Bob Dylan - Man Gave Names to All the Animals


Bob Dylan - Man Gave Names to All the Animals
Einleitung
Bob Dylan – Man Gave Names to All the Animals ist ein aiMOOC über einen ungewöhnlichen Song aus dem Album Slow Train Coming von 1979. Der Titel lässt sich sinngemäß mit Der Mensch gab allen Tieren Namen übersetzen. Im Mittelpunkt stehen Musik, Literatur, Religion, Symbolik, Sprache und Tierdarstellung. Du untersuchst, wie ein scheinbar einfacher, fast kinderliedhafter Text mit Reggae-Anklängen, Gospel-Elementen und einem biblischen Motiv arbeitet.
Der Song bezieht sich auf die Erzählung aus dem Buch Genesis, in der der Mensch den Tieren Namen gibt. Diese Szene ist in der Kunstgeschichte, der Theologie, der Sprachphilosophie und der Popmusik unterschiedlich gedeutet worden. Bei Bob Dylan wird daraus ein Stück, das auf den ersten Blick leicht verständlich wirkt, bei genauerem Hören aber Fragen nach Schöpfung, Benennung, Herrschaft, Verantwortung, Humor, Ironie und Sünde eröffnet.
Dieser aiMOOC druckt keinen urheberrechtlich geschützten Songtext ab. Stattdessen lernst Du, den Song durch Paraphrase, Höranalyse, Kontextwissen und Interpretation zu erschließen.

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Steckbrief zum Song
- Titel: Man Gave Names to All the Animals
- Künstler: Bob Dylan
- Album: Slow Train Coming
- Erscheinungsjahr: 1979
- Genre: Reggae-inspiriertes Lied mit Bezügen zu christlichem Rock und Gospel
- Produktion: Jerry Wexler und Barry Beckett
- Label: Columbia Records
- Thema: Namensgebung, Schöpfung, Tierwelt, Genesis, Symbolik
- Besonderheit: Der Song verbindet eine einfache, kinderliedhafte Struktur mit einem biblisch aufgeladenen Schlussmotiv.
Historischer und musikalischer Kontext
Bob Dylan um 1979
Bob Dylan hatte bis Ende der 1970er Jahre bereits verschiedene künstlerische Rollen durchlaufen: Folk-Sänger, Proteststimme, Rockpoet, Country-Erzähler und experimenteller Songwriter. Das Album Slow Train Coming gehört zu einer Phase, in der Dylan christliche Themen deutlich in seine Musik einbaute. Diese Phase wird häufig als seine christliche Phase bezeichnet. Für manche Hörerinnen und Hörer war dies irritierend, andere entdeckten darin eine neue spirituelle Dringlichkeit.
Wichtig ist: Ein Song wie Man Gave Names to All the Animals darf nicht nur als religiöse Aussage gelesen werden. Er ist zugleich Popmusik, Erzählung, Humor, Kinderlied, Bibelbezug, Sprachspiel und Bühnenmaterial. Gerade diese Mischung macht ihn für den Unterricht interessant.
Das Album Slow Train Coming
Slow Train Coming erschien 1979 und ist das neunzehnte Studioalbum von Bob Dylan. Es wurde mit bekannten Studiomusikern aufgenommen. Besonders prägend sind die Gitarren, die rhythmische Leichtigkeit, der Gospel-Chorcharakter und der Einfluss von Soul und Rhythm and Blues. Auf dem Album findet sich auch der bekannte Song Gotta Serve Somebody, der stärker als moralische und religiöse Ansprache wirkt.
Man Gave Names to All the Animals steht auf diesem Album als auffällig leichter, fast verspielter Song. Während viele Stücke des Albums eindringlich predigend wirken, setzt dieses Lied auf Wiederholung, Tiere, Reime und Beobachtungen. Dadurch entsteht ein Kontrast: Der Song klingt zugänglich, doch seine letzte Wendung führt in ein ernstes biblisches Symbolfeld.
Reggae-Einfluss und Groove
Musikalisch fällt der Reggae-Einfluss auf. Typisch ist ein entspannter, federnder Groove, der den Text leicht und eingängig erscheinen lässt. Dazu kommen Keyboard-Linien, Bass und Background Vocals, die dem Stück einen warmen, beinahe spielerischen Klang geben.
Für die Höranalyse kannst Du auf folgende Aspekte achten: Wie wirkt der Rhythmus? Unterstützt die Musik die kinderliedhafte Ebene? Entsteht durch die entspannte Musik ein Gegensatz zum ernsten biblischen Hintergrund? Gerade diese Spannung zwischen Leichtigkeit und Symbolschwere ist ein Schlüssel zum Verständnis.
Biblischer Hintergrund
Genesis und die Benennung der Tiere
Der zentrale Hintergrund des Songs ist die Erzählung aus Genesis 2,19-20. In dieser Passage werden die Tiere zum Menschen gebracht, und der Mensch gibt ihnen Namen. Die Szene wird oft als Ausdruck von Sprache, Ordnung, Erkenntnis und Verantwortung gedeutet. Wer etwas benennt, erkennt es nicht nur, sondern ordnet es auch in eine Welt ein.

In der Bibel ist Namensgebung nicht nebensächlich. Namen können Identität ausdrücken, Beziehungen markieren und Machtverhältnisse sichtbar machen. Wenn der Mensch Tiere benennt, entsteht eine Ordnung zwischen Mensch, Tierwelt und Schöpfung. Moderne Leserinnen und Leser können daran kritisch fragen: Bedeutet Benennung Fürsorge oder Herrschaft? Bedeutet sie Nähe oder Kontrolle? Was passiert, wenn Menschen Natur nur durch Begriffe erfassen?
Adam, Tiere und Verantwortung
Obwohl der Songtitel nicht ausdrücklich Adam nennt, ist der Bezug deutlich. In vielen künstlerischen Darstellungen sitzt oder steht Adam inmitten von Tieren und weist ihnen Namen zu. Diese Szene zeigt nicht nur einen Ursprung von Sprache, sondern auch ein Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

Für den Unterricht ist dieser Punkt besonders interessant: Der Mensch steht in der Erzählung nicht außerhalb der Natur, sondern mitten in ihr. Die Tiere werden nicht abstrakt beschrieben, sondern über Eigenschaften wahrgenommen. Der Song greift dieses Prinzip auf, indem er Tiere über auffällige Merkmale, Bewegungen oder Nutzen beschreibt. Damit lädt er zu Fragen nach Tierethik, Umweltbildung und Naturwahrnehmung ein.
Die Schlange als Symbol
Eine entscheidende Besonderheit des Songs liegt im letzten Tiermotiv. Während die vorherigen Tiere benannt werden, bleibt das letzte Tier in der Schwebe. Der Song führt an ein Wesen heran, das an die Schlange im Garten Eden erinnert. Gerade die Nicht-Nennung wirkt stark: Was nicht ausgesprochen wird, kann im Kopf der Hörenden besonders deutlich erscheinen.
Die Schlange ist in der biblischen Tradition ein vieldeutiges Symbol. Sie kann für Versuchung, Gefahr, Wissen, List, Umbruch und den Verlust paradiesischer Unschuld stehen. Bei Dylan entsteht dadurch ein Bruch: Aus einem heiteren Namensspiel wird eine Szene, in der die dunklere Seite der Schöpfungserzählung spürbar wird.
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Songanalyse ohne Songtext-Abdruck
Erzählstruktur
Der Song ist strophisch aufgebaut. In mehreren Abschnitten wird jeweils ein Tier beschrieben. Die Beschreibung führt zur Benennung. Diese Struktur ist leicht verständlich und wirkt fast wie ein Kinderreim. Gerade deshalb kann der Song auch jüngere Lernende erreichen.
Die Grundbewegung lautet: beobachten, beschreiben, benennen. Diese Abfolge ist didaktisch wertvoll, weil sie zeigt, wie Sprache entsteht: Aus Wahrnehmung wird ein Merkmal, aus dem Merkmal wird ein Begriff, aus dem Begriff wird Ordnung. Der Song ist damit nicht nur religiös interessant, sondern auch sprachphilosophisch.
Reim und Einfachheit
Dylan verwendet eine einfache Reimlogik. Die Tiere werden nicht wissenschaftlich klassifiziert, sondern über Merkmale vorgestellt, die im Alltag auffallen. Dadurch entsteht ein humorvoller Effekt. Die Einfachheit ist jedoch nicht unbedingt ein Mangel. Sie ist eine bewusste ästhetische Entscheidung: Der Song klingt so, als könne man ihn schnell mitsingen und verstehen.
Eine wichtige Interpretationsfrage lautet daher: Ist die Einfachheit naiv, ironisch, kindlich, lehrhaft oder bewusst doppeldeutig? Unterschiedliche Antworten sind möglich, solange Du sie am Klang, an der Struktur und am Kontext begründest.
Kindlichkeit und Abgrund
Viele Hörerinnen und Hörer empfinden das Lied als kinderfreundlich. Dazu passen die Tierfolge, die Wiederholungen und die einfachen Beschreibungen. Doch der Schluss verändert die Wirkung. Wenn das letzte Tier nicht benannt wird, entsteht Unsicherheit. Der Song zeigt dadurch, dass eine kindlich wirkende Form ernste Themen tragen kann.
Diese Doppelstruktur ist typisch für viele starke Kunstwerke: Eine einfache Oberfläche kann komplexe Deutungen ermöglichen. Bei Dylan wird aus einem Tierlied ein Nachdenken über Sprache, Ursprung, Versuchung und Verlust.
Humor und Kritik
Der Song wurde unterschiedlich bewertet. Einige Kritikerinnen und Kritiker sahen ihn als zu schlicht oder zu albern. Andere betonten seinen Humor, seine Eingängigkeit und seinen Kontrast zu den strengeren religiösen Songs der gleichen Phase. Für Deine Analyse ist wichtig, nicht vorschnell zu urteilen. Ein scheinbar einfaches Lied kann kulturell, theologisch und musikalisch komplex sein.
Im Unterricht kannst Du beide Positionen prüfen: Warum könnte man den Song ablehnen? Warum könnte man ihn verteidigen? Welche Kriterien nutzt man, um einen Song zu bewerten: sprachliche Tiefe, musikalische Innovation, Wirkung, Humor, Kontext, Live-Tauglichkeit oder emotionale Resonanz?
Sprache, Macht und Namensgebung
Was bedeutet Benennen?
Namensgebung ist ein grundlegender menschlicher Akt. Wenn Du etwas benennst, machst Du es unterscheidbar. Du kannst darüber sprechen, es erinnern, ordnen und weitergeben. In Wissenschaft, Alltag und Kunst ist Benennung ein Werkzeug der Orientierung.
Gleichzeitig kann Benennung Macht ausüben. Wer Namen gibt, legt Perspektiven fest. Ein Tier kann als Mitgeschöpf, Nutztier, Symbol, Bedrohung, Ressource oder Gefährte bezeichnet werden. Jeder Begriff enthält eine Sichtweise. Der Song kann deshalb als Einstieg in Sprachkritik dienen.
Mensch und Tier im Blick der Sprache
In Dylans Song werden Tiere aus menschlicher Sicht beschrieben. Das ist naheliegend, aber nicht neutral. Die Beschreibungen beziehen sich auf Aussehen, Verhalten oder Nutzen. Dadurch zeigt sich eine anthropozentrische Perspektive: Der Mensch nimmt Tiere so wahr, wie sie ihm erscheinen.
Eine moderne Erweiterung wäre: Wie würden Tiere den Menschen benennen? Welche Eigenschaften würden sie wahrnehmen? Diese Umkehrung kann zu kreativen Schreibaufgaben, ethischen Diskussionen und medienpraktischen Projekten führen.
Symbolische Tiere
Tiere tragen in Mythologie, Bibel, Märchen, Fabel, Wappen und Popkultur häufig symbolische Bedeutungen. Ein Löwe kann Macht bedeuten, ein Lamm Unschuld, ein Fuchs Klugheit, eine Taube Frieden, eine Schlange Versuchung oder Heilung. Solche Bedeutungen sind kulturell geprägt und nicht überall gleich.
Dylans Song arbeitet mit dieser Tradition, ohne sie vollständig zu erklären. Er setzt darauf, dass Hörerinnen und Hörer das letzte Symbol selbst ergänzen. Damit wird die Rezeption aktiv: Du hörst nicht nur zu, sondern deutest mit.
Rezeption und Weiterleben
Zwischen Kritik und Anerkennung
Man Gave Names to All the Animals gehört nicht zu den unangefochtenen Klassikern im Werk von Bob Dylan. Gerade deshalb ist der Song spannend. Er zeigt, dass ein berühmter Künstler auch polarisierende Werke schafft. Manche halten das Lied für zu simpel, andere sehen darin einen witzigen, raffinierten und bewusst leichten Gegenpol zu schwereren Dylan-Songs.
Diese Uneinigkeit ist ein guter Ausgangspunkt für Urteilskompetenz. Du lernst, dass Kunstbewertung nicht nur aus Geschmack besteht. Man kann begründen, vergleichen, Kriterien entwickeln und verschiedene Perspektiven anerkennen.
Coverversionen und Kinderbuch
Der Song wurde von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern gecovert und auch in kinderkulturellen Zusammenhängen aufgegriffen. Besonders interessant ist, dass der Text als Bilderbuch adaptiert wurde. Das bestätigt die starke Nähe zu Tierlied, Reim, Erzählung und visueller Vorstellung.
Gleichzeitig bleibt der Song durch den Schluss mehr als ein harmloses Kinderlied. Wer ihn als Bilderbuch, Popsong oder religiösen Song liest, entdeckt jeweils andere Schwerpunkte.
Dylan als literarischer Songwriter
Bob Dylan wurde 2016 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Diese Auszeichnung löste Debatten aus: Können Songtexte Literatur sein? Muss Literatur gelesen werden, oder darf sie auch gesungen und gehört werden? Gerade ein Song wie Man Gave Names to All the Animals eignet sich für diese Frage, weil er zwischen Lied, Gedicht, Erzählung und Performance steht.
Für die Schule ist das produktiv: Du kannst den Song nicht nur musikalisch hören, sondern auch literarisch untersuchen. Dabei geht es nicht um das Abschreiben des Textes, sondern um Struktur, Motiv, Stimme, Symbolik, Rhythmus und Wirkung.
Unterrichtsideen
Für Musik
Im Fach Musik kannst Du den Groove, die Instrumentierung, den Reggae-Einfluss und die Wirkung von Wiederholung untersuchen. Du kannst auch vergleichen, wie ein ernster Text anders wirkt, wenn er in einem lockeren rhythmischen Stil präsentiert wird.
Für Deutsch und Literatur
Im Fach Deutsch eignet sich der Song für Gedichtanalyse, Erzählperspektive, Motivgeschichte, Symbolanalyse und Sprachphilosophie. Besonders wichtig ist die Frage, wie einfache Sprache komplexe Bedeutung erzeugen kann.
Für Religion und Ethik
In Religion und Ethik kannst Du den biblischen Hintergrund, die Rolle des Menschen in der Schöpfung, das Verhältnis zu Tieren und die Bedeutung von Verantwortung diskutieren. Der Song bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu Genesis, ohne dass die Deutung auf eine einzige religiöse Position festgelegt werden muss.
Für Kunst und Medienbildung
In Kunst und Medienbildung kannst Du historische Darstellungen von Adam und den Tieren mit dem Song vergleichen. Du kannst untersuchen, wie Bilder, Musik und Sprache jeweils Ordnung in die Tierwelt bringen.

