Bildergeschichten erzählen - aiMOOC


Bildergeschichten erzählen - aiMOOC
Einleitung
Bildergeschichten erzählen bedeutet, aus einer Bildfolge eine zusammenhängende, spannende und verständliche Erzählung zu entwickeln. Du schaust Bilder genau an, erkennst Handlungen, deutest Mimik, Gestik, Körperhaltung und Ort, ordnest die Ereignisse sinnvoll und füllst die Lücken zwischen den Bildern mit eigenen, passenden Ideen. Eine gute Bildergeschichte beschreibt nicht nur, was man sieht. Sie erzählt, was passiert, warum es passiert, wie sich die Figuren fühlen und wie sich die Handlung entwickelt.

Bildergeschichten sind im Deutschunterricht besonders hilfreich, weil sie Bildkompetenz, Sprachkompetenz, Schreibkompetenz und Erzählkompetenz miteinander verbinden. Beim Erzählen lernst Du, genau hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen, eine Geschichte logisch aufzubauen und sie mit treffenden Wörtern lebendig zu gestalten. Das Thema eignet sich für die Grundschule, die Sekundarstufe I, den Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht und kreative Projekte in der Medienbildung.
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Was ist eine Bildergeschichte?
Eine Bildergeschichte ist eine Geschichte, die durch ein einzelnes Bild oder durch mehrere Bilder angeregt wird. Häufig zeigen die Bilder wichtige Stationen einer Handlung. Zwischen den Bildern liegen oft kleine oder größere Lücken. Diese Lücken musst Du beim Erzählen sinnvoll schließen. Dadurch entsteht aus einzelnen Bildern eine zusammenhängende Narration.
Eine Bildergeschichte kann mündlich erzählt, schriftlich verfasst, als Comic, als Storyboard, als Hörspiel, als Video oder als digitale Präsentation gestaltet werden. Wichtig ist immer, dass die Geschichte eine erkennbare innere Ordnung hat: Sie beginnt mit einer Ausgangssituation, entwickelt sich durch ein Problem oder Ereignis weiter und endet mit einer Lösung, einer Überraschung oder einer Pointe.
Bildergeschichte, Comic und Bildfolge
Die Begriffe Bildergeschichte, Bildgeschichte, Comic und Bildfolge werden manchmal ähnlich verwendet, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. Bei einer Bildergeschichte steht das Erzählen einer Handlung im Mittelpunkt. Ein Comic nutzt zusätzlich typische Gestaltungsmittel wie Panels, Sprechblasen, Geräuschwörter und gezeichnete Bewegungen. Eine Bildfolge kann auch sachlich sein, zum Beispiel eine Anleitung oder ein Ablaufplan. Im Deutschunterricht geht es meistens darum, aus den Bildern eine sprachlich gelungene Erzählung zu machen.

Warum Bildergeschichten beim Erzählen helfen
Bilder bieten Dir sichtbare Hinweise. Du musst nicht bei null anfangen, sondern kannst aus Figuren, Gegenständen, Orten, Bewegungen und Gesichtsausdrücken Ideen entwickeln. Gleichzeitig erzählen Bilder nie alles. Gerade diese Lücken machen Bildergeschichten spannend: Du musst überlegen, was vor dem Bild passiert sein könnte, was zwischen zwei Bildern geschieht und was die Figuren denken oder fühlen.
Gute Bildergeschichten fördern deshalb mehrere Fähigkeiten gleichzeitig. Du übst genaues Beobachten, logisches Denken, kreatives Ergänzen, sprachliches Formulieren, sinnvolles Gliedern und bewusstes Überarbeiten. Diese Fähigkeiten brauchst Du nicht nur beim Schreiben von Aufsätzen, sondern auch beim Erzählen im Alltag, beim Präsentieren, beim Erklären von Abläufen und beim Gestalten eigener Medienprodukte.
