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BK6 - Klang, Raum und Bild verbinden

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BK6 - Klang, Raum und Bild verbinden



BK6 - Klang, Raum und Bild verbinden


Einleitung

In diesem aiMOOC erforschst Du, wie Klang, Raum und Bild gemeinsam wirken können. Du hörst Klanglandschaften, untersuchst Bilder und Klanginstallationen, planst Wege und Positionen im Raum und entwickelst am Ende eine eigene audiovisuelle oder performative Gestaltung. Dabei geht es nicht darum, Musik nur mit Bildern zu „verschönern“ oder ein Bild einfach mit Geräuschen zu unterlegen. Entscheidend ist, dass Klang und Bild bewusst aufeinander reagieren.

Du arbeitest wie eine Künstlerin oder ein Künstler der Klangkunst, Medienkunst, Installation und Performance. Du entscheidest zum Beispiel: Soll ein heller Klang auch mit einer hellen Farbe verbunden werden? Soll ein plötzliches Geräusch gleichzeitig mit einer schnellen Bewegung erscheinen? Soll ein ruhiges Bild durch einen überraschend lauten Klang gestört werden? Soll das Publikum stillstehen oder sich durch den Raum bewegen?

Zielgruppe: Klasse 6.

Zentrales Lernziel: Du entwickelst eine audiovisuelle oder performative Gestaltung, bei der Klang und Bild bewusst zusammenwirken und der Raum als Teil des Kunstwerks mitgedacht wird.

Differenzierung G/M/E: Im Grundniveau G arbeitest Du mit klaren Zuordnungen und wenigen Gestaltungsmitteln. Im mittleren Niveau M entwickelst Du Übergänge, Kontraste und eine erkennbare Raumdramaturgie. Im erweiterten Niveau E planst Du eine eigenständige Gesamtwirkung, bei der Klang, Bild, Bewegung, Publikum und Raum bewusst aufeinander abgestimmt sind.


Was bedeutet Klang, Raum und Bild verbinden?

Ein Klang ist mehr als ein Ton. Du kannst an einem Klang zum Beispiel Lautstärke, Dauer, Tonhöhe, Klangfarbe, Rhythmus, Dichte, Richtung und Entfernung wahrnehmen. Ein Bild besteht ebenfalls nicht nur aus einem Motiv. Farbe, Linie, Form, Hell-Dunkel, Größe, Muster, Oberfläche, Bewegung und Bildaufbau beeinflussen seine Wirkung.

Der Raum verbindet beide Bereiche. Ein Klang kann von links, rechts, oben, unten, nah oder fern kommen. Ein Bild kann groß an einer Wand hängen, klein auf dem Boden liegen, als Projektion erscheinen oder von einer Person getragen werden. Dadurch wird der Raum selbst zu einem Gestaltungsmittel.

Eine wichtige Idee lautet: Es gibt keine allgemein gültige Farbe für einen bestimmten Klang. Manche Menschen verbinden einen hohen Klang mit Gelb, andere mit Blau oder Weiß. Solche Zuordnungen können persönlich und kulturell verschieden sein. In Deiner Gestaltung zählt deshalb vor allem, dass Du Deine Entscheidung bewusst triffst und begründen kannst.


Bild und Musik als Anregung

Künstlerinnen und Künstler der Moderne beschäftigten sich intensiv mit Beziehungen zwischen Musik und Bild. Wassily Kandinsky gab mehreren abstrakten Gemälden musikalische Titel wie „Komposition“. Linien, Kreise, Farbflächen und Richtungen können beim Betrachten wie ein visuelles Zusammenspiel wirken.

Beobachtungsauftrag: Suche im Bild drei Stellen, die für Dich ruhig, schnell oder laut wirken könnten. Beschreibe, welche Formen, Farben oder Richtungen diesen Eindruck erzeugen. Überlege anschließend, welche Klänge dazu passen könnten.

Auch Paul Klee verwendete musikalische Begriffe für Bilder. Sein Werk „Polyphony“ von 1932 trägt einen Titel, der aus der Musik stammt und auf Mehrstimmigkeit verweist.

Denkfrage: Wie könnte ein Bild „mehrstimmig“ wirken, obwohl es keinen hörbaren Ton erzeugt? Achte auf Wiederholungen, Farbgruppen, überlagerte Flächen und visuelle Rhythmen.


