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Akkorde hörend unterscheiden - Gehörbildung

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Akkorde hörend unterscheiden - Gehörbildung



Einleitung

Akkorde hörend unterscheiden ist ein zentraler Bereich der Gehörbildung. Du lernst dabei, Akkorde nicht nur theoretisch zu benennen, sondern ihren Klangcharakter, ihre Spannung, ihre Auflösung und ihre Funktion im musikalischen Zusammenhang wahrzunehmen. Besonders wichtig sind dabei Dreiklänge, Umkehrungen, Vierklänge, Kadenzen und typische Akkordfolgen.

In diesem aiMOOC trainierst Du Schritt für Schritt, wie Du Dur, Moll, verminderte und übermäßige Dreiklänge sowie einfache Septakkorde hörend unterscheiden kannst. Du arbeitest mit Notenbildern, Hörbeispielen, Reflexionsaufgaben, offenen Projekten und interaktiven Übungen. Ziel ist nicht, einzelne Akkorde auswendig zu raten, sondern ein bewusstes Hörsystem aufzubauen: Du hörst auf Grundton, Terz, Quinte, Bass, Lage, Stimmführung und harmonische Funktion.

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Grundwissen: Was ist ein Akkord?

Ein Akkord ist ein Zusammenklang von mindestens drei Tönen, die musikalisch als Einheit wahrgenommen werden. Der wichtigste Ausgangspunkt in der europäischen Musiktheorie ist der Dreiklang. Er besteht aus Grundton, Terz und Quinte. Diese drei Töne können gleichzeitig erklingen, nacheinander gebrochen werden oder in verschiedenen Oktavlagen verteilt sein.

Ein Dreiklang kann in seiner Grundform als Schichtung von zwei Terzen verstanden werden. Entscheidend für den Höreindruck ist die Reihenfolge aus großer und kleiner Terz:

  1. Dur-Dreiklang: große Terz plus kleine Terz, meist stabil, offen und hell wirkend.
  2. Moll-Dreiklang: kleine Terz plus große Terz, meist dunkler, weicher oder ernster wirkend.
  3. Verminderter Dreiklang: kleine Terz plus kleine Terz, deutlich gespannt und instabil.
  4. Übermäßiger Dreiklang: große Terz plus große Terz, schwebend, offen und spannungsvoll.

Die Worte hell, dunkel, traurig oder fröhlich sind nur Hilfen. Der sichere Weg ist, die Intervallstruktur zu hören: Wie klingt die Terz? Wie stabil wirkt die Quinte? Will der Akkord sich auflösen?


Hörbeispiel: Vier Dreiklangsarten im Vergleich

Höre die vier Akkorde nacheinander. Achte zuerst nicht auf die Tonnamen, sondern auf den Klangcharakter. Frage Dich: Klingt der Akkord ruhig, dunkel, gespannt oder schwebend?


{
\clef treble
\time 4/4
\tempo 4 = 72
<c' e' g'>1
<c' ees' g'>1
<c' ees' ges'>1
<c' e' gis'>1
}
  1. Erster Akkord: Dur-Dreiklang
  2. Zweiter Akkord: Moll-Dreiklang
  3. Dritter Akkord: Verminderter Dreiklang
  4. Vierter Akkord: Übermäßiger Dreiklang


Dur und Moll hörend unterscheiden

Der häufigste Einstieg in die Gehörbildung ist der Unterschied zwischen Dur und Moll. Beide Akkorde haben eine reine Quinte, unterscheiden sich aber in der Terz. Im Dur-Dreiklang liegt die Terz vier Halbtonschritte über dem Grundton. Im Moll-Dreiklang liegt sie drei Halbtonschritte über dem Grundton.


Hörstrategie: Die Terz suchen

Wenn Du einen Akkord hörst, kannst Du innerlich nach dem mittleren Ton suchen. Dieser Ton entscheidet bei Dur und Moll über die Qualität. Spiele oder singe den Grundton und taste Dich dann zur Terz vor. Mit der Zeit erkennst Du den Unterschied direkt am Klang.


