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Werkstücke strecken, breiten und schlichten - Schmied

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Werkstücke strecken, breiten und schlichten - Schmied



Werkstücke strecken, breiten und schlichten - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden werden metallische Werkstücke durch Druckkräfte plastisch umgeformt. Beim handwerklichen Freiformschmieden entsteht die Form durch das Zusammenspiel von Schmiedefeuer, Amboss, Hammer, Zange, Werkstückführung und kontrollierter Schlagfolge. Zu den grundlegenden Arbeitstechniken gehören das Strecken, das Breiten und das Schlichten. Sie werden beim Herstellen von Werkzeugen, Beschlägen, Gittern, Haken, Blattformen und weiteren Schmiedeteilen eingesetzt.

Dieser Lernkurs richtet sich an Auszubildende im Bereich Metallbau, besonders an Lernende der Fachrichtung Metallgestaltung. Du lernst, wie sich der Werkstoff beim Hammerschlag bewegt, wie Du die Fließrichtung steuerst, Werkzeuge fachgerecht auswählst, Maße kontrollierst und typische Schmiedefehler vermeidest. Praktische Übungen dürfen nur an eingerichteten Arbeitsplätzen, nach Unterweisung und unter Aufsicht einer fachkundigen Person durchgeführt werden.


Beruflicher Bezug

Die traditionelle Berufsbezeichnung Schmied wird weiterhin verwendet. In Deutschland gehören viele entsprechende Tätigkeiten heute zum Ausbildungsberuf Metallbauerin und Metallbauer in der Fachrichtung Metallgestaltung. Dazu zählen das Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen, das manuelle und maschinelle Herstellen von Schmiedeteilen, das Anfertigen von Werkzeugen und Hilfswerkzeugen sowie das Gestalten von Oberflächen.

Die drei Verfahren bauen aufeinander auf: Durch Strecken und Breiten entsteht die Grundform. Durch Schlichten werden Form, Ebenheit, Kantenverlauf und Oberflächenqualität verbessert.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du die Werkstoffbewegung beim Freiformschmieden erklären, Strecken und Breiten fachlich unterscheiden, einen Arbeitsablauf planen, Hammerbahn und Hammerfinne zielgerichtet einsetzen, das Schlichten als Feinbearbeitung beschreiben, Maße kontrollieren sowie Qualitätsmängel und Sicherheitsrisiken beurteilen.


Grundlagen der Werkstoffumformung

Beim Schmieden wird Material nicht wie beim Sägen, Feilen oder Bohren abgetragen. Der Werkstoff wird plastisch umgeformt und fließt unter dem Einfluss der Hammerschläge in freie Richtungen. Das Volumen bleibt dabei näherungsweise erhalten: Wird ein Abschnitt dünner, nimmt seine Länge, seine Breite oder beides zu. Welche Richtung überwiegt, hängt von der Auflage am Amboss, der Form der Hammerbahn, der Ausrichtung der Finne, der Schlagstärke und der Werkstückführung ab.

Ein heißes Werkstück lässt sich leichter umformen als ein kaltes. Der zulässige Schmiedetemperaturbereich hängt vom Werkstoff ab. Maßgeblich sind Werkstoffangaben, betriebliche Vorgaben, die Unterweisung und gegebenenfalls eine Temperaturmessung. Zu niedrige Temperatur erhöht die notwendige Schlagkraft und kann Risse begünstigen. Zu hohe Temperatur kann zu starkem Zunder, Kornwachstum, Entkohlung oder Verbrennung des Werkstoffs führen.


Schmiedehitze und Arbeitsrhythmus

Eine Hitze bezeichnet einen Arbeitsabschnitt zwischen dem Erwärmen und dem erneuten Einbringen des Werkstücks in die Esse. Während einer Hitze sinkt die Temperatur fortlaufend. Grobe Umformschläge erfolgen normalerweise bei höherer geeigneter Schmiedetemperatur. Feinere Korrekturen und Schlichtschläge werden mit angepasster Schlagstärke ausgeführt, solange der Werkstoff noch ausreichend plastisch ist.

Ein sinnvoller Arbeitsrhythmus lautet: Erwärmen, Zunder nach betrieblicher Vorgabe entfernen, grob umformen, richten, messen, erneut erwärmen und fertigformen. Hektisches Weiterarbeiten an einem zu kalten Werkstück verschlechtert häufig die Oberfläche und erhöht die Belastung für Werkzeug, Werkstück und Körper.


Arbeitssicherheit

Schmiedearbeiten verbinden Hitze, offene Flammen oder heiße Ofenbereiche, Funken, Zunder, hohe Schlagenergien, Lärm und schwere Werkzeuge. Deshalb gelten immer die Gefährdungsbeurteilung, die Betriebsanweisung und die Unterweisung des Ausbildungsbetriebs.

Vor Arbeitsbeginn prüfst Du Hammerkopf, Stiel, Keilung, Hammerbahn, Amboss, Zange und Hilfswerkzeuge. Lose Hammerköpfe, gerissene Stiele, ausgeschlagene Zangen, ausgebrochene Werkzeugkanten oder pilzförmig aufgestauchte Schlagköpfe dürfen nicht verwendet werden. Die Zange muss zum Querschnitt passen und das Werkstück sicher halten.

Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören die nach betrieblicher Festlegung erforderlichen Schutzmittel, beispielsweise Augen- oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und geeignete Arbeitskleidung. Heiße Werkstücke werden ausschließlich an festgelegten Stellen abgelegt und eindeutig als heiß behandelt. Auch dunkel gewordener Stahl kann noch schwere Verbrennungen verursachen.

Beim Zuschlagen arbeiten Schmied und Zuschläger nur mit klaren Signalen. Der Führende bestimmt Beginn, Schlagstelle, Schlagstärke und Ende. Niemand steht in der möglichen Flugrichtung von Zunder, Werkzeugteilen oder Werkstücken.

Datei:Blacksmith at work 2011-06-04.jpg


Werkzeuge und ihre Wirkung

Der Schmiedehammer besitzt eine Bahn und häufig eine Finne. Die Bahn verteilt die Schlagkraft auf eine größere Fläche und eignet sich zum Formen, Richten und Schlichten. Die schmalere Finne konzentriert die Kraft. Dadurch dringt sie tiefer ein und treibt den Werkstoff vor allem quer zur Finnenkante auseinander. Die Orientierung der Finne bestimmt deshalb wesentlich die Fließrichtung.

Der Amboss bildet die Gegenlage. Auf der Ambossbahn werden ebene Flächen geschmiedet. Das Horn unterstützt Rundungen, Übergänge und bestimmte Streckarbeiten. Vierkantloch und Rundloch dienen je nach Bauart zur Aufnahme von Hilfswerkzeugen beziehungsweise zum Durchlochen.

Der Schlichthammer ist ein Hilfshammer mit großer, sauberer und ebener oder nur gering gewölbter Bahn. Er wird auf das Werkstück gesetzt und kann durch einen Zuschläger beaufschlagt werden. Bei kleineren Werkstücken erfolgt das Schlichten auch mit einem geeigneten Handhammer.

Die Schmiedezange muss an Form und Abmessung des Werkstücks angepasst sein. Ein zu großes Zangenmaul hält unsicher. Ein zu kleines Maul liegt nur punktuell an und kann das Werkstück verdrehen oder herausdrücken.


Werkstücke strecken

Strecken bedeutet, einen Werkstückabschnitt länger und zugleich im Querschnitt kleiner zu schmieden. Bei einem Vierkantstab sollen Breite und Dicke kontrolliert und möglichst gleichmäßig abnehmen. Der Werkstoff wird durch aufeinanderfolgende Schläge längs verteilt.

Vor dem Strecken legst Du Ausgangsmaße, Sollmaß und Bearbeitungszone fest. Danach erwärmst Du nur den erforderlichen Bereich. Die Hammerschläge überlappen sich, damit keine tiefen Einzelkerben stehen bleiben. Bei einem quadratischen Querschnitt wird das Werkstück regelmäßig um eine Vierteldrehung gewendet. So bleibt der Querschnitt kontrollierbar.

Zum schnellen Vorstrecken kann die Finne oder ein balliges Hilfswerkzeug eingesetzt werden. Anschließend wird mit der Hammerbahn egalisiert. Zwischen den Schlagfolgen richtest Du das Werkstück. Ein krummer Stab lässt sich nur ungenau messen und kann beim weiteren Schmieden einseitig ausweichen.


Arbeitsfolge beim Strecken

  1. Arbeitsvorbereitung: Zeichnung, Sollmaße, Werkstoff, Schmiedezugabe, Werkzeuge und Zange prüfen.
  2. Erwärmen: Nur die vorgesehene Streckzone auf geeignete Schmiedetemperatur bringen.
  3. Vorstrecken: Mit gerichteten, überlappenden Schlägen den Querschnitt reduzieren.
  4. Wenden und Richten: Das Werkstück regelmäßig drehen, gerade halten und Verzug korrigieren.
  5. Messen: Länge, Breite, Dicke, Geradheit und Übergänge kontrollieren.
  6. Fertigschmieden: Kerben ausarbeiten und den Querschnitt vereinheitlichen.


Typische Fehler beim Strecken

Ein zu großer Schlagabstand erzeugt Wellen und Einschnürungen. Zu tiefe Finnenschläge hinterlassen Kerben. Wird ein Vierkant nicht regelmäßig gedreht, entsteht ein flacher oder rautenförmiger Querschnitt. Unkontrolliertes Schlagen ohne Zwischenausrichten führt zu Biegung und Torsion.


Werkstücke breiten

Breiten bedeutet, einen Werkstückbereich breiter und zugleich dünner zu schmieden. Das Verfahren wird beispielsweise bei Blattenden, Schaufelformen, Beschlägen, Meißelenden oder dekorativen Flächen eingesetzt. Die Materialbewegung erfolgt überwiegend seitlich.

Für das Breiten wird häufig die Hammerfinne verwendet. Der Werkstoff fließt bevorzugt quer zur Finnenkante. Die Finne wird daher so ausgerichtet, dass die gewünschte seitliche Ausdehnung entsteht. Die Schläge werden von der Mitte zu den Rändern oder nach einem festgelegten Muster gesetzt. Durch wechselndes Bearbeiten beider Seiten bleibt die Mittellinie kontrollierbar.

Die Ränder dürfen nicht zu dünn ausgeschmiedet werden. Zu starke Schläge am Rand können Einrisse, Falten oder ungleichmäßige Konturen erzeugen. Nach dem Vorbreiten werden Finnenspuren mit der Hammerbahn ausgearbeitet.


Arbeitsfolge beim Breiten

  1. Anzeichnen: Breitenzone, Mittellinie und Sollkontur markieren.
  2. Erwärmen: Den zu breitenden Abschnitt gleichmäßig auf geeignete Temperatur bringen.
  3. Material verteilen: Mit der Finne gerichtete Schläge setzen und den Werkstoff seitlich treiben.
  4. Kontur steuern: Werkstück wenden, beide Seiten vergleichen und die Randdicke erhalten.
  5. Fläche ausarbeiten: Finnenspuren mit der Bahn überschmieden.
  6. Prüfen: Breite, Dicke, Symmetrie, Ebenheit und Übergang beurteilen.


Strecken und Breiten im Vergleich

Merkmal Strecken Breiten
Hauptwirkung Länge nimmt zu Breite nimmt zu
Querschnitt Wird kleiner Wird flacher
Werkstofffluss Überwiegend längs Überwiegend seitlich
Häufige Kontrolle Länge, Dicke, Breite, Geradheit Breite, Dicke, Mittellinie, Symmetrie
Häufige Fehler Wellen, Rautenquerschnitt, Einschnürungen Dünne Ränder, asymmetrische Kontur, Falten


Werkstücke schlichten

Schlichten ist die Feinbearbeitung eines vorgeschmiedeten Werkstücks. Ziel sind eine gleichmäßigere Oberfläche, klare Flächen, saubere Übergänge, ein kontrollierter Kantenverlauf und eine verbesserte Maß- und Formgenauigkeit. Schlichten ersetzt nicht die richtige Vorform. Grobe Maßfehler müssen vorher durch Strecken, Breiten, Stauchen, Richten oder andere Umformverfahren korrigiert werden.

Beim Schlichten werden leichte, gleichmäßige und überlappende Schläge eingesetzt. Hammerbahn, Schlichthammer und Ambossfläche müssen sauber sein. Zunder oder Werkzeugbeschädigungen können sich in die Oberfläche einprägen. Das Werkstück liegt satt auf dem Amboss.

Bei größeren Flächen kann ein Schlichthammer aufgesetzt werden, auf den ein Zuschläger schlägt. Der führende Schmied verschiebt das Werkzeug schrittweise über die Fläche. Die Schläge werden so dosiert, dass Unebenheiten geglättet werden, ohne den Querschnitt unbeabsichtigt stark zu verändern.


Qualitätsmerkmale nach dem Schlichten

Ein fachgerecht geschlichtetes Werkstück besitzt die geforderte Form, einen gleichmäßigen Querschnitt, passende Übergänge und eine Oberfläche ohne tiefe Hammerschläge, Falten oder sichtbare Risse. Kanten sind entsprechend der Zeichnung scharf, gebrochen oder gerundet. Die Maßprüfung berücksichtigt die vorgesehene Weiterbearbeitung und mögliche Schmiedezugaben.

Eine geschmiedete Oberfläche muss nicht spiegelglatt sein. Entscheidend ist, ob die geforderte Funktion, Form, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität erreicht wird. Dekorative Hammerschlagstrukturen können gewollt sein. Zufällige Kerben, kalte Überlappungen oder Risse sind dagegen Qualitätsmängel.


Durchgängiger Arbeitsplan

Ein sinnvoller Arbeitsplan beginnt mit der Analyse der Zeichnung. Du bestimmst Ausgangsquerschnitt, Fertigmaße, Bearbeitungszonen und Reihenfolge. Danach wählst Du Zange, Hammer und Hilfswerkzeuge aus und richtest den Arbeitsplatz ein.

Zuerst wird Material dort verteilt, wo die größten Formänderungen erforderlich sind. Ein langer, dünner Abschnitt wird gestreckt. Eine flächige Endform wird gebreitet. Danach folgen Richten, Übergänge und Maßkorrekturen. Erst wenn die Grundform stimmt, wird geschlichtet. Abschließend werden Maße, Symmetrie, Oberfläche und erkennbare Fehler geprüft und dokumentiert.

Datei:Smithy- steel forging (2).webm


Fehleranalyse und Korrektur

Fehlerbild Mögliche Ursache Fachgerechte Reaktion
Werkstück wird beim Strecken krumm Einseitige Schlagfolge oder ungleichmäßige Erwärmung Frühzeitig richten, Schlagfolge ausgleichen und Werkstück regelmäßig wenden
Querschnitt wird rautenförmig Vierkant wurde nicht um Vierteldrehungen gewendet Querschnitt ausrichten und Seitenfolge einhalten
Fläche wird beim Breiten asymmetrisch Mittellinie nicht kontrolliert oder Schläge nur von einer Seite Mittellinie markieren, beidseitig arbeiten und Kontur vergleichen
Tiefe Finnenspuren bleiben sichtbar Zu starke Einzelschläge oder fehlendes Ausarbeiten mit der Bahn Bei geeigneter Temperatur mit überlappenden Bahnschlägen egalisieren
Oberfläche zeigt eingedrückten Zunder Ambossbahn, Hammerbahn oder Werkstückoberfläche waren verschmutzt Oberfläche und Werkzeuge nach betrieblicher Vorgabe reinigen
Risse entstehen Zu niedrige Temperatur oder zu starke Umformung Arbeit stoppen, Ursache beurteilen und nicht einfach überschmieden


Fachbegriffe

Begriff Bedeutung
Hammerbahn Breite Arbeitsfläche des Hammers zum Formen, Richten und Schlichten
Hammerfinne Schmale Hammerseite zur konzentrierten Krafteinleitung
Schlichthammer Hilfshammer mit großer Bahn zum Glätten und Fertigformen
Zunder Oxidschicht, die sich beim Erwärmen von Stahl bildet
Schmiedehitze Für den jeweiligen Werkstoff geeigneter Temperaturbereich zum Umformen
Freiformschmieden Schmieden mit nicht formgebundenen Werkzeugen
Richten Beseitigen unerwünschter Krümmung oder Verdrehung
Schmiedezugabe Vorgesehener Material- oder Maßüberschuss


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die Hauptwirkung des Streckens? (Das Werkstück wird länger und im Querschnitt kleiner) (!Das Werkstück wird nur erwärmt) (!Das Werkstück wird breiter und dicker) (!Das Werkstück wird durch Spanen gekürzt)




Was geschieht beim Breiten hauptsächlich? (Die Breite nimmt zu und die Dicke nimmt ab) (!Die Länge nimmt ab und die Dicke nimmt zu) (!Der Werkstoff wird vollständig getrennt) (!Die Oberfläche wird nur poliert)




Welches Ziel hat das Schlichten? (Form und Oberfläche werden feinbearbeitet) (!Das Werkstück wird abgeschrotet) (!Der Werkstoff wird gehärtet) (!Das Werkstück wird gebohrt)




Welche Wirkung hat die Hammerfinne? (Sie konzentriert die Kraft und steuert den Werkstofffluss) (!Sie misst die Werkstücktemperatur) (!Sie schützt den Hammerstiel) (!Sie kühlt das Werkstück)




Warum wird ein Vierkant beim Strecken regelmäßig um eine Vierteldrehung gewendet? (Damit der Querschnitt kontrolliert und gleichmäßig bleibt) (!Damit der Stahl schneller abkühlt) (!Damit der Amboss nicht warm wird) (!Damit keine Zange benötigt wird)




Welche Anforderung gilt für die Schmiedezange? (Sie muss zum Werkstückquerschnitt passen und sicher halten) (!Sie muss immer länger als zwei Meter sein) (!Sie darf nur an kalten Werkstücken verwendet werden) (!Sie ersetzt den Augen- und Gehörschutz)




Was ist vor dem Schlichten besonders wichtig? (Die Grundform und die wesentlichen Maße müssen bereits stimmen) (!Das Werkstück muss vollständig kalt sein) (!Alle Kanten müssen abgesägt sein) (!Der Hammerkopf muss mit Wasser gekühlt werden)




Warum wird während des Schmiedens mehrfach gemessen? (Damit Maßabweichungen früh erkannt und korrigiert werden) (!Damit das Werkstück schneller warm wird) (!Damit mehr Zunder entsteht) (!Damit die Zange leichter wird)




Welche Gefahr besteht beim Weiterhämmern eines zu kalten Werkstücks? (Die notwendige Kraft steigt und Risse können begünstigt werden) (!Das Werkstück schmilzt sofort) (!Der Amboss verliert sein Horn) (!Die Zange wird automatisch länger)




Welche Reihenfolge ist fachlich sinnvoll? (Erwärmen, grob umformen, richten und messen, schlichten) (!Schlichten, sägen, erwärmen, messen) (!Messen, lackieren, breiten, abschrecken) (!Polieren, bohren, strecken, entzundern)





Memory

Strecken Länge vergrößern und Querschnitt verkleinern
Breiten Breite vergrößern und Dicke verringern
Schlichten Oberfläche und Form feinbearbeiten
Hammerfinne Werkstofffluss gezielt steuern
Hammerbahn Flächen ausarbeiten und glätten
Schmiedezange Heißes Werkstück sicher halten
Zunder Oxidschicht auf erhitztem Stahl





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung oder Aufgabe
Strecken Das Werkstück wird länger und dünner
Breiten Das Werkstück wird breiter und flacher
Schlichten Unebenheiten werden mit leichten Schlägen ausgearbeitet
Richten Unerwünschte Krümmung wird beseitigt
Messen Maßabweichungen werden früh erkannt






Kreuzworträtsel

Strecken Wie heißt das Verlängern eines Werkstücks bei gleichzeitiger Querschnittsverringerung?
Breiten Wie heißt das seitliche Ausdehnen eines Werkstücks?
Schlichten Wie heißt die Feinbearbeitung mit leichten Hammerschlägen?
Amboss Welche feste Unterlage nimmt die Gegenkraft des Hammerschlags auf?
Finne Wie heißt die schmale Arbeitsseite eines Schmiedehammers?
Zange Welches Werkzeug hält das heiße Werkstück?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim

wird ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim

fließt der Werkstoff überwiegend seitlich. Die schmale Arbeitsseite des Schmiedehammers heißt

. Ein Vierkant wird beim Strecken regelmäßig um eine

gewendet. Die breite Arbeitsfläche des Hammers heißt

. Das

verbessert Form und Oberflächenqualität. Eingebrannter

kann die Werkstückoberfläche beschädigen. Eine passende

hält das heiße Werkstück sicher. Durch wiederholtes

werden Maßfehler früh erkannt. Vor jeder Arbeit gelten die Regeln des

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarten: Gestalte Karten zu Strecken, Breiten, Schlichten, Hammerbahn, Finne und Zunder und ergänze jeweils eine eigene Skizze.
  2. Prüfliste: Entwickle eine kurze Prüfliste für Hammer, Zange, Amboss und persönliche Schutzausrüstung.
  3. Pfeilskizze: Zeichne bei einem Vierkantstab mit Pfeilen ein, wohin der Werkstoff beim Strecken und beim Breiten fließt.
  4. Ablaufplan: Ordne die Schritte Erwärmen, Vorformen, Richten, Messen und Schlichten zu einem begründeten Arbeitsablauf.


Standard

  1. Übungswerkstück: Plane ein Werkstück mit einem gestreckten Schaft und einem gebreiteten Ende und trage Ausgangs- und Sollmaße ein.
  2. Fehlerprotokoll: Untersuche Fotos oder Übungsstücke auf Wellen, Finnenspuren, asymmetrische Konturen und Risse.
  3. Videostudie: Analysiere ein Schmiedevideo und protokolliere Schlagfolge, Werkstückdrehung, Zangenhaltung und Zwischenmessungen.
  4. Prüfplan: Erstelle einen Prüfplan mit Merkmal, Prüfmittel, Prüfzeitpunkt und zulässiger Abweichung.


Schwer

  1. Vergleichsversuch: Vergleiche unter Anleitung zwei Schlagfolgen beim Strecken und dokumentiere deren Einfluss auf Geradheit und Querschnitt.
  2. Prozessverbesserung: Entwickle für ein fehlerhaftes Werkstück eine korrigierte Reihenfolge aus Erwärmen, Umformen, Richten, Messen und Schlichten.
  3. Unterweisung: Entwirf eine fünfminütige Unterweisung zur sicheren Auswahl und Prüfung einer Schmiedezange.
  4. Projektbericht: Fertige unter Aufsicht ein einfaches Werkstück an und dokumentiere Planung, Sicherheitsmaßnahmen, Hitzefolgen, Maße, Fehler und Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Werkstofffluss beurteilen: Ein Vierkantstab wird nur auf zwei gegenüberliegenden Seiten geschlagen und nicht gedreht. Erkläre die entstehende Form und entwickle eine bessere Schlagfolge.
  2. Arbeitsplan entwickeln: Plane die Herstellung eines Werkstücks mit langem Schaft und blattförmigem Ende. Begründe, wann Du streckst, breitest, richtest, misst und schlichtest.
  3. Fehlerursache bestimmen: Ein Werkstück besitzt tiefe parallele Kerben und dünne eingerissene Ränder. Ordne die Fehler den Arbeitsschritten zu und schlage Korrekturen vor.
  4. Werkzeugauswahl begründen: Wähle für Vorstrecken, Breiten und Schlichten jeweils geeignete Hammerflächen oder Hilfswerkzeuge und begründe die Auswahl über den Werkstofffluss.
  5. Qualität bewerten: Vergleiche zwei geschmiedete Werkstücke anhand von Maßhaltigkeit, Symmetrie, Oberfläche, Übergängen und sichtbaren Werkstofffehlern.
  6. Sicherheitsentscheidung treffen: Bei der Werkzeugprüfung stellst Du einen lockeren Hammerkopf und eine schlecht passende Zange fest. Beschreibe das weitere Vorgehen und begründe, warum die Arbeit nicht beginnen darf.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sollst Du zeigen, dass Du Strecken, Breiten und Schlichten fachlich unterscheiden und in einen vollständigen Arbeitsprozess einordnen kannst. Wichtig sind eine nachvollziehbare Arbeitsplanung, die Auswahl passender Werkzeuge, die Beachtung von Arbeitsschutz und betrieblicher Unterweisung, eine kontrollierte Werkstückführung, regelmäßige Maßprüfungen und eine begründete Qualitätsbewertung.

Ein praktischer Lernnachweis kann aus einem einfachen Schmiedeteil mit gestrecktem und gebreitetem Bereich bestehen. Bewertet werden Vorbereitung, sichere Durchführung, Maßhaltigkeit, Geradheit, Symmetrie, Übergänge, Oberflächenqualität, Umgang mit Abweichungen und die fachgerechte Dokumentation.




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