Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Wartungsbefunde an Wärmeerzeugern lesen
Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Wartungsbefunde an Wärmeerzeugern lesen
Einleitung
Ausbildungs-Lernkurs | Anlagenmechanik SHK | Berufsschule und Betrieb
Thema: Messwerte verstehen, Wartungsbefunde auswerten und herstellerbezogen beurteilen.
Lernzeit: ca. 90 Minuten, Transferprojekt zusätzlich.
Lernziel: Du kannst einen Wartungsbericht lesen, Messwerte mit den passenden Herstellerunterlagen vergleichen, Auffälligkeiten erkennen und erforderliche Fachprüfungen begründet empfehlen.

Praxisbeispiel einer Brennwert-Heizungsanlage. Die abgebildete Anlage ist nicht die Fallanlage.
Dein Arbeitsprinzip:
Erfassen → Zuordnen → Vergleichen → Bewerten → Dokumentieren.
Sicherheit: Dieser Kurs arbeitet mit vorgegebenen Befunden. Gas, Wasserstoff, Verbrennung, Abgas und Kohlenmonoxid sind besondere Sicherheitsbereiche. Du führst keine gefährlichen Eigenversuche durch. Arbeiten an Gasinstallationen, Brennern, Abgasanlagen und sicherheitsrelevanten Bauteilen bleiben dafür qualifizierten Fachkräften vorbehalten.
Wichtig: Der Kurs ersetzt keine gerätebezogene Serviceanleitung, keine sicherheitstechnische Prüfung und keine Fachfreigabe.
Lerneinheit 1: Wärmeerzeuger und Gebäudesystem verstehen
Dauer: 8 Minuten
Ein Wärmeerzeuger stellt Wärme für das Gebäude bereit. Diese wird über Heizwasser, Rohrleitungen und Heizflächen verteilt.
Zum Bestand gehören beispielsweise Brennwertkessel, Wärmepumpen, ältere Heizkessel und hybride Systeme.
Anlagenmodell: Wärmefluss
| Wärmeerzeugung | Wärmeverteilung | Wärmeabgabe |
|---|---|---|
| Heizkessel oder Wärmepumpe | Vorlauf, Pumpe, Rohrleitungen | Heizkörper oder Flächenheizung |
| Rücklauf zum Wärmeerzeuger | Rückströmendes Heizwasser | Wärme wurde an Räume abgegeben |
Merke: Aus einem einzelnen Temperatur- oder Druckwert lässt sich der Gesamtzustand der Anlage nicht zuverlässig ableiten.

Anlagenmodell aus einem Museum: Erkenne Wärmeerzeuger, Speicher und Verbindungsleitungen.
Vergleich: Wärmepumpe

Bei einer Wärmepumpe sind beispielsweise Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, Strom- und Wärmemengen, Betriebsstunden und Störmeldungen wichtige Befunde.
Basisaufgabe: Ordne im Schema die Begriffe Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsorgan zu.
Feedback anzeigen
Der Verdampfer nimmt Umweltwärme auf. Der Verdichter erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels. Im Verflüssiger wird Wärme abgegeben. Das Expansionsorgan senkt den Druck. Für die Wartungsbewertung sind zusätzlich gerätespezifische Vorgaben erforderlich.
Lerneinheit 2: Wartungsbefunde richtig lesen
Dauer: 10 Minuten
Ein Wartungsbefund besteht nicht nur aus Zahlen. Wichtig sind Gerät, Messgröße, Einheit, Messbedingungen, Zeitpunkt und Vergleichswert.
Messwerte entschlüsseln
| Befund | Bedeutung | Bewertungsfrage |
|---|---|---|
| Anlagendruck in bar | Druck des Heizkreises | Passt er zur Anlage und zum vorgegebenen Betriebszustand? |
| Vorlauf in °C | Temperatur des zugeführten Heizwassers | Passt sie zur Heizkennlinie? |
| Rücklauf in °C | Temperatur des zurückkehrenden Heizwassers | Was lässt sich daraus zusammen mit Volumenstrom und Last ableiten? |
| Brennerstarts | Anzahl der Startvorgänge | Welcher Zeitraum und welche Betriebsbedingungen gelten? |
| Pumpenleistung in W | Elektrische Leistungsaufnahme | Welcher Betriebspunkt liegt vor? |
| Fehlerspeicher | Aufgezeichnete Gerätemeldungen | Was bedeutet der Code für die genaue Geräteversion? |
| O₂, CO, Abgastemperatur | Abgasbezogene Messgrößen | Sind Messverfahren, Bezugsbedingungen und Sollwerte dokumentiert? |

Beispiel eines Messinstruments: Einheit und Skalenbereich beachten.

Ausdehnungsgefäß einer Heizungsanlage.
Ein auffälliger Anlagendruck kann verschiedene Ursachen haben. Die Ursache muss fachkundig geprüft werden; eine Druckabweichung beweist für sich allein keinen Defekt des Ausdehnungsgefäßes.
Herstellerbezogene Bewertung
Wichtigster Grundsatz: Nicht jeder Wärmeerzeuger hat dieselben zulässigen Betriebswerte.
Vor einer Bewertung benötigst Du die genaue Geräteidentifikation und die dazugehörige, gültige Herstellerdokumentation.
- Typenschild: Hersteller, Typ und Geräteausführung identifizieren.
- Serviceanleitung: Passende Vorgaben und zulässige Prüfverfahren nachlesen.
- Wartungsprotokoll: Messwert und Messbedingungen prüfen.
- Soll-Ist-Vergleich: Abweichungen kennzeichnen.
- Dokumentation: Befund, Unsicherheit und Fachprüfauftrag festhalten.
Achtung: Allgemeine Erfahrungswerte ersetzen keine gerätespezifischen Grenzwerte.
Lerneinheit 3: Brennwerttechnik, Verbrennung und Abgas
Dauer: 10 Minuten
Ein Brennwertkessel nutzt zusätzlich Wärme, die bei der Kondensation von Wasserdampf im Abgas frei wird.
Die Rücklauftemperatur beeinflusst die mögliche Kondensation. Ein einzelner Rücklaufwert beweist jedoch weder einen guten Jahresnutzungsgrad noch einen sicheren Verbrennungszustand.
WOLF: Funktionsweise der Brennwerttechnik.
Sicherheitsbereich: Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas
Gas: Keine Eingriffe in gasführende Leitungen, Armaturen oder Geräte ohne entsprechende Qualifikation und Berechtigung.
Wasserstoff: Die Eignung hängt von der konkreten Geräteausführung und ihrer Herstellerfreigabe ab. „H₂-ready“ ist keine allgemeine Betriebserlaubnis für beliebige Wasserstoffanteile.
Verbrennung: Veränderungen an der Verbrennungseinstellung können gefährliche Betriebszustände verursachen und sind keine Ausbildungs-Eigenversuche.
Abgas und CO: Kohlenmonoxid ist giftig und kann nicht anhand von Geruch erkannt werden. Abgasbefunde dürfen nur nach den geltenden Anforderungen und gerätespezifischen Vorgaben beurteilt werden.
Bei Gasgeruch oder Verdacht auf eine gefährliche CO-Exposition ist Abstand zu halten und der Gefahrenbereich zu verlassen. Keine Zündquellen oder elektrischen Schalter im Gefahrenbereich betätigen. Benachrichtige die zuständige Notfallstelle von einem sicheren Ort; bei akuter Gefahr gilt der Notruf 112.
SHK Info: Abgasmessung an Heizungsanlagen. Das Video dient nur der Beobachtung und Besprechung, nicht als praktische Arbeitsfreigabe.
Arbeitsfrage: Warum reicht der Eintrag „CO: 11 ppm“ nicht für die Aussage „Anlage sicher“?
Begründetes Feedback
Es fehlen unter anderem die vollständigen Messbedingungen, Angaben zum Messverfahren und die anzuwendenden Bewertungsgrundlagen. Ein einzelner CO-Wert ist keine Sicherheitsfreigabe. Die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungen und die gerätebezogene Wartung sind zu unterscheiden.
Lerneinheit 4: Energieeffizienz und Gebäudeverhalten
Dauer: 8 Minuten
Eine Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur. Auch die Umwälzpumpe und die hydraulische Verteilung beeinflussen den Anlagenbetrieb.

Blockschaltbild einer raumgeführten Heizungsregelung.

Thermostatisches Heizkörperventil als Bauteil der Wärmeverteilung.
SHK Info: Grundprinzip des hydraulischen Abgleichs.
Viessmann: Heizkurve verstehen.
