Zum Inhalt springen

Bauphasen am Ulmer Münster

Aus MOOCsWiki Staging



Bauphasen am Ulmer Münster



Einleitung

Die Bauphasen am Ulmer Münster zeigen, wie ein einziges Bauwerk mehr als fünf Jahrhunderte Stadtgeschichte, Kirchengeschichte, Gotik, Statik, Handwerk und Bürgerengagement miteinander verbindet. Der Bau begann am 30. Juni 1377 als ehrgeiziges Projekt der freien Reichsstadt Ulm. Aus einer mittelalterlichen Bürgerkirche wurde ein Generationenwerk: geplant, begonnen, umgeplant, gefährdet, gesichert, jahrhundertelang nicht vollendet und schließlich im 19. Jahrhundert im Geist der Neugotik abgeschlossen.

Wenn Du die Bauphasen des Ulmer Münsters verstehst, lernst Du nicht nur Jahreszahlen. Du erkennst, wie Architektur auf politische Krisen, religiöse Veränderungen, technische Grenzen, wirtschaftliche Entwicklungen und ästhetische Ideale reagiert. Das Ulmer Münster ist daher ein besonders geeignetes Beispiel, um Bauhütten, Basilika, Hallenkirche, Gewölbe, Strebewerk, Turmbau, Denkmalpflege und Restaurierung miteinander zu verbinden.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=NkAvKDLsyGs |500|center}}


Überblick: Warum wurde das Ulmer Münster gebaut?

Die alte Ulmer Pfarrkirche lag im Mittelalter außerhalb der Stadtmauern. In Kriegs- und Belagerungszeiten war das für die Bevölkerung ein Problem, weil der Weg zur Kirche unsicher oder versperrt sein konnte. Die Ulmerinnen und Ulmer wollten eine große Kirche innerhalb der Stadt, die ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und ihrem Selbstbewusstsein als Reichsstadt entsprach. Deshalb wurde das neue Münster aus städtischer und bürgerlicher Kraft getragen. Es war kein bischöflicher Dom, sondern eine Pfarrkirche, die von der Stadtgesellschaft finanziert und als gemeinsames Werk verstanden wurde.

Das Gründungsrelief erinnert an die Grundsteinlegung von 1377. Es zeigt symbolisch, dass der Bau nicht nur aus Stein, Holz und Geld bestand, sondern aus Verantwortung. Bürgermeister Ludwig Krafft und die Bürgerschaft übergaben dem Baumeister Heinrich II. Parler die Aufgabe, eine Kirche zu errichten, die weit über die Lebenszeit einer Generation hinausreichen würde.


Bauphase 1: Gründung und Parler-Zeit 1377 bis 1391

Die erste Bauphase begann mit der Grundsteinlegung am 30. Juni 1377. Als erster Baumeister gilt Heinrich II. Parler aus der berühmten Baumeisterfamilie Parler. Die Parler gehörten zu den wichtigsten Architektenfamilien der Gotik in Mitteleuropa. Am Ulmer Münster begannen sie vor allem mit dem Chor, den unteren Teilen der Chortürme und den frühen Abschnitten des Langhauses.

In der frühen Planung spielte die Vorstellung einer Hallenkirche eine wichtige Rolle. Bei einer Hallenkirche sind Mittelschiff und Seitenschiffe annähernd gleich hoch. Später entwickelte sich das Baukonzept jedoch in Richtung einer Basilika, bei der das Mittelschiff deutlich höher ist und durch einen Obergaden zusätzlich Licht erhält. Für Dich ist dieser Planwechsel wichtig, weil er zeigt: Ein mittelalterliches Großbauwerk wurde nicht nach einem starren Endplan ausgeführt, sondern über Generationen weiterentwickelt.


Merkmale dieser frühen Bauphase

  1. Bürgerkirche: Der Bau wurde wesentlich durch die Bürgerschaft getragen und sollte die Bedeutung der Stadt sichtbar machen.
  2. Chor: Der östliche Teil der Kirche wurde früh begonnen und gab die gewaltigen Ausmaße des späteren Bauwerks vor.
  3. Hallenkirche und Basilika: Die Bauidee veränderte sich; dadurch änderten sich auch Höhe, Lichtführung und statische Belastung.
  4. Bauhütte: Mit dem Bau entstand eine dauerhafte Organisation von Steinmetzen, Werkleuten, Planern und Aufsehern.


