Wolle Kriwanek - Stuttgart kommt!

Wolle Kriwanek - Stuttgart kommt!
Wolle Kriwanek – Stuttgart kommt!
Thema: Wolle Kriwanek, Stuttgart kommt!, Schwabenrock, regionale Identität, Stadionkultur und Stuttgarter Musikgeschichte
Niveau: Sekundarstufe I ab Klasse 8, Sekundarstufe II, berufliche Bildung und Studium mit Schwerpunkt Musik, Deutsch, Dialekt, Populäre Musik, Regionalgeschichte und Fußballkultur.

Wolle Kriwanek links und Paul Vincent rechts bei einem Auftritt 1992. Das auf Wikimedia Commons geführte Bild steht unter CC BY-SA 3.0.
Einleitung
Stuttgart kommt! ist ein 1996 veröffentlichtes Vereinslied von Wolle Kriwanek für den VfB Stuttgart. Der Titel gehört heute fest zur Stadionshow des Vereins; nach Angaben des SWR ist er seit dem ersten Spieltag der Saison 2022/2023 die offizielle Stadionhymne. Kriwanek war bereits seit den 1970er Jahren als einer der frühen und prägenden Vertreter des Schwabenrocks bekannt: Er verband Blues und Rock mit schwäbischer Sprache, regionalen Alltagsthemen und häufig humorvollen Beobachtungen.[1][2][3]
Das Lied eignet sich besonders gut für eine Unterrichtseinheit über die Frage, wie Musik regionale Identität erzeugt. Im Mittelpunkt stehen deshalb nicht nur Melodie und Form, sondern auch Sprache, Publikum, Stadionritual, Stadtbilder und lokale Musikgeschichte. Wichtig ist eine genaue Unterscheidung: Stuttgart kommt! gehört biografisch und kulturell in die Tradition des Schwabenrocks, sein veröffentlichter Text ist aber deutlich standarddeutscher als viele ältere Kriwanek-Lieder. Der regionale Charakter entsteht daher nicht allein durch ausgeschriebenen Dialekt, sondern auch durch Kriwaneks Stimme und Idiom, den Stuttgart- und VfB-Bezug, regionale Symbole sowie die gemeinschaftliche Aufführung im Stadion.
Urheberrechtlicher Hinweis: Dieser aiMOOC enthält keinen vollständigen Songtext, keine vollständige Partitur und keine Transkription der geschützten Melodie. Zur Textanalyse wird nur ein sehr kurzes Zitat verwendet. Die Score-Beispiele sind neu geschaffene Lehrbeispiele und bilden die Melodie von Stuttgart kommt! nicht nach.
Hörbeispiel über „Wolle Kriwanek – Topic“, von YouTube als Veröffentlichung von Bell Music bereitgestellt. Für den Unterricht eignet sich das Video zum gezielten Hören; nicht herunterladen oder neu hochladen.
Wolle Kriwanek: Biografie und musikalisches Profil
Wolfgang „Wolle“ Kriwanek wurde am 29. Dezember 1949 in Stuttgart-Stammheim geboren und starb am 20. April 2003 in Backnang. Er verband als einer der frühen deutschen Musiker Blues und Rock mit schwäbischen Texten. Erste Wettbewerbserfolge hatte er bereits als junger Musiker; 1975 gewann er beim SDR einen Wettbewerb als „Bester Liedermacher von Baden-Württemberg“. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitete er eng mit dem Gitarristen, Komponisten und Arrangeur Paul Vincent zusammen.[1]
Kriwaneks Repertoire kreiste häufig um die Lebenswelt gewöhnlicher Menschen, regionale Alltagskultur, Technikbegeisterung, Verkehr, Arbeit, Konsum und kleine Träume. Charakteristisch war dabei eine Mischung aus Bluesrock, Wortwitz, Dialekt und liebevoller Ironie. Songs wie Stroßaboh, UFO oder Reggae di uff? zeigen diese Verbindung besonders deutlich. Stuttgart kommt! ist dagegen stärker auf kollektives Mitsingen und das Ritual eines Fußballspiels zugeschnitten.

Kriwaneks Elternhaus in Stuttgart-Stammheim. Foto: Thilo Parg, CC BY-SA 3.0.

Die Wolle-Kriwanek-Straße in Stuttgart-Stammheim erinnert seit 2009 an den Musiker. Foto: Thilo Parg, CC BY-SA 3.0.
Schwabenrock und Dialektrock
Schwobarock bezeichnet Rockmusik mit schwäbischen oder verwandten alemannischen Sprachformen. Ab Mitte der 1970er Jahre wurden Wolle Kriwanek sowie Gruppen wie Grachmusikoff und Schwoißfuaß zu wichtigen Vertretern dieser regionalen Rockkultur. Schwabenrock muss dabei nicht immer in „breitestem“ Dialekt geschrieben sein: Zwischen stark dialektaler Mundart und standardnaher regionaler Umgangssprache gibt es viele Abstufungen.[4]
Für die Analyse von Stuttgart kommt! ist genau diese Abstufung wichtig. Die schriftlich überlieferten Liedzeilen sind überwiegend standarddeutsch. Dialektrock zeigt sich hier deshalb vor allem als kultureller Rahmen: Ein als Schwabenrocker bekannter Sänger singt über seine Stadt und seinen Verein für ein regionales Publikum. Aussprache, Stimmklang, lokale Referenzen und das Wissen um Kriwaneks Gesamtwerk färben die Wahrnehmung des Liedes regional, auch wenn nicht jede Zeile orthografisch schwäbisch geschrieben ist.
Merksatz: Dialekt in Popmusik ist nicht nur eine Frage der Schreibweise. Auch Aussprache, Rhythmus, lokale Wörter, Themen, soziale Zugehörigkeit und die Situation der Aufführung können regionale Sprache hörbar machen.
Entstehung und Veröffentlichung von Stuttgart kommt!
Der VfB Stuttgart suchte in den 1990er Jahren nach einem Lied, das von den Fans gemeinsam gesungen werden konnte. Berichten zufolge sollte Kriwanek zunächst beratend mitwirken, entschied sich dann aber dafür, selbst ein Stück zu schreiben. In späteren Familien- und Medienberichten wird erzählt, dass die Idee 1996 während eines Urlaubs in Kroatien entstand; diese Einzelheit wird als überlieferte Entstehungsgeschichte beziehungsweise Legende berichtet und sollte nicht mit einer zeitgenössischen Studiendokumentation verwechselt werden.[5][3]
Die Single erschien 1996 bei Bell Records. Veröffentlichungsdatenbanken führen neben der Hauptfassung auch Instrumentalmixe und eine kurze „Fan-Power“-Fassung; die YouTube-Topic-Veröffentlichung nennt Bell Music als Rechteinhaber der digitalen Ausgabe und führt Kriwanek, Gunia und Brehmen als Songwriter auf.[6][7]
Nach einer längeren Phase, in der das Lied im Stadion weniger präsent war, wurde es zur Saison 2022/2023 wieder fest in die Stadionshow aufgenommen. Der VfB bezeichnet es auf seiner eigenen Website als Stadion-Hymne; der SWR berichtet, dass es seit dem ersten Spieltag 2022/2023 offiziell diese Funktion hat.[8][3]
Stuttgart-Bezug: Stadt, Neckar und Stadion
Das Lied arbeitet mit wenigen, leicht erkennbaren regionalen Zeichen. Dazu gehören der Vereinsname, die Vereinsfarben und der Neckar. Ein kurzes, für die Analyse zulässiges Textzitat lautet: „Der Neckar, der wird weiterfließen“. Das Bild des Flusses verbindet die Gegenwart des Spiels mit der Vorstellung von Kontinuität: Einzelne Spiele enden, Spieler wechseln, doch Stadt, Fluss und Fan-Gemeinschaft werden als dauerhafter Rahmen vorgestellt.[8]

Der Neckar bei Stuttgart-Bad Cannstatt. Foto: R. Kaelcke, CC BY-SA 3.0. Der Fluss ist im Lied ein starkes Ortszeichen.
Auch der Spielort prägt die Bedeutung. Ein Stadionsong wird nicht nur gehört, sondern körperlich erlebt: tausende Menschen stehen dicht zusammen, halten Schals, antworten, klatschen und singen. Dadurch wird das Lied zu einem Ritual und zu einem Beispiel dafür, wie Musik soziale Räume schafft.

Innenansicht des Stuttgarter Stadions 2011. Foto: Markus Unger, CC BY 2.0.

Stadionansicht in Stuttgart-Bad Cannstatt. Foto: Martin Hahn, CC0.
Offizieller VfB-Stuttgart-Kanal: Stuttgart kommt beim DFB-Pokalfinale 2025. Das Beispiel zeigt besonders gut, wie ein aufgezeichneter Song in eine reale Massensituation übergeht.
Regionale Identität
Regionale Identität entsteht, wenn Menschen Orte, Sprache, Geschichte, Symbole und gemeinsame Erfahrungen auf sich beziehen. Ein Lied kann dabei wie ein akustisches Erkennungszeichen funktionieren. Bei Stuttgart kommt! greifen mehrere Ebenen ineinander:
- Ort: Stuttgart und der Neckarraum werden als gemeinsamer Bezugspunkt markiert.
- Verein: Der VfB dient als sozialer Treffpunkt für Menschen mit sehr unterschiedlichen Biografien.
- Sprache: Kriwaneks schwäbische Künstleridentität klingt als kultureller Hintergrund mit.
- Ritual: Das gemeinsame Singen vor dem Spiel verwandelt eine Aufnahme in eine kollektive Handlung.
- Erinnerungskultur: Nach Kriwaneks Tod wurde das Lied zugleich Teil seines musikalischen Vermächtnisses.
Ein wichtiger Analysegedanke lautet: Regionale Identität ist nicht naturgegeben. Sie wird immer wieder hergestellt – zum Beispiel durch Erzählungen, Dialekt, Musik, Bilder, Sportveranstaltungen, Medien und gemeinsame Rituale.

Schlossplatz und Neues Schloss in Stuttgart. Foto: Zavijava2, CC BY-SA 3.0. Stadtbilder können ähnlich wie Musik zu Trägern regionaler Identität werden.
Humor: typisch für Kriwanek, aber im Hymnenlied anders dosiert
Humor ist ein wichtiges Merkmal von Kriwaneks Gesamtwerk. In vielen älteren Liedern beobachtete er Alltagssituationen, Statusdenken oder Technikbegeisterung mit Ironie und Wortspielen. Bei Stuttgart kommt! steht diese satirische Seite jedoch weniger im Vordergrund. Das Lied ist stärker direkt, gemeinschaftlich und hymnisch.
Gerade dieser Unterschied ist didaktisch interessant: Ein Künstler muss nicht in jedem Werk alle bekannten Stilmerkmale gleich stark verwenden. Bei einer Stadionhymne zählen Verständlichkeit, Wiederholung, kurze Antworten und ein gemeinsamer emotionaler Höhepunkt stärker als eine komplizierte Pointe. Humor zeigt sich eher in lockerer, selbstbewusster Ansprache und in Kriwaneks bodenständigem Auftreten als in ausführlicher Satire.
Musikalische Analyse
Die genaue geschützte Melodie wird hier nicht notiert. Stattdessen untersuchst Du hörend und beschreibend, wie das Stück als Stadionlied funktioniert.
Form und Beteiligung: Der SWR beschreibt ein einfaches Frage-Antwort-Prinzip: Kriwanek gibt eine Fragezeile vor, die Menge antwortet rhythmisch. Dieses Call and Response ist aus vielen Musiktraditionen bekannt und besonders wirksam, wenn große Gruppen ohne Probe teilnehmen sollen.[3]
Wiederholung: Kurze wiederkehrende Blöcke erleichtern Orientierung und Mitsingen. Im Stadion ist das entscheidend, weil Akustik, Entfernung und Publikumsgeräusch feine Details überdecken können.
Rhythmus und Puls: Der Song arbeitet mit einem stabilen Rock-/Pop-Puls. Für Deine Höranalyse ist weniger eine exakte Zahl wichtig als die Frage, ob Du den Grundschlag sofort mitklatschen kannst und wo die Antworten der Menge einsetzen.
Klangfarbe: Veröffentlicht wurden ausdrücklich Fassungen mit Chor- und „Fan-Power“-Elementen. Damit wird das Publikum nicht nur als Empfänger, sondern als Teil des Klangbilds gedacht.[6]
Melodische Zugänglichkeit: Stadiongesang profitiert von kurzen, prägnanten Motiven und überschaubaren Tonräumen. Prüfe am Hörbeispiel, an welchen Stellen viele Menschen ohne instrumentale Hilfe weiter singen können. Beschreibe Deine Beobachtung, ohne die Originalmelodie auszuschreiben.
