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Vertrauenspersonen bei digitalen Problemen finden - Grundschule

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Vertrauenspersonen bei digitalen Problemen finden - Grundschule




Einleitung

Willkommen!

In diesem aiMOOC lernst Du:

  1. Vertrauenspersonen finden.
  2. Bei digitalen Problemen Hilfe holen.
  3. Gefahren im Internet erkennen.
  4. Ruhig bleiben.
  5. Nicht allein bleiben.

Merksatz: Wenn Dir etwas im Internet komisch vorkommt, bist Du nicht schuld. Du darfst immer Hilfe holen.


So nutzt Du den Kurs

Lies kleine Stücke. Schaue die Bilder an. Mache die Aufgaben. Sprich über Deine Ideen. Du musst echte Namen nicht online aufschreiben.

Mini-Aufgabe: Zeige mit dem Finger auf Dich und sage: Ich darf Hilfe holen.


Was ist ein digitales Problem?

Ein digitales Problem passiert am Computer, am Tablet, am Smartphone oder in einem Online-Spiel.

Beispiele:

  1. Eine Nachricht macht Dir Angst.
  2. Jemand ist im Chat gemein.
  3. Eine fremde Person fragt nach Deinem Namen.
  4. Eine fremde Person will ein Foto.
  5. Ein Link verspricht ein Geschenk.
  6. Ein Bild ist eklig oder macht Angst.
  7. Jemand sagt: Sag es keinem.

Wichtig: Ein komisches Gefühl ist ein Warnzeichen. Dein Bauch darf Stopp sagen.


Was ist eine Vertrauensperson?

Eine Vertrauensperson ist ein Mensch, dem Du vertraust. Diese Person hört Dir zu. Sie bleibt ruhig. Sie hilft Dir. Sie schimpft nicht sofort.

Vertrauenspersonen können sein:

  1. Deine Mutter oder Dein Vater.
  2. Oma oder Opa.
  3. Eine Lehrerin oder ein Lehrer.
  4. Eine Erzieherin oder ein Erzieher.
  5. Die Schulsozialarbeit.
  6. Eine Tante oder ein Onkel.
  7. Eltern von einem Freund oder einer Freundin.
  8. Eine Trainerin oder ein Trainer.

Regel: Suche Dir mindestens drei Vertrauenspersonen. Dann bist Du nicht allein, wenn eine Person gerade keine Zeit hat.


Meine Hilfe-Liste

Nimm ein Blatt Papier. Schreibe dort drei Namen auf.

Schreibe echte Namen und Telefonnummern nicht hier in den Online-Kurs. Schreibe sie nur in Dein Heft oder auf ein Blatt.

Meine Hilfe-Liste auf Papier Beispiel
Erste Vertrauensperson Mama
Zweite Vertrauensperson Lehrer
Dritte Vertrauensperson Oma
Ort für Hilfe Sekretariat oder Klassenraum

Mini-Aufgabe: Male neben jeden Namen ein kleines Herz. Das Herz bedeutet: Diese Person darf mir helfen.


Die Stopp-Regel

Wenn etwas im Internet komisch ist, machst Du diese vier Schritte.

Schritt Das tust Du Beispiel
Stopp Du klickst nicht weiter. Du machst das Spiel kurz aus.
Nicht antworten Du schreibst nicht zurück. Du antwortest keiner fremden Person.
Sichern Du zeigst den Bildschirm oder machst mit Hilfe einen Screenshot. Eine gemeine Nachricht bleibt als Beweis sichtbar.
Hilfe holen Du gehst zu einer Vertrauensperson. Du sagst: Bitte hilf mir.
Audio: Höre eine Tastatur. Denke dabei an die Stopp-Regel.

Sprichübung: Sage laut: Stopp. Ich antworte nicht. Ich hole Hilfe.


Die Ampel für digitale Probleme

Die Ampel hilft Dir beim Entscheiden.