Bauphase 2: Ensinger, Kun und die große Turmidee 1392 bis 1477

1392 übernahm Ulrich von Ensingen die Bauleitung. Er hatte an bedeutenden gotischen Baustellen gearbeitet und brachte Erfahrungen aus der Kathedrale, dem Straßburger Münster und anderen Großbauten mit. Unter ihm wurde die Idee eines mächtigen Westturms besonders wichtig. Dieser Turm sollte nicht nur Glockenträger sein, sondern ein städtisches Zeichen: sichtbar, ehrgeizig und technisch herausfordernd.

1405 konnte das Münster geweiht werden, obwohl es noch nicht vollendet war. Der Bau war zu diesem Zeitpunkt nutzbar, aber nur provisorisch gedeckt. Das ist typisch für viele mittelalterliche Großkirchen: Sie wurden abschnittsweise errichtet und bereits verwendet, während an anderen Teilen noch gearbeitet wurde.

Nach Ulrich von Ensingen prägten unter anderem Baumeister aus dem Umfeld der Familien Ensinger und Kun den weiteren Bau. Matthäus Ensinger und Moritz Ensinger führten wichtige Arbeiten am Gewölbe aus. Bis 1471 war der Innenraum im Wesentlichen eingewölbt. Die Entwicklung zur Basilika wurde damit immer deutlicher: Das Mittelschiff ragte höher auf als die Seitenschiffe.


Was änderte sich in dieser Bauphase?

Die zweite Bauphase machte aus einer großen Pfarrkirche ein immer komplexeres gotisches Raumgefüge. Der Westturm rückte stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig mussten Gewölbe, Pfeiler, Fundament und Dachwerk aufeinander abgestimmt werden. Ein hoher Turm erzeugt enorme Lasten. Eine Basilika braucht andere statische Lösungen als eine Hallenkirche. Genau darin liegt die Spannung des Ulmer Münsters: Die Baukunst strebte nach Höhe, Licht und Wirkung, aber der Stein musste diese Träume tragen können.


Bauphase 3: Böblinger, Bauschäden und Sicherung 1477 bis 1543

1477 wurde Matthäus Böblinger zum Baumeister berufen. Er legte einen neuen Plan für den Westturm vor. Dieser Plan gehört zu den berühmtesten spätgotischen Turmentwürfen in Süddeutschland. Unter Böblinger wuchs der Westturm bis zur Vierecksplattform in etwa 70 Metern Höhe. Doch die wachsende Höhe machte auch die Risiken sichtbar.

1492 kam es zu einem dramatischen Warnsignal: Während eines Gottesdienstes fielen Steine aus dem Gewölbe. Das Münster stürzte nicht ein, aber die Gefahr wurde ernst genommen. Ein Gutachtergremium untersuchte die Schäden. Die Probleme hingen mit hohen Lasten, Schubkräften, Fundamentfragen und dem Zusammenspiel von Turm, Langhaus und Gewölben zusammen.

1493 übernahm Burkhard Engelberg aus Augsburg die Sicherungsarbeiten. Er gilt als entscheidender Retter der mittelalterlichen Bausubstanz. Um den Druck der Gewölbe zu verringern, wurden die Seitenschiffe umgestaltet. Aus dem ursprünglich dreischiffig gedachten Raum wurde ein statisch stabilerer, fünfschiffiger Kirchenraum. Zusätzliche schlanke Pfeiler und leichtere Gewölbe halfen, die Lasten besser zu verteilen.


Warum ist diese Phase besonders wichtig?

Diese Bauphase zeigt, dass Gotik nicht nur Schönheit, Spitzbogen und Maßwerk bedeutet. Gotik ist auch Ingenieurkunst. Ein hoher Turm kann nur stehen, wenn Fundament, Mauerwerk, Pfeiler, Gewölbeschub, Strebewerk und Materialqualität zusammenpassen. Die Sicherung durch Engelberg war keine bloße Reparatur, sondern eine grundlegende statische Neuordnung des Innenraums.


