Akkorde und Harmonie


Akkorde und Harmonie
Einleitung
Akkorde und Harmonie gehören zu den wichtigsten Grundlagen der Musiktheorie. Wenn Du eine Melodie singst, ein Lied auf dem Klavier, der Gitarre oder mit einer Band begleitest, begegnen Dir fast immer Dreiklänge, Vierklänge, Tonarten, Kadenzen und harmonische Spannungen. Ein Akkord ist im engeren Sinn ein Zusammenklang aus mindestens drei verschiedenen Tönen. In vielen Stilrichtungen werden auch Zweiklänge oder sogenannte Powerchords akkordisch verwendet, doch die klassische Harmonielehre arbeitet besonders häufig mit Dreiklängen und Vierklängen.
Harmonie beschreibt, wie Töne gleichzeitig klingen und wie Akkorde nacheinander angeordnet werden. Dabei geht es nicht nur um Regeln, sondern vor allem um Wirkung: Manche Akkorde wirken stabil, andere spannungsvoll; manche Klangfolgen klingen abgeschlossen, andere offen. In der tonalen Musik ist meistens ein Zentrum zu spüren: die Tonika. Von ihr aus entstehen Beziehungen zu anderen Akkorden, etwa zur Subdominante und zur Dominante. Wenn Du diese Beziehungen erkennst, kannst Du Lieder begleiten, Songs analysieren, eigene Stücke schreiben und bewusster hören.

Das Bild zeigt einen einfachen C-Dur-Dreiklang. Die drei Töne C, E und G bilden zusammen einen stabilen Grundklang. Im folgenden Notenbeispiel hörst und siehst Du C-Dur und c-Moll direkt nebeneinander. Achte auf den mittleren Ton: Beim Dur-Dreiklang ist die Terz groß, beim Moll-Dreiklang klein.

Grundlagen: Ton, Intervall, Akkord
Tonmaterial und Tonleiter
Die meisten Akkorde entstehen aus dem Tonmaterial einer Tonleiter. In der europäischen Kunstmusik, in vielen Formen der Popmusik, im Jazz und in der Filmmusik spielt die Durtonleiter eine zentrale Rolle. Eine C-Dur-Tonleiter besteht aus den Tönen C, D, E, F, G, A, H und C. Auf dem Klavier sind dies die weißen Tasten von C bis C. Die Abstände zwischen den Tönen heißen Intervalle. Für Akkorde sind vor allem Terz, Quinte, Septime und manchmal None, Undezime und Tredezime wichtig.


Merke: In der deutschen Notenschrift heißt der Ton zwischen A und C meistens H. In der hier verwendeten Notation steht dafür der Buchstabe b. Der Ton B im deutschen Sinn, also ein erniedrigtes H, wird als bes notiert. Für Dein musikalisches Verständnis ist entscheidend: Der Abstand der Töne bestimmt, ob ein Akkord nach Dur, Moll, vermindert oder übermäßig klingt.
Der Dreiklang als Grundform
Ein Dreiklang entsteht durch das Schichten von zwei Terzen über einem Grundton. Nimmst Du in C-Dur jeden zweiten Ton, erhältst Du C, E und G. Das ist ein C-Dur-Dreiklang. Die untere Terz C-E ist groß, die obere Terz E-G ist klein. Beim c-Moll-Dreiklang C-Es-G ist die untere Terz klein und die obere Terz groß. Dieser Unterschied prägt die Klangwirkung stark, auch wenn Dur nicht automatisch fröhlich und Moll nicht automatisch traurig sein muss. Tempo, Rhythmus, Instrumentation, Dynamik und musikalischer Zusammenhang verändern die Wirkung.
Die vier Grundtypen des Dreiklangs sind:
- Dur-Dreiklang: große Terz plus kleine Terz, zum Beispiel C-E-G.
- Moll-Dreiklang: kleine Terz plus große Terz, zum Beispiel C-Es-G.
- Verminderter Dreiklang: kleine Terz plus kleine Terz, zum Beispiel H-D-F in C-Dur.
- Übermäßiger Dreiklang: große Terz plus große Terz, zum Beispiel C-E-Gis.

Akkordtöne und ihre Funktionen im Klang
Jeder Dreiklang hat mindestens drei wichtige Rollen:
- Grundton: Er gibt dem Akkord meistens den Namen, zum Beispiel C im C-Dur-Akkord.
- Terz: Sie entscheidet besonders deutlich zwischen Dur und Moll.
- Quinte: Sie stabilisiert den Dreiklang und stützt den Grundton.
Der Basston ist nicht immer identisch mit dem Grundton. Wenn im C-Dur-Akkord der Ton E im Bass liegt, bleibt der Akkord C-Dur, aber er steht in der ersten Umkehrung. Wenn G im Bass liegt, steht er in der zweiten Umkehrung. Umkehrungen sind wichtig, weil sie den Bassverlauf glätten und Akkordfolgen musikalisch geschmeidiger machen.

Harmonie in der Tonart
Stufenakkorde in Dur
Wenn Du auf jeder Stufe der C-Dur-Tonleiter einen Dreiklang aus leitereigenen Tönen bildest, erhältst Du die Stufenakkorde. Sie werden mit römischen Ziffern bezeichnet. In C-Dur entstehen diese Dreiklänge: I C-Dur, ii d-Moll, iii e-Moll, IV F-Dur, V G-Dur, vi a-Moll und vii° h-vermindert. Groß geschriebene Stufen stehen häufig für Durakkorde, klein geschriebene für Mollakkorde; das kleine Kreiszeichen zeigt einen verminderten Akkord an.


Die Stufen zeigen Dir, welche Akkorde in einer Tonart besonders naheliegen. Viele Lieder lassen sich als Folge von Stufen beschreiben. Der Vorteil: Wenn Du die Stufen kennst, kannst Du ein Lied in eine andere Tonart übertragen, ohne seine harmonische Struktur zu verlieren. Aus C-F-G-C wird in G-Dur zum Beispiel G-C-D-G. Die Funktion der Akkorde bleibt gleich.
Tonika, Subdominante, Dominante
Die Funktionstheorie beschreibt Akkorde nach ihrer Rolle im tonalen Zusammenhang. Drei Funktionen sind besonders wichtig:
- Tonika: Sie wirkt wie ein Ruhepunkt oder Zuhause der Tonart.
- Subdominante: Sie führt oft von der Tonika weg und bereitet Bewegung vor.
- Dominante: Sie erzeugt starke Spannung und strebt zurück zur Tonika.
In C-Dur ist C-Dur die Tonika, F-Dur die Subdominante und G-Dur die Dominante. Eine Folge aus Tonika, Subdominante, Dominante und Tonika heißt häufig Hauptkadenz. Sie ist in vielen Liedern, Chorälen, Kinderliedern, Popsongs und klassischen Stücken erkennbar.

Hörfrage: An welcher Stelle entsteht die stärkste Erwartung, dass die Musik nach C-Dur zurückkehren möchte? Meist spürst Du diese Spannung beim G7-Akkord. Das liegt vor allem am Leitton H, der nach C strebt, und an der Septime F, die sich gern nach E auflöst.
Der Quintenzirkel als Orientierung
Der Quintenzirkel ordnet Tonarten und Akkorde in Quinten. Er hilft Dir, verwandte Tonarten, Vorzeichen, Kadenzen und häufige Akkordverbindungen zu verstehen. Gehst Du im Uhrzeigersinn weiter, steigst Du in Quinten auf; gegen den Uhrzeigersinn bewegst Du Dich häufig in Richtung Subdominante. In der Praxis findest Du sehr oft Quintfallbewegungen: Ein Akkord führt eine Quinte abwärts oder eine Quarte aufwärts zum nächsten. Die Folge d-Moll7, G7, Cmaj7 ist ein typisches Beispiel für eine ii-V-I-Verbindung, besonders im Jazz und in jazznaher Popmusik.


Spannung, Auflösung und Stimmführung
Konsonanz und Dissonanz
Konsonanz und Dissonanz beschreiben, wie stabil oder spannungsvoll ein Zusammenklang wahrgenommen wird. Diese Begriffe hängen von Kultur, Stil, Epoche und Hörgewohnheit ab. Eine Quinte wirkt in vielen Zusammenhängen stabil, eine kleine Sekunde wirkt oft spannungsvoll. In der traditionellen Harmonielehre wird Spannung nicht vermieden, sondern gestaltet: Eine Dissonanz soll musikalisch sinnvoll vorbereitet, betont oder aufgelöst werden. Gerade dadurch entsteht Ausdruck.

Die Obertonreihe erklärt teilweise, warum Oktaven, Quinten und große Terzen in vielen Hörsituationen als relativ stabil erlebt werden. Wenn ein Ton erklingt, schwingen höhere Teiltöne mit. Einige dieser Teiltöne liegen nahe bei Intervallen, die in vielen Tonsystemen eine große Rolle spielen. Harmonie ist aber nie nur Physik: Sie ist auch Kultur, Stil, Gewohnheit und bewusste Gestaltung.
Dominantseptakkord und Auflösung
Ein Dominantseptakkord enthält neben Grundton, Terz und Quinte auch eine kleine Septime. In C-Dur ist G7 der Dominantseptakkord: G-H-D-F. Besonders wichtig sind H und F. H ist der Leitton zur Tonika C. F ist die Septime des Dominantakkords und löst sich häufig schrittweise nach E. Zusammen bilden H und F einen Tritonus, ein sehr spannungsreiches Intervall. Seine Auflösung ist ein Kern vieler Kadenzen.

Stimmführung: Akkorde musikalisch verbinden
Stimmführung bedeutet, dass einzelne Töne eines Akkords möglichst sinnvoll in die Töne des nächsten Akkords geführt werden. Dabei helfen drei Grundideen: Gemeinsame Töne können liegen bleiben, andere Töne bewegen sich möglichst schrittweise, und große Sprünge werden bewusst eingesetzt. Gute Stimmführung macht eine Akkordfolge gesanglicher, klarer und leichter spielbar. Sie ist in Chorsatz, Klaviersatz, Gitarrenbegleitung, Arrangement und Songwriting wichtig.
Im folgenden Beispiel bleibt der Ton C von C-Dur nach F-Dur erhalten. Danach strebt der Dominantseptakkord G7 zurück zur Tonika. Versuche, jede einzelne Stimme mitzusummen.

Akkordfolgen in Liedern und Songs
Häufige Pop-Akkordfolgen
Viele Songs verwenden wiederkehrende Akkordfolgen. Eine bekannte Folge ist I-V-vi-IV. In C-Dur sind das C-Dur, G-Dur, a-Moll und F-Dur. Diese Folge ist so beliebt, weil sie klare tonale Orientierung mit emotionaler Beweglichkeit verbindet: Die Tonika eröffnet, die Dominante erzeugt Richtung, die Mollparallele bringt eine andere Farbe, und die Subdominante führt wieder zurück.

Du kannst diese Akkordfolge in anderen Tonarten spielen. In G-Dur lautet sie G-Dur, D-Dur, e-Moll, C-Dur. Die Stufen bleiben I-V-vi-IV. Genau deshalb ist die Stufentheorie für Bands, Chöre und Komposition so nützlich.
Kadenztypen und Schlusswirkungen
Eine Kadenz ist eine Akkordfolge, die einen Abschnitt gliedert oder abschließt. Unterschiedliche Kadenzen erzeugen unterschiedliche Wirkungen. Eine authentische Kadenz führt von der Dominante zur Tonika und klingt oft deutlich abgeschlossen. Eine plagale Kadenz führt von der Subdominante zur Tonika und klingt weicher. Ein Halbschluss endet auf der Dominante und bleibt offen. Ein Trugschluss führt von der Dominante nicht zur erwarteten Tonika, sondern zum Beispiel zur Mollparallele; dadurch entsteht Überraschung.

Auftrag zum Hören: Vergleiche die ersten zwei Takte mit den letzten zwei Takten. Beim ersten Schluss löst sich die Dominante erwartungsgemäß zur Tonika auf. Beim zweiten Schluss führt die Dominante überraschend nach a-Moll. Beschreibe die Wirkung mit eigenen Worten.
Erweiterte Akkorde und Klangfarben
Ein Vierklang entsteht, wenn Du über einen Dreiklang noch eine weitere Terz schichtest. Dadurch entsteht eine Septime. Beispiele sind Cmaj7, d-Moll7, G7 oder h halbvermindert. In Jazz, Soul, Funk, Filmmusik und anspruchsvollerer Popmusik werden Akkorde häufig erweitert: None, Undezime und Tredezime können zusätzliche Farben erzeugen. Wichtig ist dabei, dass Erweiterungen nicht zufällig wirken. Sie passen besonders gut, wenn sie aus der Tonleiter, aus einer bewussten Modalität oder aus einer gezielten chromatischen Färbung stammen.

Analyse und eigenes Gestalten
So analysierst Du eine Akkordfolge
Wenn Du eine Akkordfolge untersuchen möchtest, gehst Du am besten schrittweise vor. Zuerst bestimmst Du die Tonart. Dann suchst Du den Grundton jedes Akkords. Danach unterscheidest Du Akkordqualität und Erweiterungen: Dur, Moll, vermindert, übermäßig, Septakkord oder erweiterter Akkord. Anschließend übersetzt Du die Akkorde in Stufen oder Funktionen. Zum Schluss beschreibst Du die Wirkung: Wo entsteht Ruhe, wo Spannung, wo Überraschung, wo ein klarer Abschluss?
Ein Beispiel: Die Folge C-Am-F-G steht in C-Dur. Die Stufen lauten I-vi-IV-V. Funktional beginnt sie auf der Tonika, wechselt zur Tonikaparallele, geht zur Subdominante und endet auf der Dominante. Weil sie auf der Dominante endet, fordert sie eine Fortsetzung zur Tonika. Wenn danach wieder C kommt, entsteht ein geschlossener Kreislauf.
So komponierst Du eine eigene Akkordfolge
Beim Komponieren musst Du nicht mit komplexen Akkorden beginnen. Wähle zuerst eine Tonart, zum Beispiel C-Dur oder a-Moll. Lege dann eine Funktion fest: Soll die Folge ruhig, offen, dramatisch, traurig, feierlich oder überraschend wirken? Nutze zunächst die Stufen I, IV, V und vi. Danach kannst Du Umkehrungen einsetzen, einzelne Töne liegen lassen oder einen Dominantseptakkord ergänzen. Schreibe eine kleine Melodie darüber und prüfe, welche Töne auf starken Zählzeiten gut zum Akkord passen.

Medien zur Vertiefung
Die folgenden Videos eignen sich zum Wiederholen, Üben und Vertiefen. Höre besonders darauf, wie Akkorde nicht isoliert, sondern im Zusammenhang erklärt werden.
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Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist im engeren Sinn ein Akkord? (Ein Zusammenklang aus mindestens drei verschiedenen Tönen) (!Ein einzelner Ton ohne Begleitung) (!Ein Geräusch ohne bestimmte Tonhöhe) (!Eine Tempoangabe am Anfang eines Stücks)
Welcher Ton entscheidet im Dreiklang besonders deutlich zwischen Dur und Moll? (Die Terz) (!Die Oktave) (!Der Taktstrich) (!Die Pause)
Welche Töne bilden den C-Dur-Dreiklang? (C E G) (!C D G) (!C F H) (!D F A)
Welche Funktion wirkt in einer Tonart häufig wie ein Ruhepunkt? (Tonika) (!Dominante) (!Vorhalt) (!Tritonus)
Welche Funktion erzeugt in der Kadenz meist starke Spannung zur Tonika? (Dominante) (!Tonika) (!Mediantenwechsel) (!Ostinato)
Wie heißt die Akkordfolge Tonika Subdominante Dominante Tonika häufig? (Hauptkadenz) (!Trugschluss) (!Modulation) (!Synkope)
Was zeigt der Quintenzirkel besonders gut? (Verwandtschaften von Tonarten und Quintbeziehungen) (!Die Lautstärke eines Instruments) (!Die Länge eines Musikstücks) (!Die Reihenfolge der Taktarten)
Was ist eine Umkehrung eines Akkords? (Ein Akkord mit einem anderen Akkordton im Bass) (!Ein Akkord ohne Grundtonnamen) (!Ein Rhythmus mit Pausen) (!Eine Melodie rückwärts gespielt)
Welche Töne bilden in C-Dur den Dominantseptakkord G7? (G H D F) (!G A C E) (!C E G H) (!F A C D)
Was bedeutet Stimmführung? (Sinnvolle Bewegung einzelner Stimmen von Akkord zu Akkord) (!Das Stimmen eines Instruments vor dem Konzert) (!Das laute Singen eines Refrains) (!Das Zählen der Takte mit dem Fuß)
Memory
| Grundton | Namensgebender Ton eines Akkords |
| Terz | Klangentscheidender Abstand im Dreiklang |
| Quinte | Stabilisierender Akkordton |
| Tonika | Ruhepunkt einer Tonart |
| Dominante | Spannung zur Rückkehr |
| Subdominante | Vorbereitung der Bewegung |
| Kadenz | Harmonisierende Schlussformel |
| Umkehrung | Akkordton im Bass verändert |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| C E G | C-Dur-Dreiklang |
| C Es G | c-Moll-Dreiklang |
| G H D F | Dominantseptakkord |
| I IV V I | Hauptkadenz |
| I V vi IV | Häufige Popfolge |
Kreuzworträtsel
| Tonika | Wie heißt der Ruhepol einer Tonart? |
| Terz | Welches Intervall prägt Dur und Moll besonders stark? |
| Quinte | Welcher Akkordton stabilisiert den Dreiklang häufig? |
| Kadenz | Wie heißt eine Akkordfolge mit Schlusswirkung? |
| Leitton | Wie heißt ein Ton, der stark zur Tonika strebt? |
| Septakkord | Wie heißt ein Vierklang mit zusätzlicher Septime? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Akkord-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu C-Dur, a-Moll, F-Dur und G-Dur mit Grundton, Terz, Quinte und Klangbeschreibung.
- Hörvergleich: Höre Dur- und Moll-Dreiklänge und beschreibe die Wirkung mit mindestens fünf eigenen Adjektiven.
- Klavier- oder Gitarrenübung: Spiele die Akkorde C, F, G und Am langsam hintereinander und notiere, welcher Wechsel Dir leicht oder schwer fällt.
- Akkordfarben: Zeichne zu vier Akkorden je eine Farbe oder Form, die für Dich zur Klangwirkung passt.
Standard
- Songanalyse: Wähle ein Lied und bestimme mindestens acht Akkorde. Notiere anschließend die Stufen in der Tonart des Liedes.
- Kadenzvergleich: Spiele oder singe eine authentische Kadenz, eine plagale Kadenz und einen Trugschluss. Beschreibe die unterschiedlichen Schlusswirkungen.
- Stimmführungsprobe: Verbinde C-Dur, F-Dur, G7 und C-Dur so, dass sich die einzelnen Stimmen möglichst wenig bewegen.
- Transposition: Übertrage die Akkordfolge C-G-Am-F nach G-Dur, D-Dur und F-Dur und erkläre, warum die Stufen gleich bleiben.
Schwer
- Eigene Komposition: Komponiere eine achttaktige Melodie mit Begleitung. Verwende mindestens eine Kadenz und einen Dominantseptakkord.
- Harmonische Analyse: Analysiere einen Ausschnitt aus einem klassischen Stück, einem Popsong oder einer Filmmusik nach Stufen und Funktionen.
- Arrangement: Schreibe eine einfache Akkordfolge für zwei Instrumente um, sodass Bass und Oberstimme eigenständige Linien bilden.
- Harmonisches Experiment: Verändere in einer bekannten Akkordfolge einen Akkord durch Moll, Septime oder Umkehrung und dokumentiere die neue Wirkung.


Lernkontrolle
- Analyse und Transfer: Erkläre an einer selbst gewählten Akkordfolge, wie Tonika, Subdominante und Dominante zusammenwirken.
- Begründete Entscheidung: Du sollst eine ruhige Schlusswirkung komponieren. Begründe, ob Du eher V-I, IV-I oder V-vi verwendest.
- Stufen übertragen: Übertrage eine Akkordfolge aus C-Dur nach A-Dur und beschreibe, warum Stufen beim Transponieren helfen.
- Stimmführung bewerten: Vergleiche zwei unterschiedliche Verbindungen von C-Dur nach F-Dur und entscheide, welche gesanglicher klingt.
- Klangwirkung erklären: Beschreibe, wie ein Dominantseptakkord Spannung erzeugt und welche Töne zur Auflösung beitragen.
- Eigenes Beispiel: Erfinde eine viertaktige Akkordfolge und analysiere sie nach Stufen, Funktionen und Schlusswirkung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Akkorden und Harmonie solltest Du zeigen, dass Du Akkorde nicht nur benennen, sondern musikalisch anwenden kannst. Wichtig sind eine nachvollziehbare Akkordanalyse, die sichere Unterscheidung von Dur, Moll, vermindert und Septakkorden, die Erklärung von Tonika, Subdominante und Dominante, die Übertragung einer Akkordfolge in eine andere Tonart, ein eigenes musikalisches Beispiel und eine reflektierte Beschreibung der Klangwirkung. Besonders stark ist Dein Lernnachweis, wenn Du Notation, Hören, Spielen und Sprache miteinander verbindest.
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