Farbe Bedeutung Beispiel Was Du tust
Grün Alles fühlt sich gut an. Du spielst ein erlaubtes Lernspiel. Du bleibst freundlich.
Gelb Etwas fühlt sich komisch an. Ein Link sieht seltsam aus. Du fragst eine Vertrauensperson.
Rot Etwas macht Angst oder Druck. Jemand will ein Foto von Dir. Du stoppst und holst sofort Hilfe.

Mini-Aufgabe: Denke an ein Beispiel. Zeige mit den Fingern Grün, Gelb oder Rot.


Persönliche Daten schützen

Persönliche Daten gehören Dir. Du gibst sie nicht an fremde Menschen weiter.

Persönliche Daten sind:

  1. Dein voller Name.
  2. Deine Adresse.
  3. Deine Telefonnummer.
  4. Deine Schule.
  5. Dein Passwort.
  6. Fotos von Dir.
  7. Dein Standort.
  8. Namen aus Deiner Familie.

Alltagsbeispiel: Eine fremde Person fragt im Spiel: Wo wohnst Du? Du antwortest nicht. Du holst eine Vertrauensperson.

Mini-Aufgabe: Kreise auf einem Übungsblatt alles ein, was persönlich ist: Name, Adresse, Lieblingsfarbe, Passwort, Haustier, Schule.


Wenn jemand gemein ist

Gemeine Nachrichten im Netz können sehr weh tun. Das nennt man Cybermobbing, wenn es immer wieder passiert.

Du kannst sagen: Das ist nicht okay. Du musst aber nicht allein kämpfen. Hole Hilfe.

Mini-Aufgabe: Male ein Schutzschild. Schreibe hinein: Ich bin nicht allein.


Wenn eine fremde Person nett tut

Manchmal schreibt eine fremde Person: Du bist toll. Oder: Schick mir ein Bild. Oder: Sag es niemandem.

Das ist gefährlich. Das kann Cybergrooming sein. Ein Erwachsener kann dabei einem Kind schaden wollen.

Deine Regel: Du triffst keine fremde Online-Person allein. Du schickst keine Fotos. Du holst Hilfe.

Mini-Aufgabe: Sage den Satz: Gute Geheimnisse machen Freude. Schlechte Geheimnisse machen Druck. Schlechte Geheimnisse erzähle ich einer Vertrauensperson.


Ein komischer Link kann Dich auf eine falsche Seite führen. Manchmal wollen Betrüger Daten bekommen. Das nennt man Phishing.

Beispiel: Klicke hier. Du gewinnst ein Handy. Das klingt toll. Aber es kann gefährlich sein.

Deine Regel: Klicke nicht. Frage erst eine Vertrauensperson.


Richtig chatten

Im Chat gelten Regeln. Du bist freundlich. Du verrätst keine persönlichen Daten. Du antwortest nicht auf Druck. Du holst Hilfe, wenn etwas komisch ist.

Satz zum Üben: Ich möchte das erst mit einer erwachsenen Person besprechen.


Sichere Kinderseiten nutzen

Es gibt Seiten, die extra für Kinder gemacht sind. Dort findest Du Informationen leichter. Trotzdem gilt: Wenn etwas komisch ist, fragst Du nach.

Mini-Aufgabe: Frage zu Hause oder in der Schule: Welche Kinderseiten darf ich nutzen?


Wenn Du niemanden findest

Manchmal ist gerade niemand im Zimmer. Dann gehst Du zu einem sicheren Ort. Das kann das Wohnzimmer sein. Oder das Lehrerzimmer. Oder das Sekretariat. Oder die Nachbarin, wenn Deine Familie das erlaubt.

In Deutschland gibt es auch die Nummer gegen Kummer. Kinder und Jugendliche können dort anrufen: 116 111. Die Beratung ist kostenlos und anonym.

Wichtig: Bei großer Angst oder Gefahr: Suche sofort einen Erwachsenen in Deiner Nähe.


Hilfe-Satz-Karten

Diese Sätze kannst Du üben.

Situation Hilfe-Satz
Eine Nachricht macht mir Angst. Bitte schau Dir das mit mir an.
Jemand will ein Foto. Ich brauche Hilfe. Das fühlt sich falsch an.
Jemand ist gemein. Ich möchte nicht allein damit sein.
Ich habe aus Versehen geklickt. Ich habe einen Fehler gemacht. Bitte hilf mir.
Jemand sagt: Sag es keinem. Genau deshalb sage ich es einer Vertrauensperson.

Mini-Aufgabe: Lies eine Karte laut vor. Spiele die Situation mit einer Partnerin oder einem Partner.


Kleines Hörbild

Audio: So klang früher oft eine Internet-Verbindung.

Das Internet hat sich verändert. Hilfe holen bleibt immer wichtig. Früher wie heute gilt: Kinder sollen nicht allein bleiben, wenn etwas Angst macht.


Zusammenfassung

Du kennst jetzt wichtige Regeln:

  1. Bei Angst: Stopp.
  2. Bei Druck: Nicht antworten.
  3. Bei Gemeinheit: Hilfe holen.
  4. Bei fremden Fragen: Keine Daten geben.
  5. Bei komischen Links: Nicht klicken.
  6. Bei Sorgen: Vertrauensperson suchen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Person ist eine Vertrauensperson? (Eine Person der Du vertraust und die Dir helfen darf) (!Eine fremde Person aus einem Spiel) (!Ein unbekannter Chat-Kontakt) (!Eine Werbung im Internet)




Was tust Du zuerst, wenn Dir eine Nachricht Angst macht? (Stopp machen und Hilfe holen) (!Schnell antworten) (!Die Nachricht heimlich behalten) (!Der fremden Person Deinen Namen schicken)




Was sind persönliche Daten? (Name Adresse Telefonnummer und Schule) (!Ein Fantasietier) (!Ein gemalter Stern) (!Ein ausgedachtes Zauberwort)




Was machst Du, wenn eine fremde Person ein Foto von Dir will? (Kein Foto schicken und eine Vertrauensperson holen) (!Sofort ein Foto schicken) (!Nach der Adresse der Person fragen) (!Ein Treffen ausmachen)




Was ist ein Screenshot? (Ein Bild vom Bildschirm) (!Ein Pausenbrot) (!Ein neues Haustier) (!Ein Ballspiel)




Was bedeutet Cybermobbing? (Jemand wird im Internet immer wieder gemein behandelt) (!Jemand liest ein Buch) (!Jemand malt ein Bild) (!Jemand räumt sein Zimmer auf)




Welche Antwort ist sicher, wenn ein Link ein Geschenk verspricht? (Ich frage erst eine erwachsene Vertrauensperson) (!Ich klicke sofort) (!Ich gebe mein Passwort ein) (!Ich schicke meine Adresse)




Was ist ein gutes Passwort? (Lang geheim und schwer zu erraten) (!Der eigene Vorname) (!Das Wort Passwort) (!Der Name der Schule)




Was tust Du, wenn jemand sagt: Sag es keinem? (Ich sage es einer Vertrauensperson) (!Ich verspreche es sofort) (!Ich lösche alles heimlich) (!Ich treffe die Person allein)




Warum ist eine Hilfe-Liste gut? (Du weißt schnell, wen Du fragen kannst) (!Du musst nie mehr fragen) (!Du darfst alles allein entscheiden) (!Du brauchst keine Regeln mehr)





Memory

Vertrauensperson hilft mir ruhig
Stopp-Regel erst anhalten
Screenshot Bild vom Bildschirm
Persönliche Daten gehören mir
Cybermobbing Gemeinheiten im Netz
Fremde Nachricht nicht allein antworten
Passwort geheim halten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Anhalten Komische Nachricht
Nicht klicken Seltsamer Gewinn-Link
Hilfe holen Angst im Chat
Daten schützen Frage nach Adresse
Beweis zeigen Gemeine Nachricht





Kreuzworträtsel

Hilfe Was brauchst Du, wenn Du allein nicht weiterweißt?
Screenshot Wie heißt ein Bild vom Bildschirm?
Passwort Was schützt Dein Konto?
Stopp Welches kurze Wort bedeutet: Halt?
Chat Wo schreiben Menschen kurze Nachrichten miteinander?
Daten Wie nennt man Name, Adresse und Telefonnummer zusammen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wenn mich etwas im Internet erschreckt, mache ich

. Ich klicke nicht weiter und hole

. Eine Vertrauensperson ist ein Mensch, dem ich

. Persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummer bleiben

. Bei einer gemeinen Nachricht antworte ich nicht

. Ein Screenshot ist ein Bild vom

. Wenn eine fremde Person ein Foto will, sage ich

. Bei einem komischen Link frage ich zuerst eine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hilfe-Liste: Schreibe auf Papier drei Menschen auf, die Dir bei digitalen Problemen helfen können.
  2. Stopp-Plakat: Male ein Plakat mit den Wörtern Stopp, Hilfe und Vertrauensperson.
  3. Gefühle erkennen: Male drei Gesichter: froh, komisch, ängstlich. Schreibe dazu, wann Du Hilfe holst.
  4. Satztraining: Übe mit einer Partnerin oder einem Partner den Satz: Bitte hilf mir.


Standard

  1. Interview: Frage eine erwachsene Person: Was soll ich tun, wenn mir im Internet etwas Angst macht?
  2. Chat-Regeln: Erstelle fünf einfache Regeln für einen freundlichen Klassen-Chat.
  3. Fallkarte: Erfinde eine kleine Geschichte über einen komischen Link. Zeige den sicheren Weg.
  4. Schutzschild: Gestalte ein Schild mit Dingen, die Du im Internet nicht verrätst.


Schwer

  1. Erklärvideo: Plane ein kurzes Video mit drei Tipps: Stopp, nicht antworten, Hilfe holen.
  2. Rollenspiel: Spiele mit einer Gruppe eine Situation im Chat und die passende Hilfe.
  3. Klassenvertrag: Entwickle mit der Klasse Regeln für digitale Geräte in der Schule.
  4. Aktionstag: Plane einen kleinen Infotisch zum Thema Hilfe bei digitalen Problemen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallbeispiel fremde Nachricht: Eine fremde Person schreibt Dir in einem Spiel. Sie fragt nach Deiner Schule. Erkläre, was Du tust und warum.
  2. Fallbeispiel Klassenchat: In einem Chat wird ein Kind ausgelacht. Beschreibe, wie Du helfen kannst, ohne selbst gemein zu werden.
  3. Fallbeispiel komischer Link: Du bekommst einen Link mit einem Geschenk. Entscheide, ob die Ampel grün, gelb oder rot ist. Begründe Deine Wahl.
  4. Fallbeispiel Foto: Ein Freund will ein peinliches Foto von einem anderen Kind teilen. Erkläre, welche Regel passt.
  5. Fallbeispiel Bauchgefühl: Du hast ein komisches Gefühl, aber Du weißt nicht warum. Zeige einen sicheren Hilfe-Weg mit drei Schritten.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du kannst erklären, was eine Vertrauensperson ist.
  2. Du kannst drei mögliche Vertrauenspersonen nennen. Echte Namen schreibst Du nur in Dein Heft.
  3. Du kannst die Stopp-Regel anwenden.
  4. Du kannst Beispiele für persönliche Daten nennen.
  5. Du kannst einen sicheren Satz zum Hilfeholen sagen.
  6. Du kannst in einer kleinen Geschichte zeigen, wie ein Kind Hilfe bekommt.
  7. Du kannst freundlich über digitale Probleme sprechen.




OERs zum Thema

Weitere hilfreiche Kinderseiten:

  1. Internet-ABC für Kinder
  2. fragFINN Kindersuchmaschine
  3. Nummer gegen Kummer



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