Zum Inhalt springen

Blowin’ in the Wind - Bob Dylan Songanalyse

Aus MOOCsWiki Staging



Blowin’ in the Wind - Bob Dylan Songanalyse



Einleitung

„Blowin’ in the Wind“ von Bob Dylan gehört zu den bekanntesten Protestliedern des 20. Jahrhunderts. Der Song wurde 1962 geschrieben, 1963 auf dem Album The Freewheelin’ Bob Dylan veröffentlicht und entwickelte sich in der Zeit der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und der Friedensbewegung zu einer kulturellen Hymne. Dieser aiMOOC untersucht das Lied als Beispiel für moralische Resonanz: Du lernst, wie ein scheinbar einfacher Folksong Menschen dazu bringen kann, über Freiheit, Gerechtigkeit, Krieg, Rassismus, Verantwortung und Zivilcourage nachzudenken.



Das angegebene Video behandelt „Blowin’ in the Wind: A Study of Moral Resonance / Bob Dylan Song Analysis“ und hilft Dir, den Song nicht nur als Musikstück, sondern als gesellschaftliches und ethisches Kommunikationsereignis zu verstehen.

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=2LhO2kUdzAI%7C500%7Ccenter}}


Thema und Lernziele

In diesem aiMOOC analysierst Du Blowin’ in the Wind aus literarischer, musikalischer, historischer und ethischer Perspektive. Dabei geht es nicht darum, den vollständigen Songtext auswendig zu lernen. Im Mittelpunkt steht, wie der Song durch rhetorische Fragen, einfache musikalische Form, offene Bildsprache und historischen Kontext eine moralische Wirkung entfaltet.


Du lernst

  1. Songanalyse: Du untersuchst Form, Sprache, Symbolik und Wirkung eines Songs.
  2. Moralische Resonanz: Du erklärst, warum ein Lied Menschen emotional, ethisch und politisch ansprechen kann.
  3. Protestlied: Du ordnest „Blowin’ in the Wind“ in die Geschichte politischer Musik ein.
  4. Bürgerrechtsbewegung: Du verstehst den Zusammenhang zwischen Musik, Protest und gesellschaftlichem Wandel.
  5. Medienkompetenz: Du vergleichst Videoanalyse, historische Quellen und eigene Interpretation.
  6. Urheberrecht: Du lernst, bei Songtexten mit kurzen Zitaten, Paraphrasen und Quellenangaben verantwortungsvoll zu arbeiten.


Historischer Kontext


Die USA der frühen 1960er Jahre

„Blowin’ in the Wind“ entstand in einer Zeit, in der die USA von starken gesellschaftlichen Konflikten geprägt waren. Die Rassentrennung war in vielen Regionen noch Realität. Menschen der Bürgerrechtsbewegung kämpften gegen Diskriminierung, für gleiche Rechte, für Wahlrecht und für gesellschaftliche Anerkennung. Gleichzeitig wuchs weltweit die Sorge vor Krieg, Atomwaffen und militärischer Eskalation.



Der March on Washington for Jobs and Freedom am 28. August 1963 wurde zu einem Symbol der Bürgerrechtsbewegung. Dort hielt Martin Luther King Jr. seine berühmte Rede „I Have a Dream“. Auch Bob Dylan und Joan Baez traten im Umfeld dieser Bewegung auf. Musik war dabei kein bloßes Begleitprogramm. Sie stiftete Gemeinschaft, gab Mut und übersetzte politische Forderungen in erinnerbare Formen.



Bob Dylan und die Folk-Bewegung

Bob Dylan war Anfang der 1960er Jahre eng mit der amerikanischen Folk-Bewegung verbunden. Der Folk griff oft auf traditionelle Melodien, einfache Akkordfolgen und erzählende Texte zurück. Dadurch waren Songs leicht singbar und konnten in Clubs, auf Demonstrationen, in Kirchen, bei Treffen und in sozialen Bewegungen weitergegeben werden.