Merke: Hohe Vorlauftemperaturen, häufige Brennerstarts oder ungleichmäßig warme Räume können Hinweise auf Optimierungsbedarf geben. Eine Ursache ist damit noch nicht bewiesen.
Lerneinheit 5: Heizungswasser und Trinkwasserhygiene
Dauer: 8 Minuten
Heizungswasser und Trinkwarmwasser sind unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Anforderungen.

Vereinfachtes Schema einer solarunterstützten Warmwasserbereitung. Es zeigt nicht die spätere Fallanlage.
Für Heizungswasser ist insbesondere die VDI 2035 zur Vermeidung von Steinbildung und Korrosion relevant.
Für Trinkwarmwasser müssen zusätzlich hygienische Anforderungen berücksichtigt werden. Bei Großanlagen der zentralen Trinkwassererwärmung sind unter anderem die anerkannten Regeln der Technik zur Legionellenprävention maßgeblich. Das Umweltbundesamt erläutert hierfür die Bedeutung ausreichender Warmwassertemperaturen.
Konflikt: Eine niedrigere Warmwassertemperatur kann Energie sparen, aber hygienisch unzulässig sein.
Deshalb: Warmwasser-Sollwerte nicht allein zur Energieeinsparung absenken. Zuerst Anlagentyp, Nutzungsart, Hygieneanforderungen und Freigaben prüfen.
Ausbildungsfall: Wartungsbericht im Mehrfamilienhaus
Dauer: 15 Minuten
Deine Rolle: Du bist in der SHK-Ausbildung. Deine Ausbilderin übergibt Dir einen bereits erstellten Wartungsbericht. Du sollst ihn am Schreibtisch auswerten und einen begründeten Fachprüfauftrag vorbereiten.
Fallart: Vollständig fiktiver Ausbildungsfall mit simulierten Gerätewerten und einer simulierten Modellvorgabe. Die Zahlen sind keine realen Herstellergrenzwerte und dürfen nicht auf Bestandsanlagen übertragen werden.
Gebäudemodell
| Gebäudezone | Anlagenteil | Beobachtung |
|---|---|---|
| Obergeschosse | Heizkörper | Einzelne Räume zeitweise zu kühl |
| Erdgeschoss | Heizkörper | Keine Beschwerden |
| Technikraum | Gas-Brennwertgerät WE-A | Wartungsprotokoll liegt vor |
| Technikraum | Zentraler Trinkwarmwasserspeicher mit 450 l | Auffälliger Temperaturbefund |
Gebäude: Acht Wohnungen, zentrale Wärmeversorgung und zentrale Trinkwassererwärmung.
Vereinfachtes Anlagenschema:
| Wärmeerzeuger WE-A | → Vorlauf → | Umwälzpumpe | → Heizflächen |
| ↑ Rücklauf | ← Rücklaufleitung | ← Wärmeverteilung | ← Rückströmung |
Zusätzlich versorgt der Wärmeerzeuger über einen getrennten Wärmeübertragungsweg die zentrale Trinkwarmwasserbereitung.
Symbolfoto eines realen Brennwertgerätes. Es ist ausdrücklich nicht das fiktive Schulungsmodell WE-A.
Simuliertes Wartungsprotokoll
| Mess- oder Sichtbefund | Protokolleintrag | Erste Einordnung |
|---|---|---|
| Heizkreisdruck bei kalter Anlage | 0,9 bar | Mit Modellvorgabe vergleichen |
| Vorlauf während Heizbetrieb | 58 °C | Heizkurve und Betriebszustand beachten |
| Rücklauf während Heizbetrieb | 51 °C | Temperaturdifferenz ermitteln |
| Brennerstarts | 42 in 24 Stunden | Lastprofil und Vergleichsdaten fehlen |
| Elektrische Pumpenleistung | 38 W | Betriebspunkt und Pumpentyp fehlen |
| O₂ im Abgas | 6,1 % | Messbedingungen nicht vollständig dokumentiert |
| CO im Abgas | 11 ppm | Keine Sicherheitsfreigabe aus Einzelwert |
| Trinkwarmwasser am Speicheraustritt | 50 °C | Hygieneauffälligkeit fachkundig prüfen |
| Sichtbefund | Feuchtigkeitsspur an einer Verbindung | Ursache unbekannt, Fachprüfung erforderlich |
Simulierte Modellunterlage WE-A: Zulässiger Kaltdruck für diesen Unterrichtsfall: 1,2 bis 2,0 bar.
Simulierte Modellunterlage WE-B: Zulässiger Kaltdruck für diesen alternativen Unterrichtsfall: 0,8 bis 1,5 bar.
Wichtig: Diese beiden Vergleichsbereiche sind didaktisch erfunden, nicht aus einer realen Serviceanleitung übernommen. Sie demonstrieren nur, dass identische Messwerte je nach Gerät unterschiedlich bewertet werden können.
Gestufte Hilfen zur Fallbearbeitung
Hilfe 1 – Orientierung
Markiere zuerst die Messgrößen, für die eine konkrete Vergleichsvorgabe vorliegt. Trenne außerdem Heizkreis, Trinkwarmwassersystem und Abgasbefunde voneinander.
Hilfe 2 – Vergleich
Vergleiche 0,9 bar mit dem simulierten Bereich für WE-A. Berechne anschließend die Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Überlege, warum das Ergebnis noch keine sichere hydraulische Diagnose erlaubt.
Hilfe 3 – Prioritäten
Beachte zuerst mögliche Sicherheits- und Hygienefragen. Unvollständige Abgasdaten können keine Freigabe begründen. Bei der Trinkwarmwasseranlage sind Speichergröße, Nutzungsart und Hygieneanforderungen relevant.
Interaktive Diagnose-, Energie- und Hygienefälle
Basisfall: Messwert erkennen
Aufgabe: Der Heizkreisdruck beträgt 0,9 bar. Die simulierte Modellvorgabe WE-A lautet 1,2 bis 2,0 bar. Ordne den Befund ein.
Lösung und Feedback
Bewertung: Der Messwert liegt unterhalb der angegebenen simulierten Untergrenze.
Begründung: 0,9 bar ist kleiner als 1,2 bar. Daraus folgt ein prüfbedürftiger Befund, nicht automatisch eine bestimmte Defektursache. Eine eigenständige Druckkorrektur durch Auszubildende ist damit nicht freigegeben.
Anwendungsfall: Diagnose statt Vermutung
Aufgabe: Du erhältst 58 °C Vorlauf und 51 °C Rücklauf. Ein Kollege behauptet: „Die Pumpe ist deshalb eindeutig defekt.“
Prüfe die Behauptung.
Lösung und Feedback
Die Temperaturdifferenz beträgt 7 Kelvin.
Bewertung: Die Behauptung ist nicht belegt.
Begründung: Aus der Temperaturdifferenz allein lassen sich weder Volumenstrom noch Pumpenzustand eindeutig bestimmen. Es fehlen weitere Mess- und Betriebsdaten. Die richtige Vorgehensweise ist, den Prüfbedarf zu dokumentieren.
Transferfall: Energiesparen oder Hygiene?
Aufgabe: Im Achtfamilienhaus zeigt das Protokoll am Austritt des zentralen 450-Liter-Trinkwarmwasserspeichers 50 °C. Jemand schlägt vor, die Temperatur noch weiter abzusenken, um Energie zu sparen.
Beurteile diese Empfehlung unter der Annahme, dass es sich um eine hygienerechtlich relevante Großanlage handelt.
Lösung und Feedback
Bewertung: Die Empfehlung ist zurückzuweisen.
Begründung: Bei Großanlagen sind die anerkannten Regeln der Technik zur Trinkwasserhygiene einzuhalten. Das Umweltbundesamt nennt für die üblichen Großanlagenkonzepte 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und mindestens 55 °C im Zirkulationssystem. Der einzelne Wert muss fachkundig verifiziert und im Anlagenkontext beurteilt werden. Energieoptimierung darf nicht zulasten der Hygiene erfolgen.
Maßnahme: Auffälligkeit und Prüfort dokumentieren, Betreiber und zuständige Fachkraft informieren sowie eine fachgerechte Hygieneprüfung veranlassen. Keine eigenmächtigen Sollwertänderungen.
Musterbewertung des Ausbildungsfalls
| Befund | Bewertung | Begründete Folgemaßnahme |
|---|---|---|
| 0,9 bar Heizkreisdruck | Außerhalb der simulierten WE-A-Vorgabe | Fachkundige Druck- und Ursachenprüfung anfordern |
| 7 K Temperaturdifferenz | Allein nicht diagnostisch eindeutig | Betriebszustand und weitere hydraulische Daten anfordern |
| 42 Brennerstarts | Ohne geeignete Referenz nicht abschließend bewertbar | Zeitverlauf und Lastprofil vergleichen |
| CO- und O₂-Werte | Keine ausreichende Sicherheitsbewertung möglich | Vollständigen, qualifiziert erstellten Abgasbefund und gültige Beurteilungsgrundlagen einholen |
| 50 °C Trinkwarmwasser | Mögliche relevante Hygieneabweichung | Priorisierte Prüfung der Trinkwassererwärmung veranlassen |
| Feuchtigkeitsspur | Mangelverdacht ohne feststehende Ursache | Sichtbefund sichern und fachliche Untersuchung veranlassen |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Angabe brauchst Du zuerst für einen herstellerbezogenen Soll-Ist-Vergleich? (Die genaue Geräte- und Modellausführung) (!Die Farbe des Gerätegehäuses) (!Die Anzahl der Heizkörper ohne Anlagendaten) (!Den Namen des Gebäudeeigentümers)
Wie bewertest Du 0,9 bar bei einer simulierten Untergrenze von 1,2 bar? (Unterhalb der angegebenen Vorgabe) (!Innerhalb des zulässigen Bereichs) (!Genau an der oberen Grenze) (!Ohne Vergleich der Zahlen automatisch optimal)
Was ergibt die Differenz aus 58 °C Vorlauf und 51 °C Rücklauf? (7 Kelvin) (!51 Kelvin) (!58 Kelvin) (!109 Kelvin)
Was sagt ein einzelner CO-Messwert ohne vollständige Messbedingungen aus? (Er reicht nicht zur Sicherheitsfreigabe) (!Er bestätigt automatisch eine sichere Verbrennung) (!Er beweist einen defekten Brenner) (!Er ersetzt die vorgeschriebene Überwachung)
Welche Aussage zur Trinkwasserhygiene ist richtig? (Energieoptimierung muss hygienische Anforderungen berücksichtigen) (!Die niedrigste Temperatur ist immer die beste) (!Heizungswasser und Trinkwasser haben identische Hygieneanforderungen) (!Legionellenrisiken sind in großen Anlagen grundsätzlich ausgeschlossen)
Was beeinflusst die Brennwertnutzung eines Brennwertkessels? (Die mögliche Kondensation des Wasserdampfs im Abgas) (!Ausschließlich die Gehäusefarbe) (!Ausschließlich die Anzahl der Heizkörper) (!Ausschließlich das Gebäudealter)
Was wird für die Interpretation von Brennerstarts benötigt? (Ein dokumentierter Zeitraum und passende Betriebsdaten) (!Nur die Farbe der Anzeige) (!Ausschließlich die Hausnummer) (!Keine weiteren Informationen)
Wie gehst Du mit einem unbekannten gerätespezifischen Fehlercode um? (Du prüfst ihn in der passenden Herstellerdokumentation) (!Du deutest ihn bei allen Herstellern gleich) (!Du ignorierst ihn grundsätzlich) (!Du veränderst ohne Auftrag die Verbrennungseinstellung)
Was ist bei einer unklaren Feuchtigkeitsspur fachlich korrekt? (Den Befund dokumentieren und eine Fachprüfung veranlassen) (!Ohne weitere Prüfung das Ausdehnungsgefäß austauschen) (!Die Anlage unabhängig von weiteren Befunden freigeben) (!Die Spur als normalen Betriebszustand einstufen)
Welche Aussage über Wasserstoff und Bestandsheizungen stimmt? (Die Eignung muss für das konkrete Gerät und die Betriebsbedingungen nachgewiesen sein) (!Alle bestehenden Gasgeräte sind automatisch für reinen Wasserstoff geeignet) (!Wasserstoff erfordert keine besondere Fachkunde) (!Eine beliebige Umrüstung ist ohne Herstellerfreigabe zulässig)
Begründetes Quiz-Feedback öffnen
- Der Gerätetyp bestimmt, welche Serviceunterlagen und Sollwerte anzuwenden sind.
- Ein Vergleich mit dem angegebenen Übungsbereich ergibt eine Unterschreitung.
- Die Temperaturdifferenz beträgt sieben Kelvin, erlaubt allein aber keine Defektdiagnose.
- Eine Abgasmessung muss vollständig und fachgerecht bewertet werden.
- Hygienische Anforderungen begrenzen Möglichkeiten der Energieeinsparung.
- Brennwerttechnik gewinnt einen Teil der Kondensationswärme zurück.
- Brennerstarts sind nur mit Zeitraum und Betriebszusammenhang aussagekräftig.
- Fehlercodes sind nicht allgemein herstellerübergreifend gleich definiert.
- Eine Feuchtigkeitsspur ist ein Befund, keine fertige Diagnose.
- Eine Wasserstofffreigabe ist geräte- und anwendungsbezogen.
Memory
Verbinde die Fachbegriffe mit ihrer richtigen Bedeutung.
| Vorlauf | Zuführung des erwärmten Heizwassers |
| Rücklauf | Rückführung des Heizwassers |
| Manometer | Instrument zur Druckanzeige |
| Heizkurve | Zusammenhang von Außentemperatur und Vorlauftemperatur |
| Fehlerspeicher | Aufzeichnung von Gerätemeldungen |
| Kondensat | Flüssigkeit durch Kondensation |
| Typenschild | Kennzeichnung der Geräteausführung |
| Abgasprotokoll | Dokumentation von abgasbezogenen Messbefunden |
Drag and Drop
Ordne jedem Befund den passenden Prüfaspekt zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Prüfaspekt |
|---|---|
| Anlagendruck | Herstellerbezogener Druckbereich |
| Abgasbefund | Messbedingungen und Beurteilungsgrundlagen |
| Brennerstarts | Zeitverlauf und Lastprofil |
| Fehlercode | Gerätespezifische Fehlerbeschreibung |
| Trinkwarmwasser | Hygieneanforderungen der Installation |
| Heizkurve | Zusammenhang mit Außentemperatur und Gebäudeverhalten |
Kreuzworträtsel
| Manometer | Wie heißt das Instrument zur Anzeige des Heizkreisdrucks? |
| Ruecklauf | Wie heißt der Wasserstrom zurück zum Wärmeerzeuger? |
| Kondensat | Wie heißt die beim Kondensieren entstehende Flüssigkeit? |
| Heizkurve | Welche Kennlinie verbindet Außentemperatur und Vorlauftemperatur? |
| Fachkunde | Welche berufliche Voraussetzung ist für sachgerechte Wartung erforderlich? |
| Waermetauscher | Welches Bauteil überträgt Wärme zwischen getrennten Medien? |
LearningApps
Der Link öffnet die Themensuche bei LearningApps. Er verweist nicht auf eine eigens für diesen Kurs erstellte Aufgabe.
Lückentext
Offene Aufgaben
Arbeite mit bereitgestellten Unterlagen, Abbildungen, Dummymodellen oder freigegebenen Übungsdaten. Keine gefährlichen praktischen Eingriffe.
Leicht
- Wärmeerzeuger: Erstelle eine beschriftete Skizze einer Bestandsheizung mit Vorlauf, Rücklauf und Wärmeerzeuger.
- Messprotokoll: Markiere fünf Messgrößen und ihre Einheiten in einem bereitgestellten Wartungsbericht.
- Heizungsanlage: Gestalte ein Lernplakat mit wichtigen Anlagenbauteilen und ihren Funktionen.
- Typenschild: Entwirf eine Checkliste der Angaben, die für die Auswahl der passenden Herstellerdokumentation benötigt werden.
Standard
- Soll-Ist-Vergleich: Bewerte den simulierten Heizkreisdruck für die Modelle WE-A und WE-B und begründe die unterschiedlichen Ergebnisse.
- Hydraulischer Abgleich: Erstelle ein Erklärvideo oder eine Grafik zum Zusammenhang von Heizflächen, Volumenstrom und Temperaturdifferenz.
- Wartungsdokumentation: Verfasse einen kurzen fachlichen Prüfbericht zum Ausbildungsfall mit klarer Trennung von Befund und vermuteter Ursache.
- Trinkwasserhygiene: Gestalte ein Informationsblatt über den Zielkonflikt zwischen Energieeinsparung und Legionellenprävention.
Schwer
- Fehlerdiagnose: Entwickle einen Diagnosebaum, der zwischen gesichertem Befund, möglicher Ursache und erforderlicher Fachprüfung unterscheidet.
