Zum Inhalt springen

Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Wartungsbefunde an Wärmeerzeugern lesen

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Wartungsbefunde an Wärmeerzeugern lesen

QR-Code



Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Wartungsbefunde an Wärmeerzeugern lesen


Einleitung

Ausbildungs-Lernkurs | Anlagenmechanik SHK | Berufsschule und Betrieb

Thema: Messwerte verstehen, Wartungsbefunde auswerten und herstellerbezogen beurteilen.

Lernzeit: ca. 90 Minuten, Transferprojekt zusätzlich.

Lernziel: Du kannst einen Wartungsbericht lesen, Messwerte mit den passenden Herstellerunterlagen vergleichen, Auffälligkeiten erkennen und erforderliche Fachprüfungen begründet empfehlen.

Praxisbeispiel einer Brennwert-Heizungsanlage. Die abgebildete Anlage ist nicht die Fallanlage.

Dein Arbeitsprinzip:

Erfassen → Zuordnen → Vergleichen → Bewerten → Dokumentieren.

Sicherheit: Dieser Kurs arbeitet mit vorgegebenen Befunden. Gas, Wasserstoff, Verbrennung, Abgas und Kohlenmonoxid sind besondere Sicherheitsbereiche. Du führst keine gefährlichen Eigenversuche durch. Arbeiten an Gasinstallationen, Brennern, Abgasanlagen und sicherheitsrelevanten Bauteilen bleiben dafür qualifizierten Fachkräften vorbehalten.

Wichtig: Der Kurs ersetzt keine gerätebezogene Serviceanleitung, keine sicherheitstechnische Prüfung und keine Fachfreigabe.


Lerneinheit 1: Wärmeerzeuger und Gebäudesystem verstehen

Dauer: 8 Minuten

Ein Wärmeerzeuger stellt Wärme für das Gebäude bereit. Diese wird über Heizwasser, Rohrleitungen und Heizflächen verteilt.

Zum Bestand gehören beispielsweise Brennwertkessel, Wärmepumpen, ältere Heizkessel und hybride Systeme.


Anlagenmodell: Wärmefluss

Wärmeerzeugung Wärmeverteilung Wärmeabgabe
Heizkessel oder Wärmepumpe Vorlauf, Pumpe, Rohrleitungen Heizkörper oder Flächenheizung
Rücklauf zum Wärmeerzeuger Rückströmendes Heizwasser Wärme wurde an Räume abgegeben

Merke: Aus einem einzelnen Temperatur- oder Druckwert lässt sich der Gesamtzustand der Anlage nicht zuverlässig ableiten.

Anlagenmodell aus einem Museum: Erkenne Wärmeerzeuger, Speicher und Verbindungsleitungen.


Vergleich: Wärmepumpe

Bei einer Wärmepumpe sind beispielsweise Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, Strom- und Wärmemengen, Betriebsstunden und Störmeldungen wichtige Befunde.

Basisaufgabe: Ordne im Schema die Begriffe Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsorgan zu.

Feedback anzeigen

Der Verdampfer nimmt Umweltwärme auf. Der Verdichter erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels. Im Verflüssiger wird Wärme abgegeben. Das Expansionsorgan senkt den Druck. Für die Wartungsbewertung sind zusätzlich gerätespezifische Vorgaben erforderlich.


Lerneinheit 2: Wartungsbefunde richtig lesen

Dauer: 10 Minuten

Ein Wartungsbefund besteht nicht nur aus Zahlen. Wichtig sind Gerät, Messgröße, Einheit, Messbedingungen, Zeitpunkt und Vergleichswert.


Messwerte entschlüsseln

Befund Bedeutung Bewertungsfrage
Anlagendruck in bar Druck des Heizkreises Passt er zur Anlage und zum vorgegebenen Betriebszustand?
Vorlauf in °C Temperatur des zugeführten Heizwassers Passt sie zur Heizkennlinie?
Rücklauf in °C Temperatur des zurückkehrenden Heizwassers Was lässt sich daraus zusammen mit Volumenstrom und Last ableiten?
Brennerstarts Anzahl der Startvorgänge Welcher Zeitraum und welche Betriebsbedingungen gelten?
Pumpenleistung in W Elektrische Leistungsaufnahme Welcher Betriebspunkt liegt vor?
Fehlerspeicher Aufgezeichnete Gerätemeldungen Was bedeutet der Code für die genaue Geräteversion?
O₂, CO, Abgastemperatur Abgasbezogene Messgrößen Sind Messverfahren, Bezugsbedingungen und Sollwerte dokumentiert?