Genaues Hinschauen: Bilder lesen
Bevor Du erzählst, musst Du die Bilder lesen. Ein Bild enthält Informationen, die wie Wörter in einem Text gedeutet werden können. Dazu gehören sichtbare Einzelheiten, aber auch Hinweise, die Du erschließen musst. Achte deshalb nicht nur auf die Hauptfigur, sondern auch auf Nebensachen: Wetter, Tageszeit, Kleidung, Gegenstände, Blickrichtungen, Abstände zwischen Personen, Bewegungen und Veränderungen von Bild zu Bild.
W-Fragen als Beobachtungshilfe
W-Fragen helfen Dir, die wichtigsten Informationen zu sammeln. Frage Dich: Wer ist zu sehen? Wo spielt die Szene? Wann könnte sie stattfinden? Was geschieht? Warum geschieht es? Wie fühlen sich die Figuren? Welche Folgen könnte das Ereignis haben? Wenn Du diese Fragen beantwortest, erhältst Du Material für Deine Geschichte.
- Wer?: Welche Figuren kommen vor und welche Rolle haben sie?
- Wo?: An welchem Ort spielt die Handlung?
- Wann?: Gibt es Hinweise auf Tageszeit, Jahreszeit oder Zeitraum?
- Was?: Welche sichtbaren Handlungen sind wichtig?
- Warum?: Welche Gründe, Wünsche oder Probleme könnten hinter der Handlung stehen?
- Wie?: Welche Stimmung, Gefühle oder Beziehungen werden erkennbar?
Von der Beschreibung zur Erzählung
Eine reine Beschreibung nennt nur, was auf den Bildern zu sehen ist. Eine Erzählung macht daraus eine Handlung. Sie verbindet die Bilder durch Zeitwörter, Gedanken, Gefühle, Ursachen und Folgen. Statt nur zu schreiben: „Ein Junge läuft. Ein Hund bellt. Der Junge fällt“, erzählst Du: „Als Tim den Ball über den Hof jagte, bemerkte er den Hund zu spät. Er erschrak, stolperte über den Bordstein und landete unsanft im Gras.“ So entsteht eine lebendige Geschichte.
Der Aufbau einer Bildergeschichte
Eine Bildergeschichte braucht einen klaren Aufbau. Der Aufbau hilft den Lesenden, der Handlung zu folgen. Meist besteht die Erzählung aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile müssen sinnvoll zusammenpassen.
Überschrift
Die Überschrift soll neugierig machen und zum Inhalt passen. Sie verrät nicht alles, sondern weckt Interesse. Eine gute Überschrift kann auf die Hauptfigur, das Problem, die Pointe oder einen besonderen Gegenstand hinweisen. Beispiele sind: Der verschwundene Schlüssel, Ein nasser Irrtum oder Die Überraschung im Karton.
Einleitung
In der Einleitung stellst Du die Ausgangssituation vor. Die Lesenden sollen erfahren, wer die Hauptfigur ist, wo die Geschichte beginnt und welche Situation vorliegt. Die Einleitung sollte nicht zu lang sein, aber genug Orientierung geben. Besonders wichtig ist, dass sie zur Stimmung der Geschichte passt.
Hauptteil
Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Hier erzählst Du die Bildfolge ausführlich. Du verbindest die Bilder mit passenden Übergängen und machst deutlich, warum die Figuren handeln. Der Hauptteil enthält oft ein Problem, eine Schwierigkeit, einen Konflikt oder ein Missverständnis. Je genauer Du Ursachen und Folgen erzählst, desto verständlicher wird Deine Geschichte.
Höhepunkt und Wendepunkt
Viele Bildergeschichten haben einen Höhepunkt. Dort ist die Handlung besonders spannend, lustig, gefährlich oder überraschend. Manchmal gibt es auch einen Wendepunkt, an dem sich die Situation plötzlich verändert. Beim Erzählen solltest Du diesen Moment nicht zu schnell abhaken. Verweile kurz, beschreibe Gefühle, Gedanken und Reaktionen.
Schluss
Der Schluss beendet die Handlung. Er kann eine Lösung, eine Erkenntnis, eine Überraschung, eine Pointe oder eine offene Frage enthalten. Ein guter Schluss passt zur Geschichte und wirkt nicht zufällig. Er sollte zeigen, was sich durch die Handlung verändert hat.