Dylan verband diese Tradition mit einer neuen poetischen Sprache. Seine frühen Songs wirkten oft wie offene Fragen an die Gesellschaft. Sie sagten nicht einfach, was richtig oder falsch sei, sondern stellten die Hörenden vor moralische Entscheidungen. Genau darin liegt ein Teil der besonderen Wirkung von „Blowin’ in the Wind“.


Entstehung des Songs

„Blowin’ in the Wind“ wurde 1962 geschrieben und 1963 auf The Freewheelin’ Bob Dylan veröffentlicht. Der Song gehört zum Genre Folk und wird meist als Protestlied eingeordnet. Die Melodie greift wesentliche Elemente des traditionellen Spirituals „No More Auction Block“ auf. Dieser Bezug ist wichtig, weil der Song dadurch nicht nur in der weißen Folk-Szene der frühen 1960er Jahre steht, sondern auch an ältere afroamerikanische Musiktraditionen erinnert.


Dylans Version wurde selbst zunächst nicht zum großen Charterfolg. Eine Coverversion von Peter, Paul and Mary machte den Song 1963 einem breiten Publikum bekannt. Auch die deutsche Version „Die Antwort weiß ganz allein der Wind“, gesungen von Marlene Dietrich, trug dazu bei, dass das Lied international wahrgenommen wurde.


{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=MMFj8uDubsE%7C500%7Ccenter}}


Was bedeutet moralische Resonanz?


Resonanz als Antwortbeziehung

Resonanz bedeutet im wörtlichen Sinn Mitschwingen. In der Musik schwingt ein Körper mit, wenn er von einem Klang getroffen wird. Übertragen auf Ethik und Gesellschaft meint moralische Resonanz: Ein Kunstwerk berührt Menschen so, dass sie innerlich antworten. Sie hören nicht nur Töne, sondern fühlen sich angesprochen.


Bei „Blowin’ in the Wind“ entsteht moralische Resonanz durch drei Ebenen:

  1. Emotion: Der Song klingt schlicht, ruhig und eindringlich.
  2. Moral: Die Fragen berühren Themen wie Unrecht, Gewalt und Freiheit.
  3. Gemeinschaft: Der Song kann gemeinsam gesungen werden und verbindet Einzelne zu einer hörbaren Gruppe.


Warum der Song keine einfache Antwort gibt

Der Song ist berühmt für seine offenen Fragen. Er benennt Probleme, ohne sie in ein politisches Parteiprogramm zu verwandeln. Das macht ihn stark, aber auch mehrdeutig. Die Antwort ist nicht als fertige Lösung formuliert. Sie scheint nahe zu sein und bleibt doch schwer greifbar. Dadurch fordert der Song Dich auf, selbst zu fragen: Was sehe ich? Was höre ich? Wo schaue ich weg? Welche Verantwortung habe ich?


Songanalyse


Struktur und Form

„Blowin’ in the Wind“ ist formal einfach aufgebaut. Die Strophen bestehen aus mehreren Fragen, die auf größere moralische Themen verweisen. Die wiederkehrende Refrain-Idee verbindet diese Fragen mit dem Bild des Windes. Diese Einfachheit ist ein Grund für die starke Verbreitung des Songs: Er ist leicht zu erinnern, leicht zu singen und leicht in unterschiedliche Situationen zu übertragen.


Rhetorische Fragen

Eine rhetorische Frage ist eine Frage, die nicht unbedingt eine direkte Antwort erwartet. Sie soll zum Nachdenken bringen. In „Blowin’ in the Wind“ werden rhetorische Fragen verwendet, um moralische Spannungen sichtbar zu machen. Sie fragen nach Wegen, Tauben, Kanonenkugeln, Freiheit, Gehör, Blick und Tod. Hinter diesen Bildern stehen größere Themen: Menschenwürde, Frieden, Empathie, Verdrängung und politische Verantwortung.


Die Fragen wirken, weil sie nicht nur an Politikerinnen und Politiker gerichtet sind. Sie wenden sich an alle Hörenden. Dadurch wird das Lied zu einer Form öffentlicher Gewissensprüfung.