- Heizungsoptimierung: Vergleiche zwei dokumentierte Heizungsbetriebszustände und formuliere begründete Optimierungshypothesen, ohne eigenmächtige Eingriffe vorzusehen.
- Fachinterview: Befrage nach Absprache eine qualifizierte SHK-Fachkraft zu den häufigsten Dokumentationsfehlern bei Wartungsbefunden und fasse die Ergebnisse zusammen.
- Gebäudetechnik: Entwickle für das fiktive Mehrfamilienhaus einen Maßnahmenvorschlag, der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Trinkwasserhygiene berücksichtigt.


Lernkontrolle
Hier zählt Deine Begründung, nicht das Auswendiglernen einzelner Zahlen.
- Messwertanalyse: Begründe, weshalb derselbe Druckmesswert bei zwei Gerätevarianten unterschiedlich zu beurteilen sein kann.
- Anlagenbewertung: Erkläre, warum eine Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf noch keinen Pumpendefekt beweist.
- Energieeffizienz: Analysiere, welche weiteren Informationen benötigt werden, bevor häufige Brennerstarts als Optimierungsproblem eingestuft werden.
- Trinkwasserhygiene: Entscheide für den Ausbildungsfall, wie mit der Temperaturauffälligkeit umzugehen ist. Berücksichtige dabei die Gebäudegröße und den Gesundheitsschutz.
- Abgasanalyse: Erläutere, weshalb unvollständige Abgaswerte keine Aussage über die sichere Nutzung der Anlage erlauben.
- Technische Dokumentation: Erstelle eine Reihenfolge für die fachgerechte Bearbeitung der festgestellten Auffälligkeiten.
- Transfer: Übertrage das Vorgehen auf eine Bestandsanlage mit Wärmepumpe und erläutere, welche gerätespezifischen Informationen sich ändern würden.
Bewertungsraster mit Feedback
| Kriterium | Basis | Anwendung | Transfer |
|---|---|---|---|
| Messwerte | Größe und Einheit richtig erkennen | Werte mit gültigen Vorgaben vergleichen | Messunsicherheit und Kontext berücksichtigen |
| Begründung | Abweichungen beschreiben | Befund und Ursache trennen | alternative Ursachen kritisch prüfen |
| Sicherheit | Gefahrenbereiche benennen | erforderliche Fachprüfung erkennen | Maßnahmen nach Risiken priorisieren |
| Dokumentation | Werte vollständig übertragen | Bewertungen nachvollziehbar formulieren | fachgerechte Folgeaufträge entwickeln |
Begründetes Feedback:
Basis erreicht: Du kannst Informationen korrekt erfassen. Für eine sichere Bewertung fehlen noch Vergleichsgrundlagen und die Einordnung der Messbedingungen.
Anwendung erreicht: Du kannst Abweichungen begründen und erkennst, wo eine weiterführende Fachprüfung erforderlich ist.
Transfer erreicht: Du kannst unvollständige oder widersprüchliche Daten kritisch hinterfragen, sicherheitsrelevante Prioritäten begründen und die Vorgehensweise auf andere Wärmeerzeuger übertragen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze Wartungsbefund-Auswertung zum Ausbildungsfall.
Die Abgabe soll folgende Bestandteile enthalten:
- Anlagenbeschreibung mit vereinfachtem Anlagenschema.
- Tabelle der relevanten Mess- und Sichtbefunde.
- Kennzeichnung der gültigen beziehungsweise simulierten Vergleichsvorgaben.
- Berechnung der Vorlauf-Rücklauf-Temperaturdifferenz.
- Bewertung des simulierten Heizkreisdrucks.
- Einordnung des unvollständigen Abgasbefunds.
- Bewertung des Trinkwarmwasserbefunds.
- Begründete Priorisierung notwendiger Fachprüfungen.
- Dokumentation offener Fragen und fehlender Nachweise.
- Eine kurze Reflexion über die Grenzen Deiner eigenen beruflichen Handlungskompetenz.
Bewertungsschwerpunkt: Fachliche Begründung, sichere Arbeitsentscheidungen und nachvollziehbare Dokumentation.
Fachquellen und rechtliche Einordnung
Quellenstand: 9. Oktober 2026.
Für den Einsatz im Betrieb sind die jeweils gültigen Vorschriften, technischen Regeln und Herstellerunterlagen erneut zu prüfen.
| Fachquelle | Verwendung im Lernkurs |
|---|---|
| § 60 Gebäudemodernisierungsgesetz – Wartung und Instandhaltung | Regelmäßige Wartung und erforderliche Fachkunde |
| § 60b – Prüfung und Optimierung älterer Heizungsanlagen | Rechtliche Einordnung bestimmter Bestandsanlagen |
| 1. BImSchV – Wiederkehrende Überwachung | Gesetzliche Anforderungen an bestimmte Feuerungsanlagen |
| 1. BImSchV – Anlage 2 | Anforderungen an die Durchführung vorgeschriebener Messungen |
| DVGW-TRGI G 600 | Regelwerk für Gasinstallationen; aktuelle Fassung und Ergänzungen prüfen |
| VDI 2035 Blatt 1 | Steinbildung und wasserseitige Korrosion |
| Umweltbundesamt – Trinkwarmwasserkonzepte | Verbindung von Effizienz und Trinkwasserhygiene |
| Umweltbundesamt – Warmwassertemperaturen | Hygieneanforderungen und Legionellenprävention |
| Viessmann – Geräteunterlagen | Beispiel einer herstellerbezogenen Dokumentensuche |
| Viessmann – Heizkurve | Funktion und gerätespezifischer Regelungszusammenhang |
| Bosch Home Comfort – Gasbrennwerttechnik | Funktionsweise der Kondensation |
Hinweis zur Rechtslage: Die offizielle Gesetzesdatenbank führt die aktuellen Anforderungen zur Wartung und Heizungsprüfung unter dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Frühere Unterlagen können hierfür noch die Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz (GEG) verwenden. Entscheidend sind die aktuell geltenden Gesetzesfassungen und ihr konkreter Anwendungsbereich.
Fachfreigabe: Eine gesonderte sicherheitstechnische und didaktische Freigabe durch eine verantwortliche SHK-Fachkraft beziehungsweise Lehrkraft wurde für diesen Lernkurs nicht erteilt. Vor einem praktischen Einsatz mit realen Anlagen müssen die gerätespezifischen Wartungsanweisungen, Befugnisse, Messverfahren, Sicherheitsvorgaben und Rechtsstände verbindlich geprüft werden.
Medien und Bildrechte
Die folgenden Bilddateien wurden auf Wikimedia Commons überprüft. Die Abbildungen werden als Originaldateien eingebunden; Bearbeitungen und Weiterverwendungen müssen die jeweiligen Lizenzbedingungen beachten.
| Wikimedia-Commons-Datei | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| ModCon boiler system.jpg | Audetat | CC BY-SA 3.0 |
| Heating system Buderus.jpg | Tiia Monto | CC BY-SA 3.0 |
| Heatpump.svg | Ilmari Karonen | Public Domain |
| A pressure gauge attached to a heating system.jpg | Shixart1985 / Nenad Stojković | CC BY 2.0 |
| Expansiontank.jpg | Sonett72 | Public Domain |
| Condensing boiler.JPG | Dunnd74 / Douglas Dunn | CC BY 2.5 |
| Blockschaltbild Heizungsregelung raumgeführt direkt.svg | SchmiAlf | CC BY 4.0 |
| Thermostatic Radiator Valve.jpg | T. Voekler | CC BY-SA 3.0 |
| Solar water heating schema.svg | Strug / Malyszkz | CC BY 2.5 |
| Vitodens 200 condensing boiler.JPG | Boulderhydronics | CC BY-SA 3.0 |
Lizenzhinweis: Die Lizenzlinks und vollständigen Dateiversionen sind über die jeweiligen Commons-Beschreibungsseiten erreichbar. Die YouTube-Videos sind externe, vom jeweiligen Rechteinhaber bereitgestellte Inhalte. Ihre Einbettung bedeutet keine Freigabe zur Vervielfältigung oder Weiterveröffentlichung. Die Verfügbarkeit der Einbettungen kann sich ändern.
OERs zum Thema
Wikipedia: Brennwertkessel
Weitere Grundlagen:
- Heizungsanlage
- Wärmeerzeuger
- Brennwertkessel
- Wärmepumpe
- Heizkurve
- Hydraulischer Abgleich
- Heizungswasser
- Trinkwasserhygiene
- Kohlenmonoxid
- Wartung
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