Bauphase 4: Reformation, Baustopp und Stillstand 1543 bis 1844

1530 entschied sich Ulm für die Reformation. Das Münster wurde evangelische Pfarrkirche. 1531 wurden viele Bilder und Altäre entfernt. Damit veränderte sich die religiöse Nutzung des Raums. Aus einer spätmittelalterlich reich ausgestatteten Kirche wurde ein evangelischer Predigtraum.

1543 wurde der weitere Turmbau eingestellt. Gründe waren Kosten, wirtschaftliche Veränderungen, nachlassende Baubegeisterung, religiöse Umbrüche und die Tatsache, dass der gotische Baustil zunehmend nicht mehr dem Zeitgeschmack entsprach. Der Bau ruhte nun etwa 300 Jahre. Das Münster blieb zwar in Gebrauch, aber der große Turm blieb unvollendet.

Diese lange Pause ist für die Baugeschichte besonders lehrreich. Ein Bauwerk kann weiterleben, auch wenn es unfertig bleibt. Es kann seine Funktion erfüllen, obwohl der ursprüngliche Traum noch nicht abgeschlossen ist. Gleichzeitig entstehen neue Probleme: Verwitterung, Schäden am Dach, bröckelndes Maßwerk und die Notwendigkeit dauernder Instandhaltung.


Bauphase 5: Neugotik, Restaurierung und Vollendung 1844 bis 1890

Im 19. Jahrhundert erwachte in vielen Teilen Deutschlands ein neues Interesse an der Gotik. Diese Begeisterung nennt man Neugotik. Gotische Kirchen wurden restauriert, ergänzt oder vollendet. Auch in Ulm wurde die Idee wieder stark, das Münster zu sichern und den Westturm endlich fertigzustellen.

1844 nahm die Ulmer Münsterbauhütte ihre Arbeit wieder auf. Unter Ferdinand Thrän wurden wichtige Restaurierungen begonnen und das Strebewerk ergänzt. Unter Ludwig Scheu wurden weitere Bauabschnitte vorbereitet. Schließlich vollendete August Beyer zwischen 1885 und 1890 den Hauptturm. Am 31. Mai 1890 wurde die bekrönende Kreuzblume aufgesetzt. Damit war das Ulmer Münster nach 513 Jahren vollendet.

Der Westturm misst 161,53 Meter. Er war lange der höchste Kirchturm der Welt; seit 2025 liegt dieser Höhenrekord bei der Sagrada Família in Barcelona. Für die Baugeschichte bleibt das Ulmer Münster dennoch einzigartig: Es verbindet mittelalterliche Planung, spätgotische Sicherung, jahrhundertelangen Stillstand und neugotische Vollendung in einem einzigen Bauwerk.


Bauphase 6: Erhaltung seit 1890

Seit der Vollendung ist das Münster nicht einfach fertig. Ein Bauwerk aus Stein, Glas, Holz und Metall bleibt immer eine Aufgabe. Wind, Regen, Frost, Luftverschmutzung, Temperaturschwankungen und Nutzung wirken dauerhaft auf die Bausubstanz. Deshalb arbeitet die Münsterbauhütte bis heute an Pflege, Restaurierung und Dokumentation.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=RoZtQmlweJc |500|center}}

Moderne Denkmalpflege verbindet traditionelles Steinmetzhandwerk mit wissenschaftlichen Methoden. Dazu gehören Bauforschung, Baualterskartierung, Materialanalyse, digitale Vermessung und genaue Dokumentation. So wird das Münster nicht nur erhalten, sondern auch immer besser verstanden.