{
\clef treble
\time 4/4
\tempo 4 = 64
<c' e' g'>2 c'8 e' g' c''
<c' ees' g'>2 c'8 ees' g' c''
<c' e' g'>2 c''8 g' e' c'
<c' ees' g'>2 c''8 g' ees' c'
}

Übung: Höre zuerst den ganzen Akkord und danach die gebrochenen Töne. Versuche, die Terz innerlich mitzusingen. Wiederhole das Beispiel mehrmals und sprich nach jedem Durchgang laut: Dur oder Moll.


Verminderte und übermäßige Dreiklänge

Der verminderte Dreiklang klingt oft eng, gespannt und unruhig. Er enthält eine verminderte Quinte, die im Tonsystem als stark spannungsreich empfunden wird. In der Stufenharmonik erscheint er in Dur häufig auf der siebten Stufe und hat eine deutliche Tendenz zur Tonika.

Der übermäßige Dreiklang klingt dagegen schwebend, offen und manchmal geheimnisvoll. Er enthält eine übermäßige Quinte und besteht aus zwei großen Terzen. Dadurch wirkt er weniger geerdet als Dur oder Moll.


Hörbeispiel: Spannung und Auflösung

Höre zuerst den verminderten Akkord und seine Auflösung. Danach hörst Du den übermäßigen Akkord und eine mögliche Auflösung. Achte darauf, ob Du eine Richtung oder Erwartung spürst.


{
\clef treble
\time 4/4
\tempo 4 = 72
<b d' f'>1
<c' e' g'>1
<c' e' gis'>1
<a c' f'>1
}

Merke: Beim Hören von verminderten und übermäßigen Akkorden ist die Frage nach der Auflösung besonders hilfreich. Diese Klänge wirken selten völlig abgeschlossen.


Grundstellung und Umkehrungen

Ein Akkord kann in Grundstellung oder in einer Umkehrung erklingen. In der Grundstellung liegt der Grundton im Bass. Bei der ersten Umkehrung liegt die Terz im Bass, bei der zweiten Umkehrung die Quinte. Die Akkordqualität bleibt gleich, aber der Höreindruck verändert sich deutlich.


{
\clef treble
\time 3/4
\tempo 4 = 72
<c' e' g'>2.
<e' g' c''>2.
<g' c'' e''>2.
<c' e' g'>2.
}

Beim Hören von Umkehrungen ist es wichtig, zwei Dinge zu trennen: Der tiefste Ton ist nicht immer der Grundton. Ein C-Dur-Akkord bleibt C-Dur, auch wenn E oder G unten liegt. Deshalb brauchst Du zwei Hörfähigkeiten: Du hörst den Bass und Du erkennst die Akkordqualität.


Hörstrategie: Bass und Qualität trennen

  1. Bass: Höre zuerst den tiefsten Ton. Er gibt der Umkehrung ihre besondere Farbe.
  2. Akkordqualität: Höre danach, ob der Akkord Dur, Moll, vermindert oder übermäßig ist.
  3. Grundton: Suche innerlich den Ton, zu dem der Akkord am stärksten gehört.
  4. Stimmführung: Achte darauf, welche Stimme sich im nächsten Akkord wohin bewegt.


Lage, Voicing und Klangfarbe

Akkorde klingen nicht immer gleich, auch wenn sie dieselben Töne enthalten. Ein enger C-Dur-Akkord in mittlerer Lage klingt anders als ein weit verteilter C-Dur-Akkord über mehrere Oktaven. Diese Anordnung nennt man Voicing. Für die Gehörbildung bedeutet das: Du darfst Dich nicht nur auf eine einzige Klangform verlassen. Trainiere Akkorde in verschiedenen Lagen, Instrumenten und Lautstärken.


