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Willi und die Wunder dieser Welt

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Willi und die Wunder dieser Welt




Einleitung

Willi und die Wunder dieser Welt ist ein deutscher Kinder- und Dokumentarfilm, in dem Reporter Willi Weitzel zu einer Reise rund um die Erde aufbricht. Der Film kam 2009 ins Kino, wurde von Arne Sinnwell inszeniert und dauert 78 Minuten. Er ist in Deutschland ohne Altersbeschränkung freigegeben; für die pädagogische Arbeit wird er ab etwa sechs Jahren empfohlen.[1][2]

Willi reist nicht einfach nur von Ort zu Ort. Er schaut genau hin, stellt Fragen, trifft Menschen, beobachtet Tiere und versucht zu verstehen, warum Landschaften und Lebensweisen auf der Erde so unterschiedlich sein können. Seine Weltreise führt ihn in einen tropischen Regenwald in Australien, nach Churchill in Kanada, in die riesige Stadt Tokio in Japan und schließlich in die Sahara in Algerien.[3]

Dieser aiMOOC begleitet Dich auf Willis Reise. Du lernst dabei unterschiedliche Landschaften, Klimazonen, Kulturen, Tiere, Naturphänomene und Umweltfragen kennen. Gleichzeitig untersuchst Du, wie ein Dokumentarfilm Wirklichkeit zeigt und wie Kamera, Ton, Schnitt und inszenierte Szenen eine spannende Geschichte daraus machen.

Entdeckerfrage: Kannst Du auf einer Weltkarte schon zeigen, wo Australien, Kanada, Japan und Algerien liegen?


Der Film und seine Reiseidee

Am Anfang besucht Willi seine ältere Freundin Frau Klinger. Sie hat in ihrem Leben viel von der Welt gesehen und erzählt ihm von ihren Reisen. Willi verspricht ihr, selbst auf Weltreise zu gehen und Sand von einem besonderen Ort in der Sahara mitzubringen. Frau Klinger stirbt, bevor Willi losreist. Das Versprechen bleibt für ihn trotzdem wichtig. Seine Reise wird dadurch nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Geschichte über Freundschaft, Erinnerung und Verlässlichkeit.[3]

Du kannst den Film deshalb auf zwei Arten ansehen: Einerseits entdeckst Du ferne Orte. Andererseits kannst Du beobachten, wie Willi mit Menschen, Tieren, Angst, Staunen, Heimweh und Verantwortung umgeht.


Willis Reiseroute

  1. Deutschland: Willi startet zu Hause und verabschiedet sich.
  2. Australien: Er erkundet einen tropischen Regenwald, begegnet Krokodilen und Flughunden und besucht einen Ameisenforscher.
  3. Kanada: In Churchill lernt er Eisbären und den Umgang der Menschen mit ihnen kennen.
  4. Japan: In Tokio erlebt er eine sehr dicht bebaute Großstadt, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und lernt Sumō kennen.
  5. Algerien: In der Sahara fährt er mit dem Motorrad durch Wüstenlandschaften und sucht den Ort, von dem Frau Klinger erzählt hatte.
  6. Deutschland: Nach seiner Rückkehr erfüllt er sein Versprechen.


Station 1: Australien – Leben im tropischen Regenwald

Willis erste große Station ist ein australischer Regenwald. Dort ist es warm, feucht und sehr grün. Viele Pflanzen wachsen dicht nebeneinander und übereinander. Ganz oben bilden Baumkronen ein Blätterdach. Weiter unten kommt weniger Sonnenlicht an. Auf dem Boden ist es oft schattig und feucht.

Das folgende Bild zeigt den Daintree-Regenwald in Queensland als Beispiel für einen tropischen Regenwald im Norden Australiens.


Ein Wald mit vielen Stockwerken

Ein tropischer Regenwald ähnelt einem riesigen Haus mit mehreren Stockwerken. Ganz oben ragen einzelne hohe Bäume über das Kronendach. Darunter leben viele Tiere zwischen Ästen, Blättern und Lianen. Am Boden zersetzen Pilze, kleine Tiere und andere Lebewesen abgestorbene Pflanzenreste.