Klanglandschaften hören

Eine Klanglandschaft beschreibt die hörbare Umgebung eines Ortes oder einer Situation. Sie kann aus Naturgeräuschen, Stimmen, Verkehr, Maschinen, Schritten, Wind, Hall oder vielen anderen Klängen bestehen. Für die Gestaltung ist wichtig, dass Du nicht nur fragst „Was höre ich?“, sondern auch „Woher kommt es?“, „Wie verändert es sich?“ und „Welche Bilder entstehen dabei in meinem Kopf?“.

Klanglandschaft Wald:

Klanglandschaft Regen:

Klanglandschaft Stadtverkehr:

Klanglandschaft Regen, Donner und Umgebung:

Beim Hören kannst Du ein Hörprotokoll anlegen:

Klang laut oder leise nah oder fern Richtung Bewegung mögliche Bildidee
Beispiel: Regen eher leise umgebend viele Richtungen gleichmäßig Punkte, Linien, transparente Flächen
Beispiel: Auto wechselnd kommt näher und entfernt sich seitlich schnell breite Linie oder wandernde Farbfläche
Eigener Klang


Klang sichtbar machen

Du kannst Klänge in Farbe, Linie, Form, Muster oder Bewegung übersetzen. Dabei gibt es keine feste richtige Lösung. Entscheidend ist die bewusste Gestaltung.

Klangeigenschaft mögliche bildnerische Übersetzung mögliche Bewegungsübersetzung
leise kleine, dünne oder transparente Formen langsame, kleine Bewegung
laut große, kräftige oder kontrastreiche Form große, deutliche Bewegung
hoch feine, helle oder aufwärts gerichtete Elemente Bewegung nach oben
tief schwere, dunkle oder breite Elemente Bewegung nach unten
regelmäßig wiederholtes Muster wiederholte Bewegung
unregelmäßig wechselnde Formen und Abstände überraschende Richtungswechsel

Diese Zuordnungen sind Vorschläge. Du darfst sie umkehren, wenn dadurch eine interessante Wirkung entsteht.


Bild hörbar machen

Du kannst auch vom Bild ausgehen und einen passenden Klang entwickeln. Eine dicke schwarze Linie könnte als dumpfer Schlag interpretiert werden. Viele kleine Punkte könnten kurze Klicks werden. Eine lange geschwungene Linie könnte mit einem langen gleitenden Klang verbunden werden. Eine rote Fläche muss dabei nicht automatisch laut klingen. Vielleicht wirkt sie gerade durch Stille besonders stark.

Eine einfache Methode ist die Bildpartitur. Du liest ein Bild von links nach rechts wie eine zeitliche Abfolge. Formen werden zu Klangereignissen. Große Formen dauern länger oder klingen kräftiger, kleine Formen kürzer oder leiser. Danach kannst Du ausprobieren, ob diese Regeln funktionieren oder verändert werden müssen.


Arten des Zusammenwirkens

Klang und Bild können auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden werden.

Beziehung Erklärung Beispiel
Synchron Klang und Bild verändern sich gleichzeitig. Ein Trommelschlag erscheint genau beim Aufblitzen einer roten Form.
Parallel Klang und Bild entwickeln sich ähnlich. Eine immer größer werdende Form begleitet einen anschwellenden Klang.
Kontrast Klang und Bild widersprechen sich bewusst. Zu einem ruhigen Bild erklingt ein hektischer Rhythmus.
Ursache und Wirkung Eine Aktion scheint eine andere auszulösen. Eine Hand berührt eine Fläche und ein Klang beginnt.
Leitmotiv Ein bestimmter Klang kehrt mit einem bestimmten Bildzeichen wieder. Ein Glockenton erscheint immer zusammen mit einem blauen Kreis.
Räumliche Kopplung Klang und Bild befinden sich am gleichen oder bewusst getrennten Ort. Ein Lautsprecher steht hinter einem Bild und lässt es scheinbar „sprechen“.


Klanginstallation: Kunst im Raum

Eine Klanginstallation ist eine Form der Installation, bei der Klang ein zentrales künstlerisches Mittel ist und sich mit einem realen Raum verbindet. Das Publikum erlebt nicht nur einen Gegenstand, sondern eine Situation aus Hören, Sehen und Bewegen.

Vergleiche die Installationen: Wo befinden sich mögliche Klangquellen? Wo könnte das Publikum stehen oder gehen? Welche Rolle spielen Licht, Material, Abstand und Leere? Überlege, wie sich das Werk verändern würde, wenn alle Klänge nur aus einem einzigen Lautsprecher kämen.


