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Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Regelung von Bestandsanlagen verstehen

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Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Regelung von Bestandsanlagen verstehen

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Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Regelung von Bestandsanlagen verstehen


Einleitung

Ausbildungskurs für Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker SHK sowie verwandte Berufe

Schwerpunkt: Betriebsarten und Zeitprogramme bestehender Heizungsanlagen.

Lernzeit: ca. 60–90 Minuten plus Praxisprojekt.

Lernziel: Du kannst eine bestehende Heizungsregelung erklären, Betriebsarten unterscheiden, Zeitprogramme beurteilen und Störungen systematisch eingrenzen.

Lernweg: Anlagenschema → Betriebsarten → Wochenprogramm → Gebäudemodell → Energie- und Hygienefälle → Diagnose → Lernnachweis.

Wärmeerzeuger mit Warmwasserspeicher: Welche Funktionen beeinflusst die Regelung?


Sicherheit und Fachfreigabe

BESONDERER SICHERHEITSBEREICH: GAS, WASSERSTOFF, VERBRENNUNG UND ABGAS

Dieser Kurs behandelt das Verstehen, Ablesen, Simulieren und Dokumentieren von Regelungsfunktionen. Er ist keine Anleitung für Eingriffe in sicherheitsrelevante Anlagen.

  1. Erlaubter Lernbereich: Herstellerunterlagen lesen, Anlagenschemata auswerten, Einstellungen auf einem Simulator vergleichen und freigegebene Betriebsdaten dokumentieren.
  2. Nur unter fachlicher Aufsicht und Freigabe: Änderungen an Parametern bestehender Anlagen im Rahmen der jeweiligen Berechtigung.
  3. Qualifizierte Fachkräfte erforderlich: Arbeiten an Gas- und Wasserstoffinstallationen, Brennern, Verbrennungsluftversorgung, Abgaswegen, Sicherheitseinrichtungen, elektrischen Komponenten und Trinkwasserinstallationen.
  4. Keine Eigenversuche: Keine Gas- oder Abgasprüfungen, keine Manipulation von Sicherheitseinrichtungen, kein Öffnen von Gasarmaturen, keine Wasserstoffversuche und keine eigenmächtige Veränderung hygienerelevanter Temperaturwerte.

Bei Gasgeruch oder Verdacht auf gefährliche Abgase gilt: Gefahrenbereich verlassen, keine Zündquellen oder elektrischen Schalter betätigen und von einem sicheren Ort aus den zuständigen Notdienst beziehungsweise die Feuerwehr verständigen.

Vor jeder praktischen Tätigkeit: Aktuelle Rechtslage, Herstelleranleitung, Gefährdungsbeurteilung, Betreiberfreigabe und Qualifikation mit der verantwortlichen Fachkraft prüfen.

Quelle: DVGW – Gasinstallation und TRGI und DVGW – Verhalten bei Gasgeruch.


Lerneinheit 1: Die Bestandsanlage verstehen

Dauer: 8 Minuten


Der Weg der Wärme

Lies das Schema von der Wärmequelle zum Heizkörper und zurück.

Bauteil Funktion
Wärmeerzeuger Heizwasser erwärmen
Umwälzpumpe Heizwasser transportieren
Vorlauf Wärme zum Heizkörper führen
Heizkörper Wärme an den Raum abgeben
Rücklauf Abgekühltes Heizwasser zurückführen

Merksatz: Die Regelung entscheidet, wann und mit welcher angeforderten Temperatur Wärme bereitgestellt wird.


Wie arbeitet ein Regelkreis?

Sollwert → Regler → Stellglied → Heizsystem → Istwert → Rückmeldung

Der Regler vergleicht gewünschte und gemessene Werte. Je nach Anlage beeinflusst er Wärmeerzeuger, Pumpe und Mischer.

Mini-Aufgabe: Zeige im Schaubild einen Sensor, ein Stellglied und die Regelstrecke.

Feedback: Der Sensor liefert den Istwert. Das Stellglied verändert den Betrieb. Die Regelstrecke ist das beeinflusste technische System.


Lerneinheit 2: Betriebsarten erkennen

Dauer: 8 Minuten

Beispiel eines elektronischen Reglers mit Tages- und Wochenprogramm.

Betriebsart Typische Wirkung
Automatik Betrieb nach Zeitprogramm
Komfort Heizen nach höherem Raum-Sollwert
Absenkung Reduzierte Wärmeanforderung
Dauerbetrieb Gewählte Betriebsart unabhängig vom Wochenprogramm
Sommerbetrieb Raumheizung aus; Warmwasserbereitung gegebenenfalls weiterhin aktiv
Urlaub Angepasster Betrieb bei längerer Abwesenheit
Frostschutz Schutzfunktion gegen Frostschäden, abhängig von Anlage und Parametrierung

Wichtig: Die Namen und Wirkungen unterscheiden sich zwischen Herstellern. Frostschutz ist kein Ersatz für die Beurteilung des Gebäudes im Winter.

Kontrollfrage: Warum bleibt eine Heizungsanlage möglicherweise warm, obwohl das Zeitprogramm eigentlich Absenkbetrieb vorsieht?

Feedback: Dauerkomfort, Sonderbetrieb, Warmwasseranforderung, Frostschutz oder eine andere Regelungsfunktion können das Zeitprogramm überlagern.


Nachtabsenkung oder Nachtabschaltung?

Nachtabsenkung: Der Heizkreis arbeitet mit geringerer Wärmeanforderung.

Nachtabschaltung: Der normale Heizbetrieb pausiert zeitweise; notwendige Schutzfunktionen bleiben wirksam.

Nicht jedes Gebäude profitiert gleichermaßen. Bauweise, Dämmung, Heizflächen, Nutzungsverhalten und Wärmeerzeuger beeinflussen die Wirkung. Bei Wärmepumpen und trägen Flächenheizungen kann ein gleichmäßiger Betrieb günstiger sein.

Video: Nachtabsenkung erklären

BRÖTJE: Die Nachtabsenkung. Achte auf den Unterschied zwischen Komfort und Energiebedarf. Herstellerbezogene Aussagen immer auf das betrachtete System übertragen.


Lerneinheit 3: Zeitprogramme lesen

Dauer: 8 Minuten

Ein Zeitprogramm ordnet Uhrzeiten und Wochentagen bestimmte Heizphasen zu. Es beeinflusst den Raumheizbetrieb und ist nicht automatisch identisch mit dem Programm der Trinkwassererwärmung.


Beispiel eines Wochenprogramms

Zeitraum Komfortphase Übrige Zeit
Montag bis Freitag 05:30–09:00 und 16:00–22:30 Reduzierter Betrieb
Samstag und Sonntag 07:00–23:00 Reduzierter Betrieb

Diese Zeiten sind Übungswerte, keine allgemeingültige Empfehlung.

Prüfung Leitfrage
Datum und Uhrzeit Stimmt die Regleruhr einschließlich Zeitumstellung?
Heizkreis Wird der richtige Heizkreis betrachtet?
Automatikbetrieb Ist das Zeitprogramm überhaupt aktiv?
Schaltzeiten Passen sie zu den Nutzungszeiten?
Aufheizzeit Wird die gewünschte Temperatur rechtzeitig erreicht?
Sonderprogramme Überschreibt Urlaub oder Dauerbetrieb den Wochenplan?

Merksatz: Nicht nur die Heizdauer, sondern auch der Beginn des Aufheizens ist wichtig.


Lerneinheit 4: Heizkurve und Gebäude

Dauer: 10 Minuten

Die Heizkurve ordnet bei witterungsgeführter Regelung der Außentemperatur einen Vorlauf-Sollwert zu.

Neigung: Wie stark verändert sich der Vorlauf bei sinkender Außentemperatur?

Niveau: Auf welchem Temperaturniveau liegt die Kennlinie?

Eine unnötig hohe Heizkurve kann den Energieverbrauch erhöhen. Eine zu niedrige Einstellung kann zu Komfortproblemen führen.

Video: Heizkurve verstehen

Lernauftrag: Notiere die Bedeutung von Neigung und Niveau. Praktische Veränderungen am echten Wärmeerzeuger sind nicht Teil dieser Videoaufgabe.


Heizkreis mit Mischer

Ein Mischer kann wärmeres Vorlaufwasser mit kühlerem Rücklaufwasser mischen. Dadurch lässt sich die Vorlauftemperatur des Heizkreises beeinflussen.

Bauteilprinzip: Dreiwegemischer.

Mini-Aufgabe: Erkläre, warum Heizkörper und Fußbodenheizung unterschiedliche Vorlauftemperaturen benötigen können.

Feedback: Heizflächen haben unterschiedliche Wärmeabgabeeigenschaften und Auslegungstemperaturen. Deshalb können getrennte Heizkreise und Heizkurven erforderlich sein.


Gebäudemodell: Warum gibt es unterschiedliche Heizzeiten?

Gebäudequerschnitt als Anschauungsmodell, nicht als Bauplan des Ausbildungsfalls.

Vergleiche die Wärmeträgheit eines unsanierten Altbaus mit einem gut gedämmten Gebäude.

Vergleichsmodell eines Passivhauses mit guter Wärmedämmung. Es stellt nicht die Beispielanlage dar.

Merkmal Typischer unsanierter Altbau Sehr gut gedämmtes Gebäude
Wärmeverluste Häufig höher Geringer
Temperaturabfall bei Absenkung Kann schneller erfolgen Häufig langsamer
Sinnvolle Absenkung Individuell prüfen Oft geringer Nutzen
Wiederaufheizung Heizleistung und Gebäudemasse beachten Trägheit und Heizsystem beachten

Transferfrage: Warum lässt sich ein Zeitprogramm nicht ohne Prüfung von einem Haus auf ein anderes übertragen?


Lerneinheit 5: Trinkwarmwasser und Hygiene

Dauer: 8 Minuten

Heizwasser und Trinkwarmwasser sind unterschiedliche Systeme.

Die Einstellung des Trinkwassererwärmers und der Zirkulation muss hygienische Anforderungen erfüllen. Insbesondere bei zentralen Großanlagen sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik grundsätzlich 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und mindestens 55 °C im Zirkulationssystem maßgeblich.

Die Anforderungen hängen von Anlagentyp, Größe, Betriebsweise und geltenden Regeln ab. Niedrigere Temperaturen sind nicht pauschal zulässig. Abweichende Konzepte erfordern fachliche und hygienische Prüfung.

BESONDERER SICHERHEITSBEREICH: TRINKWASSERHYGIENE

Ein Nachtprogramm für die Raumheizung darf nicht ungeprüft auf den Trinkwarmwasserbetrieb übertragen werden. Insbesondere längere Stillstandszeiten, ungeeignete Temperaturen und Stagnation sind hygienisch zu bewerten.

Quelle: DVGW – Legionellen vermeiden und Umweltbundesamt – Mindesttemperaturen in Großanlagen.


Lerneinheit 6: Fehler systematisch eingrenzen

Dauer: 8 Minuten

Das Thermostatventil beeinflusst die Wärmeabgabe des Heizkörpers. Die zentrale Heizungsregelung beeinflusst den Heizkreis.

Diagnose ohne Eingriff:

  1. Beschwerde erfassen: Wann tritt das Problem auf und welche Räume sind betroffen?
  2. Regler prüfen: Uhrzeit, Betriebsart, Zeitfenster, Heizkreis und Sonderprogramme ablesen.
  3. Betriebsdaten vergleichen: Außentemperatur, Vorlauf-Sollwert, Vorlauf-Istwert und Raumtemperaturen dokumentieren.
  4. Ursachen unterscheiden: Zeitprogramm, Regelparameter, Sensorik, Hydraulik oder technische Störung.
  5. Fachlich übergeben: Befund, Unsicherheiten und vorgeschlagene Prüfmaßnahmen dokumentieren.

Keine Fehlersuche an geöffneten elektrischen, gasführenden oder abgasführenden Komponenten im Rahmen dieses Lernkurses.

Vertiefung: Hydraulischer Abgleich

Das Video veranschaulicht das Grundprinzip. Es ist älter und ersetzt weder aktuelle Regelwerke noch die Ausführung durch Fachkräfte.


Ausbildungsfall: Das Mehrfamilienhaus

Du unterstützt eine SHK-Fachkraft bei der Bewertung einer bestehenden Heizungsanlage.

Merkmal Falldaten
Gebäude Mehrfamilienhaus von 1985, sechs Wohnungen
Wärmeerzeuger Gas-Brennwertkessel, Einbau 2007
Wärmeverteilung Heizkörper und witterungsgeführter Heizkreis
Trinkwarmwasser Zentraler Speicher mit Zirkulation
Beschwerde A Einige Räume sind morgens um 06:30 Uhr zu kalt
Beschwerde B Nachmittags werden mehrere Räume zu warm
Beschwerde C Der Betreiber möchte nachts die Trinkwarmwasserzirkulation abschalten

Dein Auftrag: Entwickle eine begründete Diagnose- und Optimierungsempfehlung. Du arbeitest zunächst ausschließlich mit den Falldaten und einem fiktiven Reglerprotokoll.


Gebäudenutzung im Modell

Gebäudebereich Beispielhafte Nutzung Regelungsfrage
Erdgeschoss Zwei Wohnungen mit unterschiedlichen Anwesenheitszeiten Sind zentrale Heizzeiten ausreichend?
Obergeschoss Zwei Wohnungen mit frühem Heizbedarf Beginnt die Aufheizung rechtzeitig?
Dachgeschoss Zwei Wohnungen mit späterem Heizbedarf Welche Raumregelung ergänzt den zentralen Betrieb?

Das Modell zeigt: In Mehrfamilienhäusern muss eine zentrale Zeitsteuerung mit unterschiedlichen Bedürfnissen vereinbar sein. Raumthermostate, Gebäudeverhalten und Versorgungsanforderungen sind gemeinsam zu betrachten.


Interaktiver Fall A: Energie

Modellrechnung: Eine gedachte Anlage benötigt während acht Stunden konstant 2 kW Heizleistung. Im vereinfachten Absenkmodell sind es während derselben Zeit 1 kW.

Modell Leistung Dauer Energiemenge
Ohne Absenkung 2 kW 8 h 16 kWh
Mit Absenkung 1 kW 8 h 8 kWh

Entscheidung: Welche Differenz entsteht im Modell? Beantworte später Quizfrage 7.

Achtung: Das ist eine didaktische Rechnung, keine Einsparprognose für das Gebäude. Aufheizenergie, Wärmeverluste, Wirkungsgrad und Regelverhalten sind nicht vollständig abgebildet.


Interaktiver Fall B: Hygiene

Situation: Die zentrale Trinkwarmwasserzirkulation soll von 23:00 bis 05:00 Uhr ausgeschaltet werden.

Entscheidung: Würdest Du diesen Vorschlag sofort umsetzen oder zunächst fachlich und hygienisch prüfen lassen? Beantworte Quizfrage 8.


Interaktiver Fall C: Diagnose

Fiktive Ablesewerte:

Anzeige Wert
Außentemperatur 3 °C
Heizkreis Automatik
Komfortbeginn laut Display 07:00 Uhr
Beschwerdebeginn 06:30 Uhr
Gewünschter Raumwert 20 °C
Gemessener Raumwert 17 °C

Entscheidung: Welche Prüfung ist als Erstes sinnvoll? Beantworte Quizfrage 9.

Eine zu spät beginnende Komfortphase ist eine mögliche Ursache, aber noch keine gesicherte Gesamtdiagnose.


Gestufte Hilfen

Nutze die nächste Stufe nur, wenn Du allein nicht weiterkommst.

Fall Hilfe 1: Orientierung Hilfe 2: Denkweg Hilfe 3: Fachliche Einordnung
Energie Vergleiche zwei Energiemengen. Energie ergibt sich aus Leistung mal Zeit. Die Modell-Differenz ist nicht identisch mit der tatsächlichen Gebäudeenergieeinsparung.
Hygiene Unterscheide Heizwasser und Trinkwasser. Prüfe Temperaturhaltung, Zirkulation und Stagnation. Hygieneplan, Trinkwasserverordnung und DVGW-Regelwerk haben Vorrang vor einer ungeprüften Sparmaßnahme.
Diagnose Vergleiche Beschwerdezeit und Komfortbeginn. Prüfe zuerst Betriebsart, Uhrzeit und Zeitfenster. Werte mehrere Betriebsdaten aus und dokumentiere alternative Ursachen, bevor Änderungen vorgeschlagen werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

1. Welche Aufgabe hat die zentrale Heizungsregelung? (Sie passt die Wärmeanforderung an Betriebsbedingungen und Sollwerte an) (!Sie ersetzt alle Heizkörper) (!Sie misst ausschließlich den Brennstoffvorrat) (!Sie verhindert jede Art von Wärmeverlust)




2. Wann werden programmierte Komfort- und Absenkphasen normalerweise berücksichtigt? (Im Automatikbetrieb) (!Im dauerhaften Komfortbetrieb) (!Beim vollständigen Ausschalten aller Schutzfunktionen) (!Nur während einer Störung)




3. Was beschreibt eine Nachtabsenkung? (Einen zeitlich reduzierten Heizbetrieb) (!Das vollständige Abschalten aller Sicherheitseinrichtungen) (!Die dauerhafte Erhöhung der Vorlauftemperatur) (!Die Reinigung des Wärmeerzeugers)




4. Wovon hängt die Heizkurve bei einer witterungsgeführten Regelung wesentlich ab? (Von der Außentemperatur) (!Von der Farbe der Heizkörper) (!Von der Anzahl der Wasserhähne) (!Von der Uhrzeit des letzten Wartungstermins)




5. Was solltest Du beim Prüfen eines Wochenprogramms zuerst kontrollieren? (Betriebsart und Regleruhrzeit) (!Die Farbe der Bedienoberfläche) (!Den Hersteller des Heizkörperlacks) (!Die Fensterrahmenhöhe)




6. Welche Aufgabe erfüllt ein Mischer im Heizkreis? (Er beeinflusst die Vorlauftemperatur durch Mischen von Wasserströmen) (!Er misst die Trinkwasserqualität) (!Er ersetzt den Außentemperaturfühler) (!Er verbrennt Brennstoff)




7. Wie groß ist die Energiedifferenz im vereinfachten Modell des Energie-Falls? (8 Kilowattstunden) (!1 Kilowattstunde) (!16 Kilowattstunden) (!24 Kilowattstunden)




8. Was ist beim vorgeschlagenen nächtlichen Abschalten der Trinkwarmwasserzirkulation richtig? (Zuerst eine fachliche und hygienische Prüfung veranlassen) (!Die Pumpe ohne Prüfung dauerhaft ausschalten) (!Die Trinkwarmwassertemperatur beliebig reduzieren) (!Die Hygieneanforderungen ignorieren)




9. Welche Maßnahme passt zur ersten Diagnose im Ausbildungsfall? (Betriebsart und Zeitprogramm prüfen und Betriebsdaten dokumentieren) (!Den Gasbrenner eigenständig zerlegen) (!Die Abgasüberwachung überbrücken) (!Ohne Prüfung sämtliche Sensoren austauschen)




10. Was gilt bei sicherheitsrelevanten Arbeiten an Gas- und Abgasanlagen? (Sie gehören in die Hände entsprechend qualifizierter und berechtigter Fachkräfte) (!Alle Lernenden dürfen sie ohne Aufsicht durchführen) (!Herstellerangaben sind nicht zu beachten) (!Sicherheitseinrichtungen dürfen zu Lernzwecken außer Betrieb gesetzt werden)





Begründetes Feedback zu den Fallentscheidungen

Fall Richtige Entscheidung Begründung Warum Alternativen nicht genügen
Energie 8 kWh Modell-Differenz 16 kWh minus 8 kWh ergeben 8 kWh. Die Rechnung berücksichtigt nicht den späteren Aufheizbedarf und weitere Systemeinflüsse.
Hygiene Fachliche Hygieneprüfung Trinkwasserqualität und Temperaturhaltung müssen gesichert bleiben. Eine pauschale Abschaltung ohne Anlagenbewertung kann hygienisch problematisch sein.
Diagnose Betriebsart und Zeitprogramm kontrollieren Die Komfortphase beginnt laut Anzeige nach der Beschwerdezeit. Ein Bauteiltausch oder Sicherheitseingriff wäre unbegründet und möglicherweise gefährlich.


Memory

Finde passende Begriffe und Funktionen.

Außenfühler Erfassung der Außentemperatur
Heizkurve Wetterabhängiger Vorlaufsollwert
Automatikbetrieb Nutzung eines Wochenprogramms
Nachtabsenkung Reduzierte Wärmeanforderung
Frostschutz Schutz vor frostbedingten Schäden
Zirkulation Umlauf des erwärmten Trinkwassers
Störungsprotokoll Zeitliche Dokumentation von Auffälligkeiten





Drag and Drop

Ordne die Betriebs- und Regelungsbegriffe der passenden Bedeutung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Dauerkomfort Gleichbleibender Komfortbetrieb unabhängig vom Wochenplan
Heizgrenze Außentemperaturabhängige Begrenzung des Raumheizbetriebs
Urlaubsbetrieb Angepasster Betrieb bei längerer Abwesenheit
Vorlauffühler Erfassung der Temperatur im Heizkreisvorlauf
Sollwert Vorgegebener Wert einer Regelgröße





Kreuzworträtsel

Automatik Welche Betriebsart nutzt normalerweise ein Wochenprogramm?
Vorlauf Wie heißt die Leitung mit Heizwasser auf dem Weg zur Heizfläche?
Heizkurve Welche Kennlinie ordnet der Außentemperatur einen Vorlaufsollwert zu?
Mischer Welches Bauteil führt Heizwasserströme unterschiedlicher Temperatur zusammen?
Zirkulation Wie heißt der Umlauf von Trinkwarmwasser in einem entsprechenden Leitungssystem?
Frostschutz Welche Schutzfunktion soll Frostschäden verhindern?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige die Sätze zur Bestandsanlage.
Die zentrale Heizungsregelung vergleicht Vorgaben mit gemessenen

.
Ein Temperatursensor außerhalb des Gebäudes heißt

.
Der Heizbetrieb nach einem Wochenplan heißt

.
Die Phase mit höherer Wärmeanforderung heißt

.
Die zeitweise Reduzierung der Wärmeanforderung heißt

.
Die warme Leitung zum Heizkörper wird

genannt.
Die abgekühlte Leitung zum Wärmeerzeuger wird

genannt.
Der Transport des Heizwassers erfolgt durch eine

.
Die witterungsabhängige Vorlauftemperatur wird durch die

beeinflusst.
Die Stärke der Temperaturänderung entlang dieser Kennlinie bestimmt ihre

.
Ein gemeinsamer Betriebsplan für die Wochentage heißt

.
Ein Warmwasserspeicher kann der

dienen.
Die Vermeidung von Legionellenwachstum gehört zur Trinkwasser

.
Vor einer sicherheitsrelevanten Änderung muss die verantwortliche

hinzugezogen werden.
Beobachtete Abweichungen werden in einem

festgehalten.




Offene Aufgaben

Arbeite mit Simulationen, Zeichnungen, Herstellerunterlagen und freigegebenen Daten. Keine eigenmächtigen Eingriffe in Bestandsanlagen.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Heizkreis: Zeichne einen Heizkreis mit Wärmeerzeuger, Pumpe, Vorlauf, Heizkörper und Rücklauf. Kennzeichne die Strömungsrichtung.
  2. Betriebsarten: Gestalte fünf Lernkarten mit Betriebsart, Funktion und typischem Einsatz.
  3. Zeitprogramm: Übertrage ein fiktives Wochenprogramm in einen übersichtlichen Stundenplan.
  4. Heizungsregler: Fotografiere nach Erlaubnis nur eine frei zugängliche Bedienoberfläche oder nutze ein Herstellerbild und beschrifte die erkennbaren Funktionen.

Feedbackkriterien: Die Bauteile sind korrekt zugeordnet, Betriebsarten klar unterschieden und Zeitfenster widerspruchsfrei dargestellt.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Heizkurve: Vergleiche zwei Heizkurvendiagramme und erläutere, wie sich Neigung und Niveau unterscheiden.
  2. Energieeffizienz: Erstelle für den Ausbildungsfall zwei Zeitprogramm-Varianten und begründe ihre Vor- und Nachteile.
  3. Trinkwasserhygiene: Gestalte ein Warnplakat, das Heizkreis-Absenkung und Trinkwarmwasser-Temperaturhaltung unterscheidet.
  4. Fehlerdiagnose: Erstelle ein Diagnoseprotokoll mit Beschwerde, Istwerten, möglichen Ursachen und offenen Prüffragen.

Feedbackkriterien: Entscheidungen passen zu Gebäude und Nutzung; Hygienegrenzen bleiben gewahrt; Vermutungen werden von Beobachtungen getrennt.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Gebäudemodell: Vergleiche ein unsaniertes Mehrfamilienhaus mit einem gut gedämmten Gebäude. Entwickle unterschiedliche Regelungskonzepte.
  2. Heizungsoptimierung: Plane ein fachlich freizugebendes Optimierungsgespräch mit einem Betreiber. Berücksichtige Komfort, Verbrauch und Betriebsrisiken.
  3. Technische Dokumentation: Analysiere ein anonymisiertes Betriebsdatenprotokoll über mehrere Tage und formuliere begründete Diagnoseschritte ohne Eingriffe.
  4. Projektarbeit: Entwickle ein interaktives Entscheidungsdiagramm für die Frage, wann Zeitprogramme angepasst, Messdaten erhoben oder Fachkräfte hinzugezogen werden müssen.

Feedbackkriterien: Die Lösung berücksichtigt mehrere Einflussgrößen, nennt Grenzen der verfügbaren Daten und unterscheidet Betreiberbedienung von qualifikationsgebundenen Maßnahmen.




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Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Transferfragen schriftlich oder mündlich.

  1. Nachtabsenkung: Ein Altbau kühlt nachts stark aus. Begründe, warum eine sehr lange Absenkphase nicht automatisch die beste Lösung ist.
  2. Wochenprogramm: Zwei Wohnungen benötigen morgens zu unterschiedlichen Zeiten Wärme. Entwickle ein Konzept für zentrale und dezentrale Regelung.
  3. Trinkwasserhygiene: Ein Betreiber möchte die Warmwasserzirkulation aus Kostengründen abschalten. Erkläre die notwendigen fachlichen Prüfschritte.
  4. Heizkurve: Bei mildem Wetter sind Räume zu warm, bei Frost passen die Temperaturen. Leite mögliche regelungstechnische Ursachen und weitere Prüfungen ab.
  5. Fehlerdiagnose: Eine Wohnung bleibt trotz passendem Zeitprogramm kühl. Stelle drei mögliche Ursachen und einen sicheren Diagnoseweg dar.
  6. Gebäudeenergie: Erkläre den Unterschied zwischen einer vereinfachten Energieberechnung und einem belastbaren Nachweis tatsächlicher Energieeinsparungen.
  7. Arbeitssicherheit: Begründe, weshalb eine auffällige Gas- oder Abgasanlage nicht durch eigenständiges Verstellen von Sicherheits- oder Verbrennungsparametern untersucht werden darf.

Bewertungsmaßstab: Fachliche Richtigkeit, Ursachenverständnis, nachvollziehbare Begründung, sichere Arbeitsgrenzen und sachgerechte Dokumentation.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis reichst Du folgende Ergebnisse ein:

  1. Ein beschriftetes Anlagenschema.
  2. Eine Übersicht der Betriebsarten mit ihren Einsatzgrenzen.
  3. Ein begründetes Wochenprogramm für den Ausbildungsfall.
  4. Die Lösungen der Energie-, Hygiene- und Diagnosefälle einschließlich Begründungen.
  5. Ein Diagnoseprotokoll mit Beobachtungen, Hypothesen und offenen Prüfungen.
  6. Eine kurze Reflexion zu Komfort, Energieeinsparung und Trinkwasserhygiene.
  7. Einen Sicherheitsnachweis: Kennzeichnung aller Tätigkeiten, die eine qualifizierte Fachkraft und eine Freigabe erfordern.
  8. Einen Quellencheck mit Datum, Herstellerbezug und geprüften Regelwerken.

Bestanden ist der Lernnachweis, wenn Du die Regelungszusammenhänge fachlich nachvollziehbar erklärst und sicherheits- sowie hygienerelevante Grenzen zuverlässig erkennst.




Fachquellen und aktuelle Vorgaben

Recherchestand: 9. Oktober 2026 – Rechtsraum Deutschland.

Die nachfolgenden Quellen dienen der theoretischen Einordnung. Für echte Anlagen gelten die jeweils aktuelle Fassung, der konkrete Anlagentyp, die örtlichen Vorgaben und die Freigabe durch fachkundige Verantwortliche.

  1. Verbraucherzentrale – Heizung optimieren: Heizungsregelung, Zeitprogramme und Einsparpotenziale.
  2. Verbraucherzentrale – Hydraulischer Abgleich: Heizkurve, Wärmeverteilung und Optimierung.
  3. GModG § 60b: Prüfung und Optimierung älterer Heizungsanlagen.
  4. Bundesregierung – Gebäudemodernisierungsgesetz: Gesetzesänderungen seit dem 29. Juli 2026.
  5. DVGW – Trinkwasserhygiene: Legionellenprävention, Temperaturhaltung und hygienische Betriebsweise.
  6. DVGW – TRGI: Qualifikationsanforderungen und Anforderungen an Gasinstallationen.
  7. DVGW – Wasserstoff: Wasserstoffspezifische Qualifikation und technische Regelwerke.

Aktuelle Rechtslage: Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat 2026 wesentliche frühere GEG-Heizungsvorgaben verändert. Veraltete Aussagen über eine allgemeine 65-Prozent-Pflicht beim Neueinbau dürfen nicht ungeprüft verwendet werden.

Für den Ausbildungsfall: Bei einer Heizungsanlage von 2007 in einem Gebäude mit sechs Wohnungen ist insbesondere die Prüfpflicht nach § 60b GModG zu betrachten. Für vor dem 1. Oktober 2009 eingebaute, erfasste Anlagen nennt die Vorschrift den 30. September 2027 als Frist. Mögliche Ausnahmen, vorhandene Nachweise und die tatsächlichen Voraussetzungen muss die zuständige Fachkraft prüfen.

Fachfreigabe vor Praxis: Aktuelle GModG-Vorschriften, Trinkwasserverordnung, DVGW-Regelwerk, Herstellerunterlagen sowie gegebenenfalls landesrechtliche Feuerungs- und Schornsteinfegervorgaben prüfen. Entwürfe technischer Regelwerke sind nicht automatisch gültige Endfassungen.


OERs zum Thema

Wikipedia: Heizungsregler

Weitere Themen: Heizkurve, Regelungstechnik, Heizkreis, Witterungsgeführte Regelung, Hydraulischer Abgleich, Trinkwasserhygiene.


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  1. Boiler and Cylinder.jpg – Andy Butkaj, CC BY 2.0.
  2. Heizkreis Schema.svg – -donald- und MatthiasDD, CC BY-SA 3.0.
  3. Blockschaltbild Heizungsregelung detailliert.svg – SchmiAlf, CC BY 4.0.
  4. Heizungsregler.jpg – Monacofranzl, gemeinfrei.
  5. Heizkurve.png – Iggy-x, CC BY-SA 3.0 beziehungsweise GFDL.
  6. Heizkreis Schema Dreiwegemischer.svg – MatthiasDD, CC BY-SA 4.0.
  7. Dreiwegemischer.svg – Biezl, gemeinfrei.
  8. Dwelling Section Drawing.png – Christophe Krief, CC BY-SA 4.0.
  9. Passivhaus-Querschnitt.svg – Passivhaus Institut / MartinThoma, CC BY-SA 3.0 beziehungsweise GFDL.
  10. Warmwasserspeicher 04 (RaBoe).jpg – Ra Boe, CC BY-SA 3.0.
  11. Radiator with thermostat and heat cost allocator.jpg – FrankenBeer, CC BY-SA 4.0.

Videonachweise: Die drei eingebundenen YouTube-Videos wurden anhand ihrer auffindbaren Videoseiten identifiziert. Die Einbettung ist keine Freigabe zum Herunterladen, Bearbeiten oder erneuten Hochladen. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Verfügbarkeit kann sich ändern. Kein Sofatutor-Material wurde verwendet.


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