Symbolik des Windes

Der Wind ist ein starkes Symbol. Er ist spürbar, aber nicht festzuhalten. Er bewegt Dinge, bleibt aber unsichtbar. Im Song kann der Wind für eine Wahrheit stehen, die bereits in der Welt vorhanden ist, aber nicht einfach besessen werden kann. Er kann auch für Unsicherheit stehen: Die Antwort ist da, aber sie entzieht sich schnellen Parolen.


Diese Mehrdeutigkeit ist entscheidend. Ein eindeutiger Slogan kann schnell altern. Ein offenes Symbol kann über Generationen hinweg neue Bedeutungen gewinnen. Deshalb wird „Blowin’ in the Wind“ bis heute in unterschiedlichen politischen, religiösen, schulischen und kulturellen Kontexten diskutiert.


Klang und musikalische Wirkung

Musikalisch wirkt der Song zurückhaltend. Eine einfache Harmonie, eine klare Melodie und ein ruhiger Vortrag lenken die Aufmerksamkeit auf die Fragen. Die Musik drängt sich nicht in den Vordergrund. Sie schafft einen Raum, in dem die Worte nachhallen können. Gerade diese Schlichtheit macht das Lied für gemeinsames Singen geeignet.


Moralische Themen


Freiheit

Das Lied fragt danach, wann ein Mensch als Mensch anerkannt wird. Damit steht es im Zentrum der Menschenrechte. Freiheit bedeutet hier nicht nur, dass jemand tun darf, was er möchte. Freiheit bedeutet Anerkennung, Schutz vor Unterdrückung und gleiche Würde.


Frieden

Die Bilder von Gewalt und Krieg verweisen auf die Friedensbewegung. Der Song fragt nicht technisch nach Strategien, sondern moralisch nach der Dauer menschlicher Lernverweigerung. Warum wiederholen Gesellschaften Gewalt, obwohl die Folgen sichtbar sind?


Wahrnehmung und Verdrängung

Besonders wichtig ist das Motiv des Sehens und Hörens. Der Song stellt die Frage, wie oft Menschen Leid wahrnehmen könnten und dennoch wegsehen. Das betrifft nicht nur die Vergangenheit. Es betrifft jede Gegenwart, in der Menschen Unrecht erkennen könnten, aber bequem bleiben.


Verantwortung

Moralische Resonanz entsteht, wenn ein Lied nicht nur informiert, sondern Verantwortung auslöst. „Blowin’ in the Wind“ sagt nicht: Eine bestimmte Person muss handeln. Es fragt: Wie lange kann man warten? Dadurch wird Verantwortung geteilt. Jede hörende Person wird Teil der Frage.


Wirkungsgeschichte


Bürgerrechtsbewegung und Protestkultur

„Blowin’ in the Wind“ wurde zu einem Lied, das in der Bürgerrechtsbewegung und später in Friedenskontexten eine wichtige Rolle spielte. Der Song passte zu Versammlungen, weil er nicht nur eine Meinung ausdrückte, sondern gemeinsame moralische Orientierung ermöglichte. Menschen konnten ihn singen, ohne jede Zeile gleich zu deuten. Gerade darin lag seine verbindende Kraft.


Coverversionen und internationale Verbreitung

Die Version von Peter, Paul and Mary machte das Lied 1963 besonders populär. Später wurde es von vielen Künstlerinnen und Künstlern interpretiert. Die deutsche Version von Marlene Dietrich zeigt, dass das Lied auch außerhalb der USA verstanden wurde. Jede neue Version verändert den Klangraum: Ein Song kann durch andere Stimmen, Sprachen und historische Situationen neue Resonanz gewinnen.


Kulturelle Anerkennung

Der Song wurde in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Das Album The Freewheelin’ Bob Dylan wurde von der Library of Congress in das National Recording Registry aufgenommen. Diese Anerkennungen zeigen, dass „Blowin’ in the Wind“ nicht nur als Unterhaltung, sondern als kulturell bedeutsames Dokument wahrgenommen wird.


