Zum Inhalt springen

Behaviorismus - Psychologie

Aus MOOCsWiki Staging

Behaviorismus - Psychologie




Behaviorismus - Psychologie

Fach: Psychologie Niveau: Klasse 11–13 und Studium Themenfeld: Lernpsychologie, Konditionierung, Verhalten


Einleitung

Der Behaviorismus untersucht vor allem beobachtbares und messbares Verhalten. Verhalten wird als Ergebnis von Beziehungen zwischen Reiz, Reaktion, Umweltbedingungen und Konsequenzen analysiert. Innere Vorgänge werden im klassischen Behaviorismus nicht als zentrale Erklärung verwendet.

Der Ansatz prägte die wissenschaftliche Psychologie des 20. Jahrhunderts. Besonders wichtig sind die Klassische Konditionierung, die Operante Konditionierung und die experimentelle Untersuchung von Lernen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. behavioristische Grundannahmen erklären.
  2. klassische und operante Konditionierung unterscheiden.
  3. Verstärkung und Bestrafung funktional bestimmen.
  4. Experimente und Alltagsbeispiele analysieren.
  5. Chancen, Grenzen und ethische Probleme beurteilen.
  6. behavioristische Konzepte auf Schule, Therapie und Medien übertragen.


Grundidee des Behaviorismus

Der Behaviorismus fordert eine möglichst objektive Untersuchung des Verhaltens. Entscheidend sind beobachtbare Bedingungen und überprüfbare Veränderungen.

Grundannahme Bedeutung
Beobachtung Verhalten soll beschrieben und gemessen werden.
Lernen Erfahrungen verändern die Wahrscheinlichkeit von Verhalten.
Umwelt Reize und Konsequenzen beeinflussen Verhalten.
Experiment Bedingungen werden kontrolliert verändert.
Operationalisierung Begriffe werden durch messbare Merkmale festgelegt.

Merksatz: Ein Reiz oder eine Konsequenz wirkt nicht allein durch seine Absicht, sondern durch seine nachweisbare Wirkung auf das Verhalten.


Methodologischer und radikaler Behaviorismus

Der methodologische Behaviorismus konzentriert sich auf öffentlich beobachtbares Verhalten und klammert nicht direkt messbare Vorgänge weitgehend aus.

Der von B. F. Skinner vertretene radikale Behaviorismus betrachtet auch private Ereignisse wie Gedanken oder Gefühle als Teil des Verhaltens. Sie gelten jedoch nicht als unabhängige innere Ursachen, sondern sollen ebenfalls durch Lern- und Umweltbedingungen erklärt werden.


Historische Entwicklung

John B. Watson formulierte 1913 ein einflussreiches Programm einer Psychologie des beobachtbaren Verhaltens. Die Arbeiten von Iwan Petrowitsch Pawlow, Edward Lee Thorndike und B. F. Skinner lieferten zentrale Lernmodelle.

Person Beitrag
Iwan Petrowitsch Pawlow Erforschung bedingter Reflexe und Klassische Konditionierung
John B. Watson Programm des Behaviorismus und Übertragung auf menschliches Verhalten
Edward Lee Thorndike Gesetz des Effekts und Lernen durch Konsequenzen
B. F. Skinner Operante Konditionierung, Verstärkerpläne und radikaler Behaviorismus


Klassische Konditionierung

Bei der klassischen Konditionierung wird ein zunächst neutraler Reiz mit einem biologisch bedeutsamen Reiz gekoppelt. Danach kann der zuvor neutrale Reiz eine gelernte Reaktion auslösen.

Kürzel Begriff Beispiel
NS neutraler Reiz Glockenton vor dem Lernen
US unkonditionierter Stimulus Futter
UR unkonditionierte Reaktion Speichelfluss auf Futter
CS konditionierter Stimulus gelernter Glockenton
CR konditionierte Reaktion Speichelfluss auf den Glockenton


Zentrale Prozesse

  1. Akquisition: Die Verbindung zwischen Reizen wird aufgebaut.
  2. Extinktion: Der konditionierte Reiz erscheint wiederholt ohne den unkonditionierten Reiz.
  3. Spontanerholung: Eine gelöschte Reaktion kann nach einer Pause teilweise zurückkehren.
  4. Reizgeneralisierung: Ähnliche Reize lösen ebenfalls eine Reaktion aus.
  5. Reizdiskrimination: Zwischen ähnlichen Reizen wird unterschieden.


Operante Konditionierung

Bei der operanten Konditionierung verändert sich Verhalten durch seine Konsequenzen. Folgen, die Verhalten wahrscheinlicher machen, heißen Verstärker. Folgen, die Verhalten unwahrscheinlicher machen, werden als Bestrafung bezeichnet.

Thorndikes Gesetz des Effekts besagt vereinfacht: Verhalten mit günstigen Folgen wird eher wiederholt. Skinner entwickelte diese Forschung systematisch weiter.


Verstärkung und Bestrafung

Positiv bedeutet, dass ein Reiz hinzugefügt wird. Negativ bedeutet, dass ein Reiz entfernt wird. Die Begriffe bedeuten nicht gut oder schlecht.

Konsequenz Veränderung Wirkung auf Verhalten Beispiel
Positive Verstärkung angenehmer Reiz kommt hinzu Verhalten nimmt zu Anerkennung nach sorgfältiger Arbeit
Negative Verstärkung unangenehmer Reiz fällt weg Verhalten nimmt zu Warnton endet nach dem Anschnallen
Positive Bestrafung unangenehmer Reiz kommt hinzu Verhalten nimmt ab zusätzliche unangenehme Folge
Negative Bestrafung angenehmer Reiz fällt weg Verhalten nimmt ab zeitweiliger Entzug eines Privilegs

Wichtig: Eine Belohnung ist nur dann ein Verstärker, wenn das betreffende Verhalten anschließend tatsächlich häufiger auftritt. Eine Strafe ist funktional nur dann Bestrafung, wenn das Verhalten abnimmt.


Weitere Lernprinzipien

  1. Shaping: Schrittweise Annäherungen an ein Zielverhalten werden verstärkt.
  2. Chaining: Einzelne Verhaltensschritte werden zu einer Handlungskette verbunden.
  3. Löschung: Eine bisher verstärkende Konsequenz bleibt aus.
  4. Diskriminativer Stimulus: Ein Hinweisreiz signalisiert, wann ein Verhalten wahrscheinlich verstärkt wird.
  5. Verstärkerplan: Verstärkung erfolgt kontinuierlich oder nach bestimmten Quoten und Zeitintervallen.


Funktionale Verhaltensanalyse

Eine behavioristische Analyse fragt nicht zuerst nach einer Eigenschaft der Person, sondern nach Bedingungen und Folgen des Verhaltens.

Element Leitfrage
A – vorausgehende Bedingung Was geschieht unmittelbar vor dem Verhalten?
B – Verhalten Was tut die Person konkret und beobachtbar?
C – Konsequenz Was folgt unmittelbar auf das Verhalten?

Das ABC-Modell hilft, Verhalten präzise zu beschreiben. Es beweist jedoch nicht automatisch eine Ursache. Dafür sind kontrollierte Vergleiche und alternative Erklärungen nötig.


Anwendungen

Behavioristische Prinzipien werden unter anderem in Verhaltenstherapie, Unterricht, Training, Gesundheitsförderung und Mediengestaltung eingesetzt.

Bereich Beispiel Reflexionsfrage
Schule unmittelbares Feedback und Lernverstärkung Fördert das System auch Selbstständigkeit?
Verhaltenstherapie Exposition und Aufbau hilfreicher Gewohnheiten Ist die Maßnahme freiwillig und fachlich begründet?
Gesundheitspsychologie Hinweisreize und Verstärkung von Routinen Bleibt die Veränderung langfristig stabil?
Werbung Kopplung von Produkten mit positiven Reizen Wird Aufmerksamkeit gezielt konditioniert?
Digitale Medien variable Rückmeldungen und Benachrichtigungen Welche Nutzungsmuster werden verstärkt?


Grenzen und Kritik

Der Behaviorismus brachte klare Messmethoden und überprüfbare Lernmodelle hervor. Als vollständige Erklärung menschlichen Handelns ist er jedoch begrenzt.

  1. Kognitivismus: Erwartungen, Gedächtnis, Sprache und Problemlösen beeinflussen Verhalten.
  2. Biologische Psychologie: Lernen ist durch körperliche Voraussetzungen und artspezifische Dispositionen begrenzt.
  3. Sozial-kognitive Lerntheorie: Menschen lernen auch durch Beobachtung und Modelle.
  4. Humanistische Psychologie: Erleben, Sinn, Freiheit und persönliche Entwicklung werden stärker betont.
  5. Ethik: Kontrolle, Fremdbestimmung und unerwünschte Nebenwirkungen müssen geprüft werden.


Das Little-Albert-Experiment

Watson und Rosalie Rayner versuchten 1920, bei einem Kleinkind eine Angstreaktion zu konditionieren. Das historische Experiment wird heute vor allem als Beispiel für problematische Forschungsethik behandelt. Schutz vor Schaden, freiwillige Zustimmung, Abbruchmöglichkeiten und sorgfältige Aufklärung sind zentrale Anforderungen moderner Forschung.

Reflexion: Wissenschaftliche Bedeutung rechtfertigt keine Verletzung der Würde oder Sicherheit von Versuchspersonen.


Vergleich der Lernformen

Merkmal Klassische Konditionierung Operante Konditionierung
Verknüpfung Reiz mit Reiz Verhalten mit Konsequenz
Typische Reaktion häufig reflexnah oder automatisch häufig zielgerichtet oder spontan
Lernwirksames Ereignis Kopplung von CS und US Verstärkung oder Bestrafung
Beispiel Angstreaktion auf einen zuvor neutralen Hinweisreiz häufigeres Lernen nach wirksamem Feedback
Leitfrage Welcher Reiz kündigt etwas an? Welche Folge hat das Verhalten?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Worauf konzentriert sich der klassische Behaviorismus vor allem? (Auf beobachtbares und messbares Verhalten) (!Auf unbewusste Traumsymbole) (!Auf angeborene Persönlichkeitstypen) (!Auf philosophische Selbstberichte)




Was wird bei der klassischen Konditionierung hauptsächlich gelernt? (Eine Verbindung zwischen Reizen) (!Eine Verbindung zwischen Genen) (!Eine moralische Regel) (!Eine mathematische Formel)




Was bestimmt bei der operanten Konditionierung die zukünftige Verhaltenswahrscheinlichkeit? (Die Konsequenz des Verhaltens) (!Die Haarfarbe der Person) (!Die Länge eines Wortes) (!Die Jahreszeit allein)




Was bedeutet negative Verstärkung? (Ein unangenehmer Reiz wird entfernt und das Verhalten nimmt zu) (!Ein angenehmer Reiz wird entfernt und das Verhalten nimmt zu) (!Ein unangenehmer Reiz wird hinzugefügt und das Verhalten nimmt ab) (!Das Verhalten wird moralisch negativ bewertet)




Wann liegt positive Bestrafung vor? (Ein unangenehmer Reiz wird hinzugefügt und das Verhalten nimmt ab) (!Ein angenehmer Reiz wird hinzugefügt und das Verhalten nimmt zu) (!Ein unangenehmer Reiz wird entfernt und das Verhalten nimmt zu) (!Ein neutraler Reiz wird mit Futter gekoppelt)




Was bezeichnet Extinktion bei klassischer Konditionierung? (Der konditionierte Reiz erscheint wiederholt ohne den unkonditionierten Reiz) (!Der unkonditionierte Reiz wird stärker) (!Ein Verhalten wird durch Lob aufgebaut) (!Ein Reflex wird angeboren)




Wer formulierte das Gesetz des Effekts? (Edward Lee Thorndike) (!Sigmund Freud) (!Carl Rogers) (!Jean Piaget)




Was ist Reizgeneralisierung? (Ähnliche Reize lösen ebenfalls die gelernte Reaktion aus) (!Nur ein einziger Reiz kann wahrgenommen werden) (!Eine Konsequenz verliert jede Wirkung) (!Ein Verhalten wird absichtlich bestraft)




Welche Aussage über Verstärker ist korrekt? (Ein Verstärker erhöht nachweisbar die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens) (!Jede freundlich gemeinte Belohnung ist automatisch ein Verstärker) (!Verstärkung führt immer zu Einsicht) (!Verstärker wirken bei allen Menschen identisch)




Welche Kritik am Behaviorismus ist besonders verbreitet? (Kognitive und emotionale Prozesse werden teilweise unzureichend berücksichtigt) (!Verhalten könne grundsätzlich nicht beobachtet werden) (!Experimente seien in der Psychologie unmöglich) (!Lernen spiele für Verhalten keine Rolle)





Memory

Behaviorismus äußere Verhaltensbeobachtung
Pawlow Reizkopplung
Thorndike Gesetz des Effekts
Skinner Konsequenzsteuerung
Extinktion Abschwächung einer Lernreaktion
Generalisierung Übertragung auf ähnliche Signale
Diskrimination Unterscheidung von Hinweisreizen
Shaping schrittweise Verhaltensformung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Reiz-Reiz-Verknüpfung Klassische Konditionierung
Verhalten-Konsequenz-Verknüpfung Operante Konditionierung
Angenehmer Reiz wird hinzugefügt Positive Verstärkung
Unangenehmer Reiz wird entfernt Negative Verstärkung
Angenehmer Reiz wird entzogen Negative Bestrafung






