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Akkordfolgen hören und vergleichen - Akkorde und Harmonie

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Akkordfolgen hören und vergleichen - Akkorde und Harmonie



Einleitung

Akkordfolgen hören und vergleichen bedeutet: Du lernst, nicht nur einzelne Akkorde zu erkennen, sondern die Wirkung ihrer Verbindung zu verstehen. Eine Akkordfolge ist eine Abfolge von Akkorden. Sie kann ruhig, offen, gespannt, traurig, festlich, kreisend, überraschend oder zielgerichtet wirken. In der Harmonielehre geht es darum, wie solche Verbindungen aufgebaut sind, wie sie klingen und warum sie musikalische Erwartungen auslösen.

In diesem aiMOOC arbeitest Du mit vielen Hör- und Notenbeispielen. Du vergleichst typische Folgen wie Kadenzen, Pop-Loops, Blues-Schemata und Jazz-Verbindungen. Du untersuchst, wie Tonika, Subdominante, Dominante, Mollakkorde, Durakkorde, Umkehrungen, Basslinien und Stimmführung den Höreindruck verändern.


Grundwissen: Akkorde und Harmonie


Was ist ein Akkord?

Ein Akkord ist ein Zusammenklang mehrerer Töne. In der schulischen Musiktheorie beginnt man meist mit dem Dreiklang. Ein Dreiklang entsteht durch die Schichtung von zwei Terzen. In C-Dur besteht der C-Dur-Dreiklang aus den Tönen C, E und G. Der A-Moll-Dreiklang besteht aus A, C und E.

Hörbeispiel: Dur und Moll nebeneinander
Achte darauf, ob Du den ersten Klang eher als hell, stabil und offen wahrnimmst und den zweiten eher als weich, nachdenklich oder dunkler.


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    <a c e>1^\markup "a-Moll"
    <c e g>1^\markup "C-Dur"
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Was ist eine Akkordfolge?

Eine Akkordfolge verbindet Akkorde nacheinander. Dadurch entsteht ein musikalischer Verlauf. Ein einzelner Akkord wirkt wie ein Moment; eine Akkordfolge wirkt wie ein Weg. Du kannst beim Hören besonders auf folgende Fragen achten: Wo klingt die Musik zu Hause? Wo entsteht Spannung? Wo löst sich Spannung? Welche Stelle klingt offen? Welche Stelle klingt abgeschlossen?

Die wichtigste Höridee lautet: Akkorde haben Funktionen im Zusammenhang. Derselbe Akkord kann je nach Umgebung anders wirken. Ein G-Dur-Akkord kann in C-Dur als Dominante starke Spannung zur Tonika C-Dur erzeugen. In G-Dur wäre derselbe Akkord dagegen selbst die Tonika.


Tonika, Subdominante und Dominante

In der Funktionstheorie werden Akkorde nach ihrer Rolle im tonalen Zusammenhang beschrieben. Die Tonika ist der Ruhepunkt. Die Subdominante führt oft von der Tonika weg. Die Dominante erzeugt besonders häufig Spannung zurück zur Tonika. In C-Dur sind dies:

  1. Tonika: C-Dur
  2. Subdominante: F-Dur
  3. Dominante: G-Dur

Hörbeispiel: einfache Kadenz I-IV-V-I
Höre, wie die Folge von C über F und G wieder nach C zurückführt. Beschreibe den Schluss: klingt er abgeschlossen, offen oder überraschend?


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Stufen hören

In der Stufentheorie werden Akkorde mit römischen Ziffern beschrieben. In C-Dur bedeutet I C-Dur, ii d-Moll, iii e-Moll, IV F-Dur, V G-Dur, vi a-Moll und vii° h-vermindert. Große Ziffern stehen häufig für Dur, kleine Ziffern für Moll. Für das Hören ist wichtig: Die Stufe beschreibt nicht nur einen Akkordnamen, sondern seinen Platz in der Tonart.

Hörbeispiel: leitereigene Dreiklänge in C-Dur
Höre die Akkorde wie eine Leiter. Welche Stufen klingen stabil? Welche klingen eher nach Übergang?


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    <e g b>2^\markup "iii" <f a c>2^\markup "IV"
    <g b d>2^\markup "V" <a c e>2^\markup "vi"
    <b d f>2^\markup "vii°" <c e g>2^\markup "I"
  }
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  \midi { }
}


Hörstrategien für Akkordfolgen


Höre zuerst den Bass

Der Bass ist für das Erkennen von Akkordfolgen besonders wichtig. Er zeigt oft den Grundton des Akkords. Wenn Du eine Akkordfolge vergleichst, kannst Du zuerst die Bassbewegung mitsummen: geht sie aufwärts, abwärts, in Sprüngen oder schrittweise?

Hörbeispiel: gleiche Akkorde, andere Bassbewegung
Beide Beispiele verwenden C, G, a-Moll und F. Vergleiche, welche Folge stärker nach Anfang, Kreis oder Ziel klingt.

A: I-V-vi-IV


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    <a c e>1^\markup "vi  Am"
    <c f a>1^\markup "IV  F"
    <c e g>1^\markup "I  C"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}

B: vi-IV-I-V


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    \tempo 4 = 84
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    \time 4/4
    <a c e>1^\markup "vi  Am"
    <c f a>1^\markup "IV  F"
    <c e g>1^\markup "I  C"
    <b d g>1^\markup "V  G"
    <a c e>1^\markup "vi  Am"
  }
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  \midi { }
}


Höre Spannung und Auflösung

Viele Akkordfolgen leben vom Wechsel zwischen Spannung und Auflösung. Besonders deutlich ist dies bei der Bewegung V-I. In C-Dur erzeugt G-Dur Spannung, die sich nach C-Dur auflösen kann. Wenn statt C-Dur ein a-Moll-Akkord folgt, entsteht ein Trugschluss: Dein Ohr erwartet die Tonika, bekommt aber eine überraschende Ausweichung.

Hörbeispiel: Ganzschluss und Trugschluss
Höre zuerst die erwartete Lösung V-I und danach die überraschende Lösung V-vi.


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    <c e g>1^\markup "I  C"
    r1
    <b d g>1^\markup "V  G"
    <a c e>1^\markup "vi  Am"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Höre das Tongeschlecht

Das Tongeschlecht Dur oder Moll verändert die Wirkung stark. Trotzdem ist Vorsicht wichtig: Dur bedeutet nicht automatisch fröhlich und Moll nicht automatisch traurig. Tempo, Rhythmus, Instrumentation, Lage, Dynamik und Melodie beeinflussen den Eindruck. Für den Anfang hilft aber: Dur und Moll bewusst zu vergleichen.

Hörbeispiel: ähnliche Kadenz in Dur und Moll
Vergleiche den Weg nach Hause: Wirkt die Moll-Fassung geschlossener, schwerer oder dramatischer?


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    <c e g>1^\markup "C"
    <c f a>1^\markup "F"
    <b d g>1^\markup "G"
    <c e g>1^\markup "C"
    r1
    \key a \minor
    <a c e>1^\markup "Am"
    <a d f>1^\markup "Dm"
    <gis b e>1^\markup "E"
    <a c e>1^\markup "Am"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Höre die Stimmführung

Stimmführung beschreibt, wie einzelne Stimmen von einem Akkord zum nächsten gehen. Akkordfolgen klingen oft flüssiger, wenn sich die Töne nur wenig bewegen und gemeinsame Töne liegen bleiben. Große Sprünge können dagegen kräftiger, blockhafter oder dramatischer wirken.

Hörbeispiel: blockhaft und fließend
Die Akkorde sind gleich. Vergleiche, welche Version ruhiger und verbundener klingt.

A: Grundstellungen


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    <c e g>1^\markup "C"
    <f a c>1^\markup "F"
    <g b d>1^\markup "G"
    <c, e g>1^\markup "C"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}

B: mit Umkehrungen


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    \tempo 4 = 76
    \key c \major
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    <c e g>1^\markup "C"
    <c f a>1^\markup "F"
    <b d g>1^\markup "G"
    <c e g>1^\markup "C"
  }
  \layout { }
  \midi { }
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Typische Akkordfolgen vergleichen


Kadenz: I-IV-V-I

Die Kadenz I-IV-V-I ist ein Grundmodell der tonalen Musik. Sie führt von der Tonika weg, baut Spannung auf und kehrt zurück. Sie kommt in vielen Formen der europäischen Musikgeschichte, im Lied, in der Kirchenmusik, im Volkslied und in der schulischen Harmonielehre vor.

Hörauftrag: Klatsche bei jedem Akkordwechsel einmal mit. Sprich danach die Funktionen: Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika.


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    <c f a>1^\markup "Subdominante"
    <b d g>1^\markup "Dominante"
    <c e g>1^\markup "Tonika"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Pop-Loop: I-V-vi-IV

Die Folge I-V-vi-IV ist in vielen Stilen der Popmusik verbreitet. Sie wirkt oft kreisend, weil sie nicht zwingend endgültig abschließen muss. Sie kann immer wiederholt werden und bietet viel Raum für Melodien.

Hörauftrag: Wiederhole innerlich die Bassgrundtöne C, G, A, F. Überlege, warum diese Folge gut als Dauerschleife funktioniert.


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      <c e g>1^\markup "I"
      <b d g>1^\markup "V"
      <a c e>1^\markup "vi"
      <c f a>1^\markup "IV"
    }
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Jazz-Kadenz: ii-V-I

Die ii-V-I-Verbindung ist im Jazz besonders wichtig. In C-Dur lautet sie d-Moll, G-Dur und C-Dur. Sie verbindet eine vorbereitende Stufe, eine Dominante und die Tonika. Mit Septakkorden wird der Klang farbiger.

Hörauftrag: Höre, wie der erste Akkord vorbereitet, der zweite drängt und der dritte entspannt.


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    <c d f a>1^\markup "ii7  Dm7"
    <b d f g>1^\markup "V7  G7"
    <b c e g>1^\markup "Imaj7  Cmaj7"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Andalusische Kadenz: i-VII-VI-V

Die andalusische Kadenz in a-Moll lautet häufig Am, G, F, E. Sie erzeugt eine absteigende Basslinie und eine markante dramatische Wirkung. Du findest ähnliche Klangwirkungen in verschiedenen Stilen, etwa in Flamenco, Filmmusik und Rockmusik.

Hörauftrag: Singe die Basslinie A, G, F, E mit. Achte darauf, wie der letzte Akkord wieder zurück nach a-Moll zieht.


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    <g b d>1^\markup "VII  G"
    <f a c>1^\markup "VI  F"
    <gis b e>1^\markup "V  E"
    <a c e>1^\markup "i  Am"
  }
  \layout { }
  \midi { }
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Zwölftaktiger Blues

Der Blues nutzt häufig ein zwölf Takte langes Schema mit den Stufen I, IV und V. Entscheidend ist nicht nur die Reihenfolge der Akkorde, sondern auch das Gefühl von Wiederholung, Spannung und Rückkehr. Schon ein einfaches Blues-Schema zeigt, wie eine Akkordfolge eine ganze Form tragen kann.

Hörauftrag: Zähle zwölf Takte mit. Markiere beim Hören, wann die Musik von I nach IV und später nach V wechselt.


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    <c e g bes>1^\markup "I7" <c e g bes>1 <c e g bes>1 <c e g bes>1
    <c f a ees'>1^\markup "IV7" <c f a ees'>1 <c e g bes>1^\markup "I7" <c e g bes>1
    <b d f g>1^\markup "V7" <c f a ees'>1^\markup "IV7" <c e g bes>1^\markup "I7" <b d f g>1^\markup "V7"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Systematisch vergleichen


Vergleichskriterien

Wenn Du Akkordfolgen hörst, brauchst Du passende Wörter. Ein guter Hörvergleich verbindet Wahrnehmung und Fachsprache. Nutze zum Beispiel diese Gegensatzpaare: hell - dunkel, ruhig - gespannt, geschlossen - offen, kreisend - zielgerichtet, weich - energisch, einfach - farbig, vorhersehbar - überraschend.


Vergleichstabelle für Deine Hörnotizen

Frage Worauf Du hörst Beispielhafte Formulierung
Wo ist der Ruhepunkt? Tonika, Schlussklang, Wiederkehr Die Folge klingt am Ende abgeschlossen, weil sie zur Tonika zurückkehrt.
Wo entsteht Spannung? Dominante, Leittöne, Septakkorde Der Dominantakkord drängt deutlich zur Auflösung.
Wie bewegt sich der Bass? Schritt, Sprung, Abstieg, Quintfall Die absteigende Basslinie macht die Folge besonders einprägsam.
Welche Klangfarbe dominiert? Dur, Moll, Septakkorde Der Mollbeginn wirkt nachdenklicher als der Durbeginn.
Wie stark ist der Schluss? Ganzschluss, Halbschluss, Trugschluss Der Schluss bleibt offen, weil die Folge auf der Dominante endet.


Gleicher Rhythmus, andere Harmonie

Wenn der Rhythmus gleich bleibt, kannst Du Akkordfolgen besser vergleichen. Ändert sich nur die Harmonie, hörst Du genauer, was die Akkorde selbst bewirken.

Hörbeispiel: geschlossene Kadenz und offene Kadenz
Die erste Folge endet auf C-Dur. Die zweite Folge endet auf G-Dur und bleibt dadurch offener.


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    <b d g>1^\markup "V"
    <c e g>1^\markup "I"
    r1
    <c e g>1^\markup "I"
    <a c e>1^\markup "vi"
    <c f a>1^\markup "IV"
    <b d g>1^\markup "V"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Gleiche Harmonie, anderer Rhythmus

Die harmonische Rhythmik beschreibt, wie schnell Akkorde wechseln. Eine Akkordfolge kann ruhig wirken, wenn jeder Akkord lange stehen bleibt. Sie kann bewegter wirken, wenn die Akkorde schneller wechseln.

Hörbeispiel: langsamer und schneller Akkordwechsel
Achte darauf, ob die schnellere Version mehr Bewegung erzeugt, obwohl die Akkorde gleich bleiben.


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    <a c e>1^\markup "Am"
    <c f a>1^\markup "F"
    r1
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    <a c e>2^\markup "Am" <c f a>2^\markup "F"
    <c e g>2^\markup "C" <b d g>2^\markup "G"
    <a c e>2^\markup "Am" <c f a>2^\markup "F"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Akkordfolgen selbst untersuchen


Methode: Hören, Beschreiben, Prüfen

Beim Hören von Akkordfolgen hilft eine klare Methode. Höre zuerst ohne Noten und beschreibe den Eindruck. Höre danach mit Blick auf die Akkordsymbole. Prüfe schließlich, ob Deine Beschreibung fachlich genauer werden kann. Aus "klingt traurig" kann zum Beispiel werden: "Die Folge beginnt mit einem Mollakkord, nutzt eine absteigende Basslinie und endet auf einer starken Dominante."


Methode: Transponieren

Transponieren bedeutet, eine Akkordfolge in eine andere Tonart zu übertragen. Die Akkordnamen ändern sich, die Stufen bleiben gleich. Die Folge I-IV-V-I lautet in C-Dur C-F-G-C, in G-Dur G-C-D-G und in F-Dur F-B-C-F. Für das Hören ist wichtig: Wenn die Stufen gleich bleiben, bleibt die grundlegende Funktion der Folge erhalten.


Methode: Varianten bilden

Du kannst eine Akkordfolge verändern, indem Du einen Akkord austauschst, einen Akkord länger hältst, eine Umkehrung verwendest, einen Septakkord ergänzt oder den Schluss veränderst. So lernst Du nicht nur fertige Muster, sondern verstehst musikalische Möglichkeiten.

Hörbeispiel: einfache Kadenz mit Septakkord-Farbe
Vergleiche den Dominantakkord ohne und mit Septime. Welche Version zieht stärker zur Tonika?


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    <b d g>1^\markup "V"
    <c e g>1^\markup "I"
    r1
    <c e g>1^\markup "I"
    <b d f g>1^\markup "V7"
    <c e g>1^\markup "I"
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Musikpraxis im Unterricht


Gruppenarbeit: Hörlabor

Bildet Gruppen. Jede Gruppe erhält zwei Akkordfolgen. Eine Person startet und stoppt die Hörbeispiele. Eine Person notiert Höreindrücke. Eine Person achtet auf Fachbegriffe. Eine Person fasst das Ergebnis zusammen. Ziel ist nicht, sofort "richtig" zu hören, sondern die Wahrnehmung zu begründen.


Klassenprojekt: Akkordfolgen-Galerie

Erstellt gemeinsam eine Galerie typischer Akkordfolgen. Jede Gruppe gestaltet eine Station mit Akkordsymbolen, Stufen, kurzem Hörauftrag, Wirkung in eigenen Worten und einem selbst gespielten oder digital notierten Beispiel. Am Ende vergleichen alle Gruppen: Welche Akkordfolge wirkt am offensten? Welche klingt am stärksten nach Schluss? Welche eignet sich besonders gut für einen Songanfang?


Reflexion: Hören ist trainierbar

Gehörbildung funktioniert wie Sprachlernen. Am Anfang erkennst Du einzelne Wörter, später ganze Sätze und typische Wendungen. Bei Akkordfolgen ist es ähnlich: Zuerst hörst Du vielleicht nur Dur oder Moll. Später erkennst Du Bassbewegungen, Kadenzen, Pop-Loops, Trugschlüsse und Stimmführung. Regelmäßiges Vergleichen ist wichtiger als schnelles Raten.


Videos zur Vertiefung

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=T2OQvkAmGEI |500|center}}

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=K1yOKxtvp2Q |500|center}}


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Akkordfolge? (Eine Abfolge mehrerer Akkorde) (!Eine einzelne gesungene Melodie) (!Ein besonders lauter Rhythmus) (!Eine zufällige Sammlung von Taktarten)




Welche Funktion hat die Tonika meistens? (Sie wirkt als Ruhepunkt einer Tonart) (!Sie erzeugt immer den stärksten Rhythmus) (!Sie ist immer ein Mollakkord) (!Sie ersetzt die Melodie)




Welche Stufen bilden in C-Dur die einfache Kadenz I-IV-V-I? (C-F-G-C) (!C-D-E-F) (!A-F-C-G) (!G-F-E-D)




Was beschreibt die Dominante häufig? (Einen spannungsreichen Akkord mit Zug zur Tonika) (!Den leisesten Ton eines Musikstücks) (!Einen Akkord ohne Bezug zur Tonart) (!Das Tempo einer Aufnahme)




Was ist ein Trugschluss in einem einfachen Dur-Kontext häufig? (Die erwartete Auflösung zur Tonika wird überraschend ersetzt) (!Der Rhythmus wird vollständig angehalten) (!Ein Akkord wird rückwärts gespielt) (!Die Tonart verschwindet dauerhaft)




Welche Aussage zur Folge I-V-vi-IV passt am besten? (Sie kann als kreisender Pop-Loop wirken) (!Sie kommt ausschließlich in Barockmusik vor) (!Sie enthält keine Tonika) (!Sie muss immer in Moll stehen)




Was hilft beim Erkennen von Akkordfolgen besonders? (Auf die Bassbewegung achten) (!Nur die Lautstärke zählen) (!Alle Pausen ignorieren) (!Den Text zuerst übersetzen)




Was bedeutet Stimmführung? (Die Bewegung einzelner Stimmen von Akkord zu Akkord) (!Die Reihenfolge der Instrumente auf der Bühne) (!Die Lautstärke eines Akkords) (!Die Farbe des Notenpapiers)




Welche Folge ist eine typische ii-V-I-Verbindung in C-Dur? (Dm-G-C) (!C-Am-F-G) (!F-C-Dm-Am) (!G-Em-F-C)




Was beschreibt harmonische Rhythmik? (Wie schnell oder langsam Akkorde wechseln) (!Wie hoch eine Sängerin singt) (!Wie viele Instrumente gleichzeitig spielen) (!Wie stark ein Schlagzeug betont wird)





Memory

Tonika Ruhepunkt
Dominante Spannung
Subdominante Wegführung
Trugschluss Überraschung
Basslinie Grundbewegung
Stimmführung Verbindung
Septakkord Klangfarbe
Kadenz Schlusswirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Erster Höreindruck Klangwirkung beschreiben
Bassbewegung Grundtöne verfolgen
Tongeschlecht Dur und Moll vergleichen
Funktion Tonika und Dominante bestimmen
Schlusswirkung Offenheit oder Abschluss prüfen





Kreuzworträtsel

Tonika Wie heißt der Ruhepunkt einer Tonart?
Kadenz Wie nennt man eine formelhafte Akkordfolge mit Schlusswirkung?
Quinte Welches Intervall prägt die Bewegung im Quintenzirkel?
Terz Welches Intervall ist für den Aufbau von Dreiklängen besonders wichtig?
Moll Welches Tongeschlecht klingt im Vergleich zu Dur häufig dunkler?
Bass Welche tiefe Stimme hilft beim Erkennen von Grundtönen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Akkordfolge ist eine Abfolge von

und erzeugt dadurch einen musikalischen Verlauf. Der Ruhepunkt einer Tonart heißt

. Die

erzeugt häufig Spannung, die sich zur Tonika auflösen kann. In der Stufentheorie werden Akkorde mit

Ziffern beschrieben. Beim Hören hilft es besonders, zuerst die

zu verfolgen. Wenn eine erwartete Auflösung überraschend ersetzt wird, spricht man von einem

. Die Bewegung einzelner Stimmen von einem Akkord zum nächsten heißt

. Die Geschwindigkeit, mit der Akkorde wechseln, nennt man

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre zwei Akkordfolgen aus diesem aiMOOC und beschreibe sie mit mindestens fünf Gegensatzpaaren wie hell-dunkel, offen-geschlossen oder ruhig-gespannt.
  2. Basslinie: Schreibe zu einer Akkordfolge die Grundtöne auf und singe oder spiele nur diese Basslinie.
  3. Dur und Moll: Vergleiche einen Dur- und einen Mollakkord und notiere drei Wörter, die Deine Höreindrücke beschreiben.
  4. Kadenz: Spiele oder singe die Folge I-IV-V-I in C-Dur und erkläre, welcher Akkord für Dich am stärksten nach Spannung klingt.


Standard

  1. Stufentheorie: Übertrage die Folge I-V-vi-IV von C-Dur nach G-Dur und erkläre, warum die Stufen gleich bleiben, obwohl die Akkordnamen wechseln.
  2. Popmusik: Suche einen Song, der mit einer wiederholten Akkordfolge arbeitet, und beschreibe, ob die Folge eher kreisend oder zielgerichtet wirkt.
  3. Stimmführung: Vergleiche eine Akkordfolge in Grundstellungen mit einer Fassung in Umkehrungen und erkläre, welche Version flüssiger klingt.
  4. Trugschluss: Erfinde eine kurze Folge, in der die Dominante nicht zur Tonika führt, und beschreibe die Wirkung in eigenen Worten.


Schwer

  1. Harmonische Analyse: Analysiere eine Akkordfolge aus einem selbst gewählten Musikstück mit Akkordsymbolen, Stufen und einer Beschreibung der Schlusswirkung.
  2. Komposition: Komponiere eine achttaktige Akkordfolge mit mindestens einem Septakkord und einer bewusst gestalteten Basslinie.
  3. Vergleichende Musikanalyse: Vergleiche eine Kadenz, einen Pop-Loop und eine Blues-Folge hinsichtlich Bassbewegung, Spannung und Wiederholung.
  4. Gehörbildung: Entwickle für Deine Klasse ein kurzes Hörtraining mit drei Akkordfolgen, Lösungen und Begründungen.




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Lernkontrolle

  1. Transfer: Erkläre an einem neuen Beispiel, warum dieselben vier Akkorde anders wirken können, wenn die Reihenfolge verändert wird.
  2. Analyse: Du hörst eine Folge, die auf der Dominante endet. Begründe, warum dieser Schluss offener wirkt als eine Rückkehr zur Tonika.
  3. Vergleich: Vergleiche eine einfache I-IV-V-I-Kadenz mit einer ii-V-I-Verbindung und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Spannungsführung.
  4. Anwendung: Erstelle eine Akkordfolge für eine ruhige Filmszene und begründe Deine Wahl von Tongeschlecht, Tempo und Schlusswirkung.
  5. Bewertung: Beurteile, ob die Aussage "Moll klingt immer traurig" fachlich ausreicht, und verbessere sie mit mindestens drei musikalischen Faktoren.
  6. Kreativität: Verändere eine bekannte Akkordfolge so, dass sie überraschender klingt, und erkläre, welchen Akkord Du ersetzt oder ergänzt hast.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Akkordfolgen nicht nur benennen, sondern hörend vergleichen und begründet beschreiben kannst. Du solltest eine einfache Kadenz, einen Pop-Loop und eine ii-V-I-Verbindung erkennen oder nachvollziehen können. Außerdem solltest Du die Begriffe Tonika, Subdominante, Dominante, Stufe, Basslinie, Stimmführung, Trugschluss und harmonische Rhythmik sinnvoll verwenden. Ein guter Lernnachweis enthält ein Hörprotokoll, eine kurze Analyse mit Akkordsymbolen oder Stufen, einen Vergleich zweier Akkordfolgen und eine eigene kleine musikalische Anwendung.




OERs zum Thema



Links

aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
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  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
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  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
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