Arsch huh Zäng ussenander Songs gegen Diskriminierung - aiMOOC


Arsch huh Zäng ussenander Songs gegen Diskriminierung - aiMOOC
Einleitung
„Arsch huh, Zäng ussenander“ ist ein kölsches Motto, das sinngemäß bedeutet: Steh auf und mach den Mund auf. Der Ausdruck ist bewusst direkt, alltagsnah und provokant. Gerade dadurch wurde er zu einem starken Zeichen für Zivilcourage, Antidiskriminierung, Rassismuskritik und demokratisches Handeln. Hinter dem Motto steht die AG Arsch Huh beziehungsweise der heutige Arsch Huh e.V., eine Kölner Initiative von Künstler:innen, Musiker:innen und zivilgesellschaftlich engagierten Menschen. Sie entstand 1992 in Köln als Reaktion auf rechte Gewalt, Neonazismus und rassistische Ausgrenzung.
Der Titelsong „Arsch huh, Zäng ussenander“ ist mehr als ein einzelnes Lied. Er ist ein Beispiel dafür, wie Popmusik, Protestlied, Dialekt, Stadtgesellschaft und politische Bildung zusammenwirken können. Der Song macht deutlich: Diskriminierung ist kein Randproblem, sondern betrifft das Zusammenleben aller. Wer Diskriminierung wahrnimmt und schweigt, überlässt den öffentlichen Raum denjenigen, die andere Menschen abwerten. Wer dagegen aufsteht, widerspricht und solidarisch handelt, stärkt die Demokratie.
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Dieser aiMOOC hilft Dir, den Song, die Initiative und die Bedeutung von deutschsprachigen Songs gegen Diskriminierung zu verstehen. Du lernst, wie Musik politische Botschaften transportiert, wie ein regionales Motto bundesweite Bedeutung bekommen kann und wie Du selbst mit Sprache, Bildern, Musik oder Aktionen Haltung gegen Ausgrenzung zeigen kannst.
Lernziele
- Historischer Kontext: Du erklärst, warum die Initiative 1992 entstand und welche Rolle rechte Gewalt in Deutschland dabei spielte.
- Songanalyse: Du untersuchst, wie ein Song durch Text, Klang, Wiederholung, Publikum und Aufführung eine politische Wirkung entfaltet.
- Medienkompetenz: Du vergleichst Musikvideos, Konzertbilder, Plakate und öffentliche Auftritte als Formen politischer Kommunikation.
- Demokratiebildung: Du beschreibst, warum Zivilcourage, Widerspruch und Solidarität für eine demokratische Gesellschaft wichtig sind.
- Transfer: Du entwickelst eigene Ideen gegen Diskriminierung in Schule, Verein, Stadtteil oder digitalem Raum.
Hintergrund: Was bedeutet „Arsch huh, Zäng ussenander“?
Sprache, Dialekt und Wirkung
Das Motto stammt aus dem Kölschen. Wörtlich geht es um das Aufstehen und das Öffnen des Mundes. Gemeint ist: Nicht sitzen bleiben, nicht wegsehen, nicht schweigen. Die Formulierung ist derb, aber gerade deshalb eingängig. Sie wirkt wie ein Zuruf auf der Straße, nicht wie eine abstrakte politische Parole. Das ist für Protestmusik wichtig: Ein Motto muss verstanden, erinnert und gemeinsam gerufen werden können.
Dialekt hat in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion. Einerseits verankert er die Botschaft in Köln und der Kölner Musikszene. Andererseits zeigt er, dass regionale Identität nicht automatisch ausgrenzend sein muss. Heimat kann auch solidarisch, offen und demokratisch verstanden werden. Die Initiative nutzt kölsche Sprache also nicht, um eine geschlossene Gruppe zu markieren, sondern um öffentlich zu sagen: Diese Stadt gehört allen, die respektvoll zusammenleben wollen.
Entstehung der Initiative 1992
Im Jahr 1992 versammelten sich auf dem Chlodwigplatz in Köln rund 100.000 Menschen zu einer Kundgebung mit Konzert gegen Rassismus und Neonazismus. Künstler:innen der Kölner Musikszene riefen dazu auf, der damaligen Welle rechter und rassistischer Gewalt nicht sprachlos zuzusehen. Das Konzert wurde zu einem großen Symbol zivilgesellschaftlichen Protests. Aus dieser Bewegung heraus entstand die AG Arsch Huh.
Der historische Hintergrund ist wichtig. Anfang der 1990er-Jahre kam es in Deutschland zu zahlreichen rassistischen Angriffen und Brandanschlägen. Besonders bekannt wurden die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen 1992 und der Brandanschlag von Mölln 1992. Das Motto „Arsch huh, Zäng ussenander“ reagierte auf diese Stimmung nicht mit Rückzug, sondern mit öffentlicher Gegenrede. Musik wurde dabei zum Mittel, um Menschen emotional zu erreichen und politisch zu mobilisieren.

Der Titelsong als kollektives Zeichen
Der Titelsong wurde von Nick Nikitakis komponiert und von Wolfgang Niedecken getextet. Niedecken ist vor allem als Sänger von BAP bekannt. Der Song wurde durch die gemeinsame Aufführung vieler Kölner Künstler:innen zu einem kollektiven Statement. Wichtig ist dabei nicht nur die einzelne Stimme, sondern das Zusammenspiel: Viele Menschen auf einer Bühne und viele Menschen vor der Bühne zeigen, dass Widerstand gegen Diskriminierung keine Einzelaufgabe ist.
Ein Protestlied arbeitet oft mit klaren Gegensätzen: Wegsehen oder Eingreifen, Schweigen oder Sprechen, Ausgrenzung oder Solidarität. Bei „Arsch huh, Zäng ussenander“ wird dieser Gegensatz im Motto verdichtet. Es geht um eine Entscheidung im Alltag: Reagiere ich, wenn Menschen abgewertet werden? Widerspreche ich rassistischen Sprüchen? Unterstütze ich Betroffene? Suche ich Verbündete? Genau diese Fragen machen den Song für Schule, Ausbildung und Studium interessant.
Von der Kundgebung zur langfristigen Initiative
Aus dem Konzert wurde eine dauerhafte Initiative. Arsch Huh e.V. engagiert sich gegen Neonazismus, Rassismus und Ausgrenzung und setzt sich für eine solidarische Stadtgesellschaft ein. Im Laufe der Jahre gab es weitere Kundgebungen, Konzerte, Veröffentlichungen und Kampagnen. Dazu gehören Aktionen wie „Köln stellt sich quer“, Jubiläumsveranstaltungen und spätere Musik- und Videoprojekte.

2012 wurde das zwanzigjährige Bestehen mit einer großen Kundgebung auf der Deutzer Werft aufgegriffen. 2019 veröffentlichte die AG Arsch Huh den Song „Su läuf dat he“, der sich dagegen wandte, kölsche Lieder für rechte oder neonazistische Demonstrationen zu vereinnahmen. Damit wurde erneut gezeigt, dass Musik nicht neutral im luftleeren Raum steht. Ein Lied kann in unterschiedlichen Kontexten benutzt werden. Deshalb ist es wichtig, wer ein Lied singt, wofür es eingesetzt wird und welche Botschaft damit verbunden wird.
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Songs gegen Diskriminierung
Was macht einen Song politisch?
Ein Song gegen Diskriminierung ist nicht automatisch politisch, nur weil er ein ernstes Thema nennt. Politisch wird er, wenn er gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar macht, Betroffene nicht herabsetzt, klare Verantwortung benennt und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Musik kann Trauer, Wut, Mut und Zusammenhalt ausdrücken. Gleichzeitig kann sie Menschen erreichen, die einen langen Sachtext vielleicht nicht lesen würden.
Bei „Arsch huh, Zäng ussenander“ kommt hinzu, dass die Musik mit einer realen öffentlichen Handlung verbunden war. Der Song stand nicht allein im Radio oder auf einer CD, sondern wurde bei einer großen Kundgebung gesungen. Dadurch entstand ein Zusammenhang zwischen Kunst, Öffentlichkeit und politischem Handeln. Ein Song kann so zu einer Art gemeinsamer Sprache werden: Wer ihn kennt und mitsingt, erkennt die Haltung wieder.
Analyseebenen eines Protestliedes
| Analyseebene | Leitfrage | Anwendung auf das Thema |
|---|---|---|
| Textanalyse | Welche Botschaft wird sprachlich vermittelt? | Das Motto fordert zum Aufstehen, Sprechen und Eingreifen auf. |
| Musikanalyse | Wie unterstützen Rhythmus, Melodie und Wiederholung die Wirkung? | Einprägsame Refrains erleichtern gemeinsames Singen und Erinnern. |
| Kontextanalyse | Auf welche gesellschaftliche Situation reagiert der Song? | Die Initiative reagierte auf rechte Gewalt und rassistische Ausgrenzung. |
| Aufführungsanalyse | Wer singt wo vor welchem Publikum? | Viele Kölner Künstler:innen und ein großes Publikum erzeugten Sichtbarkeit. |
| Medienanalyse | Wie wirken Video, Bühne, Plakat, Foto und soziale Medien zusammen? | Bilder von Kundgebungen zeigen Musik als Teil öffentlicher Gegenrede. |
Warum Musik gegen Diskriminierung wirksam sein kann
Musik erreicht Menschen körperlich, emotional und sozial. Ein Refrain kann im Gedächtnis bleiben. Eine gemeinsame Aufführung kann Mut machen. Ein Musikvideo kann eine Haltung visuell verdichten. Trotzdem reicht ein Song allein nicht aus, um Rassismus oder Rechtsextremismus zu beenden. Er kann aber Gespräche auslösen, Menschen zusammenbringen und den öffentlichen Raum verändern.
Gerade in der Schule kann ein Song ein Einstieg sein, um über schwierige Themen zu sprechen. Dabei ist wichtig, Betroffene von Diskriminierung nicht zu Objekten einer Diskussion zu machen. Gute Bildungsarbeit fragt nicht nur: Was steht im Song? Sie fragt auch: Wer spricht? Wer wird gehört? Wer bleibt unsichtbar? Was können wir konkret tun?
Historische und gesellschaftliche Einordnung
Rechte Gewalt und demokratische Gegenrede
Rechte Gewalt richtet sich nicht nur gegen einzelne Menschen. Sie soll ganze Gruppen einschüchtern und aus dem öffentlichen Leben verdrängen. Deshalb ist Gegenrede wichtig. Wenn viele Menschen öffentlich widersprechen, zeigen sie: Die Angegriffenen stehen nicht allein. Die Mehrheit einer demokratischen Gesellschaft darf Hass und Menschenfeindlichkeit nicht normal werden lassen.
Die Initiative AG Arsch Huh ist ein Beispiel für Zivilgesellschaft. Zivilgesellschaft meint Menschen, Gruppen, Vereine, Initiativen, Künstler:innen, Gemeinden, Schulen oder Verbände, die sich jenseits staatlicher Institutionen für gemeinsame Anliegen einsetzen. Sie kann Missstände benennen, Solidarität organisieren und Druck erzeugen, damit demokratische Werte nicht nur auf dem Papier stehen.
Köln, Musikszene und öffentliche Identität
Köln besitzt eine starke Musik- und Karnevalskultur. Bands und Künstler:innen wie BAP, Bläck Fööss, Brings, Höhner oder Zeltinger sind mit regionaler Sprache und städtischer Identität verbunden. Wenn solche Künstler:innen gegen Rassismus auftreten, nutzen sie ihre Bekanntheit und kulturelle Reichweite für eine politische Botschaft.
Gleichzeitig muss jede Stadt vorsichtig sein, sich nicht einfach als von Natur aus tolerant darzustellen. Auch in einer Stadt mit weltoffenem Selbstbild gibt es Diskriminierung, soziale Ungleichheit und Ausgrenzung. Ein guter Unterricht zum Thema arbeitet deshalb mit Anerkennung und Kritik zugleich: Die Initiative ist ein starkes Beispiel für Engagement, aber sie ersetzt nicht die dauerhafte Auseinandersetzung mit strukturellem Rassismus, fehlender Repräsentation und sozialer Ungerechtigkeit.
Vom lokalen Motto zur allgemeinen Lernfrage
Das Motto stammt aus Köln, doch die Lernfrage ist überall relevant: Was tue ich, wenn Menschen ausgegrenzt werden? Diskriminierung kann auf dem Schulhof, in Chats, in Behörden, in Vereinen, bei der Wohnungssuche, im Stadion oder am Arbeitsplatz auftreten. Songs gegen Diskriminierung erinnern daran, dass Sprache und Kultur nicht nebensächlich sind. Sie prägen, was Menschen für normal halten.
Für Dich als Lernende:r bedeutet das: Du kannst nicht jede gesellschaftliche Ungerechtigkeit allein lösen. Aber Du kannst Wahrnehmung schärfen, Sprache reflektieren, Betroffene ernst nehmen, Widerspruch üben, Verbündete suchen und Projekte anstoßen. Genau darum geht es bei „Arsch huh, Zäng ussenander“: aus Haltung wird Handlung.
Arbeit mit dem Video
Beobachtungsaufträge
- Erster Eindruck: Notiere, welche Bilder, Wörter oder musikalischen Elemente Dir besonders auffallen.
- Botschaft: Formuliere in einem Satz, welche Haltung das Video gegen Diskriminierung vermittelt.
- Zielgruppe: Überlege, wen das Video besonders erreichen könnte und warum.
- Wirkung: Beschreibe, ob das Video eher informiert, emotionalisiert, motiviert oder provoziert.
- Transfer: Entwickle eine Idee, wie ein ähnliches Video für Deine Schule oder Deinen Stadtteil aussehen könnte.
Leitfragen für eine vertiefte Analyse
- Kontext: Welche historischen Ereignisse oder gesellschaftlichen Konflikte muss man kennen, um die Bedeutung des Songs zu verstehen?
- Sprache: Warum kann ein derbes Motto politisch wirksamer sein als eine höflich formulierte Bitte?
- Musik: Wie entsteht durch gemeinsames Singen ein Gefühl von Zusammenhalt?
- Bildsprache: Welche Rolle spielen Bühnenbilder, Menschenmengen, Nahaufnahmen oder Plakate?
- Ethik: Wo liegt die Grenze zwischen klarer Haltung und vereinfachender Parole?
- Handlung: Welche konkreten Formen von Zivilcourage folgen aus der Botschaft?
Fachbegriffe
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Diskriminierung | Benachteiligung oder Abwertung von Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale wie Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung, Sprache, sozialer Lage oder sexueller Orientierung. |
| Rassismus | Ideologie und Praxis, die Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Religion abwertet und ungleich behandelt. |
| Rechtsextremismus | Politische Einstellung, die Demokratie, Menschenrechte und Gleichwertigkeit ablehnt und häufig nationalistische, rassistische oder autoritäre Vorstellungen vertritt. |
| Zivilcourage | Mutiges, verantwortliches Handeln, wenn andere Menschen bedroht, beleidigt, ausgegrenzt oder ungerecht behandelt werden. |
| Protestlied | Lied, das gesellschaftliche Missstände kritisiert und politische oder moralische Haltung ausdrückt. |
| Solidarität | Verbundenheit mit anderen Menschen, besonders wenn sie Unterstützung, Schutz oder öffentliche Aufmerksamkeit brauchen. |
| Öffentlichkeit | Sozialer Raum, in dem Themen sichtbar, diskutiert und politisch verhandelbar werden. |
| Kampagne | Geplante Folge von Aktionen, Medienbeiträgen und Botschaften, mit denen ein gesellschaftliches Ziel verfolgt wird. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet „Arsch huh, Zäng ussenander“ sinngemäß? (Aufstehen und den Mund aufmachen) (!Leise bleiben und abwarten) (!Sich aus allem heraushalten) (!Nur Musik hören und nicht handeln)
In welcher Stadt entstand die Initiative AG Arsch Huh? (Köln) (!Berlin) (!Hamburg) (!München)
In welchem Jahr entstand die Kampagne „Arsch huh, Zäng ussenander“? (1992) (!1982) (!2002) (!2012)
Wogegen richtete sich die Initiative besonders? (Rassismus und Neonazismus) (!Umweltschutz und Mülltrennung) (!Steuerpolitik und Inflation) (!Sportregeln und Vereinswechsel)
Wer schrieb den Text des Titelsongs „Arsch huh, Zäng ussenander“? (Wolfgang Niedecken) (!Herbert Grönemeyer) (!Udo Lindenberg) (!Peter Fox)
Wer komponierte den Titelsong „Arsch huh, Zäng ussenander“? (Nick Nikitakis) (!Konrad Adenauer) (!Jacques Offenbach) (!Ludwig van Beethoven)
Welcher Kölner Platz ist mit der Auftaktkundgebung von 1992 verbunden? (Chlodwigplatz) (!Alexanderplatz) (!Marienplatz) (!Potsdamer Platz)
Welche Funktion kann ein Protestlied in einer demokratischen Gesellschaft haben? (Es kann Haltung sichtbar machen und Menschen mobilisieren) (!Es ersetzt Gerichte und Parlamente vollständig) (!Es verbietet jede andere Meinung automatisch) (!Es löst gesellschaftliche Konflikte ohne weiteres Handeln)
Was ist bei der Analyse von Songs gegen Diskriminierung besonders wichtig? (Kontext und Wirkung mitzuprüfen) (!Nur die Länge des Liedes zu zählen) (!Nur die Kleidung der Musiker zu bewerten) (!Nur die Lautstärke zu messen)
Welche Haltung passt am besten zu demokratischer Antidiskriminierungsarbeit? (Kritisch solidarisch handeln) (!Wegsehen und schweigen) (!Betroffene ausfragen und bloßstellen) (!Vorurteile ungeprüft wiederholen)
Memory
| Kölsch | Regionale Sprache |
| Chlodwigplatz | Auftaktkundgebung |
| Protestlied | Politische Botschaft |
| Zivilcourage | Einmischen |
| Rassismus | Abwertung |
| Solidarität | Zusammenhalt |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Motto | Aufstehen und sprechen |
| Kampagne | Öffentliches Zeichen |
| Song | Emotion und Botschaft |
| Video | Bildliche Verdichtung |
| Lerntransfer | Eigenes Handeln |
Kreuzworträtsel
| Koeln | In welcher Stadt entstand die Kampagne? |
| Koelsch | In welcher Sprache ist das Motto formuliert? |
| Chlodwigplatz | Auf welchem Platz fand die große Auftaktkundgebung statt? |
| Niedecken | Wer schrieb den Text des Titelsongs? |
| Nikitakis | Wer komponierte den Titelsong? |
| Zivilcourage | Welcher Begriff beschreibt mutiges Eingreifen im Alltag? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Wortbedeutung: Erkläre das Motto „Arsch huh, Zäng ussenander“ in eigenen Worten und formuliere eine sachliche Standardsprache-Version.
- Hörprotokoll: Höre den Song oder das Video aufmerksam an und notiere drei Stellen, an denen Musik, Stimme oder Wiederholung eine besondere Wirkung erzeugen.
- Bildanalyse: Beschreibe eines der Wikimedia-Commons-Bilder im aiMOOC und erkläre, welche Form von Öffentlichkeit dort sichtbar wird.
- Begriffskarte: Erstelle eine Mindmap zu den Begriffen Diskriminierung, Zivilcourage, Solidarität und Protestlied.
Standard
- Songanalyse: Analysiere, wie der Song Haltung gegen Diskriminierung erzeugt, ohne lange Liedtextzitate zu verwenden.
- Medienvergleich: Vergleiche das YouTube-Video mit einem Foto einer Kundgebung und erkläre, wie Ton und Bild jeweils politische Wirkung entfalten.
- Interview: Befrage eine Person aus Schule, Familie oder Stadtteil dazu, wann sie Zivilcourage erlebt hat, und werte das Gespräch respektvoll aus.
- Plakatkampagne: Gestalte ein Plakat gegen Diskriminierung, das mit einem kurzen Motto, einem starken Bild und einer konkreten Handlungsaufforderung arbeitet.
Schwer
- Podcast: Produziere einen fünfminütigen Podcast darüber, warum Musik Menschen politisch bewegen kann und wo die Grenzen musikalischen Protests liegen.
- Stadtrundgang: Entwickle einen demokratiegeschichtlichen Rundgang zu Orten in Deiner Stadt, an denen Protest, Erinnerung oder Solidarität sichtbar werden.
- Argumentationsanalyse: Schreibe einen kritischen Kommentar zur Frage, ob prominente Künstler:innen besondere Verantwortung in politischen Debatten tragen.
- Schulprojekt gegen Diskriminierung: Plane eine Aktionswoche mit Workshop, Musikbeitrag, Ausstellung und Gesprächsformat für eine diskriminierungskritische Schule.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbstgewählten aktuellen Beispiel, wie ein Song, ein Video oder ein Social-Media-Beitrag gegen Diskriminierung wirken kann.
- Fallbeispiel Schule: Entwickle für eine Situation mit rassistischer Beleidigung auf dem Schulhof drei mögliche Handlungswege und bewerte ihre Chancen und Risiken.
- Kritischer Kommentar: Beurteile, ob ein starkes Motto wie „Arsch huh, Zäng ussenander“ eher Menschen verbindet oder eher polarisiert, und begründe differenziert.
- Kampagnenkonzept: Entwirf eine kleine Kampagne gegen Ausgrenzung in Deinem Umfeld und erkläre Zielgruppe, Botschaft, Medium und mögliche Partner:innen.
- Medienethik: Diskutiere, worauf man achten muss, wenn man Betroffene von Diskriminierung in einem Video oder Plakat sichtbar macht.
- Vergleich: Vergleiche „Arsch huh, Zäng ussenander“ mit einem anderen deutschsprachigen Song gegen Diskriminierung und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Analyse, Aufgaben und Reflexion in einem Portfolio mit Einleitung, Materialteil und persönlichem Fazit.
- Präsentation: Stelle in fünf bis sieben Minuten dar, warum der Song ein Beispiel für Musik als demokratische Gegenrede ist.
- Reflexion: Schreibe eine Seite darüber, in welcher Alltagssituation Du selbst „Arsch huh“ im übertragenen Sinn zeigen könntest.
- Feedback: Gib einer anderen Lerngruppe ein wertschätzendes und konkretes Feedback zu deren Projektidee gegen Diskriminierung.
OERs zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Wikipedia: Arsch huh, Zäng ussenander Überblick zu Geschichte, Beteiligten und Veröffentlichungen.
- Arsch Huh e.V. Offizielle Informationen zur Initiative, zu Mission und aktuellen Projekten.
- Wikimedia Commons: Arsch huh, Zäng ussenander Sammlung freier Bildmedien zum Thema.
- YouTube-Kanal Arsch Huh Musikvideos, Kampagnenclips und Dokumente der Initiative.
Links
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