Zum Inhalt springen

Begleitakkorde zu einfachen Melodien finden

Aus MOOCsWiki Staging

Begleitakkorde zu einfachen Melodien finden



Einleitung

Begleitakkorde zu einfachen Melodien finden bedeutet: Du suchst zu einer gesungenen oder gespielten Melodie passende Akkorde, die den Klang stützen, Spannung und Entspannung erzeugen und den musikalischen Verlauf verständlich machen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du von einzelnen Tönen über Tonart, Dreiklang, Kadenz und Harmonie zu einer einfachen, gut klingenden Begleitung kommst.

Der Kurs ist für Musikunterricht, Bandarbeit, Klavier, Gitarre, Keyboard, Songwriting und schulische Komposition geeignet. Du arbeitest mit hörbaren Notenbeispielen, analysierst Melodien, probierst Akkordfolgen aus und entwickelst eigene Begleitmuster.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Qp2uTNeYKlI |500|center}}


Lernziele

  1. Melodie: Du erkennst wichtige Melodietöne, Zieltöne und Phrasen.
  2. Tonart: Du bestimmst den Tonvorrat einer einfachen Melodie.
  3. Dreiklang: Du bildest Akkorde aus Tonleitertönen.
  4. Funktionstheorie: Du nutzt Tonika, Subdominante und Dominante als Grundfunktionen.
  5. Kadenz: Du verstehst Schlusswirkungen und typische Akkordfolgen.
  6. Begleitung: Du entwickelst einfache Begleitmuster für Klavier, Gitarre oder Keyboard.
  7. Hören: Du prüfst Akkorde nicht nur theoretisch, sondern auch mit dem Ohr.
  8. Transfer: Du überträgst ein Akkordschema auf andere Tonarten und eigene Melodien.


Grundidee: Von der Melodie zum Akkord

Eine Melodie besteht aus einzelnen Tönen, aber nicht jeder Ton ist gleich wichtig. Besonders wichtig sind oft Töne auf schweren Taktzeiten, lange Töne, Wiederholungstöne, Anfangstöne einer Phrase und Schlusstone. Ein passender Akkord enthält häufig den wichtigen Melodieton als Akkordton. Der Melodieton kann dann Grundton, Terz oder Quinte des Akkords sein.

Eine einfache Vorgehensweise lautet: Zuerst bestimmst Du die Tonart, dann sammelst Du die wichtigsten Akkorde dieser Tonart, danach probierst Du pro Takt oder Halbtakt passende Akkorde aus. Zum Schluss hörst Du, ob der Verlauf musikalisch sinnvoll wirkt. Theorie hilft Dir beim Eingrenzen; Dein Ohr entscheidet, ob die Begleitung wirklich trägt.


Eine einfache Melodie ohne Akkorde

Höre oder spiele zuerst die Melodie allein. Achte darauf, welche Töne am Anfang, in der Mitte und am Schluss besonders stabil wirken.


\score {
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    c4 c g g | a a g2 | f4 f e e | d d c2 \bar "|."
  }
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Diese Melodie verwendet nur Töne aus C-Dur. Der Schlusston c wirkt wie ein musikalisches Zuhause. Das ist ein starkes Indiz für die Tonart C-Dur.


Schritt 1: Tonart und Tonvorrat erkennen

Die Tonart ist der klangliche Rahmen einer Melodie. In einfachen Liedern erkennst Du sie oft an drei Merkmalen: dem Tonvorrat, dem Schlusston und dem Akkord, der sich am Ende besonders ruhig anfühlt. In C-Dur gibt es keine Vorzeichen; die Tonleiter besteht aus c, d, e, f, g, a und b.


\score {
  <<
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 d e f | g a b c | c b a g | f e d c \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 92 }
}

Wenn eine Melodie überwiegend diese Töne nutzt und auf c endet, ist C-Dur naheliegend. Beginnt oder endet sie dagegen auf a und wirkt eher traurig oder offen, kann a-Moll naheliegen, denn a-Moll nutzt denselben Tonvorrat wie C-Dur.


