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6-7 Internetphänomen

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6-7 Internetphänomen



Einleitung

„6-7“ wird im Englischen meist als „six seven“ ausgesprochen und ist ein virales Internetphänomen, das besonders 2025 über TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts und Schulhofkommunikation bekannt wurde. Der Ausdruck wird auch als „67“ oder „6 7“ geschrieben. Wichtig ist: „6-7“ hat keine feste, allgemein anerkannte Bedeutung. Es funktioniert eher als Meme, Insider-Witz, Jugendsprache und performativer Slang: Man sagt es, macht oft eine passende Handgeste dazu, und gerade die Bedeutungsleere wird Teil des Witzes.

Datei:67 meme gesture.webm

Der Ausdruck steht beispielhaft für eine Form digitaler Kultur, die häufig als Brainrot bezeichnet wird. Damit ist kein medizinischer Begriff gemeint, sondern eine meist ironische oder abwertende Bezeichnung für sehr schnell konsumierbare, absurde, wiederholte oder scheinbar sinnlose Online-Inhalte. In diesem aiMOOC lernst Du nicht nur, was hinter „6-7“ steckt, sondern vor allem, wie virale Trends entstehen, wie Algorithmen Aufmerksamkeit lenken, wie Jugendsprache funktioniert und wie Du Memes kritisch, kreativ und verantwortungsvoll analysieren kannst.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum „6-7“ als Meme und nicht als normaler Begriff verstanden wird. Du kannst die Rolle von Musik, Kurzvideo, Remixkultur, Sport, Plattformlogik und Gruppenzugehörigkeit beschreiben. Außerdem lernst Du, wie man Online-Trends kritisch einordnet, ohne Jugendliche pauschal abzuwerten oder Internetkultur vorschnell als „Unsinn“ abzutun.

  1. Meme: Du erklärst, wie ein wiederholbarer Inhalt durch Nachahmung, Variation und Kontextwechsel viral wird.
  2. Jugendsprache: Du beschreibst, warum Jugendliche Ausdrücke verwenden, die für Außenstehende unverständlich wirken.
  3. Medienkompetenz: Du beurteilst Chancen und Risiken viraler Trends.
  4. Algorithmus: Du erkennst, wie Plattformen durch Empfehlungen, Sounds und Wiederholungen Sichtbarkeit erzeugen.
  5. Urheberrecht: Du reflektierst, warum Musik, Videos und Screenshots nicht beliebig weiterverwendet werden dürfen.


Was ist „6-7“?

„6-7“ ist eine kurze lautliche Formel, die häufig rhythmisch ausgesprochen wird. In vielen Videos wird sie mit einer Geste verbunden, bei der die Hände abwechselnd nach oben und unten bewegt werden. Der Witz liegt nicht darin, dass der Ausdruck eine klare lexikalische Bedeutung hätte. Vielmehr entsteht die Bedeutung aus dem gemeinsamen Wiedererkennen: Wer den Trend kennt, erkennt die Situation, die Stimme, den Rhythmus, die Geste oder den Verweis auf vorherige Videos.

Als Internet-Meme lebt „6-7“ von Wiederholung und Variation. Ein Video greift ein Fragment auf, andere Nutzerinnen und Nutzer ahmen es nach, verändern es und setzen es in neue Situationen. Dadurch entsteht ein Insider-Code, der für Eingeweihte lustig und für Außenstehende verwirrend sein kann. Genau diese Spannung zwischen „Ich verstehe es“ und „Warum ist das lustig?“ gehört zum Funktionsprinzip vieler Memes.


Keine feste Bedeutung

Viele Erwachsene suchen bei „6-7“ nach einer eindeutigen Übersetzung. Diese Suche führt aber oft in die Irre. Manchmal wird „6-7“ wie ein Ausruf, manchmal wie eine Antwort, manchmal als Unterbrechung und manchmal als reine Geräuschformel genutzt. Je nach Situation kann es ungefähr wirken wie: „keine Ahnung“, „so mittel“, „vielleicht“, „lustig, weil alle es kennen“ oder schlicht „ich bin Teil dieser Gruppe“. Diese Deutung ist aber nicht stabil. Entscheidend ist der Kontext.

In der Sprachwissenschaft kann man „6-7“ als Beispiel für Pragmatik betrachten. Pragmatik fragt nicht nur, was ein Wort im Wörterbuch bedeutet, sondern was Menschen mit einer Äußerung in einer konkreten Situation tun. Bei „6-7“ kann die Äußerung Aufmerksamkeit erzeugen, Zugehörigkeit signalisieren, Unterricht stören, einen Witz starten oder eine gemeinsame Erinnerung an einen Trend aktivieren.


Ursprung und Verbreitung

Der virale Ausdruck wird vor allem mit dem Rap-Song „Doot Doot (6 7)“ des US-amerikanischen Musikers Skrilla verbunden. Ein kurzes Songfragment mit der Zahl „6-7“ wurde in Kurzvideos aufgegriffen. Besonders stark verbreitete sich der Sound in Bearbeitungen mit Basketballbezug. Ein zusätzlicher Popularisierungsschub entstand durch virale Videos, in denen Jugendliche den Ausdruck mit einer auffälligen Handbewegung wiederholten. Aus medienethischen Gründen reicht es für die Analyse, von einem Jugendlichen in einem viralen Video zu sprechen; der Name einer minderjährigen Person muss im Unterricht nicht hervorgehoben werden.

Die Entstehung ist also kein einzelner Moment, sondern eine Kette aus Song, Sound, Kurzvideo, Sportkultur, Nachahmung, Plattformalgorithmus und Gruppendynamik. Genau das macht das Phänomen für Medienbildung interessant.


Warum ist der Basketball-Kontext wichtig?

Ein Grund für die Verbreitung war die Verbindung zu Basketballvideos. Die Zahl „6-7“ ließ sich mit der Körpergröße eines bekannten Basketballspielers verbinden, der mit sechs Fuß sieben Zoll gelistet wird. Dadurch bekam ein zunächst rätselhaftes Songfragment einen spielerischen Anknüpfungspunkt. Memes funktionieren oft so: Ein Zeichen wird aus einem Ursprungskontext herausgelöst und in einen neuen Zusammenhang gesetzt. Dieser neue Zusammenhang muss nicht logisch eindeutig sein. Er muss nur wiedererkennbar, leicht wiederholbar und für eine Community anschlussfähig sein.


Memes verstehen

Ein Meme ist ein Inhalt, eine Form, eine Geste, ein Satz, ein Bild oder ein Ton, der sich durch Nachahmung und Veränderung verbreitet. Das klassische Internet-Meme besteht oft aus Bild und Text. Moderne Memes können aber auch aus Sounds, Tänzen, Reaktionsvideos, Filtern, Gesten, Kommentaren oder Schnittmustern bestehen. „6-7“ zeigt besonders gut, dass ein Meme nicht immer eine Pointe im klassischen Sinn braucht. Manchmal genügt ein minimaler Reiz, der durch Wiederholung, Rhythmus und Gruppenzugehörigkeit lustig wird.


Remixkultur

Remixkultur bedeutet, dass vorhandene Medienbausteine neu kombiniert werden. Bei „6-7“ können das ein Songausschnitt, eine Geste, ein Gesichtsausdruck, ein Basketballclip, ein Kommentar oder ein Klassenzimmermoment sein. Wer ein Meme erstellt, kopiert nicht einfach nur, sondern verändert den Kontext. Dadurch entstehen neue Bedeutungen. Im Unterricht ist es wichtig, zwischen kreativer Analyse und unerlaubter Weiterverwendung fremder Inhalte zu unterscheiden. Nicht jeder Song, jedes Bild und jedes Video darf ohne Erlaubnis veröffentlicht werden.


Virale Verbreitung

Ein Trend wird viral, wenn viele Menschen ihn sehen, wiedererkennen, weiterverbreiten und variieren. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube verstärken solche Prozesse durch Empfehlungen. Wenn viele Personen ein Video anschauen, liken, kommentieren, teilen oder nachahmen, kann ein Algorithmus ähnliche Inhalte häufiger anzeigen. Dadurch entsteht eine Rückkopplung: Sichtbarkeit erzeugt Nachahmung, Nachahmung erzeugt noch mehr Sichtbarkeit.


Warum bedeutungsarmer Slang funktionieren kann

Bedeutungsarmer Slang kann besonders stark wirken, weil er leicht zu verwenden ist. Man muss keine komplizierte Botschaft verstehen, sondern nur Rhythmus, Tonfall und Situation erkennen. Außerdem kann die Bedeutungsleere selbst komisch sein. Für Eingeweihte entsteht ein Gemeinschaftsgefühl; für Außenstehende entsteht Verwirrung. Diese Verwirrung kann den Trend sogar verstärken, weil viele Menschen nach der Bedeutung suchen, Erklärvideos ansehen oder selbst darüber sprechen.


„Brainrot“ kritisch einordnen

Der Begriff Brainrot wird online oft für Inhalte verwendet, die als absurd, repetitiv, nervig oder oberflächlich gelten. Bei „6-7“ wird dieser Begriff häufig genannt, weil der Ausdruck scheinbar nichts bedeutet und trotzdem ständig wiederholt werden kann. Trotzdem solltest Du vorsichtig sein: Wenn Erwachsene Jugendkultur pauschal als „Brainrot“ abwerten, übersehen sie oft, dass Jugendliche Sprache kreativ, ironisch und gemeinschaftsbildend einsetzen.


Brainrot ist kein medizinischer Befund

Brainrot ist kein wissenschaftlicher Diagnosebegriff. Er beschreibt eher ein Gefühl: Man sieht sehr viele schnelle, absurde und algorithmisch empfohlene Inhalte und hat den Eindruck, dass diese Inhalte Aufmerksamkeit binden, ohne viel Wissen zu vermitteln. In der Medienkompetenz geht es daher nicht darum, Memes zu verbieten, sondern zu fragen: Was macht der Inhalt mit meiner Aufmerksamkeit? Warum finde ich das lustig? Wer profitiert von der Verbreitung? Welche Daten, Sounds oder Urheberrechte sind beteiligt?


Zwischen Humor und Störung

In Schulen kann „6-7“ lustig sein, aber auch stören. Wenn ein Ausdruck ständig in unpassenden Momenten gerufen wird, wird aus einem Insider-Witz eine Unterbrechung. Deshalb ist eine gute Unterrichtsregel: Memes dürfen analysiert, kreativ genutzt und humorvoll besprochen werden, aber sie dürfen andere nicht abwerten, bloßstellen oder am Lernen hindern. Humor braucht Kontext, Respekt und Timing.


Sprachwissenschaftliche Perspektive

„6-7“ ist ein spannendes Beispiel für Jugendsprache, Soziolekt, Interjektion, Pragmatik und Semiotik. In der Semiotik unterscheidet man zwischen Zeichenform und Bedeutung. Die Zeichenform ist hier die Lautfolge „six seven“, die Schreibweise „6-7“ oder die Geste. Die Bedeutung entsteht nicht fest im Zeichen selbst, sondern im Gebrauch. Wer den Trend kennt, verbindet damit Videos, Sounds, Reaktionen und Gruppenerfahrungen.


Insider-Sprache

Jugendliche nutzen oft Ausdrücke, die Erwachsene nicht sofort verstehen. Das ist kein neues Phänomen. Schon frühere Generationen hatten eigene Wörter, Gesten, Musikstile und Codes. Der Unterschied besteht darin, dass digitale Plattformen solche Codes heute extrem schnell verbreiten. Ein Ausdruck kann morgens in einem Video auftauchen und wenige Tage später in Klassenzimmern, Sporthallen oder Familienchats diskutiert werden.


Bedeutung durch Gebrauch

Ein Wort muss nicht immer zuerst im Wörterbuch stehen, bevor es Bedeutung hat. In der Alltagssprache entsteht Bedeutung durch Gebrauch. Wenn viele Menschen einen Ausdruck ähnlich verwenden, kann sich eine Bedeutung stabilisieren. Bei „6-7“ ist gerade interessant, dass die Bedeutung nur teilweise stabil ist. Der Ausdruck bleibt absichtlich offen. Diese Offenheit macht ihn flexibel und anschlussfähig.


Medienethik und Verantwortung

Virale Trends betreffen echte Menschen. Wenn Jugendliche in Videos auftauchen, können sie plötzlich sehr bekannt werden, ohne die Folgen vollständig einschätzen zu können. Deshalb ist Medienethik wichtig. Im Unterricht sollte man keine minderjährigen Personen bloßstellen, keine privaten Namen unnötig verbreiten und keine Clips nachstellen, die andere lächerlich machen. Medienkompetent ist nicht, wer jeden Trend blind mitmacht, sondern wer Wirkung, Kontext und Verantwortung bedenkt.


Urheberrecht bei Sounds und Videos

Viele Memes nutzen Musik oder Ausschnitte aus Videos. Das heißt aber nicht, dass man diese Inhalte beliebig herunterladen, verändern und veröffentlichen darf. Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Plattformregeln spielen eine wichtige Rolle. Für schulische Projekte ist es sicherer, eigene Sounds zu erstellen, freie Medien von Wikimedia Commons zu nutzen oder nur mit kurzen, korrekt eingeordneten Beispielen im geschützten Unterrichtskontext zu arbeiten.


Unterrichtsidee: Meme-Analyse in vier Schritten

Du kannst „6-7“ mit einem einfachen Analysemodell untersuchen. Erstens beschreibst Du die Form: Was sieht, hört oder liest man? Zweitens untersuchst Du den Kontext: Woher kommt der Ausschnitt, auf welcher Plattform verbreitet er sich und wer nutzt ihn? Drittens analysierst Du die Funktion: Soll der Ausdruck lustig sein, Zugehörigkeit zeigen, provozieren oder Aufmerksamkeit erzeugen? Viertens bewertest Du die Wirkung: Wer lacht, wer ist genervt, wer wird sichtbar, wer wird vielleicht bloßgestellt?


Analysefragen

  1. Form: Welche Wörter, Sounds, Gesten, Schnitte oder Bilder gehören zum Trend?
  2. Kontext: Aus welchem Musik-, Sport-, Schul- oder Plattformzusammenhang stammt der Trend?
  3. Funktion: Welche soziale Aufgabe erfüllt der Ausdruck in einer Gruppe?
  4. Wirkung: Wer profitiert von der Verbreitung und wer könnte gestört oder verletzt werden?
  5. Verantwortung: Wie kann man den Trend besprechen, ohne Personen bloßzustellen oder Urheberrechte zu verletzen?


Medien

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=bFb7a1OO5jE |500|center}}

Das Video bietet einen Einstieg in das Kulturphänomen Meme und kann vor oder nach der Analyse von „6-7“ eingesetzt werden. Achte beim Anschauen darauf, welche Merkmale von Memes allgemein erklärt werden und welche davon auf „6-7“ passen.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=fnefunjG6zI |500|center}}

Dieses Video unterstützt die Einordnung von Algorithmus, Filterblase, Fake News und sozialer Medienlogik. Für „6-7“ ist besonders interessant, wie Plattformen Aufmerksamkeit erzeugen und ähnliche Inhalte immer wieder anzeigen können.


Zusammenfassung

„6-7“ ist ein viraler Ausdruck ohne feste Bedeutung. Das Phänomen verbindet Rap, Kurzvideo, Sport, Handgeste, Jugendsprache, Remixkultur und Algorithmus. Seine Wirkung entsteht nicht aus einer klaren Übersetzung, sondern aus Wiederholung, Wiedererkennung und Gruppenzugehörigkeit. Für die Schule ist „6-7“ ein gutes Beispiel, um Medienkompetenz zu trainieren: Du kannst daran untersuchen, wie digitale Trends entstehen, wie Sprache sich verändert, wie Humor funktioniert und warum verantwortlicher Umgang mit Medien wichtig ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt „6-7“ im Kontext digitaler Kultur am besten? (Ein virales Meme ohne feste Bedeutung) (!Eine mathematische Formel) (!Ein offizieller Fachbegriff der Psychologie) (!Eine feste Übersetzung für Zustimmung)




Mit welcher Plattform wurde die Verbreitung von „6-7“ besonders stark verbunden? (TikTok) (!Teletext) (!Fax) (!Schreibmaschine)




Welche Rolle spielte Musik bei der Verbreitung von „6-7“? (Ein Songfragment wurde in Kurzvideos wiederverwendet) (!Eine Oper wurde im Radio verboten) (!Ein klassisches Konzert erfand den Ausdruck) (!Ein Schulbuch druckte die Zahl zuerst ab)




Warum ist „6-7“ für Medienbildung interessant? (Es zeigt, wie Trends durch Remix und Algorithmen viral werden) (!Es beweist, dass Zahlen keine Bedeutung haben können) (!Es ersetzt die Analyse von Quellen) (!Es ist ausschließlich ein mathematisches Thema)




Was bedeutet „Brainrot“ in diesem Zusammenhang am ehesten? (Eine ironische oder abwertende Bezeichnung für repetitive Online-Inhalte) (!Eine medizinische Diagnose für jeden Meme-Gebrauch) (!Ein offizielles Schulfach) (!Ein geschützter Markenname für Lernvideos)




Welche Aussage zu Memes ist richtig? (Memes verbreiten sich durch Nachahmung und Veränderung) (!Memes dürfen niemals verändert werden) (!Memes bestehen immer nur aus gedrucktem Text) (!Memes sind grundsätzlich ohne Kontext verständlich)




Was ist bei viralen Videos mit Jugendlichen besonders wichtig? (Persönlichkeitsrechte und Schutz vor Bloßstellung) (!Möglichst viele private Daten zu sammeln) (!Namen minderjähriger Personen immer zu nennen) (!Videos ohne Nachdenken weiterzuleiten)




Welche Funktion kann „6-7“ in einer Gruppe haben? (Es kann Zugehörigkeit und Insider-Wissen zeigen) (!Es ersetzt jede Form von Grammatik) (!Es beendet automatisch jede Diskussion) (!Es ist immer eine Beleidigung)




Was beschreibt Remixkultur am besten? (Vorhandene Medienbausteine werden neu kombiniert) (!Alle Medien werden gelöscht) (!Nur Originale ohne Veränderung sind erlaubt) (!Ein Algorithmus verbietet Kreativität)




Welche Frage gehört zu einer kritischen Meme-Analyse? (Welche Wirkung hat der Trend auf verschiedene Personen?) (!Wie kann ich möglichst unkritisch alles teilen?) (!Wie vermeide ich jeden Kontext?) (!Wie mache ich andere lächerlich?)





Memory

6-7 Viraler Insider-Witz
Meme Wiederholbarer Medienbaustein
Algorithmus Empfehlungssystem
Remixkultur Neukombination vorhandener Inhalte
Brainrot Ironische Kritik an Online-Überfluss
Jugendsprache Gruppensprache junger Menschen
Handgeste Körperliche Meme-Form
Medienethik Verantwortung im Umgang mit Inhalten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Songfragment Musikalischer Ursprung
Kurzvideo Plattformformat
Handgeste Körperliche Nachahmung
Insider-Witz Gruppenzugehörigkeit
Algorithmus Verstärkte Sichtbarkeit
Medienethik Verantwortung gegenüber Personen
Urheberrecht Schutz fremder Werke






Kreuzworträtsel

Meme Wie nennt man einen wiederholbaren Medieninhalt, der durch Nachahmung und Veränderung verbreitet wird?
Slang Wie nennt man informelle Sprache, die oft in Gruppen verwendet wird?
Remix Wie nennt man die kreative Neukombination vorhandener Medienbausteine?
TikTok Welche Kurzvideo-Plattform war besonders wichtig für die Verbreitung?
Kontext Was braucht man, um die Funktion eines Ausdrucks in einer Situation zu verstehen?
Ethik Welcher Bereich fragt nach Verantwortung, Respekt und Folgen des Handelns?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

„6-7“ ist ein virales

und hat keine feste

. Der Ausdruck wurde besonders durch

verbreitet. Viele Nutzerinnen und Nutzer verbinden ihn mit einem

und einer auffälligen

. Seine Wirkung entsteht durch Wiederholung, Wiedererkennung und

. Für die Medienbildung ist wichtig, dass man nicht nur lacht, sondern auch nach

, Urheberrecht und Verantwortung fragt. Der Begriff

beschreibt dabei keine medizinische Diagnose, sondern eine oft ironische Kritik an sehr repetitiven Online-Inhalten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Meme-Tagebuch: Beobachte drei Tage lang, welche Memes oder Slang-Ausdrücke Dir begegnen. Notiere, wo sie auftauchen, wer sie nutzt und ob Du sie sofort verstehst.
  2. Begriffsklärung: Erkläre einer Person, die „6-7“ nicht kennt, warum der Ausdruck keine feste Bedeutung hat. Verwende ein eigenes Beispiel.
  3. Kontextkarte: Zeichne eine kleine Karte mit den Begriffen Song, Kurzvideo, Handgeste, Schule, Algorithmus und Insider-Witz. Verbinde die Begriffe mit Pfeilen.
  4. Humorgrenze: Schreibe fünf Regeln auf, wann ein Meme im Klassenraum lustig sein kann und wann es störend oder unfair wird.


Standard

  1. Meme-Analyse: Analysiere ein aktuelles Meme mit den vier Schritten Form, Kontext, Funktion und Wirkung. Vergleiche es anschließend mit „6-7“.
  2. Interview: Befrage drei Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen, was sie unter „6-7“, „Meme“ oder „Brainrot“ verstehen. Werte die Unterschiede aus.
  3. Urheberrecht-Check: Erstelle eine Checkliste für ein schulisches Meme-Projekt. Berücksichtige Musik, Bilder, Personen im Video und Veröffentlichung.
  4. Algorithmus-Erklärung: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, wie Likes, Kommentare, Teilen und Wiederholung einen Trend verstärken können.


Schwer

  1. Sprachwissenschaftliche Analyse: Untersuche „6-7“ als Beispiel für Pragmatik. Erkläre, warum Bedeutung im Gebrauch entsteht und nicht nur im Wörterbuch.
  2. Medienethik-Projekt: Entwickle einen Leitfaden für den respektvollen Umgang mit viralen Videos, in denen Minderjährige vorkommen.
  3. Kreativer Remix: Erfinde ein eigenes schulgeeignetes Meme ohne fremde Musik und ohne private Personen. Dokumentiere, welche Elemente wiederholbar sind.
  4. Debatte: Bereite eine Pro-und-Contra-Diskussion zur Aussage vor: „Brainrot ist nur Unsinn und gehört nicht in den Unterricht.“ Nutze Beispiele und Gegenargumente.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem anderen Internettrend, wie ein bedeutungsarmer Ausdruck trotzdem soziale Bedeutung bekommen kann.
  2. Fallbeispiel Schule: Eine Klasse ruft ständig „6-7“ in unpassenden Momenten. Entwickle eine Lösung, die Humor zulässt, aber Unterricht schützt.
  3. Quellenbewertung: Vergleiche ein Erklärvideo, einen Lexikoneintrag und einen Social-Media-Kommentar zu einem Trend. Welche Quelle ist wofür geeignet?
  4. Ethikentscheidung: Du findest ein lustiges Video mit einer minderjährigen Person. Entscheide, ob Du es teilen würdest, und begründe Deine Entscheidung.
  5. Algorithmus-Modell: Beschreibe, warum ein kurzer Sound häufiger viral werden kann als ein langer Sachtext. Beziehe Plattformlogik und Aufmerksamkeit ein.
  6. Sprachwandel: Erkläre, warum Erwachsene neue Jugendsprache oft als sinnlos wahrnehmen, obwohl sie für Jugendliche eine soziale Funktion haben kann.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu „6-7“ und viraler Internetkultur solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge verstehst. Wichtig sind eine klare Erklärung des Phänomens, eine reflektierte Meme-Analyse, ein verantwortlicher Umgang mit Personenrechten und Urheberrecht sowie eine begründete Einschätzung der Wirkung auf Schule, Gruppe und Aufmerksamkeit.

  1. Sachkompetenz: Du erklärst Ursprung, Verbreitung und Bedeutungsleere des Trends sachlich.
  2. Analysekompetenz: Du untersuchst Form, Kontext, Funktion und Wirkung eines Memes.
  3. Urteilskompetenz: Du bewertest Chancen und Risiken viraler Trends differenziert.
  4. Handlungskompetenz: Du entwickelst Regeln für verantwortliches Teilen, Remixen und Kommentieren.
  5. Kreativkompetenz: Du gestaltest ein eigenes medienethisch unproblematisches Beispiel.
  6. Reflexionskompetenz: Du beschreibst, wie Gruppenzugehörigkeit, Humor und Algorithmen Deine Wahrnehmung beeinflussen.




OERs zum Thema



Quellen und Recherchehinweise

  1. Wikipedia: Der Wikipedia-Artikel zu 6-7 (Meme) bietet einen schnellen Überblick über Ursprung, Verbreitung und Rezeption.
  2. Wikimedia Commons: Freie Medien wie Datei:67 meme gesture.webm, , und eignen sich zur medienpädagogischen Veranschaulichung.
  3. Wörterbuch: Slang-Einträge von englischsprachigen Wörterbüchern können zeigen, wie digitale Ausdrücke dokumentiert werden, auch wenn ihre Bedeutung offen bleibt.
  4. Medienforschung: Studien zu Jugendlichen und sozialen Medien helfen, Trends nicht nur anekdotisch, sondern gesellschaftlich einzuordnen.
  5. Unterricht: Für schulische Projekte sollten freie Medien, eigene Materialien und klare Regeln zum Persönlichkeitsrecht bevorzugt werden.


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