{
\clef treble
\time 4/4
\tempo 4 = 60
<c' e' g'>1
<c' g' e''>1
<e' c'' g''>1
<c' e' g' c'' e''>1
}

Hörauftrag: Alle Akkorde im Beispiel enthalten Töne aus C-Dur. Beschreibe, welcher Akkord am dichtesten, am offensten und am vollsten klingt.


Akkorde in Kadenzen hören

Ein einzelner Akkord ist wichtig. Noch wichtiger ist aber sein Platz in einer Kadenz. Eine Kadenz ist eine Folge von Akkorden, die Spannung aufbaut und auflöst. In der Funktionsharmonik sind besonders Tonika, Subdominante und Dominante wichtig.


Hörbeispiel: Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika


\new PianoStaff <<
\new Staff {
\clef treble
\time 4/4
\key c \major
\tempo 4 = 72
<c' e' g'>1
<c' f' a'>1
<b d' g'>1
<c' e' g'>1
}
\new Staff {
\clef bass
c1
f1
g1
c1
}
>>
  1. Tonika: wirkt wie ein Zuhause.
  2. Subdominante: öffnet den harmonischen Raum.
  3. Dominante: erzeugt Spannung und Erwartung.
  4. Tonika: löst die Spannung wieder auf.

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Septakkorde hörend unterscheiden

Ein Septakkord enthält zusätzlich zur Grundstruktur eines Dreiklangs eine Septime. Dadurch entsteht eine stärkere harmonische Spannung. Besonders wichtig ist der Dominantseptakkord. Er besteht aus Grundton, großer Terz, reiner Quinte und kleiner Septime. In C-Dur wäre das G-H-D-F. Dieser Klang drängt stark zur Tonika C-Dur.


{
\clef treble
\time 4/4
\key c \major
\tempo 4 = 72
<g b d' f'>1
<c' e' g'>1
<d' f' a' c''>1
<g c' e'>1
}

Hörauftrag: Höre, wie der erste Akkord nach einer Auflösung verlangt. Vergleiche ihn mit dem dritten Akkord. Beide sind Vierklänge, aber ihre Funktion und Wirkung unterscheiden sich.


Akkorde gebrochen hören

In vielen Musikstücken erklingen Akkorde nicht als Block, sondern als Arpeggio. Trotzdem kannst Du die Akkordqualität erkennen, wenn Du die Töne innerlich zusammenfasst. Das ist besonders wichtig beim Hören von Klavierbegleitung, Gitarrenbegleitung, Basslinien und Filmmusik.


{
\clef treble
\time 4/4
\tempo 4 = 96
c'8 e' g' e' c' e' g' e'
c' ees' g' ees' c' ees' g' ees'
b d' f' d' b d' f' d'
c' e' gis' e' c' e' gis' e'
}

Training: Schreibe beim Hören nur die Akkordart auf: Dur, Moll, vermindert oder übermäßig. Erst danach kontrollierst Du mit dem Notenbild.


Pop-Akkordfolgen erkennen

In Popmusik, Rockmusik, Filmmusik und Musical kommen bestimmte Akkordfolgen sehr häufig vor. Eine bekannte Folge ist I–V–vi–IV. In C-Dur entspricht das C-Dur, G-Dur, a-Moll und F-Dur. Beim Hören geht es hier nicht nur um einzelne Akkordarten, sondern um die Richtung der Harmonie: Zuhause, Spannung, weicher Wechsel, Öffnung.


\new PianoStaff <<
\new Staff {
\clef treble
\time 4/4
\key c \major
\tempo 4 = 84
<c' e' g'>1
<b d' g'>1
<c' e' a'>1
<c' f' a'>1
<c' e' g'>1
}
\new Staff {
\clef bass
c1
g1
a1
f1
c1
}
>>

Hörauftrag: Markiere beim Hören, welcher Akkord am stärksten nach Zuhause klingt und welcher Akkord die größte Spannung erzeugt.


Methodik der Gehörbildung

Gehörbildung funktioniert am besten regelmäßig und in kleinen Schritten. Übe lieber täglich zehn Minuten als einmal pro Woche eine Stunde. Wichtig ist, dass Du aktiv hörst: Du vergleichst, singst, beschreibst, notierst und kontrollierst.

