Aber – Eko Fresh – Songs gegen Diskriminierung - aiMOOC


Aber – Eko Fresh – Songs gegen Diskriminierung - aiMOOC
Einleitung
Thema und Ziel des aiMOOCs
„Aber“ von Eko Fresh ist ein deutschsprachiger Rap-Song, der Rassismus, Diskriminierung, Vorurteile, Zugehörigkeit und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft thematisiert. In diesem aiMOOC untersuchst Du den Song nicht nur als Musikstück, sondern auch als Beitrag zu gesellschaftlichen Debatten: Wie entstehen Feindbilder? Wie wirken scheinbar harmlose Formulierungen mit dem Wort „aber“? Wie können Musik, Sprache und Medien dazu beitragen, Konflikte sichtbar zu machen und Dialog zu fördern?
Der Kurs eignet sich besonders für Deutsch, Musik, Politische Bildung, Ethik, Religion, Gemeinschaftskunde, Medienbildung und Deutsch als Fremdsprache. Du arbeitest mit dem Musikvideo, mit Begriffen aus der Diskriminierungskritik, mit Formen des Perspektivwechsels und mit eigenen kreativen Projekten gegen Ausgrenzung.
Medien zum Einstieg
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Das Bild zeigt Eko Fresh bei einem Auftritt. Für diesen aiMOOC ist wichtig: Rap ist nicht nur Unterhaltung. Rap kann auch Protest, Biografie, Gesellschaftskritik und politische Bildung verbinden. Gerade bei Songs gegen Rassismus wird Musik zu einem Raum, in dem Erfahrungen, Konflikte und Hoffnungen öffentlich verhandelt werden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie der Song „Aber“ mit Vorurteilen und zugespitzten gesellschaftlichen Positionen arbeitet. Du kannst den Unterschied zwischen Meinung, Diskriminierung, Hassrede und Kritik beschreiben. Du analysierst, wie Perspektivwechsel, Rollenrede, Hookline, Strophe, Musikvideo und Inszenierung zusammenwirken. Du entwickelst eigene Ideen, wie Zivilcourage, Respekt, Dialog und Medienkompetenz im Alltag gestärkt werden können.
Hinweis zum Umgang mit belastenden Inhalten
Der Song und das Musikvideo arbeiten mit zugespitzten Rollen, harten Aussagen und gesellschaftlichen Konflikten. Einige Formulierungen können verletzend wirken, weil sie rassistische oder diskriminierende Denkweisen sichtbar machen. Im Unterricht solltest Du solche Aussagen nicht unkritisch wiederholen. Entscheidend ist die Analyse: Welche Wirkung haben solche Aussagen? Welche Menschen werden abgewertet? Welche Gegenstrategien zeigt der Song? Ziel ist nicht Provokation, sondern reflektiertes Lernen über Alltagsrassismus, Medienkritik und demokratische Streitkultur.
Hintergrund: Eko Fresh und „Aber“
Eko Fresh als Künstler
Eko Fresh, bürgerlich Ekrem Bora, ist ein deutsch-türkischer Rapper, Songwriter und Schauspieler. Er wurde in Köln geboren und ist seit den frühen 2000er-Jahren ein bekannter Name im deutschsprachigen Hip-Hop. In seiner Musik verhandelt er immer wieder Fragen von Herkunft, Identität, Migration, Heimat, sozialer Ungleichheit und Anerkennung. Damit steht er in einer Tradition von Deutschrap, in der persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Themen verbunden werden.
Der Song „Aber“ im gesellschaftlichen Kontext
„Aber“ erschien im Jahr 2018 und steht in einem Umfeld öffentlicher Debatten über Integration, Nationalität, Mehrfachzugehörigkeit, Islamfeindlichkeit, Türkeistämmige in Deutschland, Rechtspopulismus und Rassismus. Der Song nutzt das kleine Wort „aber“ als Schlüssel. Viele diskriminierende Aussagen beginnen scheinbar harmlos, zum Beispiel mit einer Beteuerung von Toleranz, und kippen dann in Abwertung. Genau diese Struktur macht der Song hörbar.
Das Musikvideo stellt zunächst zwei verhärtete Positionen gegenüber. Es zeigt nicht einfach „die Guten“ und „die Bösen“, sondern macht sichtbar, wie pauschale Urteile auf beiden Seiten entstehen können. Im weiteren Verlauf übernimmt Eko Fresh eine vermittelnde Rolle. Er fordert nicht, dass alle Konflikte verschwinden, sondern dass Menschen genauer zuhören, differenzierter sprechen und einander nicht auf Klischees reduzieren.
Auszeichnung und Wirkung
Das Musikvideo zu „Aber“ erhielt 2018 im Rahmen des Webvideopreises Deutschland den Sonderpreis für gesellschaftliche Verantwortung. Diese Auszeichnung zeigt, dass das Video nicht nur als Musikvideo wahrgenommen wurde, sondern auch als Beitrag zu Medienbildung, Demokratiebildung und gesellschaftlicher Verständigung. Für den Unterricht ist besonders interessant, wie ein populärkulturelles Format komplexe Themen aufgreift und für Jugendliche zugänglich macht.
Zentrale Begriffe
Diskriminierung
Diskriminierung bedeutet, dass Menschen benachteiligt, ausgegrenzt oder abgewertet werden, weil ihnen bestimmte Merkmale zugeschrieben werden. Dazu gehören zum Beispiel Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft oder Staatsangehörigkeit. Diskriminierung kann offen geschehen, etwa durch Beleidigungen, Gewalt oder Ausschluss. Sie kann aber auch verdeckt wirken, zum Beispiel durch ungerechte Regeln, unausgesprochene Erwartungen oder wiederkehrende Klischees.
Rassismus
Rassismus ist eine Form von Diskriminierung, bei der Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Kultur abgewertet werden. Rassismus behauptet oft, Menschen seien aufgrund solcher Merkmale grundsätzlich unterschiedlich viel wert, unterschiedlich leistungsfähig oder unterschiedlich zugehörig. Moderne rassistische Denkweisen verwenden nicht immer biologische Begriffe. Häufig werden Begriffe wie Kultur, Tradition oder Mentalität genutzt, um Menschen pauschal einzuordnen.
Alltagsrassismus
Alltagsrassismus bezeichnet rassistische Denk- und Handlungsweisen, die im Alltag auftreten: in Gesprächen, Witzen, Nachfragen, Blicken, Medienbildern, Schulbüchern, Bewerbungen oder Polizeikontrollen. Alltagsrassismus ist nicht immer absichtlich gemeint, kann aber trotzdem verletzend und ausgrenzend wirken. Ein typisches Muster ist, Menschen immer wieder zu fragen, wo sie „wirklich“ herkommen, obwohl sie in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind.
Vorurteil und Stereotyp
Ein Vorurteil ist eine vorgefertigte Bewertung, bevor man eine Person oder Situation wirklich kennt. Ein Stereotyp ist ein vereinfachtes Bild über eine Gruppe. Stereotype können positiv erscheinen, bleiben aber problematisch, weil sie Menschen auf ein Merkmal reduzieren. In „Aber“ werden stereotype Bilder bewusst zugespitzt, damit Du erkennst, wie schnell aus Pauschalisierungen Feindbilder werden können.
Hassrede
Hassrede bezeichnet Sprache, die Menschen oder Gruppen abwertet, bedroht oder entmenschlicht. Sie kann online und offline auftreten. Hassrede ist mehr als eine harte Meinung: Sie richtet sich gegen die Würde anderer Menschen und kann reale Ausgrenzung oder Gewalt begünstigen. In demokratischen Gesellschaften ist deshalb wichtig, zwischen Meinungsfreiheit, scharfer Kritik und menschenfeindlicher Abwertung zu unterscheiden.
Dialog und Perspektivwechsel
Dialog bedeutet nicht, dass alle gleicher Meinung sein müssen. Dialog bedeutet, dass Menschen sich gegenseitig als gleichwürdig anerkennen und bereit sind, Gründe, Erfahrungen und Gefühle des Gegenübers wahrzunehmen. Perspektivwechsel heißt, eine Situation bewusst aus einer anderen Sicht zu betrachten. Im Song ist der Perspektivwechsel ein künstlerisches Mittel: Er zeigt, wie verhärtete Positionen klingen, bevor eine vermittelnde Stimme dazukommt.
Analyse des Songs
Die Funktion des Wortes „aber“
Das Wort „aber“ kann Gegensätze verbinden. Es kann eine Einschränkung einleiten, einen Einwand formulieren oder eine vorherige Aussage relativieren. Im Zusammenhang mit Diskriminierung ist es besonders interessant, weil es oft nach einer scheinbar toleranten Einleitung erscheint. Eine Person behauptet zunächst, nicht rassistisch zu sein, und führt danach trotzdem abwertende Aussagen an. So wird das „aber“ zu einer sprachlichen Maske: Es soll die eigene Aussage absichern, obwohl diese andere Menschen verletzt.
Im Song wird dieses Muster offengelegt. Du sollst hören, wie Sprache funktioniert: Eine Aussage kann höflich beginnen und trotzdem diskriminierend enden. Deshalb ist Sprachkritik ein wichtiger Teil von Medienkompetenz und Demokratiebildung.
Rollenrede als Stilmittel
In „Aber“ wird mit Rollenrede gearbeitet. Das bedeutet: Eine Stimme im Song spricht aus einer bestimmten Rolle heraus. Diese Rolle muss nicht die Meinung des Künstlers sein. Rollenrede ist aus Literatur, Theater, Satire und Rap bekannt. Sie kann problematische Haltungen sichtbar machen, ohne sie zu unterstützen. Damit Rollenrede verstanden wird, braucht das Publikum aber Kontext und kritisches Zuhören.
Für Deine Analyse ist deshalb wichtig: Frage nicht nur, was gesagt wird, sondern auch, wer im Video spricht, aus welcher Rolle gesprochen wird und wie die Inszenierung diese Rolle bewertet.
Drei Bewegungen im Song
Der Song lässt sich als Bewegung von Konfrontation zu Reflexion verstehen. Zuerst werden verhärtete Positionen hörbar. Danach wird deutlich, dass auch Gegenvorurteile und verletzte Zugehörigkeitsgefühle Teil des Konflikts sein können. Schließlich setzt der Song auf Vermittlung. Diese Struktur ist didaktisch stark, weil sie keine einfache Lösung behauptet. Sie zeigt: Gesellschaftliche Konflikte brauchen Sprache, Zuhören, Selbstkritik und die Bereitschaft, Menschen nicht nur als Vertreterinnen oder Vertreter einer Gruppe zu sehen.
Rap als politische Ausdrucksform
Rap entstand als Teil der Hip-Hop-Kultur und war von Beginn an auch eine Ausdrucksform für Menschen, die soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und Gewalt erfuhren. Rap kann erzählen, anklagen, provozieren, dokumentieren und empowern. In Deutschland wurde Deutschrap häufig von Künstlerinnen und Künstlern geprägt, die Erfahrungen mit Migration, Mehrsprachigkeit und sozialer Benachteiligung thematisieren. „Aber“ steht in dieser Tradition, weil der Song gesellschaftliche Spannungen nicht versteckt, sondern künstlerisch verdichtet.
Musikvideo als Argumentation
Ein Musikvideo ist mehr als eine Bebilderung des Songs. Es verbindet Bild, Ton, Schnitt, Kamera, Mimik, Kostüm, Raum und Körperhaltung. In „Aber“ unterstützt das Video die Gegenüberstellung unterschiedlicher Positionen. Die Zuschauenden sehen nicht nur Argumente, sondern auch Haltungen, Gesten und emotionale Spannung. Dadurch wird der Konflikt körperlich und medial erfahrbar.
Für die Analyse kannst Du folgende Fragen nutzen: Welche Räume werden gezeigt? Wie werden die Figuren positioniert? Wann entsteht Nähe, wann Distanz? Welche Rolle spielt der Blick in die Kamera? Wie verändert sich die Stimmung im Verlauf?
Songs gegen Diskriminierung
Was macht einen Song gegen Diskriminierung aus?
Ein Song gegen Diskriminierung muss nicht nur Parolen gegen Rassismus enthalten. Entscheidend ist, ob er Mechanismen von Ausgrenzung sichtbar macht und Menschen zum Nachdenken oder Handeln anregt. Solche Songs können persönliche Erfahrungen erzählen, Solidarität ausdrücken, Missstände anklagen oder neue Perspektiven eröffnen. Sie können wütend, traurig, ironisch, sachlich oder hoffnungsvoll sein.
„Aber“ ist besonders geeignet für den Unterricht, weil der Song nicht nur sagt, dass Rassismus schlecht ist. Er zeigt, wie rassistische und pauschalisierende Argumentationsmuster klingen. Dadurch kannst Du Sprache genauer untersuchen.
Vergleich mit anderen Songs
Du kannst „Aber“ mit anderen deutschsprachigen Songs vergleichen, die sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung oder Menschenfeindlichkeit richten. Interessant sind zum Beispiel Songs, die Flucht, Migration, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Klassismus oder Mobbing thematisieren. Beim Vergleich geht es nicht darum, einen Song „besser“ zu finden. Es geht darum, unterschiedliche künstlerische Strategien zu erkennen: Erzählt der Song eine persönliche Geschichte? Arbeitet er mit Rollen? Nutzt er Ironie? Fordert er direkt zum Handeln auf? Erzeugt er Empathie?

Das Bild einer Kundgebung kann als Gesprächsanlass dienen: Musik, Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Protest gehören oft zusammen. Menschen versammeln sich, um Haltung zu zeigen, Solidarität auszudrücken und gegen Gewalt oder Ausgrenzung einzutreten.
Didaktische Arbeit mit dem Video
Vor dem Anschauen
Bevor Du das Video ansiehst, sammle Begriffe, die Du mit Rassismus, Integration, Heimat, Identität und Zugehörigkeit verbindest. Notiere außerdem, wo Dir im Alltag Sätze begegnen, die mit „Ich habe ja nichts gegen ..., aber ...“ beginnen. Frage Dich: Was passiert nach dem „aber“? Wird eine berechtigte Kritik formuliert, oder wird eine Gruppe abgewertet?
Während des Anschauens
Achte beim Anschauen auf die Rollen, die im Video vorkommen. Notiere, welche Aussagen pauschalisieren, welche Erfahrungen von Verletzung sichtbar werden und wann der Song versucht, die Perspektiven zusammenzuführen. Achte auch auf Mimik, Gestik, Kamera und Schnitt. Diese Elemente helfen Dir, die Haltung des Videos zu verstehen.
Nach dem Anschauen
Nach dem Video solltest Du nicht nur über einzelne Aussagen sprechen, sondern über die Struktur: Wie funktioniert das „aber“? Warum sind Pauschalisierungen gefährlich? Welche Verantwortung haben Künstlerinnen und Künstler, wenn sie verletzende Sprache darstellen? Welche Verantwortung hat das Publikum? Was kann ein Song leisten, was ein politischer Kommentar vielleicht nicht leisten kann?
Methoden für die Analyse
Sprachliche Analyse
Untersuche, wie der Song mit Wortwahl, Wiederholung, Gegensatz, Übertreibung, Rollenrede, Hookline und Perspektivwechsel arbeitet. Besonders wichtig ist die Frage, welche Aussagen verallgemeinern. Achte auf Wörter wie alle, immer, die, wir und ihr. Solche Wörter können Gruppen erzeugen und Grenzen ziehen.
Medienanalyse
Bei der Medienanalyse untersuchst Du, wie das Video Bedeutung erzeugt. Achte auf Kameraeinstellung, Schnitt, Licht, Musik, Kleidung, Raumgestaltung und Körpersprache. Stelle Dir vor, Du würdest den Song nur hören oder nur sehen. Was ändert sich? Welche Informationen liefert das Video zusätzlich?
Gesellschaftliche Analyse
Bei der gesellschaftlichen Analyse fragst Du nach dem Kontext: Welche Debatten über Migration, Nationalität, Religion, deutsche Identität und Rechtsextremismus werden berührt? Welche Erfahrungen könnten Menschen machen, die immer wieder erklären müssen, ob sie „dazugehören“? Welche Rolle spielen Medien und soziale Netzwerke bei der Verstärkung von Konflikten?
Ethische Analyse
Bei der ethischen Analyse geht es um Verantwortung. Darf Kunst verletzende Aussagen zeigen, um sie zu kritisieren? Wann wird Darstellung zur Reproduktion? Welche Regeln braucht ein respektvolles Gespräch im Klassenraum? Wie kannst Du widersprechen, ohne selbst abzuwerten? Diese Fragen sind wichtig, weil Antidiskriminierung nicht nur Wissen, sondern auch Haltung und Handeln betrifft.
Arbeitswissen: Begriffe im Überblick
| Begriff | Erklärung | Bedeutung für den Song |
|---|---|---|
| Rassismus | Abwertung von Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache oder Kultur | Der Song macht rassistische Denkmuster und ihre sprachliche Verpackung sichtbar |
| Diskriminierung | Benachteiligung oder Ausgrenzung von Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale | Das Video zeigt, wie Diskriminierung durch Sprache und Gruppendenken entsteht |
| Stereotyp | Vereinfachtes Bild über eine Gruppe | Die Rollen im Video arbeiten mit zugespitzten Stereotypen |
| Perspektivwechsel | Bewusstes Betrachten einer Situation aus anderer Sicht | Der Song lässt verschiedene Positionen hörbar werden |
| Dialog | Gespräch auf Grundlage gegenseitiger Anerkennung | Die vermittelnde Perspektive zielt auf Verständigung |
| Hassrede | Abwertende, entmenschlichende oder bedrohende Sprache gegen Gruppen | Der Song zeigt, wie aus Vorurteilen verbale Feindseligkeit werden kann |
| Zivilcourage | Mutiges Handeln gegen Unrecht im Alltag | Lernende sollen Strategien gegen Diskriminierung entwickeln |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches zentrale Thema behandelt der Song „Aber“ von Eko Fresh? (Rassismus und Verständigung) (!Sportliche Leistung) (!Reisen durch Europa) (!Mode und Konsum)
Welche Funktion hat das Wort „aber“ im Song besonders häufig? (Es zeigt eine Einschränkung, hinter der Abwertung folgen kann) (!Es ersetzt den Refrain vollständig) (!Es beschreibt nur eine musikalische Pause) (!Es benennt ausschließlich eine Person)
Was bedeutet Rollenrede in der Analyse des Songs? (Eine Stimme spricht aus einer bestimmten dargestellten Rolle) (!Alle Aussagen sind automatisch die persönliche Meinung des Künstlers) (!Der Song hat keine erkennbare Perspektive) (!Nur die Kamera erzählt die Geschichte)
Warum eignet sich „Aber“ für Medienbildung? (Weil Song und Video zeigen, wie Sprache und Bilder gesellschaftliche Konflikte darstellen) (!Weil es nur um technische Tonqualität geht) (!Weil keine Interpretation möglich ist) (!Weil Musikvideos keine Wirkung haben)
Was ist ein Stereotyp? (Ein vereinfachtes Bild über eine Gruppe) (!Eine genaue wissenschaftliche Untersuchung) (!Ein neutrales Gesetz) (!Eine musikalische Lautstärke)
Was beschreibt Alltagsrassismus? (Rassistische Abwertung in alltäglichen Situationen) (!Nur historische Ereignisse aus Schulbüchern) (!Ausschließlich offene Gewalt) (!Ein Musikgenre aus den USA)
Welche Rolle übernimmt Eko Fresh im Verlauf des Videos besonders deutlich? (Eine vermittelnde Stimme zwischen verhärteten Positionen) (!Einen Sportkommentator) (!Einen Nachrichtensprecher ohne Haltung) (!Einen Produzenten von Computerspielen)
Was ist ein wichtiges Ziel von Antidiskriminierungsarbeit? (Menschen gleichwürdig behandeln und Ausgrenzung abbauen) (!Vorurteile ungeprüft übernehmen) (!Gruppen gegeneinander ausspielen) (!Hassrede als normale Unterhaltung betrachten)
Warum ist Perspektivwechsel im Song wichtig? (Er macht unterschiedliche Sichtweisen und Konfliktmuster erkennbar) (!Er verhindert jede Diskussion) (!Er ersetzt die Musik vollständig) (!Er macht den Text bedeutungslos)
Welche Frage passt besonders gut zur Analyse des Musikvideos? (Wie wirken Kamera, Rollen und Sprache zusammen) (!Wie viele Instrumente besitzt der Künstler privat) (!Welche Schuhgröße haben die Schauspieler) (!Wie lang ist der Schulweg der Zuschauenden)
Memory
| Rassismus | Abwertung aufgrund zugeschriebener Herkunft |
| Dialog | Gespräch mit gegenseitiger Anerkennung |
| Rollenrede | Sprechen aus einer dargestellten Perspektive |
| Stereotyp | Vereinfachtes Gruppenbild |
| Zivilcourage | Mutiges Handeln gegen Unrecht |
| Medienanalyse | Untersuchung von Bild und Ton |
| Hookline | Wiederkehrender Teil eines Songs |
| Perspektivwechsel | Blick aus anderer Sicht |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einstieg | Konflikt wird sichtbar |
| Zuspitzung | Verhärtete Positionen treffen aufeinander |
| Gegenbild | Eine andere verletzte Sicht wird hörbar |
| Vermittlung | Eine ausgleichende Stimme tritt hinzu |
| Reflexion | Das Publikum prüft eigene Vorurteile |
| Transfer | Erkenntnisse werden auf den Alltag angewendet |
Kreuzworträtsel
| Diskriminierung | Wie nennt man die Benachteiligung von Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale? |
| Rassismus | Welche Ideologie wertet Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft oder Kultur ab? |
| Respekt | Was ist eine Grundhaltung für fairen Dialog? |
| Perspektive | Wie nennt man die Sichtweise, aus der eine Situation betrachtet wird? |
| Dialog | Wie nennt man ein Gespräch, das auf gegenseitigem Zuhören beruht? |
| Vorurteil | Wie heißt eine Bewertung, die vor genauer Kenntnis entsteht? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Rassismus, Diskriminierung, Stereotyp oder Zivilcourage mit Definition, Beispiel und Gegenstrategie.
- Szenenbeobachtung: Wähle eine kurze Szene aus dem Video und beschreibe, welche Stimmung durch Kamera, Mimik und Musik entsteht.
- Aber-Sätze prüfen: Sammle drei erfundene Sätze, die mit „Ich habe nichts gegen ..., aber ...“ beginnen, und erkläre, warum sie problematisch sein können.
- Respekt-Regeln: Formuliere fünf Gesprächsregeln für eine Klassendiskussion über Rassismus und Zugehörigkeit.
Standard
- Songanalyse: Schreibe eine Analyse, wie „Aber“ mit Rollenrede, Hookline und Perspektivwechsel arbeitet.