Beispiel: Unsichtbare Klänge entdecken

Die Klangkünstlerin Christina Kubisch arbeitet unter anderem mit elektromagnetischen Feldern, die mit speziellen Kopfhörern hörbar gemacht werden können. Dadurch wird eine Umgebung, die zunächst still oder gewöhnlich wirkt, als neue Klangwelt erfahrbar.

Beim Betrachten kannst Du beobachten, wie Hören, Gehen und Erkunden miteinander verbunden werden. Der Raum wird dabei nicht nur Hintergrund, sondern Teil der künstlerischen Erfahrung.


Beispiel: Klangräume im ZKM

Auch Ausstellungen und Medienkunstzentren zeigen Arbeiten, bei denen Klang räumlich erlebt wird. Das folgende Video des ZKM zeigt Arbeiten von Christina Kubisch und macht sichtbar, wie technische Klangquellen, Bewegung und Raum zusammenwirken können.

Für Klasse 6 genügt es, einzelne Ausschnitte aufmerksam anzusehen und zwei Fragen zu verfolgen: Wo entsteht der Klang? und Wie verändert der Raum die Wahrnehmung?


Raum als Gestaltungsmittel

Ein Raum klingt unterschiedlich, je nachdem, welche Materialien vorhanden sind. Harte Flächen wie Glas oder Beton können Schall stärker reflektieren. Vorhänge, Teppiche, Polster oder viele Menschen können Schall stärker dämpfen. Deshalb klingt eine Stimme in einem leeren Flur anders als in einem voll eingerichteten Klassenzimmer.

Auch die Position einer Klangquelle verändert die Wirkung. Eine Klangquelle in der Mitte kann als Zentrum wahrgenommen werden. Mehrere Quellen an den Rändern können das Publikum umgeben. Eine versteckte Klangquelle kann Neugier oder Unsicherheit erzeugen. Eine bewegte Klangquelle kann einen Weg durch den Raum zeichnen.


Raumpläne lesen und entwickeln

Ein Raumplan hilft Dir, Klangquellen, Bilder, Projektionen, Wege und Personen zu ordnen. Er ist nicht nur eine technische Skizze, sondern kann bereits Teil der künstlerischen Idee sein.

Die Abbildung zeigt verschiedene Möglichkeiten, eine Bühne und ein Publikum anzuordnen. Schon die Form der Anordnung verändert, wie nah oder fern das Publikum wirkt und aus welchen Richtungen etwas gesehen oder gehört wird.

Auch Ausstellungsräume werden mit Plänen organisiert. Ein Grundriss kann helfen, einen Weg durch Bilder, Objekte oder Klänge zu entwickeln.

Für Deinen eigenen Entwurf kannst Du mit einfachen Zeichen arbeiten:

Zeichen Bedeutung
Klangquelle oder Lautsprecher
Performer oder Performerin
Bild, Objekt oder Projektion
Weg des Publikums
Aufenthaltsort des Publikums
~ leiser oder fließender Klangbereich
! überraschendes Klang- oder Bildereignis


Raumplan A: Klanginsel

┌─────────────────────────────┐
│ ▣ Bild          ● Klang A   │
│                             │
│        ○ Publikum           │
│            ▲                │
│                             │
│ ● Klang B        ▣ Projektion│
└─────────────────────────────┘

Bei dieser Anordnung bleibt das Publikum eher an einem Ort und wird von mehreren Klang- und Bildquellen umgeben.


Raumplan B: Klangweg

START → ▣ → ● → ~ → ▲ → ! → ▣ → ENDE

Hier bewegt sich das Publikum durch mehrere Stationen. Jede Station kann einen anderen Klang, ein Bild oder eine Aktion auslösen.


Performance: Der Körper verbindet Klang und Bild

In einer Performance wird eine Handlung selbst zum Kunstwerk. Der Körper kann Klänge erzeugen, Bilder tragen, Schatten werfen, Spuren hinterlassen oder Bewegungen ausführen. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Sehen und Hören.

Beispiele sind: Schritte werden mit Linien auf dem Boden verbunden; Hände bewegen farbige Papierformen zu bestimmten Geräuschen; eine Gruppe friert bei Stille ein und bewegt sich bei Klang; eine Person zeichnet live zu aufgenommenen Umgebungsgeräuschen; mehrere Personen verteilen sich im Raum und geben Klänge nacheinander weiter.

Wichtig ist, dass die Handlung nicht nur „Theater spielen“ ist. Sie soll eine bewusste künstlerische Regel besitzen, die Klang, Bild, Bewegung und Raum zusammenführt.


Vom Geräusch zur Gestaltung

Du kannst Alltagsgegenstände als Klangquellen verwenden. Papier kann rascheln, knistern oder reißen. Holz kann klopfen. Metall kann klingen. Wasser kann tropfen. Ein Stuhl kann geschoben werden. Die Stimme kann flüstern, summen oder rhythmisch sprechen. Auch Stille ist ein Gestaltungsmittel.

Für die bildnerische Ebene eignen sich unter anderem Papierflächen, Folien, Schatten, Projektionen, Zeichnungen, Formen aus Karton, Stoffe, Licht, Fotografien oder bewegliche Objekte. Die wichtigste Frage ist immer: Was verändert sich, wenn Klang und Bild gemeinsam auftreten?


Sicherheit, Lautstärke und Rücksicht

Klangkunst darf spannend sein, soll aber nicht unangenehm laut werden. Teste Lautstärken immer vorsichtig. Vermeide plötzliches sehr lautes Abspielen direkt am Ohr. Lege Kabel so, dass niemand darüber stolpert. Räume Fluchtwege nicht zu. Wenn Du Personen fotografierst, filmst oder ihre Stimme aufnimmst, brauchst Du vorher eine passende Zustimmung. Verwende für Veröffentlichungen möglichst eigene oder frei lizenzierte Klänge und Bilder und beachte die angegebenen Lizenzen.


Projekt: Raum wird Partitur

Jetzt entwickelst Du eine eigene audiovisuelle oder performative Gestaltung. Das Projekt kann in Gruppen von drei bis fünf Personen durchgeführt werden.

Leitfrage: Wie kann ein Raum so gestaltet werden, dass Klang und Bild nicht nur gleichzeitig vorkommen, sondern sich gegenseitig beeinflussen?


Phase 1: Hören und Sammeln

Erkundet das Klassenzimmer, den Flur, den Schulhof oder einen anderen geeigneten Ort. Hört zunächst eine Minute still. Notiert danach drei bis fünf Klänge, die den Ort kennzeichnen. Ihr könnt eigene Klänge mit Gegenständen, Stimme oder einfachen Instrumenten ergänzen.


Phase 2: Bildidee entwickeln

Entscheidet, welche Farben, Formen, Bilder oder Bewegungen zu Euren Klängen passen oder bewusst mit ihnen kontrastieren. Erstellt dazu kleine Skizzen. Legt mindestens eine feste Regel fest, zum Beispiel: „Wenn der Klang dichter wird, werden auch die Bildflächen dichter.“


Phase 3: Raumplan zeichnen

Zeichnet einen Grundriss. Markiert Klangquellen, Bildflächen, Startpunkte, Publikumswege und Aufführungsbereiche. Prüft, ob Zuschauerinnen und Zuschauer sehen und hören können, was Ihr beabsichtigt.


Phase 4: Audiovisuelle Partitur bauen

Plant die zeitliche Abfolge.

Zeit oder Abschnitt Klang Bild Bewegung Ort im Raum
Anfang
Entwicklung
Höhepunkt
Schluss


Phase 5: Proben und verändern

Führt eine erste Probe durch. Eine Person beobachtet dabei nur die Wirkung und notiert: Wo ist der Zusammenhang zwischen Klang und Bild klar? Wo wirken die Elemente zufällig? Wo verändert der Raum die Wirkung? Danach überarbeitet Ihr Eure Gestaltung.


Phase 6: Aufführen oder installieren

Präsentiert Eure Gestaltung als kurze Performance, begehbare Installation oder audiovisuelle Szene. Das Publikum soll erkennen können, dass Klang, Bild und Raum zusammen geplant wurden.


Phase 7: Reflektieren

Nach der Präsentation beschreibt Ihr eine besonders gelungene Verbindung von Klang und Bild. Nennt außerdem eine Stelle, die Ihr bei einer zweiten Version verändern würdet.


Differenzierung G/M/E

Bereich G – Grundniveau M – Mittleres Niveau E – Erweitertes Niveau
Klang mindestens drei deutlich unterscheidbare Klänge mindestens vier Klänge mit Übergängen und Kontrasten differenzierte Klangdramaturgie mit Stille, Raumwirkung und bewussten Wiederholungen
Bild mindestens drei klare Farben, Formen oder Bildzeichen Bildsprache mit Wiederholung, Veränderung und Kontrast eigenständiges visuelles System mit nachvollziehbarer Entwicklung
Raum ein klarer Aufführungsort mindestens zwei räumlich verschiedene Klang- oder Bildorte Raumweg oder räumliche Dramaturgie als wichtiger Teil der Gesamtwirkung
Zeit 30 bis 60 Sekunden 60 bis 90 Sekunden 90 bis 180 Sekunden
Zusammenarbeit Aufgaben werden verteilt und eingehalten Übergänge werden gemeinsam abgestimmt Gruppe plant, erprobt, dokumentiert und begründet die Gesamtgestaltung
Reflexion eine Verbindung zwischen Klang und Bild benennen Wirkung mehrerer Entscheidungen erklären Alternativen vergleichen und die eigene Gestaltung begründet überarbeiten


Rollen in der Gruppe

Damit die Zusammenarbeit gelingt, können Rollen verteilt werden. Eine Person achtet besonders auf Klang, eine auf Bild und Material, eine auf den Raumplan, eine auf Zeit und Ablauf und eine auf Dokumentation. Die Rollen dürfen während der Arbeit wechseln. Wichtig ist, dass alle die gemeinsame Idee verstehen.


Kriterien für eine gelungene Gestaltung

Eine gelungene Arbeit besitzt eine erkennbare Idee. Klang und Bild stehen in einer nachvollziehbaren Beziehung. Der Raum wird bewusst genutzt. Anfang, Entwicklung und Ende sind erkennbar. Die Lautstärke ist angemessen. Materialien und Technik werden sicher verwendet. Die Gruppe kann erklären, warum sie bestimmte Klänge, Bilder, Bewegungen und Positionen gewählt hat.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel beim Verbinden von Klang und Bild? (Klang und Bild sollen bewusst aufeinander bezogen sein) (!Das Bild soll immer nur den Klang erklären) (!Der Klang soll immer lauter als das Bild wirken) (!Klang und Bild dürfen sich nie widersprechen)




Was beschreibt eine Klanglandschaft? (Die hörbare Umgebung eines Ortes oder einer Situation) (!Eine Landschaft, die nur gemalt wird) (!Eine Sammlung von Musikinstrumenten) (!Einen Grundriss ohne Geräusche)




Welche Wirkung kann der Raum auf Klang haben? (Er kann Klangrichtung, Entfernung und Hall beeinflussen) (!Er bestimmt immer die Tonhöhe) (!Er macht alle Klänge gleich laut) (!Er verhindert jede Form von Stille)




Was bedeutet eine synchrone Verbindung von Klang und Bild? (Klang und Bild verändern sich gleichzeitig) (!Klang und Bild werden an verschiedenen Tagen erstellt) (!Das Bild bleibt unsichtbar) (!Der Klang wird ohne zeitliche Planung abgespielt)




Wozu dient ein Raumplan bei einer Klanginstallation? (Er zeigt Positionen, Wege und Gestaltungselemente) (!Er ersetzt jede Probe) (!Er legt nur die Farben fest) (!Er zeigt ausschließlich die Lautstärke)




Welche Aussage zur Lautstärke ist im Kunstunterricht richtig? (Lautstärke soll sicher und rücksichtsvoll eingesetzt werden) (!Je lauter ein Werk ist, desto besser ist es) (!Lautsprecher sollen direkt am Ohr getestet werden) (!Plötzliche extreme Lautstärke ist immer notwendig)




Was ist für eine Klanginstallation typisch? (Klang wird mit einem realen Raum verbunden) (!Es darf nur ein einziges Bild geben) (!Das Publikum darf nichts hören) (!Der Raum spielt keine Rolle)




Was kann in einer Performance zum Gestaltungsmittel werden? (Körper, Bewegung, Klang und Bild) (!Nur gedruckter Text) (!Nur eine unbewegte Wand) (!Nur ein fertiges Musikstück ohne Handlung)




Warum kann ein Kontrast zwischen Klang und Bild interessant sein? (Weil ein bewusster Gegensatz eine neue Wirkung erzeugen kann) (!Weil Klang und Bild dann nichts miteinander zu tun haben) (!Weil dadurch jede Planung unnötig wird) (!Weil nur gleiche Eindrücke künstlerisch erlaubt sind)




Woran erkennst Du eine gute Reflexion des eigenen Projekts? (Entscheidungen werden erklärt und mögliche Verbesserungen benannt) (!Es wird nur gesagt, dass alles gut war) (!Es werden nur die verwendeten Gegenstände aufgezählt) (!Die Wirkung auf das Publikum wird grundsätzlich ignoriert)





Memory

Klanglandschaft hörbare Umgebung eines Ortes
Klangquelle Ursprung eines Geräusches oder Tons
Raumplan Skizze von Positionen und Wegen
Synchronität gleichzeitige Veränderung von Klang und Bild
Kontrast bewusster Gegensatz
Installation künstlerische Anordnung im Raum
Performance künstlerische Handlung mit Körper und Zeit
Dramaturgie geplanter Verlauf einer Gestaltung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Klangquelle erzeugt oder spielt einen Klang
Bildfläche trägt Farben, Formen oder Bilder
Publikumsweg führt durch eine räumliche Gestaltung
Aufführungszone ist der Bereich für eine geplante Aktion
Ruhezone ist ein bewusst klangarmer Bereich




...


Kreuzworträtsel

Klangfarbe Welche Eigenschaft unterscheidet Klänge mit ähnlicher Tonhöhe und Lautstärke?
Installation Wie heißt eine künstlerische Anordnung, die einen Raum bewusst einbezieht?
Soundscape Welcher englische Begriff wird häufig für Klanglandschaft verwendet?
Rhythmus Wie heißt eine geordnete Folge von Zeitabständen und Betonungen?
Raumplan Wie heißt die Skizze, in der Wege und Positionen eingetragen werden?
Performance Wie heißt eine künstlerische Handlung mit Körper, Zeit und Raum?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine hörbare Umgebung kann als

bezeichnet werden.
Ein Gegenstand oder Gerät, von dem ein Geräusch ausgeht, ist eine

.
Wenn Klang und Bild gleichzeitig aufeinander reagieren, entsteht eine

Verbindung.
Ein bewusster Gegensatz zwischen Hören und Sehen wird als

gestaltet.
Eine künstlerische Anordnung, die einen realen Raum einbezieht, kann eine

sein.
Eine künstlerische Handlung mit Körper und Zeit wird häufig als

bezeichnet.
Ein Grundriss mit Klangquellen, Bildern und Wegen heißt

.
Wiederholungen von Klängen oder Bildzeichen können einen

erzeugen.
Ein wiederkehrendes Klangzeichen kann als

eingesetzt werden.
Die geplante Entwicklung von Anfang bis Schluss nennt man

.
Vor einer Aufführung hilft eine

, die Wirkung zu überprüfen.
Nach der Präsentation unterstützt eine

dabei, Entscheidungen zu erklären und zu verbessern.




Offene Aufgaben


Leicht – Grundniveau G

  1. Klangtagebuch: Höre zwei Minuten lang an einem Ort in der Schule und notiere mindestens fünf verschiedene Klänge. Zeichne zu jedem Klang eine einfache Linie oder Form.
  2. Klang und Farbe: Wähle drei Alltagsgeräusche und ordne jedem Geräusch eine Farbe und eine Form zu. Begründe jede Entscheidung mit einem Satz.
  3. Raumplan: Zeichne einen einfachen Grundriss des Klassenraums und markiere zwei mögliche Klangquellen, eine Bildfläche und einen Platz für das Publikum.
  4. Geräuschbild: Gestalte ein kleines abstraktes Bild zu einer der Klanglandschaften aus dem aiMOOC und erkläre, welches Bildelement zu welchem Klang gehört.


Standard – Mittleres Niveau M

  1. Audiovisuelle Szene: Entwickle in einer Kleingruppe eine 60 bis 90 Sekunden lange Szene mit mindestens vier Klängen und vier visuellen Elementen.
  2. Klangweg: Plane einen Weg durch einen Raum mit mindestens vier Stationen. Jede Station verbindet einen Klang mit einem Bild, Objekt oder einer Bewegung.
  3. Kontrastgestaltung: Entwickle eine kurze Gestaltung, in der Bild und Klang zunächst parallel wirken und später bewusst in einen Kontrast wechseln.
  4. Klanginterview: Befrage Mitschülerinnen und Mitschüler dazu, welche Bilder ihnen bei bestimmten Geräuschen einfallen. Vergleiche die Antworten und gestalte daraus eine gemeinsame Bild-Klang-Tafel.


Schwer – Erweitertes Niveau E

  1. Klanginstallation: Entwickle eine begehbare Installation, in der sich die Wahrnehmung verändert, wenn das Publikum seine Position im Raum wechselt.
  2. Performance: Entwickle eine 90 bis 180 Sekunden lange Performance, in der Körperbewegung, Klang, Bild und Stille nach einer selbst festgelegten Regel zusammenwirken.
  3. Audiovisuelle Dramaturgie: Entwirf eine Partitur mit Anfang, Entwicklung, Höhepunkt und Schluss und begründe, wie Klang, Bild und Raum in jeder Phase verändert werden.
  4. Dokumentation: Produziere eine Foto-, Video- oder Zeichnungsdokumentation Eurer Gestaltung und ergänze eine Reflexion, in der Du zwei Entscheidungen erklärst und eine Alternative entwickelst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirkungsanalyse: Du siehst eine ruhige blaue Projektion, während schnelle unregelmäßige Schläge aus verschiedenen Ecken des Raums kommen. Erkläre, welche Wirkung der Kontrast erzeugen kann und wie Du ihn verändern würdest.
  2. Raumtransfer: Eine Gestaltung funktioniert im kleinen Klassenraum gut, soll aber in einer großen Turnhalle gezeigt werden. Beschreibe mindestens drei Anpassungen bei Klang, Bild und Raumordnung.
  3. Gestaltungsentscheidung: Vergleiche eine Installation mit nur einer zentralen Klangquelle und eine Installation mit vier verteilten Klangquellen. Erkläre, wie sich die Wahrnehmung des Publikums unterscheiden könnte.
  4. Publikumsweg: Entwickle für einen leeren Raum einen Weg mit drei Stationen, an denen Klang und Bild jeweils anders zusammenwirken. Begründe die Reihenfolge.
  5. Überarbeitung: Bei einer Probe wirkt eine Szene zufällig, weil Bildwechsel und Geräusche keinen erkennbaren Zusammenhang besitzen. Entwickle zwei unterschiedliche Lösungen: eine synchrone und eine kontrastierende.
  6. Reflexion: Erkläre an einem eigenen oder erfundenen Beispiel, warum Stille und leere Raumstellen genauso wichtige Gestaltungsmittel sein können wie laute Klänge und große Bilder.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Gestaltungsentscheidungen sichtbar machen und begründen kannst.

  1. Klangwahrnehmung: Du kannst Klänge nach Lautstärke, Dauer, Richtung, Entfernung, Rhythmus und Klangfarbe beschreiben.
  2. Bildnerische Mittel: Du kannst Farbe, Linie, Form, Kontrast, Muster, Größe und Bewegung gezielt einsetzen.
  3. Raumgestaltung: Du kannst Klangquellen, Bildflächen, Publikum und Wege in einem Raumplan sinnvoll anordnen.
  4. Audiovisuelle Beziehung: Du kannst mindestens zwei Beziehungen wie Synchronität, Parallelität, Kontrast, Leitmotiv oder räumliche Kopplung anwenden.
  5. Projektentwicklung: Du kannst eine kurze audiovisuelle oder performative Gestaltung planen, erproben und überarbeiten.
  6. Sicherheit: Du beachtest angemessene Lautstärke, sichere Wege und einen verantwortlichen Umgang mit Aufnahmen.
  7. Reflexion: Du kannst erläutern, wie Klang, Bild und Raum gemeinsam wirken und welche Veränderung eine andere Wirkung erzeugen würde.




OERs zum Thema

Für eine Vertiefung eignet sich der Wikipedia-Artikel zur Klangkunst:

Weitere freie Medien findest Du auf Wikimedia Commons in den Bereichen Klangkunst, Klanginstallationen, freie Audioaufnahmen, Bühnenpläne und Grundrisse. Achte bei einer eigenen Weiterverwendung auf die jeweilige Lizenzangabe.



Verknüpfte Lernbereiche

Klang, Raum und Bild verbinden mehrere Lernbereiche der Bildenden Kunst und der Medienbildung. Du arbeitest zugleich mit Wahrnehmung, Komposition, Raumwirkung, Zeit, Bewegung, Material, digitaler Technik und Präsentation.


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