Analyse des Videos

Das Video „Blowin’ in the Wind: A Study of Moral Resonance / Bob Dylan Song Analysis“ legt den Schwerpunkt auf Songbedeutung, Protestkultur und moralische Wirkung. Für Deine Analyse kannst Du es als Sekundärquelle nutzen. Achte beim Anschauen besonders auf folgende Fragen:

  1. Deutung: Welche Hauptaussage schreibt das Video dem Song zu?
  2. Kontextualisierung: Wie verbindet das Video den Song mit der Bürgerrechtsbewegung?
  3. Musikanalyse: Welche Rolle spielen Melodie, Wiederholung und Einfachheit?
  4. Ethik: Welche moralischen Fragen werden hervorgehoben?
  5. Medienkritik: Wo interpretiert das Video überzeugend, und wo bleiben Deutungen offen?


Methode: Wie analysierst Du einen Song?


Schritt 1: Historischen Kontext klären

Ein Song entsteht nicht im luftleeren Raum. Frage zuerst: Wann wurde er geschrieben? Welche gesellschaftlichen Konflikte waren sichtbar? Wer sang ihn? Wo wurde er gehört?


Schritt 2: Sprache untersuchen

Achte auf Metaphern, Symbole, Wiederholungen, rhetorische Fragen und zentrale Bilder. Bei „Blowin’ in the Wind“ ist besonders wichtig, dass Fragen aneinandergereiht werden und die Antwort zugleich nah und ungreifbar wirkt.


Schritt 3: Musik beschreiben

Beschreibe Tempo, Melodie, Stimmung, Instrumentierung und Singbarkeit. Die musikalische Einfachheit unterstützt die moralische Wirkung, weil sie die Worte verständlich macht und gemeinsames Singen ermöglicht.


Schritt 4: Wirkung reflektieren

Frage nicht nur: Was bedeutet der Song? Frage auch: Was macht der Song mit den Hörenden? Welche Gefühle, Gedanken oder Handlungsimpulse können entstehen?


Schritt 5: Eigene Position entwickeln

Eine gute Analyse endet nicht mit einer Inhaltsangabe. Sie entwickelt eine begründete Deutung. Du kannst zum Beispiel argumentieren, dass „Blowin’ in the Wind“ so stark wirkt, weil der Song keine fertigen Antworten gibt, sondern moralische Selbstprüfung auslöst.


Urheberrechtlicher Hinweis zur Arbeit mit Songtexten

Songtexte sind in der Regel urheberrechtlich geschützt. Verwende deshalb im Unterricht und in eigenen Arbeiten keine langen Textabschriften. Arbeite mit kurzen, begründeten Zitaten, Paraphrasen, Inhaltsangaben und genauen Quellenangaben. Im Mittelpunkt dieses aiMOOC steht die Analyse von Struktur, Wirkung und Kontext, nicht das vollständige Abdrucken des Songtexts.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahrzehnt entstand „Blowin’ in the Wind“? (1960er Jahre) (!1940er Jahre) (!1970er Jahre) (!1990er Jahre)




Welchem Genre wird „Blowin’ in the Wind“ meist zugeordnet? (Folk) (!Heavy Metal) (!Techno) (!Operette)




Welches sprachliche Mittel prägt den Song besonders stark? (Rhetorische Fragen) (!Reimlose Fachdefinitionen) (!Dialoge zwischen Figuren) (!Ironische Fußnoten)




Welche Bewegung ist besonders eng mit der Wirkungsgeschichte des Songs verbunden? (Bürgerrechtsbewegung) (!Barockmusikbewegung) (!Impressionistische Malerei) (!Industrialisierung des 19. Jahrhunderts)




Was meint moralische Resonanz in diesem aiMOOC? (Ein Kunstwerk spricht Menschen ethisch und emotional an) (!Ein Lied wird ausschließlich technisch schneller gespielt) (!Ein Song enthält nur private Liebesbotschaften) (!Ein Musikstück verzichtet auf jede gesellschaftliche Bedeutung)