Beispiel eines Messinstruments: Einheit und Skalenbereich beachten.

Ausdehnungsgefäß einer Heizungsanlage.

Ein auffälliger Anlagendruck kann verschiedene Ursachen haben. Die Ursache muss fachkundig geprüft werden; eine Druckabweichung beweist für sich allein keinen Defekt des Ausdehnungsgefäßes.


Herstellerbezogene Bewertung

Wichtigster Grundsatz: Nicht jeder Wärmeerzeuger hat dieselben zulässigen Betriebswerte.

Vor einer Bewertung benötigst Du die genaue Geräteidentifikation und die dazugehörige, gültige Herstellerdokumentation.

  1. Typenschild: Hersteller, Typ und Geräteausführung identifizieren.
  2. Serviceanleitung: Passende Vorgaben und zulässige Prüfverfahren nachlesen.
  3. Wartungsprotokoll: Messwert und Messbedingungen prüfen.
  4. Soll-Ist-Vergleich: Abweichungen kennzeichnen.
  5. Dokumentation: Befund, Unsicherheit und Fachprüfauftrag festhalten.

Achtung: Allgemeine Erfahrungswerte ersetzen keine gerätespezifischen Grenzwerte.


Lerneinheit 3: Brennwerttechnik, Verbrennung und Abgas

Dauer: 10 Minuten

Ein Brennwertkessel nutzt zusätzlich Wärme, die bei der Kondensation von Wasserdampf im Abgas frei wird.

Die Rücklauftemperatur beeinflusst die mögliche Kondensation. Ein einzelner Rücklaufwert beweist jedoch weder einen guten Jahresnutzungsgrad noch einen sicheren Verbrennungszustand.

WOLF: Funktionsweise der Brennwerttechnik.


Sicherheitsbereich: Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas

Gas: Keine Eingriffe in gasführende Leitungen, Armaturen oder Geräte ohne entsprechende Qualifikation und Berechtigung.

Wasserstoff: Die Eignung hängt von der konkreten Geräteausführung und ihrer Herstellerfreigabe ab. „H₂-ready“ ist keine allgemeine Betriebserlaubnis für beliebige Wasserstoffanteile.

Verbrennung: Veränderungen an der Verbrennungseinstellung können gefährliche Betriebszustände verursachen und sind keine Ausbildungs-Eigenversuche.

Abgas und CO: Kohlenmonoxid ist giftig und kann nicht anhand von Geruch erkannt werden. Abgasbefunde dürfen nur nach den geltenden Anforderungen und gerätespezifischen Vorgaben beurteilt werden.

Bei Gasgeruch oder Verdacht auf eine gefährliche CO-Exposition ist Abstand zu halten und der Gefahrenbereich zu verlassen. Keine Zündquellen oder elektrischen Schalter im Gefahrenbereich betätigen. Benachrichtige die zuständige Notfallstelle von einem sicheren Ort; bei akuter Gefahr gilt der Notruf 112.

SHK Info: Abgasmessung an Heizungsanlagen. Das Video dient nur der Beobachtung und Besprechung, nicht als praktische Arbeitsfreigabe.

Arbeitsfrage: Warum reicht der Eintrag „CO: 11 ppm“ nicht für die Aussage „Anlage sicher“?

Begründetes Feedback

Es fehlen unter anderem die vollständigen Messbedingungen, Angaben zum Messverfahren und die anzuwendenden Bewertungsgrundlagen. Ein einzelner CO-Wert ist keine Sicherheitsfreigabe. Die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungen und die gerätebezogene Wartung sind zu unterscheiden.


Lerneinheit 4: Energieeffizienz und Gebäudeverhalten

Dauer: 8 Minuten

Eine Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur. Auch die Umwälzpumpe und die hydraulische Verteilung beeinflussen den Anlagenbetrieb.

Blockschaltbild einer raumgeführten Heizungsregelung.

Thermostatisches Heizkörperventil als Bauteil der Wärmeverteilung.

SHK Info: Grundprinzip des hydraulischen Abgleichs.

Viessmann: Heizkurve verstehen.

Merke: Hohe Vorlauftemperaturen, häufige Brennerstarts oder ungleichmäßig warme Räume können Hinweise auf Optimierungsbedarf geben. Eine Ursache ist damit noch nicht bewiesen.