Erzählperspektive und Zeitform
Eine Bildergeschichte kann aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt werden. Häufig verwendest Du den Er-Erzähler oder Sie-Erzählerin: „Lena stellte den Korb ab.“ Du kannst aber auch aus der Ich-Perspektive erzählen: „Ich stellte den Korb ab und hörte plötzlich ein Rascheln.“ Die Ich-Perspektive wirkt oft persönlicher, verlangt aber, dass Du nur erzählst, was die Ich-Figur wissen oder wahrnehmen kann.
Die gebräuchlichste Zeitform für eine schriftliche Erzählung ist das Präteritum. Du schreibst also: „Er ging“, „sie sah“, „es begann“. Wörtliche Rede steht meistens im Präsens, weil Figuren direkt sprechen: „Komm schnell!“, rief Ben.
Sprache lebendig gestalten
Eine gute Bildergeschichte lebt von genauer und abwechslungsreicher Sprache. Dabei geht es nicht darum, möglichst schwierige Wörter zu benutzen. Wichtig ist, dass Deine Wörter treffend sind und zur Situation passen. Vermeide Wiederholungen, nutze abwechslungsreiche Verben und beschreibe Gefühle nicht nur mit einfachen Wörtern wie „gut“, „schlecht“ oder „traurig“.
Treffende Verben
Verben zeigen, was geschieht. Sie machen eine Geschichte lebendig. Statt „gehen“ kannst Du je nach Situation „schleichen“, „rennen“, „stolpern“, „trödeln“ oder „marschieren“ schreiben. Statt „sagen“ passen manchmal „flüstern“, „rufen“, „fragen“, „stammeln“, „jubeln“ oder „schimpfen“. Solche Verben helfen den Lesenden, sich die Szene genauer vorzustellen.
Sinneseindrücke
Mit Sinneseindrücken wird eine Geschichte anschaulicher. Du kannst beschreiben, was eine Figur sieht, hört, riecht, fühlt oder schmeckt. Dabei solltest Du sparsam und passend vorgehen. Ein kurzer Satz wie „Der Boden war noch feucht vom Regen“ kann sofort eine Stimmung erzeugen.
Gefühle und Gedanken
Bilder zeigen oft Gefühle durch Mimik und Körperhaltung. Beim Erzählen kannst Du diese Gefühle sprachlich ausbauen. Statt nur zu schreiben „Mia war traurig“, kannst Du zeigen, woran man das merkt: „Mia presste die Lippen zusammen und starrte auf ihre zerbrochene Laterne.“ So entsteht ein genaueres Bild. Gedanken helfen zusätzlich, Motive zu erklären: „Hoffentlich merkt niemand, dass ich zu spät bin, dachte sie.“
Direkte Rede
Direkte Rede macht eine Bildergeschichte lebendig. Figuren können miteinander sprechen, rufen, fragen oder streiten. Wichtig ist, dass direkte Rede nicht beliebig eingesetzt wird. Sie soll die Handlung weiterbringen oder die Figuren zeigen. Außerdem musst Du auf die richtige Zeichensetzung achten.
Bilder sinnvoll verbinden
Zwischen zwei Bildern fehlt oft ein Teil der Handlung. Diese Lücken nennt man erzählerische Leerstellen. Du musst sie mit passenden Übergängen füllen. Dabei helfen Wörter wie „zuerst“, „danach“, „plötzlich“, „kurz darauf“, „währenddessen“, „schließlich“ und „am Ende“. Solche Wörter ordnen die Handlung zeitlich und machen sie flüssig.
Chronologie und Kausalität
Eine Bildergeschichte braucht eine sinnvolle Chronologie. Die Ereignisse müssen in einer nachvollziehbaren Reihenfolge erzählt werden. Zusätzlich brauchst Du Kausalität. Das bedeutet: Es soll klar werden, warum etwas geschieht und welche Folgen daraus entstehen. Eine Geschichte wird überzeugender, wenn Handlungen nicht zufällig aneinandergereiht werden, sondern miteinander verbunden sind.
Auslassungen erkennen
Nicht jedes Detail muss erzählt werden. Wenn jedes Bild gleich ausführlich beschrieben wird, kann die Geschichte langweilig werden. Wichtige Momente erzählst Du genauer, unwichtige Übergänge kürzer. Überlege immer: Was braucht die lesende Person, um die Handlung zu verstehen? Was macht die Geschichte spannender? Was kann weggelassen werden?
Mündliches Erzählen von Bildergeschichten
Beim mündlichen Erzählen kommt zur Sprache auch Deine Stimme hinzu. Du kannst langsam oder schnell sprechen, Pausen machen, leiser oder lauter werden und mit Betonung Spannung erzeugen. Mündliches Erzählen eignet sich besonders gut, um Ideen zu sammeln, bevor Du schreibst. Wenn Du eine Bildergeschichte erst frei erzählst, merkst Du oft schneller, ob die Handlung logisch ist.
Erzählen vor der Klasse oder Gruppe
Wenn Du vor anderen erzählst, brauchst Du eine klare Reihenfolge. Schau nicht nur auf die Bilder, sondern auch zu Deinen Zuhörenden. Nenne die Figuren deutlich, erkläre Übergänge und mache Pausen an wichtigen Stellen. Nutze Deine Stimme, um Gefühle und Spannung hörbar zu machen.
Erzählen im Tandem
Beim Erzählen im Tandem arbeitet Ihr zu zweit. Eine Person beschreibt zunächst die sichtbaren Informationen, die andere ergänzt Gedanken, Gefühle und Übergänge. Danach tauscht Ihr die Rollen. Diese Methode hilft, zwischen Beschreibung und Erzählung zu unterscheiden.
Schriftliches Erzählen von Bildergeschichten
Beim schriftlichen Erzählen planst Du zuerst, was Du schreiben willst. Danach formulierst Du einen Entwurf und überarbeitest ihn. Schreiben ist also ein Prozess. Auch gute Autorinnen und Autoren verbessern ihre Texte mehrfach.
Schreibplan
Ein Schreibplan hilft Dir, den Überblick zu behalten. Du kannst zu jedem Bild Stichwörter notieren: Figuren, Ort, Handlung, Gefühle, wichtige Wörter und mögliche direkte Rede. Danach entscheidest Du, welcher Moment besonders ausführlich erzählt wird.
- Bildbetrachtung: Notiere, was Du sicher sehen kannst.
- Ideensammlung: Ergänze Gedanken, Gefühle und mögliche Ursachen.
- Handlungsplan: Ordne Anfang, Entwicklung, Höhepunkt und Schluss.
- Formulierung: Schreibe einen ersten zusammenhängenden Text.
- Überarbeitung: Prüfe Inhalt, Sprache, Aufbau und Rechtschreibung.
Überarbeiten mit Kriterien
Beim Überarbeiten prüfst Du Deinen Text mit festen Kriterien. Frage Dich: Passt die Überschrift? Wird die Ausgangssituation klar? Sind die Bilder in der richtigen Reihenfolge erzählt? Gibt es passende Übergänge? Ist der Höhepunkt spannend? Wird der Schluss verständlich? Sind Verben abwechslungsreich? Stimmen Rechtschreibung und Zeichensetzung?
Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest
Viele Fehler entstehen, wenn man die Bilder zu schnell betrachtet oder sofort mit dem Schreiben beginnt. Dann fehlen wichtige Details, Übergänge oder Zusammenhänge. Ein anderer häufiger Fehler ist die reine Bildbeschreibung. Dabei wird jedes Bild einzeln beschrieben, aber es entsteht keine lebendige Geschichte. Außerdem kann die Handlung unlogisch werden, wenn Gedanken und Motive der Figuren nicht erklärt werden.
Um diese Fehler zu vermeiden, solltest Du immer zuerst beobachten, dann planen, dann erzählen und zuletzt überarbeiten. Besonders hilfreich ist es, Deinen Text einer anderen Person vorzulesen. Wenn diese Person die Handlung ohne Bilder versteht, ist Deine Geschichte meistens gut verbunden.
Beispiel: Aus Bildern wird eine Geschichte
Stell Dir eine Bildfolge vor: Auf dem ersten Bild steht ein Kind mit einem Drachen auf einer Wiese. Auf dem zweiten Bild kommt starker Wind auf. Auf dem dritten Bild verfängt sich der Drachen in einem Baum. Auf dem vierten Bild hilft eine Nachbarin mit einer Leiter. Eine reine Beschreibung würde nur diese vier Bilder nennen. Eine Erzählung ergänzt Gründe, Gefühle und Übergänge.
Beschreibung: Ein Kind lässt einen Drachen steigen. Der Wind wird stärker. Der Drachen hängt im Baum. Eine Frau holt ihn herunter.
Erzählung: Am Samstagnachmittag wollte Jonas endlich seinen neuen Drachen ausprobieren. Zuerst stieg er nur langsam in den Himmel, doch plötzlich packte ihn eine kräftige Windböe. Jonas hielt die Schnur mit beiden Händen fest, aber der Drache riss zur Seite und landete mitten in der Krone des alten Apfelbaums. Enttäuscht blieb Jonas stehen. Da kam Frau Berger aus dem Nachbargarten, lächelte und holte ihre Leiter. Wenige Minuten später hielt Jonas den Drachen wieder in den Händen und versprach, beim nächsten Mal besser auf den Wind zu achten.
An diesem Beispiel erkennst Du: Die Erzählung verbindet die Bilder, ergänzt Gefühle, erklärt Ursachen und führt zu einem passenden Schluss.
Bildergeschichten digital gestalten
Bildergeschichten lassen sich auch digital erzählen. Du kannst Fotos aufnehmen, Zeichnungen scannen, ein digitales Storyboard erstellen, Tonaufnahmen hinzufügen oder aus einer Bildfolge ein kurzes Video machen. Dabei ist wichtig, dass Bild, Text und Ton zusammenarbeiten. Ein Geräusch oder ein kurzer gesprochener Satz kann die Wirkung einer Szene verstärken. Trotzdem muss die Handlung verständlich bleiben.
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Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Ziel beim Erzählen einer Bildergeschichte? (Aus Bildern eine zusammenhängende Handlung entwickeln) (!Alle Gegenstände auf den Bildern aufzählen) (!Nur die Farben der Bilder beschreiben) (!Die Bilder in beliebiger Reihenfolge wiedergeben)
Welche drei Teile gehören meistens zum Aufbau einer Bildergeschichte? (Einleitung, Hauptteil und Schluss) (!Titel, Fußnote und Quellenliste) (!Absatz, Reim und Strophe) (!Frage, Antwort und Ergebnis)
Was macht eine Bildergeschichte lebendiger? (Treffende Verben, Gefühle und passende direkte Rede) (!Nur sehr kurze Hauptsätze ohne Details) (!Möglichst viele Wiederholungen) (!Eine reine Liste sichtbarer Dinge)
Warum sind W-Fragen beim Planen hilfreich? (Sie helfen beim Sammeln wichtiger Informationen) (!Sie ersetzen die ganze Geschichte) (!Sie verhindern jede eigene Idee) (!Sie ordnen automatisch die Rechtschreibung)
Welche Zeitform wird beim schriftlichen Erzählen häufig verwendet? (Präteritum) (!Futur II) (!Plusquamperfekt in jedem Satz) (!Imperativ)
Was bedeutet Chronologie in einer Bildergeschichte? (Die Ereignisse werden in sinnvoller Reihenfolge erzählt) (!Alle Figuren sprechen gleichzeitig) (!Jeder Satz beginnt mit dem gleichen Wort) (!Der Schluss steht immer vor der Einleitung)
Was ist eine erzählerische Leerstelle? (Eine Lücke zwischen Bildern, die sinnvoll ergänzt wird) (!Ein leerer Rand auf dem Arbeitsblatt) (!Ein Rechtschreibfehler im Schluss) (!Ein Bild ohne Farben)
Was sollte eine gute Überschrift leisten? (Sie soll neugierig machen und zum Inhalt passen) (!Sie soll die ganze Geschichte vollständig verraten) (!Sie soll möglichst lang und unverständlich sein) (!Sie soll nichts mit der Handlung zu tun haben)
Welche Aufgabe hat der Schluss einer Bildergeschichte? (Er beendet die Handlung passend und verständlich) (!Er beginnt eine völlig neue Geschichte) (!Er wiederholt jedes Bild einzeln) (!Er enthält nur eine Personenbeschreibung)
Was prüfst Du beim Überarbeiten besonders? (Aufbau, Verständlichkeit, Sprache und Rechtschreibung) (!Nur die Länge der Überschrift) (!Nur die Anzahl der Bilder) (!Nur die Farbe des Stifts)
Memory
| Einleitung | Ausgangssituation vorstellen |
| Hauptteil | Handlung entwickeln |
| Schluss | Geschichte passend beenden |
| Mimik | Gefühle im Gesicht erkennen |
| Gestik | Bewegungen der Hände deuten |
| Chronologie | Reihenfolge der Ereignisse |
| Pointe | Überraschender Schlussmoment |
| Direkte Rede | Figuren sprechen lassen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bilder genau betrachten | Vorbereitung |
| W-Fragen beantworten | Ideensammlung |
| Handlung ordnen | Planung |
| Lebendig formulieren | Erzählen |
| Text verbessern | Überarbeitung |
Kreuzworträtsel
| Einleitung | Wie heißt der erste Teil einer Bildergeschichte? |
| Hauptteil | In welchem Teil entwickelt sich die Handlung am ausführlichsten? |
| Schluss | Wie heißt der letzte Teil einer Geschichte? |
| Pointe | Wie nennt man einen überraschenden oder witzigen Schlussmoment? |
| Mimik | Woran erkennt man Gefühle im Gesicht einer Figur? |
| Chronologie | Wie nennt man die sinnvolle Reihenfolge von Ereignissen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bild genau beschreiben: Wähle ein Bild aus einer Bildergeschichte und notiere fünf sichtbare Einzelheiten. Ergänze danach drei Vermutungen darüber, was die Figur denkt oder fühlt.
- W-Fragen beantworten: Beantworte zu einer Bildfolge die Fragen Wer, Wo, Wann, Was, Warum und Wie. Nutze Deine Antworten als Vorbereitung für eine mündliche Erzählung.
- Überschrift finden: Erfinde fünf unterschiedliche Überschriften zu derselben Bildergeschichte. Erkläre, welche Überschrift am neugierigsten macht.
- Anfang schreiben: Schreibe nur die Einleitung zu einer Bildergeschichte. Achte darauf, dass die Hauptfigur, der Ort und die Ausgangssituation klar werden.
Standard
- Bildergeschichte schreiben: Schreibe zu einer Bildfolge eine vollständige Geschichte mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
- Dialog einbauen: Ergänze in einer Bildergeschichte mindestens drei sinnvolle direkte Reden. Prüfe, ob sie zur Handlung passen.
- Text besprechen: Tausche Deinen Text mit einer Partnerin oder einem Partner. Gebt Euch Rückmeldung zu Aufbau, Spannung, Verständlichkeit und Sprache.
- Storyboard gestalten: Zeichne vier bis sechs eigene Bilder zu einer kurzen Alltagsszene und schreibe anschließend die passende Geschichte dazu.
Schwer
- Perspektive wechseln: Erzähle dieselbe Bildergeschichte einmal aus der Sicht der Hauptfigur und einmal aus der Sicht einer Nebenfigur. Vergleiche die Wirkung.
- Pointe gestalten: Entwickle zu einer Bildfolge zwei verschiedene Schlüsse: einen witzigen und einen nachdenklichen. Begründe, welcher besser passt.
- Bildergeschichte vertonen: Erstelle aus einer Bildergeschichte ein kurzes Hörspiel mit Erzählerstimme, direkter Rede und passenden Geräuschen.
- Digitale Bildergeschichte produzieren: Gestalte eine digitale Bildergeschichte als Foto-Story, Comic oder Video. Achte darauf, dass Bild, Text und Ton zusammen eine klare Handlung ergeben.

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Lernkontrolle
- Neue Bildfolge deuten: Du erhältst eine unbekannte Bildfolge ohne Text. Entwickle daraus eine logisch aufgebaute Geschichte und begründe, welche Details der Bilder Deine Entscheidungen beeinflusst haben.
- Beschreibung und Erzählung vergleichen: Schreibe zu einem Bild zuerst eine sachliche Beschreibung und danach einen erzählenden Abschnitt. Erkläre anschließend die Unterschiede.
- Text verbessern: Überarbeite eine vorgegebene schwache Bildergeschichte. Ergänze Übergänge, Gefühle, treffende Verben und einen passenden Schluss.
- Erzählperspektive untersuchen: Erzähle eine kurze Bildfolge aus zwei verschiedenen Perspektiven und erkläre, wie sich Stimmung und Informationslage verändern.
- Qualität beurteilen: Entwickle ein Kriterienraster für gute Bildergeschichten und wende es auf einen eigenen oder fremden Text an.
- Bild und Text verbinden: Untersuche einen Comic oder eine textlose Bildfolge. Erkläre, welche Informationen durch Bilder und welche durch Sprache vermittelt werden müssten.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du eine eigene Bildergeschichte und reflektierst Deinen Arbeitsprozess. Der Lernnachweis besteht aus einem Schreibplan, einer ausgearbeiteten Erzählung und einer kurzen Selbstbewertung. Du zeigst damit nicht nur Faktenwissen, sondern auch, dass Du Bilder deuten, Zusammenhänge herstellen, Sprache bewusst einsetzen und Deinen Text verbessern kannst.
- Schreibplan: Lege zu jeder Szene Stichwörter zu Figuren, Ort, Handlung, Gefühl und möglicher direkter Rede an.
- Ausarbeitung: Schreibe eine vollständige Bildergeschichte mit passender Überschrift, Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
- Sprache: Nutze treffende Verben, abwechslungsreiche Satzanfänge, passende Übergänge und mindestens zwei sinnvolle direkte Reden.
- Überarbeitung: Markiere drei Stellen, die Du verbessert hast, und erkläre, warum die neue Fassung stärker ist.
- Selbstbewertung: Beschreibe, was Dir beim Erzählen leichtfiel, was schwierig war und welche Strategie Dir beim nächsten Mal helfen kann.
Bewertungsraster
| Bereich | Gelungen | Teilweise gelungen | Noch zu verbessern |
|---|---|---|---|
| Bildverständnis | Wichtige Bilddetails werden erkannt und sinnvoll gedeutet. | Einige Bilddetails werden genutzt, andere bleiben unklar. | Die Geschichte löst sich stark von den Bildern oder übersieht zentrale Hinweise. |
| Aufbau | Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss sind klar verbunden. | Der Aufbau ist erkennbar, aber Übergänge fehlen teilweise. | Die Handlung wirkt ungeordnet oder unvollständig. |
| Sprachgestaltung | Die Sprache ist abwechslungsreich, anschaulich und passend. | Die Sprache ist verständlich, aber noch wenig abwechslungsreich. | Viele Wiederholungen oder ungenaue Wörter erschweren das Lesen. |
| Kreativität | Leerstellen werden originell und logisch ergänzt. | Einige eigene Ideen sind vorhanden, aber nicht immer ausgearbeitet. | Die Geschichte bleibt überwiegend bei einer knappen Beschreibung. |
| Überarbeitung | Der Text wurde sorgfältig geprüft und sichtbar verbessert. | Einzelne Verbesserungen wurden vorgenommen. | Eine Überarbeitung ist kaum erkennbar. |
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Weiterführende Unterrichtsideen
- Deutschunterricht: Bildergeschichten eignen sich zum Üben von Erzählaufbau, Satzverknüpfung und Wortschatz.
- Deutsch als Fremdsprache: Bildfolgen helfen, Sprache unabhängig vom Vorwissen über einen Text aufzubauen.
- Medienbildung: Digitale Bildergeschichten verbinden Schreiben, Sprechen, Gestalten und Präsentieren.
- Kunstunterricht: Eigene Bildfolgen fördern Komposition, Perspektive und visuelles Erzählen.
- Projektunterricht: Aus Bildergeschichten können Comics, Hörspiele, Foto-Stories oder kurze Filme entstehen.
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