Welche Funktion hat das Symbol des Windes im Song besonders? (Es macht die Antwort spürbar und zugleich schwer greifbar) (!Es beschreibt nur das Wetter in New York) (!Es ersetzt alle politischen Themen durch Naturkunde) (!Es erklärt eine physikalische Formel)




Warum eignet sich der Song gut für gemeinsames Singen? (Er hat eine einfache und einprägsame Form) (!Er besteht aus komplizierten Orchesterpartituren) (!Er ist ausschließlich instrumental) (!Er verlangt eine Opernausbildung)




Welche Coverversion machte den Song 1963 besonders populär? (Peter, Paul and Mary) (!Queen) (!Daft Punk) (!Metallica)




Worauf verweist die Verbindung zum Spiritual „No More Auction Block“? (Auf ältere afroamerikanische Musiktraditionen) (!Auf mittelalterliche Minnelyrik) (!Auf elektronische Clubmusik) (!Auf barocke Hofmusik)




Was ist für eine gute Songanalyse besonders wichtig? (Form, Sprache, Musik, Kontext und Wirkung verbinden) (!Nur die Länge des Liedes nennen) (!Nur die Kleidung des Künstlers beschreiben) (!Nur persönliche Vorlieben auflisten)





Memory

Rhetorische Frage Anstoß zum Nachdenken
Wind Offene und schwer greifbare Antwort
Folk Singbare musikalische Tradition
Bürgerrechtsbewegung Kampf gegen Diskriminierung
Protestlied Musik mit gesellschaftlicher Botschaft
Moralische Resonanz Ethisches Mitschwingen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rhetorische Frage Nachdenken statt fertiger Antwort
Wind Symbol für offene Wahrheit
Folk Gemeinschaftliches Singen
Bürgerrechtsbewegung Kampf für gleiche Rechte
Protestlied Musik als gesellschaftliche Stellungnahme






Kreuzworträtsel

Protestlied Wie nennt man ein Lied mit gesellschaftlicher oder politischer Botschaft?
Dylan Wie heißt der Nachname des Künstlers?
Folk Welches Musikgenre prägt den Song?
Wind Welches Naturbild steht im Zentrum des Refrains?
Freiheit Welches moralische Thema ist für die Bürgerrechtsbewegung besonders wichtig?
Resonanz Wie nennt man ein Mitschwingen oder inneres Antworten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

„Blowin’ in the Wind“ ist ein bekannter Song von

und wird häufig als

verstanden. Der Song entstand im Umfeld der frühen

Jahre und wurde mit der US-amerikanischen

verbunden. Besonders prägend sind die vielen

, die keine einfachen Antworten liefern. Das Bild des

macht die Antwort spürbar, aber schwer greifbar. Moralische

entsteht, weil der Song Menschen nicht nur informiert, sondern ethisch anspricht. Die einfache Form des

erleichtert gemeinsames Singen und macht das Lied in Protestkontexten wirksam.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre Dir das angegebene Video und eine Aufnahme des Songs an. Notiere drei Eindrücke zur Stimmung, drei Beobachtungen zur Sprache und drei Fragen, die bei Dir offenbleiben.
  2. Symbolanalyse: Erstelle ein kleines Schaubild zum Symbol Wind. Sammle Bedeutungen wie Bewegung, Unsichtbarkeit, Veränderung, Unsicherheit und Hoffnung.
  3. Kontextkarte: Zeichne eine Mindmap mit den Begriffen Bob Dylan, Folk, Bürgerrechtsbewegung, Friedensbewegung und Protestlied.
  4. Kurzessay: Schreibe einen Absatz darüber, warum Fragen manchmal stärker wirken können als direkte Antworten.