Zeitstrahl der Bauphasen

Zeitraum Leitende Personen und Gruppen Schwerpunkt Ergebnis
1377 bis 1391 Heinrich II. Parler, Michael Parler, Heinrich III. Parler Grundsteinlegung, Chor, frühes Langhaus, frühe Planentwicklung Beginn einer großen Bürgerkirche
1392 bis 1477 Ulrich von Ensingen, Baumeister aus dem Umfeld von Ensinger und Kun, Matthäus Ensinger, Moritz Ensinger Ausbau des Westturms, Entwicklung zur Basilika, Einwölbung des Innenraums Das Münster wird nutzbar und erhält seine gotische Raumgestalt
1477 bis 1543 Matthäus Böblinger, Burkhard Engelberg neuer Turmplan, Bauschäden, Sicherung, Umgestaltung der Seitenschiffe Stabilisierung des Bauwerks, aber Einstellung des Turmbaus
1543 bis 1844 Stadt, Kirchengemeinde, Handwerker Nutzung, Reparaturen, jahrhundertelanger Stillstand Das Münster bleibt unvollendet, aber in Gebrauch
1844 bis 1890 Ferdinand Thrän, Ludwig Scheu, August Beyer Restaurierung, Neugotik, Ergänzung des Strebewerks, Vollendung des Hauptturms Abschluss des Baus mit 161,53 Meter hohem Westturm
seit 1890 Münsterbauhütte, Denkmalpflege, Bauforschung Erhaltung, Restaurierung, Dokumentation Das Münster bleibt ein lebendiges Denkmal


Fachbegriffe verstehen


Bauhütte

Eine Bauhütte war im Mittelalter die Organisation einer großen Baustelle. Dort arbeiteten Steinmetze, Zimmerleute, Schmiede, Bildhauer, Zeichner, Baumeister und viele weitere Fachleute zusammen. Die Ulmer Münsterbauhütte ist bis heute wichtig, weil sie die Erhaltung des Münsters organisiert.


Hallenkirche und Basilika

Eine Hallenkirche hat Schiffe von ähnlicher Höhe. Eine Basilika besitzt ein höheres Mittelschiff, das über den Seitenschiffen zusätzliche Fenster haben kann. Der Wechsel von der Hallenkirchenidee zur Basilika veränderte am Ulmer Münster Raumwirkung und Statik.


Gewölbe und Gewölbeschub

Ein Gewölbe überspannt einen Raum aus Stein. Sein Gewicht wirkt nicht nur nach unten, sondern auch seitlich. Diese seitliche Kraft nennt man Gewölbeschub. Wenn sie nicht richtig abgefangen wird, können Mauern und Pfeiler ausweichen.


Strebewerk

Das Strebewerk leitet Kräfte aus hohen Mauern und Gewölben nach außen und unten ab. Bei gotischen Kirchen ist es oft sichtbar und gehört zur ästhetischen Wirkung. Am Ulmer Münster spielte die Ergänzung des Strebewerks im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle.


Ringanker

Ein Ringanker verbindet Mauerbereiche und hilft, Zugkräfte aufzunehmen. Bei hohen Türmen kann ein solches System zur Stabilisierung beitragen. Die Bauforschung am Ulmer Münster zeigt, wie genau mittelalterliche und neuzeitliche Sicherungsmaßnahmen untersucht werden können.


Bauphasen am Gebäude erkennen

Wenn Du vor dem Ulmer Münster stehst, kannst Du die Bauphasen nicht einfach wie Jahreszahlen ablesen. Du musst Spuren deuten. Achte auf Unterschiede im Mauerwerk, auf Höhenwechsel, auf Formen des Maßwerks, auf Pfeilerstellungen, auf nachträglich eingebaute Sicherungen und auf den Übergang zwischen mittelalterlicher Substanz und neugotischer Vollendung.

Auch die Ausstattung erzählt Baugeschichte. Das Chorgestühl steht für die reiche spätmittelalterliche Kunst am Münster. Die Entfernung vieler Altäre nach der Reformation zeigt dagegen, dass Baugeschichte immer auch Nutzungsgeschichte und Glaubensgeschichte ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wann wurde der Grundstein für das Ulmer Münster gelegt? (1377) (!1405) (!1492) (!1890)




Welche Baumeisterfamilie prägte die erste Bauphase des Ulmer Münsters? (Parler) (!Beyer) (!Schinkel) (!Gaudí)




