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Wirtschaftswachstum - Gemeinschaftskunde

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Wirtschaftswachstum - Gemeinschaftskunde



Wirtschaftswachstum - Gemeinschaftskunde

Wirtschaftswachstum betrifft Unternehmen, Beschäftigte, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie den Staat. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Wachstum gemessen wird, welche politischen Ziele damit verbunden sind und warum Wachstum auch kritisch beurteilt wird.

Die historische Grafik macht sichtbar, dass die Wirtschaftsleistung langfristig steigen kann, obwohl die jährlichen Wachstumsraten schwanken.


Einleitung

Wenn in den Nachrichten von einer wachsenden oder schrumpfenden Wirtschaft die Rede ist, geht es meist um die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts, kurz BIP. Es fasst den Wert der in einem Land hergestellten Waren und Dienstleistungen zusammen. Steigt das preisbereinigte BIP, spricht man von Wirtschaftswachstum.

Für die Gemeinschaftskunde ist das Thema wichtig, weil wirtschaftliche Entwicklung politische Entscheidungen beeinflusst. Wachstum kann Beschäftigung, Steuereinnahmen und Investitionen fördern. Es kann aber auch Ressourcenverbrauch, Umweltbelastungen und soziale Ungleichheit verstärken. Deshalb lautet die politische Frage nicht nur: Wie viel wächst die Wirtschaft? Ebenso wichtig ist: Wie entsteht das Wachstum, wer profitiert davon und ist es dauerhaft tragfähig?


Was bedeutet Wirtschaftswachstum?

Wirtschaftswachstum beschreibt die Zunahme der wirtschaftlichen Leistung einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Meist wird die Entwicklung eines Jahres mit dem Vorjahr verglichen. Eine positive Veränderungsrate bedeutet Wachstum. Eine negative Rate bedeutet, dass die Wirtschaftsleistung zurückgeht.

Das BIP erfasst nur Leistungen, die wirtschaftlich bewertet werden. Unbezahlte Hausarbeit, private Pflege oder ehrenamtliche Arbeit erscheinen darin meist nicht. Deshalb ist das BIP ein wichtiger Wirtschaftsindikator, aber kein vollständiges Maß für Lebensqualität.


Nominales und reales BIP

Das nominale BIP wird mit den aktuellen Preisen berechnet. Es kann deshalb steigen, obwohl nur die Preise höher geworden sind. Das reale BIP ist preisbereinigt. Es zeigt besser, ob tatsächlich mehr Waren und Dienstleistungen produziert wurden.

Ein einfaches Beispiel: Steigt der Geldwert der Produktion um fünf Prozent, während die Preise ebenfalls um fünf Prozent steigen, hat sich die reale Produktionsmenge nicht erhöht. Für die Messung des Wirtschaftswachstums ist daher vor allem das reale BIP wichtig.

Die Grafik zeigt die Entwicklung des deutschen Inlandsprodukts in jeweiligen Preisen. Bei solchen Darstellungen musst Du prüfen, ob Preissteigerungen berücksichtigt wurden.


Wachstumsrate und BIP pro Kopf

Die Wachstumsrate gibt an, um wie viel Prozent sich das reale BIP verändert hat:

Wachstumsrate = Veränderung des realen BIP geteilt durch das reale BIP des Ausgangsjahres mal 100

Steigt das reale BIP beispielsweise von 100 auf 103 Einheiten, beträgt die Wachstumsrate drei Prozent.

Das BIP pro Kopf teilt die Wirtschaftsleistung durch die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner. Dieser Wert erleichtert Vergleiche zwischen Ländern unterschiedlicher Größe. Er bleibt jedoch ein Durchschnittswert und zeigt nicht, wie Einkommen und Vermögen verteilt sind.

Internationale Karten zum BIP pro Kopf machen große Unterschiede sichtbar. Für faire Vergleiche sind zusätzlich Preisniveau, Kaufkraft und Verteilung zu beachten.


Wachstum und Konjunktur

Konjunktur bezeichnet kurzfristige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität. Ein typischer Konjunkturverlauf wird in Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Tiefphase gegliedert. Wirtschaftswachstum betrachtet dagegen besonders den längerfristigen Trend der Produktionsmöglichkeiten.