Kreuzworträtsel

Watson Wer veröffentlichte 1913 das einflussreiche behavioristische Programm?
Pawlow Wessen Hundeversuche stehen für klassische Konditionierung?
Thorndike Wer formulierte das Gesetz des Effekts?
Skinner Wer entwickelte die Forschung zur operanten Konditionierung systematisch weiter?
Extinktion Wie heißt das Abschwächen einer gelernten Reaktion durch ausbleibende Kopplung?
Verstaerkung Welcher Prozess erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Behaviorismus untersucht vor allem

.
Bei der klassischen Konditionierung entsteht eine Verbindung zwischen

.
Ein vormals neutraler Reiz wird nach dem Lernen zum

.
Die Abschwächung einer konditionierten Reaktion heißt

.
Bei der operanten Konditionierung beeinflussen Folgen die zukünftige

.
Das Hinzufügen eines angenehmen Reizes kann eine

sein.
Bei negativer Verstärkung wird ein unangenehmer Reiz

.
Thorndike formulierte das

.
Die schrittweise Formung eines Zielverhaltens heißt

.
Das ABC-Modell untersucht vorausgehende Bedingungen, Verhalten und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Alltagsbeobachtung: Sammle fünf Situationen, in denen Verhalten durch unmittelbare Folgen beeinflusst wird, und begründe Deine Zuordnung.
  2. Begriffsnetz: Erstelle eine übersichtliche Grafik mit Reiz, Reaktion, Verstärkung, Bestrafung und Extinktion.
  3. Werbeanalyse: Untersuche eine Anzeige darauf, welche Reize mit einem Produkt gekoppelt werden.
  4. Lernprotokoll: Beobachte eine eigene Lernroutine drei Tage lang und notiere vorausgehende Bedingungen, Verhalten und Konsequenzen.


Standard

  1. Fallanalyse: Unterscheide in einem selbst gewählten Fall klassische und operante Lernanteile.
  2. Verstärkersystem: Entwirf ein freiwilliges und transparentes Feedbacksystem für eine Lerngruppe und benenne mögliche Nebenwirkungen.
  3. Interview: Befrage eine Person zu einer erlernten Gewohnheit und werte die Aussagen mit dem ABC-Modell aus.
  4. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, das negative Verstärkung von Bestrafung eindeutig unterscheidet.


Schwer

  1. Experimentplanung: Entwickle einen hypothetischen Versuchsplan zur Wirkung unterschiedlicher Rückmeldungen, ohne ihn an Menschen oder Tieren durchzuführen.
  2. Forschungsethik: Beurteile das Little-Albert-Experiment anhand heutiger ethischer Prinzipien und formuliere eine zulässige Alternative.
  3. Theorienvergleich: Vergleiche Behaviorismus, Kognitivismus und sozial-kognitive Lerntheorie an einem gemeinsamen Lernbeispiel.
  4. Interventionskonzept: Entwickle für ein schulisches Problemverhalten eine funktionale Analyse, eine faire Maßnahme und Kriterien zur Erfolgskontrolle.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Schulangst: Analysiere, wie klassische und operante Konditionierung gemeinsam zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Schulvermeidung beitragen könnten. Nenne auch alternative Erklärungen.
  2. Bewertung eines Belohnungssystems: Prüfe ein Punktesystem für Hausaufgaben hinsichtlich Wirksamkeit, Fairness, Motivation und möglicher Abhängigkeit von äußeren Anreizen.
  3. Interventionsvergleich: Vergleiche Bestrafung, Extinktion und Verstärkung eines Alternativverhaltens bei demselben Fall. Begründe eine fachlich und ethisch vertretbare Entscheidung.
  4. Mediennutzung: Erkläre mit Verstärkerplänen, warum Benachrichtigungen und unvorhersehbare Rückmeldungen die Nutzung digitaler Angebote stabilisieren können.
  5. Methodenkritik: Beurteile, welche Aussagen aus einem Tierexperiment auf menschliches Lernen übertragen werden dürfen und welche Einschränkungen gelten.
  6. Theorieintegration: Entwickle eine Erklärung für Prüfungslernen, die behavioristische, kognitive und soziale Faktoren verbindet.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis ist wichtig, dass Du:

  1. zentrale Begriffe korrekt definierst und auf neue Beispiele überträgst.
  2. klassische und operante Konditionierung sicher unterscheidest.
  3. positive und negative Verstärkung sowie Bestrafung funktional analysierst.
  4. eine einfache ABC-Analyse nachvollziehbar durchführst.
  5. empirische Befunde von Vermutungen und Absichten trennst.
  6. Grenzen des Behaviorismus fachlich begründest.
  7. ethische Anforderungen bei Forschung und Anwendung berücksichtigst.
  8. eine eigenständige Transferaufgabe dokumentierst und reflektierst.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen