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ACDC

Aus MOOCsWiki Staging

ACDC




Einleitung

AC/DC ist eine 1973 in Sydney gegründete australische Rockband, die zu den prägendsten und kommerziell erfolgreichsten Formationen des Hard Rock zählt. Gegründet wurde die Band von den Brüdern Malcolm Young und Angus Young. Ihr Name verweist auf die englische Abkürzung für Wechselstrom und Gleichstromalternating current/direct current. Die Bezeichnung passte zum energischen Klang- und Bühnenbild der Gruppe. Das erste Konzert fand am 31. Dezember 1973 im Chequers Nightclub in Sydney statt.[1]

Der aiMOOC führt Dich durch die Bandgeschichte, erklärt wichtige Mitglieder und Alben und zeigt, wie sich der typische AC/DC-Sound aus Riff, Backbeat, Powerchord, Blues-Skala, E-Gitarre, Bassgitarre, Schlagzeug und markantem Gesang zusammensetzt. Dabei untersuchst Du nicht nur Fakten, sondern auch musikalische Strukturen, Bühneninszenierung, Medienwirkung und kulturelle Bedeutung.

Lernziele: Nach der Bearbeitung kannst Du zentrale Phasen der Bandgeschichte einordnen, musikalische Merkmale an Hörbeispielen erkennen, die Aufgaben einzelner Instrumente erklären, ausgewählte Alben historisch zuordnen und die Wirkung von Image, Medien und Live-Performance kritisch beurteilen.


Name, Herkunft und Gründung

Die Familie Young stammte ursprünglich aus Schottland und wanderte nach Australien aus. Malcolm und Angus Young wuchsen in einem musikalischen Umfeld auf. Ihr älterer Bruder George Young war Mitglied der erfolgreichen Band The Easybeats und wirkte später gemeinsam mit Harry Vanda als Produzent früher AC/DC-Aufnahmen.

Der Bandname wurde nach einer verbreiteten und von Angus Young bestätigten Überlieferung durch die Aufschrift AC/DC auf einer Nähmaschine angeregt. Die technische Abkürzung bezeichnet Geräte, die mit Wechsel- oder Gleichstrom betrieben werden können. Für die junge Band vermittelte der Ausdruck Energie, Spannung und Direktheit. Der später in das Logo integrierte Blitz verstärkte diese visuelle Verbindung.

Die frühe Besetzung wechselte mehrfach. Zu den ersten Mitgliedern gehörten neben Angus und Malcolm Young unter anderem der Sänger Dave Evans, der Bassist Larry Van Kriedt und der Schlagzeuger Colin Burgess. 1974 kam Bon Scott als Sänger hinzu. Mit seiner rauen Stimme, seinem Humor und seiner Bühnenpräsenz stabilisierte sich das öffentliche Profil der Band.


Australischer Rock der 1970er Jahre

AC/DC entstand in einer lebendigen australischen Konzertkultur. Pubs, Clubs und Tanzsäle verlangten von Bands einen direkten, lauten und belastbaren Live-Sound. Lange Soli oder komplexe Studiotechnik waren weniger wichtig als prägnante Songs, körperlich spürbarer Rhythmus und ein Wiedererkennungswert, der auch in lauten Räumen funktionierte.

Diese Bedingungen prägten AC/DC nachhaltig. Die Band verband Elemente aus Rock ’n’ Roll, Bluesrock und frühem Hard Rock. Vorbilder wie Chuck Berry, Little Richard, The Rolling Stones und The Who beeinflussten Spielweise, Gestik und Songaufbau. Die Rock and Roll Hall of Fame beschreibt den Stil als Verbindung aus schweren Riffs, eingängigen Melodien und kraftvollem Gesang.[2]


Die Bandgeschichte


1974 bis 1976: Die Bon-Scott-Ära beginnt

Mit Bon Scott entwickelte AC/DC einen klar erkennbaren Stil. Die australischen Alben High Voltage und T.N.T. erschienen 1975. Sie enthielten bereits zentrale Merkmale: kurze und einprägsame Gitarrenriffs, geradlinige Rhythmen, humorvolle oder provokante Texte und eine stark auf Live-Wirkung ausgerichtete Produktion.