Lerneinheit 5: Heizungswasser und Trinkwasserhygiene

Dauer: 8 Minuten

Heizungswasser und Trinkwarmwasser sind unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Anforderungen.

Vereinfachtes Schema einer solarunterstützten Warmwasserbereitung. Es zeigt nicht die spätere Fallanlage.

Für Heizungswasser ist insbesondere die VDI 2035 zur Vermeidung von Steinbildung und Korrosion relevant.

Für Trinkwarmwasser müssen zusätzlich hygienische Anforderungen berücksichtigt werden. Bei Großanlagen der zentralen Trinkwassererwärmung sind unter anderem die anerkannten Regeln der Technik zur Legionellenprävention maßgeblich. Das Umweltbundesamt erläutert hierfür die Bedeutung ausreichender Warmwassertemperaturen.

Konflikt: Eine niedrigere Warmwassertemperatur kann Energie sparen, aber hygienisch unzulässig sein.

Deshalb: Warmwasser-Sollwerte nicht allein zur Energieeinsparung absenken. Zuerst Anlagentyp, Nutzungsart, Hygieneanforderungen und Freigaben prüfen.


Ausbildungsfall: Wartungsbericht im Mehrfamilienhaus

Dauer: 15 Minuten

Deine Rolle: Du bist in der SHK-Ausbildung. Deine Ausbilderin übergibt Dir einen bereits erstellten Wartungsbericht. Du sollst ihn am Schreibtisch auswerten und einen begründeten Fachprüfauftrag vorbereiten.

Fallart: Vollständig fiktiver Ausbildungsfall mit simulierten Gerätewerten und einer simulierten Modellvorgabe. Die Zahlen sind keine realen Herstellergrenzwerte und dürfen nicht auf Bestandsanlagen übertragen werden.


Gebäudemodell

Gebäudezone Anlagenteil Beobachtung
Obergeschosse Heizkörper Einzelne Räume zeitweise zu kühl
Erdgeschoss Heizkörper Keine Beschwerden
Technikraum Gas-Brennwertgerät WE-A Wartungsprotokoll liegt vor
Technikraum Zentraler Trinkwarmwasserspeicher mit 450 l Auffälliger Temperaturbefund

Gebäude: Acht Wohnungen, zentrale Wärmeversorgung und zentrale Trinkwassererwärmung.

Vereinfachtes Anlagenschema:

Wärmeerzeuger WE-A → Vorlauf → Umwälzpumpe → Heizflächen
↑ Rücklauf ← Rücklaufleitung ← Wärmeverteilung ← Rückströmung

Zusätzlich versorgt der Wärmeerzeuger über einen getrennten Wärmeübertragungsweg die zentrale Trinkwarmwasserbereitung.

Symbolfoto eines realen Brennwertgerätes. Es ist ausdrücklich nicht das fiktive Schulungsmodell WE-A.


Simuliertes Wartungsprotokoll

Mess- oder Sichtbefund Protokolleintrag Erste Einordnung
Heizkreisdruck bei kalter Anlage 0,9 bar Mit Modellvorgabe vergleichen
Vorlauf während Heizbetrieb 58 °C Heizkurve und Betriebszustand beachten
Rücklauf während Heizbetrieb 51 °C Temperaturdifferenz ermitteln
Brennerstarts 42 in 24 Stunden Lastprofil und Vergleichsdaten fehlen
Elektrische Pumpenleistung 38 W Betriebspunkt und Pumpentyp fehlen
O₂ im Abgas 6,1 % Messbedingungen nicht vollständig dokumentiert
CO im Abgas 11 ppm Keine Sicherheitsfreigabe aus Einzelwert
Trinkwarmwasser am Speicheraustritt 50 °C Hygieneauffälligkeit fachkundig prüfen
Sichtbefund Feuchtigkeitsspur an einer Verbindung Ursache unbekannt, Fachprüfung erforderlich

Simulierte Modellunterlage WE-A: Zulässiger Kaltdruck für diesen Unterrichtsfall: 1,2 bis 2,0 bar.

Simulierte Modellunterlage WE-B: Zulässiger Kaltdruck für diesen alternativen Unterrichtsfall: 0,8 bis 1,5 bar.

Wichtig: Diese beiden Vergleichsbereiche sind didaktisch erfunden, nicht aus einer realen Serviceanleitung übernommen. Sie demonstrieren nur, dass identische Messwerte je nach Gerät unterschiedlich bewertet werden können.


Gestufte Hilfen zur Fallbearbeitung

Hilfe 1 – Orientierung

Markiere zuerst die Messgrößen, für die eine konkrete Vergleichsvorgabe vorliegt. Trenne außerdem Heizkreis, Trinkwarmwassersystem und Abgasbefunde voneinander.

Hilfe 2 – Vergleich

Vergleiche 0,9 bar mit dem simulierten Bereich für WE-A. Berechne anschließend die Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Überlege, warum das Ergebnis noch keine sichere hydraulische Diagnose erlaubt.

Hilfe 3 – Prioritäten

Beachte zuerst mögliche Sicherheits- und Hygienefragen. Unvollständige Abgasdaten können keine Freigabe begründen. Bei der Trinkwarmwasseranlage sind Speichergröße, Nutzungsart und Hygieneanforderungen relevant.


Interaktive Diagnose-, Energie- und Hygienefälle


Basisfall: Messwert erkennen

Aufgabe: Der Heizkreisdruck beträgt 0,9 bar. Die simulierte Modellvorgabe WE-A lautet 1,2 bis 2,0 bar. Ordne den Befund ein.

Lösung und Feedback

Bewertung: Der Messwert liegt unterhalb der angegebenen simulierten Untergrenze.

Begründung: 0,9 bar ist kleiner als 1,2 bar. Daraus folgt ein prüfbedürftiger Befund, nicht automatisch eine bestimmte Defektursache. Eine eigenständige Druckkorrektur durch Auszubildende ist damit nicht freigegeben.


Anwendungsfall: Diagnose statt Vermutung

Aufgabe: Du erhältst 58 °C Vorlauf und 51 °C Rücklauf. Ein Kollege behauptet: „Die Pumpe ist deshalb eindeutig defekt.“

Prüfe die Behauptung.

Lösung und Feedback

Die Temperaturdifferenz beträgt 7 Kelvin.

Bewertung: Die Behauptung ist nicht belegt.

Begründung: Aus der Temperaturdifferenz allein lassen sich weder Volumenstrom noch Pumpenzustand eindeutig bestimmen. Es fehlen weitere Mess- und Betriebsdaten. Die richtige Vorgehensweise ist, den Prüfbedarf zu dokumentieren.


Transferfall: Energiesparen oder Hygiene?

Aufgabe: Im Achtfamilienhaus zeigt das Protokoll am Austritt des zentralen 450-Liter-Trinkwarmwasserspeichers 50 °C. Jemand schlägt vor, die Temperatur noch weiter abzusenken, um Energie zu sparen.

Beurteile diese Empfehlung unter der Annahme, dass es sich um eine hygienerechtlich relevante Großanlage handelt.

Lösung und Feedback

Bewertung: Die Empfehlung ist zurückzuweisen.

Begründung: Bei Großanlagen sind die anerkannten Regeln der Technik zur Trinkwasserhygiene einzuhalten. Das Umweltbundesamt nennt für die üblichen Großanlagenkonzepte 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und mindestens 55 °C im Zirkulationssystem. Der einzelne Wert muss fachkundig verifiziert und im Anlagenkontext beurteilt werden. Energieoptimierung darf nicht zulasten der Hygiene erfolgen.

Maßnahme: Auffälligkeit und Prüfort dokumentieren, Betreiber und zuständige Fachkraft informieren sowie eine fachgerechte Hygieneprüfung veranlassen. Keine eigenmächtigen Sollwertänderungen.


Musterbewertung des Ausbildungsfalls

Befund Bewertung Begründete Folgemaßnahme
0,9 bar Heizkreisdruck Außerhalb der simulierten WE-A-Vorgabe Fachkundige Druck- und Ursachenprüfung anfordern
7 K Temperaturdifferenz Allein nicht diagnostisch eindeutig Betriebszustand und weitere hydraulische Daten anfordern
42 Brennerstarts Ohne geeignete Referenz nicht abschließend bewertbar Zeitverlauf und Lastprofil vergleichen
CO- und O₂-Werte Keine ausreichende Sicherheitsbewertung möglich Vollständigen, qualifiziert erstellten Abgasbefund und gültige Beurteilungsgrundlagen einholen
50 °C Trinkwarmwasser Mögliche relevante Hygieneabweichung Priorisierte Prüfung der Trinkwassererwärmung veranlassen
Feuchtigkeitsspur Mangelverdacht ohne feststehende Ursache Sichtbefund sichern und fachliche Untersuchung veranlassen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Angabe brauchst Du zuerst für einen herstellerbezogenen Soll-Ist-Vergleich? (Die genaue Geräte- und Modellausführung) (!Die Farbe des Gerätegehäuses) (!Die Anzahl der Heizkörper ohne Anlagendaten) (!Den Namen des Gebäudeeigentümers)




