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Wasserstoff Brennstoffzellen und Sektorkopplung – Brennstoffzellen funktional verstehen

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Wasserstoff Brennstoffzellen und Sektorkopplung – Brennstoffzellen funktional verstehen

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Wasserstoff Brennstoffzellen und Sektorkopplung – Brennstoffzellen funktional verstehen


Einleitung

Ausbildungskurs | etwa 75–100 Minuten | Elektrochemie, Energietechnik, SHK, Elektrotechnik und Fahrzeugtechnik

Kurzbeschreibung: Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie eines Brennstoffs elektrochemisch in Gleichstrom und Wärme um. Du verfolgst Stoffe, Ladungen und Energie, untersuchst die Sektorenkopplung und beurteilst einen Ausbildungsfall.

Sicherheitsrahmen: Dieser Kurs enthält ausschließlich Modelle, Videos, Papieraufgaben und vorgegebene Daten. Keine Eigenversuche mit Wasserstoff, keine Knallgasprobe, keine Flammenversuche, keine Arbeiten an Gasleitungen, Druckbehältern, Abgasführungen oder geöffneten Geräten! Reale Vorführungen nur an dafür freigegebenen Systemen, durch befähigte Lehr- oder Fachkräfte nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung.


Lernweg in sechs kurzen Einheiten

Einheit Dauer Dein Lernprodukt
1. Sehen 10 min PEM-Zelle beschriften
2. Erklären 10 min Elektronen und Protonen verfolgen
3. Wärme verstehen 10 min elektrische und thermische Energie unterscheiden
4. Verbinden 10 min Sektorkopplung skizzieren
5. Entscheiden 20 min Ausbildungsfall berechnen
6. Prüfen 15–30 min Quellen vergleichen und Sicherheitsgrenzen benennen

Lernziel: Du kannst die Gesamtreaktion erklären, eine einfache Energiebilanz rechnen, die Nutzbarkeit von Wärme bewerten und zwischen technisch möglicher und sinnvoller Anwendung unterscheiden.


Einheit 1: In die PEM-Brennstoffzelle schauen

Beobachtungsauftrag: Zeige im Bild auf Anode, Kathode, Membran, äußeren Stromkreis und Wasserabgabe. Die Abbildung ist ein Modell, kein Installationsplan.

Video: „Wie funktioniert eine Brennstoffzelle?“ – Museum Industriekultur Nürnberg / Friedrich-Alexander-Universität. Stoppe das Video und zeichne die beiden Wege für Protonen und Elektronen.

Merke: In der PEM-Brennstoffzelle wird Wasserstoff an der Anode oxidiert. Die Membran leitet Protonen; Elektronen nehmen den äußeren Stromkreis. An der Kathode entsteht mit Sauerstoff Wasser. Die Zelle erzeugt dabei auch Wärme.


Reaktionen als Funktionsmodell

Ort Vorgang Vereinfachte Gleichung
Anode (Minuspol der arbeitenden PEM-Zelle) Oxidation H₂ → 2 H⁺ + 2 e⁻
Kathode (Pluspol) Reduktion ½ O₂ + 2 H⁺ + 2 e⁻ → H₂O
Gesamt Stoffbilanz 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O

Der Katalysator erleichtert die Elektrodenreaktionen; er ist nicht die Energiequelle. Die Brennstoffzelle verbrennt Wasserstoff nicht mit einer Flamme. Die Gesamtreaktion ist zwar chemisch der Reaktion bei der Verbrennung ähnlich, die Stromerzeugung erfolgt jedoch elektrochemisch.

Interaktives Modell (CC BY-SA 4.0): Funktionsprinzip der Brennstoffzelle – Siemens Stiftung. Beobachte dort die Wege von H⁺ und e⁻. Das Material stammt aus 2020/2021 und erklärt Grundlagen, keine aktuellen Anlagenzulassungen.


Gestufte Hilfe zu Einheit 1

Hilfe A – Spur: Was kann durch die PEM-Membran, was nicht?

Hilfe B – Teillösung: H⁺ geht durch die Membran; e⁻ gelangt über den äußeren Leiter zur Kathode.

Hilfe C – Kontrolle: Eine korrekte Skizze verbindet den Elektronenfluss mit dem Verbraucher und zeigt Wasserbildung auf der Sauerstoffseite. Feedback: „Die Protonen fließen durch das Kabel“ ist falsch, weil die Membran Protonen leitet und der Leiter Elektronen transportiert.


Einheit 2: Vom Einzelbauteil zum Stack

Bildanalyse: Links ist ein Stack zu sehen, rechts ein Wasserstoff-Hochdrucktank. Ein Stack verschaltet viele Zellen, weil die Spannung einer Einzelzelle für viele Verbraucher zu klein ist. Unter Last sinkt die Zellspannung infolge von Verlusten. Die konkrete Spannung hängt von Bauart und Betriebszustand ab.

Animation: National Alternative Fuels Training Consortium / West Virginia University (2013). Sie zeigt ein Funktionsmodell, keine sichere Anleitung zum Bau.

Wichtige Systemteile: Gasversorgung, Luftzufuhr, Stack, Kühlung, Wasserführung, Regelung und Leistungselektronik. Die tatsächlich nutzbare elektrische Energie wird durch den Verbrauch des gesamten Systems bestimmt, nicht nur des Stacks.

Mini-Aufgabe (Basis): Warum reicht „Wasserstoff + Sauerstoff = Strom“ als Wartungsbeschreibung nicht aus? Feedback: Sie verschweigt Hilfsaggregate, Temperaturführung, Wasserhaushalt und Schutzfunktionen.


Einheit 3: Strom und Wärme gemeinsam betrachten

Energiepfad: Chemische Energie des Wasserstoffs → elektrische Energie + Wärme + weitere Verluste. Eine Brennstoffzelle ist kein Wärmekraftprozess mit Turbine. Wird geeignete Abwärme nutzbar gemacht, kann das Gesamtsystem als Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten.

Unterscheide:

  1. Elektrischer Wirkungsgrad: Abgegebene elektrische Nutzenergie / zugeführte chemische Energie.
  2. Thermischer Wirkungsgrad: Tatsächlich nutzbar ausgekoppelte Wärme / zugeführte chemische Energie.
  3. Gesamtwirkungsgrad: Summe beider Nutzenergien / zugeführte chemische Energie, bei gleicher Bezugsbasis.

Praxisblick: Wärme ist nur dann ein Nutzen, wenn Temperaturniveau, Bedarf, Zeitpunkt und Wärmetauscher passen. Nicht jede entstehende Wärme lässt sich vollständig zurückgewinnen.

Bildfrage (Anwendung): Wäre ein Gerät mit viel Abwärme automatisch effizienter? Feedback: Nein. Entscheidend sind nutzbare Strom- und Wärmemengen sowie die Vergleichsgrenze.


Einheit 4: Wasserstoff als Bindeglied der Sektoren

Elektrolyse: Zugeführter Strom spaltet Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff. Wasserstoff ist Energieträger und Speicheroption, keine primäre Energiequelle. In der Brennstoffzelle wird später ein Teil seiner chemischen Energie wieder in Strom umgewandelt.

Video: „Hydrogen Electrolysis 101“ – U.S. Department of Energy. Beobachtung: Wo wird elektrische Energie zugeführt, wo chemisch gespeichert?

Video: „Sektorkopplung einfach erklärt“ – Lechwerke AG (2018). Quellenfrage: Welche Anwendungsfelder zeigt der Film? Welche Umwandlungsverluste bleiben unerwähnt?

Sektorkopplung verbindet Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. Wasserstoff kann einen Teil dieser Kopplung übernehmen; Wärmepumpe und direkte Elektrifizierung sind andere Wege.

Energiepfad Typischer Zweck Kritische Frage
PV-Strom → Batterie → Strom Kurzzeitige Stromspeicherung Reicht die Speicherdauer?
PV-Strom → Elektrolyse → H₂ → Brennstoffzelle → Strom Speicherpfad mit mehreren Umwandlungen Welche Verluste und Infrastrukturen entstehen?
PV-Strom → Wärmepumpe → Wärme Wärmeversorgung Welche Arbeitszahl und welches Temperaturniveau?
H₂ → Brennstoffzelle → Strom + nutzbare Wärme Gekoppelte Nutzung Gibt es zeitgleichen Wärmebedarf?

Interaktiver Quellenblick: Fraunhofer ISI – Wasserstoff-Wissen à la carte (Flip-Karten, 2026). Wähle eine Aussage zur Nutzung oder zu Emissionen, drehe die Karte und notiere die Begründung.

Kritisches Bildlesen: Die „Wasserstoff-Leiter“ ist eine Einordnung aus 2021, kein technischer Standard und keine zeitlose Rangliste. Vergleiche ihre Prioritäten mit dem Fraunhofer-Meta-Faktencheck 2026.


Einheit 5: Der Ausbildungsfall – Notstrom für einen Werkstatt-Schulungsraum

Ausgangslage: Ein Ausbildungsbetrieb möchte bei Stromausfall 300 W für 2 Stunden bereitstellen. Ein Planungsteam vergleicht Batterie und PV → Elektrolyse → H₂-Speicher → PEM-Brennstoffzelle. Eventuelle Abwärme wäre nur dann sinnvoll, wenn sie zum selben Zeitpunkt nutzbar ist.

Alle folgenden Kennwerte sind ausdrücklich didaktische Modellannahmen, keine Herstellerdaten:

Größe Vorgabe
Benötigte elektrische Leistung 300 W
Versorgungsdauer 2 h
Elektrischer Wirkungsgrad der Brennstoffzelle 50 % bezogen auf den unteren Heizwert
Wirkungsgrad der Elektrolyse 70 % auf derselben Energiebasis
Batteriepfad (vereinfachter Gesamtwirkungsgrad) 85 %
Unterer Heizwert H₂ rund 33,3 kWh/kg

Rechnung – auf dem Papier:

  1. Bedarf: 300 W × 2 h = 600 Wh = 0,60 kWh.
  2. H₂-Energie am Stackeingang: 0,60 / 0,50 = 1,20 kWh.
  3. Reine H₂-Masse als Rechengröße: 1,20 / 33,3 ≈ 0,036 kg.
  4. Erforderlicher Strom vor der Elektrolyse: 1,20 / 0,70 ≈ 1,71 kWh.
  5. Batteriepfad: 0,60 / 0,85 ≈ 0,71 kWh elektrischer Eingang.

Wichtig: Die Rechnung vernachlässigt unter anderem Kompression, Speicherung, Standby, Alterung, Umrichter und weitere Hilfsenergie. Sie ist keine Tank-, Druck-, Raum- oder Anlagenbemessung.

Gestufte Hilfe zur Anwendung:

  1. Hilfe A: Rechne mit E = P × t. Wandle Wattstunden in Kilowattstunden um.
  2. Hilfe B: Nutze η = Nutzenergie / Eingangsenergie; teile bei der Rückrechnung durch η.
  3. Hilfe C: Prüfe Einheiten und Systemgrenzen. Feedback: 1,71 kWh statt 0,60 kWh am Eingang zeigt Umwandlungsverluste. Die kleine errechnete H₂-Masse macht Speicherung oder Drucktechnik nicht ungefährlich.

Transferentscheidung: Für diesen kurzen Strombedarf ist unter den angenommenen Energieverlusten der Batteriepfad günstiger. Für sehr lange Speicherzeiten oder spezifische industrielle Bedarfe kann sich die Bewertung ändern. Ein seriöser Vergleich braucht zusätzlich Investitionskosten, Verfügbarkeit, Lebensdauer, Brandschutz, Platzbedarf und Fachplanung.


Einheit 6: Sicherheit, Abgas und Quellenkritik

BESONDERER SICHERHEITSBEREICH – GAS UND WASSERSTOFF: Wasserstoff ist leicht entzündbar; Wasserstoff-Luft-Gemische können gefährlich sein. Bei Druckgassystemen kommen Druckgefahren hinzu. Die Piktogramme zeigen Gefahrenklassen, ersetzen aber weder die konkrete Kennzeichnung noch die Betriebsanweisung.

BESONDERER SICHERHEITSBEREICH – VERBRENNUNG: Eine PEM-Brennstoffzelle erzeugt den Strom ohne Flammenverbrennung. Wasserstoffverbrennung in Motoren oder Brennern ist etwas anderes; dabei können je nach Bedingungen Stickoxide entstehen.

BESONDERER SICHERHEITSBEREICH – ABGAS: Bei reinem H₂-Betrieb entstehen in der PEM-Zelle im Wesentlichen Wasser und Wärme. Erdgasbetriebene Brennstoffzellenheizungen können jedoch Reformer, Zusatzbrenner und Abgasführungen enthalten. Ihre CO₂-, CO- und Abgassituation ist gesondert zu beurteilen. „Nur Wasser“ gilt nicht pauschal für das komplette Versorgungssystem.

Verbindliche Grenze für Lernende: Kein Anschließen, Öffnen, Betanken, Entlüften, Prüfen auf Dichtheit oder Eingreifen in Sicherheits- und Abgasfunktionen. Bei einer Auffälligkeit Abstand nehmen, den Gefahrenbereich verlassen und nach dem betrieblichen Alarmplan die verantwortliche Stelle verständigen. Kein eigenständiger Reparatur- oder Wiederanlaufversuch.

Vor jeder realen Vorführung oder Tätigkeit fachlich prüfen und freigeben lassen: aktuelle Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstellerfreigaben, Qualifikation/Aufsicht, Schutz- und Lüftungskonzept, Gas- und Elektroregelwerk sowie örtliche Notfallorganisation. Zuständig sind Betreiber und qualifizierte Fachkräfte, nicht die Lernenden dieses Kurses.

Aktuelle Arbeitsschutzquellen (Stand der Kursrecherche: 11.10.2026):

  1. DGUV FBETEM-007 (2023) – Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Wasserstoffanlagen/-leitungen; Geltungsbereich der Schrift beachten.
  2. DGUV FBHL-025 (09/2026) – Qualifizierung bei H₂-Betankungs- und Füllanlagen; keine allgemeine Bedienfreigabe.
  3. DVGW-Regelwerksübersicht – zuständige Regeln für die konkrete Gasinstallation bestimmen lassen.
  4. BAuA TRGS 720 – explosionsfähige Gemische; anwendbare aktuelle Fassungen durch Fachverantwortliche prüfen.


Quellenvergleich: Nicht jede Aussage meint dasselbe

Aussage Was ist daran richtig? Was fehlt?
„Bei der Brennstoffzelle entsteht nur Wasser.“ Für die Reaktion einer PEM-Zelle mit reinem H₂ ist Wasser das stoffliche Hauptprodukt. Wärme, Hilfssysteme, H₂-Herstellung und ggf. andere Anlagenbestandteile
„Wasserstoff ist immer klimaneutral.“ Elektrolyse mit emissionsarmem Strom kann die Klimabilanz verbessern. Herkunft, Strommix, Herstellung, Transport und Infrastruktur
„Wasserstoff löst jedes Speicherproblem.“ Er kann Energie über längere Zeiträume speichern und Sektoren verbinden. Umwandlungsverluste, Kosten, Alternativen und Sicherheit

Auftrag (Transfer): Vergleiche eine Marketingaussage aus einem Film mit IEA Global Hydrogen Review 2026 und dem Fraunhofer ISI 2026. Nenne jeweils Autor, Erscheinungsjahr, Systemgrenze und Beleg. Die IEA berichtet, dass die weltweite Wasserstoffproduktion weiterhin überwiegend auf fossilen Energieträgern beruht.

Begründetes Feedback: Gute Quellenkritik unterscheidet Reaktionsprodukt, Anlagenemissionen und Lebenszyklusbilanz; sie ordnet Jahreszahlen und Interessen ein, statt mit „richtig“ oder „falsch“ allein zu antworten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Stoff wird in der PEM-Brennstoffzelle an der Anode oxidiert? (Wasserstoff) (!Sauerstoff) (!Wasser) (!Stickstoff)




Welchen Weg nehmen Elektronen zwischen den Elektroden? (Durch den äußeren Stromkreis) (!Durch die Protonenmembran) (!Durch die Wasserleitung) (!Durch den Wärmetauscher)




Welche geladenen Teilchen wandern durch die PEM-Membran? (Protonen) (!Elektronen) (!Neutronen) (!Sauerstoffmoleküle)




Was entsteht bei der elektrochemischen Umsetzung von Wasserstoff und Sauerstoff zusätzlich zum Strom? (Wasser und Wärme) (!Kohle und Rauch) (!Benzin und Sauerstoff) (!Stickstoff und Erdgas)




Welche Stromart liefert der Stack unmittelbar? (Gleichstrom) (!Drehstrom) (!Wechselstrom) (!Netzfrequenzstrom)




