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Verbraucherrechte - AES

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Verbraucherrechte - AES




Verbraucherrechte - AES


Einleitung

Verbraucherrechte begegnen Dir fast jeden Tag: beim Einkauf im Supermarkt, beim Bestellen im Internet, beim Kauf eines Smartphones, bei einem Abo oder wenn ein Produkt kaputtgeht. Im Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales geht es darum, solche Alltagssituationen sicher und selbstständig zu bewältigen.

Du lernst in diesem aiMOOC, wie ein Kaufvertrag entsteht, welche Rechte Du bei Mängeln hast, was Gewährleistung, Garantie, Widerrufsrecht und Kulanz bedeuten und worauf Du beim Online-Shopping achten solltest. Außerdem geht es um Geschäftsfähigkeit von Minderjährigen, sichere Kaufentscheidungen und Hilfsangebote des Verbraucherschutzes.

Lernziel: Du kannst typische Einkaufssituationen beurteilen und passende Verbraucherrechte anwenden.


Verbraucher und Kaufvertrag

Ein Verbraucher ist vereinfacht eine Person, die einen Vertrag überwiegend für private Zwecke abschließt. Kauft diese Person bei einem Unternehmen, gelten besondere Schutzregeln.

Bei einem Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer, die Ware zu übergeben und Eigentum daran zu verschaffen. Die Ware soll frei von Mängeln sein. Der Käufer muss den vereinbarten Preis zahlen und die Ware abnehmen.

Ein Kassenbon ist im Alltag sehr hilfreich, weil Du damit Kaufdatum, Preis und Verkäufer leicht nachweisen kannst. Bewahre wichtige Belege deshalb zumindest so lange auf, wie Ansprüche noch eine Rolle spielen können.


Kaufen als Minderjährige oder Minderjähriger

Für Schülerinnen und Schüler ist die Geschäftsfähigkeit besonders wichtig. Kinder unter sieben Jahren sind grundsätzlich geschäftsunfähig. Minderjährige von sieben bis einschließlich siebzehn Jahren sind beschränkt geschäftsfähig.

Der sogenannte Taschengeldparagraph nach § 110 BGB kann einen Vertrag ohne einzelne Zustimmung der Eltern wirksam machen, wenn die vereinbarte Leistung vollständig mit Geld oder anderen Mitteln bezahlt wird, die dafür oder zur freien Verfügung überlassen wurden. Ein Ratenkauf oder ein länger laufendes kostenpflichtiges Abo ist deshalb nicht einfach automatisch vom Taschengeldparagraphen gedeckt.

Beispiel: Du kaufst mit Deinem frei verfügbaren Taschengeld ein Heft und bezahlst sofort. Das kann wirksam sein. Bestellst Du dagegen einen teuren Gegenstand auf Raten, entstehen weitere Zahlungspflichten. Dafür ist in der Regel die Zustimmung der gesetzlichen Vertretung nötig.


Umtausch, Gewährleistung und Garantie

Diese drei Begriffe werden im Alltag häufig verwechselt. Rechtlich bedeuten sie etwas Unterschiedliches.

Begriff Bedeutung Typische Situation
Umtausch aus Kulanz freiwillige Leistung eines Geschäfts Eine mangelfreie Ware gefällt Dir nach dem Kauf im Laden nicht mehr.
Gewährleistung gesetzliche Rechte bei Mängeln Ein gekaufter Gegenstand ist bei Übergabe mangelhaft oder der Mangel war bereits angelegt.
Garantie freiwillige zusätzliche Zusage Hersteller oder Händler verspricht bestimmte Leistungen für einen festgelegten Zeitraum.


Kein allgemeines Rückgaberecht im Ladengeschäft

Kaufst Du eine mangelfreie Ware in einem normalen Ladengeschäft, gibt es grundsätzlich kein allgemeines gesetzliches Recht, sie nur wegen Nichtgefallens zurückzugeben. Nimmt das Geschäft sie trotzdem zurück, handelt es sich meist um Kulanz.

Das ist anders, wenn die Ware einen Mangel hat. Dann geht es nicht um Kulanz, sondern um gesetzliche Mängelrechte.


Gewährleistung: Rechte bei mangelhafter Ware

Bei einem Verbrauchsgüterkauf muss der Verkäufer eine mangelfreie Ware liefern. Zeigt sich ein Mangel, kannst Du Dich grundsätzlich an den Verkäufer wenden.

Wichtig ist allerdings die Ursache: Ein Produktions- oder Materialfehler kann ein Sachmangel sein. Ein Displaybruch, den Du selbst durch einen Sturz verursacht hast, ist dagegen normalerweise kein Mangel, für den der Verkäufer einstehen muss.

Bei einem Mangel steht zunächst die Nacherfüllung im Mittelpunkt. Das bedeutet je nach Fall Reparatur oder Ersatzlieferung. Die Nacherfüllung muss beim Verbrauchsgüterkauf innerhalb einer angemessenen Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten durchgeführt werden.

Scheitert die Nacherfüllung, wird sie verweigert oder liegen andere gesetzliche Voraussetzungen vor, können weitere Rechte in Betracht kommen, zum Beispiel Minderung oder Rücktritt.

Bei normalen Waren verjähren Mängelansprüche grundsätzlich nach zwei Jahren ab Ablieferung. Zeigt sich bei einem Verbrauchsgüterkauf innerhalb des ersten Jahres ein Mangel, wird grundsätzlich vermutet, dass die Ware bereits bei Übergabe mangelhaft war, sofern diese Vermutung zur Art der Ware und des Mangels passt.


Garantie: freiwillig und zusätzlich

Eine Garantie ist keine gesetzliche Gewährleistung. Sie ist eine freiwillige zusätzliche Zusage eines Herstellers, Verkäufers oder anderen Garantiegebers. Die Bedingungen können zum Beispiel festlegen, welche Teile abgedeckt sind und wie lange die Garantie gilt.

Eine Garantie darf Deine gesetzlichen Mängelrechte nicht ersetzen oder einschränken. Deshalb solltest Du bei einem Defekt immer zuerst prüfen: Habe ich gesetzliche Rechte gegen den Verkäufer? Zusätzlich kannst Du schauen, ob eine Garantie günstigere oder weitergehende Leistungen bietet.


Online-Shopping und Widerrufsrecht

Beim Online-Shopping kannst Du die Ware vor dem Kauf nicht so prüfen wie im Geschäft. Deshalb gibt es bei vielen Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht.

Bei online bestellten Waren beträgt die Widerrufsfrist grundsätzlich 14 Tage. Bei Waren beginnt sie im Regelfall mit dem Erhalt der Ware. Du musst keinen Grund angeben.

Wichtig: Die Ware einfach kommentarlos zurückzuschicken, reicht für einen sicheren Widerruf nicht. Du solltest dem Unternehmen eindeutig erklären, dass Du den Vertrag widerrufst.

Nicht jeder Vertrag kann widerrufen werden. Ausnahmen gibt es beispielsweise bei individuell angefertigten Waren, schnell verderblichen Lebensmitteln oder bestimmten entsiegelten Hygieneartikeln.


Neu seit Juni 2026: elektronischer Widerrufsbutton

Seit dem 19. Juni 2026 müssen Unternehmen bei Fernabsatzverträgen, die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen werden und für die ein Widerrufsrecht besteht, eine elektronische Widerrufsfunktion anbieten.

Die Funktion muss leicht zugänglich und eindeutig beschriftet sein, zum Beispiel mit „Vertrag widerrufen“. Nach der Eingabe der notwendigen Daten folgt eine Bestätigung, zum Beispiel über „Widerruf bestätigen“. Anschließend muss eine elektronische Eingangsbestätigung übermittelt werden.

Der Widerrufsbutton ergänzt andere zulässige Möglichkeiten des Widerrufs, zum Beispiel per E-Mail.


Rücksendung und Nachweise

Wenn Du etwas zurücksendest, solltest Du Belege aufbewahren. Bei wertvollen Waren kann ein Versand mit nachvollziehbarem Nachweis sinnvoll sein. Speichere außerdem Bestellbestätigung, Widerrufserklärung und Rücksendenachweis.


Sicher einkaufen im Internet

Verbraucherrechte helfen erst dann gut, wenn Du weißt, mit wem Du einen Vertrag geschlossen hast. Prüfe unbekannte Shops deshalb vor dem Kauf.

Achte auf einen nachvollziehbaren Anbieter, vollständige Kontaktdaten, einen plausiblen Preis, klare Zahlungsbedingungen und sichere Bezahlmöglichkeiten. Extrem niedrige Preise, Zeitdruck und ausschließlich riskante Zahlungsarten können Warnzeichen sein.

Ein Fakeshop ist ein gefälschter oder betrügerischer Online-Shop. Die Verbraucherzentralen stellen für unbekannte Shops einen Fakeshop-Finder bereit.


Dark Patterns und Kaufdruck

Manche Webseiten versuchen, Entscheidungen durch Gestaltung zu beeinflussen. Solche manipulativen Designs werden oft als Dark Patterns bezeichnet. Beispiele können künstlicher Zeitdruck, schwer auffindbare Ablehn-Schaltflächen oder irreführende Hervorhebungen sein.

Für Deinen Alltag bedeutet das: Lass Dich beim Kaufen nicht von Countdown-Timern oder angeblich „letzten Chancen“ hetzen. Vergleiche Preis, Bedarf und Bedingungen.


Digitale Produkte und smarte Geräte

Verbraucherrechte gelten auch bei vielen digitalen Produkten. Dazu gehören zum Beispiel Apps, Software, Streaming-Angebote oder digitale Inhalte. Für Waren mit digitalen Elementen, etwa Smartwatches oder vernetzte Haushaltsgeräte, können auch notwendige Aktualisierungen eine Rolle spielen.

Bei digitalen Inhalten kann das Widerrufsrecht unter bestimmten Voraussetzungen vor Ablauf der 14 Tage erlöschen, wenn Du ausdrücklich zustimmst, dass die Bereitstellung sofort beginnt, und bestätigst, dass Du dadurch Dein Widerrufsrecht verlierst.


Nachhaltiger Konsum und Verbraucherrechte

Verbraucherrechte und nachhaltiger Konsum hängen zusammen. Wenn ein Produkt repariert werden kann, muss es nicht sofort ersetzt werden. Eine sachgerechte Reklamation kann deshalb auch Ressourcen schonen.

Frage Dich vor einem Kauf:

  1. Bedarf: Brauche ich das Produkt wirklich?
  2. Qualität: Ist es langlebig und reparierbar?
  3. Preisvergleich: Ist der Preis im Verhältnis zu Leistung und Qualität sinnvoll?
  4. Vertragsbedingungen: Welche Rückgabe-, Garantie- oder Abobedingungen gelten?
  5. Nachhaltigkeit: Welche Folgen haben Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung?


Hilfe bei Problemen

Wenn ein Unternehmen Deine Rechte nicht beachtet, solltest Du zuerst sachlich reklamieren und Dein Anliegen dokumentieren. Hilfreich sind Kaufbeleg, Fotos, Bestellnummer, Schriftverkehr und eine klare Beschreibung des Problems.

Die Verbraucherzentrale informiert zu Verträgen, Online-Handel, Reklamationen und vielen weiteren Alltagsthemen. Bei grenzüberschreitenden Problemen innerhalb Europas kann auch das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren eine Anlaufstelle sein.


Merksätze für den AES-Alltag

  1. Kaufvertrag: Kaufen bedeutet Rechte und Pflichten für beide Seiten.
  2. Kulanz: Mangelfreie Ware aus dem Laden muss nicht automatisch zurückgenommen werden.
  3. Gewährleistung: Bei einem Mangel ist grundsätzlich der Verkäufer der erste Ansprechpartner.
  4. Garantie: Sie ist freiwillig und kommt zusätzlich zu gesetzlichen Rechten hinzu.
  5. Widerrufsrecht: Bei vielen Online-Verträgen kannst Du innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung widerrufen.
  6. Widerrufsbutton: Seit 19. Juni 2026 gibt es für entsprechende Online-Verträge eine verpflichtende elektronische Widerrufsfunktion.
  7. Taschengeldparagraph: Minderjährige dürfen nicht jeden Vertrag allein wirksam abschließen.
  8. Verbraucherkompetenz: Belege sichern, Bedingungen prüfen und bei Problemen schriftlich handeln.


Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand dieses aiMOOCs: August 2026. Die Beispiele sind für den Unterricht vereinfacht und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

  1. Bürgerliches Gesetzbuch § 110 – Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln
  2. Bürgerliches Gesetzbuch § 312g – Widerrufsrecht
  3. Bürgerliches Gesetzbuch § 356a – Elektronische Widerrufsfunktion
  4. Bürgerliches Gesetzbuch § 437 – Rechte des Käufers bei Mängeln
  5. Bürgerliches Gesetzbuch § 438 – Verjährung der Mängelansprüche
  6. Bürgerliches Gesetzbuch § 443 – Garantie
  7. Verbraucherzentrale – Widerruf, Umtausch und Reklamation
  8. Verbraucherzentrale – Widerrufsbutton ab Juni 2026
  9. Your Europe – Rückgabe und Widerrufsrecht


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gilt normalerweise für eine mangelfreie Ware, die Du in einem Ladengeschäft gekauft hast? (Es gibt kein allgemeines gesetzliches Rückgaberecht nur wegen Nichtgefallens) (!Die Ware muss immer innerhalb von 14 Tagen zurückgenommen werden) (!Der Kaufvertrag wird nach drei Tagen automatisch unwirksam) (!Der Verkäufer muss immer den Kaufpreis halbieren)




An wen wendest Du Dich bei gesetzlichen Mängelrechten grundsätzlich zuerst? (An den Verkäufer) (!Immer an den Hersteller) (!An die Bank) (!An das Versandunternehmen)




Was bedeutet Nacherfüllung bei einem mangelhaften Kaufgegenstand? (Reparatur oder Ersatzlieferung) (!Automatische Verdoppelung der Garantiezeit) (!Kostenloser Neukauf bei einem anderen Händler) (!Sofortige Auszahlung von Schadensersatz in jedem Fall)




Wie lange beträgt die Widerrufsfrist bei vielen Online-Warenkäufen grundsätzlich? (14 Tage) (!3 Tage) (!30 Tage) (!2 Jahre)




Wann beginnt die Widerrufsfrist bei einer typischen Online-Warenbestellung im Regelfall? (Mit dem Erhalt der Ware) (!Mit dem ersten Besuch des Onlineshops) (!Mit der Herstellung der Ware) (!Mit dem Ende der gesetzlichen Gewährleistung)




Was ist eine Garantie? (Eine freiwillige zusätzliche Zusage eines Garantiegebers) (!Ein gesetzlich vorgeschriebener Umtausch jeder Ware) (!Ein automatisches Rückgaberecht im Ladengeschäft) (!Eine Steuer auf elektronische Geräte)




Was gilt bei einem Mangel, der sich beim Verbrauchsgüterkauf innerhalb des ersten Jahres zeigt? (Es wird grundsätzlich vermutet dass der Mangel schon bei Übergabe vorlag) (!Der Käufer verliert automatisch alle Rechte) (!Die Garantie ersetzt automatisch die Gewährleistung) (!Der Verkäufer darf die Reklamation ohne Prüfung ablehnen)




Was gilt seit dem 19. Juni 2026 für entsprechende online abgeschlossene Fernabsatzverträge? (Eine elektronische Widerrufsfunktion muss angeboten werden) (!Jeder Onlinekauf muss bar bezahlt werden) (!Alle Onlineverträge haben eine Widerrufsfrist von einem Jahr) (!Online-Shops dürfen keine Rücksendungen mehr annehmen)




Was beschreibt der Taschengeldparagraph vereinfacht? (Einen möglichen wirksamen Vertrag mit vollständig eingesetzten überlassenen Mitteln) (!Ein Recht auf eine bestimmte Taschengeldhöhe) (!Ein Verbot aller Einkäufe durch Minderjährige) (!Ein kostenloses Konto für Jugendliche)