Wie bewertest Du 0,9 bar bei einer simulierten Untergrenze von 1,2 bar? (Unterhalb der angegebenen Vorgabe) (!Innerhalb des zulässigen Bereichs) (!Genau an der oberen Grenze) (!Ohne Vergleich der Zahlen automatisch optimal)




Was ergibt die Differenz aus 58 °C Vorlauf und 51 °C Rücklauf? (7 Kelvin) (!51 Kelvin) (!58 Kelvin) (!109 Kelvin)




Was sagt ein einzelner CO-Messwert ohne vollständige Messbedingungen aus? (Er reicht nicht zur Sicherheitsfreigabe) (!Er bestätigt automatisch eine sichere Verbrennung) (!Er beweist einen defekten Brenner) (!Er ersetzt die vorgeschriebene Überwachung)




Welche Aussage zur Trinkwasserhygiene ist richtig? (Energieoptimierung muss hygienische Anforderungen berücksichtigen) (!Die niedrigste Temperatur ist immer die beste) (!Heizungswasser und Trinkwasser haben identische Hygieneanforderungen) (!Legionellenrisiken sind in großen Anlagen grundsätzlich ausgeschlossen)




Was beeinflusst die Brennwertnutzung eines Brennwertkessels? (Die mögliche Kondensation des Wasserdampfs im Abgas) (!Ausschließlich die Gehäusefarbe) (!Ausschließlich die Anzahl der Heizkörper) (!Ausschließlich das Gebäudealter)




Was wird für die Interpretation von Brennerstarts benötigt? (Ein dokumentierter Zeitraum und passende Betriebsdaten) (!Nur die Farbe der Anzeige) (!Ausschließlich die Hausnummer) (!Keine weiteren Informationen)




Wie gehst Du mit einem unbekannten gerätespezifischen Fehlercode um? (Du prüfst ihn in der passenden Herstellerdokumentation) (!Du deutest ihn bei allen Herstellern gleich) (!Du ignorierst ihn grundsätzlich) (!Du veränderst ohne Auftrag die Verbrennungseinstellung)




Was ist bei einer unklaren Feuchtigkeitsspur fachlich korrekt? (Den Befund dokumentieren und eine Fachprüfung veranlassen) (!Ohne weitere Prüfung das Ausdehnungsgefäß austauschen) (!Die Anlage unabhängig von weiteren Befunden freigeben) (!Die Spur als normalen Betriebszustand einstufen)




Welche Aussage über Wasserstoff und Bestandsheizungen stimmt? (Die Eignung muss für das konkrete Gerät und die Betriebsbedingungen nachgewiesen sein) (!Alle bestehenden Gasgeräte sind automatisch für reinen Wasserstoff geeignet) (!Wasserstoff erfordert keine besondere Fachkunde) (!Eine beliebige Umrüstung ist ohne Herstellerfreigabe zulässig)




Begründetes Quiz-Feedback öffnen

  1. Der Gerätetyp bestimmt, welche Serviceunterlagen und Sollwerte anzuwenden sind.
  2. Ein Vergleich mit dem angegebenen Übungsbereich ergibt eine Unterschreitung.
  3. Die Temperaturdifferenz beträgt sieben Kelvin, erlaubt allein aber keine Defektdiagnose.
  4. Eine Abgasmessung muss vollständig und fachgerecht bewertet werden.
  5. Hygienische Anforderungen begrenzen Möglichkeiten der Energieeinsparung.
  6. Brennwerttechnik gewinnt einen Teil der Kondensationswärme zurück.
  7. Brennerstarts sind nur mit Zeitraum und Betriebszusammenhang aussagekräftig.
  8. Fehlercodes sind nicht allgemein herstellerübergreifend gleich definiert.
  9. Eine Feuchtigkeitsspur ist ein Befund, keine fertige Diagnose.
  10. Eine Wasserstofffreigabe ist geräte- und anwendungsbezogen.