Für den internationalen Markt wurden Titel aus den australischen Veröffentlichungen neu zusammengestellt. Das internationale Album High Voltage erschien 1976. Dadurch wurde AC/DC auch außerhalb Australiens bekannter. Wichtig ist bei der Diskografie: Australische und internationale Albumversionen unterscheiden sich teilweise in Titelauswahl, Reihenfolge und Erscheinungsjahr.


1977 bis 1979: Internationaler Durchbruch

Mit Let There Be Rock von 1977 und Powerage von 1978 verdichtete die Band ihren Sound. Malcolm Youngs Rhythmusgitarre wurde zum stabilen Fundament, während Angus Young darüber prägnante Leadgitarrenfiguren und Soli spielte. Phil Rudd entwickelte am Schlagzeug einen reduzierten, sehr gleichmäßigen Groove, und Cliff Williams stützte die Harmonie am Bass.

Das Album Highway to Hell von 1979 markierte den internationalen Durchbruch. Produzent Robert John „Mutt“ Lange sorgte für einen klareren, kontrollierteren Studioklang, ohne die Direktheit der Band zu verlieren. Der Titelsong verbindet ein sofort erkennbares Riff mit einer übersichtlichen Form, kräftigem Backbeat und einem Refrain, der sich für gemeinsames Singen eignet.

Beobachtungsauftrag zum Video: Notiere drei historische Stationen und zwei musikalische Merkmale. Prüfe anschließend, ob das Video zwischen nachweisbaren Fakten, Zeitzeugenberichten und wertenden Aussagen unterscheidet.


1980: Einschnitt und Neubeginn

Bon Scott starb im Februar 1980 in London. Für die Band war dies ein schwerer Einschnitt. Nach einer Phase der Unsicherheit entschieden sich die verbliebenen Mitglieder, weiterzumachen. Der britische Sänger Brian Johnson, zuvor Mitglied von Geordie, wurde neuer Frontmann.

Am 25. Juli 1980 erschien Back in Black, das erste AC/DC-Album mit Brian Johnson.[3] Das schwarze Cover wurde als Zeichen des Gedenkens an Bon Scott verstanden. Musikalisch setzte die Band auf besonders konzentrierte Riffs, klar gegliederte Arrangements und eine druckvolle Produktion. Nach Angaben der offiziellen Bandseite wurden weltweit rund 50 Millionen Exemplare verkauft; damit zählt das Album zu den erfolgreichsten Tonträgern der Musikgeschichte.[1]

Hörauftrag zu Back in Black: Achte auf das Verhältnis von Stille und Klang am Anfang, die Pausen im Gitarrenriff, den Einsatz des Schlagzeugs, die Verdopplung durch den Bass und die Gliederung von Strophe und Refrain. Beschreibe, wie gerade die Reduktion Spannung erzeugt.


1981 bis 2000: Kontinuität und Wandel

For Those About to Rock We Salute You erschien 1981 und erreichte in den USA Platz eins. In den folgenden Jahren wechselte die Schlagzeugposition mehrfach. Dennoch blieb das Grundprinzip des Bandsounds weitgehend stabil: Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug bilden ein eng verzahntes Fundament; die Leadgitarre setzt Riffs, Fills und Soli; der Gesang führt durch kurze, wiederholbare Formteile.

Mit The Razors Edge von 1990 gelang eine neue Phase weltweiter Aufmerksamkeit. Der Song Thunderstruck wurde durch seine eröffnende Gitarrenfigur, den schrittweisen Aufbau und die starke Publikumsbeteiligung zu einem besonders bekannten Stück. In den 1990er Jahren folgten unter anderem Ballbreaker und in den 2000er Jahren Stiff Upper Lip.

Hörauftrag zu Thunderstruck: Zähle die Schichten, die nacheinander hinzukommen. Unterscheide Gitarrenfigur, rhythmische Rufe, Schlagzeug, Bass und Hauptgesang. Erkläre, warum ein schrittweiser Aufbau die Erwartung des Publikums steigert.


2008 bis 2020: Späte Erfolgsphase

Nach längeren Veröffentlichungspausen erschien 2008 Black Ice. Das Album und die anschließende Welttournee zeigten, dass die Band weiterhin ein großes internationales Publikum erreichte. 2014 folgte Rock or Bust. Malcolm Young musste sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen; sein Neffe Stevie Young übernahm die Rhythmusgitarre. Malcolm Young starb 2017.

2020 veröffentlichte AC/DC Power Up. Das Album griff auch musikalische Ideen auf, die Angus und Malcolm Young zuvor gemeinsam entwickelt hatten. Es wurde als Fortführung des klassischen Bandsounds und zugleich als Würdigung Malcolm Youngs verstanden. Bei den Grammy Awards 2022 erhielt das Album beziehungsweise der Song Shot in the Dark mehrere Nominierungen. Insgesamt verzeichnet die Recording Academy für AC/DC einen Grammy-Gewinn und zehn Nominierungen.[4]


Wichtige Mitglieder und ihre musikalischen Rollen

  1. Angus Young: Leadgitarre, zentrale Bühnenfigur und Mitbegründer. Sein Spiel verbindet Pentatonik, Bending, Vibrato, kurze melodische Motive und energische Soli.
  2. Malcolm Young: Rhythmusgitarre, Mitbegründer und langjähriger musikalischer Architekt der Band. Sein präzises Timing, die Auswahl weniger, wirkungsvoller Akkordtöne und die Kontrolle von Pausen prägten den Groove.
  3. Bon Scott: Sänger von 1974 bis 1980. Er verband eine raue Stimme mit erzählerischer Direktheit, Ironie und charismatischer Bühnenwirkung.
  4. Brian Johnson: Sänger seit 1980 mit zeitweiligen Unterbrechungen. Seine hohe, stark angeraute Stimme wurde zum Kennzeichen der späteren Bandphase.
  5. Phil Rudd: Schlagzeuger in mehreren Phasen. Sein reduziertes Spiel zeigt, wie wirkungsvoll Konstanz, klare Akzente und kontrollierte Dynamik sein können.
  6. Cliff Williams: Langjähriger Bassist. Er stützt Grundtöne und rhythmische Impulse, ohne die Gitarrenarrangements zu überladen.
  7. Stevie Young: Rhythmusgitarrist seit dem Rückzug Malcolm Youngs. Er führt dessen funktionale Rolle im Bandsound fort.


Musikalische Merkmale


Das Riff als musikalischer Kern

Ein Riff ist eine kurze, wiederkehrende Ton- oder Akkordfolge mit hohem Wiedererkennungswert. Bei AC/DC trägt das Riff häufig den gesamten Song. Es ist nicht bloß Begleitung, sondern übernimmt eine ähnliche Funktion wie ein Thema in der klassischen Musik: Es schafft Identität, Gliederung und Erwartung.

Typische Riffs der Band verwenden offene Gitarrensaiten, Powerchords, kurze Pausen und Töne aus der Moll-Pentatonik oder Bluestonleiter. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Töne, sondern ihr rhythmischer Ort. Eine Pause kann ebenso prägend sein wie ein angeschlagener Akkord. Dadurch entsteht ein Wechsel aus Spannung und Entladung.


Rhythmus, Metrum und Backbeat

Viele Songs stehen im Vier-Viertel-Takt. Die Bassdrum markiert Grundimpulse, während die Snaredrum häufig auf dem zweiten und vierten Schlag liegt. Diese Betonung heißt Backbeat. Hi-Hat oder Ride-Becken erzeugen einen gleichmäßigen Puls.

AC/DC spielt oft bewusst minimalistisch. Kleine Abweichungen, punktgenaue Einsätze und kontrollierte Pausen entscheiden darüber, ob der Groove schwerfällig oder beweglich wirkt. Das Zusammenspiel ist daher anspruchsvoller, als die geringe Zahl der Töne vermuten lässt.


Rhythmusgitarre und Leadgitarre

Die Aufgaben beider Gitarren sind klar verteilt. Die Rhythmusgitarre von Malcolm Young beziehungsweise Stevie Young stabilisiert Timing, Harmonie und Dynamik. Häufig werden Akkorde nicht mit allen sechs Saiten gespielt, sondern auf wesentliche Töne reduziert. Das schafft Platz für Bass, Schlagzeug, Gesang und Leadgitarre.

Angus Young übernimmt Riffs, Übergangsfiguren und Soli. Seine Soli beruhen oft auf pentatonischem Material, gewinnen ihre Wirkung aber durch Artikulation: Bending, Vibrato, Wiederholung, rhythmische Verschiebung und Wechsel zwischen hohen und tiefen Registern.


Harmonik und Melodik

Die Harmonik ist meist übersichtlich. Häufig erscheinen Dur-Akkorde, Quintklänge und bluesbezogene Tonvorräte. Der Blues-Einfluss entsteht nicht nur durch Akkordfolgen, sondern auch durch sogenannte Blue Notes, expressive Tonhöhenveränderungen und die Spannung zwischen Dur-Harmonik und Moll-Pentatonik.

Der Gesang arbeitet mit kurzen Phrasen und deutlich wiederholten Refrains. Die Melodie ist eng mit Sprachrhythmus und körperlicher Artikulation verbunden. Dadurch bleiben die Stücke auch in großen Stadien verständlich und gemeinschaftlich singbar.


Klang und Produktion

Der Gitarrensound wirkt stark, bleibt aber vergleichsweise transparent. Zu viel Verzerrung würde Anschläge und Pausen verwischen. Deshalb beruht die Klangwirkung auf einer Kombination aus Röhrenverstärkung, hoher Lautstärke, präzisem Anschlag und kontrollierter Verzerrung.

Produzent Robert John „Mutt“ Lange formte auf Highway to Hell, Back in Black und For Those About to Rock We Salute You einen besonders klaren Studiosound. Mehrstimmige Hintergrundgesänge, exakt gesetzte Dopplungen und eine deutliche Trennung der Instrumente verstärkten die Wirkung, ohne den Eindruck einer Live-Band aufzugeben.


Songanalyse ohne Notentext


Analysemodell in fünf Schritten

  1. Form: Bestimme Einleitung, Strophe, Refrain, Zwischenspiel, Solo und Schluss.
  2. Klangfarbe: Beschreibe Verzerrung, Helligkeit, Lautstärke, Raum und Instrumentenverteilung.
  3. Rhythmus: Untersuche Puls, Backbeat, Pausen, Synkopen und Tempowirkung.
  4. Motivik: Suche wiederkehrende Riffs, kurze Gesangsmotive und Antwortfiguren.
  5. Wirkung: Begründe, wie musikalische Mittel Spannung, Energie, Gemeinschaft oder Wiedererkennung erzeugen.


Beispiel: Back in Black

Das Stück beginnt mit einem knappen Gitarrenriff, in dem Akkorde und Pausen gleich wichtig sind. Das Schlagzeug setzt kontrolliert ein und bestätigt den Backbeat. Der Bass stützt die Grundtöne, statt eine eigenständige Gegenmelodie zu spielen. In den Strophen bleibt Raum für den Gesang. Der Refrain verdichtet die Energie durch Wiederholung und eine klarere gemeinschaftliche Geste.

Die Analyse zeigt ein Grundprinzip von AC/DC: Reduktion bedeutet nicht Einfachheit im Sinne geringer Qualität. Wenige Elemente werden so präzise angeordnet, dass jedes Detail hörbar wird. Kleine Timingfehler würden deshalb besonders auffallen.


Beispiel: Thunderstruck

Die Einleitung basiert auf einer schnell wiederholten Gitarrenfigur. Nach und nach kommen Rufe, Rhythmusgruppe und Hauptgesang hinzu. Dieser Schichtaufbau erzeugt eine Steigerung, obwohl das Grundmaterial lange stabil bleibt. Das Publikum kann den Prozess leicht verfolgen und wird durch wiederholte Rufe in die Performance einbezogen.


Bühne, Image und Medienwirkung

Angus Youngs Schuluniform, seine Kappe und der von Chuck Berry beeinflusste Duckwalk bilden ein wiedererkennbares Bühnenzeichen. Die Kleidung erzeugt einen Kontrast zwischen schulischer Ordnung und körperlich entfesselter Rock-Performance. Das Bild funktioniert wie ein visuelles Logo: Es lässt sich auf Fotos, Plakaten, Videos und großen Bühnen sofort erkennen.

AC/DC-Konzerte nutzen große Glocken, Kanonen, aufblasbare Figuren, Laufstege und starke Lichtdramaturgie. Solche Elemente übersetzen Songtitel und Klangbilder in sichtbare Zeichen. Die Bühne wird damit zu einem multimedialen Raum, in dem Musik, Körper, Licht, Requisiten und Publikum zusammenwirken.


Kritische Perspektiven

Ein professioneller Zugang zur Band umfasst auch Kritik. Manche Texte und Bühnenbilder arbeiten mit sexualisierten Rollenbildern, Übertreibung, Alkoholmotiven oder provokanter Männlichkeit. Solche Darstellungen können historisch eingeordnet und aus heutiger Sicht diskutiert werden. Entscheidend ist, zwischen Beschreibung, Zustimmung und Kritik zu unterscheiden.

Auch die starke Markenbildung ist ein geeignetes Thema für Medienbildung. Logo, Kleidung, Albumgestaltung, Konzertrequisiten und Merchandising erzeugen eine dauerhaft erkennbare Identität. Du kannst untersuchen, wie musikalische Authentizität und kommerzielle Vermarktung miteinander verbunden sind.


Ausgewählte Diskografie

Album Jahr Bedeutung
High Voltage 1975 Frühe australische Veröffentlichung mit grundlegenden Stilmerkmalen
T.N.T. 1975 Festigung des Bon-Scott-Sounds und wichtiger Songtypen
Let There Be Rock 1977 Rohe, riffbetonte Produktion und internationale Profilbildung
Powerage 1978 Verdichtetes Zusammenspiel und von vielen Fans hoch geschätzte Tiefenwirkung
Highway to Hell 1979 Internationaler Durchbruch und Beginn der Zusammenarbeit mit Mutt Lange
Back in Black 1980 Erstes Album mit Brian Johnson und weltweiter Bestseller
For Those About to Rock We Salute You 1981 Ausbau des monumentalen Arena-Rock-Sounds
The Razors Edge 1990 Neue internationale Erfolgsphase mit Thunderstruck
Ballbreaker 1995 Rückkehr zu einem trockenen, reduzierten Klangbild
Black Ice 2008 Erfolgreiches Comeback nach längerer Studiopause
Rock or Bust 2014 Übergang von Malcolm zu Stevie Young an der Rhythmusgitarre
Power Up 2020 Spätes Studioalbum mit Bezug auf gemeinsam entwickelte Ideen der Young-Brüder


Bedeutung und Einfluss

AC/DC wurde 2003 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[2] Die offizielle Bandseite nennt mehr als 200 Millionen weltweit verkaufte Alben.[1] Solche Zahlen zeigen die Reichweite, erklären aber noch nicht die kulturelle Bedeutung.

Der Einfluss liegt vor allem in der konsequenten Ausarbeitung eines klaren musikalischen Modells. Bands aus Hard Rock, Heavy Metal, Punkrock, Alternative Rock und Garage Rock übernahmen Elemente wie knappe Riffs, starke Backbeats, reduzierte Arrangements und direkte Live-Kommunikation. Die Rock and Roll Hall of Fame nennt unter den beeinflussten Gruppen unter anderem Metallica, Guns N’ Roses, Def Leppard und Pearl Jam.[2]

AC/DC zeigt außerdem, dass stilistische Kontinuität nicht zwangsläufig Stillstand bedeutet. Die Band verändert Details von Produktion, Besetzung und Bühnengröße, hält aber zentrale Gestaltungsprinzipien stabil. Daraus entsteht ein Spannungsfeld zwischen Wiederholung, Verlässlichkeit und Innovation.


Medienkompetenz und Urheberrecht

Musikvideos und Konzertmitschnitte sind urheberrechtlich geschützt. Im Unterricht solltest Du nur rechtmäßig zugängliche Angebote nutzen, keine vollständigen Songtexte kopieren und bei eigenen Produktionen auf Urheberrecht, Zitatrecht, Creative Commons und Quellenangaben achten.

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Dort musst Du auf der jeweiligen Dateiseite prüfen, welche Lizenz gilt und wie Urheber, Lizenz und Bearbeitungen genannt werden müssen.[5]


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Stadt wurde AC/DC gegründet? (Sydney) (!London) (!New York) (!Melbourne)




Welche beiden Musiker gründeten AC/DC als Brüderpaar? (Malcolm Young und Angus Young) (!Bon Scott und Brian Johnson) (!Phil Rudd und Cliff Williams) (!George Young und Robert Lange)




Welche musikalische Funktion hatte Malcolm Young hauptsächlich? (Rhythmusgitarre) (!Leadgesang) (!Schlagzeug) (!Keyboard)




Wer wurde 1980 Sänger von AC/DC? (Brian Johnson) (!Dave Evans) (!Axl Rose) (!Cliff Williams)




Welches Album erschien 1980 als erstes AC/DC-Album mit Brian Johnson? (Back in Black) (!Powerage) (!Black Ice) (!Ballbreaker)




Was ist ein Riff? (Ein wiederkehrendes prägnantes musikalisches Motiv) (!Eine zufällige Folge ohne Wiederholung) (!Eine ausschließlich gesprochene Einleitung) (!Eine Pause zwischen zwei Konzerten)




Auf welchen Zählzeiten liegt der typische Rock-Backbeat? (Auf zwei und vier) (!Auf eins und drei) (!Nur auf eins) (!Nur auf vier)




Welcher Song beginnt mit einer schrittweise erweiterten Gitarrenfigur? (Thunderstruck) (!T.N.T.) (!Hells Bells) (!Dirty Deeds Done Dirt Cheap)




In welchem Jahr wurde AC/DC in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen? (2003) (!1980) (!1990) (!2020)




Welche Aussage beschreibt den AC/DC-Sound am besten? (Prägnante Riffs treffen auf klaren Backbeat und reduzierte Arrangements) (!Dichte Orchesterflächen ersetzen die Rhythmusgruppe) (!Freie Atonalität bestimmt fast alle Stücke) (!Elektronische Tanzbeats stehen immer im Vordergrund)





Memory

AC/DC Wechselstrom und Gleichstrom
Angus Young Leadgitarre
Malcolm Young Rhythmusgitarre
Bon Scott Sänger der 1970er Jahre
Brian Johnson Sänger ab 1980
Back in Black Album von 1980
Riff Wiederkehrendes Motiv
Backbeat Betonung auf zwei und vier





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Highway to Hell Internationaler Durchbruch
Back in Black Erstes Album mit Brian Johnson
The Razors Edge Album mit Thunderstruck
Black Ice Studio-Comeback von 2008
Power Up Studioalbum von 2020
Rock and Roll Hall of Fame Aufnahme im Jahr 2003






Kreuzworträtsel

Sydney In welcher Stadt wurde AC/DC gegründet?
Scott Wie lautet der Nachname des Sängers Bon?
Johnson Wie lautet der Nachname des Sängers Brian?
Backbeat Wie heißt die Betonung auf dem zweiten und vierten Schlag?
Hardrock Welchem Rockgenre wird AC/DC meistens zugeordnet?
Thunderstruck Welcher Song beginnt mit einer markanten schnellen Gitarrenfigur?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

AC/DC wurde im Jahr

in Sydney gegründet. Die Brüder Malcolm und

Young gehörten zu den Gründern. Der Sänger Bon

prägte die Band in den 1970er Jahren. Nach seinem Tod wurde Brian

neuer Sänger. Das Album

erschien 1980. Ein wiederkehrendes musikalisches Motiv heißt

. Die Betonung auf dem zweiten und vierten Schlag nennt man

. Malcolm Young spielte hauptsächlich

. Angus Young ist besonders mit der

verbunden. Im Jahr 2003 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of

aufgenommen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre einen selbst gewählten AC/DC-Song und notiere Formteile, Instrumente, Tempowirkung und drei auffällige Klangereignisse.
  2. Zeitleiste: Gestalte eine illustrierte Zeitleiste mit mindestens acht Stationen von der Gründung bis Power Up.
  3. Riff: Erfinde ein kurzes rhythmisches Riff aus höchstens fünf Tonhöhen und führe es auf einem Instrument oder mit einer Musik-App vor.
  4. Bildanalyse: Untersuche ein frei lizenziertes Konzertfoto aus Wikimedia Commons und beschreibe Körperhaltung, Kleidung, Licht, Raum und vermutete Wirkung.


Standard

  1. Songanalyse: Analysiere Back in Black oder Thunderstruck nach Form, Rhythmus, Instrumentation, Dynamik und Steigerungsverlauf.
  2. Podcast: Produziere eine drei- bis fünfminütige Podcastfolge über den Übergang von Bon Scott zu Brian Johnson. Trenne Fakten, Deutung und persönliche Bewertung.
  3. Bandarrangement: Arrangiere ein eigenes 16-taktiges Hard-Rock-Stück für zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang oder digitale Ersatzinstrumente.
  4. Medienvergleich: Vergleiche ein offizielles Musikvideo mit einem Live-Mitschnitt. Untersuche Schnitt, Kameraführung, Publikumsdarstellung und Wirkung.


Schwer

  1. Stilanalyse: Vergleiche AC/DC mit einer Band aus Punk, Heavy Metal oder Bluesrock. Entwickle Kriterien und belege Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede an Hörbeispielen.
  2. Kulturkritik: Verfasse einen argumentativen Essay über das Verhältnis von musikalischer Authentizität, Markenbildung und kommerziellem Erfolg bei AC/DC.
  3. Interviewprojekt: Befrage mindestens zwei Personen verschiedener Generationen zu ihrer Wahrnehmung von AC/DC. Werte Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Erinnerungseffekte aus.
  4. Ausstellung: Konzipiere eine digitale Ausstellung mit Zeitleiste, Hörstationen, frei lizenzierten Bildern, Quellenapparat und einem Abschnitt zu problematischen Rollenbildern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Ein unbekannter Rocksong verwendet ein kurzes Gitarrenmotiv, einen Backbeat und ein reduziertes Bassfundament. Prüfe anhand selbst formulierter Kriterien, inwiefern der Song dem AC/DC-Modell ähnelt und wo er davon abweicht.
  2. Produktionsentscheidung: Du produzierst eine Schülerband. Begründe, welche Instrumente Du im Mix nach vorne oder hinten setzt, damit ein transparenter, riffbetonter Hard-Rock-Sound entsteht.
  3. Historischer Zusammenhang: Erkläre, wie der Wechsel von Bon Scott zu Brian Johnson zugleich Bruch und Kontinuität in der Bandgeschichte darstellt.
  4. Bühnenkonzept: Entwickle ein alternatives Bühnenbild für einen Song, das ohne bekannte AC/DC-Symbole auskommt, aber musikalische Energie sichtbar macht. Begründe jede Gestaltung.
  5. Medienkritik: Bewerte eine Onlinequelle zur Bandgeschichte nach Autorenschaft, Belegen, Aktualität, Interessen und Umgang mit Gerüchten.
  6. Ästhetisches Urteil: Diskutiere die These: „Musikalische Reduktion verlangt mehr Präzision als klangliche Überfülle.“ Beziehe Dich auf Rhythmus, Riff, Arrangement und Zusammenspiel.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. zentrale Stationen der Bandgeschichte zeitlich und ursächlich verknüpfen kannst,
  2. die Funktionen von Leadgitarre, Rhythmusgitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang unterscheiden kannst,
  3. Riff, Backbeat, Powerchord, Pentatonik und Songform an Hörbeispielen erkennst,
  4. musikalische Beobachtungen mit konkreten Klangmerkmalen begründest,
  5. historische Quellen, offizielle Selbstdarstellung und journalistische Wertungen unterscheidest,
  6. Bühnenbild, Image und Medienvermarktung kritisch analysierst,
  7. Urheberrecht und freie Lizenzen bei eigenen Produktionen beachtest,
  8. eine eigenständige Transferleistung in Form einer Analyse, Komposition, Präsentation oder Medienproduktion erbringst.




Quellen und weiterführende Informationen

  1. Offizielle Website von AC/DC
  2. Rock & Roll Hall of Fame: AC/DC
  3. Recording Academy: AC/DC
  4. Wikimedia Commons: AC/DC
  5. Wikipedia: AC/DC


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