Standard

  1. Songanalyse: Verfasse eine strukturierte Analyse zu Form, Sprache, Musik und Wirkung von „Blowin’ in the Wind“, ohne den vollständigen Songtext abzuschreiben.
  2. Videoanalyse: Untersuche das eingebettete Analysevideo. Arbeite heraus, welche Deutung des Songs vertreten wird und welche Belege genannt werden.
  3. Vergleich: Vergleiche „Blowin’ in the Wind“ mit einem anderen Protestlied. Achte auf Thema, musikalische Form, Sprache und historische Situation.
  4. Coverversion: Wähle eine Coverversion des Songs und erkläre, wie Stimme, Tempo, Arrangement und Kontext die Bedeutung verändern.


Schwer

  1. Moralische Resonanz: Entwickle eine eigene These dazu, warum der Song über Jahrzehnte hinweg wirksam geblieben ist. Begründe Deine These mit historischen und sprachlichen Argumenten.
  2. Politische Musik: Diskutiere, ob Musik gesellschaftliche Veränderung bewirken kann oder ob sie eher bestehende Bewegungen begleitet und verstärkt.
  3. Gegenwartsbezug: Entwirf ein Konzept für ein heutiges Protestlied, das mit offenen Fragen arbeitet. Beschreibe Thema, Zielgruppe, musikalische Form und ethische Botschaft.
  4. Quellenkritik: Vergleiche Wikipedia, das Analysevideo und eine weitere Quelle. Prüfe, welche Informationen gesichert sind und wo Interpretation beginnt.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Deutungskompetenz: Erkläre, warum die offene Antwortstruktur des Songs stärker wirken kann als eine eindeutige politische Forderung.
  2. Historischer Transfer: Zeige an einem Beispiel, wie ein Lied in einer sozialen Bewegung Gemeinschaft stiften kann.
  3. Ethik: Beurteile, welche Verantwortung Hörende haben, wenn ein Song sie mit Leid, Krieg oder Ungerechtigkeit konfrontiert.
  4. Sprachbewusstsein: Analysiere, wie rhetorische Fragen moralischen Druck erzeugen, ohne direkte Befehle zu formulieren.
  5. Musik und Gesellschaft: Erläutere, warum einfache musikalische Formen in Protestbewegungen besonders wirksam sein können.
  6. Medienkritik: Bewerte, welche Chancen und Grenzen ein YouTube-Analysevideo für das Verständnis eines historischen Songs hat.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du den Song nicht nur beschreiben, sondern begründet deuten kannst.

  1. Fachwissen: Du kennst Entstehung, Genre, historischen Kontext und Wirkungsgeschichte von „Blowin’ in the Wind“.
  2. Analysefähigkeit: Du kannst rhetorische Fragen, Symbolik, musikalische Einfachheit und Wiederholung erklären.
  3. Urteilskompetenz: Du kannst begründet darstellen, warum der Song moralische Resonanz erzeugt.
  4. Transfer: Du kannst Bezüge zu anderen Protestliedern, heutigen Bewegungen oder eigenen Medienprojekten herstellen.
  5. Quellenarbeit: Du gehst mit Songtexten urheberrechtlich verantwortungsvoll um und nutzt Quellen transparent.
  6. Präsentation: Du stellst Deine Ergebnisse verständlich, anschaulich und adressatengerecht dar.




OERs zum Thema



Quellen und Vertiefung

  1. Wikipedia: Der Artikel zu Blowin’ in the Wind bietet einen Einstieg in Entstehung, Veröffentlichung, Coverversionen und Wirkungsgeschichte.
  2. Wikimedia Commons: Die eingebundenen Bilder zeigen Bob Dylan und historische Kontexte der Bürgerrechtsbewegung.
  3. Library of Congress: Das Album The Freewheelin’ Bob Dylan ist im National Recording Registry verzeichnet.
  4. Grammy Hall of Fame: „Blowin’ in the Wind“ ist als kulturell bedeutsame Aufnahme gelistet.
  5. YouTube: Das eingebettete Analysevideo unterstützt die Deutung des Songs als Beispiel moralischer Resonanz.


Links


Einordnung in Fächer und Kompetenzen

aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>