Schritt 2: Dreiklänge aus der Tonleiter bilden

Ein Dreiklang entsteht, wenn Du von einem Grundton aus jeden zweiten Ton der Tonleiter stapelst. In C-Dur entstehen so die leitereigenen Akkorde: C-Dur, d-Moll, e-Moll, F-Dur, G-Dur, a-Moll und ein verminderter Dreiklang auf b. Für einfache Begleitungen reichen am Anfang meistens die Hauptakkorde C, F und G aus. Später kommen d-Moll, e-Moll und a-Moll als Nebenakkorde hinzu.

Datei:Music-triad.svg

\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 d:m e:m f g a:m b:dim c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1 | <d f a> | <e g b> | <f a c> | <g b d> | <a c e> | <b d f> | <c e g> \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

Die Dur-Akkorde in C-Dur sind C, F und G. Die Moll-Akkorde sind d-Moll, e-Moll und a-Moll. Der verminderte Akkord auf b ist für den Einstieg weniger wichtig, kann aber in späteren Harmonien eine spannende Leitwirkung haben.


Schritt 3: Die Hauptfunktionen I IV V nutzen

Die wichtigsten Akkorde einer Dur-Tonart sind die Tonika, die Subdominante und die Dominante. In C-Dur heißen sie C, F und G. Sie werden oft auch als I, IV und V bezeichnet. Mit diesen drei Akkorden lassen sich viele einfache Melodien begleiten.

Datei:Circle of fifths with key signatures and triads.svg

Die Tonika klingt wie ein Zuhause. Die Subdominante öffnet den Klang und führt weg vom Zuhause. Die Dominante erzeugt Spannung und will häufig zurück zur Tonika. Zusammen bilden sie eine einfache Kadenz.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f g:7 c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1 | <f a c> | <g b d f> | <c e g> \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 78 }
}


Schritt 4: Melodietöne als Akkordtöne prüfen

Ein Akkord passt besonders gut, wenn ein wichtiger Melodieton in ihm vorkommt. In C-Dur enthalten die Hauptakkorde folgende Töne: C-Dur enthält c, e und g. F-Dur enthält f, a und c. G-Dur enthält g, b und d. Wenn der Melodieton also a ist, liegt F-Dur nahe. Wenn der Melodieton d ist, liegt G-Dur nahe. Wenn der Melodieton e ist, liegt C-Dur nahe.

Wichtiger Melodieton Mögliche Akkorde in C-Dur Klangliche Wirkung
c C-Dur, F-Dur, a-Moll sehr stabil, oft Anfang oder Schluss
d G-Dur, d-Moll beweglich, oft zur Dominante passend
e C-Dur, e-Moll, a-Moll warm, häufig tonikal oder weich
f F-Dur, d-Moll öffnend, oft subdominantisch
g C-Dur, G-Dur, e-Moll stabil oder dominantisch
a F-Dur, a-Moll, d-Moll weich, hell oder mollnah
b G-Dur, e-Moll spannungsvoll, führt oft zu c


Beispiel: Melodie mit Hauptakkorden

Die folgende Harmonisierung nutzt vor allem C, F und G. Achte darauf, wie die Akkorde die wichtigen Melodietöne stützen.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f2 c f c g c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 c g g | a a g2 | f4 f e e | d d c2 \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Im ersten Takt stützt C-Dur die Töne c und g. Im zweiten Takt passt F-Dur zum Ton a, danach kehrt C-Dur zum Ton g zurück. Im letzten Takt passt G-Dur gut zu d, bevor C-Dur den Schluss beruhigt.


Schritt 5: Akkordwechsel planen

Bei einfachen Melodien muss nicht jeder Ton einen neuen Akkord bekommen. Häufig genügt ein Akkord pro Takt oder ein Akkord pro halbem Takt. Besonders wichtig sind Töne auf der ersten und dritten Zählzeit im Vierertakt. Kurze Durchgangstöne dürfen auch einmal nicht im Akkord liegen, wenn sie melodisch sinnvoll weiterführen.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f g c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      e4 f g e | a g f2 | d4 e f d | c2 c \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}

In diesem Beispiel trägt der Akkord pro Takt die Melodie. Nicht jeder einzelne Ton muss erklärt werden. Entscheidend ist, dass die wichtigen Töne zum Akkord passen und der Verlauf als Ganzes überzeugend klingt.