Score: kurze selbst geschaffene Analysebeispiele
Die folgenden Beispiele sind keine Transkriptionen von Stuttgart kommt!. Sie sind neu erfundene Miniaturen, die lediglich musikalische Prinzipien veranschaulichen.
Beispiel 1: Frage und kurze Gruppen-Antwort
Im ersten Beispiel steht ein etwas längerer „Ruf“ einer knappen Antwort gegenüber. Genau dieses Verhältnis kannst Du anschließend im Original hörend untersuchen.

Hörauftrag: Klatsche zunächst nur die Eins jedes Taktes. Sprich danach auf die kurzen Pausen eine eigene Gruppen-Antwort. Beobachte, warum rhythmische Eindeutigkeit gemeinsames Mitmachen erleichtert.
Beispiel 2: Gerader Rock-Puls als Lehrmodell

Dieses Bassmodell ist frei erfunden. Es zeigt nur, wie gleichmäßige Viertel einen stabilen Boden für gemeinsames Singen schaffen können.
Beispiel 3: Wiederholung und Steigerung

Die Miniatur wiederholt zunächst eine ähnliche Idee und erweitert sie dann. Übertrage dieses Prinzip auf Stadionmusik: Welche Wirkung entsteht, wenn ein Motiv wiederkehrt und anschließend verstärkt oder von mehr Stimmen übernommen wird?
Inhaltserschließung ohne vollständigen Songtext
Der Inhalt lässt sich in drei Funktionen zusammenfassen. Erstens benennt das Lied den VfB als gemeinsames Zentrum. Zweitens stellt es eine Verbindung zwischen Verein, Stadt und Region her. Drittens richtet es sich direkt an eine singende Gemeinschaft. Dadurch ist der Text weniger eine erzählte Geschichte als eine Folge von Anrufungen, Antworten und Bekräftigungen.
Da das Lied deutschsprachig ist, ist keine fremdsprachige Übersetzung nötig. Für die sprachliche Erschließung ist stattdessen interessant, wie standarddeutsche Formulierungen, regionale Aussprache und schwäbische Künstleridentität zusammenwirken. Übersetze daher nicht Zeile für Zeile, sondern formuliere den Sinn in eigenen Worten: Die Gemeinschaft erklärt öffentlich ihre Zugehörigkeit zu Stadt und Verein und bestätigt diese Zugehörigkeit im gemeinsamen Gesang.
Lokale Musikgeschichte: Vom Schwabenrock zur Stadionhymne
Kriwaneks Weg zeigt mehrere Stationen südwestdeutscher Popgeschichte. In den 1970er Jahren war Rockmusik in regionalem Dialekt noch keineswegs selbstverständlich. Kriwanek sowie später Grachmusikoff und Schwoißfuaß machten schwäbische Sprache auf Rockbühnen sichtbar und hörbar. Die Dialektwahl konnte Nähe erzeugen, weil Alltagserfahrungen nicht in einer künstlich neutralen Standardsprache erzählt werden mussten.[4][2]
Kriwanek engagierte sich außerdem institutionell für die regionale Musikszene. Er war 1996 erster Vorsitzender der Rockstiftung Baden-Württemberg; aus dem Umfeld dieser Nachwuchsförderung entwickelte sich später die Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim.[1]
Stuttgart kommt! steht am Ende dieser Entwicklung nicht als typischer 1970er-Jahre-Dialektblues, sondern als spätes Beispiel dafür, wie ein regional verwurzelter Musiker seine Sprache und Haltung in ein neues Format überträgt: die Fußballhymne.
Medienkompetenz und rechtssicherer Umgang
Für diesen aiMOOC werden Bilder aus Wikimedia Commons mit klar ausgewiesenen freien Lizenzen beziehungsweise CC0 verwendet. Bei Weiterverwendung außerhalb des Wikis musst Du die jeweilige Dateiseite und ihre Lizenzbedingungen beachten. Besonders bei CC-BY- und CC-BY-SA-Lizenzen gehören Urhebername und Lizenzangabe zur korrekten Nutzung.
Die YouTube-Hörbeispiele werden nur eingebettet. Das erste stammt aus dem von YouTube automatisch erzeugten Topic-Kanal mit Bell-Music-Rechteangabe, das zweite aus dem offiziellen Kanal des VfB Stuttgart. Ein Embed bedeutet nicht, dass die Aufnahme frei lizenziert ist. Kopiere oder lade die Musik daher nicht neu hoch.
Für den Songtext gilt: Ein kurzes Zitat kann bei erfüllten Voraussetzungen des Zitatrechts zulässig sein; sein Umfang muss durch den konkreten Zitatzweck gerechtfertigt sein. Deshalb wird hier nur eine sehr kurze Passage analysiert und kein vollständiger geschützter Songtext wiedergegeben. Auch die Score-Beispiele vermeiden die Originalmelodie vollständig.
Medienübersicht und Lizenzen
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Jahr wurde Stuttgart kommt! erstmals veröffentlicht? (1996) (!1976) (!1986) (!2006)
Welche Funktion hat Stuttgart kommt! heute beim VfB Stuttgart? (Stadionhymne) (!Nationalhymne) (!Werbejingle der Stadtverwaltung) (!Pausenmusik eines Theaters)
Welche musikalische Technik unterstützt im Lied das Mitmachen großer Gruppen besonders? (Call and Response) (!Zwölftontechnik) (!Fuge) (!Rezitativ ohne Puls)
Welche Musikrichtung ist besonders mit Wolle Kriwanek verbunden? (Schwabenrock) (!Barockoper) (!Techno) (!Bebop)
Welcher Fluss dient im Lied als regionales Symbol? (Neckar) (!Rhein) (!Elbe) (!Oder)
Warum ist Stuttgart kommt! nicht einfach als stark ausgeschriebener Dialektsong zu beschreiben? (Der veröffentlichte Text ist überwiegend standarddeutsch) (!Das Lied ist vollständig instrumental) (!Der Text ist ausschließlich englisch) (!Der Sänger stammt aus Norddeutschland)
Was ist an den Score-Beispielen in diesem aiMOOC besonders wichtig? (Sie sind neu geschaffene Lehrbeispiele) (!Sie geben die komplette Originalmelodie wieder) (!Sie sind Scans der Originalpartitur) (!Sie ersetzen das Hörbeispiel)
Welche Rolle spielt das Stadion für die Bedeutung des Liedes? (Es macht das Lied zu einem gemeinschaftlichen Ritual) (!Es verhindert jedes Mitsingen) (!Es löst den regionalen Bezug auf) (!Es macht den Text fremdsprachig)
Wie wird Humor bei Stuttgart kommt! im Vergleich zu vielen anderen Kriwanek-Liedern beschrieben? (Er ist weniger satirisch und stärker gemeinschaftlich) (!Er ist das einzige musikalische Element) (!Er besteht aus langen politischen Reden) (!Er fehlt in Kriwaneks Gesamtwerk vollständig)
Welche Aussage beschreibt regionale Identität im aiMOOC am treffendsten? (Sie wird durch Orte Sprache Symbole Musik und gemeinsame Praxis hergestellt) (!Sie ist ausschließlich eine Frage der Postleitzahl) (!Sie hängt nur von Instrumenten ab) (!Sie entsteht ohne soziale Gemeinschaft)
Memory
| Wolle Kriwanek | Schwabenrock |
| Stuttgart | regionale Identität |
| Neckar | Ortsbezug |
| Stadion | gemeinsames Ritual |
| Call and Response | Frage und Antwort |
| Paul Vincent | langjähriger musikalischer Partner |
| CC BY-SA | freie Lizenz mit Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schwabenrock | Rockmusik mit schwäbischer oder verwandter regionaler Sprache |
| Call and Response | Wechsel von Vorsänger und Gruppenantwort |
| Neckar | regionales Symbol im Stuttgart-Bezug |
| Stadionritual | wiederkehrende gemeinschaftliche Handlung vor dem Spiel |
| Wikimedia Commons | Quelle frei lizenzierter Medien mit ausgewiesenen Nutzungsbedingungen |
Kreuzworträtsel
| Kriwanek | Wie lautet der Nachname des Sängers von Stuttgart kommt? |
| Stuttgart | Welche Stadt steht im Zentrum des Liedes? |
| Neckar | Welcher Fluss ist ein wichtiges regionales Symbol? |
| Dialekt | Welche Sprachform prägt Kriwaneks künstlerischen Hintergrund? |
| Stadion | An welchem Ort wird das Lied als gemeinschaftliches Ritual besonders wirksam? |
| Rockmusik | Zu welcher großen Musikfamilie gehört Schwabenrock? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre das offizielle Hörbeispiel zweimal. Notiere beim ersten Durchgang nur Deine Eindrücke, beim zweiten konkrete Beobachtungen zu Puls, Wiederholung, Chor und Frage-Antwort-Struktur.
- Stadtklang: Sammle fünf Geräusche, Wörter oder Musikstile, die Du mit Stuttgart oder Deiner eigenen Region verbindest. Begründe Deine Auswahl.
- Dialekt und Standardsprache: Suche drei Beispiele aus Alltag oder Medien, in denen regionale Aussprache trotz weitgehend standarddeutscher Wörter hörbar bleibt.
- Bildanalyse: Wähle eines der Commons-Bilder dieses aiMOOCs und erkläre, wie es den regionalen Bezug des Liedes visuell ergänzt.
Standard
- Stadionhymne: Vergleiche Stuttgart kommt! mit einer anderen Vereins- oder Stadionshymne. Untersuche Beteiligung, Wiederholung, Ortsbezug und musikalische Zugänglichkeit, ohne längere Songtexte zu kopieren.
- Schwabenrock: Erstelle eine Zeitleiste von den 1970er Jahren bis heute mit Wolle Kriwanek, Grachmusikoff, Schwoißfuaß und mindestens zwei neueren regionalsprachigen Acts.
- Interview: Befrage zwei Menschen aus unterschiedlichen Generationen dazu, welche Lieder sie mit Stuttgart, Schwaben oder ihrem Heimatort verbinden. Werte Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus.
- Eigener Refrain: Schreibe einen vollständig eigenen, acht Takte langen Refrain über Deinen Ort. Nutze keine Melodie und keine Textbausteine aus Stuttgart kommt!. Markiere Stellen für Gruppenantworten.
Schwer
- Musikanalyse: Entwickle aus dem Hörbeispiel eine Formskizze mit Zeitmarken. Beschreibe Abschnitte, Dynamik und Beteiligung, ohne die geschützte Melodie zu notieren.
- Regionale Identität: Verfasse einen Essay zur Frage, ob eine Fußballhymne regionale Identität nur ausdrückt oder aktiv mit hervorbringt. Nutze mindestens drei Quellen.
- Medienrecht: Erstelle für eine fiktive Schulwebseite ein Medienkonzept. Entscheide für jedes Bild, Video und Zitat, ob Einbettung, freie Lizenz, Quellenangabe oder Verzicht notwendig ist.
- Feldforschung: Beobachte – vor Ort oder anhand offizieller Aufnahmen – die Verwendung eines Stadionsongs. Analysiere Körperhaltung, Mitsingen, Schalrituale, Lautstärkeverlauf und den Übergang zwischen Aufnahme und Publikumsgesang.


Lernkontrolle
- Transfer Dialektrock: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie regionale Identität musikalisch hörbar werden kann, auch wenn ein Text nur wenig Dialektschreibweise enthält.
- Funktion und Form: Begründe, warum Call and Response, Wiederholung und klarer Puls für eine Stadionhymne funktional sein können. Übertrage Deine Argumentation anschließend auf Demonstrations-, Kirchen- oder Fangesänge.
- Quellenkritik: Die Erzählung von der Entstehung am Strand in Kroatien wird in späteren Berichten wiederholt. Entwickle Kriterien, mit denen Du zwischen gesichertem Veröffentlichungsdatum, Familienerinnerung und Legendenbildung unterscheidest.
- Humor und Genre: Vergleiche die Funktion von Humor in einem älteren Kriwanek-Lied mit der eher hymnischen Funktion von Stuttgart kommt!. Erkläre, warum ein Künstler innerhalb eines Genres unterschiedliche Tonlagen verwenden kann.
- Stadt und Musik: Untersuche, wie ein konkretes geografisches Zeichen wie ein Fluss, ein Stadion oder ein Stadtteil in Musik zum Symbol werden kann. Übertrage das auf Deine eigene Region.
- Urheberrecht und Analyse: Entwirf eine rechtlich vorsichtige Unterrichtsfolie zu einem urheberrechtlich geschützten Song. Begründe, warum kurze Zitate, Links oder Embeds anders zu behandeln sind als vollständige Lyrics oder Partituren.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du:
- Wolle Kriwanek historisch in den Schwabenrock und die südwestdeutsche Popgeschichte einordnen kannst.
- die Veröffentlichungsgeschichte von Stuttgart kommt! in Grundzügen kennst und zwischen 1996er Veröffentlichung und späterer Wiederaufnahme als Stadionhymne unterscheiden kannst.
- Call and Response, Wiederholung, Puls, Chorwirkung und Stadionkontext als funktionale musikalische Merkmale erklären kannst.
- den Stuttgart-Bezug über Verein, Neckar, Stadtbilder, Sprache und Ritual analysieren kannst.
- regionale Identität nicht als feste Eigenschaft, sondern als kulturell hergestellte Zugehörigkeit diskutieren kannst.
- den Stellenwert von Dialekt differenziert beurteilen kannst, besonders den Unterschied zwischen Kriwaneks schwäbischer Künstlertradition und dem vergleichsweise standardnahen Text dieses Liedes.
- Humor im Gesamtwerk Kriwaneks von der stärker hymnischen Funktion dieses Songs unterscheiden kannst.
- bei geschützten Songs zwischen Analyse, kurzem Zitat, freiem Medium, Embed und unzulässiger vollständiger Übernahme unterscheiden kannst.
- eigene musikalische Beispiele entwickeln kannst, ohne geschützte Melodien oder Texte zu kopieren.
Quellen und weiterführende Medien
- VfB Stuttgart: Stadionshow – offizielle Vereinsseite zur Verwendung von Stuttgart kommt!.
- SWR Sport: Stuttgart kommt – das Vermächtnis von Wolle Kriwanek – Entstehungsüberlieferung, Stadionfunktion und Wiederaufnahme.
- SWR Kultur: Unvergessener Schwabenrock-Pionier – biografischer und musikgeschichtlicher Kontext.
- Wikipedia: Wolle Kriwanek – Biografie, musikalische Laufbahn und Diskografie.
- Wikipedia: Schwobarock – Definition und Geschichte des Genres.
- Indeon: Die Geschichte der VfB-Hymne – Entstehungserzählung und Fanperspektive.
- FC45 Fußballmediathek: Stuttgart kommt! – bibliografische Angaben zur 1996er Single und ihren Mixfassungen.
- Wolle Kriwanek – Topic: Stuttgart kommt! – von YouTube bereitgestellter Topic-Upload mit Bell-Music-Metadaten.
- VfB Stuttgart 1893: Stuttgart kommt beim DFB-Pokalfinale – offizieller Vereinskanal und Beispiel der Stadionpraxis.
- Wikimedia Commons: Wolle-Kriwanek-Straße – CC BY-SA 3.0.
- Wikimedia Commons: Kriwaneks Elternhaus – CC BY-SA 3.0.
- Wikimedia Commons: Neckarstadion 2011 – CC BY 2.0.
- Wikimedia Commons: Stadionansicht – CC0.
- Wikimedia Commons: Neckar bei Bad Cannstatt – CC BY-SA 3.0.
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Wikipedia: Wolle Kriwanek, abgerufen 2026.
- ↑ 2,0 2,1 SWR Kultur: Unvergessener Schwabenrock-Pionier, 20.04.2023.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 SWR Sport: Stuttgart kommt – das Vermächtnis von Wolle Kriwanek, 24.12.2025.
- ↑ 4,0 4,1 Wikipedia: Schwobarock, abgerufen 2026.
- ↑ Indeon: Die Geschichte der VfB-Hymne, 2026.
- ↑ 6,0 6,1 FC45 Fußballmediathek: Stuttgart kommt!, abgerufen 2026.
- ↑ YouTube: Wolle Kriwanek – Topic, Stuttgart kommt!, veröffentlicht 30.05.2014.
- ↑ 8,0 8,1 VfB Stuttgart: Stadionshow, abgerufen 2026.
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