Welches Verhalten ist bei einem unbekannten Online-Shop besonders sinnvoll? (Anbieter und Zahlungsbedingungen vor dem Kauf prüfen) (!Nur auf den niedrigsten Preis achten) (!Warnhinweise des Browsers ignorieren) (!Immer per riskanter Vorkasse zahlen)





Memory

Gewährleistung gesetzliche Mängelrechte
Garantie freiwillige Zusatzleistung
Widerruf Lösung vom Vertrag ohne Begründung
Kulanz freiwillige Rücknahme
Nacherfüllung Reparatur oder Ersatzlieferung
Kassenbon möglicher Kaufnachweis
Taschengeldparagraph Zahlung mit überlassenen Mitteln
Widerrufsbutton elektronische Widerrufsfunktion





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Einkaufssituation
Kulanz Eine mangelfreie Ware wird im Laden freiwillig zurückgenommen.
Widerruf Ein Onlinevertrag wird innerhalb der gesetzlichen Frist ohne Begründung beendet.
Nacherfüllung Ein mangelhafter Kaufgegenstand soll repariert oder ersetzt werden.
Garantie Ein Hersteller verspricht freiwillig zusätzliche Leistungen.
Taschengeldparagraph Ein Minderjähriger bezahlt vollständig mit dafür überlassenen Mitteln.






Kreuzworträtsel

Widerruf Wie heißt die Erklärung, mit der Du Dich bei vielen Fernabsatzverträgen innerhalb der Frist ohne Begründung lösen kannst?
Garantie Wie heißt eine freiwillige zusätzliche Zusage eines Herstellers oder Verkäufers?
Kulanz Wie heißt eine freiwillige Leistung eines Geschäfts ohne gesetzliche Pflicht?
Kassenbon Welcher Beleg hilft dabei, einen Einkauf nachzuweisen?
Nacherfüllung Wie heißt der erste zentrale Anspruch bei einem mangelhaften Kaufgegenstand?
Verbraucherzentrale Welche Beratungsstelle hilft bei vielen Problemen mit Verträgen und Einkäufen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Vertrag zwischen einer Privatperson und einem Unternehmen kann ein

sein.
Bei mangelhafter Ware ist grundsätzlich der

der erste Ansprechpartner für gesetzliche Mängelrechte.
Die gesetzliche Haftung für Mängel wird im Alltag häufig

genannt.
Eine freiwillige zusätzliche Zusage heißt

.
Bei einem Mangel steht zunächst meist die

im Mittelpunkt.
Bei normalen Waren verjähren Mängelansprüche grundsätzlich nach

ab Ablieferung.
Bei vielen Online-Warenkäufen beträgt die Widerrufsfrist

.
Seit Juni 2026 gibt es für entsprechende Online-Verträge eine elektronische

.
Die freiwillige Rücknahme einer mangelfreien Ware im Ladengeschäft nennt man

.
Der § 110 BGB wird häufig als

bezeichnet.
Ein gefälschter betrügerischer Online-Shop wird oft

genannt.
Eine wichtige Beratungsstelle bei Verbraucherproblemen ist die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kassenbon-Check: Untersuche einen anonymisierten Kassenbon. Markiere Händler, Datum, Produkt, Preis und Zahlungsart und erkläre, warum der Beleg nützlich sein kann.
  2. Umtausch oder Gewährleistung?: Erfinde zwei kurze Alltagssituationen. In einer gefällt eine mangelfreie Ware nicht, in der anderen ist die Ware defekt. Erkläre den Unterschied.
  3. Verbraucher-Wörterbuch: Gestalte Karten zu Gewährleistung, Garantie, Widerruf, Kulanz und Nacherfüllung mit jeweils einer einfachen Erklärung.
  4. Onlinekauf-Checkliste: Erstelle eine Checkliste mit fünf Punkten, die Du vor einer Bestellung in einem unbekannten Online-Shop prüfen würdest.


Standard

  1. Reklamation: Schreibe eine sachliche E-Mail an einen Händler, weil ein neu gekaufter Gegenstand einen Mangel hat. Beschreibe den Fehler und fordere Nacherfüllung.
  2. Fakeshop-Analyse: Vergleiche zwei fiktive Online-Shops und begründe anhand konkreter Merkmale, welchem Du eher vertrauen würdest.
  3. Rollenspiel Verbraucherrecht: Spielt zu zweit ein Gespräch zwischen Käufer und Verkäufer über einen mangelhaften Kopfhörer. Eine Person reklamiert, die andere reagiert als Händler.
  4. Widerruf: Entwirf eine kurze, eindeutige Widerrufserklärung für einen Onlinekauf und liste auf, welche Nachweise Du sichern würdest.


Schwer

  1. Fallanalyse Kaufrecht: Bearbeite einen Fall, in dem ein Smartphone acht Monate nach dem Kauf ohne eigenes Verschulden ausfällt. Ordne mögliche Rechte und die Beweislast ein.
  2. Verbraucherumfrage: Befrage mindestens zehn Personen, ob sie den Unterschied zwischen Garantie, Gewährleistung und Widerruf kennen. Werte die Antworten aus und stelle sie grafisch dar.
  3. Dark Patterns: Dokumentiere manipulative Gestaltungselemente in fiktiven oder öffentlich zugänglichen Online-Shops, ohne persönliche Daten zu veröffentlichen. Erkläre, wie sie Kaufentscheidungen beeinflussen können.
  4. AES-Verbraucherprojekt: Entwickle für Deine Schule eine Informationsaktion mit Plakat, Kurzvideo oder Infostand zum Thema „Sicher einkaufen und Rechte nutzen“. Begründe Auswahl und Gestaltung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fall Ladengeschäft: Eine Schülerin kauft ein mangelfreies T-Shirt im Geschäft und möchte es drei Tage später wegen Nichtgefallens zurückgeben. Erkläre, wovon eine Rücknahme abhängt und warum dies keine Gewährleistung ist.
  2. Fall defekter Kopfhörer: Ein Kopfhörer funktioniert fünf Monate nach dem Kauf ohne erkennbaren Eigenfehler nicht mehr. Entwickle ein sinnvolles Vorgehen gegenüber dem Verkäufer und begründe die Reihenfolge Deiner Schritte.
  3. Fall Onlinekauf: Ein online bestellter Rucksack wird geliefert, gefällt aber nicht. Beschreibe, wie ein wirksamer Widerruf aussehen kann und welche Unterlagen Du sichern würdest.
  4. Fall Minderjährige: Ein 15-Jähriger möchte ohne Elternzustimmung einen teuren Laptop auf zwölf Monatsraten kaufen. Erkläre, warum der Taschengeldparagraph hier nicht einfach als Erlaubnis für den gesamten Vertrag verstanden werden kann.
  5. Vergleich Garantie und Gewährleistung: Ein Händler verweist bei einem Defekt ausschließlich auf die Herstellergarantie. Beurteile diese Aussage und erkläre, welche gesetzlichen Rechte daneben bestehen können.
  6. Transfer nachhaltiger Konsum: Zeige an einem selbst gewählten Produkt, wie Reparatur, Gewährleistung, Nutzungsdauer und Ressourcenverbrauch zusammenhängen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Verbraucherrechte - AES solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. Kaufverträge in einfachen Alltagssituationen erkennst und Rechte sowie Pflichten beschreibst.
  2. Geschäftsfähigkeit von Minderjährigen und den Taschengeldparagraphen auf Beispiele anwenden kannst.
  3. Gewährleistung, Garantie, Kulanz und Widerrufsrecht sicher voneinander unterscheidest.
  4. bei einem Sachmangel ein sinnvolles Vorgehen mit Nacherfüllung erklären kannst.
  5. die 14-tägige Widerrufsfrist bei typischen Onlinekäufen richtig einordnest.
  6. die elektronische Widerrufsfunktion seit Juni 2026 kennst.
  7. Risiken beim Online-Shopping und mögliche Fakeshop-Merkmale beurteilen kannst.
  8. Verbraucherrechte mit nachhaltigem Konsum und verantwortlichen Kaufentscheidungen verbinden kannst.




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