Für Dich als Forscherin oder Forscher ist wichtig: Ein Regenwald ist kein ungeordnetes Pflanzenchaos. Viele Arten haben einen ganz bestimmten Platz und eine bestimmte Aufgabe im Ökosystem.


Regen, Wärme und Wasserkreislauf

Im tropischen Regenwald verdunstet viel Wasser. Pflanzen geben ebenfalls Wasser an die Luft ab. Warme, feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und kann Wolken bilden. Wenn es regnet, gelangt das Wasser wieder auf Pflanzen und Boden. So ist Wasser ständig unterwegs. Diesen großen Kreislauf nennt man Wasserkreislauf.


Weberameisen – Teamarbeit im Blätterdach

Im Film trifft Willi den Ameisenforscher Nico. Gemeinsam beobachten sie grüne Weberameisen. Diese Ameisen leben in Bäumen und bauen Nester aus Blättern. Viele Tiere arbeiten dabei zusammen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit in der Natur funktionieren kann.[3]

Forscherfrage: Was kann eine kleine Ameise schaffen, wenn viele Tiere zusammenarbeiten, was ein einzelnes Tier kaum schaffen könnte?


Flughunde – fliegende Säugetiere

Auf Willis Reise spielt auch ein Flughund eine Rolle. Flughunde sind keine Vögel, sondern Säugetiere. Viele Arten fressen Früchte, Nektar oder Pollen. Dadurch können sie in ihren Lebensräumen bei der Bestäubung von Pflanzen und bei der Verbreitung von Samen helfen.

Wenn Du wilde Tiere entdeckst, gilt eine wichtige Regel: Beobachten ist besser als anfassen. Wildtiere brauchen Abstand und Ruhe. Szenen im Film wurden mit Fachleuten und einem Filmteam vorbereitet. Gefährliche Begegnungen solltest Du niemals nachmachen.


Umweltfrage: Warum Regenwälder schützen?

Regenwälder sind Lebensräume für sehr viele Arten. Sie speichern Kohlenstoff, beeinflussen Wasserhaushalte und sind Heimat von Menschen. Werden Wälder zerstört, verlieren Tiere und Pflanzen Lebensraum. Auch Menschen können ihre Lebensgrundlage verlieren.

Du kannst schon als Kind helfen: Dinge länger benutzen, Papier sparen, Recyclingpapier wählen, Lebensmittel möglichst wenig verschwenden und mit Erwachsenen darüber sprechen, woher Produkte kommen.


Menschen und Kulturen in Australien

Australien ist viel größer und vielfältiger, als eine einzelne Filmszene zeigen kann. Dort leben Menschen in Millionenstädten, kleinen Orten, ländlichen Regionen und abgelegenen Gebieten. Australien ist außerdem die Heimat vieler Aboriginal- und Torres-Strait-Islander-Gemeinschaften mit unterschiedlichen Sprachen, Geschichten und Traditionen.

Merke Dir: Ein Land hat niemals nur eine Kultur und nur eine Lebensweise. Der Film zeigt immer nur einen Ausschnitt.


Station 2: Kanada – Eisbären, Churchill und das Meereis

Danach reist Willi nach Churchill in der kanadischen Provinz Manitoba. Der Ort liegt an der Hudson Bay und ist für Eisbären bekannt. Im Herbst warten viele Tiere in der Region darauf, dass sich wieder Meereis bildet. Auf dem Eis können Eisbären besonders gut Robben jagen.


Wie ist ein Eisbär an die Kälte angepasst?

Ein Eisbär hat dichtes Fell und eine dicke Fettschicht. Seine großen Pfoten helfen beim Laufen auf Schnee und Eis und beim Schwimmen. Eisbären sind hervorragend an einen kalten Lebensraum angepasst.

Trotzdem sind Eisbären keine Kuscheltiere. Es sind große Raubtiere. Menschen müssen in Eisbärengebieten Schutzregeln einhalten und Abstand halten.


Menschen und Eisbären teilen einen Lebensraum

Im Film lernt Willi einen Ranger kennen, der zum Eisbären-Alarm-Team in Churchill gehört. Solche Teams versuchen, gefährliche Begegnungen zwischen Menschen und Bären zu vermeiden.[3]

Das zeigt eine wichtige Umweltidee: Naturschutz bedeutet nicht nur, Tiere zu mögen. Menschen müssen auch überlegen, wie ein Zusammenleben mit Wildtieren möglichst sicher und respektvoll gelingen kann.


Klimawandel und Meereis

Für Eisbären an der Hudson Bay ist Meereis besonders wichtig, weil sie dort Robben jagen. Wenn sich das Eis später bildet oder früher schmilzt, bleibt weniger Zeit zum Jagen. Das ist ein Beispiel dafür, wie Klimawandel eine Nahrungskette und das Leben von Tieren verändern kann.[3]

Wirkungskette: wärmere Temperaturen → weniger oder kürzer vorhandenes Meereis → weniger Zeit für die Jagd → schwierigere Nahrungssuche für Eisbären.


Umweltfrage: Was hat unser Alltag mit der Arktis zu tun?

Auch wenn die Arktis weit entfernt ist, hängt sie mit dem Weltklima zusammen. Energieverbrauch, Verkehr, Heizen und die Herstellung von Dingen können Treibhausgase verursachen. Du musst das Problem nicht allein lösen. Aber Du kannst verstehen, dass viele kleine und große Entscheidungen zusammenwirken.

Frage Dich zum Beispiel: Muss etwas neu gekauft werden? Kann ich zu Fuß gehen oder Rad fahren? Können Dinge repariert, geteilt oder weitergegeben werden?


Station 3: Japan – Tokio, Sumō und Erdbeben

Nach der Weite Kanadas kommt Willi in die riesige Metropole Tokio. Hier erlebt er viele Menschen, Züge, Hochhäuser, Leuchtreklamen und sehr wenig Platz. Der Kontrast zur Arktis ist gewaltig.


Leben in einer großen Stadt

In einer sehr dicht bebauten Stadt ist Platz kostbar. Wohnungen, Hotels, Geschäfte, Bahnlinien und Straßen müssen auf engem Raum funktionieren. Im Film übernachtet Willi sogar in einem Kapselhotel. Das macht sichtbar, wie Menschen Räume ganz anders nutzen können als in einem Dorf oder einer kleinen Stadt.[3]

Doch Tokio ist nicht gleich ganz Japan. Japan besitzt außerdem Berge, Wälder, Küsten, Inseln, Dörfer und kleinere Städte. Auch hier gilt: Eine Reiseetappe zeigt immer nur einen Ausschnitt eines Landes.


Unterwegs mit Bus und Bahn

Große Städte brauchen Verkehrssysteme, mit denen viele Menschen gleichzeitig unterwegs sein können. Züge, U-Bahnen, Busse, Fahrräder und Fußwege können dabei helfen, Platz zu sparen.

Umweltfrage: Welche Verkehrsmittel brauchen wenig Platz und Energie pro Person? Welche Möglichkeiten gibt es bei Dir zu Hause?


Sumō – Sport mit Regeln und Traditionen

Im Film trifft Willi einen Sumō-Ringer und darf selbst ausprobieren, wie sich dieser Ringkampf anfühlt. Beim Sumō versucht ein Kämpfer, den anderen aus dem Ring zu drängen oder ihn so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen berührt.

Sumō ist mehr als bloß Kraft. Training, Beweglichkeit, Regeln, Konzentration und Rituale gehören ebenfalls dazu. Wenn Du eine Sportart aus einem anderen Land kennenlernst, ist Respekt wichtiger als Nachahmen oder Witze über Aussehen und Körper.


Naturphänomen Erdbeben

Japan liegt in einer Region, in der mehrere Erdplatten aufeinandertreffen. Diese Platten bewegen sich sehr langsam. Dabei können sich Spannungen aufbauen. Wenn sie sich plötzlich lösen, entstehen Erdbeben.

In Japan gehören Erdbebenschutz, Übungen und erdbebensicheres Bauen deshalb zum Alltag vieler Menschen. Das zeigt, wie Menschen sich an Naturgefahren anpassen können.

Forscherfrage: Naturgefahren kann man nicht einfach abschalten. Was können Menschen trotzdem tun, um sich besser zu schützen?


Station 4: Algerien – durch die Sahara

Die letzte große Station ist die Sahara. Gedreht wurde die Wüstenetappe in Algerien.[1] Die Sahara ist die größte heiße Wüste der Erde. Sie besteht nicht nur aus Sand. Es gibt auch große Stein- und Kiesflächen, Berge, trockene Täler und Oasen.


Wüste bedeutet Wassermangel

Eine Wüste ist vor allem durch sehr wenig Niederschlag geprägt. Wasser ist deshalb besonders kostbar. Pflanzen, Tiere und Menschen müssen mit Trockenheit umgehen.

Im Film fährt Willi mit dem Wüstenexperten Michael Martin auf dem Motorrad durch Sand, Felsen und Geröll. Wasservorräte spielen dabei eine wichtige Rolle.[3]


Heiß am Tag, kühl in der Nacht

Sand und Felsen können sich bei Sonnenschein stark erwärmen. Nachts geben sie Wärme wieder ab. Deshalb können die Temperaturunterschiede in trockenen Wüsten groß sein. Gute Kleidung, ausreichend Wasser, Orientierung und Erfahrung sind bei Wüstenreisen lebenswichtig.


Fata Morgana – Wasser, das gar nicht da ist?

Im Film glaubt Willi zeitweise, Wasser zu sehen. Eine Fata Morgana ist eine Luftspiegelung. Unterschiedlich warme Luftschichten brechen Licht so, dass entfernte Dinge verschoben oder gespiegelt erscheinen können. Dadurch kann es so aussehen, als läge Wasser auf dem Boden.

Das ist kein Zauber, sondern ein Naturphänomen aus der Optik.


Menschen in der Sahara

Im Film begegnet Willi einem Tuareg, der ihm und seinem Begleiter Wasser gibt.[3] Die Tuareg sind ein amazighisches Volk, dessen Gemeinschaften in mehreren Ländern der Sahara und des Sahel leben.

Wichtig ist: Nicht alle Tuareg leben gleich. Manche Familien leben sesshaft in Städten oder Dörfern, andere pflegen mobile oder teilweise mobile Lebensweisen. Traditionen verändern sich ebenfalls. Ein einzelner Mensch im Film steht niemals für alle Menschen einer Kultur.


Kamele und Dromedare – an Trockenheit angepasst

In Nordafrika begegnet man vor allem Dromedaren mit einem Höcker. Sie können mit Hitze und Trockenheit gut umgehen. Ihre Körper sind an Wüstenbedingungen angepasst.

Wenn in Alltagssprache einfach von „Kamelen“ gesprochen wird, ist das nicht ganz falsch: Dromedare gehören zur Familie der Kamele. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuschauen.


Umweltfrage: Wüste und Desertifikation sind nicht dasselbe

Eine natürliche Wüste wie die Sahara ist ein eigener Lebensraum. Desertifikation bedeutet dagegen, dass Böden in trockenen Gebieten durch eine Mischung aus Klimaveränderungen und menschlicher Nutzung unfruchtbarer werden können.

Deshalb ist die richtige Frage nicht: „Wie machen wir die Wüste weg?“ Sondern: „Wie schützen wir Böden, Wasser und Lebensräume und wie nutzen wir trockene Gebiete so, dass Menschen dort langfristig leben können?“


Vier Landschaften im Vergleich

Station Landschaft Was fällt auf? Umweltfrage
Australien Tropischer Regenwald warm, feucht, dicht bewachsen, viele Arten Wie schützen wir Wälder und Artenvielfalt?
Kanada Arktisch geprägter Raum an der Hudson Bay Kälte, Schnee, Meereis, Eisbären Was verändert der Klimawandel am Meereis?
Japan Großstadt Tokio viele Menschen, Gebäude, Verkehr, wenig Platz Wie kann eine große Stadt umweltfreundlich funktionieren?
Algerien Sahara Trockenheit, Sand, Stein, große Entfernungen Wie gehen Menschen sorgsam mit Wasser und Böden um?

Die Tabelle zeigt: Die Erde hat sehr unterschiedliche Lebensräume. Menschen finden an vielen Orten Lösungen, um dort zu leben. Gleichzeitig beeinflussen ihre Entscheidungen die Umwelt.


Kulturen kennenlernen – ohne Schubladen

Auf einer Weltreise kann leicht der Eindruck entstehen, ein einzelnes Erlebnis erkläre ein ganzes Land. Das stimmt nicht. Ein Sumo-Training erklärt nicht ganz Japan. Ein Regenwald erklärt nicht ganz Australien. Eine Eisbärenbegegnung erklärt nicht ganz Kanada. Und ein Tuareg in der Sahara erklärt nicht ganz Algerien.

Beim Lernen über andere Menschen helfen Dir vier Regeln:

  1. Respekt: Sprich über Menschen so, wie Du möchtest, dass andere über Dich sprechen.
  2. Neugier: Frage nach, statt vorschnell zu urteilen.
  3. Vielfalt: Suche mehrere Beispiele aus einem Land oder einer Kultur.
  4. Perspektive: Überlege, wer erzählt und was im Film nicht gezeigt wird.


Naturphänomene auf Willis Reise


Wasserkreislauf im Regenwald

Wärme lässt Wasser verdunsten. Feuchte Luft steigt auf. Wolken entstehen. Regen fällt. Pflanzen nehmen Wasser auf und geben später wieder einen Teil an die Luft ab. So bleibt Wasser ständig in Bewegung.


Meereis in Kanada

Meereis entsteht, wenn Meerwasser gefriert. Es schwimmt auf dem Meer und verändert sich mit den Jahreszeiten. Für viele arktische Tiere ist es ein wichtiger Lebensraum oder Jagdplatz.


Erdbeben in Japan

Erdplatten bewegen sich. An ihren Grenzen kann sich Spannung aufbauen. Wenn sie sich löst, bewegt sich der Boden. Menschen können Erdbeben nicht verhindern, aber Gebäude und Notfallpläne können Risiken verringern.


Fata Morgana in der Wüste

Licht wird in unterschiedlich warmen Luftschichten gebrochen. Dadurch können Bilder verschoben oder gespiegelt erscheinen. Was wie Wasser aussieht, kann in Wirklichkeit nur ein Lichtbild des Himmels sein.


Umweltfragen: Was verbindet alle Stationen?

Ob Regenwald, Arktis, Großstadt oder Wüste: Überall brauchen Lebewesen Wasser, Nahrung, Raum und sichere Lebensbedingungen. Der Film zeigt sehr unterschiedliche Orte. Du kannst daraus gemeinsame Fragen entwickeln.

  1. Artenvielfalt: Wie können Tiere und Pflanzen geschützt werden?
  2. Klimawandel: Wie verändert eine wärmere Erde Lebensräume?
  3. Wasser: Wie gehen Menschen mit einer begrenzten Ressource um?
  4. Stadtentwicklung: Wie können viele Menschen auf engem Raum gut leben?
  5. Nachhaltigkeit: Wie können Reisen, Konsum und Energieverbrauch verantwortungsvoller werden?
  6. Naturschutz: Wie können Menschen Wildtiere schützen und trotzdem sicher leben?


Reisen mit Verantwortung

Willi reist sehr weit. Eine Weltreise ist spannend, verursacht aber auch Belastungen für die Umwelt, besonders durch lange Flugstrecken. Daraus entsteht eine interessante Frage: Wie können wir die Welt kennenlernen und gleichzeitig sorgsam mit ihr umgehen?

Du kannst nicht jeden Ort selbst besuchen. Bücher, Gespräche, Karten, Filme, Museen, Partnerschulen und digitale Begegnungen können ebenfalls Fenster zur Welt sein. Wenn Du reist, kannst Du Müll vermeiden, Tiere nicht stören, Wasser sparen, lokale Regeln beachten und Menschen respektvoll begegnen.

Merksatz: Ein guter Welterforscher will nicht nur möglichst viel sehen, sondern auch möglichst wenig kaputt machen.


Filmwissen: Dokumentation und Abenteuer

Willi und die Wunder dieser Welt verbindet dokumentarische Beobachtungen mit einer erzählten und teilweise inszenierten Abenteuerhandlung. Willi spricht direkt mit den Zuschauerinnen und Zuschauern, stellt Fragen und trifft Menschen, die ihm etwas erklären. Gleichzeitig werden manche Situationen so gestaltet, dass eine spannende Geschichte entsteht.[4]

Das ist wichtig für Medienkompetenz: Ein Dokumentarfilm zeigt Wirklichkeit, aber er zeigt nie alles. Jemand entscheidet, wohin die Kamera schaut, was aufgenommen wird und welche Szenen später im Film bleiben.


Kamera: Nah dran oder weit weg?

Eine Nahaufnahme kann ein kleines Tier riesig erscheinen lassen. Eine weite Aufnahme zeigt dagegen eine ganze Landschaft und hilft Dir, Größenverhältnisse zu verstehen. Das pädagogische Begleitmaterial weist darauf hin, dass der Film mit solchen unterschiedlichen Einstellungen arbeitet.[4]

Beobachtungsauftrag beim Filmschauen: Achte einmal nur auf die Kamera. Wann bist Du ganz nah an einem Tier? Wann siehst Du eine Landschaft von weit weg? Wie verändert das Dein Gefühl?


Schnitt: Aus vielen Stunden wird ein Film

Für den Film war das Team 60 Dreh- und Reisetage unterwegs. Im offiziellen Presseheft werden mehr als 27 Stunden belichtetes Rohmaterial genannt. Der fertige Film dauert nur 78 Minuten.[3]

Das bedeutet: Beim Filmschnitt wird sehr viel ausgewählt. Szenen werden gekürzt, verbunden oder weggelassen. Dadurch entsteht eine verständliche und spannende Reihenfolge.


Ton und Musik

Geräusche können einen Ort lebendig machen: Regentropfen, Tierlaute, Wind, Straßenverkehr oder Stimmen. Musik kann zusätzlich Spannung, Freude, Gefahr oder Ruhe vermitteln.

Hörauftrag: Schließe bei einer ungefährlichen Filmszene für einige Sekunden die Augen und höre nur zu. Welche Geräusche verraten Dir, wo die Szene spielt?


Die Ameise als Leitmotiv

Ameisen tauchen wiederholt als kleines verbindendes Element auf. Im Filmheft wird dieses Insekt als Leitmotiv für die Filmanalyse vorgeschlagen.[4] Ein Leitmotiv ist etwas, das in einer Geschichte immer wieder erscheint und verschiedene Teile miteinander verbindet.

Du kannst Dir überlegen: Warum eignet sich gerade eine Ameise für einen Film über die ganze Welt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was für ein Film ist Willi und die Wunder dieser Welt? (Ein Kinder- und Dokumentarfilm) (!Ein Zeichentrickfilm) (!Ein Märchenfilm) (!Ein Weltraumfilm)




Warum macht Willi seine Weltreise? (Er will ein Versprechen an Frau Klinger erfüllen) (!Er sucht einen verlorenen Fußball) (!Er möchte ein Rennen gewinnen) (!Er will ein Hotel eröffnen)




Welche Landschaft besucht Willi in Australien? (Einen tropischen Regenwald) (!Eine Eiswüste) (!Eine Hochgebirgssteppe) (!Eine Vulkaninsel)




Welche großen Tiere beobachtet Willi bei Churchill in Kanada? (Eisbären) (!Giraffen) (!Pinguine) (!Elefanten)




Warum ist Meereis für viele Eisbären wichtig? (Sie können darauf besonders gut Robben jagen) (!Sie bauen daraus Nester) (!Sie pflanzen darauf Bäume) (!Sie trinken nur geschmolzenes Eis)




Welche Sportart lernt Willi in Tokio kennen? (Sumō) (!Eishockey) (!Kricket) (!Baseballwerfen)




Warum gibt es in Japan häufig Erdbeben? (Mehrere Erdplatten treffen in der Region aufeinander) (!Die Hochhäuser sind zu schwer) (!Die Züge fahren zu schnell) (!Der Wind bewegt den Boden)




In welchem Land wurde die Sahara-Etappe des Films gedreht? (Algerien) (!Kanada) (!Australien) (!Japan)




Was ist eine Fata Morgana? (Eine Luftspiegelung) (!Ein Wüstentier) (!Ein Sandsturm) (!Eine Wolkenart)




Was verbindet der Film miteinander? (Dokumentarische Beobachtungen und eine Abenteuerhandlung) (!Nur erfundene Trickfilmfiguren) (!Nur Nachrichten aus einem Studio) (!Nur Musik ohne Bilder)





Memory

Australien Regenwald
Churchill Eisbären
Tokio Megastadt
Sumō Ringkampf
Sahara Wüstenlandschaft
Fata Morgana Luftspiegelung
Weberameise Blätternest
Dokumentarfilm Wirklichkeitsbeobachtung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Australien tropischer Regenwald
Kanada Eisbären an der Hudson Bay
Japan Großstadt Tokio
Algerien Sahara
Weberameise Nest aus Blättern
Sumō japanischer Ringkampf
Erdbeben Bewegung von Erdplatten
Fata Morgana Luftspiegelung






Kreuzworträtsel

Regenwald Welche grüne Landschaft besucht Willi in Australien?
Churchill Wie heißt der kanadische Ort, an dem Willi Eisbären beobachtet?
Tokio Welche japanische Großstadt besucht Willi?
Sumō Wie heißt der japanische Ringkampf?
Sahara Welche große heiße Wüste bereist Willi?
Ameise Welches kleine Insekt taucht als wiederkehrendes Motiv auf?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Willi beginnt seine große Reise mit einer Station im Regenwald von

. Danach besucht er den kanadischen Ort

. Dort spielen wilde

eine wichtige Rolle. In Japan erkundet Willi die Großstadt

. Die traditionelle Ringkampfform, die er dort kennenlernt, heißt

. Erdbeben entstehen durch Bewegungen von

. Die letzte große Reiseetappe führt Willi in die

. Eine scheinbare Wasserfläche in der Wüste kann eine

sein. Der Film verbindet Beobachtungen der Wirklichkeit mit einer

. Beim Reisen und Forschen ist ein respektvoller Umgang mit Menschen, Tieren und Natur besonders

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Weltkarte: Zeichne eine einfache Weltkarte oder nutze eine Vorlage und markiere Deutschland, Australien, Kanada, Japan und Algerien. Verbinde Willis Stationen mit Pfeilen.
  2. Landschaft: Gestalte vier kleine Bildkarten zu Regenwald, Arktis, Großstadt und Wüste. Schreibe zu jeder Karte zwei Dinge, die dort wichtig sind.
  3. Geräusch: Erfinde mit Deiner Klasse eine Geräuschreise. Wie klingen Regenwald, Eislandschaft, Tokio und Sahara? Nutzt Stimme, Papier, Instrumente oder Alltagsgegenstände.
  4. Ameise: Beobachte draußen Ameisen, ohne sie anzufassen oder ihren Bau zu beschädigen. Zeichne, was sie tun, und notiere eine Frage, die Du einem Ameisenforscher stellen würdest.


Standard

  1. Alltag: Vergleiche Deinen Wohnort mit Tokio. Wo bewegen sich Menschen zu Fuß, mit Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto? Zeichne zwei Ideen für eine kinderfreundliche und umweltfreundliche Stadt.
  2. Wasserkreislauf: Gestalte ein Plakat zum Weg des Wassers im Regenwald. Verwende Pfeile für Verdunstung, Wolken, Regen und Pflanzen.
  3. Interview: Befrage eine Person, die schon in einem anderen Land gelebt oder Urlaub gemacht hat. Frage nicht nur nach Sehenswürdigkeiten, sondern auch nach Alltag, Essen, Sprache, Schule, Natur und Begegnungen mit Menschen.
  4. Kamera: Drehe mit Erlaubnis ein kurzes Video über ein Naturdetail in Deiner Umgebung. Verwende eine Nahaufnahme und eine weite Aufnahme. Erkläre anschließend, warum beide Bilder unterschiedlich wirken.


Schwer

  1. Klimawandel: Erstelle eine Wirkungskette zum Thema Eisbär. Beginne mit steigenden Temperaturen und zeige, wie sich Veränderungen des Meereises auf Jagd, Nahrung und Begegnungen mit Menschen auswirken können.
  2. Nachhaltiges Reisen: Plane eine möglichst umweltbewusste Entdeckungsreise. Überlege, welche Strecken wirklich nötig sind, welche Verkehrsmittel möglich wären und wie Du vor Ort Natur und Menschen respektierst.
  3. Kultur: Wähle Japan, Australien, Kanada oder Algerien und suche mindestens drei sehr unterschiedliche Beispiele dafür, wie Menschen dort leben. Zeige damit, warum ein Land niemals nur eine einzige Lebensweise hat.
  4. Filmanalyse: Wähle eine Szene aus dem Film und untersuche, was wahrscheinlich dokumentarisch beobachtet wurde und was für die Abenteuerhandlung vorbereitet oder inszeniert sein könnte. Begründe Deine Vermutung mit Bild, Ton, Handlung und Kamera.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Lebensräume vergleichen: Erkläre, warum Wasser im Regenwald und in der Sahara jeweils eine sehr wichtige Rolle spielt, obwohl beide Landschaften völlig unterschiedlich aussehen.
  2. Klimawandel verstehen: Beschreibe eine Kette von mindestens vier Schritten, die zeigt, wie wärmere Temperaturen über das Meereis das Leben von Eisbären beeinflussen können.
  3. Stadt und Naturgefahr: Entwickle drei Ideen, wie eine große Stadt wie Tokio gleichzeitig mit wenig Platz und mit Erdbebenrisiken umgehen kann. Begründe jede Idee.
  4. Dokumentarfilm: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum ein Dokumentarfilm zwar Wirklichkeit zeigt, aber trotzdem nicht „die ganze Wirklichkeit“ zeigen kann.
  5. Respektvolles Reisen: Formuliere fünf Regeln für eine Weltreise, bei der Menschen, Tiere, Kulturen und Umwelt respektiert werden. Erkläre, warum Deine wichtigste Regel an allen vier Reisestationen gilt.
  6. Transfer: Finde ein „Wunder“ in Deiner eigenen Umgebung, zum Beispiel einen Bach, einen Baum, ein Tier, ein Bauwerk oder einen besonderen Ort. Plane eine Mini-Reportage, die erklärt, was daran spannend ist und wie man diesen Ort schützen oder respektieren kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Willi und die Wunder dieser Welt ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Fakten auswendig kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst.

  1. Du kannst Willis wichtigste Reisestationen auf einer Karte einordnen.
  2. Du kannst Regenwald, arktisch geprägten Raum, Großstadt und Wüste vergleichen.
  3. Du kannst erklären, warum Tiere und Menschen an unterschiedliche Lebensräume angepasst sind.
  4. Du kannst den Zusammenhang zwischen Meereis, Eisbären und Klimawandel beschreiben.
  5. Du kannst Erdbeben und Fata Morgana als Naturphänomene kindgerecht erklären.
  6. Du kannst zeigen, warum ein Land oder eine Kultur niemals durch nur eine Filmszene beschrieben werden kann.
  7. Du kannst Beispiele für respektvolles und nachhaltiges Reisen nennen und begründen.
  8. Du kannst erklären, wie Kamera, Schnitt, Ton und Inszenierung die Wirkung eines Dokumentarfilms verändern.
  9. Du kannst eine eigene kleine Reportage, Karte, Präsentation, Zeichnung oder Untersuchung zu einem „Wunder“ Deiner Umgebung erstellen.




OERs zum Thema

Die in diesem aiMOOC verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien können über ihre jeweilige Dateiseite aufgerufen werden. Dort findest Du Urheber, Lizenz und Hinweise zur Weiternutzung. Die YouTube-Videos dienen als zusätzliche Lernmedien; vor dem Einsatz im Unterricht sollte eine Lehrkraft oder erwachsene Begleitperson prüfen, ob das Video für die konkrete Lerngruppe passend ist.

Quellenhinweise


Verknüpfte Lernbereiche


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