- Medienvergleich: Vergleiche das Musikvideo mit einem anderen Song gegen Diskriminierung und untersuche Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Interviewprojekt: Befrage mindestens zwei Personen zu Erfahrungen mit Vorurteilen oder Zivilcourage und werte die Antworten anonymisiert aus.
- Plakatkampagne: Gestalte ein Plakat oder eine digitale Grafik gegen Alltagsrassismus, das ohne verletzende Sprache auskommt.
Schwer
- Debattenanalyse: Analysiere einen aktuellen Medienbeitrag über Migration oder Integration und prüfe, ob dort pauschalisierende Sprache verwendet wird.
- Kreativer Raptext: Schreibe einen eigenen Rap- oder Poetry-Text, der eine diskriminierende Alltagssituation kritisch darstellt und eine Lösungsperspektive eröffnet.
- Unterrichtsbaustein: Entwickle eine 20-minütige Unterrichtsphase zu „Aber“ mit Einstieg, Analysefrage, Sicherung und Reflexion.
- Aktionsprojekt: Plane eine schulische Aktion gegen Diskriminierung, zum Beispiel eine Ausstellung, einen Podcast, eine Wandzeitung oder eine Video-Collage.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel aus Schule, Sport, Medien oder Familie, wie ein scheinbar harmloser Satz diskriminierend wirken kann, und entwickle eine bessere Formulierung.
- Konfliktmodell: Stelle dar, wie aus Vorurteilen ein Konflikt entstehen kann, und zeige, an welchen Stellen Dialog oder Zivilcourage eingreifen könnten.
- Medienwirkung: Beurteile, ob ein Musikvideo besser geeignet sein kann als ein Sachtext, um Jugendliche für Rassismus zu sensibilisieren.
- Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Reflexion aus der Sicht einer Person, die sich ausgegrenzt fühlt, ohne Klischees zu wiederholen.
- Handlungsplan: Entwickle einen konkreten Plan, wie Deine Klasse auf diskriminierende Sprache im Schulalltag reagieren kann.
- Kunst und Verantwortung: Diskutiere, ob Kunst verletzende Aussagen darstellen darf, wenn sie diese kritisch entlarven will.
- Vergleichsurteil: Vergleiche „Aber“ mit einer anderen künstlerischen Arbeit gegen Ausgrenzung und bewerte, welche Strategie Dich stärker überzeugt.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio mit drei Teilen. Im ersten Teil erklärst Du die wichtigsten Begriffe: Rassismus, Diskriminierung, Alltagsrassismus, Stereotyp, Hassrede und Zivilcourage. Im zweiten Teil analysierst Du eine Szene oder Textstelle aus „Aber“ unter sprachlichen und medialen Gesichtspunkten. Im dritten Teil entwickelst Du eine eigene Handlungs- oder Medienidee gegen Diskriminierung. Dein Portfolio soll zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge verstehst, Beispiele prüfen und eigene Schlussfolgerungen ziehen kannst.
Bewertungskriterien
- Fachbegriffe: Du verwendest zentrale Begriffe korrekt und erklärst sie verständlich.
- Analysefähigkeit: Du belegst Deine Aussagen mit Beobachtungen aus Song oder Video.
- Reflexion: Du erkennst die Wirkung von Sprache und Bildern auf unterschiedliche Menschen.
- Transfer: Du überträgst Erkenntnisse auf Alltag, Schule, Medien oder Gesellschaft.
- Kreativität: Du entwickelst eine eigene Idee, die respektvoll und umsetzbar ist.
OERs zum Thema
Weiterführende Materialien
- Goethe-Institut: Unterrichtsmaterial zum Rap-Song „Aber“ von Eko Fresh
- Medienanstalt NRW: Webvideopreis 2018 für „Aber“
- Songlexikon: Analyse des Songs „Aber“
- Wikimedia Commons: Medien zu Eko Fresh
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