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Auf welchem Album erschien Man Gave Names to All the Animals? (Slow Train Coming) (!Highway 61 Revisited) (!Blood on the Tracks) (!Blonde on Blonde)
Welcher biblische Text ist der wichtigste Hintergrund des Songs? (Genesis) (!Exodus) (!Psalmen) (!Apostelgeschichte)
Welche Handlung steht im Mittelpunkt des Songmotivs? (Der Mensch gibt Tieren Namen) (!Der Mensch baut eine Arche) (!Der Mensch verlässt Ägypten) (!Der Mensch schreibt ein Gesetzbuch)
Welcher musikalische Einfluss ist in dem Song besonders deutlich zu hören? (Reggae) (!Oper) (!Heavy Metal) (!Barockfuge)
Welche Wirkung erzeugt die einfache Struktur des Songs vor allem? (Sie macht den Song eingängig und kinderliedhaft) (!Sie macht den Song unhörbar) (!Sie verhindert jede Deutung) (!Sie ersetzt alle Instrumente)
Warum ist das letzte Tiermotiv besonders wichtig? (Es bleibt unausgesprochen und verweist auf die Schlange) (!Es erklärt die Studiotechnik) (!Es nennt alle Tierarten vollständig) (!Es beendet den Song mit einem Tanzsolo)
Welche Frage passt besonders gut zur Sprachdeutung des Songs? (Wie schafft Benennung Ordnung und Bedeutung?) (!Wie berechnet man Schallgeschwindigkeit?) (!Wie baut man eine elektrische Gitarre?) (!Wie funktioniert eine Steuererklärung?)
Welche Aussage beschreibt die Rezeption des Songs am besten? (Der Song wurde unterschiedlich bewertet) (!Der Song wurde nie veröffentlicht) (!Der Song enthält keine Tiere) (!Der Song ist ein rein instrumentales Stück)
Welcher Begriff beschreibt die menschzentrierte Sicht auf Tiere? (Anthropozentrismus) (!Photosynthese) (!Kubismus) (!Magnetismus)
Warum eignet sich der Song für fächerübergreifenden Unterricht? (Er verbindet Musik, Sprache, Religion, Ethik und Kunst) (!Er behandelt ausschließlich Mathematik) (!Er besteht nur aus Geräuschen) (!Er hat keinen kulturellen Kontext)
Memory
| Bob Dylan | Singer-Songwriter |
| Slow Train Coming | Album von 1979 |
| Genesis | Biblischer Hintergrund |
| Reggae | Rhythmischer Einfluss |
| Namensgebung | Zentrales Motiv |
| Schlange | Offenes Schlusssymbol |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bob Dylan | Künstler |
| Slow Train Coming | Album |
| Genesis | Bibelbezug |
| Reggae | Musikalischer Einfluss |
| Schlange | Symbolischer Schluss |
| Namensgebung | Sprachliches Motiv |
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wie heißt der Künstler mit Nachnamen? |
| Reggae | Welcher rhythmische Einfluss prägt den Song? |
| Genesis | Welches biblische Buch liefert den Hintergrund? |
| Adam | Welche biblische Figur wird mit der Benennung der Tiere verbunden? |
| Schlange | Welches Tier bleibt am Ende symbolisch im Raum? |
| Sprache | Wodurch werden Tiere im Song geordnet und unterscheidbar? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre den Song und beschreibe in eigenen Worten, welche Stimmung durch Rhythmus, Stimme und Begleitung entsteht.
- Tierbeschreibung: Wähle ein Tier aus und beschreibe es so, dass andere erraten können, welchen Namen Du ihm geben würdest.
- Bildvergleich: Betrachte eine Darstellung von Adam mit den Tieren und notiere fünf Details, die zur Songidee passen.
- Begriffskarte: Erstelle eine kleine Karte mit den Begriffen Bob Dylan, Genesis, Reggae, Namensgebung und Schlange.
Standard
- Songanalyse: Erkläre, warum der Song gleichzeitig einfach und deutungsoffen wirkt.
- Symbolanalyse: Untersuche die Bedeutung der Schlange in der biblischen Erzählung und vergleiche sie mit der Wirkung im Song.
- Genrevergleich: Vergleiche den Song mit einem anderen Lied, das religiöse oder mythologische Motive verwendet.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Text aus der Sicht eines Tieres, das vom Menschen benannt wird.
Schwer
- Interpretationsaufsatz: Beurteile, ob der Song eher als Kinderlied, religiöse Parabel, Sprachspiel oder ironischer Kommentar gelesen werden sollte.
- Medienprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, das den Song ohne Abdruck des Songtextes durch Bilder, Begriffe und Hörbeobachtungen erschließt.
- Debatte: Führt eine Diskussion zur Frage, ob Songtexte als Literatur gelten können, und nutzt Dylan als Beispiel.
- Kritikvergleich: Entwickle zwei gegensätzliche Rezensionen des Songs, eine ablehnende und eine verteidigende, und begründe beide mit nachvollziehbaren Kriterien.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Sprache: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie Benennung Wirklichkeit ordnet und gleichzeitig eine bestimmte Perspektive festlegt.
- Musik und Bedeutung: Zeige, wie ein entspannter Groove einen ernsten religiösen oder symbolischen Inhalt verändern kann.
- Kunstvergleich: Vergleiche eine historische Darstellung von Adam bei der Tierbenennung mit Dylans Songidee und arbeite Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus.
- Ethikdiskussion: Übertrage die Frage der Namensgebung auf heutige Mensch-Tier-Verhältnisse, etwa Haustiere, Nutztiere, Wildtiere oder bedrohte Arten.
- Literaturfrage: Begründe, ob ein einfacher Song literarisch anspruchsvoll sein kann, wenn er mit Symbolen, Leerstellen und kulturellen Bezügen arbeitet.
- Rezeptionsurteil: Entwickle eigene Kriterien zur Bewertung des Songs und wende sie begründet an.
- Kontextanalyse: Erkläre, warum der Song anders wirkt, wenn man ihn innerhalb des Albums Slow Train Coming betrachtet.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du den Song nicht nur nacherzählen, sondern in größere Zusammenhänge einordnen kannst. Wichtig sind eine sachliche Beschreibung des historischen Kontextes, eine begründete Höranalyse, ein Verständnis des Genesis-Motivs, eine reflektierte Deutung von Namensgebung und Schlange, ein eigener Bewertungsstandpunkt sowie ein bewusster Umgang mit Urheberrecht, weil der vollständige Songtext nicht abgeschrieben werden darf.
Mögliche Formen des Lernnachweises sind ein schriftlicher Analyseaufsatz, ein Portfolio mit Hörnotizen und Bildvergleichen, ein kurzer Vortrag, ein Podcast, ein Erklärvideo oder eine kreative Arbeit mit Reflexionsteil. Entscheidend ist, dass Deine Deutung am Song, an seinem Kontext und an nachvollziehbaren Argumenten belegt wird.
OERs zum Thema
Quellenhinweise
- Bob Dylan Official Site: Die offizielle Albumseite zu Slow Train Coming enthält die Trackliste mit Man Gave Names to All the Animals.
- Wikipedia: Der englischsprachige Artikel zum Song bietet grundlegende Informationen zu Veröffentlichung, musikalischem Stil, biblischem Bezug und Rezeption.
- Wikimedia Commons: Die verwendeten Bilder zeigen Bob Dylan im zeitnahen Konzertkontext sowie kunsthistorische Darstellungen der Benennung der Tiere.
- Nobel Prize: Die offizielle Nobelpreis-Seite dokumentiert die Auszeichnung von Bob Dylan mit dem Nobelpreis für Literatur 2016.
Zusammenfassung
Man Gave Names to All the Animals ist ein kurzer, eingängiger und zugleich vieldeutiger Song. Er verbindet Reggae-Groove, Gospel-Atmosphäre, Kinderlied-Struktur und biblisches Motiv. Aus der einfachen Idee, Tieren Namen zu geben, entstehen Fragen nach Sprache, Ordnung, Mensch-Tier-Verhältnis, Schöpfung, Symbolik und Interpretation.
Der Song zeigt, wie Popmusik mit alten Texttraditionen arbeiten kann. Er ist weder nur harmlos noch nur religiöse Belehrung. Gerade seine Mischung aus Einfachheit, Humor und dunkler Leerstelle macht ihn zu einem spannenden Lerngegenstand für Musikunterricht, Deutschunterricht, Religionsunterricht, Ethikunterricht und Kunstunterricht.
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