Eine einzelne Wachstumsrate sagt daher wenig über die langfristige Entwicklung aus. Politische Urteile sollten mehrere Jahre, verschiedene Branchen und weitere Kennzahlen einbeziehen.

Die historische Darstellung zeigt, dass sich Wachstumsraten von Jahr zu Jahr deutlich verändern können.


Wodurch entsteht Wirtschaftswachstum?

Wachstum kann entstehen, wenn mehr Arbeitskräfte tätig sind, mehr Kapital eingesetzt wird oder die Produktivität steigt. Besonders wichtig sind technischer Fortschritt, gute Bildung, funktionierende Infrastruktur und verlässliche politische sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

Wachstumsfaktor Einfache Erklärung Beispiel
Arbeit Mehr Menschen arbeiten oder Arbeitszeit wird wirksamer genutzt. Eine höhere Erwerbsbeteiligung erweitert das Arbeitsangebot.
Kapital Maschinen, Gebäude und digitale Netze vergrößern die Produktionsmöglichkeiten. Ein Betrieb investiert in eine moderne Fertigungsanlage.
Produktivität Mit denselben Mitteln wird mehr oder besser produziert. Eine neue Software verkürzt Arbeitsabläufe.
Bildung Wissen und Fähigkeiten verbessern die Qualität der Arbeit. Berufliche Weiterbildung ermöglicht den Einsatz neuer Technik.
Innovation Neue Produkte und Verfahren schaffen zusätzliche Möglichkeiten. Ein energiesparendes Produktionsverfahren senkt Kosten und Emissionen.
Infrastruktur Verkehrswege, Energieversorgung und Datennetze verbinden Menschen und Unternehmen. Ein leistungsfähiges Bahnnetz erleichtert den Gütertransport.

Wachstum entsteht nicht automatisch. Investitionen lohnen sich eher, wenn Unternehmen Nachfrage erwarten, Kredite verfügbar sind und Regeln planbar bleiben. Auch Frieden, gesellschaftliches Vertrauen und ein funktionierender Rechtsstaat sind wichtige Voraussetzungen.


Wirtschaftswachstum als politisches Ziel

In Deutschland gehört ein stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum zu den Zielen des Stabilitätsgesetzes. Gemeinsam mit Preisstabilität, einem hohen Beschäftigungsstand und einem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht bildet es das Magische Viereck der Wirtschaftspolitik.

Der Begriff magisch weist darauf hin, dass die Ziele nicht immer gleichzeitig erreichbar sind. Eine Maßnahme kann ein Ziel fördern und ein anderes gefährden.


Zielbeziehungen und Zielkonflikte

Beziehung Beispiel
Wachstum und Beschäftigung Steigt die Nachfrage, können Unternehmen ihre Produktion ausweiten und zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Automatisierung kann diesen Zusammenhang abschwächen.
Wachstum und Preisstabilität Sehr starke Nachfrage kann zu Engpässen und Preissteigerungen führen. Schwache Nachfrage kann dagegen Wachstum und Beschäftigung bremsen.
Wachstum und Außenwirtschaft Erfolgreiche Exporte können Wachstum fördern. Eine dauerhafte Abhängigkeit von Auslandsnachfrage kann die Wirtschaft jedoch anfälliger machen.
Wachstum und Umwelt Mehr Produktion kann mehr Energie und Rohstoffe verbrauchen. Saubere Technik und Kreislaufwirtschaft können Umweltbelastungen verringern.

Politik muss solche Zielkonflikte abwägen. In einer Demokratie geschieht dies durch öffentliche Debatten, Wahlen, parlamentarische Entscheidungen und die Kontrolle staatlicher Maßnahmen.


Chancen des Wirtschaftswachstums

Wirtschaftswachstum kann den finanziellen Spielraum von Haushalten, Unternehmen und Staat erweitern. Entscheidend ist jedoch, wie die zusätzlichen Möglichkeiten verteilt und genutzt werden.

  1. Beschäftigung: Wachsende Nachfrage kann neue Arbeitsplätze schaffen und bestehende sichern.
  2. Einkommen: Höhere Produktivität kann Lohnsteigerungen ermöglichen.
  3. Steuereinnahmen: Mehr wirtschaftliche Aktivität kann die Finanzierung von Bildung, Infrastruktur und sozialer Sicherung erleichtern.
  4. Innovation: Neue Märkte können Forschung und technische Entwicklung anregen.
  5. Sozialstaat: Eine breite wirtschaftliche Basis kann Renten-, Gesundheits- und Unterstützungssysteme stabilisieren.

Wachstum garantiert diese Vorteile nicht. Sie hängen von Tarifpolitik, Steuern, Sozialpolitik, Wettbewerb und der Verteilung wirtschaftlicher Macht ab.


Grenzen und Risiken des Wachstums

Das BIP steigt auch bei wirtschaftlichen Aktivitäten, die gesellschaftliche Schäden ausgleichen, etwa nach Unfällen oder Umweltkatastrophen. Zugleich erfasst es viele positive Tätigkeiten ohne Marktpreis nicht. Ein höheres BIP bedeutet daher nicht automatisch mehr Zufriedenheit, Gerechtigkeit oder Gesundheit.

Grenze oder Risiko Bedeutung
Ressourcenverbrauch Produktion benötigt häufig Energie, Flächen und Rohstoffe.
Klimawandel Fossile Energie kann Treibhausgasemissionen verursachen.
Ungleichheit Zusätzlicher Wohlstand kann sehr ungleich verteilt werden.
Arbeitsbelastung Höherer Leistungsdruck kann Gesundheit und Zeitwohlstand beeinträchtigen.
Abhängigkeit Eine stark spezialisierte Wirtschaft kann durch Krisen und Lieferausfälle getroffen werden.
Begrenzte Aussagekraft des BIP Lebensqualität, Sicherheit, demokratische Teilhabe und intakte Natur werden nur unvollständig erfasst.

Als ergänzende Indikatoren werden unter anderem der Index der menschlichen Entwicklung, soziale Kennzahlen, Umweltindikatoren und der Nationale Wohlfahrtsindex diskutiert.

Historische Daten zeigen Phasen starken und schwachen Weltwirtschaftswachstums. Eine solche Grafik erklärt aber noch nicht, wie gerecht oder umweltverträglich die Entwicklung war.


Nachhaltiges und inklusives Wachstum

Nachhaltiges Wachstum soll wirtschaftliche Entwicklung mit dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen verbinden. Inklusives Wachstum bedeutet, dass möglichst viele Menschen am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben.

Ein zentrales Konzept ist die Entkopplung. Dabei sollen Wertschöpfung und Lebensqualität steigen, während Rohstoffverbrauch und Emissionen sinken. Relative Entkopplung bedeutet, dass die Umweltbelastung langsamer wächst als die Wirtschaft. Absolute Entkopplung bedeutet, dass die Umweltbelastung insgesamt sinkt.

Das achte Ziel für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verbindet menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. In politischen Debatten stehen sich unterschiedliche Ansätze gegenüber:

  1. Grünes Wachstum: Innovation, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft sollen Wachstum umweltverträglicher machen.
  2. Postwachstumsökonomie: Gesellschaftliche Ziele sollen weniger abhängig von ständig steigendem BIP werden.
  3. Sozial-ökologische Marktwirtschaft: Markt, Staat und Zivilgesellschaft sollen wirtschaftliche Freiheit mit sozialer Sicherheit und ökologischen Grenzen verbinden.

Für ein begründetes Urteil solltest Du prüfen, welche Ziele ein Vorschlag verfolgt, welche Folgen erwartet werden und wer Kosten oder Nutzen trägt.


Politische Handlungsmöglichkeiten

Der Staat kann Wirtschaftswachstum nicht einfach anordnen. Er kann jedoch Bedingungen beeinflussen und öffentliche Ziele setzen.

  1. Fiskalpolitik: Öffentliche Investitionen oder zeitweise höhere Ausgaben können die Nachfrage und die Infrastruktur stärken.
  2. Bildungspolitik: Schulen, Ausbildung, Hochschulen und Weiterbildung fördern Wissen und Produktivität.
  3. Forschungs- und Innovationspolitik: Förderung kann neue Technologien und klimafreundliche Verfahren unterstützen.
  4. Sozialpolitik: Soziale Sicherheit stabilisiert Lebenslagen und kann Nachfrage absichern.
  5. Wettbewerbspolitik: Regeln gegen Marktmacht sollen Innovation und faire Chancen ermöglichen.
  6. Umweltpolitik: Standards, CO₂-Preise und Förderung können Produktion in nachhaltigere Bahnen lenken.