  1. Vergleichshören: Höre zwei Akkorde direkt nacheinander und beschreibe den Unterschied.
  2. Nachsingen: Singe Grundton, Terz und Quinte eines Akkords.
  3. Innere Vorstellung: Stelle Dir den nächsten Akkord vor, bevor er erklingt.
  4. Notieren: Schreibe nach dem Hören Akkordart, Bass und mögliche Funktion auf.
  5. Transfer: Suche die Akkorde in echten Liedern, Begleitungen oder Filmmusik.


Trainingsplan für vier Wochen

  1. Woche 1: Dur und Moll in Grundstellung sicher unterscheiden.
  2. Woche 2: Vermindert und übermäßig ergänzen.
  3. Woche 3: Umkehrungen, Bass und Grundton trennen.
  4. Woche 4: Kadenzen, Septakkorde und Akkordfolgen erkennen.


Hördiktat: Kurze Übungsreihe

Höre die folgende Reihe mehrfach. Notiere zunächst nur die Akkordart. Beim zweiten Hören notierst Du, ob der Akkord stabil oder gespannt wirkt. Beim dritten Hören versuchst Du, eine mögliche Funktion zu bestimmen.


{
\clef treble
\time 4/4
\key c \major
\tempo 4 = 76
<c' e' g'>1
<d' f' a'>1
<g b d' f'>1
<c' e' g'>1
<a c' e'>1
<b d' f'>1
<c' e' g'>1
}

Mögliche Lösung: C-Dur, d-Moll, G7, C-Dur, a-Moll, h-vermindert, C-Dur. Entscheidend ist aber nicht das schnelle Benennen, sondern das bewusste Hören von Stabilität, Mollfärbung, Dominantspannung und Auflösung.


Häufige Fehler beim Akkordhören

  1. Grundton und Bass werden verwechselt. In Umkehrungen ist der tiefste Ton nicht automatisch der Grundton.
  2. Dur und Moll werden nur mit Stimmung verbunden. Besser ist das Hören der Terz.
  3. Verminderte Akkorde werden als Moll gedeutet, weil beide eine kleine Terz enthalten.
  4. Übermäßige Akkorde werden als Dur gedeutet, weil beide eine große Terz enthalten.
  5. Voicing wird mit Akkordqualität verwechselt. Ein weiter gesetzter Dur-Akkord bleibt Dur.
  6. Klangfarbe des Instruments lenkt vom harmonischen Aufbau ab.


Praktische Anwendung in Schule und Musikpraxis

Akkorde hörend zu unterscheiden hilft Dir in vielen musikalischen Situationen: beim Begleiten von Liedern, beim Improvisieren, beim Analysieren von Musikstücken, beim Komponieren, beim Singen in mehrstimmigen Ensembles und beim Erkennen von Kadenzen. Besonders in der Schule kannst Du Hörtraining mit Bewegung, Singen, Instrumentalspiel und digitalen Hörbeispielen verbinden.

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Ton entscheidet bei Dur und Moll besonders über die Akkordqualität? (Die Terz) (!Die Oktave) (!Der Taktstrich) (!Die Lautstärke)




Wie ist ein Dur-Dreiklang in Terzen aufgebaut? (Große Terz plus kleine Terz) (!Kleine Terz plus große Terz) (!Kleine Terz plus kleine Terz) (!Große Terz plus große Terz)




Wie ist ein Moll-Dreiklang in Terzen aufgebaut? (Kleine Terz plus große Terz) (!Große Terz plus kleine Terz) (!Große Terz plus große Terz) (!Quarte plus Sekunde)




Welcher Dreiklang klingt oft besonders gespannt und enthält eine verminderte Quinte? (Der verminderte Dreiklang) (!Der Dur-Dreiklang) (!Der übermäßige Dreiklang) (!Der reine Oktavklang)




Was bleibt bei einer Umkehrung eines Akkords gleich? (Die Akkordqualität) (!Der tiefste Ton) (!Die Taktart) (!Die Lautstärke)




Was beschreibt der Bass in einem Akkord am direktesten? (Den tiefsten klingenden Ton) (!Immer den Grundton) (!Immer die Terz) (!Immer die Quinte)




Welche Funktion erzeugt in einer einfachen Kadenz meist starke Spannung zur Tonika? (Die Dominante) (!Die Tonika) (!Die Pause) (!Der Notenschlüssel)




Was ist ein Arpeggio? (Ein gebrochen gespielter Akkord) (!Ein besonders lauter Akkord) (!Ein Akkord ohne Grundton) (!Ein anderes Wort für Taktart)




Welcher Akkord enthält zusätzlich zum Dreiklang eine Septime? (Der Septakkord) (!Der Einklang) (!Der Zweiklang) (!Der reine Quintklang)




Welche Übemethode hilft besonders beim sicheren Erkennen von Akkordqualitäten? (Vergleichshören mit bewusstem Beschreiben) (!Nur möglichst schnell raten) (!Nur auf die Lautstärke achten) (!Nur den letzten Ton zählen)





Memory

Dur-Dreiklang Große Terz plus kleine Terz
Moll-Dreiklang Kleine Terz plus große Terz
Verminderter Dreiklang Kleine Terz plus kleine Terz
Übermäßiger Dreiklang Große Terz plus große Terz
Grundstellung Grundton im Bass
Erste Umkehrung Terz im Bass
Dominante Spannung zur Tonika
Arpeggio Gebrochener Akkord





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Hell und stabil Dur
Dunkler und stabil Moll
Eng und stark gespannt Vermindert
Schwebend und offen gespannt Übermäßig
Drängt zur Auflösung Dominantseptakkord
Klingt wie Zuhause Tonika
Töne nacheinander Arpeggio






Kreuzworträtsel

Durklang Welcher Akkordtyp enthält zuerst eine große und dann eine kleine Terz?
Mollklang Welcher Akkordtyp enthält zuerst eine kleine und dann eine große Terz?
Terz Welches Intervall entscheidet besonders über Dur oder Moll?
Quinte Welcher Akkordton liegt im Dreiklang über der Terz?
Kadenz Wie nennt man eine harmonische Schlusswendung?
Grundton Welcher Ton gibt einem Akkord seinen Namen?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Akkord besteht aus mehreren Tönen, die als gemeinsame

wahrgenommen werden. Der wichtigste Akkordtyp am Anfang der Gehörbildung ist der

. Bei Dur und Moll entscheidet besonders die

über den Höreindruck. Ein Dur-Dreiklang besteht aus einer großen Terz und einer

. Ein Moll-Dreiklang beginnt mit einer

und wird durch eine große Terz ergänzt. Ein verminderter Dreiklang wirkt gespannt, weil er eine

enthält. Ein übermäßiger Dreiklang wirkt schwebend, weil seine Quinte

ist. Bei einer Umkehrung liegt nicht unbedingt der

im Bass. In einer Kadenz erzeugt die Dominante häufig eine starke Erwartung zur

. Ein gebrochen gespielter Akkord heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre fünf Akkorde aus den Hörbeispielen und beschreibe jeden Akkord mit drei Wörtern wie hell, dunkel, stabil, gespannt oder schwebend.
  2. Dur-Moll-Vergleich: Spiele auf einem Instrument oder in einer Musik-App C-Dur und c-Moll. Erkläre schriftlich, woran Du den Unterschied hörst.
  3. Grundton-Singen: Höre einen Akkord und versuche, den Grundton zu summen. Kontrolliere anschließend am Instrument.
  4. Klangfarben-Test: Spiele denselben Dur-Akkord mit zwei verschiedenen Instrumentalklängen und beschreibe, was gleich bleibt und was sich verändert.


Standard

  1. Akkordtagebuch: Führe eine Woche lang ein Übetagebuch. Notiere täglich drei gehörte Akkorde, Deine Vermutung und Deine Kontrolle.
  2. Umkehrungsanalyse: Nimm drei Umkehrungen eines Dur-Akkords auf. Lasse eine andere Person die Beispiele hören und den Bass beschreiben.
  3. Kadenz-Erkundung: Suche in einem Lied eine Stelle, die nach Schluss klingt. Erkläre, ob Du eine Dominante oder Tonika vermutest.
  4. Arpeggio-Projekt: Erstelle ein kurzes Arpeggio aus vier Akkorden und erkläre, wie man trotz gebrochener Spielweise die Akkorde erkennt.


Schwer

  1. Hördiktat-Erstellung: Entwickle ein eigenes Hördiktat mit acht Akkorden. Erstelle eine Lösung mit Akkordart, Bass und Funktion.
  2. Songanalyse: Wähle einen Popsong und bestimme eine Akkordfolge nach Gehör. Vergleiche Deine Lösung anschließend mit einer verlässlichen Akkordquelle.
  3. Unterrichtsminiatur: Plane eine zehnminütige Unterrichtsphase, in der Mitschülerinnen und Mitschüler Dur, Moll, vermindert und übermäßig hörend unterscheiden.
  4. Kompositionsaufgabe: Komponiere eine kurze Akkordfolge, in der ein verminderter oder übermäßiger Akkord bewusst Spannung erzeugt. Begründe Deine Entscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Akkordqualität: Du hörst zwei Akkorde mit denselben Tönen, aber unterschiedlichem Voicing. Erkläre, warum die Akkordqualität gleich bleiben kann, obwohl der Klang anders wirkt.
  2. Analyse einer Kadenz: Du hörst eine kurze Akkordfolge, die auf der Dominante endet. Beschreibe, warum der Schluss unvollständig wirkt und welche Fortsetzung Du erwartest.
  3. Fehlerdiagnose: Eine Person verwechselt einen verminderten Akkord mit Moll. Erkläre, welcher gemeinsame Bestandteil zur Verwechslung führt und wie man den Unterschied gezielt hört.
  4. Umkehrungsproblem: Ein Akkord hat E im Bass, klingt aber nach C-Dur. Erkläre mit den Begriffen Grundton, Bass und Umkehrung, wie das möglich ist.
  5. Anwendung im Lied: Wähle ein Lied aus Deinem Alltag und beschreibe, wie Akkorde dort Spannung, Ruhe oder Bewegung erzeugen.
  6. Hörstrategie begründen: Vergleiche zwei Übemethoden: schnelles Raten und bewusstes Vergleichshören. Begründe, welche Methode langfristig zuverlässiger ist.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema zeigst Du, dass Du Akkorde nicht nur benennen, sondern hörend begründen und in musikalische Zusammenhänge übertragen kannst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Grundton, Terz, Quinte, Bass, Umkehrung, Kadenz, Tonika und Dominante korrekt.
  2. Hörfähigkeit: Du unterscheidest Dur, Moll, vermindert und übermäßig in einfachen Hörbeispielen.
  3. Begründung: Du erklärst Deine Entscheidung mit Klangmerkmalen und Intervallstruktur.
  4. Anwendung: Du erkennst Akkordwirkungen in einer Kadenz oder in einem Liedbeispiel.
  5. Reflexion: Du beschreibst, welche Hörstrategien Dir helfen und wo Du noch unsicher bist.
  6. Produktion: Du erstellst ein eigenes kurzes Hörbeispiel oder Hördiktat mit Lösung.




OERs zum Thema





Links

Die wichtigsten Punkte dieses aiMOOCs sind: Akkorde bestehen aus mehreren Tönen, Dreiklänge werden über Terzen aufgebaut, die Terz entscheidet besonders über Dur und Moll, verminderte und übermäßige Akkorde erzeugen Spannung, Umkehrungen verändern den Bass, und Kadenzen zeigen die Funktion von Akkorden im musikalischen Verlauf.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

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Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

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Sachsen-Anhalt

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

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Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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