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BK5 - Licht, Klang und Bewegung verbinden

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BK5 - Licht, Klang und Bewegung verbinden




Einleitung

In diesem aiMOOC entwickelst Du aus Form, Bewegung, Klang und Licht eine kurze Aufführung. Du arbeitest dabei nicht wie in einem klassischen Theaterstück mit langen Texten, sondern gestaltest eine kleine Performance, eine Szene oder eine bildnerische Aktion. Dein Körper, einfache Formen, Schatten, Geräusche, Rhythmen und Licht werden zu Gestaltungsmitteln.

Der Kurs richtet sich an Klasse 5 und orientiert sich am Kompetenzbereich Bildende Kunst – Aktion. Im Bildungsplan Baden-Württemberg für die Klassen 5/6 wird ausdrücklich das Erleben und Umsetzen von Form, Bewegung, Klang, Sprache und Licht als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel genannt. Dieser aiMOOC konzentriert sich besonders auf Form, Bewegung, Klang und Licht.

Bildungsplan Baden-Württemberg: Bildende Kunst 5/6 – Aktion

Dein Ziel ist eine kurze, verständliche und sichere Aufführung, in der die einzelnen Mittel nicht zufällig nebeneinanderstehen, sondern zusammenwirken. Ein Schatten kann zum Beispiel wachsen, während der Klang lauter wird. Eine Gruppe kann sich langsam zu einer geometrischen Form ordnen, während sich die Lichtfarbe verändert. Ein plötzliches Freeze kann mit Stille und einem klaren Lichtwechsel verbunden werden.

Datei:Stage performance under stage lights.gif

Das Video zur Produktion PIXEL der Compagnie Käfig zeigt, wie Bewegung, Musik und digitale Projektion zu einer gemeinsamen Bühnenwelt verbunden werden können. Für Deine eigene Arbeit brauchst Du keine aufwendige Technik. Schon eine Taschenlampe, eine Papierform, ein weißes Tuch, ein sicher aufgestellter Projektor, Körperbewegungen und selbst erzeugte Geräusche können starke Wirkungen erzeugen.


Lernziele

Am Ende des aiMOOCs kannst Du eine kurze Szene planen, proben, aufführen und auswerten. Du erkennst, wie gestalterische Entscheidungen die Wirkung einer Aufführung verändern.

Bereich Das kannst Du am Ende
Form Du kannst Körperhaltungen, Silhouetten, Papierformen, Requisiten und Raumordnungen gezielt einsetzen.
Bewegung Du kannst Tempo, Richtung, Wiederholung, Freeze, Höhe und Weg im Raum bewusst gestalten.
Klang Du kannst Geräusch, Rhythmus, Stille, Lautstärke und Klangfarbe passend zu einer Szene verwenden.
Licht Du kannst Hell-Dunkel, Schatten, Lichtrichtung, einfache Farbwirkung und Projektion als Gestaltungsmittel nutzen.
Komposition Du kannst Form, Bewegung, Klang und Licht zeitlich aufeinander abstimmen.
Zusammenarbeit Du kannst in einer Gruppe Rollen verteilen, Zeichen für Einsätze vereinbaren und konstruktives Feedback geben.
Sicherheit Du kannst eine Aufführung so vorbereiten, dass Wege frei bleiben, Lichtquellen sicher verwendet werden und niemand geblendet, erschreckt oder gefährdet wird.


Differenzierung G, M und E

Die Aufgabe bleibt für alle gleich: Gestaltet eine kurze sichere Aufführung, in der Form, Bewegung, Klang und Licht zusammenwirken. Die Niveaus unterscheiden sich vor allem durch Selbstständigkeit, Komplexität und Reflexion.

Niveau Gestaltung Planung Reflexion
G – grundlegendes Niveau Du verbindest mindestens eine klare Form, eine Bewegung, einen Klang und eine Lichtwirkung. Die Aufführung kann etwa 30 bis 60 Sekunden dauern. Du arbeitest mit einer einfachen Szenenfolge und klaren Einsatzzeichen. Du benennst, was gut erkennbar war und was Du verbessern möchtest.
M – mittleres Niveau Du gestaltest mindestens zwei deutlich unterschiedliche Phasen und verwendest Kontraste, Wiederholungen oder Übergänge. Die Aufführung kann etwa 45 bis 75 Sekunden dauern. Du planst Einsätze von Bewegung, Klang und Licht in einer Tabelle und probst Übergänge gezielt. Du erklärst, wie mindestens zwei Gestaltungsmittel gemeinsam eine Wirkung erzeugen.
E – erweitertes Niveau Du entwickelst eine durchkomponierte Szene von etwa 60 bis 90 Sekunden, in der alle vier Gestaltungsmittel bewusst aufeinander reagieren. Du planst Rhythmus, Spannungsbogen, Lichtwechsel, Raumwege und Cues selbstständig. Du begründest Deine Entscheidungen mit Fachbegriffen und entwickelst nach Feedback eine verbesserte Fassung.


Die vier Gestaltungsmittel


Form: Was sieht das Publikum?

Form meint hier alles, was als sichtbare Gestalt wahrgenommen wird. Dazu gehören die Form Deines Körpers, eine Gruppe aus mehreren Körpern, eine ausgeschnittene Silhouette, ein Gegenstand, eine Fläche oder eine räumliche Anordnung.

Eine einzelne Figur kann rund, eckig, hoch, flach, geschlossen oder weit geöffnet wirken. Mehrere Personen können eine Linie, einen Kreis, eine Diagonale, einen Block oder eine freie Form bilden. Schon eine kleine Veränderung der Form kann eine Szene ruhig, gespannt, chaotisch oder geordnet erscheinen lassen.

Datei:Indian Contemporary Dancer.jpg

Beobachte das Bild: Welche Linien entstehen durch Arme, Stoff und Körperhaltung? Welche Form nimmt der Körper im Raum ein? Überlege anschließend, wie dieselbe Körperhaltung wirken würde, wenn nur noch ihre Silhouette sichtbar wäre.


Bewegung: Wie verändert sich die Form?

Bewegung macht aus einer sichtbaren Form einen zeitlichen Vorgang. Eine Form kann wachsen, schrumpfen, rotieren, kippen, sich teilen oder neu zusammensetzen. Du kannst Bewegungen langsam, schnell, gleichmäßig, ruckartig, fließend oder plötzlich gestalten.

Wichtige Bewegungsentscheidungen sind Tempo, Richtung, Höhe, Weg, Wiederholung und Pause. Ein Freeze ist eine bewusst eingefrorene Körperhaltung. Gerade in einer kurzen Aufführung kann ein Freeze sehr deutlich wirken, weil das Publikum einen Moment Zeit bekommt, eine Form wahrzunehmen.

Datei:Long exposure classical Indian dancer.jpg

Das Foto mit langer Belichtungszeit macht Bewegung als Spur sichtbar. Für Deine Performance kannst Du die Idee übertragen: Welche sichtbare Spur würde Deine Bewegung hinterlassen, wenn man sie zeichnen könnte?


Klang: Was hört das Publikum?

Klang kann Musik sein, muss es aber nicht. Auch Schritte, Klatschen, Schnipsen, Reiben, Rascheln, Atmen, Summen, Trommeln auf geeigneten Gegenständen oder bewusst gesetzte Stille können Teil einer Aufführung sein.

Beim Gestalten sind besonders Rhythmus, Lautstärke, Klangfarbe, Dauer und Pause wichtig. Ein gleichmäßiger Puls kann Ordnung erzeugen. Unregelmäßige Geräusche können Unruhe erzeugen. Eine plötzliche Stille kann stärker wirken als ein sehr lautes Geräusch.

Das Video über Foley-Geräusche zeigt, wie Alltagsmaterialien verwendet werden können, um passende Geräusche zu erzeugen. Übertrage die Idee auf Deine Szene: Ein Stück Papier kann Wind, ein Karton kann einen dumpfen Schlag, ein Becher kann einen Rhythmus und Stoff kann ein leises Reiben erzeugen.

Bei STOMP werden Körper und Alltagsgegenstände zu rhythmischen Klangquellen. Für die Schule gilt dabei: Verwende nur ungefährliche, leichte Gegenstände und passe die Lautstärke an den Raum an.

Body Percussion ist besonders praktisch, weil Du den eigenen Körper als Klangquelle nutzen kannst. Klatschen, Schnipsen, Stampfen und leichte Schläge auf Oberschenkel lassen sich gut mit Bewegungen verbinden.


Licht: Was wird sichtbar und was bleibt verborgen?

Licht lenkt den Blick. Es kann etwas hervorheben, verdecken oder in eine neue Form verwandeln. Für eine einfache Schulaufführung reichen oft eine Taschenlampe, eine batteriebetriebene LED-Leuchte oder ein unter Aufsicht verwendeter Projektor.

Datei:Spotlights on a stage.png

Mit Lichtrichtung verändert sich die Wirkung einer Form. Licht von vorne macht eine Figur gut sichtbar. Seitenlicht kann Konturen betonen. Licht von hinten kann eine Silhouette erzeugen. Durch ein weißes Tuch oder eine helle Wand kann ein klarer Projektionsraum entstehen.


Licht und Schatten erforschen

Ein Schatten entsteht, wenn Licht durch einen Gegenstand ganz oder teilweise blockiert wird. Auf einer geeigneten Fläche kann dadurch eine dunklere Form sichtbar werden. Bei einer Taschenlampe verändert sich die Größe des Schattens, wenn Du den Abstand zwischen Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche veränderst.

Das traditionelle Schattenspiel zeigt, wie Licht, Körper oder Figuren und eine Projektionsfläche zusammen eine eigene Bildwelt erzeugen können.

Datei:Shadow puppet by Ramon Casas and Josep Meifrèn 03.jpg

Mit Händen oder ausgeschnittenen Figuren kannst Du einfache Schattenformen herstellen. Erprobe zuerst nur eine Lichtquelle und eine Projektionsfläche. Verändere dann nacheinander Abstand, Winkel und Bewegung.

Beim Schattenpuppenspiel kannst Du beobachten, wie eine Geschichte allein durch Silhouetten, Bewegung, Rhythmus und Geräusche verständlich werden kann.


Lichtspuren und Projektionen

Licht kann nicht nur etwas beleuchten. Es kann selbst zum sichtbaren Gestaltungsmittel werden. Beim Lightpainting entstehen durch bewegte Lichtquellen und lange Belichtungszeiten sichtbare Lichtspuren.

Datei:Light painting using a pendulum.jpg

Für Deine Aufführung musst Du kein Lightpainting fotografieren. Die Idee ist trotzdem nützlich: Stell Dir vor, jede Bewegung Deiner Hand würde eine Lichtlinie hinterlassen. Entwickle daraus eine Bewegungsfolge mit Bögen, Zickzackformen, Kreisen oder geraden Linien.

Datei:Spirograph light painting.jpg

Eine Projektion kann ebenfalls als bewegte Fläche wirken. Einfache Projektionen mit Punkten, Linien, geometrischen Formen oder selbst gestalteten Bildern können mit einer Körperbewegung kombiniert werden. Wichtig ist nicht die technische Schwierigkeit, sondern das Zusammenspiel.


Bewegung und Projektion als Partner

Bei professionellen Produktionen können Projektionen so programmiert sein, dass sie auf Bewegungen reagieren. In der Produktion PIXEL treffen Hip-Hop-Tanz, Musik und digitale Projektionen aufeinander. Für eine Schulaufführung kannst Du dieses Prinzip stark vereinfachen: Statt einer technisch reagierenden Projektion vereinbart Ihr feste Zeitpunkte, an denen sich Bild, Licht, Klang und Bewegung verändern.

Eine einfache Variante könnte so funktionieren: Auf der Wand erscheint ein Kreis. Eine Person nimmt eine runde Körperform ein. Ein gleichmäßiger Puls beginnt. Beim nächsten Cue wird der Kreis zu einer Linie, die Person streckt sich, der Rhythmus wird schneller und das Licht kommt nun von der Seite.


Kontrast, Wiederholung und Steigerung

Eine kurze Aufführung wird verständlicher, wenn Du wenige Gestaltungsideen deutlich einsetzt.

Kontrast bedeutet einen starken Unterschied, zum Beispiel hell und dunkel, laut und leise, schnell und langsam oder rund und eckig. Wiederholung sorgt dafür, dass ein Motiv wiedererkannt wird. Steigerung verändert ein Motiv Schritt für Schritt, etwa von leise zu laut oder von klein zu groß.

Gestaltungsprinzip Beispiel mit Form Beispiel mit Bewegung Beispiel mit Klang Beispiel mit Licht
Kontrast Kreis wird zu Zickzack langsam wird schnell leise wird laut dunkel wird hell
Wiederholung gleiche Silhouette erscheint dreimal gleiche Geste kehrt zurück gleicher Rhythmus wird wiederholt gleicher Lichtimpuls kehrt zurück
Steigerung kleine Gruppe wird größer Bewegung wird weiter Puls wird dichter Lichtfläche wird größer


Raum und Blickrichtung

Eine Aufführung findet immer in einem Raum statt. Der Raum ist deshalb Teil der Gestaltung. Das Publikum muss erkennen können, wo der wichtigste Vorgang stattfindet. Ein heller Bereich zieht den Blick stärker an als ein dunkler Bereich. Eine einzelne Bewegung kann stärker wirken als viele gleichzeitige Bewegungen.

Markiert vor der Probe eine klare Spielfläche. Legt fest, wo das Publikum sitzt, wo Lichtquellen stehen, wo Klang erzeugt wird und welche Wege frei bleiben. Die wichtigsten Laufwege werden zuerst ohne Dunkelheit und ohne Technik geprobt.


Sicherheit vor Wirkung

Eine gute Aufführung ist nur dann gelungen, wenn sie sicher durchgeführt werden kann. Sicherheit ist deshalb selbst ein Teil guter Planung.

Bereich Sichere Regel
Licht Verwendet bevorzugt batteriebetriebene LED-Leuchten. Keine Kerzen, kein offenes Feuer und keine Laser.
Augen Leuchtet niemandem direkt in die Augen. Blickt nicht absichtlich in einen Projektorstrahl oder eine sehr helle Lichtquelle.
Blinken Verzichtet auf Stroboskop- oder schnelle Blinkeffekte. Sie sind für eine Klassenaufführung nicht nötig.
Dunkelheit Lauft nicht in völliger Dunkelheit. Bewegungswege müssen vor der Aufführung bei normalem Licht geprobt werden.
Kabel Kabel liegen außerhalb der Laufwege oder werden durch die Lehrkraft sicher befestigt.
Requisiten Verwendet leichte, stabile und ungefährliche Materialien. Kein Glas, keine scharfen Kanten und keine schweren Wurfgegenstände.
Klang Die Lautstärke bleibt angenehm. Sehr laute Schläge direkt neben Ohren werden vermieden.
Projektor Ein Projektor wird standsicher und unter Aufsicht aufgebaut. Lüftungsöffnungen bleiben frei.
Abbruchzeichen Die Gruppe vereinbart ein klares Stoppsignal, das jede Person jederzeit geben darf.
Publikum Fluchtwege und Türen bleiben frei. Das Publikum wird nicht überraschend mit Gegenständen, Licht oder Wasser einbezogen.


Von der Idee zur Aufführung

Eine kurze Performance braucht keinen komplizierten Inhalt. Ein einfaches Thema reicht: Wachsen, Sturm, Maschine, Traum, Verwandlung, Nacht, Welle, Echo oder Chaos und Ordnung.

Phase Leitfrage Ergebnis
Impuls Welche Stimmung, Form oder Bewegung interessiert Euch? Ein gemeinsames Thema
Experiment Welche Schatten, Geräusche, Bewegungen und Lichtwirkungen funktionieren? Eine Sammlung kurzer Versuche
Auswahl Welche zwei oder drei Ideen sind am stärksten? Wenige klare Gestaltungsmittel
Planung Wann geschieht was und wer gibt welches Cue? Ein Szenenplan
Probe Sind Übergänge, Wege und Einsätze verständlich und sicher? Eine spielbare Fassung
Feedback Was sieht und hört das Publikum tatsächlich? Eine gezielte Verbesserung
Aufführung Können alle konzentriert und sicher zusammenarbeiten? Eine kurze Performance


Interaktive Szenenplanung

Nutze die folgende Zuordnung als Modell für einen möglichen Spannungsbogen. Danach kannst Du die Reihenfolge oder die Gestaltungsmittel für Deine eigene Szene verändern.

Ordne die passende Gestaltungsidee zu. Szenenphase
Stille Form im schwachen Seitenlicht Auftakt
Langsame gemeinsame Bewegung mit leisem Rascheln Entwicklung
Schnelle Bewegung mit dichterem Rhythmus und größerer Lichtfläche Steigerung
Plötzlicher Freeze mit Stille Höhepunkt
Langsames Verkleinern der Form und ruhiges Ausblenden Schluss





Szenenplan zum Ausfüllen

Übertragt diese Tabelle in Euer Heft oder auf ein großes Blatt. Jede Zeile entspricht einem Abschnitt Eurer Aufführung.

Szene Form Bewegung Klang Licht Cue Sicherheitscheck
1
2
3
4

Ein Cue ist ein vereinbartes Einsatzzeichen. Es kann ein Blick, eine Bewegung, ein Geräusch oder ein klarer Zeitpunkt sein. Gute Cues helfen der Gruppe, ohne hektische Zurufe gemeinsam zu spielen.


Beispiel: „Vom Punkt zur Welle“

Dieses Beispiel zeigt, wie eine kurze Aufführung aufgebaut werden kann. Es ist kein fertiges Stück, das Du kopieren musst. Nutze es als Ausgangspunkt für eine eigene Idee.

Zeit Form und Bewegung Klang Licht
0–15 Sekunden Eine Person bildet klein zusammengerollt einen Punkt. Die anderen stehen als ruhiger Rahmen. Ein leiser gleichmäßiger Puls mit Fingertippen. Schwaches Seitenlicht.
15–30 Sekunden Der Punkt wächst. Arme öffnen sich langsam. Die Gruppe übernimmt die Bewegung nacheinander. Papier wird sanft gerieben. Der Puls bleibt hörbar. Die Lichtfläche wird etwas größer.
30–50 Sekunden Die Gruppe bewegt sich als Welle von einer Seite zur anderen. Body Percussion wird dichter und etwas lauter. Eine einfache Linien- oder Wellenprojektion erscheint.
50–60 Sekunden Alle stoppen gleichzeitig in einer großen gemeinsamen Form. Plötzliche Stille. Ein klares ruhiges Licht bleibt stehen.
Schluss Die Form wird langsam kleiner. Ein einzelnes leises Geräusch beendet die Szene. Licht wird langsam reduziert.


Proben mit Feedback

Bei einer Probe beobachtet eine Hälfte der Klasse, während die andere Hälfte spielt. Das Feedback soll konkret sein. Statt „Das war gut“ ist eine Beobachtung hilfreicher wie: „Der Freeze war deutlich, weil Klang und Bewegung gleichzeitig stoppten.“

Eine gute Rückmeldung beantwortet drei Fragen: Was war klar wahrnehmbar? Welche Wirkung entstand? Welche einzelne Veränderung würde die Szene verbessern? Danach wird nur eine Sache verändert und die Szene erneut gespielt. So kann die Gruppe erkennen, ob die Veränderung wirklich hilft.


Dokumentation

Eine Aufführung kann durch einen Szenenplan, Fotos von Schattenformen, Skizzen der Raumwege oder ein kurzes Video dokumentiert werden. Foto- oder Videoaufnahmen von Personen dürfen nur nach den in der Schule geltenden Regeln und mit den erforderlichen Einwilligungen erstellt und verwendet werden.

Für die künstlerische Reflexion ist eine einfache Skizze oft schon sehr hilfreich. Zeichne die Spielfläche von oben. Markiere die Position des Publikums, die Lichtquelle, die Projektionsfläche und die Wege der Spielenden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Kombination entspricht dem Ziel dieses aiMOOCs? (Form Bewegung Klang und Licht bewusst verbinden) (!Nur möglichst viele Requisiten benutzen) (!Eine lange Geschichte auswendig lernen) (!Die Aufführung vollständig im Dunkeln spielen)




Was ist ein Freeze in einer Performance? (Eine bewusst eingefrorene Körperhaltung) (!Ein besonders lautes Geräusch) (!Eine schnelle Lichtfolge) (!Ein Wechsel des Publikumsplatzes)




Was kann ein deutlicher Kontrast sein? (Hell und dunkel) (!Zwei völlig gleiche Bewegungen) (!Zwei gleich laute Geräusche) (!Zwei identische Lichtstellungen)




Wozu dient ein Cue? (Als vereinbartes Einsatzzeichen) (!Zum Ausschalten aller Sicherheitsregeln) (!Zum Verdecken der Spielfläche) (!Zum Ersetzen jeder Probe)




Wie kann ein Schatten entstehen? (Wenn ein Gegenstand Licht blockiert) (!Wenn ein Geräusch besonders tief klingt) (!Wenn alle Bewegungen gleichzeitig beginnen) (!Wenn ein Raum sehr laut ist)




Welche Klangquelle ist für eine kurze Schulperformance besonders einfach nutzbar? (Body Percussion) (!Zerbrechendes Glas) (!Ein sehr lauter Signalhornstoß) (!Ein Feuerwerkskörper)




Welche Regel gehört zu einer sicheren Lichtgestaltung? (Niemandem direkt in die Augen leuchten) (!Laser auf Gesichter richten) (!Im völlig dunklen Raum schnell rennen) (!Kabel quer über Laufwege legen)




Was bewirkt Wiederholung in einer Szene häufig? (Ein Motiv wird wiedererkennbar) (!Die Bühne wird automatisch heller) (!Jede Bewegung wird zufällig) (!Der Raum wird größer)




Welche Aussage beschreibt eine Projektion am besten? (Ein Lichtbild wird auf eine Fläche geworfen) (!Ein Geräusch wird in Papier eingeschlossen) (!Eine Bewegung wird unsichtbar gemacht) (!Eine Requisite wird besonders schwer)




Woran erkennt man eine gelungene kurze Aufführung besonders? (Die Gestaltungsmittel wirken bewusst zusammen) (!Alle Beteiligten machen gleichzeitig möglichst viel) (!Die Musik ist immer sehr laut) (!Die Szene enthält möglichst viele technische Geräte)





Memory

Silhouette Umrissform
Freeze eingefrorene Bewegung
Rhythmus geordnetes Zeitmuster
Dynamik Lautstärkeverlauf
Projektion Lichtbild auf einer Fläche
Cue Einsatzzeichen
Kontrast deutlicher Unterschied
Foley nachgemachtes Alltagsgeräusch





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Freeze Bewegung stoppt sichtbar
Seitenlicht Konturen werden seitlich betont
Rhythmus Klänge werden zeitlich geordnet
Silhouette Eine Form erscheint als Umriss
Cue Ein Einsatz wird ausgelöst





Kreuzworträtsel

Schatten Welche dunklere Form entsteht, wenn Licht blockiert wird?
Rhythmus Wie heißt eine geordnete zeitliche Folge von Klängen?
Projektion Wie heißt ein Lichtbild, das auf eine Fläche geworfen wird?
Silhouette Wie nennt man eine deutlich erkennbare Umrissform?
Choreografie Wie heißt die geplante Gestaltung von Bewegungsfolgen?
Kontrast Wie nennt man einen starken Unterschied zwischen Gestaltungsmitteln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
In einer kurzen Performance kann eine sichtbare Gestalt als

gestaltet werden.
Eine bewusst angehaltene Körperhaltung heißt

.
Ein geordnetes Muster von Klängen wird als

bezeichnet.
Ein starker Unterschied zwischen hell und dunkel ist ein

.
Wenn ein Gegenstand Licht blockiert, kann ein

entstehen.
Ein auf eine Fläche geworfenes Lichtbild nennt man

.
Ein vereinbartes Einsatzzeichen heißt

.
Nachgemachte Alltagsgeräusche können als

bezeichnet werden.
Eine plötzliche Ruhe im Klang ist eine bewusst gestaltete

.
Die Richtung einer Lampe verändert die sichtbare

.
Vor einer Aufführung müssen freie Wege und sichere Geräte in einem

geprüft werden.
Wenn Form, Bewegung, Klang und Licht bewusst zusammenwirken, entsteht eine gemeinsame

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schattenfigur: Schneide aus schwarzem Papier eine einfache Figur aus oder forme mit Deinen Händen eine Silhouette. Erprobe drei verschiedene Abstände zur Lichtquelle und zeichne die jeweils sichtbare Schattenform.
  2. Geräuschesammlung: Erzeuge mit Papier, Karton, Stoff und Body Percussion mindestens sechs unterschiedliche leise Geräusche. Ordne jedem Geräusch eine passende Bewegung zu.
  3. Bewegungsalphabet: Erfinde vier Körperformen mit deutlich unterschiedlichen Linien. Verbinde sie durch langsame sichere Übergänge zu einer kurzen Bewegungsfolge.
  4. Lichtprobe: Untersuche mit einer batteriebetriebenen LED-Leuchte Frontlicht, Seitenlicht und Gegenlicht. Beschreibe, wie sich die Wirkung derselben Körperhaltung verändert.


Standard

  1. Miniperformance: Entwickelt zu dritt oder zu viert eine 45- bis 75-sekündige Szene mit mindestens zwei Formwechseln, einem Rhythmus, einem Freeze und einer klaren Lichtwirkung.
  2. Klang und Bewegung: Gestaltet eine Bewegungsfolge, in der jede Veränderung des Tempos eine hörbare Veränderung des Klangs auslöst. Probiert mindestens zwei Fassungen und vergleicht ihre Wirkung.
  3. Projektionsszene: Erstellt aus einfachen Punkten, Linien oder geometrischen Flächen drei Projektionsbilder und verbindet sie mit passenden Körperformen und Bewegungen.
  4. Regieplan: Zeichnet Eure Spielfläche von oben und markiert Publikum, Lichtquelle, Projektionsfläche, Klangpositionen, Laufwege und freie Sicherheitsbereiche.


Schwer

  1. Dramaturgie: Entwickelt eine 60- bis 90-sekündige Performance mit Auftakt, Entwicklung, Steigerung, Höhepunkt und Schluss. Alle vier Gestaltungsmittel müssen den Spannungsbogen unterstützen.
  2. Cue-Partitur: Erstellt eine genaue Cue-Partitur, in der Lichtwechsel, Bewegungsbeginn, Geräusche, Pausen und Freeze-Momente aufeinander abgestimmt sind. Führt die Szene ohne gesprochene Regiehinweise auf.
  3. Wirkungswechsel: Gestaltet dieselbe Grundszene zweimal, einmal ruhig und geheimnisvoll und einmal energisch und chaotisch. Verändert dafür gezielt Form, Tempo, Klang und Licht und begründet Eure Entscheidungen.
  4. Barrierearme Aufführung: Überarbeitet Eure Szene so, dass sie auch ohne gesprochene Sprache verständlich bleibt und starke, unangenehme Licht- oder Lautstärkereize vermieden werden. Begründet, welche Änderungen Ihr vorgenommen habt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gestaltungsvergleich: Zwei Gruppen verwenden dieselbe Körperform. Gruppe A setzt sie mit leisem Klang und schwachem Seitenlicht ein, Gruppe B mit schnellem Rhythmus und hellem Frontlicht. Erkläre, warum dieselbe Form unterschiedlich wirken kann.
  2. Szenenproblem: Bei einer Probe sieht das Publikum die Schatten kaum, obwohl die Figuren gut gestaltet sind. Entwickle mindestens zwei Veränderungen an Lichtquelle, Abstand oder Projektionsfläche und begründe, welche Du zuerst testen würdest.
  3. Transfer in einen kleinen Raum: Eine geplante Aufführung hat große Laufwege, kann aber nur in einem normalen Klassenzimmer gezeigt werden. Entwickle eine neue Fassung, die die Wirkung erhält und trotzdem sicher bleibt.
  4. Klang ohne Technik: Eine Gruppe wollte eine digitale Tonspur verwenden, aber die Lautsprecher funktionieren nicht. Entwickle eine Ersatzlösung mit Körperklängen, Stimme und Alltagsmaterialien, ohne die Grundidee der Szene zu verlieren.
  5. Spannungsbogen: Eine Szene wirkt von Anfang bis Ende gleich. Entwickle eine Steigerung mit mindestens drei der Mittel Form, Bewegung, Klang und Licht und erkläre die Reihenfolge.
  6. Feedback und Überarbeitung: Das Publikum beschreibt eine Szene als „unübersichtlich“. Formuliere drei konkrete Beobachtungsfragen für eine neue Probe und leite daraus eine mögliche Verbesserung ab.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass nicht nur das Endergebnis, sondern auch Planung, Zusammenarbeit, Sicherheit und Reflexion sichtbar werden.

Bestandteil Nachweis
Idee Ein erkennbares Thema oder eine gestalterische Grundidee
Szenenplan Geplante Verbindung von Form, Bewegung, Klang und Licht
Gestaltung Bewusster Einsatz von mindestens vier Gestaltungsmitteln
Aufführung Eine kurze konzentrierte und verständliche Präsentation
Sicherheit Freie Wege, sichere Materialien, angemessene Lautstärke und sichere Lichtnutzung
Zusammenarbeit Verlässliche Rollen, Cues und Absprachen
Reflexion Beschreibung der beabsichtigten Wirkung und mindestens einer begründeten Verbesserung

Für G genügt eine klare und sicher aufgeführte Grundidee mit einfacher Erklärung. Für M wird eine bewusst strukturierte Verbindung mehrerer Gestaltungsmittel erwartet. Für E werden ein durchdachter Spannungsbogen, selbstständige Abstimmung und eine fachsprachlich begründete Reflexion erwartet.




OERs zum Thema

Zum Weiterlernen eignen sich mehrere frei zugängliche Wikipedia-Artikel, weil das Thema verschiedene Kunstformen verbindet.



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