Memory

Verbinde die Fachbegriffe mit ihrer richtigen Bedeutung.

Vorlauf Zuführung des erwärmten Heizwassers
Rücklauf Rückführung des Heizwassers
Manometer Instrument zur Druckanzeige
Heizkurve Zusammenhang von Außentemperatur und Vorlauftemperatur
Fehlerspeicher Aufzeichnung von Gerätemeldungen
Kondensat Flüssigkeit durch Kondensation
Typenschild Kennzeichnung der Geräteausführung
Abgasprotokoll Dokumentation von abgasbezogenen Messbefunden





Drag and Drop

Ordne jedem Befund den passenden Prüfaspekt zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prüfaspekt
Anlagendruck Herstellerbezogener Druckbereich
Abgasbefund Messbedingungen und Beurteilungsgrundlagen
Brennerstarts Zeitverlauf und Lastprofil
Fehlercode Gerätespezifische Fehlerbeschreibung
Trinkwarmwasser Hygieneanforderungen der Installation
Heizkurve Zusammenhang mit Außentemperatur und Gebäudeverhalten





Kreuzworträtsel

Manometer Wie heißt das Instrument zur Anzeige des Heizkreisdrucks?
Ruecklauf Wie heißt der Wasserstrom zurück zum Wärmeerzeuger?
Kondensat Wie heißt die beim Kondensieren entstehende Flüssigkeit?
Heizkurve Welche Kennlinie verbindet Außentemperatur und Vorlauftemperatur?
Fachkunde Welche berufliche Voraussetzung ist für sachgerechte Wartung erforderlich?
Waermetauscher Welches Bauteil überträgt Wärme zwischen getrennten Medien?





LearningApps

Der Link öffnet die Themensuche bei LearningApps. Er verweist nicht auf eine eigens für diesen Kurs erstellte Aufgabe.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Wärmeerzeuger stellt für ein Gebäude die benötigte

bereit.
Das erwärmte Heizwasser strömt durch den

zu den Heizflächen.
Der zurückströmende Wasserkreislauf heißt

.
Der Druck eines Heizkreises wird häufig in der Einheit

angegeben.
Ein Instrument zur Druckanzeige heißt

.
Eine Temperaturdifferenz wird häufig in

angegeben.
Die Beziehung zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur beschreibt die

.
Zur Bewertung gerätespezifischer Sollwerte benötigst Du die passende

.
Gespeicherte Störungsmeldungen findest Du im

.
Der Brennwertkessel kann zusätzliche Energie durch

nutzen.
Bei einer Abgasbewertung müssen die

berücksichtigt werden.
Das giftige Kohlenmonoxid wird mit

bezeichnet.
Bei der Trinkwassererwärmung muss insbesondere die

beachtet werden.
Das Gefäß zum Ausgleich temperaturbedingter Volumenänderungen heißt

.
Ein unklarer Befund erfordert eine fachkundige

.
Der abschließende Nachweis erfolgt durch ein nachvollziehbares

.




Offene Aufgaben

Arbeite mit bereitgestellten Unterlagen, Abbildungen, Dummymodellen oder freigegebenen Übungsdaten. Keine gefährlichen praktischen Eingriffe.


Leicht

  1. Wärmeerzeuger: Erstelle eine beschriftete Skizze einer Bestandsheizung mit Vorlauf, Rücklauf und Wärmeerzeuger.
  2. Messprotokoll: Markiere fünf Messgrößen und ihre Einheiten in einem bereitgestellten Wartungsbericht.
  3. Heizungsanlage: Gestalte ein Lernplakat mit wichtigen Anlagenbauteilen und ihren Funktionen.
  4. Typenschild: Entwirf eine Checkliste der Angaben, die für die Auswahl der passenden Herstellerdokumentation benötigt werden.


Standard

  1. Soll-Ist-Vergleich: Bewerte den simulierten Heizkreisdruck für die Modelle WE-A und WE-B und begründe die unterschiedlichen Ergebnisse.
  2. Hydraulischer Abgleich: Erstelle ein Erklärvideo oder eine Grafik zum Zusammenhang von Heizflächen, Volumenstrom und Temperaturdifferenz.
  3. Wartungsdokumentation: Verfasse einen kurzen fachlichen Prüfbericht zum Ausbildungsfall mit klarer Trennung von Befund und vermuteter Ursache.
  4. Trinkwasserhygiene: Gestalte ein Informationsblatt über den Zielkonflikt zwischen Energieeinsparung und Legionellenprävention.


