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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Ausbildungsverträge und Pflichten einordnen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Ausbildungsverträge und Pflichten einordnen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Ausbildungsverträge und Pflichten einordnen


Einleitung

Du lernst, einen Berufsausbildungsvertrag zu prüfen, Vertragspartner sicher zu unterscheiden und Rechte sowie Pflichten im Ausbildungsalltag einzuordnen. Der Kurs arbeitet mit kurzen Lerneinheiten, Gesprächsimpulsen und kaufmännischen Fällen.

Zielgruppe: Auszubildende.

Rechtsstand: 09.10.2026. Maßgeblich sind im Modellfall insbesondere das Berufsbildungsgesetz, bei Minderjährigen zusätzlich das Jugendarbeitsschutzgesetz, außerdem Bundesurlaubsgesetz, Arbeitszeitgesetz, die jeweilige Ausbildungsordnung und gegebenenfalls Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.

Modellannahmen: Alle Personen, Betriebe, Anschriften, Produkte, Preise und Rechnungsdaten dieses Kurses sind frei erfunden. Der Hauptfall betrifft eine volljährige Auszubildende in einem IHK-Ausbildungsbetrieb, eine 5-Tage-Woche und einen nicht tarifgebundenen Betrieb. Die kaufmännischen Produktfälle verwenden den im Oktober 2026 geltenden Regelsteuersatz von 19 %. Die Fälle ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Vertragspartner, Ausbilder und zuständige Stelle unterscheiden, Pflichtangaben eines Ausbildungsvertrags prüfen, Rechte und Pflichten begründet zuordnen, einfache kaufmännische Angebots- und Rechnungsfälle bearbeiten und bei Unsicherheit passende Rechtsquellen finden.


Lerneinheit 1: Wer schließt den Ausbildungsvertrag?

Der Ausbildende ist die Vertragsseite des Betriebs. Die auszubildende Person ist die andere Vertragsseite. Ein Ausbilder oder eine Ausbilderin führt die Ausbildung praktisch durch, ist aber nicht automatisch selbst Vertragspartner. Bei Minderjährigen kommen die gesetzlichen Vertreter hinzu.

Merksatz: Vertragspartner und ausbildende Person können verschiedene Personen sein.


Gesprächsmedium: Wer ist wer?

Fiktiver Dialog

Nika Berger: „Unterschreibe ich den Vertrag mit meinem Ausbilder Jan Klee?“

Personalstelle: „Der Vertrag wird mit der BüroNova Lernhandel GmbH geschlossen. Jan Klee ist als Ausbilder beauftragt.“

Gesprächsimpuls: Erkläre Deinem Lernpartner in 30 Sekunden den Unterschied zwischen Ausbildendem und Ausbilder.

Begründetes Feedback: Entscheidend ist die rechtliche Rolle. Der Betrieb beziehungsweise der Ausbildende trägt die Vertragspflichten; die ausbildende Person übernimmt die praktische Durchführung.


Lerneinheit 2: Was muss im Vertrag stehen?

Nach § 11 BBiG ist der wesentliche Vertragsinhalt unverzüglich nach Vertragsschluss und spätestens vor Ausbildungsbeginn in Textform abzufassen.

Pflichtbereich Kurzprüfung
Vertragspartner Name und Anschrift von Ausbildendem und Auszubildendem; bei Minderjährigen zusätzlich gesetzliche Vertretung
Ausbildungsziel Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung
Zeitraum Beginn und Dauer
Lernorte Ausbildungsstätte und Maßnahmen außerhalb
Ausbildungszeit regelmäßige tägliche Ausbildungszeit
Probezeit Dauer
Vergütung Zahlung, Höhe und gegebenenfalls Zusammensetzung
Mehrarbeit Vergütung oder Ausgleich von Überstunden
Urlaub Dauer
Kündigung Voraussetzungen
Regelwerke allgemeiner Hinweis auf anwendbare Tarifverträge sowie Betriebs- oder Dienstvereinbarungen
Ausbildungsnachweis Form des schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises


Kurzcheck: Probezeit und Kündigung

Die Probezeit muss nach § 20 BBiG mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate dauern. Während der Probezeit kann jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden.

Nach der Probezeit ist eine Kündigung deutlich stärker begrenzt. Aus wichtigem Grund kann fristlos gekündigt werden. Auszubildende können mit vier Wochen Frist kündigen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen. Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen; die elektronische Form ist ausgeschlossen.


Lerneinheit 3: Pflichten richtig zuordnen


Pflichten der Auszubildenden

  1. Lernpflicht: berufliche Handlungsfähigkeit aktiv erwerben
  2. Sorgfaltspflicht: Ausbildungsaufgaben sorgfältig ausführen
  3. Teilnahmepflicht: Berufsschule und freigestellte Ausbildungsmaßnahmen besuchen
  4. Weisungsgebundenheit: zulässigen Ausbildungsweisungen folgen
  5. Betriebsordnung: Regeln der Ausbildungsstätte beachten
  6. Sorgfalt mit Arbeitsmitteln: Werkzeuge und Einrichtungen pfleglich behandeln
  7. Verschwiegenheit: Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse schützen
  8. Ausbildungsnachweis: schriftlich oder elektronisch führen


Pflichten der Ausbildenden

  1. Ausbildungspflicht: planmäßig so ausbilden, dass das Ausbildungsziel erreichbar ist
  2. Ausbilder: selbst ausbilden oder eine geeignete Person ausdrücklich beauftragen
  3. Ausbildungsmittel: erforderliche Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur kostenlos bereitstellen; erforderliche Hard- und Software für digitales mobiles Ausbilden ebenfalls
  4. Berufsschule: zum Besuch anhalten und freistellen
  5. Fürsorgepflicht: charakterliche Förderung und Schutz vor sittlicher oder körperlicher Gefährdung
  6. Ausbildungsnachweis: regelmäßig durchsehen und Gelegenheit geben, ihn am Arbeitsplatz zu führen
  7. Ausbildungszweck: nur Aufgaben übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und körperlich angemessen sind


Mini-Fall: Ausbildungsfremde Aufgabe

Nika soll zwei Wochen lang ausschließlich private Umzugskartons der Geschäftsleitung sortieren.

Entscheidung: Das ist im Modellfall nicht durch den Ausbildungszweck gedeckt.

Begründetes Feedback: § 14 BBiG verlangt ausbildungsbezogene Aufgaben. Einzelne Hilfstätigkeiten können betrieblich vorkommen; eine längere rein private Tätigkeit ohne Ausbildungsbezug ist damit nicht vereinbar.


Lerneinheit 4: Berufsschule, Zeit und Urlaub

Für volljährige Auszubildende regelt § 15 BBiG die Freistellung. Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens 45 Minuten wird einmal pro Woche mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet. Auch Prüfungen und der Arbeitstag unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung sind in den gesetzlich geregelten Fällen freizustellen.

Für unter 18-Jährige gilt zusätzlich das Jugendarbeitsschutzgesetz. Beim Urlaub gelten für Jugendliche besondere Mindestwerte. Für Erwachsene gilt mindestens der Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz; dessen 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche entsprechen bei gleichmäßiger 5-Tage-Woche regelmäßig 20 Arbeitstagen.


Gesprächsfall: Nach der Berufsschule noch in den Betrieb?

Nika hat dienstags sechs Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Es ist ihr einziger solcher Berufsschultag in der Woche. Die Teamleitung verlangt anschließend vier Stunden Büroarbeit.

Deine Position: Begründe in einem Zweiergespräch, warum diese Planung geändert werden muss.

Begründetes Feedback: Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden wird einmal pro Woche mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet. Eine zusätzliche Beschäftigung an diesem Tag ist im Modellfall nicht vorgesehen.


Lerneinheit 5: Vergütung aktuell prüfen

Für Ausbildungen, die zwischen dem 01.01.2026 und 31.12.2026 beginnen, beträgt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach der veröffentlichten Fortschreibung:

Ausbildungsjahr Mindestvergütung pro Monat
1. Ausbildungsjahr 724 €
2. Ausbildungsjahr 854 €
3. Ausbildungsjahr 977 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 €

Ausblick: Für Ausbildungsbeginne im Jahr 2027 sind bereits 764 €, 902 €, 1.031 € und 1.070 € bekanntgemacht.

Wichtig: Tarifregelungen und die Angemessenheitsprüfung nach § 17 BBiG können zusätzlich relevant sein. Deshalb reicht ein bloßer Vergleich mit der gesetzlichen Untergrenze nicht in jedem Einzelfall.

Überstunden müssen nach § 17 BBiG besonders vergütet oder durch entsprechende Freizeit ausgeglichen werden.


Konkreter Ausbildungsfall: Nika prüft ihren Vertragsentwurf

Alle Daten sind fiktiv.

Nika Berger, 19 Jahre, beginnt am 01.09.2026 eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der „BüroNova Lernhandel GmbH“, Beispielallee 8, 00000 Musterstadt. Ausbilder ist Jan Klee.

Der Vertragsentwurf enthält folgende Angaben:

Punkt Vertragsentwurf Deine Einordnung
Ausbildungsdauer 01.09.2026 bis 31.08.2029 prüfen
Probezeit fünf Monate prüfen
Vergütung 900 €, 1.000 €, 1.100 € brutto prüfen
Urlaub 28 Arbeitstage bei 5-Tage-Woche prüfen
Berichtsheft elektronisch; nur privat nach Feierabend prüfen
Notebook für digitales Ausbilden erforderlich; Nika zahlt 780 € selbst prüfen
Kündigung E-Mail genügt prüfen


Gestufte Hilfen

Hilfe 1: Suche zuerst die passenden Themenbereiche: § 11, § 14, § 17, § 20 und § 22 BBiG.

Hilfe 2: Prüfe jede Zeile getrennt auf Pflichtangabe, Mindeststandard und Form.

Hilfe 3: Vergleiche fünf Monate Probezeit mit dem gesetzlichen Höchstwert, die Vergütung mit den 2026er Untergrenzen und die Notebook-Regel mit der Pflicht zur kostenlosen Bereitstellung erforderlicher Ausbildungsmittel.

Begründetes Feedback: Ausbildungsdauer, Vergütung und Urlaub sind im Modell unauffällig. Fünf Monate Probezeit überschreiten den gesetzlichen Höchstwert. Der Ausbildungsnachweis darf nicht ausschließlich in die Freizeit verlagert werden; dafür muss Gelegenheit am Arbeitsplatz bestehen. Erforderliche Hard- und Software für digitales mobiles Ausbilden sind kostenlos bereitzustellen. Eine Kündigung per E-Mail genügt nicht, weil § 22 BBiG Schriftform verlangt und die elektronische Form ausschließt.


Kaufmännischer Fall 1: Produktvergleich Notebook

Der Betrieb muss ein geeignetes Notebook für das digitale Lernen beschaffen. Beide Angebote und Anbieter sind fiktiv. Modellannahme: Beide Lieferungen unterliegen 19 % Umsatzsteuer.

Angebot Netto Versand netto Lieferzeit Brutto
LernBook Office S 620,00 € 10,00 € 2 Arbeitstage 749,70 €
LernBook Office P 615,00 € 0,00 € 5 Arbeitstage 731,85 €

Basisaufgabe: Welches Angebot ist rein preislich günstiger?

Feedback: LernBook Office P ist 17,85 € günstiger. Preis ist aber nur ein Entscheidungskriterium.

Anwendungsaufgabe: Ausbildungsstart ist in drei Tagen. Begründe eine Auswahl.

Feedback: LernBook Office S kann trotz höherem Preis sachgerecht sein, wenn die schnellere Lieferung für den Ausbildungsbeginn wesentlich ist. Kaufmännische Entscheidungen verbinden Preis, Termin und Bedarf.

Transferaufgabe: Entwickle zwei weitere Bewertungskriterien, ohne reale Produktdaten zu verwenden.

Feedback: Sinnvoll wären zum Beispiel Kompatibilität mit Lernsoftware, Reparaturservice, Energieverbrauch oder erwartete Nutzungsdauer. Die Gewichtung muss zum Ausbildungszweck passen.


Kaufmännischer Fall 2: Produktvergleich Headsets

Für zwölf Lernplätze liegen zwei fiktive Angebote vor.

Angebot Rechnung netto Brutto bei 19 % Besonderheit
DialogSet A 12 × 29,50 € + 12,00 € Versand = 366,00 € 435,54 € Lieferung in 2 Tagen
DialogSet B 12 × 30,40 € + 0,00 € Versand = 364,80 € 434,11 € Lieferung in 5 Tagen

Aufgabe: Welche Entscheidung ist wirtschaftlich vertretbar?

Begründetes Feedback: DialogSet B ist um 1,43 € brutto günstiger. Wenn die drei zusätzlichen Liefertage den Ausbildungsbetrieb nicht stören, spricht der Preis für B. Ist sofortige Verfügbarkeit wichtig, kann A trotz Mehrpreis sinnvoll sein.


Kaufmännischer Fall 3: Rechnung und Pflichtangaben

Fiktive Rechnung

Leistungserbringer: LernPlus Handels UG, Übungsweg 4, 00000 Musterstadt Leistungsempfänger: BüroNova Lernhandel GmbH, Beispielallee 8, 00000 Musterstadt Ausstellungsdatum: 06.10.2026 Lieferdatum: 05.10.2026 Artikel: 12 DialogSet B Netto: 364,80 € Umsatzsteuer 19 %: 69,31 € Brutto: 434,11 € USt-IdNr.: DE000000000 Rechnungsnummer: fehlt

Aufgabe: Finde den entscheidenden formalen Mangel.

Begründetes Feedback: Eine fortlaufende Rechnungsnummer gehört nach § 14 UStG zu den Pflichtangaben einer regulären Rechnung. Im Modell fehlt sie.

Aktueller Hinweis 2026: Für inländische B2B-Umsätze gelten E-Rechnungsregeln mit Übergangsfristen. 2025 und 2026 dürfen Rechnungsaussteller grundsätzlich noch Papier verwenden; andere elektronische Formate wie PDF bleiben mit Zustimmung des Empfängers möglich. Unternehmen müssen E-Rechnungen jedoch bereits empfangen können.


Basis-, Anwendungs- und Transfertraining


Basis

Aufgabe: Nenne vier Pflichtangaben eines Ausbildungsvertrags.

Begründetes Feedback: Richtig sind zum Beispiel Beginn und Dauer, Ausbildungsstätte, tägliche Ausbildungszeit, Probezeit, Vergütung, Urlaub, Kündigungsvoraussetzungen oder Form des Ausbildungsnachweises. Die Angaben schaffen überprüfbare Vertragsklarheit.


Anwendung

Aufgabe: Ein Betrieb verlangt von einer Auszubildenden, ein für das digitale mobile Ausbilden erforderliches Notebook selbst zu kaufen. Ordne die Pflicht zu.

Begründetes Feedback: Die Pflicht liegt beim Ausbildenden. Erforderliche Hard- und Software für digitales mobiles Ausbilden muss kostenlos bereitgestellt werden.


Transfer

Aufgabe: Vergleiche eine 19-jährige und eine 17-jährige auszubildende Person bei Arbeitszeit und Urlaub.

Begründetes Feedback: Für beide gelten BBiG-Regeln. Bei der 17-jährigen Person greifen zusätzlich die besonderen Schutzregeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Alter kann daher die rechtliche Bewertung verändern.


Medien- und Quellencheck

Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden hinsichtlich ihrer Lizenzseiten geprüft:

  1. : CC0
  2. : CC BY-SA 4.0
  3. : CC0

Die YouTube-Videos werden nur über den vorgesehenen Player eingebettet und nicht kopiert. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Vor längerfristigem Unterrichtseinsatz sollte die Verfügbarkeit erneut geprüft werden.


Fachliche Primär- und Prüfquellen

  1. Berufsbildungsgesetz – Gesetze im Internet
  2. Jugendarbeitsschutzgesetz – Gesetze im Internet
  3. Bundesurlaubsgesetz – Gesetze im Internet
  4. Arbeitszeitgesetz – Gesetze im Internet
  5. BIBB – Mindestausbildungsvergütung
  6. BIBB – Mindestausbildungsvergütung 2027
  7. Umsatzsteuergesetz – Gesetze im Internet
  8. Bundesfinanzministerium – E-Rechnung

Hinweis: Rechtsstände können sich ändern. Für echte Verträge prüfst Du immer die aktuelle Fassung und die für Deinen Ausbildungsberuf zuständige Stelle.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer sind die beiden Hauptvertragsparteien eines Berufsausbildungsvertrags? (Ausbildender und Auszubildender) (!Ausbilder und Berufsschule) (!IHK und Berufsschule) (!Eltern und Betriebsrat)




Wie lange darf die Probezeit nach BBiG höchstens dauern? (Vier Monate) (!Sechs Monate) (!Ein Jahr) (!Zwei Wochen)




In welcher Form muss der wesentliche Vertragsinhalt spätestens vor Ausbildungsbeginn abgefasst werden? (In Textform) (!Nur notariell) (!Nur mündlich) (!Nur handschriftlich)




Wer muss erforderliche Ausbildungsmittel grundsätzlich kostenlos bereitstellen? (Der Ausbildende) (!Die Berufsschule) (!Der Auszubildende) (!Der Prüfungsausschuss)




Was gilt für den Ausbildungsnachweis? (Es muss Gelegenheit geben ihn am Arbeitsplatz zu führen) (!Er darf nur zu Hause geführt werden) (!Er ist immer freiwillig) (!Er darf nur auf Papier geführt werden)




Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr bei Ausbildungsbeginn 2026? (724 Euro) (!682 Euro) (!764 Euro) (!854 Euro)




Wie werden Überstunden nach BBiG ausgeglichen? (Durch besondere Vergütung oder entsprechende Freizeit) (!Nur durch Urlaubstage) (!Gar nicht) (!Nur durch Berufsschulzeit)




Welche Aussage zur Kündigung nach der Probezeit ist richtig? (Eine elektronische Kündigung per E-Mail reicht nicht aus) (!Eine Kündigung ist immer mündlich möglich) (!Nur die Berufsschule darf kündigen) (!Nach der Probezeit gibt es niemals eine Kündigungsmöglichkeit)




Was ist eine typische Pflicht der Auszubildenden? (Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren) (!Die Ausbildungsvergütung zahlen) (!Den Ausbilder einstellen) (!Die Ausbildungsordnung erlassen)




Welcher Umsatzsteuersatz wird im kaufmännischen Modellfall für die normalen Büroprodukte verwendet? (19 Prozent) (!5 Prozent) (!12 Prozent) (!25 Prozent)





Memory

Ausbildender Vertragspartner auf Betriebsseite
Ausbilder Beauftragte Person für die praktische Ausbildung
Probezeit Ein bis vier Monate
Berichtsheft Ausbildungsnachweis
Berufsschule Freistellung und Anrechnung
Lernpflicht Pflicht der auszubildenden Person
Ausbildungsmittel Kostenlos durch den Betrieb bereitzustellen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Verantwortungsbereich
Lernpflicht Auszubildende
Kostenlose Ausbildungsmittel Ausbildende
Verschwiegenheit Auszubildende
Berufsschulfreistellung Ausbildende
Ausbildungsnachweis regelmäßig prüfen Ausbildende






Kreuzworträtsel

Probezeit Wie heißt die erste Phase des Ausbildungsverhältnisses?
Berichtsheft Wie wird der Ausbildungsnachweis häufig genannt?
Berufsschule Welcher Lernort ergänzt die betriebliche Ausbildung?
Ausbildende Wie heißt die Vertragsseite des Betriebs?
Schweigepflicht Welche Pflicht schützt Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse?
Vergütung Wie heißt die monatliche Zahlung an Auszubildende?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Berufsausbildungsvertrag wird zwischen Auszubildenden und dem

geschlossen. Der wesentliche Vertragsinhalt muss spätestens vor Ausbildungsbeginn in

vorliegen. Die Probezeit darf höchstens

dauern. Auszubildende müssen einen

führen. Erforderliche Ausbildungsmittel stellt der Betrieb grundsätzlich

bereit. Berufsschulunterricht kann nach § 15 BBiG auf die

angerechnet werden. Für Ausbildungsbeginn 2026 beträgt die Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr

. Überstunden werden besonders vergütet oder durch entsprechende

ausgeglichen. Eine Kündigung muss in der gesetzlich verlangten

erfolgen. Im kaufmännischen Modellfall beträgt der Regelsteuersatz

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Vertragspartner: Zeichne ein Schaubild mit Ausbildendem, Auszubildendem, Ausbilder und Berufsschule.
  2. Pflichtangaben: Markiere in einem selbst erstellten fiktiven Vertragsmuster acht Pflichtangaben.
  3. Rechte und Pflichten: Gestalte sechs Karten, auf denen jeweils eine Pflicht und die zuständige Vertragsseite stehen.
  4. Gesprächsübung: Spiele ein zweiminütiges Gespräch, in dem eine Auszubildende nach ihrer Berufsschulfreistellung fragt.


Standard

  1. Vertragsprüfung: Entwickle einen fiktiven Vertragsentwurf mit drei korrekten und drei fehlerhaften Regelungen und tausche ihn zur Prüfung.
  2. Angebotsvergleich: Erstelle einen Vergleich zweier vollständig fiktiver Büroprodukte mit Netto-, Umsatzsteuer- und Bruttopreis.
  3. Rechnungsprüfung: Entwirf eine fiktive Rechnung mit genau einem fehlenden Pflichtbestandteil und lasse den Fehler finden.
  4. Berichtsheft: Produziere ein kurzes Erklärvideo dazu, warum der Ausbildungsnachweis Teil der Berufsausbildung ist.


Schwer

  1. Fallanalyse: Bearbeite einen fiktiven Konflikt mit Überstunden, Berufsschule und ausbildungsfremden Aufgaben und begründe jeden Prüfschritt mit einer Rechtsquelle.
  2. Jugendarbeitsschutz: Vergleiche einen identischen Ausbildungsfall für eine 17-jährige und eine 19-jährige Person.
  3. Beschaffungsentscheidung: Entwickle eine gewichtete Nutzwertanalyse für zwei fiktive Lernnotebooks und verteidige Deine Entscheidung im Rollenspiel.
  4. Rechtsstand prüfen: Recherchiere den aktuellen Stand einer BBiG-Regelung und dokumentiere Quelle, Abrufdatum und mögliche Änderung gegenüber diesem Kurs.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vertragsanalyse: Ein fiktiver Vertrag nennt fünf Monate Probezeit, 28 Arbeitstage Urlaub und 950 € Vergütung im ersten Jahr bei Ausbildungsbeginn 2026. Beurteile die drei Punkte getrennt und begründe.
  2. Rollenklärung: In einem Betrieb gibt die Ausbilderin Weisungen, während die GmbH Vertragspartner ist. Erkläre, warum diese Rollen rechtlich und organisatorisch getrennt betrachtet werden.
  3. Berufsschulfall: Entwickle einen Wochenplan mit einem langen Berufsschultag und begründe, wie die Ausbildungszeit angerechnet wird.
  4. Verantwortung: Eine Auszubildende veröffentlicht interne Kundendaten in einem privaten Gruppenchat. Analysiere, welche Pflicht berührt ist und welche professionelle Reaktion angemessen wäre.
  5. Beschaffung: Zwei fiktive Angebote unterscheiden sich bei Preis und Lieferzeit. Entwickle eine begründete Entscheidung, die Ausbildungszweck und Wirtschaftlichkeit verbindet.
  6. Transfer: Erläutere, warum eine Regel, die bei einer volljährigen auszubildenden Person zulässig sein kann, bei einer minderjährigen Person trotzdem anders bewertet werden muss.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Vertragspartner und Rollen korrekt unterscheidest
  2. Pflichtangaben eines Ausbildungsvertrags findest und begründet prüfst
  3. Pflichten von Auszubildenden und Ausbildenden richtig zuordnest
  4. Probezeit, Berufsschulfreistellung, Vergütung und Kündigung auf einfache Fälle anwenden kannst
  5. bei Minderjährigen zusätzliche Schutzvorschriften erkennst
  6. einen fiktiven Angebots- oder Rechnungsfall rechnerisch und formal prüfst
  7. bei rechtlicher Unsicherheit aktuelle Primärquellen verwendest
  8. Modellannahmen und fiktive Daten klar von realen Rechtsangaben trennst




OERs zum Thema

Quellenkritik: Wikipedia eignet sich zur Orientierung. Für aktuelle Rechtsfragen prüfst Du zusätzlich immer die geltende Gesetzesfassung und Veröffentlichungen der zuständigen Stellen.



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