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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Dünne Bleche schweißgerecht vorbereiten

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Dünne Bleche schweißgerecht vorbereiten

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Dünne Bleche schweißgerecht vorbereiten

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Konstruktionstechnik und vergleichbaren Berufen.

Kurzbeschreibung: Du lernst, dünne Bleche vor dem WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen so vorzubereiten, dass Passung, Sauberkeit und Wärmebegrenzung zusammenpassen. Der Kurs arbeitet mit einem konkreten Ausbildungsfall, Bauteilbildern, Zeichnungen, Prozessvideos und Entscheidungsaufgaben.

Sicherheitsgrenze: Praktische Schweißarbeiten finden ausschließlich in einem dafür eingerichteten Ausbildungsbereich unter Fachaufsicht statt. Maßgeblich sind die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, die Betriebsanweisung, Geräteunterlagen und gegebenenfalls die Schweißanweisung. Dieser Lernkurs ersetzt keine praktische Unterweisung und führt zu keiner Schweißerqualifikation.


Einleitung

Dünnblech reagiert empfindlich auf Spaltmaß, Verunreinigungen und Wärmeeintrag. Schon kleine Abweichungen können zu unruhigem Lichtbogen, Poren, Bindefehlern, Einbrandproblemen, Durchbrand oder Verzug führen.

Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen Werkstück und einer nichtabschmelzenden Wolframelektrode. Beim Lichtbogenhandschweißen schmilzt eine umhüllte Stabelektrode ab und bildet Zusatzwerkstoff, Schutzgas und Schlacke. Für sehr dünne Bleche ist Lichtbogenhandschweißen anspruchsvoller; die Verfahrenseignung muss deshalb vor Beginn bewusst geprüft werden.

Lernziel Du kannst ...
Passung Fuge, Kanten und Lage vor dem Heften beurteilen.
Sauberkeit störende Beschichtungen, Rost, Zunder, Öl, Fett und Feuchtigkeit erkennen und fachgerecht entfernen lassen.
Wärmebegrenzung Maßnahmen gegen Durchbrand und Verzug begründet auswählen.
Verfahren WIG und Lichtbogenhandschweißen für einen Dünnblechfall vergleichen.
Sicherheit Schweißrauch, optische Strahlung, Hitze, elektrischen Strom und Brandgefahr in die Arbeitsplanung einbeziehen.


Ausbildungsfall

Auftrag: Zwei 2 mm starke Bleche aus unlegiertem Stahl sollen in einer I-Stoß-Verbindung zu einem leichten Schutzblech gefügt werden. Die Zeichnung fordert eine gerade Außenkontur und möglichst geringen Verzug. Ein Probestück wird für WIG vorbereitet. Ein zweites Probestück darf nur dann für Lichtbogenhandschweißen vorbereitet werden, wenn Ausbilderin oder Ausbilder Verfahren, Elektrode, Gerät und Arbeitsbereich freigibt.

Deine Leitfrage: Welche Vorbereitung entscheidet bereits vor dem Zünden des Lichtbogens darüber, ob die Verbindung ruhig, sauber und maßhaltig geschweißt werden kann?


Lerneinheit 1: Passung zuerst prüfen

Eine gleichmäßige Passung erleichtert die Kontrolle des Schmelzbads. Kanten sollen gerade, gratarm und ohne zufällige Versätze anliegen. Fugenmaß, Lage und Heftpunkte richten sich nach Zeichnung, Arbeitsanweisung und Schweißanweisung.

Beobachtungsauftrag: Suche im Querschnitt die Schmelzzone und die Wärmeeinflusszone. Begründe, warum ein wechselnder Spalt bei dünnem Blech zu wechselndem Wärmebedarf führt.

Entscheidung: Eine Fuge ist links fast geschlossen und rechts deutlich weiter. Schweißen oder nachrichten? — Nachrichten, weil die ungleichmäßige Passung unnötige Korrekturen während des Schweißens erzwingt.


Lerneinheit 2: Sauberkeit ist Prozessvorbereitung

Vor dem Fügen müssen Schweißbereich und Kontaktflächen geeignet vorbereitet sein. Öl, Fett, Rost, Zunder, Farbe und andere Beschichtungen können Lichtbogen und Nahtqualität stören und zusätzliche Gefahrstoffe freisetzen. Beim WIG-Schweißen ist die Sauberkeit der Fügezone besonders wichtig.

Merksatz: Erst prüfen, dann reinigen, dann erneut prüfen. Reinigung ersetzt keine gute Passung.

Entscheidung: Ein Blech ist blank, aber mit einem dünnen Ölfilm verunreinigt. Direkt heften? — Nein. Der Schweißbereich muss nach betrieblicher Vorgabe sauber und trocken sein.


Lerneinheit 3: WIG am Dünnblech beobachten

Beim WIG-Schweißen kann der Wärmeeintrag fein kontrolliert werden. Die Wolframelektrode schmilzt im normalen Prozess nicht als Zusatzwerkstoff ab; Zusatz kann getrennt zugeführt werden. Schutzgas schützt den heißen Bereich vor der Umgebungsluft.

Beobachtungsauftrag zum Fronius-Video: Achte auf Brennerführung, Abstand zum Werkstück, Größe des Schmelzbads und gleichmäßige Bewegung. Notiere zwei Beobachtungen, die bei dünnem Blech helfen können, den Wärmeeintrag gleichmäßig zu halten.

Entscheidungsauftrag zum Lincoln-Electric-Video: Welche drei Bedingungen müssen vor dem Zünden bereits stimmen: Passung, Sauberkeit, Fixierung oder erst die Optik der fertigen Naht? Begründe Deine Auswahl.


Lerneinheit 4: Lichtbogenhandschweißen am Dünnblech beurteilen

Beim Lichtbogenhandschweißen ist die Stabelektrode zugleich Elektrode und Zusatzwerkstoff. Die Umhüllung unterstützt den Schutz der Schmelze; nach dem Erstarren liegt Schlacke auf der Naht. Bei dünnem Blech ist die Gefahr von Durchbrand und Verzug erhöht. Deshalb ist nicht die Frage „Kann man es irgendwie schweißen?“, sondern „Ist dieses Verfahren für diesen Auftrag freigegeben und sinnvoll?“.

Beobachtungsauftrag zum Lincoln-Electric-Video: Achte auf Elektrodenführung, Lichtbogenlänge und Schmelzbad. Formuliere anschließend ein Warnsignal, bei dem Du an einem Dünnblech-Probestück sofort die Fachaufsicht hinzuziehst.

Entscheidung: Das 2-mm-Blech ist nur für WIG freigegeben, eine passende Stabelektrode und Arbeitsanweisung fehlen. E-Hand ausprobieren? — Nein. Freigabe und geeignete Verfahrensvorgaben fehlen.


Lerneinheit 5: Wärmebegrenzung und Verzug

Dünne Bleche speichern wenig Wärme. Lokale Überhitzung kann deshalb schnell zu Durchbrand und Formänderung führen. Wärmebegrenzung beginnt bereits mit guter Passung, sinnvoller Fixierung und einer abgestimmten Heft- und Schweißfolge.

Mögliche Maßnahmen im Ausbildungsauftrag: kurze und abgestimmte Schweißabschnitte, geeignete Heftfolge, Fixieren und Spannen, Abkühlphasen sowie nur der notwendige Wärmeeintrag. Welche Maßnahme zulässig ist, bestimmt die Fachaufsicht anhand von Bauteil, Werkstoff, Verfahren und Schweißanweisung.

Entscheidungsaufgabe: Nach den ersten Heftpunkten hebt sich eine Ecke sichtbar an. Weiterarbeiten? — Nein. Erst Ursache und Fixierung prüfen, bevor zusätzlicher Wärmeeintrag den Verzug verstärkt.


Lerneinheit 6: Arbeitsschutz ist Teil der Schweißvorbereitung

Lichtbogenschweißen kann durch Schweißrauch und Gase, optische Strahlung, Hitze, elektrischen Strom und Brandgefahr gefährden. Beim WIG-Schweißen können neben Partikeln auch Gase wie Ozon relevant sein. Beim Lichtbogenhandschweißen entstehen durch die abschmelzende umhüllte Elektrode typischerweise deutlich sichtbare Rauche und Schlacke.

Beobachtungsauftrag zum HSE-Video: Beobachte, wo der Schweißrauch entsteht und wie nah die Erfassung an der Quelle wirken muss. Erkläre anschließend, warum „Fenster auf“ eine wirksame Erfassung an der Entstehungsstelle nicht automatisch ersetzt.

Gefahr Vor Arbeitsbeginn prüfen
Schweißrauch und Gase Wirksame technische Erfassung und Lüftung nach Gefährdungsbeurteilung; Kopf aus der Rauchfahne halten.
Optische Strahlung Geeigneter Schweißerschutzfilter, geschlossene Schutzkleidung und Abschirmung für andere Personen.
Hitze Heiße Bauteile kennzeichnen und mit geeigneten Werkzeugen behandeln.
Elektrischer Strom Trockene, unbeschädigte Leitungen, Halter, Rückleitung und Gerät; Herstellerangaben beachten.
Brandgefahr Brennbares Material entfernen oder schützen; Bereich und Nachkontrolle nach betrieblicher Regel festlegen.

Wichtig: Schutzgas kann in engen oder schlecht belüfteten Bereichen Sauerstoff verdrängen. Solche Bereiche verlangen besondere Gefährdungsbeurteilung und dürfen nicht aufgrund dieses Lernkurses eigenständig beschweißt werden.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Sehen: Lege die Bleche ohne Lichtbogen zusammen. Prüfe Lichtspalt, Versatz, Grat und sichtbare Verunreinigung.

Hilfe 2 – Begründen: Ordne jeden Fehler einer Folge zu: wechselnder Spalt → wechselnder Wärmebedarf; Öl oder Beschichtung → Störung und zusätzliche Gefahrstoffe; schlechte Fixierung → Lageänderung und Verzug.

Hilfe 3 – Entscheiden: Vor dem Schweißen müssen Passung, Reinigung, Fixierung, Verfahren und Arbeitsschutz gleichzeitig freigegeben sein. Fehlt eine Bedingung, wird nicht gezündet.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Aufgabe: Markiere an einem ungeschweißten Übungsblech ohne Lichtbogen alle Stellen, die vor dem Heften kontrolliert werden müssen.

Begründetes Feedback: Eine vollständige Lösung umfasst mindestens Fügeflächen, Kanten, Spalt, Versatz, Grat und sichtbare Verunreinigungen. Nur „blank machen“ reicht nicht, weil Maßhaltigkeit und Fixierung ebenso über die Schweißbarkeit entscheiden.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Beim Ausbildungsfall sind die Bleche sauber, aber ein Ende liegt 1 mm höher. Entscheide zwischen „heften“ und „nachrichten“ und begründe.

Begründetes Feedback: „Nachrichten“ ist fachlich sinnvoll, weil der Versatz bereits vor dem Schweißen vorhanden ist. Heften würde einen Geometriefehler festlegen und kann zusätzlichen Wärmeeintrag zum Korrigieren erzwingen.


Transferaufgabe

Aufgabe: Ein Reparaturblech ist dünn, beschichtet und schlecht zugänglich. Begründe, welche Informationen Du vor der Wahl zwischen WIG und Lichtbogenhandschweißen zusätzlich brauchst.

Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt mindestens Werkstoff und Dicke, Beschichtungsart, Zugänglichkeit, zulässige Nahtform, Schweißanweisung, verfügbare Absaugung, Brandumgebung und Freigabe durch die Fachaufsicht. Die Verfahrenswahl ist keine reine Gerätefrage.


Fachliche Quellen und Medienprüfung

Die Inhalte wurden mit aktuellen beziehungsweise weiterhin gültigen Arbeitsschutz- und Fachquellen abgeglichen. Betriebsinterne Vorgaben haben für praktische Arbeiten Vorrang.

  1. DGUV Information 209-010 Lichtbogenschweißen: Gefährdungen durch Strom, Lichtbogenstrahlung, thermische Energie und Gefahrstoffe.
  2. TRGS 528 Schweißtechnische Arbeiten: Technische Regel für Gefahrstoffe bei schweißtechnischen Arbeiten.
  3. DGUV Information 209-096 Schweißrauchminderung im Betrieb: systematische Minderung der Schweißrauchexposition.
  4. DGUV FBHM-135 WIG: Gefahrstoffe und Präventionsmaßnahmen beim WIG-Schweißen.
  5. Fronius Training Materials: Ausbildungsunterlagen und Grundprinzipien für WIG und MMA.
  6. HSE Welding fume: Maßnahmen zur Erfassung und Minderung von Schweißrauch.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien: Die eingebundenen Dateien stammen aus Wikimedia Commons. Bei der Auswahl wurden Dateiseite, Urheberangabe und Lizenz geprüft. Unter anderem sind „TIG welding.jpg“, „Butt Welding.svg“ und „Welding diagram.svg“ als gemeinfrei beziehungsweise Public Domain ausgewiesen; „Wig-sr17-teile.jpg“, „Shielded Metal Arc Welding.jpg“, „Tig Welding WP9.jpg“, „Welding booth with local exhaust system.jpg“ und „Welding helmet.jpg“ sind unter CC BY-SA 4.0 nutzbar; „Welded butt joint x-section.svg“ und „Welding angular distortion.svg“ sind unter CC BY-SA 3.0 beziehungsweise kompatiblen freien Lizenzen verfügbar.

Geprüfte YouTube-Medien: Eingebettet sind Prozess- oder Sicherheitsvideos von Fronius Welding, Lincoln Electric und der Health and Safety Executive. Die Einbettung erfolgt über den YouTube-Player; das Urheberrecht am Video verbleibt beim jeweiligen Rechteinhaber. Für eine Wiederverwendung außerhalb der Einbettung muss die jeweilige Videolizenz separat geprüft werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist vor dem Heften eines dünnen Blechs zuerst zu prüfen? (Passung und Sauberkeit) (!Nur die spätere Nahtfarbe) (!Nur die Gerätemarke) (!Nur die Länge des Brenners)




Warum ist Sauberkeit beim WIG-Schweißen besonders wichtig? (Verunreinigungen können Lichtbogen und Nahtqualität stören) (!Die Wolframelektrode soll absichtlich verschmutzt werden) (!Öl verbessert die Schutzgaswirkung) (!Rost verhindert jeden Wärmeeintrag)




Welche Elektrode wird beim Lichtbogenhandschweißen verwendet? (Eine umhüllte abschmelzende Stabelektrode) (!Eine nichtabschmelzende Kohlefaser) (!Eine Kunststoffelektrode) (!Eine reine Schutzgasdüse)




Welche Folge kann zu hoher Wärmeeintrag bei Dünnblech haben? (Verzug oder Durchbrand) (!Automatisch bessere Passung) (!Vollständige Rauchfreiheit) (!Kältere Wärmeeinflusszone)




Was ist beim Auftreten von sichtbarem Verzug nach dem Heften sinnvoll? (Arbeit stoppen und Ursache prüfen) (!Sofort mehr Wärme einbringen) (!Fixierung entfernen und weiterschweißen) (!Den Verzug ignorieren)




Welche Maßnahme wirkt direkt gegen Schweißrauch an der Quelle? (Eine geeignete Absaugung nahe der Entstehungsstelle) (!Ein dunklerer Schweißhelm allein) (!Ein längeres Werkstück) (!Eine glänzende Werkbank)




Wofür dient eine gute Heftung bei dünnen Blechen? (Sie sichert Lage und Passung vor dem Schweißen) (!Sie ersetzt jede Reinigung) (!Sie macht Arbeitsschutz überflüssig) (!Sie garantiert automatisch eine Qualifikation)




Welche Aussage trifft auf die Wolframelektrode beim WIG-Schweißen zu? (Sie ist im normalen Prozess nichtabschmelzend) (!Sie bildet die Schlacke) (!Sie besteht aus Kunststoff) (!Sie ersetzt die Rückleitung)




Wann darf ein nicht freigegebenes E-Hand-Verfahren am Ausbildungsblech ausprobiert werden? (Erst nach Freigabe durch die Fachaufsicht) (!Immer sobald ein Gerät vorhanden ist) (!Nur wenn keine Zeichnung vorliegt) (!Sobald der Schweißhelm dunkel ist)




Was leistet dieser Lernkurs ausdrücklich nicht? (Eine Schweißerqualifikation) (!Grundlagenwissen zur Vorbereitung) (!Entscheidungsaufgaben) (!Arbeitsschutzwissen)





Memory

Passung Gleichmäßige Fuge
WIG Wolframelektrode
Lichtbogenhandschweißen Stabelektrode
Sauberkeit Verunreinigungen entfernen
Wärmeeintrag Verzugsrisiko
Absaugung Raucherfassung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Zweck
Entfetten Verunreinigung senken
Entgraten Kanten sicher vorbereiten
Heften Bauteillage sichern
Spannen Formänderung begrenzen
Absaugen Schweißrauch mindern






Kreuzworträtsel

Passung Wie heißt das genaue Zusammenpassen der Fügepartner?
Wolfram Aus welchem Metall besteht die nichtabschmelzende WIG-Elektrode?
Schlacke Welche erstarrte Schutzschicht entsteht beim Lichtbogenhandschweißen?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Schweißrauch möglichst an der Quelle?
Verzug Wie heißt die unerwünschte Formänderung durch ungleichmäßigen Wärmeeintrag?
Strahlung Welche Gefährdung des Lichtbogens macht geeigneten Augen- und Hautschutz nötig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gleichmäßige Fuge verbessert die

.
Beim WIG-Schweißen ist die Wolframelektrode

.
Beim Lichtbogenhandschweißen schützt unter anderem die

die erstarrende Naht.
Öl und Beschichtungen werden aus dem Schweißbereich

.
Zu hoher oder ungleichmäßiger Wärmeeintrag kann

verstärken.
Schweißrauch soll möglichst an der

erfasst werden.
Vor der praktischen Arbeit ist die betriebliche

zu beachten.
Der Lernkurs ersetzt keine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bauteilprüfung: Fotografiere oder skizziere ein ungeschweißtes Übungsblech und markiere Fuge, Kanten, Grat, Verschmutzung und mögliche Spannpunkte. Kein Lichtbogen.
  2. Fugenreinigung: Erstelle eine kurze Prüfliste „sauber genug zum Heften“ für Deinen Ausbildungsbereich und lasse sie von der Fachaufsicht gegenprüfen.
  3. Gefahrenkarte: Zeichne einen Schweißarbeitsplatz und markiere Schweißrauch, Strahlungsbereich, heiße Teile, Strompfad und mögliche Brandlasten.
  4. Videoanalyse: Vergleiche ein WIG- und ein E-Hand-Prozessvideo und notiere drei sichtbare Unterschiede im Prozess.


Standard

  1. Heftstrategie: Plane für den Ausbildungsfall eine Heftreihenfolge und begründe, wie sie Lage und Verzug beeinflussen kann. Praktische Umsetzung nur unter Fachaufsicht.
  2. Verzugsanalyse: Untersuche zwei bereits geschweißte Übungsbleche und entwickle Hypothesen, welche Vorbereitung den unterschiedlichen Verzug verursacht haben könnte.
  3. Verfahrensvergleich: Erstelle eine Entscheidungsmatrix für WIG und Lichtbogenhandschweißen bei Dünnblech mit den Kriterien Passung, Sauberkeit, Wärmekontrolle, Rauch, Schlacke und Zugänglichkeit.
  4. Qualitätsprüfung: Entwickle eine Sichtprüfkarte für ein Dünnblech-Probestück mit Kriterien vor dem Heften, nach dem Heften und nach dem Abkühlen.


Schwer

  1. Arbeitsplanung: Erstelle einen vollständigen Arbeitsplan für den Ausbildungsfall von der Zeichnungsprüfung bis zur Endkontrolle. Schweißparameter werden nicht frei erfunden, sondern aus freigegebener Arbeits- oder Schweißanweisung übernommen.
  2. Fehlerdiagnose: Analysiere einen Fall mit Durchbrand und starkem Verzug. Ordne mögliche Ursachen den Bereichen Passung, Wärme, Fixierung und Prozesswahl zu und begründe eine bessere Vorbereitung.
  3. Transferfall: Übertrage das Vorgehen auf ein dünnes Edelstahlblech oder Aluminiumblech. Recherchiere, welche zusätzlichen Anforderungen an Reinigung, Schutzgas und Gefahrstoffe gelten, und lasse Deine Aussagen fachlich prüfen.
  4. Unterweisung: Entwickle eine fünfminütige Sicherheitsunterweisung für Auszubildende mit Stop-Kriterien vor dem Zünden des Lichtbogens. Prüfe sie gemeinsam mit einer fachkundigen Person.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozessentscheidung: Ein 2-mm-Blech ist sauber, aber stark verzogen eingespannt. Erkläre, warum eine gute Oberfläche allein noch keine Schweißbereitschaft bedeutet.
  2. Ursache-Wirkung: Ein Probestück zeigt Durchbrand nur in der zweiten Hälfte der Naht. Entwickle mindestens drei plausible Ursachen und ordne sie Passung, Wärmeeintrag oder Fixierung zu.
  3. Arbeitsschutztransfer: Begründe, warum eine Absaugung und ein Schweißhelm unterschiedliche Gefährdungen beherrschen und einander nicht ersetzen.
  4. Verfahrenswahl: Entscheide für einen sehr dünnen, maßkritischen Ausbildungsfall zwischen WIG und Lichtbogenhandschweißen. Begründe Deine Wahl mit mindestens vier fachlichen Kriterien.
  5. Qualitätsplanung: Entwickle eine Reihenfolge von Prüfentscheidungen vor dem Heften. Begründe, warum die Reihenfolge Fehler und Nacharbeit reduzieren kann.
  6. Grenzen erkennen: Beschreibe zwei Situationen, in denen Du die Arbeit bewusst nicht fortsetzt, sondern die Fachaufsicht hinzuziehst. Begründe jeweils die Gefährdung oder Qualitätsunsicherheit.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du:

  1. Passung, Sauberkeit und Fixierung an einem ungeschweißten Übungsbauteil fachlich beurteilst.
  2. WIG und Lichtbogenhandschweißen für einen Dünnblechfall begründet vergleichst.
  3. mindestens drei Ursachen für Verzug oder Durchbrand aus der Vorbereitung ableitest.
  4. Schweißrauch, optische Strahlung, Hitze, elektrischen Strom und Brandgefahr in einer Arbeitsplanung berücksichtigst.
  5. Stop-Kriterien benennst und erkennst, wann eine Fachaufsicht entscheiden muss.
  6. eine freigegebene Arbeits- oder Schweißanweisung von frei gewählten Einstellungen unterscheidest.
  7. erklären kannst, dass dieser Kurs keine Schweißerqualifikation ersetzt.




OERs zum Thema

  1. Wikimedia Commons: Gas tungsten arc welding
  2. Wikimedia Commons: Manual metal arc welding
  3. DGUV Information 209-010
  4. BAuA: TRGS 528



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