Welche Energie wird bei der Wasserelektrolyse von außen benötigt? (Elektrische Energie) (!Nur die gespeicherte Wärme) (!Nur die Schwerkraft) (!Keine Energie)




Wie viel elektrische Energie benötigen 300 Watt Leistung über zwei Stunden? (0,60 Kilowattstunden) (!0,15 Kilowattstunden) (!1,50 Kilowattstunden) (!6,00 Kilowattstunden)




Wie groß ist im Modell der elektrische Gesamtwirkungsgrad aus Elektrolyse mit 70 Prozent und Brennstoffzelle mit 50 Prozent? (35 Prozent) (!120 Prozent) (!70 Prozent) (!50 Prozent)




Wovon hängt die Klimabilanz des eingesetzten Wasserstoffs wesentlich ab? (Von seinem Herstellungsweg) (!Nur von der Farbe des Tanks) (!Nur von der Spannung des Stacks) (!Nur von der Wasserabgabe)




Wie verhältst Du Dich bei Verdacht auf ein Gasleck an einer Ausbildungsanlage? (Gefahrenbereich verlassen und nach Alarmplan melden) (!Leitung eigenständig öffnen) (!Mit einer Flamme nachsehen) (!Den Fehler ohne Freigabe beheben)




Quiz-Feedback: Die Aufgaben prüfen nacheinander Brennstoffseite, Ladungswege, Reaktion, Ausgangsstrom, Elektrolyse, Energiebilanz, Wirkungsgrad, Klimabilanz und Sicherheit. Besonders wichtig: 0,70 × 0,50 = 0,35, nicht 1,20. Bei einer Gasauffälligkeit geht Schutz vor Fehlersuche.


Memory

Anode Ort der Wasserstoffoxidation in der PEM-Zelle
Kathode Ort der Sauerstoffreduktion in der PEM-Zelle
Membran Protonenleitender Elektrolyt
Stack Elektrisch verschaltete Einzelzellen
Elektrolyse Zerlegung von Wasser mit zugeführter Energie
Sektorkopplung Verbindung von Strom Wärme Verkehr und Industrie
Wärmetauscher Übertragung nutzbarer Wärme an einen weiteren Kreislauf
Gefährdungsbeurteilung Systematische Bewertung von Risiken vor einer Tätigkeit




Feedback: Verwechsele Stack und Speicher nicht: Der Stack wandelt Energie; ein Tank bevorratet Brennstoff.


Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im gekoppelten Energiesystem
Photovoltaik Liefert schwankenden erneuerbaren Strom
Elektrolyseur Wandelt Wasser mit Strom in Wasserstoff und Sauerstoff
Wasserstoffspeicher Bevorratet einen chemischen Energieträger
Brennstoffzellenstack Liefert elektrochemisch erzeugten Gleichstrom und Wärme
Leistungselektronik Passt elektrische Größen an den Verbraucher an
Wärmeübertrager Koppelt die nutzbare Abwärme an einen Wärmekreislauf




Feedback: Achte besonders auf die Unterscheidung zwischen Speichern, Wandeln und Verteilen.


Kreuzworträtsel

ANODE Wo findet in der PEM-Brennstoffzelle die Oxidation statt?
KATHODE An welcher Elektrode wird der Sauerstoff reduziert?
MEMBRAN Was lässt Protonen passieren und trennt die Gasräume?
ELEKTROLYSE Wie nennt man die wasserstofferzeugende Zerlegung von Wasser mit Strom?
PROTONEN Welche positiv geladenen Teilchen passieren den Elektrolyten?
WIRKUNGSGRAD Welche Kennzahl setzt nutzbare Energie ins Verhältnis zur eingesetzten Energie?





LearningApps

Suchansicht, keine geprüfte Einzel-LearningApp: Wähle nur Anwendungen aus, deren Inhalt und Urheberinformationen nachvollziehbar sind.


Lückentext

Vervollständige den Text.
An der

wird Wasserstoff in der PEM-Zelle oxidiert.
Die Elektronen fließen durch den äußeren

.
Durch die Membran wandern positiv geladene

.
An der Kathode bildet sich aus den Reaktionsteilnehmern

.
Neben elektrischer Energie entsteht auch

.
Mehrere verbundene Brennstoffzellen bilden einen

.
Mit der

wird Wasser unter Energiezufuhr zerlegt.
Die Verknüpfung von Strom und anderen Energiebereichen nennt man

.
Das Verhältnis von Nutzenergie zu eingesetzter Energie heißt

.
Die Klimabilanz hängt wesentlich von der

des Wasserstoffs ab.
Eine Betriebsfreigabe ersetzt keine

.



Offene Aufgaben

Wähle pro Niveau mindestens eine Aufgabe. Nutze die genannten Medien, aber baue oder betreibe keine Gasversuche selbst.


Leicht – Basis

  1. Teilchenskizze: Zeichne mit zwei Farben den Weg von Elektronen und Protonen im Siemens-Modell; beschrifte Anode und Kathode.
  2. Videostopp: Halte den Hochschulfilm an und formuliere in zwei Sätzen die Oxidation und die Reduktion.
  3. Gefahrenbild: Erstelle eine Karte zu den beiden GHS-Piktogrammen mit einer Aussage darüber, was das Zeichen nicht verrät.
  4. Funktionskette: Gestalte aus Karten den Weg von erneuerbarem Strom über Elektrolyse und Speicherung zurück zum Verbraucher.

Basis-Feedback: Richtig ist Deine Darstellung, wenn Stofffluss und Elektronenfluss getrennt sind und ein Gefahrensymbol nicht als Betriebsfreigabe missverstanden wird.


Standard – Anwendung

  1. Rechenkarte: Rechne den Energiebedarf des Ausbildungsfalls selbst aus und kontrolliere die Einheiten.
  2. Verlustvergleich: Vergleiche den Modellbedarf von Batterie und Wasserstoffpfad in einer selbst gestalteten Balkengrafik.
  3. Wärmenutzung: Skizziere zwei Fälle mit und ohne gleichzeitigen Wärmebedarf und begründe, wann Abwärme genutzt werden kann.
  4. Diagnose ohne Eingriff: Beschreibe anhand einer vorgegebenen Kennlinienskizze, warum die Zellspannung bei steigender Last sinken kann. Nenne fehlende Messdaten, statt eine Reparatur zu erfinden.

Anwendungs-Feedback: Kontrollwerte sind 0,60 kWh Bedarf, 1,71 kWh Modell-Eingang für den H₂-Pfad und 0,71 kWh für den Batteriepfad. Abweichungen deuten häufig auf vertauschte Wirkungsgradformeln oder vergessene Einheiten.


Schwer – Transfer

  1. Entscheidungsvorlage: Erstelle eine einseitige Empfehlung für den Ausbildungsbetrieb mit einem Vergleich für zwei Stunden und für saisonale Speicherung.
  2. Quellencheck: Vergleiche Aussagen aus Lechwerke-Video, Fraunhofer-Meta-Faktencheck und IEA-Bericht hinsichtlich Beleg, Interessenlage und Systemgrenze.
  3. Freigabeprozess: Entwirf ein Schaubild mit Zuständigkeiten, Dokumenten und offenen Fragen vor einer professionell betreuten Demonstration; keine technischen Eingriffsschritte.
  4. Erklärclip: Produziere eine 60- bis 90-sekündige Papier- oder Computeranimation über Strom und Wärme aus einer PEM-Zelle; dokumentiere sämtliche Medienlizenzen.

Transfer-Feedback: Stark ist eine Lösung, die Alternativen, Unsicherheiten, Lebenszyklus und Zuständigkeiten abwägt. „Wasserstoff immer besser“ oder „Wasserstoff immer schlechter“ ist ohne Kontext nicht haltbar.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Beantworte die fünf Transferaufgaben mit kurzer Begründung. Bewertet werden Zusammenhänge, nicht Stichwortwissen.

  1. Systemfehler: Ein Lernender behauptet, die Protonen versorgten den elektrischen Verbraucher. Widerlege die Aussage anhand der zwei Transportwege.
  2. Systemgrenze: Ein Hersteller nennt einen hohen Gesamtwirkungsgrad. Erkläre, welche Wärme tatsächlich nutzbar sein muss und welche Eingangsenergien mitzuzählen sind.
  3. Fallwechsel: Ändere den Ausbildungsfall von zwei Stunden auf einen saisonalen Energiebedarf. Welche Kriterien gewinnen an Bedeutung und warum?
  4. Emissionsvergleich: Beurteile die Formulierung „Die Brennstoffzelle ist emissionsfrei“ für die Zelle, das Gesamtsystem und den Lebenszyklus getrennt.
  5. Sicherheitsentscheidung: Nach einer unklaren Warnanzeige verlangt jemand den sofortigen Wiederanlauf. Begründe, warum zuerst Zuständigkeit, Alarmplan und Fachfreigabe zu klären sind.

Bewertungsraster: Je Aufgabe 0–3 Punkte: 1 für fachlich richtige Zusammenhänge, 1 für eine nachvollziehbare Begründung, 1 für Systemgrenzen, Sicherheitsbezug oder relevante Unsicherheit. Insgesamt 15 Punkte. Ab 12 Punkten ist die Transferleistung im Modellfall gut erkennbar. Die Lehrkraft entscheidet über formale Leistungsbewertung.




Lernnachweis

Dokumentiere auf einer Lernportfolio-Seite Deine Ergebnisse. Ein fachlich tragfähiger Lernnachweis enthält:

  1. Eine beschriftete PEM-Skizze mit getrennten H⁺- und e⁻-Wegen sowie der richtigen Wasserbildung.
  2. Die Energiebilanz des Ausbildungsfalls mit Einheiten, Wirkungsgraden und klarer Modellgrenze.
  3. Eine begründete Wahl zwischen Batterie und Wasserstoffpfad einschließlich möglicher Wärmenutzung.
  4. Einen kritischen Vergleich zweier Quellen mit Datum, Herausgeber und Interessenbezug.
  5. Eine schriftliche Sicherheitsabgrenzung zu Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas einschließlich notwendiger Fachfreigaben.
  6. Eine Medien- und Lizenzliste zu verwendeten Bildern, Videos oder eigenen Bearbeitungen.




OERs zum Thema

Frei lizenzierte Lernmedien und geprüfte Einstiegsquellen:

  1. Siemens Stiftung: Funktionsprinzip der Brennstoffzelle – interaktives Modell; CC BY-SA 4.0.
  2. Siemens Stiftung: Brennstoffzelle – Funktionsprinzip – Animation; CC BY-SA 4.0.
  3. Universität Stuttgart über HubbS: Brennstoffzelle Laborversuch – professionell gefilmte Demonstration; CC BY 4.0, Julian Fischer und Thomas Sottmann.
  4. Fraunhofer ISI: H₂-Fakten – interaktive Flip-Karten (2026); Nutzungsrechte für Weiterverarbeitung gesondert prüfen.
  5. U.S. Department of Energy: Fuel Cell Basics – fachliche Grundlagen, keine pauschale OER-Lizenzzusage.

Wikipedia zum Nachlesen (redaktionell prüfen, keine Anlagenfreigabe):


Medienrechte und Qualitätssicherung

Medium Urheber / Rechte laut Originalseite Einordnung
PEM-Diagramm Mattuci; CC0 1.0 Teilchenmodell
Stack und Tank Mariordo; CC BY-SA 4.0 Produktfoto, kein Lehrprüfstand
KWK-Diagramm Kaboldy; CC BY-SA 3.0 Allgemeines KWK-Prinzip, keine PEM-Leistungsangaben
Elektrolyse-Skizze JSquish; CC BY-SA 3.0 Reaktionsbild
Wasserstoff-Leiter Philipp Büttgenbach nach Michael Liebreich; CC BY 3.0 Bewertende Grafik von 2021
Flamme und Gasflasche Gemeinfreie GHS-Piktogramme Gefahrensymbole, keine konkrete Gefährdungsbeurteilung
FAU/Museum, NAFTC, DOE, Lechwerke YouTube-Einbettung; keine verifizierte CC-Lizenz Anschauen und kritisch besprechen; keine ungeklärte Nachnutzung

Prüfvermerk 11.10.2026: Dateinamen, Commons-Lizenzangaben, die genannten Videoziele sowie die Fachseiten wurden recherchiert. Ob externe Einbettungen auf moocwiki.org technisch angezeigt werden und die Nutzung dort zulässig bleibt, ist vor Unterrichtseinsatz erneut zu prüfen. Keine pauschale Sicherheits- oder Anlagenfreigabe durch diesen Kurs.


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