

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2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Denn da kann wenigstens die […] zur Willensbestim- mung zulangen, und hat so fern immer objective Rea- litaͤt, als es nur auf das Wollen ankommt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- kenntnißvermoͤgens, und eine Critik derselben, in Ab- sicht auf diesen Gebrauch, betraf eigentlich nur das reine Erkenntnißvermoͤgen, weil dieses Verdacht er- regte«

Eine Antwort ist richtig.

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4. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »entweder« in diesem Textausschnitt? »In diesem be- schaͤfftigt sich die Vernunft mit Bestimmungsgruͤnden des Willens, welcher ein Vermoͤgen ist, den Vor- stellungen entsprechende Gegenſtaͤnde entweder hervor- zubringen, oder doch sich selbst zu Bewirkung dersel- ben (das physische Vermoͤgen mag nun hinreichend sein, oder Einleitung von der Idee oder nicht) d. i. seine Cauſalitaͤt zu bestimmen.«

Eine Antwort ist richtig.

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5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Der Gebrauch der reinen Vernunft, wenn, dass es eine solche gebe, ausgemacht ist, ist allein im- manent; der empirisch-bedingte, der sich die Allein- herrschaft anmaßt, ist dagegen transscendent, und aͤußert sich in […] und Geboten, die ganz u«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Hier ist also die erste Frage: ob reine Vernunft zur Be- stimmung des Willens fuͤr sich allein zulange, oder ob sie nur als empirisch-bedingte ein Bestimmungs- grund derselben sein koͤnne.« B: »auf diesen Willen und dessen Cauſalitaͤt zu erwaͤ- gen haben, da denn die Grundſaͤtze der empirisch un- bedingten Cauſalitaͤt den Anfang machen muͤssen, nach welchem der Versuch gemacht werden kann, un- sere Begriffe von« C: »Die Cri- einer Critik d. practischen Vernunft.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Allein die Ordnung in der Unterabtheilung der Einleitung von der Idee einer …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Hievon liegt der Grund nun wiederum darin: dass wir es jetzt mit einem Willen zu tun haben, und die […] nicht im Verhaͤltniß auf Gegenſtaͤnde, son- den auf diesen Willen und dessen Cauſalitaͤt zu erwaͤ- gen haben, da«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Denn in der gegenwaͤrtigen werden wir von Grund- saͤtzen anfangend …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Mit dem practischen […] der Vernunft verhaͤlt es sich schon anders.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- kenntnißvermoͤgens, und eine Critik derselben, in Ab- sicht auf diesen Gebrauch, betraf eigentlich nur das reine […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
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2. Fasse diese Textstelle in eigenen Worten zusammen: »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- kenntnißvermoͤgens, und eine Critik derselben, in Ab- sicht auf diesen Gebrauch, betraf eigentlich nur das reine […]« Was ist für ihr Verständnis besonders wichtig?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Gib die zentrale Aussage oder Situation wieder, ohne etwas hinzuzuerfinden.
  • Nenne eine Einzelheit aus der Passage, auf die sich deine Zusammenfassung stützt.
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3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] derselben, in jener, als dem ersten Theile, eine Analytik, als Regel der Wahrheit, und eine Dialectik, als Darstellung und Aufloͤsung des Scheins in Urteilen der practischen Vernunft haben muͤssen. Allein die Ordnung in der […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
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4. Welche zwei Wörter dieser Passage hältst du für besonders wichtig? Begründe deine Auswahl. »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde liegt, so wird doch die Eintheilung einer Cri- tik der practischen Vernunft, dem allgemeinen Abrisse […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Zitiere beide Wörter genau.
  • Erkläre ihre Bedeutung im Zusammenhang und begründe deine Auswahl.
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5. Welche Information in dieser Passage solltest du dir für das Weiterlesen merken? »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde liegt, so wird doch die Eintheilung einer Cri- tik der practischen Vernunft, dem allgemeinen Abrisse […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Formuliere eine konkrete Information aus dem Text.
  • Erkläre, warum sie für dein Verständnis wichtig sein könnte; kennzeichne Vermutungen.
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6. Formuliere zu dieser Passage eine Frage, die sich mit dem Text beantworten lässt, und beantworte sie. »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde liegt, so wird doch die Eintheilung einer Cri- tik der practischen Vernunft, dem allgemeinen Abrisse […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Die Frage muss sich auf diese konkrete Passage beziehen.
  • Gib eine Antwort mit einem genauen Textbeleg.
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7. Vergleiche diese beiden Stellen: »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- kenntnißvermoͤgens, und eine Critik […]« und »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde liegt, so wird doch die […]«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

8. Am Abschnittsende steht: »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde liegt, so wird doch die Eintheilung einer Cri- tik der practischen Vernunft, dem allgemeinen Abrisse […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

9. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- […]« / »Indessen, da es immer noch reine Vernunft ist, deren Erkenntnis hier dem practischen Gebrauche zum Grunde […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Der theoretische Gebrauch der Vernunft beschaͤff- tigte sich mit Gegenſtaͤnden des bloßen Er- kenntnißvermoͤgens, und eine Critik derselben, in Ab- sicht auf diesen Gebrauch, betraf eigentlich nur das reine Erkenntnißvermoͤgen, weil dieses Verdacht er- regte«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Die Cri- einer Critik d. practischen Vernunft.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Das Gesetz der Cauſalitaͤt aus Freyheit, d. i. irgend ein reiner practischer Grundsatz, macht hier unvermeidlich den Anfang, und bestimmt die Gegenſtaͤnde, worauf er allein bezogen werden kann.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und genannte historische Mitwirkende starben vor 1956. Originaltext gemeinfrei; DTA-Transkription und Annotationen nach der angegebenen Quelllizenz.

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Critik der practischen Vernunft

Kant, Immanuel: Critik der practischen Vernunft. Riga, 1788.

Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Historische Ausgabe und TEI-Transkription in der Quelle belegt.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY-SA 4.0; historischer Originaltext gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.