Arbeitszeit, Urlaub und Vergütung in der Ausbildung - Schmied


Arbeitszeit, Urlaub und Vergütung in der Ausbildung - Schmied
Arbeitszeit, Urlaub und Vergütung in der Ausbildung - Schmied
Einleitung
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Schmiede- und Metallhandwerk. In Deutschland lautet die heutige offizielle Berufsbezeichnung für den klassischen handwerklichen Schmiedeberuf meist Metallbauerin oder Metallbauer – Fachrichtung Metallgestaltung. Die anerkannte duale Ausbildung im Handwerk dauert regulär 42 Monate beziehungsweise dreieinhalb Jahre. Du lernst dabei unter anderem das Warmumformen und Schmieden, das Fügen, Schweißen, Gestalten, Montieren und Instandhalten metallischer Bauteile.

Arbeitszeit, Urlaub und Ausbildungsvergütung sind keine freiwilligen Leistungen des Betriebs. Sie ergeben sich insbesondere aus dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, dem Arbeitszeitgesetz, dem Jugendarbeitsschutzgesetz, dem Bundesurlaubsgesetz, dem Ausbildungsvertrag und gegebenenfalls aus einem Tarifvertrag. Für minderjährige Auszubildende gelten strengere Schutzregeln. Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Ausbildungsvertrag dürfen häufig günstigere Bedingungen vorsehen.
Stand dieses Lernkurses: August 2026. Die Angaben beziehen sich auf eine duale Berufsausbildung in Deutschland. Bei einem konkreten Streitfall solltest Du den Ausbildungsvertrag, den einschlägigen Tarifvertrag und die Beratung der zuständigen Handwerkskammer einbeziehen.
Der Schmiedeberuf im heutigen Ausbildungssystem
Die traditionelle Bezeichnung Schmiedin oder Schmied wird weiterhin verwendet. Der anerkannte Ausbildungsberuf heißt jedoch in der Regel Metallbauerin beziehungsweise Metallbauer – Fachrichtung Metallgestaltung. Typische Ausbildungsbetriebe sind Kunstschmieden, Metallbaubetriebe, Restaurierungswerkstätten und Betriebe, die geschmiedete Bauteile herstellen, montieren oder reparieren. Im Handwerk endet die Ausbildung mit einer gestreckten Gesellenprüfung in Teil 1 und Teil 2.

Für Deine Arbeitsbedingungen ist entscheidend, was im eingetragenen Ausbildungsvertrag steht. Dort müssen unter anderem die regelmäßige tägliche Ausbildungszeit, die Vergütung, die Urlaubsdauer und Hinweise auf anwendbare Tarifverträge festgehalten sein. Die praktische Ausbildung muss dem Ausbildungsziel dienen. Auszubildende sind keine billigen Ersatzarbeitskräfte.
Arbeitszeit in der Ausbildung
Regelmäßige Ausbildungszeit
Die regelmäßige Ausbildungszeit steht im Ausbildungsvertrag. Sie umfasst die betriebliche Ausbildung und die anzurechnenden Zeiten der Berufsschule, der Prüfungen sowie vorgeschriebener außerbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen. Ruhepausen zählen grundsätzlich nicht als Arbeitszeit.

Für volljährige Auszubildende gilt grundsätzlich das Arbeitszeitgesetz. Die werktägliche Arbeitszeit darf regelmäßig acht Stunden nicht überschreiten. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden ist nur zulässig, wenn innerhalb des gesetzlichen Ausgleichszeitraums im Durchschnitt wieder acht Stunden werktäglich eingehalten werden. Bei mehr als sechs bis zu neun Stunden Arbeitszeit sind mindestens 30 Minuten Pause vorgeschrieben, bei mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen grundsätzlich mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit liegen.
Für minderjährige Auszubildende gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Jugendliche dürfen grundsätzlich höchstens acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich an fünf Tagen beschäftigt werden. Die Beschäftigung liegt regelmäßig zwischen 6 und 20 Uhr. Bei mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden Arbeitszeit sind mindestens 30 Minuten Pause vorgeschrieben, bei mehr als sechs Stunden mindestens 60 Minuten. Nach Arbeitsende müssen Jugendliche mindestens zwölf Stunden ununterbrochene Freizeit erhalten.
Arbeitszeit im Schmiedebetrieb
In der Schmiede arbeitest Du mit heißen Werkstücken, Feuer, Hämmern, Pressen, Schleifmaschinen, Schweißanlagen und teilweise unter erheblicher Lärm- oder Wärmeeinwirkung. Deshalb müssen Arbeitsplanung und Pausen auch den Arbeitsschutz berücksichtigen. Persönliche Schutzausrüstung, Unterweisung und fachkundige Aufsicht sind unverzichtbar.
Jugendliche dürfen mit gefährlichen Arbeiten grundsätzlich nicht beschäftigt werden. Eine ausbildungsbezogene Ausnahme kommt nur infrage, wenn die Tätigkeit zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist und der Schutz durch fachkundige Aufsicht sowie geeignete Schutzmaßnahmen gewährleistet wird. Das betrifft in einer Schmiede besonders Arbeiten mit außergewöhnlicher Hitze, hoher Unfallgefahr, Gefahrstoffen, Lärm oder kraftbetriebenen Maschinen.
Berufsschule, Prüfungen und Wegezeiten
Der Besuch der Berufsschule ist Teil der Ausbildung. Der Betrieb muss Dich dafür freistellen und darf die Vergütung deshalb nicht kürzen.
- Vor einem Berufsschulunterricht, der vor 9 Uhr beginnt, darfst Du nicht im Betrieb beschäftigt werden.
- Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von jeweils mindestens 45 Minuten wird einmal pro Woche mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet. An diesem Tag musst Du anschließend nicht mehr in den Betrieb.
- Ein weiterer Berufsschultag wird mit der tatsächlichen Unterrichtszeit einschließlich der Pausen und der notwendigen Wegezeit zwischen Schule und Betrieb angerechnet.
- Eine Blockunterrichtswoche mit mindestens 25 Unterrichtsstunden an mindestens fünf Tagen wird mit der durchschnittlichen wöchentlichen Ausbildungszeit angerechnet.
- Für Prüfungen, vorgeschriebene außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen und den Arbeitstag unmittelbar vor der schriftlichen Abschluss- beziehungsweise Gesellenprüfung besteht ein Freistellungsanspruch nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Beispiel: Deine regelmäßige Ausbildungszeit beträgt 40 Stunden an fünf Tagen. Am Dienstag hast Du sechs Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Dieser Berufsschultag wird einmal in der Woche als voller durchschnittlicher Ausbildungstag mit acht Stunden angerechnet. Du musst danach nicht noch in die Schmiede zurückkehren.
Mehrarbeit und Überstunden
Mehrarbeit liegt vor, wenn Du über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinaus beschäftigt wirst. Sie darf die gesetzlichen Höchstgrenzen nicht überschreiten und muss mit dem Ausbildungszweck vereinbar sein. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist eine solche zusätzliche Beschäftigung besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen. Ob ein Zuschlag gezahlt wird, kann sich aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Ausbildungsvertrag ergeben.
Führe bei Unklarheiten eine sachliche Dokumentation mit Datum, Beginn, Ende, Pause, Tätigkeit und anordnender Person. Sprich zuerst mit Deiner Ausbilderin oder Deinem Ausbilder. Weitere Ansprechstellen sind Betriebsrat, Jugend- und Auszubildendenvertretung, Handwerkskammer, Berufsschule oder Gewerkschaft.
Urlaub in der Ausbildung
Urlaub ist bezahlter Erholungsurlaub. Während des genehmigten Urlaubs wird Deine Ausbildungsvergütung als Urlaubsentgelt weitergezahlt. Ein zusätzliches Urlaubsgeld gibt es dagegen nur, wenn es im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Ausbildungsvertrag vorgesehen ist.

Urlaub für volljährige Auszubildende
Für volljährige Auszubildende beträgt der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage pro Kalenderjahr. Das Gesetz rechnet mit einer Sechs-Tage-Woche von Montag bis Samstag. Bei einer üblichen Fünf-Tage-Woche entspricht dies 20 Arbeitstagen, also vier Wochen. Tarifvertrag oder Ausbildungsvertrag können mehr Urlaub vorsehen.
Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch entsteht erstmals nach sechsmonatigem Bestehen des Ausbildungsverhältnisses. Urlaubswünsche sind zu berücksichtigen, sofern ihnen keine dringenden betrieblichen Belange oder sozial vorrangigen Urlaubswünsche anderer Beschäftigter entgegenstehen. Urlaub darfst Du niemals eigenmächtig antreten.
Urlaub für minderjährige Auszubildende
Für Jugendliche richtet sich der Mindesturlaub nach dem Alter zu Beginn des Kalenderjahres:
| Alter am 1. Januar | Gesetzlicher Mindesturlaub |
|---|---|
| noch nicht 16 Jahre | 30 Werktage |
| noch nicht 17 Jahre | 27 Werktage |
| noch nicht 18 Jahre | 25 Werktage |
Der Urlaub soll Berufsschülerinnen und Berufsschülern möglichst in den Berufsschulferien gegeben werden. Fällt während des Urlaubs verpflichtender Berufsschulunterricht an, gelten besondere Ausgleichsregeln. Prüfe deshalb frühzeitig Deinen Schulplan und beantrage Urlaub schriftlich nach dem betrieblichen Verfahren.
Krankheit während des Urlaubs
Wirst Du im Urlaub arbeitsunfähig krank, zählen ärztlich nachgewiesene Krankheitstage grundsätzlich nicht als Urlaubstage. Du musst den Betrieb unverzüglich informieren und die erforderliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Die ausgefallenen Urlaubstage darfst Du nicht eigenmächtig an den Urlaub anhängen, sondern musst sie neu beantragen.
Vergütung in der Ausbildung
Die Ausbildungsvergütung ist eine monatliche Bruttovergütung. Sie muss angemessen sein und mit fortschreitender Ausbildung mindestens jährlich ansteigen. Ihre konkrete Höhe ergibt sich aus dem Ausbildungsvertrag und gegebenenfalls aus einem einschlägigen Tarifvertrag. Im Metallhandwerk unterscheiden sich tarifliche Werte nach Tarifgebiet und Regelungsbereich. Deshalb gibt es nicht eine einzige bundesweit einheitliche Schmiedevergütung.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026
Für duale Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 beginnen, nennt das Bundesinstitut für Berufsbildung folgende monatliche Mindestbeträge:
| Ausbildungsjahr | Monatliche Mindestvergütung 2026 |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 724 Euro brutto |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 Euro brutto |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 Euro brutto |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 Euro brutto |
Da die Metallbauer-Ausbildung 42 Monate dauert, ist auch der Mindestbetrag des vierten Ausbildungsjahres für das letzte halbe Jahr relevant. Die Werte gelten für den Beginnjahrgang 2026. Bei einem früheren oder späteren Ausbildungsbeginn gelten die für diesen Jahrgang festgelegten Untergrenzen. Ein anwendbarer Tarifvertrag kann für die Vergütung maßgeblich sein. Vergleiche deshalb immer Ausbildungsvertrag, Tarifbindung und aktuelle Rechtslage.
Brutto, Netto und Abrechnung
Bruttovergütung ist der im Vertrag vereinbarte Betrag vor gesetzlichen Abzügen. Nettovergütung ist der Betrag, der nach Abzug der auf Dich entfallenden Beiträge und gegebenenfalls der Lohnsteuer ausgezahlt wird. Die Entgeltabrechnung muss die Berechnung nachvollziehbar darstellen.
Die Vergütung wird nach Monaten bemessen und muss für den laufenden Kalendermonat spätestens am letzten Arbeitstag des Monats gezahlt werden. Für gesetzliche Freistellungszeiten wie Berufsschule und Prüfungen darf die Vergütung nicht gekürzt werden. Bei unverschuldeter Verhinderung, insbesondere bei Krankheit, gelten die gesetzlichen Regeln zur Fortzahlung.
Vergütung von Mehrarbeit
Wirst Du über die vereinbarte tägliche Ausbildungszeit hinaus beschäftigt, muss diese Zeit besonders vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden. Die normale Monatsvergütung allein erledigt den Anspruch nicht automatisch. Prüfe, ob Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung zusätzlich einen Mehrarbeitszuschlag vorsehen.
Praxisfall aus der Schmiede
Die 17-jährige Auszubildende Mira beginnt um 7 Uhr. Sie arbeitet bis 12 Uhr, hat 30 Minuten Pause und soll anschließend bis 16 Uhr 30 an der Esse und am Lufthammer weiterarbeiten. Die reine Arbeitszeit beträgt neun Stunden. Für Minderjährige überschreitet dies grundsätzlich die tägliche Höchstdauer. Außerdem wäre bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit eine Pause von mindestens 60 Minuten erforderlich. Die besondere Gefährdung durch Hitze und Maschinen verlangt zusätzlich fachkundige Aufsicht und wirksame Schutzmaßnahmen.
Der 20-jährige Auszubildende Deniz arbeitet an einem einzelnen Tag zehn Stunden. Das kann nach dem Arbeitszeitgesetz nur zulässig sein, wenn die übrigen Voraussetzungen eingehalten werden und innerhalb des gesetzlichen Ausgleichszeitraums durchschnittlich acht werktägliche Stunden erreicht werden. Die über seine vertragliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung muss außerdem vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden.
Deine Rechte richtig klären
Gehe bei einem Problem strukturiert vor:
- Ausbildungsvertrag prüfen: Vergleiche Arbeitszeit, Urlaub, Vergütung und Hinweise auf Tarifverträge.
- Arbeitszeit dokumentieren: Notiere Beginn, Ende, Pausen, Berufsschule und Mehrarbeit.
- Gespräch führen: Sprich sachlich mit Deiner Ausbilderin oder Deinem Ausbilder.
- Interessenvertretung einbeziehen: Wende Dich an Betriebsrat oder Jugend- und Auszubildendenvertretung.
- Zuständige Stelle kontaktieren: Im Handwerk ist dies regelmäßig die Handwerkskammer.
- Beratung nutzen: Gewerkschaft, Berufsschule oder zuständige Arbeitsschutzbehörde können zusätzlich helfen.
Rechtsgrundlagen und geprüfte Quellen
- § 15 BBiG – Freistellung und Anrechnung
- § 17 BBiG – Vergütungsanspruch und Mindestvergütung
- § 18 BBiG – Bemessung und Fälligkeit
- § 19 BBiG – Fortzahlung der Vergütung
- Arbeitszeitgesetz
- Jugendarbeitsschutzgesetz
- Bundesurlaubsgesetz
- BIBB – Mindestausbildungsvergütung 2026
- BIBB – Metallbauerin und Metallbauer, Fachrichtung Metallgestaltung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie heißt der anerkannte Ausbildungsberuf für den klassischen Kunstschmied in der Regel? (Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung) (!Konstruktionsmechaniker Fachrichtung Schmieden) (!Werkzeugmechaniker Fachrichtung Kunst) (!Gießereimechaniker Fachrichtung Gestaltung)
Wie lange dürfen minderjährige Auszubildende grundsätzlich höchstens täglich arbeiten? (Acht Stunden) (!Sechs Stunden) (!Neun Stunden) (!Zehn Stunden)
Welches Gesetz regelt vor allem die Arbeitszeit volljähriger Auszubildender? (Arbeitszeitgesetz) (!Bundesurlaubsgesetz) (!Jugendschutzgesetz) (!Tarifvertragsregistergesetz)
Wann wird ein Berufsschultag einmal pro Woche als voller durchschnittlicher Ausbildungstag angerechnet? (Bei mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens 45 Minuten) (!Bei genau drei Unterrichtsstunden) (!Nur bei einer schriftlichen Klassenarbeit) (!Erst ab zehn Unterrichtsstunden)
Wie hoch ist der gesetzliche Mindesturlaub für Volljährige bei einer Fünf-Tage-Woche? (20 Arbeitstage) (!12 Arbeitstage) (!16 Arbeitstage) (!30 Arbeitstage)
Wie viel Mindesturlaub erhält ein Jugendlicher, der am 1. Januar 16 Jahre alt ist? (27 Werktage) (!20 Werktage) (!24 Werktage) (!30 Werktage)
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr bei Ausbildungsbeginn 2026? (724 Euro brutto) (!682 Euro brutto) (!854 Euro brutto) (!1014 Euro brutto)
Was bedeutet Bruttovergütung? (Betrag vor gesetzlichen Abzügen) (!Betrag nach allen Abzügen) (!Freiwilliges Urlaubsgeld) (!Nur die Vergütung für Überstunden)
Wie muss zusätzliche Beschäftigung über die vereinbarte tägliche Ausbildungszeit ausgeglichen werden? (Durch besondere Vergütung oder Freizeit) (!Nur durch ein Lob des Betriebs) (!Ausschließlich durch Urlaubstage) (!Sie bleibt immer ohne Ausgleich)
Was ist Urlaubsentgelt? (Fortgezahlte Vergütung während des Urlaubs) (!Freiwilliger Bonus für eine Urlaubsreise) (!Abzug für genehmigte Urlaubstage) (!Vergütung für Berufsschulferien)
Memory
| Berufsbildungsgesetz | Zentrales Gesetz für Rechte und Pflichten in der dualen Ausbildung |
| Jugendarbeitsschutzgesetz | Besondere Schutzregeln für Auszubildende unter 18 Jahren |
| Arbeitszeitgesetz | Arbeitszeitliche Höchstgrenzen für volljährige Beschäftigte |
| Bundesurlaubsgesetz | Gesetzlicher Mindesturlaub für volljährige Auszubildende |
| Bruttovergütung | Vertraglicher Betrag vor gesetzlichen Abzügen |
| Nettovergütung | Auszahlungsbetrag nach gesetzlichen Abzügen |
| Freistellung | Keine betriebliche Beschäftigung wegen Schule oder Prüfung |
| Urlaubsentgelt | Weitergezahlte Ausbildungsvergütung während des Erholungsurlaubs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Berufsschultag | Einmal wöchentlich voller Ausbildungstag bei mehr als fünf Unterrichtsstunden |
| Blockunterricht | Anrechnung der durchschnittlichen Wochenzeit bei mindestens 25 Stunden an fünf Tagen |
| Mehrarbeit | Zusätzliche Beschäftigung mit Vergütung oder Freizeitausgleich |
| Werktag | Kalendertag von Montag bis Samstag außer Feiertagen |
| Arbeitstag | Tag, an dem laut Plan tatsächlich ausgebildet oder gearbeitet wird |
...
Kreuzworträtsel
| Metallgestaltung | Wie heißt die Fachrichtung des heutigen handwerklichen Schmiedeberufs? |
| Arbeitszeit | Wie heißt die Zeit der betrieblichen Beschäftigung ohne Ruhepausen? |
| Ruhepause | Wie heißt die vorgeschriebene Unterbrechung während eines langen Arbeitstags? |
| Urlaub | Wie heißt die bezahlte Zeit zur Erholung? |
| Brutto | Wie heißt die Vergütung vor gesetzlichen Abzügen? |
| Freistellung | Wie heißt die Befreiung von der betrieblichen Beschäftigung für Schule oder Prüfung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Arbeitszeitprotokoll: Dokumentiere eine beispielhafte Ausbildungswoche mit Beginn, Ende, Pausen, Berufsschule und reiner Arbeitszeit.
- Begriffskarten: Gestalte acht Lernkarten zu Brutto, Netto, Urlaubsentgelt, Urlaubsgeld, Mehrarbeit, Freistellung, Werktag und Arbeitstag.
- Urlaubsvergleich: Vergleiche den gesetzlichen Mindesturlaub eines 17-jährigen mit dem eines volljährigen Auszubildenden.
- Ausbildungsvertrag: Markiere in einem Mustervertrag die Stellen zu Arbeitszeit, Urlaub, Vergütung und Tarifbindung.
Standard
- Fallanalyse Jugendarbeitsschutz: Prüfe einen Tagesplan einer 17-jährigen Auszubildenden auf Arbeitszeit, Pausen, Ruhezeit und gefährliche Arbeiten.
- Berufsschulrechnung: Berechne die anzurechnende Ausbildungszeit für zwei unterschiedliche Berufsschultage und begründe das Ergebnis.
- Vergütungsvergleich: Vergleiche die vertragliche Vergütung eines fiktiven Ausbildungsbetriebs mit der Mindestausbildungsvergütung des passenden Beginnjahrgangs.
- Interview im Betrieb: Befrage eine Ausbilderin, einen Ausbilder oder die Jugend- und Auszubildendenvertretung zum Umgang mit Mehrarbeit und Urlaubswünschen.
Schwer
- Rechtscheck Schmiede: Entwickle eine Prüfliste für einen Schmiedebetrieb, die Arbeitszeitrecht, Jugendarbeitsschutz und fachkundige Aufsicht verbindet.
- Erklärvideo Ausbildungsrechte: Produziere ein kurzes Video, das einen Konflikt um Berufsschule und Überstunden sachlich löst.
- Tarifvertrag analysieren: Untersuche einen regional einschlägigen Tarifvertrag des Metallhandwerks und vergleiche ihn mit den gesetzlichen Mindestbedingungen.
- Betriebliche Vereinbarung: Entwirf eine faire betriebliche Regelung zu Arbeitszeiterfassung, Freizeitausgleich und Urlaubsplanung für Auszubildende.


Lernkontrolle
- Transferfall Arbeitszeit: Eine volljährige Auszubildende arbeitet vier Wochen lang täglich zehn Stunden. Beurteile die Zulässigkeit und entwickle einen gesetzeskonformen Ausgleichsplan.
- Transferfall Berufsschule: Ein Betrieb verlangt nach sechs Unterrichtsstunden die Rückkehr in die Schmiede. Prüfe den Fall, unterscheide ersten und zweiten Berufsschultag und begründe Deine Lösung.
- Transferfall Urlaub: Zwei Auszubildende beantragen gleichzeitig Urlaub. Entwickle nachvollziehbare Kriterien für eine faire Entscheidung und berücksichtige betriebliche sowie soziale Belange.
- Transferfall Vergütung: Ein Vertrag nennt eine Vergütung unterhalb des aktuellen Mindestbetrags. Erkläre, welche Daten und Unterlagen vor einer Bewertung geprüft werden müssen.
- Transferfall Mehrarbeit: Eine Auszubildende erhält weder Geld noch Freizeit für angeordnete zusätzliche Stunden. Entwirf einen sachlichen Gesprächsleitfaden und eine Eskalationsfolge.
- Transferfall Schmiedesicherheit: Ein 16-jähriger Auszubildender soll allein am Lufthammer arbeiten. Verknüpfe Ausbildungsziel, Gefährdung, Aufsicht und Arbeitszeit zu einer begründeten Entscheidung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:
- die Rechtsgrundlagen für volljährige und minderjährige Auszubildende unterscheiden kannst,
- Arbeitszeit, Ruhepause, Ruhezeit und Mehrarbeit fachlich korrekt berechnest,
- Berufsschul- und Prüfungszeiten richtig auf die Ausbildungszeit anrechnest,
- Urlaubsansprüche in Werk- und Arbeitstagen erklären kannst,
- Bruttovergütung, Nettovergütung, Urlaubsentgelt und Urlaubsgeld unterscheidest,
- die Mindestausbildungsvergütung dem richtigen Ausbildungsbeginn zuordnest,
- Besonderheiten gefährlicher Schmiedearbeiten mit dem Jugendarbeitsschutz verbindest,
- Konfliktfälle mit Vertrag, Tarifvertrag und Gesetz begründet löst,
- geeignete betriebliche und außerbetriebliche Ansprechstellen benennst.
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