Schritt 6: Kadenzen und Schlusswirkungen

Eine Kadenz ist eine typische Akkordverbindung, die Spannung und Entspannung organisiert. Die Verbindung Dominante zu Tonika klingt in vielen Stilen besonders schlüssig. In C-Dur ist das G oder G7 nach C. Die Verbindung F nach C klingt ruhiger und wird oft als weicher Schluss empfunden.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { g2:7 c f c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      <g b d f>2 <c e g> | <f a c> <c e g> \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

Die Dominante enthält in C-Dur den Ton b. Dieser Ton zieht stark zum c. Dadurch entsteht eine klare Schlusswirkung. Wenn Deine Melodie am Ende auf c landet, kann G oder G7 davor die Spannung verstärken.


Schritt 7: Nebenakkorde und Klangfarben nutzen

Nebenakkorde erweitern die Begleitung. In C-Dur sind a-Moll, d-Moll und e-Moll besonders nützlich. Sie enthalten viele Töne der Melodie, klingen aber weicher oder farbiger als die Hauptakkorde. Ein a-Moll-Akkord kann zum Beispiel einen C-Dur-Klang ersetzen, wenn die Melodie die Töne a, c oder e betont.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 a:m f2 g:7 c1 }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 c g g | a a g2 | f4 f e e | d d c2 \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Diese Variante beginnt ebenfalls mit C-Dur, nutzt dann aber a-Moll. Dadurch entsteht eine andere Klangfarbe, obwohl die Melodie gleich bleibt. Genau deshalb lohnt es sich, mehrere passende Akkorde auszuprobieren.


Schritt 8: Nicht jeder Melodieton muss im Akkord liegen

In Melodien gibt es Durchgangstöne, Wechselnoten und Vorhalte. Solche Töne können kurz Spannung erzeugen, obwohl sie nicht zum Akkord gehören. Wichtig ist, dass sie sinnvoll weitergeführt werden. Ein Durchgangston verbindet zwei Akkordtöne schrittweise. Eine Wechselnote verlässt einen Akkordton kurz und kehrt zurück. Ein Vorhalt bleibt aus dem vorherigen Klang liegen und löst sich danach auf.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      e4 f g e | a g f2 \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 82 }
}

Im ersten Takt gehören e und g klar zu C-Dur. Der Ton f kann als Durchgangston gehört werden. Im zweiten Takt stützt F-Dur die Töne a und f, während g als melodische Bewegung wirkt.


Schritt 9: Bass, Umkehrungen und Begleitmuster

Eine Begleitung besteht nicht nur aus Akkordsymbolen. Der Bass macht den Akkord hörbar und gibt Richtung. Umkehrungen helfen, die Akkorde geschmeidig zu verbinden. Statt jeden Akkord in Grundstellung zu spielen, kannst Du gemeinsame Töne liegen lassen und nur einzelne Stimmen bewegen.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f2 c f c g c }
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \relative c'' {
        \clef treble
        \key c \major
        \time 4/4
        c4 c g g | a a g2 | f4 f e e | d d c2 \bar "|."
      }
      \new Staff \relative c {
        \clef bass
        \key c \major
        \time 4/4
        <c e g>2 <c e g> | <f a c> <e g c> | <f a c> <e g c> | <g b d> <c e g> \bar "|."
      }
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Für Klavier oder Keyboard kannst Du links Grundtöne oder Akkorde spielen und rechts die Melodie. Für Gitarre kannst Du dieselben Akkordsymbole als Griffmuster verwenden. Wichtig ist, dass die Begleitung die Melodie nicht überdeckt.


Blockakkorde und gebrochene Akkorde

Ein Blockakkord spielt alle Akkordtöne gleichzeitig. Ein gebrochener Akkord verteilt die Töne nacheinander. Gebrochene Akkorde wirken oft fließender und eignen sich gut für ruhige Lieder.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f g:7 c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      c4 e g e | f a c a | g b d f | e c g e \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}


Schritt 10: Moll-Tonarten und einfache Dominanten

In Moll funktioniert das Grundprinzip ähnlich. Du bestimmst die Tonart, suchst wichtige Melodietöne und wählst passende Akkorde. In a-Moll sind a-Moll, d-Moll und E oder E7 besonders wichtig. E7 enthält den Leitton gis, der stark nach a führt.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { a1:m d:m e:7 a:m }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key a \minor
      \time 4/4
      e4 a b c | d c b a | g a b gis | a2 a \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 86 }
}

Der Ton gis kommt in natürlichem a-Moll nicht vor, wirkt aber in der Dominante E7 als Leitton. Dadurch entsteht eine klare Rückkehr zur Tonika a-Moll.


Schritt 11: Transponieren

Wenn Du eine Akkordfolge als Stufenfolge verstehst, kannst Du sie leicht in andere Tonarten übertragen. Aus C, F, G, C wird in G-Dur die Folge G, C, D, G. Die Funktion bleibt gleich: Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { g1 c2 g c g d:7 g }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key g \major
      \time 4/4
      g4 g d' d | e e d2 | c4 c b b | a a g2 \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}

Transponieren hilft Dir, Lieder an eine Stimme oder ein Instrument anzupassen. Wer in Stufen denkt, muss nicht jede Akkordfolge neu lernen.


Praxiswerkstatt: Drei sichere Wege zu Begleitakkorden

Weg Vorgehen Geeignet für
Hauptfunktionen Nutze zuerst Tonika, Subdominante und Dominante. sehr einfache Lieder, Einstieg, Klassenmusizieren
Akkordtöne Suche Akkorde, die wichtige Melodietöne enthalten. Melodieanalyse, Songwriting, Arrangement
Kadenzen Plane Spannung vor Phrasenenden und Entspannung am Schluss. Schlusswendungen, Refrains, Vortragsgestaltung


Übungsmelodie A

Bestimme die Tonart, markiere die wichtigen Töne und probiere zunächst nur die drei Hauptakkorde aus.


\score {
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    g4 e e f | g2 c, | d4 e f d | c2 c \bar "|."
  }
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 84 }
}

Eine mögliche Lösung ist C-Dur, G-Dur, G-Dur und C-Dur. Eine andere Lösung kann F-Dur im dritten Takt einbeziehen. Vergleiche die Wirkung.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 g f2 g c1 }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      g4 e e f | g2 c, | d4 e f d | c2 c \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 84 }
}


Übungsmelodie B

Diese Melodie wirkt ruhiger, wenn Du neben C, F und G auch a-Moll verwendest.


\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 a:m f g:7 c }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      \key c \major
      \time 4/4
      e4 g a g | e2 c | f4 a g f | d2 g | c1 \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 78 }
}


Typische Fehler und Lösungen

Fehler Warum es problematisch ist Bessere Strategie
Zu viele Akkordwechsel Die Begleitung wirkt unruhig und verdeckt die Melodie. Beginne mit einem Akkord pro Takt.
Nur nach einzelnen Tönen entscheiden Kurze Durchgangstöne können täuschen. Achte auf lange und betonte Töne.
Schluss ohne Spannung Das Ende wirkt zufällig oder offen. Nutze häufig Dominante vor Tonika.
Bass springt stark Die Begleitung klingt schwerfällig. Nutze Umkehrungen und gemeinsame Töne.
Theorie ohne Hören Ein theoretisch möglicher Akkord klingt nicht immer passend. Spiele, singe und vergleiche mehrere Varianten.


Zusammenfassung

Begleitakkorde findest Du, indem Du die Tonart erkennst, die wichtigsten Melodietöne prüfst und passende Dreiklänge auswählst. Für einfache Melodien reichen oft die Hauptfunktionen Tonika, Subdominante und Dominante. Nebenakkorde wie a-Moll, d-Moll oder e-Moll erweitern die Klangfarben. Gute Begleitungen entstehen nicht durch Auswendiglernen einzelner Akkorde, sondern durch das Zusammenspiel von Analyse, Hören, Ausprobieren und musikalischer Entscheidung.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=hzEGehnB8RI |500|center}}


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist beim Finden von Begleitakkorden meistens der erste sinnvolle Schritt? (Die Tonart der Melodie bestimmen) (!Die Melodie sofort schneller spielen) (!Alle Akkorde chromatisch nacheinander spielen) (!Den Rhythmus der Melodie ignorieren)




Welche drei Akkorde bilden in C-Dur die wichtigsten Hauptfunktionen? (C F G) (!C D E) (!A B C) (!F G A)




Welche Funktion klingt meist wie das musikalische Zuhause einer Tonart? (Tonika) (!Durchgangston) (!Vorhalt) (!Synkope)




Welcher Akkord passt in C-Dur besonders gut zu einem wichtigen Melodieton d? (G-Dur) (!Cis-Dur) (!Fis-Dur) (!B-Dur)




Was ist ein Dreiklang? (Ein Akkord aus Grundton Terz und Quinte) (!Eine Folge aus drei Takten) (!Ein Rhythmus mit drei Pausen) (!Eine Melodie aus drei Liedern)




Warum ist die Dominante vor der Tonika oft wirkungsvoll? (Sie erzeugt Spannung und führt zur Auflösung) (!Sie beendet jede Melodie ohne Klang) (!Sie ersetzt immer den Rhythmus) (!Sie macht alle Töne gleich wichtig)




Welche Töne enthält der C-Dur-Akkord? (c e g) (!c d f) (!d f a) (!g a b)




Was bedeutet ein Akkordwechsel pro Takt in einer einfachen Begleitung? (Jeder Takt erhält meist einen tragenden Akkord) (!Jeder einzelne Ton erhält einen neuen Akkord) (!Es wird ohne Takt gespielt) (!Der Schlussakkord wird ausgelassen)




Welche Aussage zu Durchgangstönen ist richtig? (Sie müssen nicht immer Akkordtöne sein) (!Sie sind immer der Grundton) (!Sie dürfen nie in Melodien vorkommen) (!Sie ersetzen die Tonart)




Was hilft beim Übertragen einer Akkordfolge in eine andere Tonart? (Das Denken in Stufen und Funktionen) (!Das Weglassen der Melodie) (!Das Verdoppeln jeder Pause) (!Das Spielen nur schwarzer Tasten)





Memory

Tonika Zuhause der Tonart
Dominante Spannung zur Auflösung
Subdominante Öffnung des Klanges
Dreiklang Grundton Terz Quinte
Kadenz Schlusswirkung
Durchgangston Verbindung zwischen Akkordtönen
Umkehrung andere Lage gleicher Töne





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
C-Dur Tonika C-Dur
C-Dur Subdominante F-Dur
C-Dur Dominante G-Dur
a-Moll Tonika a-Moll
a-Moll Dominante E-Dur




...


Kreuzworträtsel

Tonika Welche Funktion wirkt als musikalisches Zuhause einer Tonart?
Dominante Welche Funktion erzeugt häufig Spannung zur Tonika?
Subdominante Welche Funktion öffnet den Klang vor der Dominante?
Dreiklang Wie heißt ein Akkord aus Grundton Terz und Quinte?
Kadenz Wie heißt eine typische Schlusswendung aus Funktionen?
Basston Welche Stimme macht das Fundament eines Akkords hörbar?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Um passende Begleitakkorde zu finden, bestimmst Du zuerst die

der Melodie. Ein Akkord passt besonders gut, wenn ein wichtiger Melodieton als

enthalten ist. Die drei wichtigsten Funktionen in einer Dur-Tonart heißen Tonika, Subdominante und

. Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und

. Die Tonika wirkt häufig wie das musikalische

. Vor dem Schluss erzeugt die Dominante oft

. Kurze Durchgangstöne müssen nicht immer im

vorkommen. Durch Umkehrungen kann eine Begleitung

klingen. Beim Transponieren hilft das Denken in

. Eine gute Harmonisierung entsteht durch Analyse, Ausprobieren und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Tonart erkennen: Spiele oder singe eine einfache Melodie und notiere, welcher Ton am Ende am ruhigsten wirkt. Begründe Deine Vermutung zur Tonart in drei Sätzen.
  2. Hauptakkorde finden: Schreibe zu einer C-Dur-Melodie die Akkorde C, F und G auf Karten. Lege zu jedem Takt einen Akkord und prüfe den Klang.
  3. Akkordtöne markieren: Markiere in einer Melodie alle Töne, die zu C-Dur gehören. Ergänze danach, welche davon auch zu F-Dur oder G-Dur passen.
  4. Hörvergleich: Spiele dieselbe Melodie einmal nur mit C-Dur und einmal mit C, F und G. Beschreibe, welche Version abwechslungsreicher klingt.


Standard

  1. Kadenz gestalten: Komponiere eine viertaktige Melodie in C-Dur und beende sie mit der Folge G7 nach C. Erkläre, wie die Schlusswirkung entsteht.
  2. Nebenakkorde einsetzen: Harmonisiere eine einfache Melodie zuerst nur mit Hauptakkorden und danach zusätzlich mit a-Moll oder d-Moll. Vergleiche die Klangfarben.
  3. Begleitmuster entwickeln: Erstelle für Klavier, Keyboard oder Gitarre ein Begleitmuster aus gebrochenen Akkorden. Achte darauf, dass die Melodie gut hörbar bleibt.
  4. Phrasen untersuchen: Teile eine achtaktige Melodie in zwei Phrasen ein. Entscheide, wo Akkordwechsel sinnvoll sind und wo ein Akkord liegen bleiben kann.


Schwer

  1. Arrangement schreiben: Erstelle eine vollständige Begleitung zu einer selbst gewählten Volkslied-, Kinderlied- oder Eigenmelodie. Nutze mindestens vier verschiedene Akkorde und notiere Akkordsymbole.
  2. Reharmonisation: Harmonisiere dieselbe Melodie auf zwei unterschiedliche Arten. Eine Version soll sehr einfach klingen, die andere farbiger und überraschender.
  3. Transposition: Übertrage eine Akkordfolge aus C-Dur nach G-Dur oder F-Dur. Erkläre, welche Akkorde dieselben Funktionen übernehmen.
  4. Bandprojekt: Verteilt Melodie, Bass, Akkorde und Rhythmus auf verschiedene Instrumente. Nehmt die Begleitung auf und reflektiert, ob die Akkorde die Melodie unterstützen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse und Begründung: Du erhältst eine einfache Melodie in C-Dur. Wähle zu jedem Takt einen Akkord und begründe die Wahl mit wichtigen Melodietönen.
  2. Vergleich zweier Lösungen: Vergleiche zwei unterschiedliche Harmonisierungsvorschläge zur gleichen Melodie. Erkläre, welche Version ruhiger, spannender oder farbiger wirkt.
  3. Transfer in eine andere Tonart: Übertrage eine Akkordfolge mit Tonika, Subdominante und Dominante von C-Dur nach G-Dur. Erkläre den Weg über Stufen.
  4. Klangentscheidung: Entscheide, ob an einer bestimmten Stelle C-Dur, a-Moll oder F-Dur besser passt. Begründe Deine Entscheidung mit Klangwirkung und Melodieton.
  5. Begleitmuster bewerten: Beurteile, ob eine Begleitung die Melodie unterstützt oder stört. Gehe auf Lautstärke, Rhythmus, Bass und Akkordwechsel ein.
  6. Eigene Harmonisierung: Entwickle zu einer achttaktigen Melodie eine Begleitung und schreibe eine kurze Reflexion darüber, welche Stellen leicht oder schwierig waren.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du eine einfache Melodie nicht nur mit Akkordsymbolen versiehst, sondern Deine musikalischen Entscheidungen begründen kannst. Ein überzeugender Lernnachweis enthält:

  1. Tonart: Bestimmung der Tonart mit Begründung über Tonvorrat, Schlusston und Höreindruck.
  2. Melodieanalyse: Markierung wichtiger Melodietöne, Phrasen und möglicher Durchgangstöne.
  3. Akkordauswahl: Passende Haupt- und Nebenakkorde mit nachvollziehbarer Begründung.
  4. Kadenz: Bewusste Gestaltung mindestens einer Schlusswirkung.
  5. Begleitung: Ein spielbares Begleitmuster für ein Instrument oder eine Gruppe.
  6. Reflexion: Vergleich von mindestens zwei Varianten und Beschreibung der Klangwirkung.
  7. Präsentation: Vortrag, Aufnahme oder gemeinsame Aufführung der Melodie mit Begleitakkorden.




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen