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Abstrakte Malerei - Kunst

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Abstrakte Malerei - Kunst



Abstrakte Malerei - Kunst


Einleitung

Abstrakte Malerei zeigt die sichtbare Welt nicht einfach naturgetreu. Farben, Formen, Linien, Flächen und Spuren werden selbst zum Thema. Ein Bild kann einen Gegenstand stark vereinfachen, verfremden oder ganz auf ihn verzichten. Du lernst, abstrakte Bilder aufmerksam zu betrachten, begründet zu deuten und selbst zu gestalten.


Lernziele

Du kannst Abstraktion von gegenständlicher Darstellung unterscheiden, wichtige Gestaltungsmittel benennen, Beobachtungen für eine Bildanalyse nutzen und eine eigene abstrakte Arbeit planen, durchführen und reflektieren.


Was bedeutet abstrakte Malerei?

In der abstrakten Kunst steht nicht die genaue Wiedergabe eines Gegenstands im Mittelpunkt. Entscheidend sind zum Beispiel Farbe, Form, Linie, Fläche, Struktur, Rhythmus, Kontrast und Komposition. Manche Werke erinnern noch an Dinge aus der Wirklichkeit. Andere sind gegenstandslos.

Eine Deutung ist nicht beliebig: Sie sollte sich auf sichtbare Merkmale des Bildes und auf gesicherte Informationen zum Werk stützen.


Gegenständlich, abstrahiert, gegenstandslos

Gegenständlich bedeutet: Ein Motiv ist klar erkennbar. Abstrahiert bedeutet: Ein Motiv wird vereinfacht oder verändert. Gegenstandslos bedeutet: Das Bild zeigt keine eindeutig erkennbaren Dinge.


Kurzer historischer Überblick

Die reine abstrakte Malerei entwickelte sich vor allem um 1910 in mehreren Ländern. Die Frage nach dem ersten vollständig abstrakten Bild ist umstritten. Hilma af Klint schuf bereits ab 1906/07 abstrakte Serien, die lange kaum öffentlich bekannt waren. Zu den frühen prägenden Positionen gehören außerdem Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Robert Delaunay, František Kupka und Kasimir Malewitsch.

Mondrian entwickelte eine strenge Bildordnung aus Linien, Rechtecken und wenigen Farben. Malewitschs 1915 ausgestelltes Schwarzes Quadrat wurde zu einem Schlüsselwerk des Suprematismus.


Gestaltungsmittel


Farbe und Kontrast

Farben können warm oder kühl, hell oder dunkel, kräftig oder gedämpft wirken. Komplementärkontrast, Hell-Dunkel-Kontrast und Farbkontrast erzeugen Spannung. Eine begrenzte Farbpalette kann ein Bild ruhig und geschlossen erscheinen lassen.


Form, Linie und Fläche

Geometrische Formen wirken oft geordnet und klar. Organische Formen erinnern an Natur oder Bewegung. Linien können führen, trennen, verbinden oder beschleunigen. Auch freie Zwischenräume, der Negativraum, gehören zur Gestaltung.


Komposition, Rhythmus und Struktur

Die Komposition ordnet alle Bildelemente. Wiederholung und Variation erzeugen Rhythmus. Dünne Lasuren, deckende Schichten, Kratzspuren oder ein dicker Farbauftrag verändern die Oberflächenstruktur.


Wichtige Richtungen

Richtung Kennzeichen Beispiel
Geometrische Abstraktion klare Linien, Kreise, Rechtecke und geordnete Flächen Piet Mondrian
Suprematismus einfache Grundformen und reduzierte Farben Kasimir Malewitsch
Gestische Abstraktion sichtbare Bewegung, spontane Spuren und offener Farbauftrag Action Painting
Farbfeldmalerei große Farbflächen und starke Raum- oder Stimmungswirkung Color Field Painting

Die Grenzen zwischen diesen Richtungen sind fließend. Ein Werk kann mehrere Merkmale verbinden.


Kunstwerke untersuchen

  1. Wahrnehmung: Schau zuerst still und ohne schnelle Bewertung.
  2. Beschreibung: Benenne Farben, Formen, Linien, Flächen und Spuren.
  3. Analyse: Untersuche Kontraste, Blickführung, Rhythmus und Bildaufbau.
  4. Deutung: Formuliere eine Wirkung oder Bedeutung.
  5. Begründung: Belege Deine Deutung mit sichtbaren Details und Kontextwissen.


Eigene abstrakte Malerei gestalten

Nutze wasserbasierte Farben, Papier oder wiederverwendete Pappe, Pinsel, Schwämme, Spachtel und Klebeband. Decke den Arbeitsplatz ab und gehe sparsam mit Material um.

  1. Idee: Wähle eine Stimmung, ein Geräusch, eine Bewegung oder ein Thema.
  2. Farbkonzept: Entscheide Dich für eine passende Palette und Kontraste.
  3. Kompositionsskizze: Plane Schwerpunkte, große Flächen und freie Räume.
  4. Malprozess: Arbeite in Schichten und prüfe das Bild zwischendurch aus Abstand.
  5. Reflexion: Erkläre, welche Wirkung Du angestrebt hast und wodurch sie entsteht.

Zufall kann ein Werkzeug sein, etwa beim Tupfen, Abklatschen oder Fließenlassen. Gute Gestaltung entsteht jedoch durch bewusstes Auswählen, Verändern und Entscheiden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was steht bei abstrakter Malerei häufig im Mittelpunkt? (Farbe, Form und Komposition) (!Naturgetreue Wiedergabe) (!Historische Beschriftung) (!Fotografische Genauigkeit)




Was bedeutet Komposition in einem Bild? (Anordnung der Bildelemente) (!Preis des Kunstwerks) (!Alter des Rahmens) (!Name des Museums)




Woran erkennst Du geometrische Abstraktion? (Klare Formen und geordnete Flächen) (!Nur an Tiermotiven) (!Nur an Landschaften) (!An naturgetreuen Porträts)




Welche Aussage beschreibt eine begründete Bilddeutung? (Sie verbindet Beobachtung und Erklärung) (!Sie nennt nur eine Lieblingsfarbe) (!Sie verzichtet auf sichtbare Belege) (!Sie kopiert eine fremde Meinung)




Was erzeugt ein Hell-Dunkel-Kontrast? (Spannung zwischen hellen und dunklen Bereichen) (!Eine neue Leinwandgröße) (!Einen anderen Künstlernamen) (!Eine genaue Zentralperspektive)




Wer schuf das berühmte Schwarze Quadrat? (Kasimir Malewitsch) (!Piet Mondrian) (!Paul Klee) (!Robert Delaunay)




Welche Künstlerin schuf schon ab 1906 und 1907 abstrakte Serien? (Hilma af Klint) (!Berthe Morisot) (!Käthe Kollwitz) (!Artemisia Gentileschi)




Wie kann Rhythmus im Bild entstehen? (Durch Wiederholung und Variation) (!Durch eine Preisliste) (!Durch einen goldenen Rahmen) (!Durch eine Bildunterschrift)




Was ist ein sinnvoller erster Schritt der Bildanalyse? (Ruhig wahrnehmen und genau schauen) (!Sofort eine Note vergeben) (!Nur den Titel abschreiben) (!Das Bild verdecken)




Was kennzeichnet gestische Abstraktion? (Sichtbare Bewegung und spontane Farbspuren) (!Strenge naturgetreue Perspektive) (!Ausschließlich gedruckter Text) (!Nur mathematische Messwerte)





Memory

Farbkontrast Spannung zwischen Farben
Komposition Anordnung der Bildelemente
Lasur Durchscheinende Farbschicht
Impasto Dicker Farbauftrag
Geometrische Abstraktion Klare Grundformen
Gestische Abstraktion Sichtbare Malbewegung
Rhythmus Wiederholung und Variation
Negativraum Freie Fläche um Formen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Farbe erzeugt Stimmung und Kontrast
Linie führt oder trennt den Blick
Form kann geometrisch oder organisch sein
Komposition ordnet die Bildelemente
Struktur macht die Oberfläche sichtbar




...


Kreuzworträtsel

Kandinsky Welcher Künstler verband abstrakte Formen häufig mit Vorstellungen von Klang und innerer Wirkung?
Mondrian Welcher Künstler arbeitete oft mit schwarzen Linien und rechteckigen Farbflächen?
Malewitsch Wer schuf das Schwarze Quadrat?
Komposition Wie heißt die Anordnung aller Bildelemente?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied zwischen Farben oder Helligkeiten?
Abstraktion Wie heißt die Vereinfachung oder Loslösung vom sichtbaren Gegenstand?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Abstrakte Malerei kann Motive vereinfachen oder ganz auf einen

verzichten. Die Anordnung aller Bildelemente heißt

. Ein deutlicher Unterschied zwischen Farben wird als

bezeichnet. Wiederholung und Variation erzeugen im Bild einen

. Klare Kreise und Rechtecke sind typisch für die

Abstraktion. Sichtbare spontane Farbspuren gehören häufig zur

Abstraktion. Eine Deutung sollte mit sichtbaren Details

werden. Vor dem Malen hilft eine kleine

bei der Planung.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Farbklang: Wähle drei Farben für eine Stimmung und gestalte eine kleine abstrakte Fläche.
  2. Formensammlung: Zeichne zehn unterschiedliche geometrische und organische Formen und ordne sie zu einer Komposition.
  3. Musik und Malerei: Höre ein kurzes Musikstück und übersetze Tempo und Lautstärke in Linien und Farbspuren.
  4. Bildbetrachtung: Beschreibe ein Werk aus diesem aiMOOC mit fünf genauen Beobachtungssätzen.


Standard

  1. Abstraktionsreihe: Vereinfache einen Alltagsgegenstand in vier Schritten bis zu einer fast gegenstandslosen Form.
  2. Materialexperiment: Erprobe Pinsel, Schwamm, Kartonkante und Klebeband und dokumentiere ihre unterschiedlichen Spuren.
  3. Kunstgespräch: Vergleicht zu zweit zwei abstrakte Werke und begründet eine Gemeinsamkeit sowie einen Unterschied.
  4. Gemeinschaftsbild: Plant in einer Gruppe ein großes Bild mit gemeinsamen Regeln für Farben, Formen und Übergänge.


Schwer

  1. Kuratorisches Konzept: Entwirf eine kleine Schulausstellung mit Titel, Auswahlkriterien, Reihenfolge und kurzen Werktexten.
  2. Kunstvergleich: Vergleiche geometrische und gestische Abstraktion anhand von zwei Werken und belege Deine Aussagen.
  3. Stop-Motion: Produziere ein kurzes Video, in dem sich Formen und Farben schrittweise zu einer Komposition entwickeln.
  4. Nachhaltiges Kunstprojekt: Gestalte ein abstraktes Werk aus wiederverwendeten Materialien und begründe Materialwahl und Wirkung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildvergleich: Erkläre, wie zwei abstrakte Werke mit unterschiedlichen Mitteln Bewegung erzeugen. Belege jede Aussage am Bild.
  2. Gestaltungsentscheidung: Entwickle für die Begriffe Ruhe und Spannung je ein Farb- und Formkonzept und begründe die Unterschiede.
  3. Überarbeitung: Analysiere eine eigene Komposition, benenne eine Schwäche und verbessere sie gezielt.
  4. Transfer Musik und Kunst: Übertrage Rhythmus, Wiederholung und Pause aus einem Musikstück in eine Bildidee.
  5. Perspektivwechsel: Formuliere zwei verschiedene, aber jeweils begründete Deutungen desselben Werkes.
  6. Urteilskompetenz: Bewerte, wann eine Arbeit nur einen Stil nachahmt und wann daraus eine eigenständige Gestaltung entsteht.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind wichtig:

  1. Fachsprache: Du verwendest Begriffe wie Komposition, Kontrast, Rhythmus und Struktur passend.
  2. Bildanalyse: Du trennst Beschreibung, Analyse und Deutung.
  3. Begründung: Du belegst Aussagen mit sichtbaren Merkmalen.
  4. Gestaltung: Du setzt Farbe, Form, Linie und Fläche bewusst ein.
  5. Prozessdokumentation: Du zeigst Skizzen, Entscheidungen, Veränderungen und Ergebnisse.
  6. Reflexion: Du beurteilst Wirkung, Stärken und nächste Entwicklungsschritte.




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