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BK5 - Punkt, Linie und Fläche

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BK5 - Punkt, Linie und Fläche



BK5 - Punkt, Linie und Fläche


Einleitung

Punkt, Linie und Fläche gehören zu den wichtigsten bildnerischen Mitteln. In diesem aiMOOC für Klasse 5 erforschst Du, wie schon sehr einfache Formen ganz unterschiedliche Wirkungen erzeugen können. Ein einzelner Punkt kann still und wichtig wirken. Viele Punkte können sich zu einer dichten Struktur verbinden. Eine waagerechte Linie kann Ruhe vermitteln, eine schräge Linie Bewegung. Runde Linien erscheinen oft weich, kantige Linien eher hart. Große freie Bereiche können leer und still wirken, dicht gefüllte Flächen dagegen lebendig oder gespannt.

Du arbeitest dabei nicht nur mit Begriffen. Du zeichnest, vergleichst, beobachtest, ordnest, beschreibst und entwickelst eigene Bilder. Die Aufgaben sind in drei Niveaus gegliedert:

Niveau Bedeutung Was Du dabei übst
G grundlegendes Niveau erkennen, benennen, ausprobieren
M mittleres Niveau vergleichen, gezielt gestalten, begründen
E erweitertes Niveau Wirkungen bewusst kombinieren, analysieren und übertragen

Das Buchcover zu Wassily Kandinskys Schrift Punkt und Linie zu Fläche zeigt bereits, wie wenige Grundelemente eine starke Bildwirkung erzeugen können.

Beobachte im Video besonders, wie verschiedene Linien und Formen unterschieden werden. Stoppe zwischendurch und zeichne je ein Beispiel auf ein Blatt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Punkt, Linie und Fläche als grundlegende Gestaltungsmittel erkennen, beschreiben und selbst einsetzen. Du lernst außerdem, ihre Wirkung mit passenden Fachbegriffen zu erklären.

G M E
Du erkennst Punkt, Linie und Fläche. Du beschreibst Unterschiede zwischen verschiedenen Punkten, Linien und Flächen. Du planst eine eigene Komposition und steuerst ihre Wirkung bewusst.
Du ordnest einfache Wirkungen wie ruhig, bewegt, weich, hart, dicht und leer zu. Du begründest Wirkungen mit Gestaltungsmitteln. Du vergleichst Künstlerbeispiele und überträgst Gestaltungsideen auf ein eigenes Werk.
Du erprobst einfache Zeichenwerkzeuge. Du kombinierst mehrere Mittel in einer Bildidee. Du reflektierst, wie kleine Veränderungen die Gesamtwirkung verändern.


Punkt

In der Bildgestaltung ist ein Punkt ein kleiner, begrenzter Bildakzent. Anders als der mathematische Punkt besitzt ein gezeichneter Punkt sichtbar eine Größe, Form und meist auch eine Farbe. Er kann rund, eckig, hell, dunkel, groß, klein, regelmäßig oder unregelmäßig sein.

Ein Punkt fällt besonders auf, wenn um ihn herum viel freie Fläche bleibt. Viele Punkte können dagegen ein Muster, einen Rhythmus oder eine Ballung bilden. Die Abstände zwischen den Punkten sind dabei entscheidend.


Wie Punkte wirken

Gestaltung mögliche Wirkung Beobachtung
einzelner Punkt mit viel Freiraum ruhig, einsam, betont Dein Blick findet schnell einen Schwerpunkt.
regelmäßiges Punktraster geordnet, ruhig Gleichmäßige Abstände erzeugen Ordnung.
unregelmäßig verstreute Punkte lebendig, bewegt Unterschiedliche Abstände lassen das Auge springen.
Punktballung dicht, schwer, konzentriert Viele Punkte liegen eng zusammen.
wenige kleine Punkte leer, leicht Ein großer Teil des Blattes bleibt frei.


Interaktive Zeichenübung: Punktlabor

  1. G – Punktstimmungen: Teile ein Blatt in sechs kleine Felder. Gestalte nur mit Punkten die Wirkungen ruhig, bewegt, dicht, leer, weich und hart. Verändere Größe, Form und Abstand der Punkte.
  2. M – Punktweg: Beginne links mit wenigen Punkten und steigere die Dichte nach rechts. Prüfe, an welcher Stelle eine fast geschlossene Fläche entsteht.
  3. E – Punktkomposition: Lege einen deutlichen Schwerpunkt fest. Führe den Blick mit Punktreihen dorthin und begründe anschließend, welche Abstände und Größen die Blickführung unterstützen.


Linie

Eine Linie besitzt eine Richtung und einen Verlauf. Sie kann gerade, gebogen, wellig, gezackt, unterbrochen, dick, dünn, kurz oder lang sein. Mit Linien kannst Du Umrisse zeichnen, Flächen teilen, Bewegungen andeuten oder den Blick durch ein Bild führen.

Die Abbildung stammt aus dem technischen Zeichnen. Für Kunst ist besonders spannend, dass schon Strichart, Länge und Unterbrechung den Charakter einer Linie verändern.


Richtung und Wirkung

Linienart mögliche Wirkung Zeichentipp
waagerecht ruhig, liegend, ausgeglichen Ziehe den Stift langsam von links nach rechts.
senkrecht aufrecht, stabil, streng Zeichne mehrere Linien mit ähnlicher Länge.
diagonal bewegt, schnell, gespannt Lass mehrere Schrägen in eine Richtung laufen.
rund und geschwungen weich, fließend Zeichne ohne harte Richtungswechsel.
zackig und kantig hart, unruhig, kräftig Wechsle die Richtung plötzlich.
dicht nebeneinander dunkel, schwer, dicht Verringere die Zwischenräume.
weit auseinander leicht, offen, leer Lass bewusst viel Papier sichtbar.

Die Wellenlinien zeigen, wie Wiederholung und kleine Richtungsänderungen Bewegung erzeugen können.

Eine Kontur ist eine Linie, die einen Umriss beschreibt. Probiere aus, einen Gegenstand zu zeichnen, ohne den Stift abzusetzen.


Animation: Wie eine digitale Linie entsteht

Die Animation zeigt eine computergrafische Linie, die Schritt für Schritt aufgebaut wird. Auch am Bildschirm besteht eine sichtbare Linie aus vielen einzelnen Bildelementen. Für Deine Zeichnung ist wichtig: Eine Linie kann als Spur einer Bewegung verstanden werden.


Interaktive Zeichenübung: Linienorchester

  1. G – Sechs Linien: Zeichne je eine waagerechte, senkrechte, diagonale, gebogene, wellige und zackige Linie. Schreibe daneben jeweils ein Wirkungswort.
  2. M – Zwei Gegensätze: Gestalte links ein ruhiges Linienfeld und rechts ein bewegtes Linienfeld. Verwende nur schwarze Linien.
  3. E – Linienregie: Zeichne eine Komposition, die links weich und ruhig beginnt und rechts hart und bewegt endet. Verändere schrittweise Richtung, Dichte und Strichcharakter.


Fläche

Eine Fläche ist ein zweidimensionaler Bereich. In Bildern kann eine Fläche durch einen geschlossenen Umriss entstehen, aber auch durch einen Wechsel von Farbe, Helligkeit, Muster oder Material. Flächen können geometrisch oder frei geformt, groß oder klein, hell oder dunkel, dicht oder leer wirken.

Geometrische Grundformen wie Kreis, Dreieck oder Rechteck lassen sich leicht erkennen. Freie oder organische Formen haben dagegen oft unregelmäßige, geschwungene Begrenzungen.


Vom Strich zur Fläche

Wenn viele Linien dicht nebeneinander liegen, kann das Auge sie als zusammenhängenden Bereich wahrnehmen. Eine solche Technik ist die Schraffur.

Veränderung Was passiert? mögliche Wirkung
Linien rücken enger zusammen die Fläche erscheint dunkler dichter, schwerer
Linien liegen weit auseinander mehr Papier bleibt sichtbar leichter, leerer
Linien kreuzen sich ein dichtes Netz entsteht kräftig, gespannt
Linien verlaufen rund die Fläche wirkt weniger kantig weich, fließend
Linien bilden harte Ecken der Umriss wird streng hart, fest


Interaktive Zeichenübung: Flächenwerkstatt

  1. G – Füllen ohne Ausmalen: Zeichne drei gleich große Formen. Fülle eine mit Punkten, eine mit parallelen Linien und eine mit gekreuzten Linien.
  2. M – Dichte verändern: Fülle eine große Form so, dass sie von links nach rechts immer dichter wird. Verwende nur eine Linienart.
  3. E – Figur und Freiraum: Entwirf eine Komposition, in der die leere Papierfläche genauso wichtig ist wie die gezeichneten Flächen. Erkläre anschließend, wo sich Figur und Hintergrund gegenseitig beeinflussen.


Punkt, Linie und Fläche zusammenspielen lassen

In einer Komposition werden einzelne Gestaltungsmittel zu einem Bildgefüge verbunden. Punkt, Linie und Fläche können sich gegenseitig verstärken oder kontrastieren. Ein kleiner Punkt kann vor einer großen leeren Fläche besonders auffallen. Eine diagonale Linie kann eine ruhige rechteckige Fläche in Bewegung versetzen. Eine dichte Schraffur kann neben einem weißen Feld sehr schwer wirken.


Wirkungsmatrix

Gewünschte Wirkung Punkt Linie Fläche
ruhig wenige, regelmäßig gesetzte Punkte waagerecht, gleichmäßig klare, ausgewogene Form mit viel Ordnung
bewegt unregelmäßige Abstände diagonal, wellig, wechselnd versetzte oder angeschnittene Formen
weich runde Punkte mit sanften Übergängen gebogen, fließend rund, organisch
hart eckige oder stark kontrastierende Punkte zackig, kantig, kräftig eckig, scharf begrenzt
dicht Ballungen enge Abstände, Kreuzungen stark gefüllt, wenig Zwischenraum
leer wenige Punkte einzelne feine Linien viel unberührter Freiraum


Mini-Visualisierung: Von leer zu dicht

leer lockerer mittel dicht sehr dicht
· ·     · · · · · ········ ●●●●●●●●

Diese kleine Reihe zeigt: Nicht nur die Menge, sondern vor allem der Abstand verändert den Eindruck.


Künstlerbeispiele

Künstlerinnen und Künstler nutzen Punkt, Linie und Fläche sehr unterschiedlich. Beim Betrachten geht es nicht darum, ein Werk einfach nachzuzeichnen. Spannender ist die Frage: Welche Gestaltungsmittel erkennst Du, und wie wirken sie?


Wassily Kandinsky: Punkt, Linie und Fläche als Bildsprache

Wassily Kandinsky veröffentlichte 1926 am Bauhaus die Schrift Punkt und Linie zu Fläche. Darin untersuchte er grundlegende bildnerische Elemente. In seiner abstrakten Kunst treffen Kreise, Linien, Winkel und Flächen aufeinander.

Sehauftrag: Suche in Composition VIII drei ruhige und drei bewegte Stellen. Zeige jeweils, ob vor allem Punkte, Linien, Flächen oder ihre Kombination die Wirkung erzeugen.

Das Video greift Kandinskys Thema Point and Line to Plane auf. Achte besonders auf Übergänge: Wann wird aus einem Punkt eine Linie? Wann entsteht aus Linien eine Fläche?

Diese kindgerechte Animation führt in Kandinskys Kunst ein. Vergleiche danach ein Bilddetail aus dem Video mit Composition VIII.


Paul Klee: Die Linie geht spazieren

Paul Klee arbeitete häufig mit feinen, beweglichen Linien. In Die Zwitscher-Maschine von 1922 wirken die Linien zugleich zeichnerisch, technisch und lebendig.

Sehauftrag G: Fahre mit dem Finger in der Luft drei Linienwege nach.

Sehauftrag M: Beschreibe, wo die Linien ruhig und wo sie nervös oder bewegt erscheinen.

Sehauftrag E: Erkläre, wie Linie und farbige Fläche unterschiedliche Aufgaben übernehmen.


Piet Mondrian: Gerade Linien und klare Flächen

Piet Mondrian ordnete in vielen abstrakten Bildern senkrechte und waagerechte schwarze Linien mit rechteckigen Farb- und Weißflächen.

Das Werk Composition with Red, Yellow, and Blue entstand 1927. Untersuche, wie die ungleich großen Flächen trotzdem zu einer ausgewogenen Gesamtwirkung beitragen.

Videoauftrag: Notiere beim Anschauen drei Merkmale, die Du anschließend in einer eigenen Mondrian-inspirierten Komposition ausprobieren könntest. Kopiere dabei nicht das Original, sondern entwickle eine eigene Anordnung.


László Moholy-Nagy: geometrische Formen im Bauhaus

László Moholy-Nagy arbeitete am Bauhaus mit geometrischen Formen, Fotografie, Typografie und neuen Medien. Eine Postkarte zur Bauhaus-Ausstellung von 1923 zeigt eine reduzierte Anordnung geometrischer Formen.

Vergleichsauftrag: Vergleiche diese Postkarte mit Mondrians Komposition. Wo findest Du ähnliche Mittel? Wo unterscheiden sich Anordnung, Richtung und Flächenwirkung?


Werkzeugkarten

Werkzeuge beeinflussen den Charakter Deiner Punkte, Linien und Flächen. Teste ein Werkzeug zuerst auf einem Probeblatt.

Werkzeug besonders geeignet für typische Wirkung Mini-Auftrag
Bleistift dünne bis breite Linien, Schraffur fein, veränderbar, weich bis kräftig Zeichne eine Linie mit drei Druckstärken.
Fineliner klare Konturen, Muster präzise, deutlich, hart Zeichne fünf Linien mit verschiedenen Abständen.
Filzstift kräftige Punkte und Flächen satt, deutlich, direkt Erzeuge eine dichte Punktballung.
Pinsel variable Linienbreite, freie Flächen weich, fließend, lebendig Ziehe eine Linie von dünn zu dick.
Wattestäbchen regelmäßige Punkte rhythmisch, musterhaft Setze ein Raster und löse es anschließend auf.
Lineal gerade Linien geordnet, streng, technisch Baue ein ruhiges Netz aus Waagerechten und Senkrechten.
Radiergummi Aufhellen und Herauszeichnen leer, unterbrochen, kontrastreich Zeichne erst dicht und radiere dann eine helle Linie heraus.
Papierstreifen Collageflächen klar, flächig, kantig Lege drei Flächen so, dass Spannung entsteht.


Gestaltungsstrategien für die Wirkungen


Ruhig

Ruhige Bilder entstehen häufig durch klare Ordnung, wiederholte Abstände, Waagerechte, wenig Richtungswechsel und bewusst gesetzten Freiraum. Ruhe bedeutet nicht, dass gar nichts passiert. Ein einzelner Kontrast kann einen stillen Schwerpunkt bilden.


Bewegt

Bewegung kann durch Diagonalen, Wellen, Richtungswechsel, unregelmäßige Abstände, Überschneidungen und wechselnde Größen entstehen. Der Blick springt oder wandert stärker über das Bild.


Weich

Weich wirken vor allem runde, fließende Übergänge, geschwungene Linien, organische Formen und sanfte Dichtewechsel.


Hart

Hart wirken oft Ecken, Zacken, abrupte Richtungswechsel, starke Hell-Dunkel-Kontraste, streng begrenzte Flächen und kräftige Linien.


Dicht

Dichte entsteht, wenn viele Gestaltungselemente nah zusammenliegen. Punktballungen, enge Schraffuren, Überlagerungen und stark gefüllte Flächen können einen Bereich schwer oder intensiv wirken lassen.


Leer

Leere entsteht durch bewussten Freiraum. Eine leere Stelle ist nicht automatisch unwichtig. Sie kann andere Elemente hervorheben, Spannung erzeugen oder Ruhe schaffen.


Zeichen-Challenges G/M/E


G – Grundformen entdecken

  1. Zeichne auf einem Blatt zwölf unterschiedliche Punkte.
  2. Verwandle sechs Punkte durch Bewegung in sechs unterschiedliche Linien.
  3. Schließe drei Linien zu Flächen.
  4. Markiere mit Pfeilen, wo Dein Bild ruhig, bewegt, weich, hart, dicht oder leer wirkt.


Gegensätze gestalten

  1. Teile ein Blatt in zwei gleich große Bildfelder.
  2. Gestalte links ruhig, weich und leer.
  3. Gestalte rechts bewegt, hart und dicht.
  4. Verwende in beiden Feldern Punkt, Linie und Fläche.
  5. Vergleiche anschließend, welche Veränderung den größten Wirkungsunterschied erzeugt.


E – Wirkung steuern

  1. Wähle zwei Wirkungen, die sich widersprechen.
  2. Entwirf drei kleine Kompositionsskizzen.
  3. Entscheide Dich für eine Skizze und setze sie größer um.
  4. Verändere nach der Hälfte der Arbeit gezielt ein Gestaltungsmittel.
  5. Dokumentiere, wie sich dadurch die Wirkung des Bildes verändert.


Werkbetrachtung: Sehen – Beschreiben – Deuten

Wenn Du ein Bild untersuchst, trenne zunächst Beobachtung und Deutung. Sage zuerst, was Du siehst. Erkläre danach, wie es wirkt und wodurch diese Wirkung entsteht.

Schritt Leitfrage Satzstarter
Sehen Welche Punkte, Linien und Flächen erkenne ich? Ich sehe …
Beschreiben Wie sind die Elemente angeordnet? Die Linien verlaufen … / Die Punkte liegen …
Wirkung Welche Stimmung oder Bewegung entsteht? Der Bereich wirkt …
Begründen Welche Gestaltungsmittel erzeugen diese Wirkung? Das liegt vor allem an …
Vergleichen Was verändert sich an einer anderen Bildstelle? Im Gegensatz dazu …


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Gestaltungsmittel ist meist der kleinste sichtbare Bildakzent? (Punkt) (!Fläche) (!Rahmen) (!Hintergrund)




Welche Linienrichtung wirkt häufig besonders ruhig? (Waagerechte) (!Diagonale) (!Zickzacklinie) (!Spirale)




Welche Linienart kann besonders bewegt wirken? (Diagonale) (!Waagerechte) (!gleichmäßige Rasterlinie) (!ruhige Parallele)




Welche Linienform wirkt häufig weich? (geschwungene Linie) (!scharfe Zickzacklinie) (!harte Ecke) (!abrupt gebrochene Linie)




Was erzeugt eine besonders dichte Wirkung? (viele Elemente mit kleinen Abständen) (!wenige Elemente mit großen Abständen) (!eine einzelne dünne Linie) (!eine große freie Papierfläche)




Wie kann eine Fläche in einer Zeichnung entstehen? (durch einen geschlossenen Umriss oder einen sichtbaren Wechsel) (!nur durch einen einzelnen Punkt) (!nur durch einen Radiergummi) (!nur durch einen Bildtitel)




Welche Technik erzeugt mit vielen Linien eine Flächenwirkung? (Schraffur) (!Signatur) (!Rahmung) (!Faltung)




Welcher Künstler veröffentlichte Punkt und Linie zu Fläche? (Wassily Kandinsky) (!Piet Mondrian) (!Paul Klee) (!László Moholy-Nagy)




Welches Gestaltungsmittel prägt viele Werke Piet Mondrians besonders? (waagerechte und senkrechte Linien mit rechteckigen Flächen) (!nur runde Punktwolken) (!nur weiche Tierkonturen) (!nur naturalistische Landschaften)




Was bedeutet Freiraum in einer Komposition? (ein bewusst wenig oder nicht gestalteter Bereich) (!ein Fehler im Papier) (!eine falsche Perspektive) (!eine zusätzliche Farbe)





Memory

Punktballung dicht
Waagerechte ruhig
Diagonale bewegt
Bogenlinie weich
Zickzack hart
Freiraum leer





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung
Waagerechte ruhig
Diagonale bewegt
Bogenlinie weich
Zickzacklinie hart
Punktballung dicht
Freiraum leer





Kreuzworträtsel

Kandinsky Welcher Künstler schrieb Punkt und Linie zu Fläche?
Mondrian Welcher Künstler ist für Raster aus Waagerechten und Senkrechten bekannt?
Schraffur Wie heißt eine Fläche aus vielen dicht gesetzten Linien?
Kontur Wie heißt eine Linie, die einen Umriss beschreibt?
Diagonale Welche schräge Linienrichtung wirkt häufig dynamisch?
Freiraum Wie heißt ein bewusst wenig gestalteter Bereich im Bild?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein kleiner sichtbarer Bildakzent wird als

bezeichnet.
Eine Linie besitzt einen Verlauf und eine

.
Eine waagerechte Linie kann besonders

wirken.
Eine schräge Linie kann den Eindruck von

verstärken.
Runde und fließende Linien wirken häufig

.
Zackige Linien können besonders

erscheinen.
Viele eng gesetzte Punkte oder Linien erzeugen eine

Wirkung.
Ein bewusst wenig gestalteter Bildbereich heißt

.
Viele parallele oder gekreuzte Linien können eine

bilden.
Punkt, Linie und Fläche werden in einer

bewusst angeordnet.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Punkt-Sammlung: Suche in Deiner Umgebung zehn Beispiele für Punkte oder punktartige Formen. Zeichne sie als kleine Skizzen und ordne sie nach groß, klein, regelmäßig und unregelmäßig.
  2. Linien-Spaziergang: Fotografiere oder skizziere fünf verschiedene Linienverläufe aus Deiner Umgebung, zum Beispiel Kabel, Äste, Fugen oder Wege. Beschreibe ihre Wirkung mit je einem Wort.
  3. Flächen-Fundstücke: Schneide aus Altpapier fünf unterschiedliche Flächenformen aus und ordne sie zu einer ruhigen Collage.
  4. Wirkungsfächer: Gestalte sechs kleine Karten zu ruhig, bewegt, weich, hart, dicht und leer. Verwende nur Schwarz und Weiß.


Standard – M

  1. Punkt-Linie-Fläche-Plakat: Gestalte ein Lernplakat, das die drei Grundmittel mit eigenen Beispielen und Wirkungswörtern erklärt.
  2. Gegensatzbild: Entwickle eine zweiteilige Zeichnung mit den Gegensätzen ruhig und bewegt. Verwende in beiden Teilen Punkt, Linie und Fläche.
  3. Künstlervergleich: Vergleiche ein Werk von Kandinsky mit einem Werk von Mondrian. Beschreibe mindestens drei Unterschiede in Linienführung, Flächenaufteilung und Wirkung.
  4. Werkzeugtest: Erprobe Bleistift, Fineliner, Pinsel und Wattestäbchen. Erstelle zu jedem Werkzeug eine kleine Testfläche und erkläre, wofür es sich besonders eignet.


Schwer – E

  1. Wirkungswechsel: Gestalte ein Bild, das von links nach rechts schrittweise von leer zu dicht und gleichzeitig von weich zu hart übergeht. Dokumentiere Deine Entscheidungen.
  2. Kompositionslabor: Entwickle drei Entwürfe mit denselben fünf Formen, aber unterschiedlicher Anordnung. Begründe, welcher Entwurf am ruhigsten und welcher am bewegtesten wirkt.
  3. Kunst-Interview: Befrage eine Mitschülerin, einen Mitschüler oder eine erwachsene Person zu zwei Deiner Zeichnungen. Vergleiche die wahrgenommene Wirkung mit Deiner eigenen Absicht.
  4. Stop-Motion-Gestaltung: Produziere eine kurze Stop-Motion-Sequenz, in der aus Punkten Linien und aus Linien Flächen entstehen. Plane bewusst einen Wechsel von ruhig zu bewegt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirkung begründen: Du erhältst zwei unbekannte Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Entscheide, welche ruhiger und welche bewegter wirkt. Begründe Deine Entscheidung ausschließlich mit sichtbaren Gestaltungsmitteln.
  2. Gestaltung verändern: Beschreibe drei konkrete Änderungen, mit denen Du eine weiche Zeichnung härter wirken lassen könntest, ohne neue Farben zu verwenden.
  3. Dichte übertragen: Entwickle eine Idee, wie Du den Gegensatz dicht und leer nur mit Linien darstellen kannst. Erkläre die Anordnung und Abstände.
  4. Künstlerische Entscheidung: Eine Komposition soll gleichzeitig geordnet und spannend wirken. Plane, wie Waagerechte, Diagonalen und Freiraum zusammenwirken könnten.
  5. Vergleich und Transfer: Übertrage ein Gestaltungsprinzip aus einem Werk von Kandinsky, Klee oder Mondrian auf ein selbst gewähltes Alltagsmotiv. Erkläre, was Du übernimmst und was Du bewusst veränderst.
  6. Fehleranalyse: Eine Zeichnung sollte ruhig wirken, erscheint aber sehr hektisch. Nenne mögliche Ursachen in Linienrichtung, Dichte und Anordnung und schlage Verbesserungen vor.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Gestaltungsmittel gezielt einsetzen und ihre Wirkung erklären kannst.

Bereich G M E
Punkt Punkte erkennen und variieren Punktabstände gezielt einsetzen Punktballungen zur Blickführung nutzen
Linie Linienarten benennen Linienwirkung begründen mehrere Linienqualitäten bewusst kombinieren
Fläche geschlossene Flächen erkennen Flächen durch Muster und Schraffur gestalten Figur und Freiraum als Einheit planen
Wirkung ruhig, bewegt, weich, hart, dicht und leer zuordnen Wirkung mit sichtbaren Merkmalen erklären Wirkungen gezielt mischen oder gegeneinander setzen
Reflexion eigene Arbeit kurz beschreiben Gestaltungsentscheidungen begründen Veränderungen analysieren und Verbesserungen ableiten




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zur Bildgestaltung beschreibt Punkt, Linie und Fläche als bildnerische Mittel und eignet sich zur Vertiefung.

Weitere passende Lernbereiche sind Bildnerisches Mittel, Linie, Komposition, Zeichnung, Abstrakte Kunst und Bauhaus.



Mediengalerie zum Weiterbeobachten

Beobachte, wie eng gesetzte Linien dunkle Bereiche aufbauen.

Nutze die zweidimensionalen Grundformen als Formensammlung für eigene Flächenstudien.

Suche nun nur nach Kreisen, Geraden, Kurven und freien Zwischenräumen.

Verfolge mit dem Finger eine Linie und stoppe jedes Mal, wenn sich ihre Richtung deutlich verändert.

Zähle nicht nur farbige Flächen. Beobachte auch die weißen Flächen als aktive Teile der Komposition.


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