Politische Maßnahmen haben Nebenwirkungen. Höhere Staatsausgaben können etwa Wachstum fördern, aber auch die Verschuldung erhöhen. Sehr niedrige Zinsen können Investitionen erleichtern, zugleich aber Vermögenspreise beeinflussen. Deshalb müssen Maßnahmen zeitlich, sozial und ökologisch geprüft werden.


Wachstum beurteilen

Eine gute politische Beurteilung verbindet Daten und Werte. Prüfe zunächst, ob reales oder nominales Wachstum gemeint ist. Untersuche dann Beschäftigung, Preise, Verteilung, Staatsfinanzen und Umweltfolgen. Erst danach solltest Du bewerten, ob eine Entwicklung gesellschaftlich wünschenswert ist.

Leitfragen für eine Urteilsbildung sind:

  1. Welche Art von Produktion wächst?
  2. Entstehen sichere und faire Arbeitsplätze?
  3. Wie werden Einkommen und Chancen verteilt?
  4. Sinken oder steigen Emissionen und Ressourcenverbrauch?
  5. Welche langfristigen Folgen entstehen für Staat und Gesellschaft?
  6. Welche Gruppen gewinnen, welche tragen die Kosten?


Zusammenfassung

Wirtschaftswachstum wird meist als Veränderung des realen BIP gemessen. Es kann durch Arbeit, Kapital, Bildung, Infrastruktur, Produktivität und Innovation entstehen. In der deutschen Wirtschaftspolitik ist angemessenes Wachstum ein Ziel des Magischen Vierecks. Wachstum kann Beschäftigung, Einkommen und öffentliche Einnahmen fördern, ist aber kein vollständiger Maßstab für Wohlstand. Für politische Entscheidungen müssen deshalb soziale, ökologische und demokratische Kriterien einbezogen werden.

Wachstumsraten unterscheiden sich zwischen Ländern. Für ein Urteil reichen Ranglisten allein nicht aus: Ausgangslage, Bevölkerungsentwicklung, Verteilung und Umweltfolgen müssen mitbetrachtet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Größe wird meistens verwendet, um Wirtschaftswachstum zu messen? (Die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts) (!Die Zahl der politischen Parteien) (!Die Größe der Staatsfläche) (!Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit allein)




Warum wird für Wachstumsvergleiche das reale BIP genutzt? (Weil es Preisveränderungen herausrechnet) (!Weil es nur Exporte zählt) (!Weil es unbezahlte Arbeit vollständig erfasst) (!Weil es die Einkommensverteilung zeigt)




Was bedeutet eine negative Wachstumsrate? (Die Wirtschaftsleistung ist im Vergleichszeitraum gesunken) (!Alle Preise sind gefallen) (!Die Bevölkerung ist immer kleiner geworden) (!Der Staat hat keine Steuern eingenommen)




Was zeigt das BIP pro Kopf? (Die durchschnittliche Wirtschaftsleistung je Einwohner) (!Die genaue Einkommensverteilung) (!Die Zahl aller Arbeitsplätze) (!Den Wert unbezahlter Hausarbeit)




Welcher Faktor kann die Produktivität erhöhen? (Technischer Fortschritt) (!Ein dauerhafter Ausfall der Infrastruktur) (!Der Verzicht auf Bildung) (!Die Zerstörung von Maschinen)




Warum heißt das Magische Viereck magisch? (Weil seine Ziele nicht immer gleichzeitig erreichbar sind) (!Weil es vier geheime Gesetze enthält) (!Weil es nur für Banken gilt) (!Weil seine Ziele nicht politisch beeinflusst werden können)




Welches Ziel gehört zum Magischen Viereck? (Ein hoher Beschäftigungsstand) (!Eine einheitliche Lohnhöhe) (!Ein Verbot aller Importe) (!Eine feste Zahl von Unternehmen)




Welche Aussage beschreibt eine Grenze des BIP? (Es zeigt die Verteilung von Einkommen nur unzureichend) (!Es misst ausschließlich unbezahlte Arbeit) (!Es enthält keine wirtschaftlichen Leistungen) (!Es ist immer mit Lebenszufriedenheit identisch)




Was bedeutet absolute Entkopplung? (Die Umweltbelastung sinkt, obwohl die Wirtschaftsleistung wächst) (!Die Umweltbelastung steigt schneller als das BIP) (!Alle Unternehmen produzieren dasselbe) (!Der Außenhandel wird vollständig beendet)




Welche Frage ist für ein politisches Urteil über Wachstum besonders wichtig? (Wer von der Entwicklung profitiert und wer Kosten trägt) (!Welche Farbe eine Statistik verwendet) (!Wie viele Seiten ein Bericht hat) (!Ob nur eine einzige Kennzahl genannt wird)





Memory

Bruttoinlandsprodukt Wirtschaftsleistung im Inland
Reales BIP Preisbereinigte Wirtschaftsleistung
BIP pro Kopf Durchschnittswert je Einwohner
Produktivität Ertrag je eingesetzter Einheit
Investition Aufbau zukünftiger Produktionsmöglichkeiten
Rezession Rückgang wirtschaftlicher Aktivität
Magisches Viereck Vier wirtschaftspolitische Ziele
Entkopplung Weniger Umweltbelastung je Wirtschaftsleistung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung oder Bedeutung
Technischer Fortschritt Produktivität steigt
Bildung Humankapital verbessert sich
Investitionen Produktionsmöglichkeiten wachsen
Rezession Wirtschaftsleistung sinkt
Grünes Wachstum Ressourcenverbrauch soll vom BIP entkoppelt werden




Ordne die Begriffe zunächst ohne Hilfe zu. Begründe danach zwei Zuordnungen mit einem eigenen Beispiel.


Kreuzworträtsel

Produktivität Wie heißt das Verhältnis von Ergebnis zu eingesetzten Mitteln?
Investition Wie heißt eine Ausgabe für zukünftige Produktionsmöglichkeiten?
Konjunktur Wie nennt man kurzfristige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität?
Wohlstand Welcher Begriff beschreibt materielle und immaterielle Lebensmöglichkeiten?
Innovation Wie heißt die Einführung eines neuen Produkts oder Verfahrens?
Nachhaltigkeit Welcher Begriff verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Dauerhaftigkeit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wirtschaftswachstum wird meist mit der Veränderung des realen

gemessen.
Das reale BIP berücksichtigt die Wirkung der

.
Das BIP pro Kopf bezieht die Wirtschaftsleistung auf die

.
Eine länger anhaltende Abnahme der wirtschaftlichen Aktivität kann als

bezeichnet werden.
Bildung und technischer Fortschritt können die

erhöhen.
Das Ziel eines stetigen und angemessenen Wachstums gehört zum Magischen

.
Das BIP zeigt die Verteilung von Einkommen nur sehr

.
Bei absoluter Entkopplung sinkt die gesamte

trotz wachsender Wirtschaftsleistung.
Politische Urteile über Wachstum müssen ökonomische, soziale und ökologische

berücksichtigen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat Wirtschaftswachstum: Gestalte ein Plakat mit den Begriffen reales BIP, nominales BIP, Wachstumsrate und BIP pro Kopf. Ergänze zu jedem Begriff ein eigenes Beispiel.
  2. Nachrichtencheck Wirtschaft: Suche eine aktuelle Nachricht über Wirtschaftswachstum. Markiere, ob nominale oder reale Werte genannt werden, und notiere offene Fragen.
  3. Wachstum im Alltag: Beschreibe drei Veränderungen in Deinem Ort, die wirtschaftliches Wachstum fördern könnten, etwa ein neues Unternehmen, ein Verkehrsprojekt oder ein Bildungsangebot.
  4. BIP-Kritik als Bild: Zeichne ein Bild, das zeigt, was das BIP erfasst und was es nicht erfasst.


Standard

  1. Indikatorenvergleich: Vergleiche BIP pro Kopf, Lebenserwartung und einen Umweltindikator für zwei Länder. Erkläre, warum die Rangfolgen unterschiedlich sein können.
  2. Pro-und-Contra-Debatte: Führt eine Klassendebatte zur Aussage: Wirtschaftswachstum sollte das wichtigste Ziel der Wirtschaftspolitik sein.
  3. Umfrage zu Wohlstand: Entwickle fünf Fragen dazu, was Menschen unter Wohlstand verstehen. Befrage mindestens fünf Personen und werte die Antworten anonym aus.
  4. Kommunale Fallstudie: Untersuche ein lokales Investitionsprojekt. Prüfe mögliche Folgen für Beschäftigung, Umwelt, Verkehr und den öffentlichen Haushalt.


Schwer

  1. Wirtschaftspolitisches Gutachten: Verfasse eine Empfehlung an eine Regierung, die schwaches Wachstum, hohe Preise und Klimaziele gleichzeitig berücksichtigen muss.
  2. Datenanalyse Wachstumsraten: Erstelle aus verlässlichen Daten eine Grafik für mindestens zehn Jahre. Erkläre Ausschläge und unterscheide Beobachtung, Ursache und Vermutung.
  3. Szenario nachhaltige Wirtschaft: Entwirf zwei Zukunftsszenarien für das Jahr 2040, eines mit grünem Wachstum und eines mit geringer Abhängigkeit vom BIP-Wachstum. Vergleiche Chancen und Risiken.
  4. Erklärvideo Wirtschaftswachstum: Produziere ein kurzes Video für jüngere Lernende. Erkläre Messung, politische Bedeutung und Kritik mit selbst gestalteten Beispielen und Quellenangaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Konjunkturpaket: Eine Regierung plant zusätzliche Ausgaben für Bahn, Schulen und digitale Netze. Erkläre mögliche Wirkungen auf Wachstum, Beschäftigung, Preise, Staatsfinanzen und Umwelt.
  2. Urteil zum BIP: Beurteile die Aussage: Wenn das BIP wächst, geht es allen Menschen besser. Nutze mindestens drei Kriterien und formuliere ein begründetes Urteil.
  3. Zielkonflikt: Entwickle ein Beispiel, in dem eine wachstumsfördernde Maßnahme mit einem anderen Ziel des Magischen Vierecks in Konflikt gerät. Schlage einen Ausgleich vor.
  4. Ländervergleich: Zwei Länder haben dieselbe Wachstumsrate, unterscheiden sich aber stark bei Bevölkerung, Einkommen und Emissionen. Erkläre, welche zusätzlichen Daten Du für einen fairen Vergleich brauchst.
  5. Politikvergleich: Vergleiche eine öffentliche Investition in Straßen mit einer Investition in Bildung. Untersuche kurz- und langfristige Wachstumswirkungen sowie soziale und ökologische Folgen.
  6. Transformationsaufgabe: Ein Unternehmen ersetzt eine klimaschädliche Produktion durch ein ressourcenschonendes Verfahren. Erkläre, unter welchen Bedingungen daraus nachhaltiges Wachstum entstehen kann.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. Wirtschaftswachstum mit dem realen BIP erklären und eine Wachstumsrate deuten kannst.
  2. nominales und reales BIP sowie BIP und BIP pro Kopf unterscheiden kannst.
  3. zentrale Wachstumsfaktoren wie Arbeit, Kapital, Bildung, Produktivität und Innovation erläutern kannst.
  4. das Wachstumsziel in das Magische Viereck einordnen und Zielkonflikte analysieren kannst.
  5. Chancen und Grenzen des Wachstums anhand mehrerer Kriterien beurteilen kannst.
  6. die Aussagekraft des BIP kritisch prüfen und ergänzende Indikatoren nennen kannst.
  7. wirtschaftspolitische Maßnahmen auf ökonomische, soziale und ökologische Folgen untersuchen kannst.
  8. Daten, Quellen und politische Positionen nachvollziehbar verwenden kannst.
  9. ein eigenständiges, begründetes Sach- und Werturteil formulieren kannst.




OERs zum Thema

  1. Wikimedia Commons: Freie Medien zu Wirtschaftswachstum
  2. Wikipedia: Bruttoinlandsprodukt
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Wachstum ohne Ende?



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