Was war ein wichtiger Grund für den Neubau innerhalb der Stadtmauern? (Die alte Pfarrkirche lag außerhalb der Stadt und war in Krisenzeiten schwer erreichbar) (!Die Stadt wollte eine königliche Burg ersetzen) (!Der Fluss Donau sollte überbaut werden) (!Die Kirche sollte als Markthalle dienen)




Welche Bauidee wurde im Lauf der Planung besonders wichtig? (Basilika mit höherem Mittelschiff) (!Rundtempel ohne Turm) (!Fachwerkhalle ohne Chor) (!Barocke Kuppelkirche)




Welcher Baumeister ist besonders mit der großen Turmidee verbunden? (Ulrich von Ensingen) (!Johann Wolfgang von Goethe) (!Elias Holl) (!Peter Behrens)




Was geschah im Jahr 1492 am Münster? (Steine fielen aus dem Gewölbe und machten die Bauschäden sichtbar) (!Der Westturm wurde vollständig vollendet) (!Das Münster wurde abgebrochen) (!Die Stadt verlor ihre Stadtmauer)




Wer übernahm nach den Bauschäden wichtige Sicherungsarbeiten? (Burkhard Engelberg) (!Albrecht Dürer) (!Karl der Große) (!Antoni Gaudí)




Warum wurde der Bau 1543 weitgehend eingestellt? (Kosten, Umbrüche und nachlassende Baubegeisterung führten zum Baustopp) (!Der Turm war schon vollständig fertig) (!Die Stadt verlegte das Münster nach München) (!Das Gebäude wurde in eine Wasserburg umgebaut)




Was kennzeichnet die Wiederaufnahme der Bautätigkeit ab 1844? (Restaurierung und Vollendung im Geist der Neugotik) (!Bau einer römischen Arena) (!Umwandlung in ein Schloss) (!Abriss des Chors)




Wann wurde der Hauptturm des Ulmer Münsters vollendet? (1890) (!1377) (!1531) (!1844)





Memory

Grundsteinlegung Beginn im Jahr 1377
Parler-Zeit Chor und frühe Baugestalt
Ulrich von Ensingen große Westturmidee
Matthäus Böblinger spätgotischer Turmplan
Burkhard Engelberg Sicherung nach Bauschäden
Neugotik Vollendung im 19. Jahrhundert
Münsterbauhütte Erhaltung und Restaurierung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Parler-Zeit Gründung, Chor und frühes Langhaus
Ensinger-Zeit Ausbau der Turmidee und Entwicklung zur Basilika
Böblinger-Phase neuer spätgotischer Plan für den Westturm
Engelberg-Sicherung Stabilisierung nach Bauschäden
Neugotische Vollendung Restaurierung und Abschluss des Hauptturms






Kreuzworträtsel

Parler Welche Baumeisterfamilie prägte den Beginn des Münsters?
Ensingen Welche Familie ist eng mit der großen Turmidee verbunden?
Böblinger Welcher Baumeister legte einen neuen spätgotischen Turmplan vor?
Engelberg Wer stabilisierte das Münster nach den Bauschäden?
Bauhütte Welche Organisation betreute Bau und Erhaltung?
Neugotik Welche Stilrichtung prägte die Vollendung im neunzehnten Jahrhundert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Ulmer Münster wurde am 30. Juni

begonnen. Es entstand als

im Herzen der Reichsstadt. Die frühen Baumeister gehörten zur Familie

. Unter Ulrich von Ensingen gewann die Idee eines hohen

große Bedeutung. Im Jahr

konnte die Kirche trotz Notdach geweiht werden. Im späten 15. Jahrhundert führten hohe Lasten und Konstruktionsprobleme zu

. Burkhard Engelberg stabilisierte das Gebäude unter anderem durch eine Umgestaltung zum

Kirchenraum. Im Jahr

kam der Bau weitgehend zum Stillstand. Ab

wurde die Bautätigkeit im Geist der Neugotik wieder aufgenommen. Unter August Beyer wurde der Hauptturm

vollendet.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitstrahl: Erstelle einen einfachen Zeitstrahl mit den wichtigsten Bauphasen von 1377 bis 1890 und markiere farbig, welche Phasen Bau, Stillstand und Vollendung zeigen.
  2. Bildbeschreibung: Beschreibe ein Foto des Ulmer Münsters. Achte besonders auf Turm, Chor, Langhaus und sichtbare gotische Formen.
  3. Begriffskarte: Erstelle eine Karteikarte zu den Begriffen Bauhütte, Basilika, Gewölbe und Strebewerk.
  4. Stadtgeschichte: Erkläre in eigenen Worten, warum die Ulmerinnen und Ulmer eine große Kirche innerhalb der Stadtmauern bauen wollten.


Standard

  1. Architekturanalyse: Vergleiche Hallenkirche und Basilika und erkläre, warum ein Planwechsel statische Folgen haben kann.
  2. Quellenarbeit: Untersuche das Gründungsrelief des Ulmer Münsters und erkläre, welche Vorstellung von Verantwortung dort sichtbar wird.
  3. Bauproblem: Zeichne ein einfaches Schema zu Gewölbeschub und Strebewerk. Zeige, wie seitliche Kräfte abgefangen werden.
  4. Reformation: Erkläre, wie die Reformation die Nutzung und Ausstattung des Münsters veränderte.


Schwer

  1. Bauforschung: Entwickle eine Forschungsfrage zur Baugeschichte des Münsters, zum Beispiel zur Unterscheidung mittelalterlicher und neugotischer Bauteile.
  2. Denkmalpflege: Plane ein Konzept, wie man Besucherinnen und Besucher über Restaurierungsarbeiten informieren könnte, ohne den Kirchenraum zu stören.
  3. Vergleich: Vergleiche den Baustopp am Ulmer Münster mit einem anderen unvollendeten oder spät vollendeten Großbau, zum Beispiel dem Kölner Dom.
  4. Ausstellung: Entwirf eine kleine Ausstellung mit fünf Stationen zu den Bauphasen. Jede Station soll ein Bild, einen Fachbegriff und eine Leitfrage enthalten.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre, wie politische Unsicherheit, städtisches Selbstbewusstsein und religiöse Bedürfnisse den Bau des Ulmer Münsters beeinflussten.
  2. Planänderung: Analysiere, warum der Wechsel von einer Hallenkirchenidee zu einer basilikalen Höhenentwicklung für die Statik bedeutsam war.
  3. Krisenmanagement: Beurteile die Sicherungsmaßnahmen nach 1492. Warum war Stabilisierung wichtiger als ein schneller Weiterbau?
  4. Epochenvergleich: Vergleiche die mittelalterliche Bauphase mit der neugotischen Vollendung im 19. Jahrhundert. Welche Motive waren ähnlich, welche verschieden?
  5. Denkmalpflege heute: Übertrage die Probleme des Ulmer Münsters auf ein anderes historisches Gebäude. Welche Aufgaben hätte eine moderne Bauhütte?
  6. Bürgerengagement: Erkläre, warum das Ulmer Münster als Bürgerkirche verstanden wird und wie dieses Verständnis bis zur Vollendung 1890 wirkte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu den Bauphasen am Ulmer Münster solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Daten kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst. Wichtig sind:

  1. Chronologie: Du kannst die wichtigsten Bauphasen von 1377 bis 1890 in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.
  2. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Bauhütte, Basilika, Gewölbe, Strebewerk, Bauschaden, Neugotik und Denkmalpflege korrekt.
  3. Zusammenhänge: Du erklärst, wie Planänderungen, Statik, Geld, Religion und Stadtpolitik miteinander zusammenhängen.
  4. Bildkompetenz: Du kannst Bilder, Grundrisse oder Bauzeichnungen des Münsters beschreiben und deuten.
  5. Transfer: Du überträgst Erkenntnisse aus Ulm auf andere historische Großbauten oder heutige Restaurierungsaufgaben.
  6. Produkt: Du erstellst ein eigenes Lernprodukt, zum Beispiel einen kommentierten Zeitstrahl, eine digitale Ausstellung, ein Erklärvideo, ein Modell oder eine Präsentation.




OERs zum Thema



Links

aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>