Schwer

  1. Fehlerdiagnose: Entwickle einen Diagnosebaum, der zwischen gesichertem Befund, möglicher Ursache und erforderlicher Fachprüfung unterscheidet.
  2. Heizungsoptimierung: Vergleiche zwei dokumentierte Heizungsbetriebszustände und formuliere begründete Optimierungshypothesen, ohne eigenmächtige Eingriffe vorzusehen.
  3. Fachinterview: Befrage nach Absprache eine qualifizierte SHK-Fachkraft zu den häufigsten Dokumentationsfehlern bei Wartungsbefunden und fasse die Ergebnisse zusammen.
  4. Gebäudetechnik: Entwickle für das fiktive Mehrfamilienhaus einen Maßnahmenvorschlag, der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Trinkwasserhygiene berücksichtigt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Hier zählt Deine Begründung, nicht das Auswendiglernen einzelner Zahlen.

  1. Messwertanalyse: Begründe, weshalb derselbe Druckmesswert bei zwei Gerätevarianten unterschiedlich zu beurteilen sein kann.
  2. Anlagenbewertung: Erkläre, warum eine Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf noch keinen Pumpendefekt beweist.
  3. Energieeffizienz: Analysiere, welche weiteren Informationen benötigt werden, bevor häufige Brennerstarts als Optimierungsproblem eingestuft werden.
  4. Trinkwasserhygiene: Entscheide für den Ausbildungsfall, wie mit der Temperaturauffälligkeit umzugehen ist. Berücksichtige dabei die Gebäudegröße und den Gesundheitsschutz.
  5. Abgasanalyse: Erläutere, weshalb unvollständige Abgaswerte keine Aussage über die sichere Nutzung der Anlage erlauben.
  6. Technische Dokumentation: Erstelle eine Reihenfolge für die fachgerechte Bearbeitung der festgestellten Auffälligkeiten.
  7. Transfer: Übertrage das Vorgehen auf eine Bestandsanlage mit Wärmepumpe und erläutere, welche gerätespezifischen Informationen sich ändern würden.


Bewertungsraster mit Feedback

Kriterium Basis Anwendung Transfer
Messwerte Größe und Einheit richtig erkennen Werte mit gültigen Vorgaben vergleichen Messunsicherheit und Kontext berücksichtigen
Begründung Abweichungen beschreiben Befund und Ursache trennen alternative Ursachen kritisch prüfen
Sicherheit Gefahrenbereiche benennen erforderliche Fachprüfung erkennen Maßnahmen nach Risiken priorisieren
Dokumentation Werte vollständig übertragen Bewertungen nachvollziehbar formulieren fachgerechte Folgeaufträge entwickeln

Begründetes Feedback:

Basis erreicht: Du kannst Informationen korrekt erfassen. Für eine sichere Bewertung fehlen noch Vergleichsgrundlagen und die Einordnung der Messbedingungen.

Anwendung erreicht: Du kannst Abweichungen begründen und erkennst, wo eine weiterführende Fachprüfung erforderlich ist.

Transfer erreicht: Du kannst unvollständige oder widersprüchliche Daten kritisch hinterfragen, sicherheitsrelevante Prioritäten begründen und die Vorgehensweise auf andere Wärmeerzeuger übertragen.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze Wartungsbefund-Auswertung zum Ausbildungsfall.

Die Abgabe soll folgende Bestandteile enthalten:

  1. Anlagenbeschreibung mit vereinfachtem Anlagenschema.
  2. Tabelle der relevanten Mess- und Sichtbefunde.
  3. Kennzeichnung der gültigen beziehungsweise simulierten Vergleichsvorgaben.
  4. Berechnung der Vorlauf-Rücklauf-Temperaturdifferenz.
  5. Bewertung des simulierten Heizkreisdrucks.
  6. Einordnung des unvollständigen Abgasbefunds.
  7. Bewertung des Trinkwarmwasserbefunds.
  8. Begründete Priorisierung notwendiger Fachprüfungen.
  9. Dokumentation offener Fragen und fehlender Nachweise.
  10. Eine kurze Reflexion über die Grenzen Deiner eigenen beruflichen Handlungskompetenz.

Bewertungsschwerpunkt: Fachliche Begründung, sichere Arbeitsentscheidungen und nachvollziehbare Dokumentation.


Fachquellen und rechtliche Einordnung

Quellenstand: 9. Oktober 2026.

Für den Einsatz im Betrieb sind die jeweils gültigen Vorschriften, technischen Regeln und Herstellerunterlagen erneut zu prüfen.

Fachquelle Verwendung im Lernkurs
§ 60 Gebäudemodernisierungsgesetz – Wartung und Instandhaltung Regelmäßige Wartung und erforderliche Fachkunde
§ 60b – Prüfung und Optimierung älterer Heizungsanlagen Rechtliche Einordnung bestimmter Bestandsanlagen
1. BImSchV – Wiederkehrende Überwachung Gesetzliche Anforderungen an bestimmte Feuerungsanlagen
1. BImSchV – Anlage 2 Anforderungen an die Durchführung vorgeschriebener Messungen
DVGW-TRGI G 600 Regelwerk für Gasinstallationen; aktuelle Fassung und Ergänzungen prüfen
VDI 2035 Blatt 1 Steinbildung und wasserseitige Korrosion
Umweltbundesamt – Trinkwarmwasserkonzepte Verbindung von Effizienz und Trinkwasserhygiene
Umweltbundesamt – Warmwassertemperaturen Hygieneanforderungen und Legionellenprävention
Viessmann – Geräteunterlagen Beispiel einer herstellerbezogenen Dokumentensuche
Viessmann – Heizkurve Funktion und gerätespezifischer Regelungszusammenhang
Bosch Home Comfort – Gasbrennwerttechnik Funktionsweise der Kondensation

Hinweis zur Rechtslage: Die offizielle Gesetzesdatenbank führt die aktuellen Anforderungen zur Wartung und Heizungsprüfung unter dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Frühere Unterlagen können hierfür noch die Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz (GEG) verwenden. Entscheidend sind die aktuell geltenden Gesetzesfassungen und ihr konkreter Anwendungsbereich.

Fachfreigabe: Eine gesonderte sicherheitstechnische und didaktische Freigabe durch eine verantwortliche SHK-Fachkraft beziehungsweise Lehrkraft wurde für diesen Lernkurs nicht erteilt. Vor einem praktischen Einsatz mit realen Anlagen müssen die gerätespezifischen Wartungsanweisungen, Befugnisse, Messverfahren, Sicherheitsvorgaben und Rechtsstände verbindlich geprüft werden.


Medien und Bildrechte

Die folgenden Bilddateien wurden auf Wikimedia Commons überprüft. Die Abbildungen werden als Originaldateien eingebunden; Bearbeitungen und Weiterverwendungen müssen die jeweiligen Lizenzbedingungen beachten.

Wikimedia-Commons-Datei Urheber Lizenz
ModCon boiler system.jpg Audetat CC BY-SA 3.0
Heating system Buderus.jpg Tiia Monto CC BY-SA 3.0
Heatpump.svg Ilmari Karonen Public Domain
A pressure gauge attached to a heating system.jpg Shixart1985 / Nenad Stojković CC BY 2.0
Expansiontank.jpg Sonett72 Public Domain
Condensing boiler.JPG Dunnd74 / Douglas Dunn CC BY 2.5
Blockschaltbild Heizungsregelung raumgeführt direkt.svg SchmiAlf CC BY 4.0
Thermostatic Radiator Valve.jpg T. Voekler CC BY-SA 3.0
Solar water heating schema.svg Strug / Malyszkz CC BY 2.5
Vitodens 200 condensing boiler.JPG Boulderhydronics CC BY-SA 3.0

Lizenzhinweis: Die Lizenzlinks und vollständigen Dateiversionen sind über die jeweiligen Commons-Beschreibungsseiten erreichbar. Die YouTube-Videos sind externe, vom jeweiligen Rechteinhaber bereitgestellte Inhalte. Ihre Einbettung bedeutet keine Freigabe zur Vervielfältigung oder Weiterveröffentlichung. Die Verfügbarkeit der Einbettungen kann sich ändern.


OERs zum Thema

Wikipedia: Brennwertkessel

Weitere Grundlagen:

  1. Heizungsanlage
  2. Wärmeerzeuger
  3. Brennwertkessel
  4. Wärmepumpe
  5. Heizkurve
  6. Hydraulischer Abgleich
  7. Heizungswasser
  8. Trinkwasserhygiene
  9. Kohlenmonoxid
  10. Wartung


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte